RTF "Rund um die 7 Berge", 12.03.2016 (Bericht)

Hans47
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RTF "Rund um die 7 Berge", 12.03.2016 (Bericht)

Beitragvon Hans47 » 13.03.2016, 10:34

Ich muss mit einem Zitat von
dirksen1 hat geschrieben: "Rund um die 7 Berge", ein Klassiker, der seit 37 Jahren (!) ausgetragen wird. Eine wunderschöne Strecke.
beginnen.

Ja - eine tolle Strecke. Es war kühl aber trocken. Die Sonne soll sich wohl nur im Norden gezeigt haben - die haben wir nicht gesehen.

Der Start lief wohl nicht ganz planmäßig ab. Niemand? sortierte sich den Schildern zur Gruppeneinteilung zu sondern es wurde um pünktlich um 10:00 Uhr losgefahren. Irgendwie fand wohl jeder seine passende Gruppe bzgl. Streckenlänge und Geschwindigkeit.
Ich war in einer Gruppe mit 20 Mitfahrern, die tatsächlich schön in Zweierreihe fuhr, an roten Ampeln hielt oder ggf. nach der Ampel auf den Rest, der nicht mehr rüberkam, wartete. (Und das bei der ersten "RTF" des Jahres!)

Nach 25km war im Track eine "Verpflegungsmöglichkeit", eingezeichnet. Niemand hielt an - also weiter.
Das gleich nach 60km - niemand (von unser Gruppe) hielt. Ich hörte zum ersten Mal etwas von "einem Cafe in Bad Gandersheim".

Warum ICH nur ausgerechnet bei der Streckenteilung (ca. 66km) bei DEM Eulenexpress landete - keine Ahnung. Wahrscheinlich weil (zu dem Zeitpunkt) niemand weiteres auf die lange Strecke wollte.
dirksen1 hat geschrieben: Es gibt keine Verpflegungsstationen unterwegs, sondern man sollte sich halt nen Riegel in die Trikottasche packen und bei Bedarf an ner Tanke oder nem Bäcker oder einem Supermarkt Nachschub kaufen. l:
Das hatte ich. Allerdings fahre ich eigentlich nur RTFs, weil ich mich von einer Verpflegungsstation zur Nächsten auf die leckeren Rosinenbrote mit Nutella (ggf. mit Bananenscheiben) freue. :)
Wir fuhren also nun zu sechst die die nächsten Anstiege?/ Berge rauf und runter. Nach ca. 82km endlich ein Cafe. DAS Cafe. Große Auswahl an Torten. Lecker. Tatsächlich richtig angehalten und es uns (für ´ne 1/2 Std.) gemütlich gemacht.
Danach ging es "nur noch" zurück :shock: En paar mal rauf und runter. Mal steil, mal steiler. Keine (richtige) Pause nur mal kurz warten, wenn jemand mal ....

Aber . . . nach 5:25 Std., ca. 145km, 1500hm wieder alle zusammen heil im Ziel. :D

Schnell noch ein Foto machen lassen (schickt mir das jemand?) und dann . . . ab unter die warme Dusche.

Nur noch 185km (mit dem Auto) nach Haus und der Tag war gelaufen. Toll gelaufen.

VIELEN DANK an die Organisation, die Helfer, die leckeren Dinge am Start und Ziel und vor allem, an die Mitfahrer! Ohne Euch hätte ich sicher `ne Minute länger gebraucht :HaHa:

Bis zum nächsten Mal. Gerne wieder mit dem Eulenexpress.
Sven1975
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Beitragvon Sven1975 » 14.03.2016, 08:43

Das hört sich ja gut an.
Respekt an alle, die bei den niedrigen Temperaturen die langen Strecken fahren!
Ich persönlich bin ja dafür zu frostköttelig :oops:
Überlege was Dir wirklich wichtig ist - das Leben ist kurz!
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dirksen1
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Beitragvon dirksen1 » 16.03.2016, 14:39

Ein Veranstaltungsformat, dass sich zu beobachten lohnt. Einfach, praktisch, gut.

Das war sie also, die erste siebenunddreißigste „Rund um die 7 Berge“. Wer hier jetzt Zahlensalat im Hirn hat, ist in guter Gesellschaft. Wie jetzt? Erste? Siebenunddreißigste? 7 Berge? Ja, wat denn nu?

Alles richtig. Die siebenunddreißigste „Rund um die 7 Berge“, allerdings zum ersten Mal als „Brevet“ ausgetragen, wobei ich den Begriff „Brevet“ für eher unangebracht halte, denn es ist ja kein Brevet gewesen, sondern eine vom Radsportverband Hannover organisierte „RTF“, bei der lediglich auf die regelmäßige Keks-Versorgung entlang der Strecke verzichtete wurde. Mit dem Begriff „Brevet“ verbinden viele Radsportler unendlich lange Strecken, hässliche Fahrräder vollgepackt mit Taschen und weiterem Gedöns und sozial-inkompatible Schweiger, die über hunderte Kilometer keine Miene verziehen und stur auf die Landstraße schauen. Teilweise soll man sogar „Brevet-Fahrer“ in Wohnmobil-artig ausgestatteten und vollverkleideten Büchsen gesehen habe, die beim Überholen einen Jet-mäßigen Sound hinterlassen und in der Ebene mit nem 45er-Schnitt dahinrollen.
Aber ich schweife ab, es war ja kein Brevet :cool:

Was André, der Kayser, da seit einigen Monaten im Raum Hannover/südlich der Heide auf die Beine stellt, ist eine wunderbare Belebung der eher tristen Szene nahe der Landeshauptstadt, die sich seit Jahren im RTF-Schlaf befindet. Und das sind dann Veranstaltungen, an denen teils selbsternannte Hobbyrennfahrer mal an nem Samstag ihr Carbon mit Geschwindigkeiten über nicht abgesperrte, flache Landstraßen prügeln, dass der Reifen raucht. Macht mal Spaß, ist saugefährlich und die Radwelt hat doch noch so viel mehr zu bieten.

Genau das zeigt uns André. Erst etablierte er CTFs, um die beiden bestehenden vom HRC und vom RSG Hannover zu ergänzen. Und nun nimmt er sich der RTF-Szene an und bereichert diese mit „Radfahren für Erwachsene“ :shock:
Ein Format wie dieses ist zwar nicht neu, aber aus Sicht der BDR-Ecke durchaus innovativ. Man bekommt nen Track, fährt los, bekommt am Ende sogar die begehrten Wertungspunkte für das sensationell schicke Jahrespräsent und schwups…sind alle glücklich.

Alle? Hmmm…das ist noch steigerungsfähig, obwohl die Anzahl der Starter für die Wetterverhältnisse und allem Voraus natürlich für die Region Hannover durchaus sehr gut waren. Es fehlten halt einige altbekannte RTF-„Mannschaften“, mit deren Teilnahme die Erstauflage locker auf 120 Sportler hätte katapultiert werden können, aber es war ja auch das erste Mal. Da geht noch was.

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„Strategiebesprechung“ nach 30km Anfahrt. Verdammt, war das kalt heute

Kritik?
Hmmm…schwierig. Die Anmeldung war etwas hakelig, neu für „nur-RTF-Fahrer“, aber deshalb daheim bleiben? Allerdings ist dieses Portal, das da genutzt wird, für viele Veranstaltungen gleich, also lag es eher am System statt an der RTF selbst.
Das Kreuzchen bei „Suppe“ im Zuge der Anmeldung sollte auch dazu führen, dass man eine Suppe bekommt.
Das war’s…für das Wetter kann niemand etwas.

Nach meiner Anreise traf ich vor Ort schon Eule Solling-Jörg, Tom Baa und der Volvomann trafen ein, einige bekannte Gesichter und Radfreunde aus der Umgebung ließen die halbe Stunde Wartezeit bis zum Start mit nem Kaffee wie im Flug vergehen.
Der Start? Welcher Start? In der Mail mit dem Track wurde von Gruppeneinteilung und organisiertem Losfahren geschrieben, stattdessen tröpfelten die Leute von verschiedenen Stellen einfach so auf die Strecke…mal allein, mal in Gruppen, aber ohne jede sichtbare Orga. Das Ganze verstärkte sich, als 100m nach dem Start eine Gruppe vor uns nach links abbog, obwohl der Track eindeutig geradeaus ging. Wir entschieden uns für Tracktreue, kurze Zeit später kam Frau Eklund uns entgegen, sie schloss sich an und unsere Gruppe war komplett. Zwischenzeitlich 20 (?) Personen stark ging es zügig gen Westen, den kalten Nordost-Wind im Rücken, nur ein nennenswerter Anstieg stellte sich uns in Gestalt des Roten Berges in den Weg, so dass wir die ersten 35km und mit gutem Gruppenverhalten auch die weiteren knapp 40km bestens gelaunt dahinrollten.

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Anstieg Roter Berg, warmwerden…

Bei km 70 dann die Tourteilung, mind. die Hälfte der Fahrer wusste von nichts, einige wussten mehr und so schrumpfte unser Gespann auf 6 Pedaleure, davon 4 Eulen und 2 sehr nette Mitfahrer, von denen Hans, der 47ste, ja auch bereits berichtet hat. Vom sechsten Fahrer habe ich leider den Namen vergessen.
Den gut ausgebauten „Skulpturenpfad“ fuhren wir durchaus zügig, geht ja locker 10km bergab und parallel der Straße ist es ein Genuss, auf dieser an diesem Samstag sauberen und trockenen ehemaligen Bahntrasse dahinzugleiten.

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Skulpturenpfad mit bewegten Skulpturen

Lange zuvor kam die Frage nach nem Kaffee. Ja, ihr erinnert euch? Es wurde als „Brevet“ gefahren, also nix Keks an irgendeinem wackeligen Tapeziertisch, der von übermotivierten RTF-Racern durchaus mal umgefahren wird, sondern stilvoll und mit Ruhe wird eingekehrt. Radfahren für Erwachsene.
„Es gib da ein Café mit Schwarzwälder Kirschtorte“ hörte ich es von hinten, unwillkürlich erhöhte ich die Wattzahl auf den Pedalen und als wir vor dem Café standen, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren. Da waren wir schon mal. Auf dem Rückweg von „Jörgs Solling-Tour“ anno 2015. Ohne Helm konnte ich die Dame des Hauses jedoch nicht wiedererkennen. :HaHa:

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Runter vom Rad, ran ans Kuchenbuffet

Beim Café und Schwarzwälder Kirschtorte lernten wir unsere beiden Mitfahrer besser kennen, nach ner halben Stunde ging es wieder raus. Der weitaus anspruchsvollere Streckenteil wartete mit noch zu bewältigenden 4 „Bergen“ vor uns und zusätzlich kam er Wind nun von vorn. Aber auch das meisterten wir mit guter Gruppenarbeit, teils unterstützt durch verbale Anweisungen, die ihr Ziel fanden.

Als wir dann nach etwas über 6 Stunden wieder in Hildesheim waren, freuten wir uns auf die warme Suppe, denn wir waren ganz schön durchgekühlt. Suppe? Ach ja, gab’s nicht…
Kurzer Klönschnack, Händedruck, Verabschiedung, kalt war’s.
Meine 30km Heimweg ließen mich kaum wieder warm werden, aber darauf war ich ja vorbereitet.

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Heimfahrt…30km nach Hause frieren…

Schön war’s. Die Strecke eine Pracht, von allem und für jeden etwas dabei. Ich trage mir das für nächstes Jahr in den Kalender. Danke André für Orga und danke den übrigen Helfern für die Unterstützung bei Start und Ziel und siehe da, man kann auch kulant mit einer noch auf dem Postweg befindlichen Wertungskarte umgehen.

Weitere Bilder vom TomMas gibt es hier: https://picasaweb.google.com/1100109047 ... directlink
ES LIEGT NIE AM RAD!
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