Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

johnnycalzone
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Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon johnnycalzone » 18.09.2014, 11:01

Moin zusammen,

ich bin zurzeit durch nen Kumpel etwas angefixt und würde gerne mal in der Hobbyklasse beim Stevens CCC starten. Die bisher angeschauten Videos und die Berichte hier im Forum machen Lust auf mehr. :D Da ich aber "nur" Rennrad und MTB besitze, wollte ich mal fragen, ob jemand mit der o. g. Kombi Erfahrungen bei Rennen wie dem Stevens CCC gesammelt hat?

Fahre beim MTB vorne ein 38er Ritzel, hinten eine 11-34 Kassette, wird aber gegen eine 11-28 ausgetauscht. Habe zurzeit noch 26 Zoll MTB Laufräder montiert, es kommt aber der LRS vom Rennrad mit Scheibenbremse dran, dann mit Conti CycloXking Reifen. Ist die Kombi, vor allem die Übersetzung im Rennen gut fahrbar oder fehlt dann ein großes Kettenblatt?

Vielen Dank im Voraus!
Gruß Benjamin
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 18.09.2014, 11:51

Zum Ausprobieren ist jedes Rad gut genug, ein MTB allemal. 1*10 ist sicherlich eine gute Idee, wenn die Übersetzung stimmig ist. Habe mir erzählen lassen, dass Robert Karrasch-Wesselhöft sich eine Di2 so umgebaut hat, dass er auf einen Umwerfer verzichtet, nur noch mit dem einen Brems-/Schalthebel rauf und mit dem anderen runter schaltet. Vielleicht mag er Dir verraten, mit welcher Übersetzung er fährt. Das könntest Du dann auf Dein Kettenblatt umrechnen.

http://www.p-bikes.biz/kontakt.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Janibal
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übersetzung

Beitragvon Janibal » 18.09.2014, 12:19

Moin,
eine sehr weise Entscheidung den Winter sinnvoll zu verbringen. Und bevor ich etwas zur Übersetzung sage, noch ein paar Worte zu CX Rennen. Bin ja schon ganz lange dabei :-)

CX Rennen sind eher flach und leben von Tempowechsel und Klima.

Lange habe ich nicht verstanden, warum Crosser keine Trinkflaschen haben. Gründe sind: Keine Zeit zum Trinken und sie stört nicht nur beim Tragen. Auch in Verbindung mit dem Klima kommt es Eisbildung. Hier kommt auch schon das Thema Tempowechsel. Die erste Runde sotiert dich ein. Das heisst von 0 auf 120% fahren. Danach wird es etwas ruhiger. Eigentlich Wanderfahrt, nur bei Match, Kurven, Trageeinheiten und Wellen wird das Tempo drastisch erhöht. Da hilft kein Schalten, nur treten. Wenn die Gruppe nicht gesprengt wurde, wird weiter gewandert bis zum nächsten Extra. Und wieder 120%.

Schön wird das alles noch, wenn wirklich Winter ist (Klima). Da ist es kalt und rutschig, nass und windig. Durch die winterlichen Bedingungen sind alle flasch gekleidet, die nicht kurz/kurz fahren. Alles andere kann zu warm werden. Wobei natürlich auch hier Grenzen sind.

Zur Übersetzung: Hobby-Crosser fahren 46/36 zu 11-28/30. Eine weitere Untersetzung gibt Probleme bei der Traktion. Und wenn es zu steil wird oder zu rutschig, dann wird gelaufen.

Das Crossrad hat seine Vorteile im tiefen Geläuf und läuft "runder" auf Geraden. Durch geringen Luftdruck federt es auch ein wenig. In der Hobbyklasse wird auch regelmäßig mit einen MTB gewonnen, bei der Elite wäre ich mir nicht sicher, ob da ein 29er schneller ist.

Für ein 26" MTB ist ein 36er am Anfang gute Wahl, mit zunehmender Rennhärte vielleicht auch größer. Weil das 36er fährt der CXer auf 28". Ein Umbau unterwegs ist nicht, denn bei 40min Rennen bleibt das Werkzeug auch am Start zurück.

Und immer vorsichtig, gegen CX gibt es keine Medizin. Das ist Radfahren im Endstadium. Nur schwere Verletzungen verschaffen eine Pause.

Wir sehen uns
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Re: Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon Heimfelder Dirk » 18.09.2014, 12:42

johnnycalzone hat geschrieben: Habe zurzeit noch 26 Zoll MTB Laufräder montiert, es kommt aber der LRS vom Rennrad mit Scheibenbremse dran, dann mit Conti CycloXking Reifen. !
Gruß Benjamin
Bist du sicher, dass 28 Zoll RR-Laufräder in einen 26 Zoll MTB Rahmen/Gabel passen?
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Re: Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon Tribelix » 18.09.2014, 12:48

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Bist du sicher, dass 28 Zoll RR-Laufräder in einen 26 Zoll MTB Rahmen/Gabel passen?
Es gibt Rahmen da passt das.
Probieren geht über studieren.
Gabel vorne ordentlich aufblasen, damit die Gabelbrücke nicht auf den Vorderreifen aufschlägt.
Hinten musst du dann aber mit Spannung im Rahmen rechnen, MTB-Naben sind 5mm breiter als RR-Naben
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Re: Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon Heimfelder Dirk » 18.09.2014, 18:57

Tribelix hat geschrieben:
Heimfelder Dirk hat geschrieben:Bist du sicher, dass 28 Zoll RR-Laufräder in einen 26 Zoll MTB Rahmen/Gabel passen?
Es gibt Rahmen da passt das.
ich dachte, das passt gar nicht :roll:
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Re: Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon Speedmanager » 18.09.2014, 22:05

Heimfelder Dirk hat geschrieben:ich dachte, das passt gar nicht :roll:
Na ja, gibt ja Rahmen, bei denen 60 mm 26" Reifen passen.

60 mm*2 (oben und unten) + 559 mm (Felgendurchmesser) = 679 mm.

28 mm*2 + 622 mm = 678 mm.

Da wird es schon Kombinationen geben, bei denen so etwas geht.

Bei der Optik muss man allerdings ähnlich schmerzbefreit sein wie ich. ;)
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Beitragvon johnnycalzone » 18.09.2014, 22:12

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Zur Nabe: Doch doch, das passt, mein Rennrad mit Scheibenbremsaufnahme ist ein Einzelstück aus China, auf Maß in Titan gebraten, da wollte ich gleich ne 135er Einbaubreite haben, damit die Laufräder kompatibel sind. Fahre Novatec Superlight-Naben. Der Rahmen ist ein 26er Drössiger SL 9.1. Ich habe vorhin mal den LRS aus dem Rennrad probehalber eingesetzt, das sollte auch mit CX-Reifen passen.

Als Gabel habe ich eine starre Gabel aus Carbon und eine aus Alu, reicht fürs Flachland. Für alles darüber nehm ich lieber das Fully :D

Braucht man das 46er Kettenblatt eigentlich oft im Rennen? Mit 38-11 kann man doch auch schon recht zügig fahren...

"Radfahren im Endstadium", der ist gut! Kann ich mir aber wirklich gut vorstellen, die angesehenen Videos lassen auf gute Stimmung schließen. :cool:
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Re: Mit MTB 1x10 zum Stevens CCC?

Beitragvon Speedmanager » 18.09.2014, 22:12

Tribelix hat geschrieben:Hinten musst du dann aber mit Spannung im Rahmen rechnen, MTB-Naben sind 5 mm breiter als RR-Naben
Stimmt. Bei Shimano Konusnaben kann man aber meistens eine längere Achse verbauen und links ein Distanzstück hinzufügen.
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Beitragvon johnnycalzone » 18.09.2014, 22:14

@Helmut: Das mit der Di2 klingt wirklich verrückt... Ich frag meinen Kumpel Schnie mal, der kennt den :wink:
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Beitragvon Helmut » 19.09.2014, 03:48

Weil einfach einfach einfach ist, baut SRAM ja die XX1-Schaltung mit 1* 11. Die mit dessen Ritzel und ebenfalls speziellem Schaltwerk ermöglichte große Entfaltung (Ritzel 10-42) brauchst Du bei einem Crossrennen vermutlich nicht.

http://www.hilite-bikes.com/bike-blog/u ... n-xx1-1x11
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 19.09.2014, 21:02

johnnycalzone hat geschrieben:Braucht man das 46er Kettenblatt eigentlich oft im Rennen? Mit 38-11 kann man doch auch schon recht zügig fahren...
Bin wie Du Neuling im Cyclocross und fahre in Horn mein erstes Rennen unter Wettkampfbedingungen. Meine Erfahrungen aus mehreren Q/P/E-Einsätzen (zu Beginn mit einem Stevens X6 und jetzt mit einem Poison Opium CC) hat gezeigt, dass man mit 36 und 12-28 gut bestückt ist, glaube, dass ich 46 noch nicht während eines Rennens gebraucht habe.

Aber eins ist klar, Cyclocross ist eine Droge, der man sich nur schwer entziehen kann.

Game on! Gruß Mario
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Beitragvon johnnycalzone » 21.09.2014, 21:56

Hi Mario,
danke für den Hinweis mit der Übersetzung. Nachdem ich vorgestern zügig ein paar Runden durch "meinen" Hauswald im Kneeden gefahren bin, hab ich festgestellt, dass ich mit der jetzigen Übersetzung ganz gut klarkomme. Eine etwas feiner abgestufte Kassette wäre vielleicht nicht schlecht und eine Kettenführung.
Mal sehen ob ich mich für Horn anmelde, in Norderstedt will ich aber auf jeden Fall dabei sein ;-)
Respekt einflößend, bisher nur Vereinsfahrer dort angemeldet :shock:
Dort werde ich mich sicher "infizieren" :cool:
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Beitragvon Jacfm » 25.09.2014, 14:18

Eigentlich sollte es kein Problem mit 38er darstellen, zumindest als Einsteiger. Bei den besseren Fahrern und vor allem auch bei den Lizenzfahrern werden jedoch auch auf den Graden gerne mal Antritte gefahren, wo 40 km/h erreicht werden, oder auch Start- und Zielsprints, da braucht man schon das 46er.

Auch bei einer schnellen Kombination Grade/Kurve/Grade ist es von Vorteil, vorne nicht schalten zu müssen. Und in einigen Fällen kann es bei Schlamm auch vorkommen, dass dieser die kleinen Ritzel zusetzt, dann ist man froh, die größeren nicht zugeschlammten mit dem 46er zügig fahren zu können.
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Beitragvon Mirco » 26.09.2014, 21:11

Moin

Habe bisher bei keinem Rennen das 46er Blatt gebraucht. Bisher reichte immer das 36er mit 11/25 und da erreiche ich auch 40+, wenn es nötig sein muss, zumindest zu Beginn eines Rennens. Nach 40Min. Anschlag sicherlich nicht mehr. Bei einer 1x11 würde ich, um allen Bedingungen, also auch Training auf Strasse, oder als Notlösung für Rennrad, ein 42er mit 11/32 fahren. Mal sehen, vielleicht beim nächsten CX nächstes Jahr.

In der Hobbyklasse ist übrigens jedes Rad erlaubt, bei den Lizenzklassen nur Cyclocross und wenn jemand kontrolliert, müssen bestimmte Reifenbreiten auch eingehalten werden. Unterliegt halt alles der UCI.

;-)
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Beitragvon Jacfm » 27.09.2014, 23:29

Mirco, wenn du mal dein 46er gebrauchen willst, fahr den Stevens Cup in Dassow. ;)

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