Stevens Sommercross Berichte

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Ü40-Cyclist
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Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Ü40-Cyclist » 21.07.2019, 13:09

Ein neues Format stand auf dem Programm:
Eine Sommercross Rennserie, um die langweilige Zeit zu überbrücken, sich auf die Crosssaison vorzubereiten und vielleicht auch bei gutem Wetter mal weitere Zuschauer anzulocken.
Gestern 1. Lauf und ein Renntag, wie er gegensätzlicher kaum sein könnte. Die ersten Rennen am frühen Nachmittag bei sommerlich heißen Temperaturen und knochenhartem, trockenen Kurs. Stefan und ich reisten mit dem Rad an und starteten gegen 16:15 Uhr bei 29 Grad zu Hause. Gegen 17:00 Uhr noch trocken angekommen, schlug wenig später das angekündigte Unwetter zu. Innerhalb einer Stunde ändertet sich der Charakter des Kurses komplett. Matschig, tief, seifig und in einigen Passagen kaum oder nicht mehr fahrbar. Da waren gute Läufer gefragt (zu denen ich nicht gehöre). Aber jammern gilt nicht, wer Cross fährt, weiß worauf er sich einlässt. Kurz vor dem Rennen eine erste Testrunde, die in einer kleinen Abfahrt fast am Baum geändert wäre. Zu vorsichtig unterwegs, rutschte unvermittelt das Vorderrad weg. Beim Absprung über den Lenker ging es Kopf voran, knapp an besagtem Baum vorbei. Damit war der Adrenalinspiegel schon mal auf dem gleichen Level, wie mein Respekt vor der Strecke. Reduzierung des Luftdrucks am Vorderrad sollte es richten. :cool:
Wie fast immer hatte ich einen guten Start und im Rennen lief es dann auch besser, als in der Testrunde. Bis Ende 2. Runde war ich auch gut dabei, dann forderte der kräfteraubende Kurs eine kurze Erholungsphase (nicht nur bei mir :shock: ) Ich konzentrierte mich darauf möglichst Fehlerfrei zu fahren, was mir im Großen und Ganzen auch bis zum Schluss gelang.
Am Ende standen gerade mal ca. 5 km auf dem Tacho, die sich aber anfühlten wie ...,,
Da alle Hobbyklassen zusammen starteten, hatte ich überhaupt keinen Plan bzgl. meines Ergebnisses. Umso überraschter war ich über meinen 3. Platz :D
Darf man sicher nicht überbewerten, gefreut habe ich mich dennoch.
Dank an Cyclocross Hamburg und seine Helfer, die an diesem Tag sicher einen ebenso schweren Job hatten, wie die Teilnehmer.

In diesem Sinne, wir sehen uns am 10.08. beim 2. Lauf
Game on! Gruß Mario ;-)
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Don Vito Campagnolo
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 21.07.2019, 13:34

Ü40-Cyclist hat geschrieben:
21.07.2019, 13:09
... Bis Ende 2. Runde war ich auch gut dabei, dann forderte der kräfteraubende Kurs eine kurze Erholungsphase (nicht nur bei mir :shock: ) ...
Nein, nicht nur bei dir. Bis dahin hatte ich dich noch direkt "im Fadenkreuz", aber dann ging Meter für Meter die Lücke auf. (Wobei ich es nicht 'Erholungsphase' nennen würde, es war dann eher eine Fahrt im 'abgesicherten Modus' und nur noch mit 'Reservekraftstoff im Tank'... :Heul: )
Ü40-Cyclist hat geschrieben:
21.07.2019, 13:09
... Am Ende standen gerade mal ca. 5 km auf dem Tacho, die sich aber anfühlten wie ...,,
Und der Bordcomputer zeigte einen wahnwitzigen Durchschnitt von 11 km/h an ... :shock:


Um mal alles in einem Threads zusammenzufassen, hier meine paar Zeilen aus dem Ankündigungsthread:
Jacfm hat geschrieben:
20.07.2019, 09:11

Evtl ja doch was mit Verkleiden, Wetterbedingt Nordwester oder Ölzeug vielleicht :D
Die Verkleidung wurde "on the track" in Form größerer Mengen von Matsch, Modder & Schmodder angelegt:

Während sich die Rennen 1.1 bis 3.3 auf trockenen Boden und bei Temperaturen ~28°C fahren durften/mussten, begann pünklich zum Freien Training um 17 Uhr ein handfestes Umwetter.
Dadurch waren die Temperaturen zwar etwas erträglicher, die Herren 4.1-3 haben den schön matschigen Acker gut vorbereitet und die Hobbies 6.1 hatten von Beginn an den perfekten Spielplatz für´s Schlamm-Catchen.

Aber der Kurs im Cyclocross-Land ist auch so schon DER HAMMER: Da waren die matschigen Bodenbedingungen noch das Beste und Einfachste … :Wow:

Besonderes Highlight war ein Mitstreiter, der ~2 Runden vor Schluss leicht überanstrengt über der Reeling hing und sich die letzte Mahlzeit noch mal durch den Kopf gehen ließ … :kotz:
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Mike667 » 21.07.2019, 15:44

Braucht man eine solche Serie im Sommer? Definitiv JA! Gegen 13:15h kamen wir am CX-Land in Volksdorf an und drehten dort ein paar Runden auf dem Kurs und dem Gelände. Die Kurse auf dem CX-Land sind technisch anspruchvoll und anstrengend - nicht meins. Kurz vor 15 wechselte ich dann mein Equipment und machte Fotos von den Rennen.

Gut ist, dass sich die Nachwuchsrennen mit den Rennen der jungen "Erwachsenen" und Erwachsenen abwechseln. Die Stimmung war gut und es gab fast nur fröhliche und glückliche Gesichter nach den Rennen.

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Schwarze Wolken am Himmel drohten mit Ungemach und es war Zeit nach Hause zu fahren.

Mein Fazit: Super Veranstaltung, die nächstes Jahr gern weiter ausgebaut werden kann (gern auch in anderen Lokationen).

Wer gestern keine Zeit hatte, hat am 10. und 31. August beim Stevens Sommercross zu starten.

Bilder von Sonja1 und mir findet ihr hier.
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon sonja1 » 21.07.2019, 18:59

Es scheint so, als wären wir nicht nur Schönwetterfahrer, sondern auch Schönwetterzuschauer. :Sehrlachend: Jedenfalls haben wir uns VOR dem Gewitter auf den Heimweg gemacht, so daß es „nur“ Bilder von den heißen Rennen, aber nicht von den Matschrennen gibt. Aber es ist ja auch Sommercross. :cool: Da hat Matsch nichts zu suchen, oder…? :HaHa:

Für mich stand schon schnell fest, daß ich nicht im Rennen antreten werde, weil ich irgendwie mit den Kursen im Cyclocrossland nicht warm werde – zu viel Technik auf sehr engem Raum. Aber zum üben ist es gut geeignet. Und wenn mir der Kurs doch gefällt, kann man ja auch noch nachmelden. Also haben wir uns recht zeitig auf den Weg gemacht, um die Trainingsmöglichkeit vor den Rennen zu nutzen. Hier stand schon nach wenigen Metern fest: Es bleibt beim üben. Für mich ist das als Rennen nichts.

Am Anfang hab ich mich gefreut: Da fehlte zu Beginn die Sandkiste! :D Naja, das böse Erwachen kam nach einer kleiner Kuppe: Sand – und das auch noch leicht bergab :shock: .

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Schön versteckt. Ok, irgendwie da durchschlagen und weiter geht´s. Ab über eine kleine Anhöhe.

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Das ging. Dann kam ein Schräghang.

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Das war gar nicht meins. Also schieben. Dann ging es in das etwas höhere gelegene Gelände. Das war überwiegend deutlich mehr nach meinem Geschmack: rauf und runter, über Gras und über waldähnliche Wege. Das paßt. :Empfehlung:

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Bis auf … nun ja diesen Berg, den man erst runter

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und nach einer engen Kurve – quasi ohne Schwung – wieder hoch mußte.

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Fahren? Äh, ne, ich nicht… viele andere auch nicht. Aber schieben ist ja immer eine Option…

Irgendwann ging es nochmal bergab und endete in einer Sandkiste.

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Schon wieder Sand… Danach noch etwas entspannteres Gelände – und schon war die ca. 700-800 m lange Strecke vorbei. Unglaublich anstrengend und kräftezehrend und sehr technisch. Ich bin ein paarmal gefahren, aber dann irgendwann auf die Zuschauerseite gewechselt. Es war auch einfach ziemlich heiß und drückend und damit alles andere als ideal für sportliche Höchstleistungen.

ABER, es gibt ja immer noch viele Sportler, die das Gelände und den Kurs mögen und denen das Wetter nicht so viel ausmacht. Und so konnten wir tolle Rennen der kleineren und größeren Kinder und der Elite Frauen und der Masters 2 beobachten.

Erst waren die U15-Fahrer an der Reihe. Max führte das Rennen souverän an.

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Malte schimpfte über die Hitze :Schimpfen: .

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Ich dachte mir dabei nur: Wer noch Kraft hat zu schimpfen, hat noch Reserven… :wink: Naja, und Klein-Robin waren die Rennen egal und kühlte sich auf seine Art und Weise ab.

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Es folgten die Rennen der Master 2, U17 und Elite-Frauen. Hier ging es wirklich rasant zur Sache – sehr beeindruckend.

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Danach – und das gefiel mir wirklich gut: Erwachsenen- und Kinderrennen wechselten sich stetig ab :Empfehlung: – kamen die U11 und U13 dran. Ok, der Kurs wurde vorher leicht entschärft. So wäre ich da auch mitgefahren… :Sehrlachend: Allerdings, durch den Sand mußten sie auch.

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Und auch berghoch. Einige schafften es wirklich fahrend. :Respekt:

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Andere brauchten etwas Anschubhilfe.

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Überhaupt gab es in diesem Rennen einige Unterstützung, damit auch wirklich jede und jeder sicher und glücklich über den Kurs kommt.

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Kinder, ihr macht das super! :GrosseZustimmung: Weiter so! Das macht wirklich Spaß, die Fortschritte und die Freude der Kinder zu sehen.

Nach dem Rennen wurde es sehr dunkel. Auf unwetterähnliche Zustände hatten wir keine Lust – Schönwetterzuschauer eben ;) – und machten uns zügig auf den Heimweg.

Es hat Spaß gemacht und verlangt nach einer Fortsetzung. Danke an die Veranstalter. :Danke: :Danke:
Sonja - die radelnde Anwältin

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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Jacfm » 24.07.2019, 10:50

Sommercross, eine neue Erfahrung :D

Es ist Sommer, Radfahren macht Spass und weil die Strecke auch bei mir um die Ecke liegt bin ich natürlich
hin zum Sommercross im Cyclocrossland. Zusammen mit meinen beiden großen Kindern machte ich mich zeitig auf
den Weg, die Frau mit der jüngsten nebst Opa kamen dann später, aber pünktlich zum U11/U13 Rennen.
Da beide neue MTBs hatten war natürlich auch mal ein Rennen angesagt, vor anderthalb Jahren beim ersten
Radrennen im Cyclocrossland war das Material eher noch suboptimal.

Erstmal hinten angestellt bei all den erfahrenen Crosserkids kamen sie im Rennverlauf aber noch weiter nach
vorne, am Ende blegte meine Tochter den ersten Platz in der U13w und mein Sohn den 5. in der U11m, wo die
meisten Fahrer starteten. Bis hierhin war dann auch noch Sommer beim Sommercross.
Nachdem die beiden erschöpft auf die Siegerehrung warteten begab ich mich zum Auto um mich für mein Rennen
um 18uhr vorzubereiten.
Kaum war ich dort begann sich der himmel stark zu bedecken. wenige Minuten später
stand dann auch nach erfolgter Ehrung der Rest meiner Familie bei mir, drückten mir die Räder in die Hand
und sagten Papa es regnet gleich, wir fahren dann mal schon heim :wink:

Kurz darauf waren sie weg, der Himmel öffnete seine Schleusen und ich verkroch mich ins Auto.
Der Regen hämmerte aufs Blech, aus dem Fenster sah ich kleine Bäche entstehen, und ich fragte mich ob ich
nicht doch mein 2. Rad mit Matschausrüstung hätte mitnehmen sollen. Ich hatte gepokert das es nicht so
schlimm wird. Gegen kurz nach halb sechs wurde es dann etwas weniger, und ich machte mich in den wenigen
Regenklamotten die ich mithatte zu Fuß zum Start um mal die Lage zu klären.

Rennen sollte stattfinden, mit kleiner Verzögerung weil man auch grad wieder anfing alles weg- und umgewehte
zu sortieren. Es fanden sich dann aber auch fast alle gemeldeten Elite, U19 und meine Masters 2 am Start ein um sich durch den Matsch zu wühlen, was dann auch kurz nach 18uhr der Fall war.

Die Strecke war jetzt sehr schwer, pfützen, Matsch, rutschige Wiesen und Wurzeln, Crossbedingungen vom
schwersten. Nach der ersten Runde machte mein Rad schon Geräusche das ich dachte gleich als Fahrradquäler
beim ADFC angezeigt zu werden. Schaltung zickte rum, Bremsen schliffen und bremsten sich von Runde zu Runde
mehr runter, Reifen rutschten, war halt alles auf sommerliche Bedingungen noch ausgelegt (hatte auf Plan B
verzichtet, wird schon nicht so schlimm) :mad:

So kam ich diesen Tag überhaupt nicht in Schwung, beschloss das ganze als Training unter extrembedingungen
zu fahren und rollte dann mit "nur" einer Runde Rückstand (die zweite Runde konnte ich auf der Zielgraden
noch abwenden) als letzter ins Ziel. :Wein:

Nunja, auch sowas muss sein, das nächste Rennen kommt bestimmt und da werde ich mich besser vorbereiten. :Krafttraining:

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Don Vito Campagnolo
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 15.08.2019, 16:37

Sommercross, 2. Lauf am 10. August, dieses Mal waren die St. Paulianer der freundliche Gastgeber.

Gegenüber dem 1. Lauf war die "Drehrichtung" der Strecke umgekehrt, es wurde also im Großen und Ganzen im Uhrzeigersinn gefahren.

Ein paar weitere Änderungen im Streckenverlauf (niedrigere, überspringbare Hürden, eine Treppe, keine zu laufenden Hänge/Schräghänge) sorgten zusammen mit den besseren Bodenverhältnissen (zumindest wenn man die Hobbyrennen des 1. und 2. Laufs vergleicht) insgesamt dafür, dass sich der Kurs flüssiger fahren ließ - was nicht heißt, dass es nicht trotzdem höllisch anstrengend war.

Der Start verzögerte sich um fast eine Viertelstunde - es wurde wohl über einer detaillierten Startaufstellung gebrütet, die dann doch nicht erfolgte; es wurde nur grob in "zuerst U, dann Ü40" aufgestellt.

Trotz einer Position tief im Pulk lief der Start ganz passabel. An der Spitzkehre innen durch ein paar Positionen gut gemacht, beim Überhoppeln der Hürden aber aus dem Pedal gerutscht und damit die Gelegenheit der "Revanche" geboten.
So hatte ich dann gleich wieder mein Lieblings-Hinterrad (das des Ü40-Cyclist ;) ) vor mir, dieses Mal richtete er allerdings recht schnell einen ordentlichen Sicherheitsabstand zwischen uns ein.

Das Matsch-Loch war im Verkehr der 1. Runde natürlich nur laufend zu bewältigen, im späteren Verlauf des Rennens ging es ganz links (schon fast "in" der Absprerrung) auch fahrend.
Anschließend folgten mehrere Aufwärts-Passagen überwiegend auf Gras - mein bestgehasster Abschnitt des Cyclocross-Landes. Immerhin konnte man die darin enthaltenen Abwärts-Teile dieses Mal etwas flotter angehen und das Rad ein wenig laufen lassen. Bei 1. Lauf war der Boden so glischig, dass hier die Bremse noch das wichtigste Anbauteil war.

Die Treppe ließ sich gut hochlaufen, der anschließende Schräghang war wegen der Bodenverhältnisse und Abwärtsbewegung auch flow-ig zu befahren; 3 Wochen zuvor ging es entgegengesetzt nur per Pedes. In der Kehre der 2. Sandkiste musste man auch noch mal absteigen, aber auch hier war die Fahrtrichtung günstiger als beim 1. Lauf.

So hatte sich das Feld bald zurechtgeschüttelt, als kleine Erfrischung wurde ab der 3. Runde noch leichter Regen gereicht. Nach vorn wie hinten hatte ich jeweils so viel Abstand, dass sich da an der Platzierung voraussichtlich nichts mehr ändern würde.

In der vorletzten Runde fiel mir dann auf einem der Bergauf-Grasstücke die Kette vom Blatt - keine Ahnung wieso, Schaltvorgänge waren längst beeendet, allerdings war ich dort irgendwie ins Trudeln gekommen.
Wäre auch nicht schlimm gewesen, hätte ich mich beim Auffädeln nicht so doof angestellt: Erst unten, dann oben, dann oben&unten zwischen Kettenblatt und Strebe eingeklemmt, gelang es mir irgendwie nicht das Teil wieder genau dort hin zu bugsieren, wo sie hingehört.

Inzwischen waren natürlich etliche Fahrer/Innen vorbeigefahren und ich war schon drauf und dran, das Rennen ganz zu beenden.
Zum Glück wäre der Fußmarsch zu Start/Ziel recht weit und unwegsam gewesen: Also doch noch mal das Rad auf den Kopf gestellt und letztlich saß die Kette wieder auf dem Blatt.

Trotz Ärger und Aufregung hatte sich immerhin die Herzfrequenz wieder in gesundheitlich unbedenkliche Regionen gesenkt, und so ging es innerlich fluchend weiter. Ein paar Leute konnte ich auf den verbleibenden 1,5 Runden auch noch wieder einholen, so dass ich in "meiner" Wertungsklasse der Ü40 nur eine "Netto-Schaden" von einem einzigen Platz durch die dösbaddelige Kettenaktion hatte - das nennt man dann wohl "Glück im Unglück" oder "mehr Glück als Verstand".

Aber immerhin wieder sturzfrei durchgekommen und spätestens wenn die Schmerzen weg sind, dann kommt auch das "hat doch Spaß gemacht"-Gefühl durch. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den Teil 3!
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Ötzy » 15.08.2019, 22:34

Ich war nicht dabei, aber die Stimmung soll wohl ziemlich gut gewesen sein :Zwinkern:

www.volksdorf-journal.de/index.php/14-t ... ommercross
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Ü40-Cyclist » 18.08.2019, 10:35

2. Lauf - Strecke hat Don Vito ja schon beschrieben.
Das Rennen aus meiner Sicht. Es freut mich das Don Vito wieder dabei ist und wir uns wieder diese kleinen Duelle liefern können ;)
Der Start war OK, ein hochmotivierter Fahrer Schoß allerdings mit Geschwindigkeitsüberschuß auf die erste Kehre zu, sodass ich kurzzeitig höchste Bremsbereitschaft hatte. Mit einem 10 Meter Bremsdrift fädelte er sich gerade noch rechtzeitig ein :Unentschlossen:
Am zweiten Balken schlug mein Hinterrad kurz an und richtete sich bedrohlich gen Himmel. Nach kurzem Wheely auf dem Vorderrad ging es zum Glück ohne Sturz weiter.
Das Feld sortierte sich und ich konnte bis zur zweiten Runde einigermaßen Anschluss halten und mich etwas von Don absetzen. In der 3. Runde liefen wir dann in der Anfahrt auf die Matschkuhle zum Überrunden auf. Kurz gab es die Möglichkeit sich noch vorbei zu drängen, leider nicht den Willen aufgebracht. Der erste Fahrer stellt sich quer, alle vom Rad um im Laufschritt auf dem Trail bis nach oben :mad:
Weiter ging es Lage checken, Don war durch die Aktion wieder dran, nach vorn alle weg. Also galt es nun wieder, konzentriert und sauber fahren. Gelang auch gut auf dem dieses Mal recht flowigen Kurs. Don immer im Rückspiegel aber nicht wirklich näher kommend ging es in die letzte Runde. Auf dem Grashang hörte ich dann Kettenrasseln, technische Probleme bei Don wie er später berichtete. Nahm mir etwas den Druck.
Ein wilder MTB-ler überholte mich dann auf der Zielgeraden. Im undurchsichtigen Feld war das leider der führende des vor uns gestarteten jüngeren Jahrganges. Mit seiner Zielduchfahrt war das Rennen beendet und ich hatte eine Runde weniger das Vergnügen. Schade :cool:
Eine tolle Veranstaltung. Freue mich schon auf das Finale am 31.08.

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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon axiom 1 » 18.08.2019, 14:32

Volksdorf ist Schauplatz einer Innovation im Radsport: Sommercross. Cyclocross gilt als Disziplin für das Winterhalbjahr, daher ist das Crossen im Wettkampf bei Sonne und Wärme tatsächlich neu.

Nach der Ausführungsplanung und der Gewinnung eines namhaften Sponsors wurde die dreiteilige Serie STEVENS-Sommercross vom "Erfinder" Cyclocross Hamburg e.V. im Juli gestartet. Auf Anhieb gab es trotz der Sommerferien rund 100 Meldungen für den Start im Moorredder.

Noch erfolgreicher startete kürzlich der 2. Lauf. Neben dem gewohnt zahlreichem lokalen Nachwuchs waren viele erwachsene Stammgäste und Neulinge im Cyclocross-Land aktiv. Sie stellten sich der echten Herausforderung, den der von Veranstaltung zu Veranstaltung wechselnde Kurs darstellte. Ohnehin bietet das Gelände durch die fortlaufende Weiterentwicklung oft neue Details.
Im Hauptrennen der Männer-Elite setzte sich Paul Lindenau vor Max Lindenau (beide STEVENS Racing-Team) und Tim Rieckmann (Team elektroland24) nach 50 Minuten Fahrtzeit durch. Die Podestfahrer nutzen das Gelände auch sonst für Trainigszwecke. Insbesondere Tim Rieckmann ist dort in seinem blau-weissen Dress regelmäßig anzutreffen, der diesen Vorteil jedoch nicht gegen alle Konkurrenten im Rennen nutzen konnte.

Bei den Frauen siegte die international erfahrene Stefanie Paul aus Hannover. Ihr Start beweist den Stellenwert, den dieser Hotspot für Geländeradsport bereits überregional erlangt hat.

Der Finallauf findet am 31.08. in Volksdorf ab 16 Uhr statt (Cyclocross-Land, Moorredder). Zuvor wird von 10-16 Uhr im Rahmen vom CrossFest eine Messe für MTB, Gravel und Cyclocross stattfinden, mit vielen Aktivitäten und Attraktionen.

Informationen: www.stevens-sommercross.de
www.cyclocross-land.de
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Mike667 » 01.09.2019, 20:19

Moin,

die Bilder vom CrossFest und - in Teilen - dem Fianllauf des Stevens Sommercross findet ihr unter

https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 1-08-2019/
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Ü40-Cyclist » 03.09.2019, 12:43

Stevens Sommercross 2019!
Alt bewährtes in neuem Format. Alle 3 Läufe fanden auf demselben Gelände statt, wobei jeder Kurs doch seinen eigenen Charakter hatte. Dass das Cyclocrossland fahrerisch anspruchsvoll und kräfteraubend ist, ist inzwischen in Norddeutschland bekannt, dennoch haben sich eine Vielzahl an Fahrern dieser Herausforderung gestellt und sind teils von sehr weit her angereist. Auch waren viele Kinder und Jugendliche am Start, was uns natürlich besonders freut.
Sommercross? Ja, war es zum Teil, gerade am letzten Wochenende war es sehr heiß. Es gab mit Regen, Sturm, Gewitter und reichlich Modder, aber auch Bedingungen, die sich jeder Crosser wünscht, oder? Ich denke, alles in allem hatten die Teilnehmer Ihren Spaß und da wurde über kleine Verschiebungen im Zeitplan auch mal locker hinweggesehen.
Am Freitag haben wir bei großer Hitze der Kurs gesteckt. Das ist auf diesem Gelände gar nicht so einfach, da der Untergrund extrem hart und steinig ist. Einen Begrenzungspfahl einzuschlagen oder Erdarbeiten sind hier schweißtreibende Angelegenheiten. Da die Organisatoren bei der Streckenwahl sehr einfallsreich sind und kein Kurs dem anderen gleicht, ist das natürlich sehr aufwendig, sorgt bei den Crossern allerdings für Freude, da es immer wieder neue Herausforderungen gibt.
Nachdem ich also Freitagabend schon ziemlich fertig war, ging es Samstagnachmittag zum Rennen.
Wieder standen die Hobbies mit einem riesigen Feld am Start. Und so war es nicht verwunderlich, dass an der ersten Engstelle (Einfahrt Schräghang), gleich mal Hektik aufkam, da selbst ein sehr versierter Fahrer, sich in Führung liegend, gleich mal querlegte. Hat sich aber alles sehr schnell wieder sortiert und so ging es in 6 „lange“ Runden. Der Kurs war schon super anstrengend, hat mir aber gut gefallen. Gerade das Stück beginnend vom bergab Single Trail, Matschkurve, Single Trail, Steilkurve, Sand und die gesamte Passage vor der ehemaligen BMX-Startrampe fand ich extrem flowig :D . Eigentlich fuhr ich auch ziemlich fehlerfrei und habe mich am Ende ein wenig über mich selbst geärgert, dass ich wieder nicht den Ars.. aus dem Sattel bekommen und zumindest versucht habe, Matze und einen Bremer Fahrer in der letzten halben Runde nochmal zu attackieren.
Letztendlich war ich aber froh, als es vorbei war. Meinen Battle-Partner DonVito habe ich diesmal nur kurz in der Startphase gesehen. Im Gedränge der ersten Kurve hatte er eine strategisch schlechte Position und musste sich so von Beginn an weiter hinten einsortieren. :sad:

An dieser Stelle, Dank an alle, die zum Gelingen der 1. Auflage des Stevens Sommercross beigetragen haben. :GrosseZustimmung:

Für alle die, die nicht dabei sein konnten oder für die, die sich die Strecke nochmal anschauen wollen,
stelle ich unter folgendem Link ein Video meiner ersten Runde zum Download bereit.
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Re: Stevens Sommercross Berichte

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 17.09.2019, 17:47

Mit dem Monatswechsel hat ja tatsächlich ein deutlicher Wechsel von Sommer zu Herbst stattgefunden. Der letzte Augusttag hat aber noch mal richtig Gas gegeben, so dass uns allen glaube ich mächtig-gewaltig die Zunge am Gaumen klebte - an sich eine blöde Idee im Sommer zu Crossen, aber leider geil!

Der Start war ganz passabel: Aus der 2. Reihe recht gut losgerollt und direkt vor Mario eingefädelt - die entzückende rückwärtige Ansicht ist ja für kurze Zeit im Film zu sehen. :D
Ü40-Cyclist hat geschrieben:
03.09.2019, 12:43
... Meinen Battle-Partner DonVito habe ich diesmal nur kurz in der Startphase gesehen. Im Gedränge der ersten Kurve hatte er eine strategisch schlechte Position und musste sich so von Beginn an weiter hinten einsortieren. :sad:

...unter folgendem Link ein Video meiner ersten Runde zum Download bereit.
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Tja, allerdings in der Tat zeigte sich nach der "Rudelbildung", dass ich die falsche Linie gewählt hatte und ehe ich das Knäuel an der Steilhang-Spitzkehre umkurvt hatte, waren schon einige Fahrer an mir vorbeigezischt.

Dafür funktionierte das Rad dieses Mal wie ein Schweizer Uhrwerk: Keine solches Malheur wie im 2. Lauf - die Kette blieb immer dort, wo sie hingehörte und auch mit der Reifen- und Luftdruckwahl war ich mehr als zufrieden. Bleib abermals festzustellen: Mein Rad könnte schneller als ich … :sad:

Trotz eher unspektakulärem Rennverlauf forderten Strecke und Wärme dennoch alles, und so ließen Konzentration und Feinmotorik ab dem Ende der vorletzten Runde nach, die Fahrt wurde unsicherer und wackeliger - Spaß hat´s trotzdem gemacht.

Nun ist der Herbst da, die "echte" Cross-Saison steht vor der Tür und den ersten Infekt habe ich mir auch schon eingefangen - mal gucken, ob ich bis zum kommenden Wochenende wieder "Rotz-frei" bin. :sad:

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