Feuer und Flamme für Olympia in Hamburg

axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

Feuer und Flamme für Olympia in Hamburg

Beitragvon axiom 1 » 10.01.2015, 21:12

Ich habe mich gefreut, das Logo dafür auf der Startseite von HFS zu finden. :D :)

Etwas verwundert bin ich, dass nicht alle HFS-Foristi diese Meinung teilen und sich im Forum sogar dagegen aussprechen. :oops:

Für diese einmalige Chance in und für Hamburg sollten sich alle Sportler engagieren.

Vielleicht könnte die letzte CM-HH vor der Abstimmung (also Ende Februar) sogar das Motto Olympia bekommen. Jede Idee aus HFS heraus oder sonst woher wäre willkommen. Lasst mal die grauen Zellen arbeiten!

:cool: LYMPIA HH 24
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Deichfahrer
Danish Dynamite
Beiträge: 935
Registriert: 11.07.2011, 16:18

Beitragvon Deichfahrer » 10.01.2015, 23:51

So lange kein vernünftiges Konzept vorliegt, wird es noch einmal das Millionengrab für Hamburg. Die Buga hat keine Gewinne machen können und die berühmte Ruine in der Hafencity wurde durch planlosigkeit und ahnungslos aus dem Boden gestampft.

Bitte schön, warum soll ich Olympia dann unterstützen, wenn es doch die Politik wieder anders macht?

Grundsätzlich bin ich für alles offen und befürworte den Sport, egal welche Sportarten, in Hamburg, aber nicht so, wie es in dieser Form jetzt stattfindet.

Go for Gold ;-)
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Re: Feuer und Flamme für Olympia in Hamburg

Beitragvon Helmut » 11.01.2015, 01:35

axiom 1 hat geschrieben:Ich habe mich gefreut, das Logo dafür auf der Startseite von HFS zu finden. :D :)
Freut mich, dass Dich das freut!

Ich sehe es halt optimistischer als z. B. Du, Deichfahrer, wenngleich Du mit Deiner Kritik an den Planungsfehlern z. B. bei der Elbphilharmonie recht hast. Trotzdem wird Hamburg nicht umhin kommen, auch künftig Großprojekte anzugehen. Warum also nicht auch die Olympiade?

Die Olympiade 1972 hat München einen Aufschwung beschert, der Jahrzehnte nachwirkte. Ich mag München sehr. Ohne die Olympiade wäre diese Stadt heute allerdings nicht das, was sie ist. So sehr ich "mein" Hamburg um so mehr mag, so sehr bin auch davon überzeugt, dass auch Hamburg einen kräftigen Schub vertragen kann.

Dazu kommt, dass ich es gern erleben würde, wenn wir die Welt hier zu Gast hätten. Ich freue mich z. B. immer sehr, wenn z. B. ein Kirchentag in Hamburg stattfindet, freue mich über gutgelaunte Besucher und all die kurzweiligen Angebote, mit denen dies verbunden ist.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 11.01.2015, 09:55

Ich stehe einer Olympia-Bewerbung meiner Heimatstadt mit gemischten Gefühlen gegenüber.

Die Vorstellung, zu olympischen MTB-Wettbewerben mal eben mit Kamera bewaffnet über die Straße zum Zuschauen gehen zu können, erzeugt Gänsehaut. Dabei geht sofort meine Phantasie mit mir durch: “Sabine Spitz auf Medaillenkurs“ als Nachricht bei HFS mit einem von mir geschossenen Bild. Helmut feiert über 1.000.000 Klicks an einem einzigen Tag und wird ins Sportstudio eingeladen.. 8)

Zurück zur (harten) Realität einer Bewerbung und deren Auswirkungen. Deichfahrers Bedenken sind natürlich alles andere als realitätsfern. Wenn man die Korruption bei den Weltsportverbänden wie IOC, FIFA oder der Formel1 beobachtet, kann einem schon das Grausen kommen: Eine Fußball-WM im Sommer in der arabischen Wüste austragen zu lassen, kann niemals mit rechten Dingen zugehen. Das ist ungefähr so, als würden die Cyclassics nach Helgoland verlegt. Funktionärscliquen stecken sich die Taschen voll, die Baumafia zieht (wie bei der Elbphilharmonie) unfähige Entscheidungsbefugte in der Politik über den Tisch und auf den Folgekosten bleibt der Steuerzahler sitzen.

Mit Grausen denke ich an die Bewerbung Berlins für die Olympiade 2000 zurück: http://www.tagesspiegel.de/berlin/olymp ... 26084.html

Bei solchen Ereignissen wird natürlich erst einmal mit geliehenem Geld eine GmbH gegründet. Eine Clique um einen Geschäftsführer zahlen sich unverschämte Gehälter, versaufen Unmengen Spesen und schwingen große Reden. Was diese Typen eigentlich leisten, weiß keiner so Recht. Wenn der ganze Quatsch dann in die Hose geht, macht das nichts, dann ist halt die GmbH pleite. Bürgermeister D. selbst sah nach Rückkehr von der Wahlpleite in Monte Carlo aus, als hätte er eine Woche Silvester gefeiert. Versehentlich hatte man vor Auszählung der Stimmen siegessicher mit dem Feiern begonnen und ist dann gleich nach der Verkündung von Sydney als Austragungsort ins Frustsaufen übergegangen. Da nur bester Stoff konsumiert wurde (zahlte ja alles der Steuerzahler), haben (leider) alle Funktionäre das Desaster überlebt.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir hier in Hamburg kompetente Leute für das Bewerbungsprocedere finden, sofern wir Hamburger überhaupt dafür sind.

Natürlich ist eine Olympiade eine einmalige Chance für jede Stadt, die man nicht aus emotionalen Gründen oder weil andere Großprojekte schiefgelaufen sind, ablehnen sollte. Weil der Bau der Elbphilharmonie nicht rund läuft, können wir in Hamburg nicht für alle Ewigkeit Neubauten oder sonstige Großprojekte von vornherein ablehnen. Wir lehnen ja auch nicht jedwede ärztliche Hilfe ab, weil irgendwann mal eine Blinddarm-OP schiefgegangen ist. Oder wollen wir wie weiland unsere Vorfahren vor tausend Jahren an der Seitenkrankheit sterben?

Deshalb wird auch der Heimfelder für eine Olympia-Bewerbung stimmen.
:GrosseZustimmung:
mars8472
C-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 35
Registriert: 22.04.2009, 22:23

Beitragvon mars8472 » 11.01.2015, 17:42

5.000 Tribünenplätze und Olympische Mountainbikestrecke im Eißendorfer Forst und westlich der A7? Lieber nicht! Jetzt gibt es dort unzählige Pfade und Wege, mit so einer gebastelten, kanalisierten Strecke wird das sicher nicht besser.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 11.01.2015, 18:25

mars8472 hat geschrieben:5.000 Tribünenplätze und Olympische Mountainbikestrecke im Eißendorfer Forst und westlich der A7? Lieber nicht!
Es gibt ja noch andere Gegenden in der Nähe...

Auch die Straßenrennen und EZF inmitten Hamburgs würden nicht jeden begeistern, weil sie mit der Sperrung von Straßen verbunden wären. Mich würden diese Rennen begeistern, Straßensperrungen dafür halte ich für hinnehmbar.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
mars8472
C-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 35
Registriert: 22.04.2009, 22:23

Beitragvon mars8472 » 11.01.2015, 20:42

Ja, in der Nähe gibt es noch mehr, nur geht ein Teil des Ganzen verloren. So eine künstliche Strecke samt Infrastruktur, um das Rennen medial zu verwerten, ist nicht mit ein paar temporären Straßensperrungen zu vergleichen, die nur wenige Stunden bestehen.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Knud » 11.01.2015, 20:43

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Deshalb wird auch der Heimfelder für eine Olympia-Bewerbung stimmen. :GrosseZustimmung:
In welcher Funktion darfst Du denn mitbestimmen? Das ist ein Mangel solcher Projekte, dass das Volk eben nicht gefragt wird. Oder durfte z. B. irgend jemand hier über die Verlegung des Bahnhofs Altona beschließen? Oder den Musiktempel oder ....

Ich bin da noch nicht so recht mit mir einig. Eine Chance sind Veranstaltungen wie Olympia sicher auch. Man überlege mal kurz, was die Fußball-WM 2006 bei uns bewegt hat.

Auf der anderen Seite wird gerne mit der dann entstehenden Infrastruktur geworben. Das U-Bahn System in München ist übrigens überwiegend erst nach den Olympischen Spielen gebaut worden. Den S-Bahnhof am Olympiastadion fahren schon lange keine Züge mehr an. Kann man als nötig erkannte U-Bahnen nicht auch ohne Olympische Spiele bauen? Bei unseren Planungszeiten ist manches auch kaum vorher zu schaffen. Der Fußball-WM verdankt der Lehrter Bahnhof in Berlin sein zu kurzes Dach.

Am Ende verdienen IOC und einige andere viel Geld, der Steuerzahler muss noch mehr geben. Ist der ideelle Wert der Spiele so hoch, dass es lohnt? Eine großen Nutzen für den Breitensport darf man nicht erwarten. Inseln, wie eine Radsporthalle, wären möglich.

Auch ein Problem: Eine Bewerbung wie Berlin sie für 2000 abgegeben hat, ist reine Geldverschwendung. Wenn schon, muss man es auch richtig machen.

Knud
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 14.01.2015, 00:00

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Die Direktoren des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) Christian Growitsch und Henning Vöpel erklären im Hamburger Abendblatt, welche Chancen sich aus einer Olympiade für die Stadt und darüber hinaus für ganz Norddeutschland ergeben würden.

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... ancen.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 14.01.2015, 02:01

Das Miniatur-Wunderland schrieb:

Die Euphorie in Hamburg wächst von Tag zu Tag. Am 8.12. haben wir in der Europa Passage ein 50.000 Figuren fassendes, provisorisches Olympiastadion gebaut. Wer für Olympia in Hamburg ist, sollte seine Figur da reinkleben. Wir träumten davon, dass es in zwei Monaten voll wird. Es dauerte nur 14 Tage! Auch der dann schnell gebaute Oberrang füllte sich in wenigen Tagen. 75.000 Figuren sind gesetzt und das Tollste: Jeden Tag spürt man immer mehr Euphorie! Hier seht Ihr einen TV Bericht zur Erweiterung auf 75.000 Plätze.

https://www.facebook.com/video.php?v=1529430940676312

Nur noch wenige Wochen, dann wird der DOSB 1.000 Hamburger befragen. Also nur noch wenig Zeit die restlichen Hamburger mitzunehmen. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber die Idee ist eingeschlagen wie eine Granate und eine kleine Möglichkeit, andere Hamburger anzustecken. Wir haben vor einer Woche bei Facebook gefragt, ob jemand Lust hat, uns ein paar Briefmarken abzunehmen, falls wir welche drucken sollten. Hintergrund: Ab 10.000 sind die Druckkosten für individuelle Briefmarken nicht mehr so hoch und wir hofften diese 10.000 zu erreichen. Was dann passierte war Wahnsinn. Wir entschieden uns Mittwoch eine Erstauflage von 50.000 zu 0,62 € und 10.000 Marken zu 0,45 € zu drucken. Die 0,62 € waren schon nach 48 Stunden ausverkauft. Dabei wurden sie erst heute geliefert! Wir haben Freitag weitere 50.000 Marken bestellt, weil sehr viele Hamburger geholfen haben die Druckkosten zu finanzieren. Diese treffen am Mittwoch bei uns ein.

Wir würden uns auch sehr freuen, wenn Sie ab sofort Ihre Briefpost mit einer eindeutigen Message versehen würden. Die Marken bekommen Sie hier:

https://shop.miniatur-wunderland.de/bri ... mburg.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 14.01.2015, 11:22

geht´s auch um Sport?

Ko
Benutzeravatar
Don Vito Campagnolo
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 644
Registriert: 25.10.2010, 18:16

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 14.01.2015, 12:51

Konkursus hat geschrieben:geht´s auch um Sport?
Jetzt wirst du aber kleinlich!
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 14.01.2015, 13:31

Knud hat geschrieben:
Heimfelder Dirk hat geschrieben:Deshalb wird auch der Heimfelder für eine Olympia-Bewerbung stimmen. :GrosseZustimmung:
In welcher Funktion darfst Du denn mitbestimmen?
Knud
Ich war der Meinung, bei der kommenden Wahl gäbe es dazu eine Volksabstimmung. Da habe ich mich dann wohl geirrt :? . Danke für den Hinweis ;-)
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 14.01.2015, 19:45

Nochmal zum Procedere:

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... laene.html

Februar: Forsa-Umfragen in Berlin und Hamburg
März: DOSB wählt eine Stadt aus
September: Bürgerentscheid in B oder HH

Als wahlberechtigter Einwohner Hamburgs darf ich dann wohl doch abstimmen, sofern der DOSB sich für Hamburg entscheidet.

Sofern ich es immer noch nicht richtig verstanden habe bitte ich um Hinweise.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Knud » 14.01.2015, 23:31

Helmut hat geschrieben:Die Direktoren des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) Christian Growitsch und Henning Vöpel erklären im Hamburger Abendblatt, welche Chancen sich aus einer Olympiade für die Stadt und darüber hinaus für ganz Norddeutschland ergeben würden.

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... ancen.html
Es ging ja nur am Rande um Olympia. Kurzfassung von mir: Olympia ist gut für die Region, weil dann drei bis vier Milliarden Bundesmittel fließen und damit Infrastruktur früher kommt.

Ich denke: Es wäre schön, aber nicht realistisch, im Lande zu diskutieren, wo Bundesmittel für Infrastruktur am dringensten und wirksamsten investiert werden können.

@ Dirk
Ich wußte bisher nicht, dass tatsächlich eine Abstimmung in der Kandidaten-Stadt stattfinden soll. (Die Rechtsgrundlage wäre auch spannend). Das Votum wird vielleicht nicht formal, aber doch politisch bindend sein.

Soweit nehme ich den Punkt meiner Kritik zurück.

Knud
Benutzeravatar
Harterbrocken
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1513
Registriert: 28.05.2011, 09:43
Wohnort: Williamsburg

Beitragvon Harterbrocken » 15.01.2015, 00:46

Olympische Spiele 2024 in HH? Für mich keine Frage: Ich bin voll dafür. Warum? Weil das kompakte Konzept mit den Spielstätten auf dem Kleinen Grasbrook mich überzeugt. Hamburg hat eine nachhaltige, intelligente und damit überzeuge Strategie entwickelt. Auf jeden Fall stimmiger als die Berliner Bewerbung.

Ich drücke dem Orga-Team und allen, die sich die Spiele in Hamburg wünschen, die Daumen. Im März wissen wir mehr....
Benutzeravatar
Janibal
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 975
Registriert: 01.12.2008, 14:07
Wohnort: Bad Sooden Allendorf

Beitragvon Janibal » 15.01.2015, 05:38

Für mich ist Olympia tot (Peking, Putin, London) und in 9 Jahren beerdigt oder eingeäschert. Da feiern sich Städte oder Länder im lüsternen Kreis und der Rest freut sich, das er nicht mit dabei sein muss. Oder weiß jemand, wo die nächste Weltaustellung ist (das war die komische Sache in Hannover), hat jemand London im TV geschaut?

Ich würde vorschlagen, Hamburg sollte in 2 Jahren eine Jedermannolympiade veranstallten. Weniger Sportarten, dafür viel mehr Starter. Dann könnte auch ich sagen: Dabei sein ist alles.
St. Jan
Benutzeravatar
Reisender
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 336
Registriert: 28.02.2011, 22:43

Beitragvon Reisender » 15.01.2015, 06:25

Solange Olympia 100Km weit weg von Hamburg stattfindet finde ich es auch gut.
Nach dem Multimillionen Grab Elbphilharmonie soll nun noch mal Geld völlig überflüssig zum Fenster raus? Es hat noch nie die breite Masse von Olympia und Co profitiert, es sind immer nur Großkonzerne die den Gewinn nach Hause tragen, das ist nichts neues. Zudem noch mehr verstopfte Straßen als sie es eh schon sind, inkl Großbaustelle A7 Deckelung in den nächsten Jahren.
<< Foto by Helmut
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 15.01.2015, 07:30

@Knud: Alles gut!
Ich war zunächst der Meinung, im Zuge der anstehenden Bürgerschaftswahl am 15. Februar würden wir dazu einen weiteren Zettel in die Urne stecken.

Ich wollte es dann aber genau wissen, wer über eine Bewerbung bestimmt
und habe abends mal recherchiert. Von daher wissen wir jetzt beide mehr ;-)
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 15.01.2015, 07:39

Janibal hat geschrieben:Für mich ist Olympia tot (Peking, Putin, London) und in 9 Jahren beerdigt oder eingeäschert. Da feiern sich Städte oder Länder im lüsternen Kreis und der Rest freut sich, das er nicht mit dabei sein muss. .
Bei den Radsportveranstaltungen auf den Straßen um und in London standen Millionen begeisterte Menschen an den Straßen. Die Teilnehmer meinten alle, die Zuschauerresonanz und ihr Erlebnis sei größer als bei der Tour. Ich hoffe, hier auch so etwas erleben zu dürfen. Ähnlich grausige Veranstaltungen wie in China oder Russland kann ich mir weder in Hamburg noch in Berlin vorstellen, da die politischen Rahmenbedingungen ganz andere sind.
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 15.01.2015, 10:50

Wenn Hamburg den Zuschlag bekommt, gibt es eine Menge Mehrarbeit im Beruf, aber genau in den 3 Wochen Urlaub, um als Volontär den Sportlern und Gästen die in Hamburg sind, das Gefühl zu gegben, wir sind die geilste Stadt der Welt.

Verstopfte Strassen sind mir egal.
Olympia in Berlin, kostet auch dem Hamburger sein Geld.
Und wer denkt, Hamburg wird es ewig weiter so gut gehen, ohne dafür was zu tun.......
Elbphi kann ich schon nicht mehr hören, wenn man nach AVB ausschreibt und Praktikanten damit belastet, dann kommt sowas raus.

Olympia in Hamburg, ich bin dabei :!: :D
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
Benutzeravatar
Don Vito Campagnolo
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 644
Registriert: 25.10.2010, 18:16

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 15.01.2015, 12:06

Tribelix hat geschrieben:...Elbphi kann ich schon nicht mehr hören, wenn man nach AVB ausschreibt und Praktikanten damit belastet, dann kommt sowas raus.
Imho eher: Wenn sich Politiker zu Lebzeiten ein Denkmal setzen wollen und der unbedingte politische Wille jeden noch so kleinen Funken an Verstand/Rationalität erstickt, dann kommt sowas raus.
Benutzeravatar
Reisender
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 336
Registriert: 28.02.2011, 22:43

Beitragvon Reisender » 15.01.2015, 21:25

http://www.welt.de/motor/article1230594 ... -Jahr.html

Also mir ist es da nicht soo egal, wie Dir Tribelix. Ich sehe das Geld lieber investiert in dringend benötigte Infrastruktur und Sport im kleineren Maßstab als Olympia.

Olympia braucht kein Mensch in Hamburg, aber es gibt genügend Schulkinder, bei denen der Sportunterricht regelmäßig ausfällt, dreimal darfst du raten, wieso!
<< Foto by Helmut
Benutzeravatar
Janibal
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 975
Registriert: 01.12.2008, 14:07
Wohnort: Bad Sooden Allendorf

Beitragvon Janibal » 15.01.2015, 21:46

Kann es sein, dass die Hanse nicht mal mehr ein Störtebecker braucht um Geld zu versenken? Kann sein.

37 Millionen Euro Miese - die Gartenschau in Hamburg war ein Flop.

aus: http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 11704.html
St. Jan
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 16.01.2015, 07:24

Klar kann man auch weiterhin in seinem Microkosmos weiterleben und hoffen, das alles gut wird. Hamburg war mal die drittgrößte Stadt auf der Welt mit Botschaften und Konsulaten. (war) Hamburg war mal die größte Medienstadt in Deutschland (war), sollte die Elbvertiefung nicht kommen, war es das auch mit dem Wirtschaftsmotor Hafen.

Die sportlichen Großveranstaltungen in Hamburg, sind ein Wirtschaftsfaktor, genauso wie Cruise Days/Blue Port, das belegen die Tourismus-Zahlen. Wer nicht investiert, verliert!!!! Arbeitsplätze, Standortsicherung und den Rest vom Rattenschwanz.....

Wenn ich mir den Harz in den 80, 90 Jahren ansehen, hat man da kaum einem Parkplatz bekommen. In den 2000 verloren und vergessen, jetzt erholt er sich langsam...... Kanarische Insel, haben einen totalen Einbruch erlitten, dadurch, dass das Engl. Pfund abgestürzt ist und die Engländer ausblieben.

Wer nur bis zum nächsten Baum guckt, der muss sich nicht wundern, wenn der irgendwann weg ist. Denkt mal drüber nach.....
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

Beitragvon axiom 1 » 16.01.2015, 21:00

Als ich das Thema ausgerufen habe, bin ich von einer Diskussion ausgegangen, die unter den Radsportler eine positiveres Echo hervorrufen würde.

Von allen Beiträgen bisher deckt sich der vorstehende von Tribelix mit meiner Meinung fast komplett.

Neben dem Sportevent sehe ich die Zukunftsfähigkeit Hamburg im Vordergrund.

Nicht nur, dass man Geld nicht essen kann, man sich Umweltschutz allerdings auch finanziell leisten können muss (was dank des Hafens glücklicherweise klappt), so können wir uns auch nicht alle gegenseitig die Haare schneiden.

Also: volle Kraft voraus für "Feuer und Flamme für Olympia in Hamburg" :D
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Benutzeravatar
Reisender
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 336
Registriert: 28.02.2011, 22:43

Beitragvon Reisender » 17.01.2015, 18:39

Informiert euch am besten mal wo das ganze Geld hingeht und zwar die richtig großen Beträge.
Wie auch schon angemerkt wurde sind Hamburger Politiker einfach zu blöd mit Geld im großen Stil umzugehen.
Die einzigen die im Mircokosmos hausen sind die die nicht verstehen wer damit Geld verdient und um nichts anderes geht es. Am Ende hat Hamburg noch mehr Schulden aber eine PR die max 3 Wochen nach halt, herzlichen Glückwunsch. Für die Kohle wünsche ich lieber überall ordentliche Radwege, zumindest Radfahrstreifen, auch außerhalb der Szenestadtteile.
Gegen eine Rad-WM austragung hätte ich zB aber nix, weil es ganz einfach weit aus weniger kostet und deutlich mehr in unserem Focus steht.
Wäre auch ein super Publikumsmagnet und vielleicht kriegen wir dann eine richtige moderne Bahn in Hamburg.
<< Foto by Helmut
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 17.01.2015, 22:13

@Reisender: Ja wenn du über ein so fundiertes Wissen verfügst, dann lass uns doch nicht im Regen stehen :!:
Zunächst einmal bezweifel ich, dass du Deine eigenen Texte liest und auch verstehst. Bei Raumschiff Vogayer würde man dich als Wechselbalg bezeichnen.

1. Du willst keinen Verkehrsstau in Hamburg für Olympia, aber eine Rad WM, bei der in Hamburg für eine Woche viele Strassen gesperrt werden.
2. Du willst kein Geld, das in die Olympische Macht fließt, aber eine Rad WM die nur Geld kostet, weil umsonst und draussen, Eintrittsgelder gibt es nicht, dafür müssten dann Sponsoren gesucht werden oder der Senat kommt dafür auf, wo er ja sowieso kein Geld hat.
3. Wenn du möchtest, kann ich dir ja mal den Kostenkatalog von VVL
schicken, damit du siehst, wie teuer Absperrung ist.
4. und zusätzlich noch eine neue Radrennbahn.
5. Der Senat ist dabei Radwege auf die Straße zu verlegen. Dass das nicht so schnell geht, liegt vielleicht an dem Investitionsvolumen bzw., wenn eine Straße Grundinstandgesetzt wird, macht man das eigentlich gleich mit - meine Beobachtung in den letzten Jahren. Ich bekomme jede Baumaßnahme von Hamburg Mitte bis Harburg und Bergedorf auf meinen Rechner
6. Deine Ansichten/Wünsche sind echt trollig und nicht sehr fundiert.

Meine Meinung steht.........Hamburg braucht eine Olympiade.
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
Benutzeravatar
Harterbrocken
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1513
Registriert: 28.05.2011, 09:43
Wohnort: Williamsburg

Beitragvon Harterbrocken » 18.01.2015, 12:50

axiom 1 hat geschrieben:Als ich das Thema ausgerufen habe, bin ich von einer Diskussion ausgegangen, die unter den Radsportler eine positiveres Echo hervorrufen würde.:D
Genau, da bin ich bei Dir. Eine muntere Diskussion ist immer gut. Und Kritik kann und muss man aushalten. Ich kann an olympischen Spielen in unserer Stadt nichts Negatives entdecken und finde Vergleiche mit Elphilharmonie etc. unpassend.

Was mich überrascht: HFS ist ja im Prinzip eine Seite für Radsportler. Zumindest finden Themen, die sich mit dem Fahrrad als Sportgerät befassen, das meiste Interesse. Ich dachte, eine Olympiabewerbung würde hier eher gefeiert als kritisiert. Schade das Grossprojekte - egal ob Flughafen, Konzerthaus, Tunnel-, Bahnhofsbau oder eben olympische Spiele - meist sofort reflexhafte Ablehnung auslösen.

Ich kann gut verstehen, dass man eine Seilbahn über die Elbe ablehnt, die nur Musicalbesucher transportiert und sonst keine positiven Effekte für uns Hamburger hat. Bei Olympia sehe ich das anders. Die Spiele wären eine große Chance für Hamburg und ich finde, die allgemeine Grundstimmung dafür ist zum Glück gut. "62 Prozent der Hamburger befürworten laut aktuellen Umfragen die Spiele in ihrer Stadt", schreibt das Hamburger Abendblatt. 1989 lag die Zustimmung nur bei 55 Prozent. Hamburg verzichtet damals zugunsten einer Gesamtberliner Bewerbung im noch geteilten Deutschland. Ein Fehler, wie viele damals wie heute meinen.

Gestern habe ich die Laserkanonen an der Kunsthalle bestaunt, die die olympischen Farben in den Nachthimmel feuern - ein tolles Bild, das wirklich Lust macht auf Spiele in Hamburg. Sechs je sieben Kilowatt starke Scheinwerfer strahlen jeden Abend in den einzelnen Stadtbezirken noch bis Ende Fenruar in den Himmel. Eimsbüttel und Bezirk Nord sollen noch folgen. Nun höre ich sie schon schreien, die Kritiker: Was das wieder kostet! 56 0000 Watt Licht werden die Stromrechnung der Stadt erhöhen und auf uns Steuerzahler umgelegt.

Entwarnung Leute! Olympiabotschafter, Mäzen und Unternehmer Alexander Otto zahlt den sechsstelligen Betrag. Zumindest Otto scheint wirklich Feuer und Flamme für Olympia zu sein.

Mir gefällt das Licht und ich finde, HFS-Forumsmitglieder, die Olympia positiv sehen, können ihren Pro-Spiele-Beitrag leisten. Was haltet Ihr von einer abendlichen Fahrradtour zu allen Scheinwerfern? Da kommen ein paar Kilometer zusammen, schließlich müssen auch Harburg und Bergedorf angesteuert werden. In flotten Tempo gefahren wird das eine sportliche Runde, die bestens zur Olympiabewerbung passt.

Und wer olympische Spiele in Hamburg nicht gut findet, kann natürlich auch mitfahren und so dagegen demonstrieren.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 18.01.2015, 19:55

Bald haben die Großkopferten in Hamburg ihr liebstes Thema wieder verloren. Oder glaubt jemand im Ernst, dass Hamburg den Zuschlag erhält und Berlin geht leer aus? Da müssten ja alle verrückt geworden sein und das zu recht. Bundeshauptstadt wird versemmelt und Hamburg erstrahlt im neuen Glanze. Ich glaub´s nicht wirklich.

Ich greif einmal meinen Kurzeinwand vor wenigen Tagen wieder auf, weil ich meine, die Diskussionen auch hier gehen - wie woanders auch - in eine völlig falsche Richtung.

Durchweg durch alle Parteien und Bevölkerungsschichten heißt es bei den Befürwortern der Olympischen Spiele super für Hamburg, weil Infrastruktur, weil Touris, alles super. alles brummt.

Was ich jedoch vermisse, sind Äußerungen wie: ich finde die Spiele in Hamburg gut, weil ich die Chance habe, solch ein Großereignis aus nächster Nähe zu erleben, wann habe ich die Chance noch einmal. Oder: ich finde die Spiele in Hamburg gut, weil so viele Sportler aus fernen Ländern in meiner nahen Umgebung ist doch Klasse. Oder, oder, oder.....

Es gibt so viel, was man vorbringen könnte in sportlicher wie menschlicher Hinsicht, aber es kommt nicht.

Statt dessen, es brummt, es ist klasse. Das ist zu wenig, weil im Endeffekt zu teuer.

Es ließe sich aus meiner Sicht noch vieles ausführen (dicke Taschen, Eintrittskartenpreise und -verteilung etc.), aber das würde nun wirklich in die Breite gehen.

Ko
Deichfahrer
Danish Dynamite
Beiträge: 935
Registriert: 11.07.2011, 16:18

Beitragvon Deichfahrer » 18.01.2015, 21:05

Ja warum soll Hamburg nicht die Olympia bekommen? Schau doch mal nach Sotschi die Winterspiele, dort wurde mit viel Geld alles was ging aus dem Boden gestampft. München hat es als Provinz auch geschafft und heute ist es die teuerste Stadt.

Für Hamburg kann Olympia wahrscheinlich positive Auswirkungen erreicht werden, nur Bitte nicht planlos alles aus dem Boden stampfen und die Steuergelder in der Elbe versenken. Schließlich erwartet auch der Staat von mir die Sparsamkeit.

Für Hamburg spricht = die Menschen sind Sport verrückt und unterstützen die Sportler 100%ig. Großveranstaltungen sind nur möglich wenn die Unterstützung aus Sport, Geldgeber und Politik kommen, Beispiel die Cyclassic.

;-)
axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

Beitragvon axiom 1 » 18.01.2015, 22:00

Harterbrocken hat geschrieben: ... Was haltet Ihr von einer abendlichen Fahrradtour zu allen Scheinwerfern? [/b]
Eine sehr schöne Idee am Ende eines beeindruckenden Beitrags.

Ich wäre bei der Lichterfahrt gern dabei, wenn der Termin passt. Suchst Du die Tour und einen Termin aus und postest das hier?
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Knud » 18.01.2015, 22:01

Sotschi ist nun ehrer ein haariges Beispiel. Hier wollte es vor allem ein Mann. (Hinter dem vermutlich auch noch andere.) Und viele Geldgeber wurden vom Kremel mit "Argumenten" überzeugt, die bei uns hoffentlich nicht gelten.

Olympia ist eine Chance für Hamburg - keine Frage. Aber nur staatliche Mittel so besser in die Stadt leiten zu können, ist mir das falsche Argument.
Vielleicht ist der Spruch von der "Jugend der Welt zu Gast" inzwischen veraltet. Die Olymischen Spiele sind inzwischen auch eine große kommerzielle Veranstaltung. Da darf man Kosten und Nutzen dan auch mal gegeneinader aufrechnen.

Das ist übrigend kein Grund, sich hier die Köpfe einzuschagen. ;-)
Wir sind auch sonst nicht immer alle einer Menung. Und das ist gut so.

Ich hätte gerne ein solches Ergeignis in meiner Stadt, aber ich weiß nicht , ob es das wert ist, was man dafür ausgeben wird.

Knud
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 20.01.2015, 08:10

Konkursus hat geschrieben:Bald haben die Großkopferten in Hamburg ihr liebstes Thema wieder verloren. Oder glaubt jemand im Ernst, dass Hamburg den Zuschlag erhält und Berlin geht leer aus? Da müssten ja alle verrückt geworden sein und das zu recht. Bundeshauptstadt wird versemmelt und Hamburg erstrahlt im neuen Glanze. Ich glaub´s nicht wirklich.
Dazu kann ich nur sagen:
In America hat Boston den Zuschlag bekommen ca. 650.000 Einwohner
vor Washington (Hauptstadt von US of A) ca.650.00 Einwohner
San Francisco ca. 850.000 Einwohner
und Los Angeles ca. 3.800.000 Einwohner und zweimaliger Olympia Austragungsort.

Wer das Konzept nicht kennt, sollte sich die Antworten von Hamburg an die Fragen vom DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) mal durchlesen.
http://www.hamburg.de/contentblob/44206 ... worten.pdf
Da gibt es dann auch eine neue Radrennbahn und Radrennen in der Stadt

So ich hab meine Schuldigkeit getan, mehr geht nicht
Ich als sportaffiner Mensch, freue mich diese vielfalt von Sportarten in Hamburg zu sehen und vielleicht auch als Volontär in Hamburg zu begleiten :D
Zuletzt geändert von Tribelix am 21.01.2015, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 20.01.2015, 11:03

Es wurde ja schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem ;),
aber wenn ich was dazu sagen würde, dann wäre es als Sportfan genau das!
Konkursus hat geschrieben:... ich finde die Spiele in Hamburg gut, weil ich die Chance habe, solch ein Großereignis aus nächster Nähe zu erleben, wann habe ich die Chance noch einmal. Oder: ich finde die Spiele in Hamburg gut, weil so viele Sportler aus fernen Ländern in meiner nahen Umgebung ist doch Klasse...
...und dazu noch die unglaublich vielen Touristen die kommen werden und die mit Hamburg im Herzen wieder abreisen, was für ein tolles Erlebnis!

Olympia welcome.
Benutzeravatar
Harterbrocken
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1513
Registriert: 28.05.2011, 09:43
Wohnort: Williamsburg

Beitragvon Harterbrocken » 21.01.2015, 03:32

axiom 1 hat geschrieben:Ich wäre bei der Lichterfahrt gern dabei, wenn der Termin passt. Suchst Du die Tour und einen Termin aus und postest das hier?
Na klar, mache ich gerne. Beruflich wie familiär ist mein Terminkalender momentan sehr voll. Trotzdem sollte sich im Februar ein geeigneter Abend finden lassen - auch auf die Gefahr hin, dass wir nur zu zweit sind. Startort Kunsthalle, dann die City-Statitionen, Bergedorf und über den Elbdeich nach Harburg - da dürften gut 60 Kilometer zusammen kommen.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 21.01.2015, 22:23

Harterbrocken hat geschrieben:
axiom 1 hat geschrieben:Ich wäre bei der Lichterfahrt gern dabei, wenn der Termin passt. Suchst Du die Tour und einen Termin aus und postest das hier?
sollte sich im Februar ein geeigneter Abend finden lassen - auch auf die Gefahr hin, dass wir nur zu zweit sind.
Vorschlag Fr., den 6. oder 20.2. Ich würde gern mit Euch fahren. :wink:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

Beitragvon axiom 1 » 21.01.2015, 22:38

Helmut hat geschrieben:Vorschlag Fr., den 6. oder 20.2. Ich würde gern mit Euch fahren. :wink:
Wenn ein Tag davon, dann 20.2.
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 24.01.2015, 11:27

Thomas Michael vom Hamburger Sportbund schrieb (hat mir Andreas aus Elmshorn zugestellt):

Feuer und Flamme: Informationen zu Hamburgs Ideen für Olympische und Paralympische Sommerspiele

Liebe Sportlerinnen und Sportler,

Hamburg ist Feuer und Flamme für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg 2024. Wir vom Hamburger Sportbund arbeiten mit unseren Partnern seit April 2014 an den Ideen für eine Hamburger Bewerbung. Mit diesem Mailing möchten wir die Hamburger Sportlerinnen und Sportler über diese Ideen und aktuelle Aktionen zur Unterstützung der Bewerbung informieren.

Uns ist es wichtig, dass möglichst alle Mitglieder in den über 800 Sportvereinen in Hamburg das Konzept für eine Bewerbung kennen, mitdiskutieren und möglichst begeistert dafür werben. Bitte leiten Sie diese Mail darum gerne an alle Ihre Kontakte im Verein oder privat weiter.

Die Vision von Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg Spiele mitten in der Stadt und direkt am Wasser: Mit dieser Vision von Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 möchte sich Hamburg bewerben. Der DOSB wird am 21. März entscheiden, ob man mit Hamburg oder Berlin ins internationale Rennen geht. Die Unterstützung in Hamburg steigt laut Umfragen sichtbar an - offenbar führt mehr Information über das Konzept zu mehr Zustimmung. Auf dem Kleinen Grasbrook soll 2024 das Herz der Sportwelt schlagen. Eine Industriefläche wird zur blühenden OlympicCity - die Geschichte dazu lesen Sie hier:

http://www.wir-sind-feuer-und-flamme.co ... ccity-wird

"Spiele im Dialog": Die Bürger haben das Wort!

In drei Bürgerwerkstätten zu den Themen "Wettkampf- und Trainingsstätten", "Verkehr und Tourismus" sowie "Entwicklung des Kleinen Grasbrooks zum neuen Stadtteil OlympicCity" können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen und Anregungen für die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Hamburg einbringen. Gleichzeitig wird natürlich die Gelegenheit gegeben, sich über den aktuellen Stand des Hamburger Olympia-Konzepts zu informieren, mehr über Hintergründe zu erfahren und Fragen zu stellen. Die Bürgerwerkstätten finden am 28. Januar, 19. Februar und 26. Februar 2015 jeweils von 18 bis 21 Uhr statt. Informationen und Anmeldung finden Sie hier: http://luchterhandt.de/stadtplanung/4394/

"Wir sind Feuer und Flamme, weil Hamburg nur gewinnen kann."

Unter diesem Motto hat eine große Mitmachaktion begonnen. Auf www.wir-sind-feuer-und-flamme.com können alle begeisterten Bürger und Bürgerinnen ihr Statement und damit ihr Signal der Zustimmung abgeben. Erste Botschafter haben es bereits getan. Ob Taxifahrer oder Senioren, Leistungssportler oder Manager: Viele werden in den nächsten Wochen in Print-, TV- und Radiowerbung zu sehen und zu hören sein.

OLYMPIA-TAG in der Hamburger Kunsthalle

Am 24. Januar veranstaltet die Hamburger Kunsthalle einen OLYMPIA-TAG, bei dem alle Besucherinnen und Besucher in Sportkleidung freien Eintritt erhalten. Zumindest ein Sport-Kleidungsstück ist für den Gratis-Eintritt erforderlich, Turnschuhe allein reichen nicht aus. Für den OLYMPIA-TAG hat die Hamburger Kunsthalle ein vielfältiges Programm mit Bezug zum Sport zusammengestellt:

http://www.hamburger-kunsthalle.de/inde ... ilien.html

Tagesaktuelle Informationen zur Bewerbung um die Spiele und zum Hamburger Sport allgemein bekommen Sie über unsere Facebook- und Twitter-Kanäle:
Facebook: https://www.facebook.com/HamburgerSportbund
Twitter: https://twitter.com/HamburgerSport

Das Feuer und Flamme-Logo, Artikel zur Bewerbung für Ihre Vereinsmagazine, Fotos und Präsentationen finden Sie auf unseren Internetseiten:
http://www.hamburger-sportbund.de/servi ... rbung.php5

Das Material auf dieser Seite ist kostenlos zur Verwendung freigegeben.

Haben Sie Ideen, wie Sie mit Ihrem Verein, Ihrer Mannschaft oder Ihrer Trainingsgruppe die Bewerbung unterstützen möchten? Wir freuen uns über alle Aktionen und Aktivitäten. Legen Sie los! Und lassen Sie es uns gerne wissen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 24.01.2015, 16:35

wenn sich alle so ins Zeug legen, kann man den sich Einsetzenden nur wünschen, dass auch alles klappt.

"Wir sind Feuer und Flamme, weil nur Hamburg gewinnen kann", über die Denkweise, die dahintersteht, sind schon manche gestolpert. Man sollte sich schon damit auseinandersetzen, dass auch andere gwinnen können und dann daraus die richtigen Schlüsse ziehen.

Dann kann´s ja vielleicht auch klappen.

Ko
Benutzeravatar
Thali
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 646
Registriert: 26.04.2006, 16:20
Wohnort: HH-Ottensen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thali » 24.01.2015, 18:00

Dazu gibt es sicherlich auch andere Meinungen, durchaus zu empfehlen ist ein Blick in den (N)Olympia-Blog

http://nolympia-hamburg.de/

ebenda auch eine Pro/Kontra Artikel Zusammenstellung

http://nolympia-hamburg.de/wp-content/u ... 2-2014.pdf
Bild
Altona skal være Dansk
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 24.01.2015, 19:42

Moin Thali,

hast Du mich mißverstanden? Grundsätzlich bin ich nämlich dagegen. Ich will bloß auch nicht immer der Plärrer vom Dienst sein. Wollte nur einen Fingerzeig darauf geben, dass offenbar jetzt auch schon eine gewisse Großkotzigkeit an den Tag gelegt wird. Na klar, Berlin, Boston und und und, keine Chance, nur Hamburg kann gewinnen. Am besten erzählen sie es dann auch einmal den anderen, damit die ihre Bewerbungskampagnen stoppen und Geld sparen.

Gruß

Ko
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 25.01.2015, 00:14

Konkursus hat geschrieben:wenn sich alle so ins Zeug legen, kann man den sich Einsetzenden nur wünschen, dass auch alles klappt.

"Wir sind Feuer und Flamme, weil nur Hamburg gewinnen kann", über die Denkweise, die dahintersteht, sind schon manche gestolpert.
Wo hast Du das denn bitte gelesen? Und wer bitte hat es geschrieben? Vielleicht hast Du folgenden Satz zu flüchtig (falsch betont) gelesen und deshalb falsch zitiert?
Thomas Michael vom Hamburger Sportbund hat geschrieben:"Wir sind Feuer und Flamme, weil Hamburg nur gewinnen kann."
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

Beitragvon axiom 1 » 25.01.2015, 12:18

Harterbrocken hat geschrieben: ... sollte sich im Februar ein geeigneter Abend finden lassen ...
Helmut hat u.a. Fr 20.2. vorgeschlagen, das würde passen. Dir auch? Bis dahin ist der Winter dann vielleicht auch vorbei.

In der WamS ist heute übrigens ein Bericht mit der Überschrift "ein harter Brocken", allerdings fährt der nicht mit 30 km/h auf der Erde, sondern er fliegt morgen mit einem Vielfachen dran vorbei.
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 25.01.2015, 21:21

ja Helmut, da hat mir wohl meine negative innere Einstellung einen Streich gespielt, so leicht kann es passieren. Statt Hamburg kann nur gewinnen, habe ich gelesen, nur Hamburg kann gewinnen.....

Nehme natürlich alles zurück und danke für Deinen Hinweis.

Ko
Benutzeravatar
Harterbrocken
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1513
Registriert: 28.05.2011, 09:43
Wohnort: Williamsburg

Beitragvon Harterbrocken » 26.01.2015, 23:17

axiom 1 hat geschrieben:
Harterbrocken hat geschrieben: ... sollte sich im Februar ein geeigneter Abend finden lassen ...
Helmut hat u.a. Fr 20.2. vorgeschlagen, das würde passen. Dir auch? Bis dahin ist der Winter dann vielleicht auch vorbei.
Ja, im Prinzip passt das auch bei mir. Ich muss nur eine kleine Einschränkung machen, da ich quasi zur Zeit in permanenter Alarmbereitschaft bin. Darum bitte ich Euch um kurzfristige Abstimmung des Termins. 20.02. buchen wir dann mal ein. Die Route stelle ich demnächst zusammen.

Übrigens: Dieser Thread hat in kurzer Zeit 1.500 Leser gefunden. Bemerkenswert! Das Thema scheint also zu interessieren. Und natürlich zu polarisieren.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 04.02.2015, 03:00

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Das Hamburger Abendblatt zeigt auf, wie die Planung erfolgt, damit es kein finanzielles Desaster gibt. Die Fehler des Ole von Beust bei der ungenügenden Plaunung Elbphilharmonie sollen sich nicht wiederholen.

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... osten.html

Die Berliner können sich anscheinend nicht so recht mit der Olympia-Bewerbung ihrer Stadt anfreunden.

http://www.jungewelt.de/2015/02-03/053.php
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 04.02.2015, 07:19

Gefunden auf der Seite des Hamburger Sport Bund (HSB)
Hamburger Lied für Olympia Hamburg für Olympia

und eine Lufbildaufnahme der zentralen Spielstätte

<IMG src="http://www.hamburger-sportbund.de/resou ... ehrend.jpg" width="800">
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
crumble
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 376
Registriert: 03.02.2008, 15:59

Beitragvon crumble » 04.02.2015, 12:28

Tribelix hat geschrieben:Hamburger Lied für Olympia
Als Bremer kann ich dazu nur eines sagen: grausam :-)

Ich habe mir gerade mal die groben Konzepte angeschaut. Interessant finde ich, die vorhandenen Sportstaetten im Umland mit einzubeziehen. Allerdings duerft ihr gerne den Fussball behalten. Ich haette lieber die Bogenschuetzen bei uns, aber die werden sich dann wohl die Zevener krallen.

Gibt es schon detailliertere Planungen, wo der Strassenradsport lang soll? Die Teaserbilder zeigen ja die Cyclassics im Stadtgebiet. Ich koennte mich mit euch auf Buchholz einigen. Da komme ich gut mit dem Rad hin und muss mich nicht in einen extra langen Stau stellen.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 964
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 04.02.2015, 17:10

Crumble, dann muss ich ja noch ins catering-Geschäft einsteigen.

Aber ganz im Ernst: Zeven als Veranstaltungsort fürs Bogenschießen? Axel v. Bursy & Co. sind zwar ganz rührig, aber ich glaube, die Infrastruktur gibt das nicht her. Die Transportwege dürften sich auch schwierig gestalten, oder man müsste - ganz retro, aber mit einem gewissen Charme - die alte WZTE-Trasse für den Personenverkehr wieder öffnen.

Ko
crumble
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 376
Registriert: 03.02.2008, 15:59

Beitragvon crumble » 04.02.2015, 23:45

Konkursus hat geschrieben:Crumble, dann muss ich ja noch ins catering-Geschäft einsteigen.
Nur zu. Die Deutsche Meisterschaft letztes Jahr hatten sie gut hin bekommen. Traditionell sind die Eintrittspreise fuers Bogenschiessen nicht sehr hoch. Extrem viele Zuschauer wird es nicht geben. Das einzige Problem duerften die Sicherheitsvorgaben sein. Bis auf grosse Stadien duerften die aber bei keiner traditionellen Sportstaetten jenseits der Massenevents leicht umsetzbar sein.

Der Platz ist jedenfalls schoen und das Wetter noch viel mehr. Da man mich schon nicht bei Landesmeisterschaft mitschiessen laesst, hatte ich am Sonntag mit dem RR vorbeigeschaut. In Bremen bei Kaelte und Schauern gestartet, die Sonne und die Siegerehrung in Zeven gesehen, um dann vor Hamburg wieder im Gewitter zu landen. Das spricht eindeutig fuer Zeven :regenschutz: (Ueber meine Hassliebe zum ROX 10, die auf dieser Fahrt entstanden ist, muss ich mal einen eigenen Thread schreiben, sobald ich mehr als eine unbekannte Strecke mit ihm gefahren bin)
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 05.02.2015, 01:27

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Journalisten als Lobbyisten? Wie Tageszeitungen in Berlin und Hamburg sich lokalpatriotisch zeigen

http://www.deutschlandfunk.de/olympia-l ... _id=310254

Schwimmende Olympia-Hotels in Hamburg

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... mburg.html

DOSB-Präsident Hörmann stellt Berlin und Hamburg gute Zeugnisse aus

http://www.sueddeutsche.de/news/politik ... 9-99-03971
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 07.02.2015, 02:37

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Wir wussten ja bereits, dass Hamburgs BMXer seit der Eröffnung ihrer neuen Bahn in Farmsen bereit sind für die Bundesliga, für die DM 2017 und nach einigen Umbauten auf für die Olypiade 2024. Nun steht's auch im Abendblatt.

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... ennen.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 28.02.2015, 01:44

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Für den Fall, dass Hamburg gegenüber Berlin den Zuschlag für eine Olympiabwerbung erhielte, hat die Handelskammer Hamburg zugesagt 50 % der etwa 50 Millionen Euro Bewerbungskosten zu übernehmen.

http://www.bild.de/regional/berlin/olym ... .bild.html

Anmerkung Admin: Dieses Geld und auch die anderen von der Stadt zu tragenden 50 % erachte ich als gute, sich verzinsende Investition.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 28.02.2015, 08:56

1200 Volunteer Berwerber, nach 24 Stunden
http://www.hamburger-sportbund.de/aktue ... ewsid=1849
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
Benutzeravatar
radfreunde
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 431
Registriert: 24.09.2006, 21:04
Wohnort: Rissen
Kontaktdaten:

alles nur PR Aktionen

Beitragvon radfreunde » 07.03.2015, 10:48

Was habt Ihr dafür bekommen, dass ihr bei den PR Aktionen mitgemacht habt?

Waren doch sicher alles gekaufte Teilnehmer?

http://www.shz.de/hamburg/meldungen/pr- ... 47626.html

Kritik ist gut, aber man sollte auch andere Meinungen tolerieren. Scheint einigen schwer zu fallen.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Re: alles nur PR Aktionen

Beitragvon Helmut » 07.03.2015, 11:25

radfreunde hat geschrieben:Was habt Ihr dafür bekommen, dass ihr bei den PR Aktionen mitgemacht habt?

Waren doch sicher alles gekaufte Teilnehmer?
Außer Zustimmung und Kritik habe ich für meinen Teil nichts für meine Unterstützung der Kampagne erhalten, handel allein aus eigenem Antrieb für die Bewerbung Hamburgs.
radfreunde hat geschrieben:Kritik ist gut, aber man sollte auch andere Meinungen tolerieren. Scheint einigen schwer zu fallen.
Das scheint mir mit jedem Thema und jeder Meinung zu diesen so zu sein. Damit wird man leben müssen, auch wenn es schwer fällt.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
axiom 1
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 619
Registriert: 08.08.2011, 22:17
Wohnort: 22359 HH

hamburg hat den vorläufigen zuschlag erhalten

Beitragvon axiom 1 » 16.03.2015, 21:49

Jetzt können wir erstmal darüber jubeln vor Berlin zu liegen, muss am Wochenende allerdings noch bestätigt werden.

Danach kommt die Arbeit, dass im Herbst bei der Volksabstimmung möglichst wieder fast 2 Drittel unserer Mitbürger für Olympia stimmen.

Interessant ist, dass bei der Forsa-Umfrage vor 2-3 Wochen auch Minderjährige abstimmen konnten. Es wurde beim Anruf der Umfrage nach demjenigen gefragt, der in der Familie zuletzt Geburtstag hatte und über 14 Jahre alt war. So hat mein 16-jähriger Sohn antworten dürfen. Endgültig am Limit war er allerdings, als er das Nettohaushaltseinkommen nennen sollte ...

Nun aber: Volle Kraft voraus für Hamburg's Erfolg bei der Olympia-Bewerbung!!
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
Mitgründer HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 17.03.2015, 00:42

Aus der Olympia-Extra-Ausgabe der Presseschau des BDR:

http://www.zeit.de/sport/2015-03/olympi ... in-hamburg
Bewerbung um Olympia: Hamburg wieder vorn – vor Berlin

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 87186.html
Kommentierende Analyse: „Hamburg – das Tor zur großen Sportwelt“

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dosb- ... 23852.html
Kommentar: „Besser Hamburg als Katar“
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
stolk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 290
Registriert: 05.08.2012, 15:08
Wohnort: Hamburg

Beitragvon stolk » 17.03.2015, 10:03

Ich oute mich dann mal als Olympia-Gegner:

http://nolympia-hamburg.de/

Statt Olympiade lieber: Bezahlbaren Wohnraum, ÖPNV, Kostenlose Kitaplätze, mehr Jugendzentren und andere soziale Einrichtungen für die stetig der Etat gestrichen wird.

Eine Stadt, die es nicht mal schafft, sich ein Operettenhaus zu bauen, was soll dann erst die Olympiade kosten?

Ein Plus/Minus-Null Geschäft? Richtig, der Weihnachtsmann kommt ja auch bald wieder.
Le Rouleur
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 17.03.2015, 10:33

stolk hat geschrieben:Statt Olympiade lieber: Bezahlbaren Wohnraum, ÖPNV, Kostenlose Kitaplätze, mehr Jugendzentren und andere soziale Einrichtungen für die stetig der Etat gestrichen wird.

Eine Stadt die es nicht mal schafft, sich ein Operettenhaus zu bauen, was soll dann erst die Olympiade kosten?

Ein Plus/Minus-Null Geschäft? Richtig, der Weihnachtsmann kommt ja auch bald wieder.
Anstatt Olympia wird es das alles geben? Wer glaubt hier an den Weihnachtsmann? ;)

Im übrigen wird der ÖPNV doch ausgebaut und in Richtung Olympia sicherlich noch mehr. Die Mietpreisbremse und jährlich 2.000 neue Sozialwohnungen reichen Dir nicht? Die Philharmonie ist doch abgefrühstückt, wer schafft da was nicht mehr?
stolk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 290
Registriert: 05.08.2012, 15:08
Wohnort: Hamburg

Beitragvon stolk » 17.03.2015, 10:42

Nein, aber was könnte man mit dem alles wirklich sinnvolles für die Bevölkerung machen, anstatt x Mrd. Euro für ein einmaliges Event auszugeben?
Le Rouleur
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 17.03.2015, 11:07

Es ist ja beileibe nicht so, dass Geld nur ausgegeben wird und dafür nichts zurückkommt. Die ganzen Bauarbeiten z. B. muss ja auch jemand machen, der wiederum auch Lohnsteuer zahlt. ÖPNV habe ich schon gesagt.

Wir brauchen jetzt erstmal eine Kostenschätzung und dann kann ja eine Wirtschaftswissenschaftler mal erklären, was davon wieder zurückkommt. Ausserdem gibt es ja noch die Schuldenbremse.

Ich sehe deutlich mehr Chancen, nur wer auch Geld investiert bekommt eine Rendite.

Ich finde die Hamburger Politiker gehen mit einer gehörigen Portion Demut an die Aufgabe, Größenwahn konnte ich bis jetzt noch nicht entdecken. Außerdem glaube ich, haben sich viele das Konzept noch nicht durchgelesen!?
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 17.03.2015, 11:56

Fülle hat geschrieben:Ich finde die Hamburger Politiker gehen mit einer gehörigen Portion Demut an die Aufgabe, Größenwahn konnte ich bis jetzt noch nicht entdecken. Außerdem glaube ich haben sich viele das Konzept noch nicht durchgelesen!?
Demut fühlt sich für mich irgendwie anders als diese Jubelparty. Aber gut, ich komme ja auch nicht aus Osnabrück.

Mit Olympia haben sich Wirtschaftswissenschaftler wie Wolfgang Maennig schon ausführlich beschäftigt: "Theoretisch können Olympische Spiele eigentlich keine positiven ökonomischen Effekte im Gastgeberland auslösen".

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oly ... z-101.html

Mein Glückwunsch geht an Berlin. Jetzt jubeln alle HamburgerInnen, die ein Geschäft wittern (vom kleinen Werber bis hin zum Handelskammerpräse). Und dazu werden lustig Fackeln an der Alster in die Höhe gehalten.

Aber auch unter Breitensportlern wächst der Widerstand gegen diese unsinnige Verbrennung von Millionen Steuergeldern, nur um im Sinne einer IOC-Reform und für das DOSB-Renommee als Sparringpartner gegen Boston und Rom in den Ring zu steigen.

Vielleicht wird's ja noch ein heißer Herbst bis zum Volksentscheid.

http://www.etwasbesseresalsolympia.org/
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
stolk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 290
Registriert: 05.08.2012, 15:08
Wohnort: Hamburg

Beitragvon stolk » 17.03.2015, 12:00

Le Rouleur
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Beitragvon Tribelix » 17.03.2015, 12:39

Solange die Olympia Gegner, eine 100% Grundeinstellung haben, erübrigt sich jede Diskussion. Da wird es nie ein Ergebnis geben.

Wenn hier aber Bilder von Sportstätten aus Griechenland gezeigt/verlinkt werden, dann hab ich meine Zweifel, ob das Konzept von Hamburg gelesen und die Agenda des IOC vom letzten Jahr verstanden wurden.

Sollte die Finanzierung sich auch im Herbst in Grauzonen bewegen, werde ich bestimmt der erste sein der Nein sagt, wogegen ich es bei NOlympia Aktivisten, nicht andeutungsweise erkennen kann, das es jemals ein JA wird.
Zuletzt geändert von Tribelix am 17.03.2015, 13:12, insgesamt 1-mal geändert.
HFS Jedermann Reporter 2010 "Triathlon"
HFS Jedermann Reporter 2011 "Multi-Sport"
Grinsekasper = Cyclocross Fahrer
IRONMAN
Bild
stolk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 290
Registriert: 05.08.2012, 15:08
Wohnort: Hamburg

Beitragvon stolk » 17.03.2015, 13:12

Kann ich nicht einfch nur dagegen sein?

a) Ich hab da einfach keinen Bock drauf!
b) Ich habe ein negative Meinung zum IOC.
c) Ich spreche Hamburg/Deutschland die Fähigkeit ab, nachhaltige Großprojekte durchzuführen (die in 100 Jahren vielleicht mal Rendite abwerfen)
d) Als wenn es in Athen/Sotchi keine Konzepte gab.

Natürlich lockt mich der eigennützige Gedanke ein mega-geiles-Velodrom hier zu haben - aber zu welchem Preis.

Mal ganz von der eigentlichen Veranstaltung abgesehen, passiert ja noch mehr im "Wirtschaftsraum-Hamburg". Wie will der Senat denn z.B. verhindern das weiter Gentrifieziert und somit der Wohnraum noch teuer wird - so als Privat-Wirtschaftlichen Aspekt.

Die Kostenprognosen sind zwar noch offen und ich will nicht wieder die Elbphilharmonie auspacken oder Elbtunnel, BER, Stuttgard21...

Alle haben nicht unmittelbar was gemeinsam - außer das überall die Kosten EXPLODIERT sind - warum soll das denn hier anders werden?
Le Rouleur
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 17.03.2015, 14:32

stolk hat geschrieben:Wie will der Senat denn z.B. verhindern das weiter Gentrifieziert und somit der Wohnraum noch teuer wird - so als Privat-Wirtschaftlichen Aspekt.
Soziale Erhaltungssatzung. Gibt es schon in vielen Gebieten. Findet im übrigen auch nicht jeder gut.
Mike667
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 470
Registriert: 03.04.2012, 14:35

Beitragvon Mike667 » 17.03.2015, 16:30

Tribelix hat geschrieben:Wenn hier aber Bilder von Sportstätten aus Griechenland gezeigt/verlinkt werden, dann hab ich meine Zweifel, ob das Konzept von Hamburg gelesen und die Agenda des IOC vom letzten Jahr verstanden wurden.
Ganz so extrem wird es sicherlich nicht kommen. Allerdings hat Hamburg schon bei manch eigener Liegenschaft gezeigt, dass es mit dem Erhalt dieser so seine Probleme hat (egal, wer gerade regiert). Als Beispiel möchte ich hier diverse Gebäude der Universität(en) nennen. Der Sanierungsstau beläuft sich auf mehrere Millionen Euro im zwei- bis dreistelligen Bereich. Den olympischen Sportstätten wird es - so ist zu befürchten - nicht anders ergehen als den anderen städtischen Liegenschaften.

Ob die Agenda 2020 des IOC wirklich so umgesetzt wird, wage ich zu bezweifeln. Das IOC (so auch FIFA, UEFA, UCI u.a.) hat seinen Sitz nicht umsonst in die Schweiz gelegt. Es arbeitet sich dort prima, so fast steuerbefreit. Warum sollte also das IOC seine Gewinne aus den Spielen im Gastgeberland versteuren, wenn sie in der Schweiz nur einen winzigen Bruchteil davon versteuern müssen. Das IOC wird sich sicherlich auch in der Zukunft die absolute Steuerfreiheit vom Gastgeberland zusichern lassen. Alle Risiken und Kosten bleiben beim Gastgeber - alle Gewinne beim IOC.
Fülle hat geschrieben:Die Mietpreisbremse und jährlich 2000 neue Sozialwohnungen reichen Dir nicht?
Die Mietpreisbremse schützt leider nicht vor der Erhöhung der Grundsteuer. Eine Erhöhung der Grundsteuer ist die einfachste Methode für eine Stadt an Geld zu kommen (so geschehen in Norderstedt vor etwa 3 Jahren). Die Grundsteuer wird dann schön vom Vermieter auf die Mieter umgelegt ...
Vorstand
HFS- Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 17.03.2015, 16:53

Mike667 hat geschrieben:Die Mietpreisbremse schützt leider nicht vor der Erhöhung der Grundsteuer. Eine Erhöhung der Grundsteuer ist die einfachste Methode für eine Stadt an Geld zu kommen (so geschehen in Norderstedt vor etwa 3 Jahren). Die Grundsteuer wird dann schön vom Vermieter auf die Mieter umgelegt ...
Die Mietpreisbremse wird so oder so keinem sozial schwachen etwas nützen, im Gegenteil, im Zusammenspiel mit dem Bestellerprinzip wird vorab kräftig gesiebt werden und 3-mal darf man raten, wer dann die Wohnung bekommt. Der "arme" oder der "reiche"... ...anderes Thema...
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 17.03.2015, 16:58

Kiezkicker hat geschrieben:Mit Olympia haben sich Wirtschaftswissenschaftler wie Wolfgang Maennig schon ausführlich beschäftigt:
"Theoretisch können Olympische Spiele eigentlich keine positiven ökonomischen Effekte im Gastgeberland auslösen".
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oly ... z-101.html
:HaHa: wenn das mal nicht ein wissenschaftlicher Satz ist.
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 17.03.2015, 17:19

Fülle hat geschrieben:
Kiezkicker hat geschrieben: Mit Olympia haben sich Wirtschaftswissenschaftler wie Wolfgang Maennig schon ausführlich beschäftigt:
"Theoretisch können Olympische Spiele eigentlich keine positiven ökonomischen Effekte im Gastgeberland auslösen".
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oly ... z-101.html
:HaHa: wenn das mal nicht ein wissenschaftlicher Satz ist.
Wer Wissenschaftler bestellt, kriegt Wissenschaftler.
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
crumble
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 376
Registriert: 03.02.2008, 15:59

Beitragvon crumble » 17.03.2015, 20:02

Fülle hat geschrieben:und 3-mal darf man raten wer dann die Wohnung bekommt.
Wenn man auf der anderen Seite steht, weiss man auch warum. Wenn man ein-zwei mal Pech gehabt hat, ist so eine Mietwohnung ehern als Hobby, denn als Investition zu sehen.

Die kasernierten Sportlerheime, die entstehen muessen, ausser man entvoelkert einen leicht abzusperren Stadtteil, kann man hinterher gut als Sozialwohnungen umfunktionieren. Es kommt halt nur darauf an, wie die Stdtplanung ablaeuft. Wenn man da die Politik heraus haelt, kann daraus etwas werden.

Genauso bei den Sportstaetten. Wenn man die so baut, dass sie nicht fuer eine einzige Sportart nutzbar ist, die bei Einheimischen unbeliebt ist, muss man sie hinterher nicht vergammeln lassen. Man muss auch nicht zwingend einen Besucherrekord brechen und die Zuschauerzahlen nach Olympia beruecksichtigen. Eine schoene Eroeffnungs-/Abschlussfeier braucht auch nicht zwingen Popstars und einen Feuerwerksrekord.

Einiges wird man nur fuer die Spiele bauen und hinterher rueckbauen muessen. Ausser man steht auf Gated Communities.

Die wahren Probleme duerften ehern in Geheimvertraegen mit dem IOC liegen, in denen Privatpersonen vorgeschrieben wird in welcher Kleidung sie sich im Umfeld der Sportstaetten aufhalten duerfen. Wenn die SPD da zur Abwechslung mal nicht vor der Wirtschaft einknickt, sondern an ihre Buerger denkt, wird Hamburg die Spiele eh nicht bekommen :-|
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 17.03.2015, 23:47

Mich beruhigt, dass Deutschland nicht Griechenland ist. Mir ist nicht bekannt, dass eine in Deutschland geplante und durchgeführte Sportveranstaltung von den Ausmaßen einer Fussball EM oder WM und gar eine Olympiade derart endete wie bei den die Olympiade bei den anscheinend nicht planen könnenden Griechen.
Fülle hat geschrieben:Außerdem glaube ich, haben sich viele das Konzept noch nicht durchgelesen!?
Den Eindruck habe ich auch, wie sonst ist dieser Hinweis auf die Olympia-Ruinen in Athen bitte zu erklären? Ich bitte um Aufklärung.

By the way - Gefunden im Pressespiegel der BDR:

Entscheidung zur Olympiabewerbung: Ein neues Sommermärchen in der Hansestadt – Tagesthemen mit Kommentar ab 9.38

http://www.tagesschau.de/multimedia/sen ... -3565.html

Olympia-Bewerbung: Hamburgs Sieg war offenbar nur knapp

http://www.spiegel.de/sport/sonst/olymp ... 23884.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
stolk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 290
Registriert: 05.08.2012, 15:08
Wohnort: Hamburg

Beitragvon stolk » 18.03.2015, 11:43

Leider konnte ich in dem Konzept nichts konkretes zur weiteren Nutzung der Sportstätten finden. Und ich bin mir recht sicher, dass in Athen vom Verfallen lassen der Stätten in deren Konzepten auch keine Rede war.

Aber gut - kommen wir zu einem anderen unangenehmen Thema: dem IOC®

https://youtu.be/D0ep9b33SBA

http://nolympia-berlin.de/?page_id=571
Le Rouleur
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 12:19

Helmut hat geschrieben:
Fülle hat geschrieben:Außerdem glaube ich, haben sich viele das Konzept noch nicht durchgelesen!?
Den Eindruck habe ich auch, wie sonst ist dieser Hinweis auf die Olympia-Ruinen in Athen bitte zu erklären? Ich bitte um Aufklärung.
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.

Jetzt wird husch-husch was zusammengestrickt, um nicht zu sagen getrickst, und die Hamburger Verfassung geändert, denn der Zeitplan von IOC/DOSB ist eng, am 16.9. muss das Ding eingetütet sein. Wird lustig. Und ich wette jetzt schon, dass die Kosten dann später expodieren würden. Aber soweit kommt es nicht, da 2017 nicht die schönste Stadt der Welt das Rennen machen wird. Sorry, folks.

Ich finde die Idee charmant, die Olym.Spiele immer an ihrem Usprungsort auf niedrigem Level auszurichten. Aber klar, dann lässt sich kein Riesengeschäft mehr damit machen.
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
Mike667
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 470
Registriert: 03.04.2012, 14:35

Beitragvon Mike667 » 18.03.2015, 12:31

stolk hat geschrieben:Leider konnte ich in dem Konzept nichts konkretes zur weiteren Nutzung der Sportstätten finden.
Die Stadt überlässt die Sportstätten, die nicht komplett zurückgebaut werden, der stadteigenen und unter Naturschutz stehenden Steinlaus.
Die kümmert sich dann um die Liegenschaften, wie an anderen Stellen auch ... :cry:
Vorstand
HFS- Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
crumble
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 376
Registriert: 03.02.2008, 15:59

Beitragvon crumble » 18.03.2015, 14:14

stolk hat geschrieben: https://youtu.be/D0ep9b33SBA
Man kann jederzeit den Vertrag aendern bevor man ihn unterschreibt. Soll das IOC dann halt die Aenderungen in den 7000 Seiten finden.

Als Fahrzeuge kann man prima Rikschas anschaffen. Die sind heutzutage auch motorisiert. Der reservierte Teil der Strasse ist dann halt der Radweg. Das geht schon, wenn man nur will und nicht komplett behaemmert ist. TTV sollte man als Politiker schon beherrschen.

Die meisten Werbeflaechen duerften privat sein, darueber kann die Stadt nicht bestimmen. Da ist es doch wenigsten mal von Vorteil, dass man alles was moeglich ist privatisiert.

Wenn man will, laesst sich da einiges machen. Sogar ganz legal. Man muss halt nur wollen. Bei 7000 Seiten Vertrag, sollte sich da auch genuegen Moeglichkeiten fuer finden.

Wenn die Funktionaere vor Ort aufmucken, weil sie zu bloed waren den Vertrag direkt vor der Unterschrift zu lesen, gibt es genug legale Moeglichkeiten sie unter Druck zu setzen. Die Spiele kommen eh nicht so schnell wieder nach Deutschland. Da muss man nicht sonderlich zimperlich sein. Wir haben zwar kein Anti-Korruptionsgesetz. Aber bis dahin vielleicht eines ueber Doping. Und wo bitte ist da der Regionsbezug, der im Markennamen enthalten ist? Man muss halt nur wollen.
Benutzeravatar
radfreunde
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 431
Registriert: 24.09.2006, 21:04
Wohnort: Rissen
Kontaktdaten:

Bis zu 20 Milliarden Euro für drei Wochen Olympia

Beitragvon radfreunde » 18.03.2015, 14:34

Wer bietet mehr? Da hat jemand tief in ein (was auch immer) Glas geschaut.

http://www.shz.de/hamburg/n-olympia-bis ... 30431.html

Jetzt sind die Experten dran.

Mein Prof. an der Uni mehr Schwerpunkt Planung und Entscheidungstheorie hat mal gesagt, bei diesen Vorhersagen ist die 2. Stelle hinter dem Komma sehr genau, die 10. Stelle vor dem Komma ein wenig unsicher.

Ich habe in meiner Diplomarbeit ein Interview mit Jean Paul Getty zitiert, der auf die Frage warum er so erfolgreich ist gesagt hat: "Ich habe immer das Gegenteil von dem gemacht, was meine Experten mir geraten haben.".

Wenn wir keine Emotionen haben, die Olympiade zu wollen, wird es nix. Die Diskussionen über Geld zu führen, bringt uns nirgendwo hin. Jeder hat andere Vorstellungen, was mit dem Geld der anderen zu machen ist.

just my 2 cent
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 14:34

Kiezkicker hat geschrieben:
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.
Für die Erkenntnis hättest du (jetzt endlich) nicht ins Konzept gucken müssen, das war doch vorher klar kommuniziert und auch vernünftig, dass jetzt die Kosten ermittelt werde, da auch diese Ermittlung Geld kostet.

Ansonsten gibt es hier Panikmache und Unterstellungen. Abwarten und Tee trinken. Aber bei deiner Argumentationsschiene wird es sowieso nichts geben was dir gefällt.

Ich verstehe auch nicht was jemand gegen Geschäfte machen hat!? Geschäfte machen ist der Motor der Wirtschaft, auch dein Pauli-Fanartikelladen (sorry für die Unterstellung ;)) muss Geschäft machen damit du Rad fahren kannst. Bei "Geschäfte machen" fallen auch Steuern an von denen u.a. auch soziale Projekte bezahlt werden

Generell ist das wohl eher eine Einstellungssache (auch mit dem Sport-Gen...auch wenn ich das wohl anders ausdrücken würde). Ich habe nicht das Gefühl, dass mir was weggenommen würde, im Gegenteil das würde ein großartiges Erlebnis sein und mir was geben (nicht monetär).

Im übrigen bin ich auch Pessimist (andere würden sich wohl als Optimist diesbezüglich bezeichnen) was eine endgültige Vergabe angeht
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Re: Bis zu 20 Milliarden Euro für drei Wochen Olympia

Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 14:46

radfreunde hat geschrieben:
Wenn wir keine Emotionen haben, die Olympiade zu wollen, wird es nix. Die Diskussionen über Geld zu führen, bringt uns nirgendwo hin. Jeder hat andere Vorstellungen, was mit dem Geld der anderen zu machen ist.

just my 2 cent
So ist es.
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 15:22

Fülle hat geschrieben:
Kiezkicker hat geschrieben:
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.
Für die Erkenntnis hättest du (jetzt endlich) nicht ins Konzept gucken müssen, das war doch vorher klar kommuniziert und auch vernünftig, dass jetzt die Kosten ermittelt werde, da auch diese Ermittlung Geld kostet.

Ansonsten gibt es hier Panikmache und Unterstellungen. Abwarten und Tee trinken. Aber bei deiner Argumentationsschiene wird es sowieso nichts geben was dir gefällt.

Ich verstehe auch nicht was jemand gegen Geschäfte machen hat!? Geschäfte machen ist der Motor der Wirtschaft, auch dein Pauli-Fanartikelladen (sorry für die Unterstellung ;)) muss Geschäft machen damit du Rad fahren kannst. Bei "Geschäfte machen" fallen auch Steuern an von denen u.a. auch soziale Projekte bezahlt werden

Generell ist das wohl eher eine Einstellungssache (auch mit dem Sport-Gen...auch wenn ich das wohl anders ausdrücken würde). Ich habe nicht das Gefühl, dass mir was weggenommen würde, im Gegenteil das würde ein großartiges Erlebnis sein und mir was geben (nicht monetär).

Im übrigen bin ich auch Pessimist (andere würden sich wohl als Optimist diesbezüglich bezeichnen) was eine endgültige Vergabe angeht
Respekt! In einem Atemzug über Unterstellungen jammern und selbst fröhlich mit solchen um sich werfen.

Wie viel Profit der "Pauli-Fanartikelladen" machen muss ist mir wumpe. Ob mit einer sinnlosen Olympiabewerbung Millionen verbrannt werden, nur um den Touri-Faktor nach oben zu schieben, nicht. Klar, oder?

Und im Kindergarten fand ich Olympia auch ganz toll. Aber inzwischen kann ich lesen und denken (oder andersrum). Zum Beispiel Bewerbungskonzepte, die angeblich ausschlaggebend für den Zuschlag gewesen sein sollen, die aber reine Fantasiegebilde sind und nur emotionale Worthülsen bieten.

Auf den Quark mit dem Sportgen ("Sportler im Herzen", nech) und der "Einstellung" gehe ich nicht nochmal ein. Lies es halt selbst nach.
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
Benutzeravatar
Fülle
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 518
Registriert: 12.04.2006, 08:33
Wohnort: Hamburg-Poppenbüttel

Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 16:47

@Kiezkicker, wir sehen das halt komplett anders, für mich okay. Wir werden ja sehen was kommt und was die Abstimmung im Herbst ergibt. Hab dich trotzdem lieb :wink:
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 18:10

Fülle hat geschrieben:@Kiezkicker, wir sehen das halt komplett anders, für mich okay. Wir werden ja sehen was kommt und was die Abstimmung im Herbst ergibt. Hab dich trotzdem lieb :wink:
Ich habe nichts gegen andere Meinungen. Die Welt ist bunt, sagte mal ein weiser Mann. Aber wenn du mir mit "Argumentationsschiene" kommst und selbst nicht auf Argumente eingehst, sondern Unterstellungen bevorzugst, dann habe ich dich natürlich auch immer noch lieb, aber ernst nehmen kann ich dich dann nicht mehr.
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Knud » 18.03.2015, 22:01

crumble hat geschrieben:Man kann jederzeit den Vertrag aendern bevor man ihn unterschreibt. Soll das IOC dann halt die Aenderungen in den 7000 Seiten finden.
Da machst Du Dir das aber einfach. Das IOC hat da bisher immer sehr darauf geachtet, durchzusetzen, was es will. Und ob da wirklich eine Erneuerung stattfindet, werden wir sehen. Verträge lesen kann man beim IOC sicher. Und auch prüfen, ob die andere Seite etwas hineinmogelt. Und dann sind da immer noch Bestimmungen, die jede Seite anders versteht...
crumble hat geschrieben:Wenn man will, laesst sich da einiges machen. Sogar ganz legal. Man muss halt nur wollen. Bei 7000 Seiten Vertrag, sollte sich da auch genuegen Moeglichkeiten fuer finden.

Wenn die Funktionaere vor Ort aufmucken, weil sie zu bloed waren den Vertrag direkt vor der Unterschrift zu lesen, gibt es genug legale Moeglichkeiten sie unter Druck zu setzen.
Wer soll das "direkt vor Unterschrift" lesen? Und wichtiger: Verstehen?
Hast Du mal "normale" Verträge gelesen, auf englisch z.B.?
Wenn man nicht Jurist ist, hat man verloren. Und manchmal wohl auch dann.

Und Deutschland wird sich sicher an geschlossenen Verträge halten. Das machen wir so. Und meistens ist das auch gut so.
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Heinz Strunk zu Hamburgs Olympiabewerbung

Beitragvon Kiezkicker » 19.03.2015, 16:30

Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
Benutzeravatar
radfreunde
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 431
Registriert: 24.09.2006, 21:04
Wohnort: Rissen
Kontaktdaten:

Re: Heinz Strunk zu Hamburgs Olympiabewerbung

Beitragvon radfreunde » 20.03.2015, 10:17

Universalexperte trifft es :HaHa:

Was ist der Unterschied zwischen einem Generalisten und einem Spezialisten?

Ein Generalist weiß von Vielem wenig bis er zum Schluss von Allem nichts weiß.

Ein Spezialist weiß von Wenig viel bis er zum Schluss von nichts Alles weiß.

Was weiß dann ein Universalexperte?
Benutzeravatar
Grotefend
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 519
Registriert: 29.05.2007, 19:17
Wohnort: Hamburg-Bahrenfeld

König Olaf?

Beitragvon Grotefend » 20.03.2015, 14:15

In der Hamburg-Beilage der ZEIT (Ausgabe diese Woche) wird nach der Pro-Hamburg-Entscheidung ein Blick in die Zukunft geworfen und erörtert, was Hamburg in diesem Zusammenhang noch bevorstehen könnte.
U.A. wird darauf hingewiesen, aus welchen Gründen Oslo, welches ja schon den ehrenvollen Titel "Candidate-City" errungen hatte, also viel weiter im Verfahren vorgedrungen war als Hamburg, letztlich doch den Bettel wieder hingeworfen hat.
Hauptgrund war der auch hier im Forum schon erwähnte Forderungskatalog (7.000 Seiten!) des IOC. Dieser enthielt z.B. Forderungen nach einem gesonderten Flughafenzugang für IOC-Funktionäre, Oberklasse-Limousinen mit Chauffeur auf abgesperrten Fahrspuren etc. Der Kragen geplatzt ist den Osloern aber aufgrund der Forderung nach einem Empfang für die IOC-Funktionäre durch den König (den dieser auch noch selbst bezahlen sollte).
Jetzt beschleicht mich die bange Frage, müssen wir für den (nicht so wahrscheinlichen) Fall, dass Hamburg die Spiele zugeteilt bekommt, mit der stolzen Tradition brechen und nach mehr als tausend Jahren als Stadtrepublik Hamburg in eine Monarchie umwandeln und unseren Bürgermeister zu König Olaf wählen?
Ich weiß was ich dann tun werde: Auswandern und in Bayern um Asyl bitten.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
Benutzeravatar
radfreunde
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 431
Registriert: 24.09.2006, 21:04
Wohnort: Rissen
Kontaktdaten:

Re: König Olaf?

Beitragvon radfreunde » 20.03.2015, 14:43

Grotefend hat geschrieben:Ich weiß was ich dann tun werde: Auswandern und in Bayern um Asyl bitten.
Das nenne ich: "Von Regen unter Umgehung der Traufe mitten in die SchXXsse." :)

Da muss man König Ludwig und Kaiser Franz huldigen, sonst wird das nix.

Der Forderungskatalog hat wahrscheinlich nur das aufgeschrieben, was diverse Medien-"Prominente" auch so erwarten, wenn sie irgendwo auftreten wollen. Schau dir mal die wenigen Veröffentlichungen von Show Sternen und Sternchen an, was die so alles erwarten, von den Stones, über Michael Jackson, Madonna bis zu Lady Gaga. Die Liste ist sehr lang.

Oder die Präsentbeutel der FIFA in Brasilien, wo der eine oder andere erst zu Hause die goldene Rolex entdeckt hat.
Oder unsere Fußball-Helden wurden auch auf dem Rollfeld in Berlin in einen Bus gesetzt. Sollten die etwa mit dem Plebs durch die Ankunftskontrolle?

Also nichts ungewöhnliches, nur dass man das aufgeschrieben hat, was andere als ungeschriebene Gesetze über ihre Manager vorab kommunizieren.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Re: König Olaf?

Beitragvon Knud » 20.03.2015, 22:05

radfreunde hat geschrieben:Der Forderungskatalog hat wahrscheinlich nur das aufgeschrieben, was diverse Medien-"Prominente" auch so erwarten, wenn sie irgendwo auftreten wollen. Schau dir mal die wenigen Veröffentlichungen von Show Sternen und Sternchen an, was die so alles erwarten, von den Stones, über Michael Jackson, Madonna bis zu Lady Gaga. Die Liste ist sehr lang. [...]
Also nichts ungewöhnliches, nur dass man das aufgeschrieben hat, was andere als ungeschriebene Gesetze über ihre Manager vorab kommunizieren.
Da gibt es schon skuriele Forderungen und Merkwürdigkeiten. Aber 7000 Seiten schafft wohl kein Promie. Ich bin mal gespannt, ob man offiziell erfährt, was in einem entsprechendem Vertragsentwurf für Hamburg steht. Und was davon verhandelbar ist. Wenn ich das IOC wäre, würde ich eine Vertraulichkeitsklausel in den Vertrag schreiben.

Achso: Eigene Olympiaspuren stehen ja schon im Bewerbungsentwurf. Auf den kurzen Wegen fahren aber die Funktionäre sicher auch mit dem Rad.

Knud
Benutzeravatar
Kiezkicker
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 98
Registriert: 16.08.2013, 18:20
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Kiezkicker » 21.03.2015, 12:43

Die taz hat dieses WE einen Schwerpunkt zur Hamburger Olympia-Bewerbung:

"Mahnende Beispiele für Hamburg – Wie Olympia Städte auspresst"
Schon andere Städte versuchten, Olympia zur Entwicklung zu nutzen. Funktioniert hat das nur halbwegs in Barcelona, schreibt der Ökonom Andrew Zimbalist."

http://taz.de/Mahnende-Beispiele-fuer-Hamburg/!156827/ (bitte komplett markieren und ins Adressfeld des Browsers kopieren)
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 21.03.2015, 21:29

Einstimmig hat die Vollversammlung des deutschen Sports für die Hamburger Olympia-Bewerbung gestimmt. Dennoch könnte sie noch scheitern – an den Hanseaten selbst, meint auch das Handelsblatt.

http://www.handelsblatt.com/sport/sonst ... 32884.html
Zuletzt geändert von Helmut am 22.03.2015, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 22.03.2015, 07:15

Mit dem Link stimmt etwas nicht :?
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 22.03.2015, 18:37

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Mit dem Link stimmt etwas nicht :?
Stimmt, da stimmte was nicht.

Hier ist der richtige:

http://www.handelsblatt.com/sport/sonst ... 32884.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
VeloC
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 429
Registriert: 05.10.2010, 13:55
Wohnort: Duisburg

Beitragvon VeloC » 23.03.2015, 11:27

Als Nicht-Hamburger bin ich fest entschlossen, mich aus der Diskussion rauszuhalten – auch wenn Duisburg bestimmt nichts dagegen hätte, als "Assistenzstadt" für Hamburg die Austragung der olympischen Kanu- und Ruderwettkämpfe 2024 zu übernehmen. :mrgreen:

Nur eine Geschichte muss ich hier dringend erzählen, und zwar die der World Games 2005 in Duisburg. Finanziell gegenüber Olympia um den geschätzten Faktor 100 kleiner, zeitlich um den Faktor 2, und dazu ein IOC, das zwar die offizielle Schirmherrschaft innehatte, sich ansonsten aber bemerkenswert wenig einmischte. Für Direktvergleiche mit Olympia in Hamburg daher natürlich nur sehr eingeschränkt geeignet, trotzdem:

Das waren die geilsten 11 Tage, die ich in meiner Stadt in fast fünf Jahrzehnten erlebt habe! Dagegen war dieses hochgejubelte Fußballereignis ein Jahr später mickrig, obwohl dort die bei uns einquartierten Azzurri auch ganz gut für Stimmung gesorgt haben. Aber die World Games fand ich um Längen besser. Weniger hysterisch, eher entspannte Begeisterung, einfach gute Laune und Spaß. Rund 3200 Sportler aus aller Welt bei uns direkt vor der Haustür, und Wettkämpfe auf Weltniveau in Duisburg, Mülheim, Oberhausen und Bottrop. Unser Sportpark war das Zentrum von allem, da konnte jeder hin, ohne Eintritt und Sicherheitskontrollen.

Die damals in die Stadt getragene Euphorie hat noch lange nachgewirkt, und zusammen mit der Fußball-WM im folgenden Jahr unserem damaligen OB bei seiner Wiederwahl wahrscheinlich sehr geholfen, obwohl bezüglich der World Games seine Amtsvorgängerin den größten Teil der Vorarbeit erledigt hatte. Zusammen mit den am Ende 1,5 Mio. Miesen (gegenüber dem, was Duisburg bei anderen Gelegenheiten an Schulden angehäuft hat, echte Peanuts) war das auch schon die gesamte Negativbilanz.

Wie gesagt, der Direktvergleich hinkt, aber loswerden musste ich das mal an dieser Stelle!
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 08.04.2015, 02:14

Wirtschaftswissenschaftler und Goldmedaillengewinner Wolfgang Maenning auf N3 zu der Frage, wie das alles zu finanzieren wäre:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/h ... 39946.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 09.04.2015, 01:47

Noch ist Hamburg nur Kandidat für die Austragung der Spiele, aber allein das schon sorgt für mehr Aufmerksamkeit, die sich auf die Stadt richtet. Um das gleiche durch Werbung zu erzielen, müsste man sicherlich weit mehr Geld ausgeben.

http://www.abendblatt.de/kultur-live/ar ... issen.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 10.05.2015, 00:11

Berlin hat sich grad noch nachträglich zusätzlich disqualifiziert.

http://www.rad-net.de/nachrichten/63.-t ... 36025.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Knud
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 966
Registriert: 09.06.2013, 22:44
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Knud » 10.05.2015, 21:34

Wenn man dem Link von Helmut folgt, kann man u.a. lesen:

"In der Begründung der zuständigen Behörden heißt es: «Der Durchführung der beantragten Veranstaltung der 63. Tour de Berlin, 5. Etappe, wird in dieser Form nicht zugestimmt. Laut Antrag fahren die Veranstaltungsteilnehmer unmittelbar vor dem Zielbereich den Schäferberg hinunter. Hier wird erfahrungsgemäß mit Geschwindigkeiten zu rechnen sein, die weit über denen liegen die üblicher Weise innerhalb geschlossener Ortschaften gefahrenen werden. Zusätzlich wird die Konzentration der Veranstaltungsteilnehmer unmittelbar vor dem Ziel auf der Zieleinfahrt liegen und nicht auf eventuelle Einflüsse von außen.« "

Ich bin etwas verwirrt. Wir reden von einem Radrennen und abgesperrten Straßen? Ist das dann nicht häufig so, dass die 50 km/h im Zielsprint überschritten werden? Außerdem gilt diese Beschränkung eigentlich nur für motorisierte Fahrzeuge. *fg*

Ich glaube auch nicht, dass die drei Außreißer bei den Cyclassics letztes Jahr einen Blick für das Publikum hatten. Beeindruckend war es aber sehr.

Knud
crumble
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 376
Registriert: 03.02.2008, 15:59

Beitragvon crumble » 11.05.2015, 13:52

Knud hat geschrieben: Ich bin etwas verwirrt. Wir reden von einem Radrennen und abgesperrten Straßen? Ist das dann nicht häufig so, dass die 50 km/h im Zielsprint überschritten werden? Außerdem gilt diese Beschränkung eigentlich nur für motorisierte Fahrzeuge. *fg*
Nur die allgemeine Beschraenkung muss nicht zwingend beachtet werden. Allerdings kann man schnell mit nicht angepasster Geschwindigkeit dran sein. Schliesslich kann man sich selbst ohne Tacho an den anderen Verkehrsteilnehmern orientieren.

:Clown: Aber es ist doch ein Rennen auf gesperrten Strecken? Seit wann gilt da die StVO??? :Clown: Muessen wir jetzt beim Velothon die Lichtzeichenanlagen und Vorfahrtsschilder beachten? Und da wundert sich der Staat warum das ihn keiner mehr mag, wenn da Begruendungen rueber gereicht werden, die nach "der Koffer war mir nicht gross genug" oder "Ich wohne da und will euren Scheiss nicht haben" klingen? :PAM:

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast