Doping (nicht nur) im Radsport

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Don Vito Campagnolo
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 22.09.2015, 07:38

Helmut hat geschrieben:... 7,7 Prozent ... Spitzenfußballern auffällige Testosteronwerte ...
Wegen der Verhaltensauffälligkeiten auf und neben dem Spielfeld hätte ich jetzt auch auf eine höhere Quote getippt ...
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 11.11.2015, 00:23

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Hier von Robin Schembera, Deutschlands besten 800-Meter-Läufer, seine Diagnose seiner Sportart: „Tief verwurzelte Betrugskultur, Ausbeutung von Athleten, Betrug durch Athleten, Beteiligung von Ärzten, Trainern und Laborpersonal an Dopingbetrug, Korruption und Bestechung innerhalb der IAAF.“ Und er meint nicht nur Russland.

http://www.faz.net/aktuell/sport/robin- ... 04008.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
crumble
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Livestream vom Anti Doping Gesetz

Beitragvon crumble » 13.11.2015, 10:42

Moin,

gerade laeuft auf Phoenix ein Livestream bis 14:30 ueber die Diskusion im Bundestag ueber das AntiDopingGesetz. Wer sich das antun mag:
http://www.phoenix.de/livestream/
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 08.03.2016, 15:33

TV-Tipp für Nachtmenschen: Heute läuft auf N3 ab Mitternacht eine Lance Armstrong-Doku. Gute Ergänzung zum Kinofilm "The program" denke ich. Also: einschalten!
Mike667
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Beitragvon Mike667 » 08.03.2016, 19:02

Als "Vorfilm" kann man heute um 22:15h im ZDF in der Doku-Reihe
37° eine Doku über Jan Ullrich und Paulus Neef nach ihrem Scheitern
ansehen.

Die Doku ist jetzt schon in der ZDF-Mediathek abrufbar.

//Michael
crumble
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Jan Ullrich

Beitragvon crumble » 08.03.2016, 19:11

Passend zu Armstrong kommt kommt heute Jan Ullrich vor ihm an :-)

Heute abend 03:03 22:15 im ZDF: 37 Grad: Für mich gab's keine Grenzen

Eine Reportage ueber einen Sportler und irgendeines Unternehmers ueber ihr Leben nach dem Scheitern ihrer Karriere.

Widerholungen auf 3Sat Mo 14.03 00:00, Mo 21.03 23:50, Mi 23.03 12:00
Oder sicherlich in der Mediathek. In der kleinen Vorschau kann man den Film bereits jetzt komplett sehen. In voller Groesse braucht man extrem viel Geduld, aber wenn sich der Puffer irgendwann einmal gefuellt hat, scheint es bereits vor der Ausstrahlung zu gehen.

Passend dazu gibt es auf SpOn ein kurzes Interview mt ihm.

ROTFL. Man sollte sich beim Posten nicht vom Stream ablenken lassen. RIP, Helmut, Du haettest unsere doppel Posts berteits zusammengefuehrt bevor ich das hier schreiben konnte.
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Meldonium

Beitragvon crumble » 09.03.2016, 20:46

Ich bin gespannt, ob die Meldonium-Welle den Radsport trifft. Der Beschreibung nach, dürften viele Ausdauersportler aus den (Ex-)russischen Gebieten das Zeug aus Gewohnheit nehmen.

Spannend finde ich auch, dass man jetzt wieder sehen kann, warum in Deutschland so viele Sportler bei den staatlichen Sicherheitsorganen unter Vertrag stehen. Wie in den 80igern scheint der Profi- und (Pseudo-)Amateursport wieder ein wichtiges Ersatzschlachtfeld zu werden.

Die ARD greift an und RT kontert. Wo die deutschen Staatsmedien jeden fallen lassen, der keine schönen Bilder verspricht, kontert RT auf sehr merkwürdige Weise.

RT leugnet nicht die Einnahme, sondern versucht es erst mit exotischen Entschuldigungen. Anfang der Woche, als nur die Tennisspielerin Maria Sharapova betroffen war, wies man darauf hin, dass Meldonium erst seit diesem Jahr auf der Liste steht. Jetzt, wo es immer mehr russische Sportler trifft, versucht man es vom Dopingmittel zum reinen Medikament zu erklären:

RT Deutschland ueber Meldonium

Eine sehr seltsame Strategie. Fast alle Dopingmittel haben einen medizinischen Zweck und es gibt sie offiziell als Medikament. Da kann man vom Unterhaltungswert nur hoffen, dass Biathleten mit Alkohol erwischt werden ;)

Warum sie ihre Sportler nicht einfach fallen lassen, verstehe ich nicht. Aber es ist mir alle mal sympatischer als unsere bigotte, deutsche Regierung, die erst indirekt zum Doping auffordern, indem sie die Sportfoederung bei ausbleibenden internationalen Erfolgen streichen; und bei einem positiven Befund die Sportler in den Knast stecken will.
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Stade 2

Beitragvon crumble » 17.05.2016, 00:31

Der französiche Sender Stade 2 will mit einer Wärmebildkamera in 2 italienischen Rennen bei 7 Profis Motor-Doping festgestellt haben.

frz. sprachiges Video auf Youtube

In dem Beitrag kann man auch sehen, wie die UCI-App funktioniert. Sie suchen mit dem Kompass nach den Permanentmagneten der Motoren.
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VeloC
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Beitragvon VeloC » 24.05.2016, 21:02

Gefunden in der WAZ:

Motordoping erreicht die Profis
Knud
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Beitragvon Knud » 24.05.2016, 21:53

Man schwankt mal wieder zwischen, so blöd wird doch keiner sein und es ist nur noch keiner erwischt worden. Wir werden wohl früher oder später den ersten erleben.
Ich weiß auch nicht, was das im Amateursport sollte. Wer mit elektrischerHilfe fahren will, kann das doch auch sichtbar tun. Wäre m.E. dann auch bei RTF kein Problem.
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Beitragvon crumble » 25.05.2016, 15:30

Knud hat geschrieben:Ich weiß auch nicht, was das im Amateursport sollte. Wer mit elektrischerHilfe fahren will, kann das doch auch sichtbar tun. Wäre m.E. dann auch bei RTF kein Problem.
Beim Amateursport geht es nicht nur um Kuchen und Bratwurst. Nicht alle werden der Versuchung widerstehen koennen. Und das obwohl die Kontrolle leichter und gleich vor Ort erfolgen koennen.

Ob bei einer RTF jemand mit Motor faehrt, ist mir auch egal. Es kommt da ja ehern darauf an sich mit Spass zu bewegen, als sich mit anderen zu messen. Die Punkte werden theoretisch eh schon ungerecht vergeben. Ob die Strecke mit einem BMX oder vollverkleidetem Liegerad zurueckgelegt wurde, spielt keine Rolle. Eventuell nicht einmal, wenn man nur Passagier einer Rikscha ist.
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Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 25.05.2016, 18:50

Wenn ein Italiener von Amateuren spricht ist in diesem zusammenhang sicher die Gran Fondo Szene gemeint, wo ja auch schon normales Doping zu finden ist.
Und zur Befriedigung des eigenen Egos bzw. nur um sein Hobby finanziell wuppen zu können (also Hobby haben und nix dafür bezahlen weil der Sponsor das tut) gibt es bestimmt genug Leute.
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Peer
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Beitragvon Peer » 14.06.2016, 14:23

Nach diesem Artikel zu urteilen, werden die "Fuentes Blutgeutel" demnächst untersucht. Ganz spannend welche anderen Sportarten/Sporler dort Kunden waren :)

http://www.eurosport.de/radsport/doping ... tory.shtml
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Heimfelder Dirk
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 10.10.2016, 12:49

Es gilt natürlich auch für SKY die Unschuldsvermutung, aber merkwürdig ist das schon:

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_101070.htm

Eine Vorerkrankung war immer vor großen Wettkämpfen so schlimm, dass die Einnahme besonderer Medikamente nötig war und auch genehmigt wurde. Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte. Schlimm ist es, wenn jetzt voreilige Verdächtigungen ausgesprochen werden.

Ganz schlimm wäre es natürlich, wenn sich hier nicht ausgesprochene schlimme Verdächtigungen später als noch viel schlimmer herausstellen würden. Das schlimmste wäre, wenn jetzt irgendein Insider als sg. “Kronzeuge“ auspacken wurde.

Ganz Ernsthaft: Schlimme Geschichte für den Radsport :mad: :mad:
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon crumble » 10.10.2016, 15:53

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte.
Es kommt darauf an was man behandelt hat. Eine direkte leistungssteigernde Wirkung habe ich der Wikipedia nicht entnehmen können. Gegeben wird es unter anderem bei (reumatischer) Arthrose und Atemwegsinfekten sowie Asthma. Bei einem Atemwegsinfekt oder Asthmaanfall kann man nach ein paar Tagen schnell wieder sehr fitt sein. Das Zeug kann aber auch Nebenwirkungen haben, die ehern Leistungshemmend sind.

Das man seine gewohnten Medikamente nimmt kann ich gut verstehen. Es ist aeussert unschön zu merken, dass man nicht mehr gut Atmen kann, weil die Medikamente nicht mehr so gut wirken wie früher. Wer wirklich Asthma hat, wird nicht so einfach wild die Medikamente durchwechseln wollen. Dann gibt es noch zwei Dinge die man bedenken sollte. Nicht jedes Produkt enthält in allen Ländern dieselben Inhaltsstoffe. Dieselben Inhaltsstoffe gibt es nicht überall vom selben Hersteller. Selbst wenn der Hauptinhaltsstoff derselbe ist, kann man auf die Nebenstoffe reagieren oder sie stehen auf der Dopingliste, bzw hat nur eine Freigabe für ein bestimmtes Produkt. Da nimmt man dann lieber das gewohnte Mittel.

Wenn da was faul war, war in dem Paket noch ein anderes Mittelchen.

Das sie keinen Kurier geschickt haben, ist schon merkwürdig. Wenn man sich aber mal die Preise anschaut, kann es billiger sein, wenn man es selber überbringt. Wenn die Frau mit war oder ein Ferienhaus in der Nähe liegt, hätte ich da eine Erklärung ohne Dopingmittel ;)
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Heimfelder Dirk
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 10.10.2016, 17:17

crumble hat geschrieben:
Heimfelder Dirk hat geschrieben:Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte.
Es kommt darauf an was man behandelt hat. Eine direkte leistungssteigernde Wirkung habe ich der Wikipedia nicht entnehmen können. Gegeben wird es unter anderem bei (reumatischer) Arthrose und Atemwegsinfekten sowie Asthma. Bei einem Atemwegsinfekt oder Asthmaanfall kann man nach ein paar Tagen schnell wieder sehr fitt sein.
Da fehlte bei meinem Beitrag das Augenzwinkern. Oft ist man nach einem Asthmaanfall schnell wieder fit, das dauert nicht einmal ein paar Tage. Da hat Crumble natürlich recht. Du kannst sogar während einer Tour Probleme bekommen und fährst nach Verabreichung deines Sprays nach ein paar Minuten normal weiter.

Was mir (und nicht nur mir) auffällt, ist die Häufung von medizinischen Ausnahmesituationen kurz vor wichtigen Wettkämpfen.
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon crumble » 11.10.2016, 20:40

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Was mir (und nicht nur mir) auffällt, ist die Häufung von medizinischen Ausnahmesituationen kurz vor wichtigen Wettkämpfen.
Da will man nunmal perfekt vorbereitet rein gehen. Bei der Leistungsdichte kann ein leichter, unauffaelliger Infekt dann schon Platz 4 anstatt Treppchen bedeuten.

Gesund ist so etwas auf alle Faelle nicht. Und auch ich sehe da das Problem, dass man schneller auch mal wissentlich etwas illegales nimmt, wenn man sich erst mal daran gewoehnt hat, mit legalen Medikamenten dauerhaft an der Leistungsgrenze zu arbeiten.
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Knud » 11.10.2016, 22:50

Es entsteht mal wieder eine Eindruck.
Von Amstrong gab es auch viele Jahre Gerüchte, Vermutungen und Spekulationen. Und heftige Dementis.
Nun gab es bei Sky-Leuten auch mal Leistungseinbrüche und bei anderen auch. Das läst eher korrektes Verhalten vermuten.
Was bleibt ist ein "Geschmeckle". Und das schadet mal wieder dem Radsport. Wenn der Radsport auch einen sauberen Ruf bekommen soll, muss schon der Anschein der Unkorrektheit vermieden werden. dann kann man die Bestimmungen nicht bis zur Grenze ausloten. Genau das aber ist nicht zu erwarten. :oops:
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Heimfelder Dirk
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 12.10.2016, 12:47

Knud hat geschrieben:Was bleibt ist ein "Geschmeckle". Und das schadet mal wieder dem Radsport. Wenn der Radsport auch einen sauberen Ruf bekommen soll, muss schon der Anschein der Unkorrektheit vermieden werden.
Danke, Knud ;-)
Mir ist es nicht gelungen, dass so auf den Punkt zu bringen ;)

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