19. Vattenfall Cyclassics (Berichte, Bilder, Videos & TV

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Heimfelder Dirk
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19. Vattenfall Cyclassics (Berichte, Bilder, Videos & TV

Beitragvon Heimfelder Dirk » 24.08.2014, 11:42

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20058.JPG">

Am Ehestorfer Heuweg habe ich von den Spitzenfahrern bis zum Besenwagen durchgehalten, die Sony mit nem Zweitakku auch.
Knapp tausend Bilder sind zu sichten und müssen zu Helmut transportiert werden. Unser Admin selbst ist noch unterwegs und immer bei der Arbeit:

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Tribala-Stine lächelt immer:

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und die Guides haben das Feld im Griff:

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Jetzt fahre ich zum Harburger Ring und versuche, die Profis abzulichten. ;-)

Hier kommen zunächst von Wolfgang vom SC Hammaburg, Besenwagenflüchtling, dem Admin und mir

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 589 Bilder von den Vattenfall Cyclassics <<<</a>.

Heimfelder Dirk

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20076.JPG">
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UweK
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Beitragvon UweK » 24.08.2014, 21:25

Das waren sie nun, die 19. Cyclassics und meine persönlichen 4. Früh ging es zum Start, denn ich war bin in die vorderste Front der Mönkebergstraße vorgerückt, in den Block F. Dort traf ich gleich einige Bekannte von der RG Wedel. Unsere Gallierin Tribala-Stine kam auch noch dazu. Witzig war es, dass Block F auch der Frauenstartblock war. Kein Wunder also das Helmut den Block beim Losfahren ablichtete.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20015.JPG">

Halt Moment - Helmut hier? Der wollte doch auch lang fahren und war letztes Jahr noch in Block D. Egal, konnte ich ihn also nicht im Rennen einholen. Dafür bildete ich mit Conny von der RG Wedel bis ca. Jesteburg eine Gemeinschaft. Harterbrocken fiel auf seinem Zerlegerad (20") zurück und wollte ein wenig Windschatten haben, wir beide waren aber immer noch zu schnell für ihn.

Aufgrund des kühlen Wetters konnte ich die erste Verpflegung gleich mal auslassen, ich hatte noch genug zu trinken bis zur 2. Verpflegung in Lurup. Kurz vor dieser Verpflegung verlor ich Conny, da ich einer Safer Cycling Guide hinterher bin, die sah so aus wie eine Vereinskollegin, welche eigentlich auf der 55er Strecke fahren wollte. Dem war auch so, dafür traf ich bei der Aktion Tribala-Stine und gemeinsam rollten wir einige Kilometer.

Auf dem Weg nach Harburg sprach ich einen Mitfahrer an, dass er doch mehr mit den Beinen fahren sollte - sein Oberkörper wälzte mächtig hin und her. Auch mit ihm habe ich kurz geklönt, er ist eigentlich Triathlet und hat es nicht so mit dem Radfahren. Ich gab ihm noch ein paar Tipps zur Trittfrequenz und bot ihm Windschatten.

Nach der Feldertrennung auf die 155er Strecke kam dann massiver Gegenwind auf, drum war ich froh, dass ich noch zwei von der RG Wedel aus meinem Startblock wieder eingeholt hatte. Wir wechselten uns regelmäßig ab. An der 2. Verpflegung musste ich sicherhaltshalber eine Flasche auffüllen - im Nachherein wäre es nicht nötig gewesen, aber so ist es halt. Nach einigen anstrengenden Kilometern rollte langsam von hinten eine Gruppe heran. Ich blieb dran, denn bei dem Wind war allein nicht viel zu machen.

Ich fühle mich unwohl, vor mir hatte ich einen Teilnehmer, welcher bis zu drei Radbreiten immer wieder nach links ausscherte und dabei zwei Mal fast Überholendende in Bedrängnis brachte. Als ich dachte, dass sich endlich eine viel sinnvollere 2er-Reihe bildet, sprach ich ihn freundlich drauf an - aber von Einsicht war keine Spur.

Ich war nun weiter vorne und konnte mir den Unsinn aus der 5. Reihe angucken - Wechseln im Wind ist ja total unsinnig, oder? Erstaunt war ich aber doch über den jungen Teilnehmer, der die Gruppe mit bis zu 30 km/h zog. Respekt. Gefährlich war es trotzdem weiterhin durch den Ziehharmonika-Effekt durch die Böen. Kurz vor Wedel fuhr einer seinem Vordermann ins Hinterrad und stürzte fast dabei - ich musste ausweichen und bremsen - glücklicherweise ist nichts weiter passiert.

In Wedel fuhr ich wieder raus - am Einlass rief mich Wilfried (Radfreunde) zu ihm, auch Mr. Colnago war da und lichtete mich ab. Nach kurzem Händeschütteln ging es dann allein weiter. Mein persönlicher Safer Cycling Guide Janibal war wohl schon weg oder noch nicht wieder da. Den Kösterberg fuhr ich entspannt hinauf, da meine Form beweiten nicht die vom Vorjahr war, ist es eh Wurst gewesen.

Oben über die Kuppe gefahren und promt setzte Nieselregen ein, dieser wurde noch stärker. Ich entschied mich trotzdem die Regenjacke nicht über zu ziehen. War auch nicht nötig, denn naß sind nur meine Füße geworden, da das Wasser durch den Windüberschuh von oben hineinlief, aber es waren auch nur noch 10 km. Da ich nicht mehr viel gesehen hatte und die Brille nicht abnehmen wollte, ging es entsprechend langsam und vorsichtig Richtung Ziel. Am Ida-Ehre-Platz fuhr ich relativ langsam vorbei - allerdings hatte mich keiner gesehen. Ich bin dann durch den 100er Zielbereich recht schnell dieses Jahr auf dem Fori-Treff gewesen. Sonnenschein machte sich nunmehr wieder breit und der Admin spendierte eine Runde Gerstensaft. Danke dafür. Schön war es mit euch.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20281.JPG">

Gefallen hat mir das sehr disziplinierte Fahren aller Teilnehmer. Verhältnismäßig gesehen habe ich nur sehr wenige Unfallstellen gesehen.

Im nächsten Jahr werde ich das Helmuts-Fahrrad-Seiten Team aber verlassen und selbst als Guide auf der 100/155er Strecke an den Start gehen, meine "Rennlust" ist wirklich gestillt und ich möchte zum Jubiläum nächstes Jahr auch mal was Neues ausprobieren.
1. Vorsitzender HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 24.08.2014, 22:19

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20271.JPG">

Neues ausprobieren? Jo, das ist immer gut: Hab dieses Jahr das Moulton gesattelt und bin die 100 Kilometer mit dem "Klapprad" gefahren. Eine wirklich neue Erfahrung. Wer's lesen mag, hier:

http://st-pedali.blogspot.de/2014/08/cy ... n-and.html
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Janibal
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Frühling

Beitragvon Janibal » 25.08.2014, 00:29

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Ein Hauch von Radfrühling liegt in der Luft. Das Wetter wie im April. Teenyhafte Temperaturen, Wind südlichen Ursprungs und flüssiger Sonnenschein wechselt sich mit trockener Strahlung ab. Dabei 20.000 frohgestimmte Radler auf den Wegen in und um Hamburg, der schönsten Stadt. Noch am Vorabend von einem Pärchen aus dem Pappnasenland bestätigt. All die anderen Versuche eines Jedermannrennens sollten sich ein Beispiel an Hamburg nehmen. Entspannte Anmeldung, übersichtliche Startaufstellung, Toiletten am Block, Streckensicherung perfekt und ungezählte Fangemeinde. Breite Straßen, anspruchsvolle Strecke durch diese Schönheit der Stadt. Und deshalb nehme ich sie mit auf eine Hafenrundfahrt mit dem HVV, morgen haben sie Straßenrundfahrt. Unglaubliche Abwechslung.

Der Frühling ist da, schon auf der Anfahrt aus dem Osten werde ich nass. Am Start ist wieder alles trocken, ich kann mich der Kälteprotektoren entledigen. Block C 55 km. Mit vorne dabei: Mad.mat. Hinter dem Gitter versüßt uns BriMore den Morgen. Schnell noch eine Bremse geschlossen, schon geht es los. Keine Zeit für Aufregung. Oder keine Aufregung zur Zeit. Als Saver Cycling Guide. Der Block wird freigelassen, etwas Entspannen zum Fernsehturm hoch durch Tempo. Mad.mat geht mit, er ist gut drauf, nicht wie üblich nur metal, sondern auch körperlich. Das Tempogeschwader ist erstmal weg. Gefolgt von zügig und konzentriert fahrenden 1.000 Radbegeisterten aus Block C und Frauenstartblock D (z. B. mein Vater als Beiersdorfer a.D. Sen5) und und und.

Schon jetzt fällt auf, dass alles sehr harmonisch abläuft. Keine Temposünder, viel Platz und vor allem ein Miteinander. Das habe ich schon anders gesehen, kalte, vorteilsbedachte Ideallinien und winterliche Frostausrufe. Doch der Winter scheint vorbei und es kommt der Frühling, heute in 2014 bei den 19. Cyclassics.

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Höhe Stadion vom HSV kann ich mit neuer Luft dienen. Eigentlich ist der Saver Cycling Guide kein Mechaniker, sondern soll motivieren, Unfälle absichern, vor Gefahren warnen oder einfach nur Ruhe bewahren. Doch all das muss ich heute nicht machen, so helfe ich gerne mit einem neuen Schlauch aus.

Auf der breiten Straße hinter Schenefeld drückt der Wind von vorne. In der Gruppe macht Team Edeka das Tempo. Ich freue mich immer, wenn Teams vorne sind. Dadurch bleibt das Tempo gleichmäßig und keiner muss sich für alle Opfern. An dieser Stelle wurden auch die Guides gelobt. In einer anderen Gruppe sind sie zu dritt nebeneinander vorne im Wind gefahren, die ganze lange breite Straße entlang. Dahinter wurden dankbar die Körnchen geschont, da es doch noch in die „Berge“ geht. Zuerst noch mal kurz vor Wedel einen weiteren Schlauch ausgegeben, damit auch der Sportskamerad den Wedler Radius durchfliegen kann. Hier ist es wie auf der Mö. Nur sind wir erst bei der Hälfte. Ab Wedel geht es nur bergab mit Rückenwind, na fast.

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Erste Stehversuche am Schreckgespenst Kösterberg. Viele sind froh noch zu fahren, an den Bergsprint ist nicht zu denken. Irgendwie wird jeder zum Held und wird ins digitale Gipfelbuch eingetragen. Früher oder später. Ab Blankeneese kommt mein Lieblingsabschnitt. Leicht kurvig und nie eben. Bis zur Reeperbahn, der geilen Meile. Hier stehen schon die einstelligen Entfernungstafeln bis zum Ziel. Nach der Flamme rot (1 km) ist auch schon die Fangemeinde zu hören. Noch ne geile Meile. Fahren wir alle nur um diesen Höhepunkt zu erleben?

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Für mich ist klar, ich will noch mal.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... g%2049.JPG">

Also noch mal die Runde, ich kann nach Schenefeld Windschatten spenden, motivieren und noch zwei geile Meilen machen. Alles trocken, aber es wäre kein Frühling mit all den Gefühlen und so wird die Mö zum Feuchtgebiet. Nach mir, ich tausche mich mit Jörg und Los Vanos regengeschützt aus, sie waren Guides auf der 100 km Strecke. Bis auf einen Unfall im Baustellenbereich und einer verklemmten Kette, die selbstlos frei gemacht wurde, keine besonderen Vorkommnisse, außer dass es die besten Cyclassics ever waren. Ja, der Frühling ist schön, wie die Stadt und Radfahren.

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Nr. 6: Hier viele schlechte Bilder, da die Kamera zu tief eingestellt war. Es steht die Maschine und das Material im Vordergrund

https://plus.google.com/photos/10638552 ... ubPvlf-qAw
St. Jan
Daniel82
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Beitragvon Daniel82 » 25.08.2014, 06:46

Ich habe des gestrigen Vormittag genutzt um einige Fotos von den Jedermännern auf der 100km / 155km Schleife zu schießen.

Hier ein Bild von Helmut am Ortsausgang Jesteburg:

http://bilder-hamburg.info/index.php/Sp ... 4/IMG_4949

Sowie weitere knapp 2000 Bilder von der selben stelle:

http://bilder-hamburg.info/index.php/Sp ... ssics-2014

Die Bilder könnt ihr gerne kostenfrei herunter laden.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 25.08.2014, 07:18

Dieses Jahr wollte ich nicht wieder auf der Langstrecke fotografierend gegen den Besenwagen anfahren und als einer der Letzten im Ziel und am Treff ankommen, entschied mich dazu, nur die Mittelstrecke zu fahren. Das von der Distanz her keine Herausforderung für mich, die über das Tempo zu suchen, passt nicht zu mir und meiner Art Rad zu fahren. So hatte ich denn von Anfang an wenig Druck auf den Pedalen, konnte mich dafür voll auf meine Bilderserie konzentrieren.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20032.JPG">

Wenn Rennradfahrer insgesamt ca. 1,5 Mio. Kilometer fahren, passieren immer Unfälle. Das ist auf Trainingsfahrten nicht anders, als bei den Cyclassics, bei denen Stürze nur weit mehr Beachtung finden. Es hat auch wieder welche gegeben, aber erstmals nicht einen, von dem ich auf der Strecke etwas mitbekommen hätte. Wir hatten nicht einfach nur Glück, es waren die entspanntesten Cyclassics, die ich je erlebt habe. Es wurde erstaunlich diszipliniert gefahren. Das Konzept des Veranstalters mit den Safer Cycling Guides, den "Aufklärungsfilmchen" und Trainingsausfahrten scheint aufzugehen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20061.JPG">

Schon der Start ging locker ab. Völlig unaufgeregt hatte Grauschopf die Massen im Griff.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20005.JPG">

Wie sonst nicht anders, hatten viele Leute eine Platten (ich dank guter Reifenwahl zuletzt vor über einem Jahr, inkl. TB und MTB), darunter auch Lokal-Matador Armin Raible, einer, der sonst auf Sieg fährt.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20030.JPG">

Gewonnen hat dafür auch Jane Carstensen, die 55 km Runde. Wer ein Jedermannrennen gewinnt, ist mir eigentlich keine Meldung wert, aber der Mann fährt für kein Team, hat trotzdem alle versägt, was ich bemerkenswert finde. Er hat sich seine Leitung in seine Finisher-Medaille gravieren lassen. Eine Ehrung der schnellsten Leute gibt es in Hamburg und Berlin aus gutem Grund nicht, weil dort alle Finisher Sieger sind. Das unterscheidet die von Lagadère organisierten Radrennen in meinen Augen angenehm von den GGC-Rennen, bei denen zweitklassige Leute erste Liga spielen. Trotzdem waren auch sog. GCC-Teams am Start, schafften es zu meinem Bedauern sogar bis hinein in Presseveröffentlichungen. Der BDR sollte endlich die Teilnahme an Jedermannrennen für A- und B-Lizenzfahrer freigeben, dann würden klare Verhältnisse herrschen, Jedermann- und Lizenzrennen davon profitieren. Bei Marathonläufen werden ja auch nicht die besten Amateure von der Teilnahme ausgeschlossen.

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Unterwegs traf ich einige Safer Cycling Guides. Zu meiner Freude kannte ich sie alle persönlich. Mir zeigt dies, wie sehr die Cyclassics mit der Szene verwebt sind. Schön, dass sich z. B. Fussballer und Kunstradfahrer als Helfer verdingten, aber auf der Strecke braucht man solche Leute, die Radsport-Autorität ausstrahlen, um andere Leute zu richtigen Verhalten anzuhalten.

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Weil mich mein Sigma Rox 9.1 zu sehr geärgert hatte, schon bevor er kaputt ging (kryptische Bedienung und nicht zielführende Anleitung), mochte ich den Dank der Kulanz der Firma Sigma kostenlos getauschten Tacho gar nicht erst ans Rad schrauben. Statt dessen besorgte ich mir in der HandleBar einen simplen Halter für mein Smartphone, aber auch dieser Halter und ein Smartphone als Tacho haben ihre Tücken, die einen gesonderten Bericht wert sind.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20071.JPG">

Dank Kittel, Greipel, Degenkolb und Co. ist der Radsport in Deutschland wieder im Aufwind, die Cyclassics nach meinem Eindruck folgerichtig auch. Sollten ARD und ZDF im Herbst beschließen, wieder von der Tour de France zu berichten, dürften sie ab 2016 wieder an alte Zeiten anknüpfen, als Leute wie Jan Ulrich und Eric Zabel die Welle auslösten, auf der wir heute noch surfen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20291.JPG">

Hier kommen zunächst von Wolfgang vom SC Hammaburg, Besenwagenflüchtling und mir

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 277 Bilder von den Vattenfall Cyclassics <<<</a>.

Die Cyclassics sind mehr als nur ein Profi- und die Jedermannrennen. Es gibt auch Radrennen für die Jugend und für Behinderte, dazu die Messe und viele Leute, die man hier und da antrifft.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20102.JPG">

Hier kommen von Besenwagenflüchtling und mir unsere

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 66 Bilder von HFS-Treffen und dem Drumherum der Vattenfall Cyclassics <<<</a>.
Zuletzt geändert von Helmut am 12.09.2014, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Deichfahrer
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Beitragvon Deichfahrer » 25.08.2014, 08:59

Wenn schon in meiner Heimatstadt Hamburg solch eine gute Veranstaltung stattfindet, nehme ich es nebenbei mit. Durch einige Berichte hier im Forum habe ich ganz neue Erfahrungen und Erlebnisse in den Bergen erlebt und diese werde ich 2015 noch weiter ausbauen. Mittlerweile setze ich andere Akzente in den Vordergrund, die mit großen Herausforderungen verbunden sind.

Die Vattenfall Cyclassics ist wirklich eine super Veranstaltung und toll organisiert. Das einzige Manko ist der Starterbeutel, anstatt meine Papiertonne mit Werbekataloge aufzufüllen, lieber sinnvollere Dinge (z. b. Schaltuch) einpacken, für 2015 wäre es eine gute Gelegenheit.

Die Wettervorhersagen wurden studiert, besonders die Winde standen unter Beobachtung bei mir, bei meinen Trainingsfahrten über die Deiche hatte ich seit 1 Woche Südwinde und dies war auch für den Renntag angesagt. Das wird lustig dachte ich mir, 50 km Gegenwind und 50 km Rückenwind, dann noch die herbstlichen Temperaturen mit der gedanklichen Klamottenwahl.

Bei diesem Rennen war meine oberste Priorität heil ankommen und diesmal durfte ich aus dem B-Block starten, mit der Garantie auch heil anzukommen. Nach dem Start ging es schnell durch die HafenCity raus aus der Stadt, der Wind wurde nun unser Begleiter. Meine Erinnerung kam wieder hoch durch die Grejsdalslobet Vejle, am Rande standen schon die Ersten mit den Flickarbeiten. In der sehr großen Gruppe ging es in die Harburger Berge, meine Hoffnung war, die Entzerrung der Gruppe, leider hatte ich mich getäuscht.

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Also weiterhin höchste Konzentration, in einzelnen Fällen wollten mich einige auf die Hörner nehmen, wegen meinem schnellen Anstieg in der welligen Landschaft. Die Fahrt durch die Nordheide verlief unspektakulär, auch durch Harburg. Nachdem wir die HafenCity erreicht hatten, passiert in der letzten Kurve vor dem Klosterwall dieser kleine Massensturz. Diesem konnte ich noch ausweichen und mein Glück war meiner höchsten Konzentration zu verdanken.

Nach 103 km konnte ich die Mönckebergstraße erreichen und zwar heil. Vordergründig für mich war, gesund und heil mein Rennen zu beenden bei dieser Massenveranstaltung. Die Rundumversorgung am Burchhardplatz war top, keine lange Wartezeiten.

Auf 2015 bin ich mal gespannt, was laut Pressemitteilung angedeutet ist.
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Re: 19. Vattenfall Cyclassics (Berichte u. Bilder)

Beitragvon Wurzelwegtreter » 25.08.2014, 09:36

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Am Ehestorfer Heuweg habe ich von den Spitzenfahrern bis zum Besenwagen durchgehalten, die Sony mit nem Zweitakku auch.
Wenn ich mich auf der 155 über was super gefreut habe, dann über Deine euphorischen Anfeuerungsrufe.

Danke Du bist mein Held!

tschüss aus BläckRaceStadt

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20016.JPG">

Frank
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Re: 19. Vattenfall Cyclassics (Berichte u. Bilder)

Beitragvon crumble » 25.08.2014, 11:33

Ich war auf der 155er im C Block unterwegens. Es war das erste Rennen, das dieses Jahr wirklich Spaß gemacht hat. Was hauptsaechlich daran liegt, dass es die erste Fahrt ueber 60 Km ohne Rueckenschmerzen war.

Am Anfang liefg es nciht gut. Meiner Laufraeder fuehlten sich an, als ob ich durch Schmierseife gefahren waere und Ich war ganz hinten im C Block, wodurch ich keine passend schnelle Gruppe gefunden hatte. Aber das war auch gut so, weil ich mit den rutschigen Raedern lieber meine eigene Linie fuhr.

Kurz nach Hamburg war es aber warm und trocken. Ab da lief es gut. Drei bis vier kritische Situationen gab es, aus dem aber alle unbeschadet heraus kamen. Warum auch immer man eine langsamere Gruppe rechts ueberholen muss, wird mir stets ein Raetsel sein. Wenn, sollte man wenigsten keine Leute mit den Schultern wegbumpeln. Aber die Opfer beherrschten ihr Rad und die Reihe fing sich schnell wieder, ohne das was passierte. Am Rand hatte ich nur wenige Gestuerzte gesehen.

Als es so richtig gut lief, holte mich mein diesjaehriges Pech wieder ein. 12 oder 11 Km vor dem Ziel verlor ich meine Regenjacke. Als ich mich umblickte, fuehrte ich eine Gruppe mit 42,5 Km/h an. Nicht die beste Position, um schnell anzuhalten und sie aufzusammeln. Das Handy war drinnen geblieben und anhalten und wieder anfahren waere sehr schmerzlich geworden, also heisst es den Verlust hin zu nehmen und ins Ziel zu fliegen.

Und ich hatte recht. Das Anfahren tat weh. Denn schon bei Km 9 vor dem Ziel war mein Vorderrad platt und die Gruppe musste ohne meinen Windschatten auskommen. Einige riefen mir troestende Worte zu, dass es mich so kurz vor dem Ziel erwischt hatte. Wau, man kann so nervoes und fertig sein, dass man recht viele Anlaeufe braucht, bis das Rad wieder in der Gabel sitzt. Danach ging es dann alleine Zur Moe. In den Kurven schoen vorsichtig. Ich glaube, ich werde mir fuer Rennen eine CO2-Pumoe anschaffen. Das schwammig aufgepumpe Rad zu fahren, hatte keinen Spass gemacht. Aber es waren ja nur noch wenige Kurven.

In der Verpflegung gab es einen heftigen Schauer. Da hatte ich dann meine verlorene Regenjacke klappernd vermisst.

Aber alles im allen war es ein wunderrschoener Tag. Und das alles ohne Ruecken :D
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Orakel
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Beitragvon Orakel » 25.08.2014, 11:43

Die vorherigen Berichte waren schon so gut, dem habe ich nicht viel hinzuzufügen. Meine Geschichte für dieses Jahr: Ich bin, warum auch immer, im Startblock O gelandet. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich zusammen mit Arbeitskollegen gemeldet hatte und einer von ihnen ein Cyclassic Neuling war. Glücklicher Weise waren wir weit vorn im Block, sodass wir in der Lage waren, eine Gruppe zu finden, die ca. unser Tempo fuhr.

Die 100er war weitestgehend unspektakulär zu fahren, wenn auch ich damit zu kämpfen hatte, dass so in weit hinteren Block viele unerfahrene Fahrer dabei waren. Handzeichen waren jedenfalls gefühlten 90% der Fahrer vollkommen fremd. Andauernd wurde einfach, ohne Vorwarnung die Spur gewechselt und es kam immer wieder zu brenzligen Situationen. Hat man die Teilnehmer auf ihr Fehlverhalten angesprochen, stellte man im Allgemeinen fest, dass sie meist vollkommen am Limit fuhren und sich atemlos und fast bewusstlos krampfhaft am Lenker festgehalten haben. Wo bleibt denn da der Spaß?

Einen Sturz musste ich dann auch miterleben, vor mir sind 4 Fahrer auf gerader Strecke ineinander gerasselt (Nr. 2 fuhr Nr. 1 ins Hinterrad, Nr. 3 und 4 fuhren drauf), ich (Nr. 5) konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, auch weil ich immer etwas mehr Abstand gehalten habe, als sonst. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste ...
Ich habe natürlich dem vor mir gestürzten Fahrer wieder auf die Beine geholfen und ihm seine versprengt herumliegenden Trinkflaschen eingesammelt. Als dann ein Streckenposten zur Hilfe kam, ging es weiter, vorerst aber mit weichem Gummi in den Knien.

Wie auch immer, für mich war es das Ziel, heil anzukommen und unter 3 h auf der 100er zu bleiben. Das habe ich geschafft, alles Gut.

@Admin: Vielen Dank für den bleifreien Gerstensaft!

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... g%2056.JPG">

Orakel.
Zuletzt geändert von Orakel am 25.08.2014, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon BikeFuchs » 25.08.2014, 11:58

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Dieses Jahr sind wir mit unseren MTBs 26" + 29" in Block E / 55 km gestartet – aber zum Anfang: Um 5 Uhr aufgestanden und dann in die noch leere U1. Ab Wandsbek-Gartenstadt wurde es wieder so voll (mit verhakten Räder), dass wir ausstiegen und bei Regen zum Startpunkt radelten (HVV könnte bei so einer Veranstaltung vielleicht mal längere Züge einsetzen bzw. Fahrradabteile wären auch mal was…). Große Frage dieses Jahr war das Wetter. Da wir schon Regen bei der Anfahrt hatten und es recht kalt war, beschlossen wir die Regenüberklamotten anzuziehen. Nicht gerade windschnittig, die Vaude-Teile, besonders die lange Hose ist mehr zum überziehen und flatterte im Wind.

Kalt war es, die Muskeln auch. Mit sehr hohen Tempo ging es raus aus der Stadt, auf der Strecke nach Holm bekamen wir keinen Zug, auch später nicht so richtig, im Gegensatz zu den letzten Jahren. Durch das sehr hohe Anfangstempo war ich im Gegensatz zu meinem Kollegen schon in Holm platt und mußte mich bis zum Ziel durchkämpfen. Kösterberg war allerdings easy. Andererseits konnte ich aber nicht mal kleinere „Löcher” zufahren, wie sonst. Keine Kraft mehr. Eine Woche vorher beim Training war das doch sehr viel besser.

Unser Ziel war sturzfrei fahren und unter 2 h. Das haben wir geschafft. Keine Unfälle , :OK: dafür jede Menge Defekte/Platten gesichtet. Sind dann mit dem Bikes nach Ohlstedt gefahren – nicht noch ohne in einen schweren Regen zu kommen. Am Schluss waren 95 km auf der Uhr. Schön war es trotzdem.
Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos...
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immer nur die "langen" Strecken

Beitragvon duerckheimer » 25.08.2014, 12:22

Ich möchte nun auch meine Erfahrungen und meine Begeisterung kundtun... Was war das für ein Sonntag, um 5:15 klingelte der Wecker, das Wetter sah alles andere als freundlich aus. Trotzdem alles ins Auto verladen, rauf auf die Autobahn, der Regen ließ nicht lange auf sich warten... es sollte aber der einzige Regen während meiner Cyclassics bleiben.

Wieder meinen üblichen Parkplatz in der Hallerstraße angesteuert, andere Radfahrer getroffen und gemeinsam richtig Start gerollt. Dieses Jahr durfte ich aus Block B starten, in welchem ich pünktlich um 6:45 einrollte. Direkt an den Toiletten, kaum Fahrer im Block, alle gut gelaunt und trotz der Wetteraussichten voller Hoffnung und Vorfreude. Die Zeit bis zum Start verging erstaunlicherweise recht zügig, warum man sich die "Mühe" macht eine A und B-Block zu sortieren, wenn doch alle gleichzeitig auf die Reise gehen und mehr oder weniger "gemischt" aus der Stadt rausfahren... Diese Frage werde ich euch wohl nächstes Jahr beantworten können, dazu aber später mehr...

Die Fahrt aus der Stadt raus war sehr entspannt, sehr ruhig (wenn man das bei Geschwindigkeiten um die 46 km/h so nennen kann). Alle hatten Platz, keiner spielte den großen Max, man hätte fast denken können, es wäre eine RTF, wenn das Tempo nicht so zügig gewesen wäre. ;-)

Dann auf der LSE (Lurup - Pinneberg) und auch auf dem Stück nach Wedel fuhr ich in der großen Verfolger-Gruppe (~150 Fahrer), hier wurde es dann nervöser. Wer nicht voll konzentriert war, der musste mehrfach abrupt und stark bremsen, da die vorderen Fahrer immer wieder aus heiterem Himmel langsamer wurden (für die Hinteren nicht ersichtlich). So wurde der Ziehharmonika-Effekt doch recht häufig bemerkbar durch quietschende Bremsen/Reifen. Durch den S-Bogen, die "lange" Abfahrt zur Elbe mit den Bodenwellen und den folgenden Anstieg zog sich das Feld dann doch in die Länge, ich hatte schon "Angst", mit dieser riesigen Gruppe in den "Berg" zu fahren.

Während der Anfahrt Grotius und Kösterberg zog sich das Feld noch mehr in die Länge, so dass die Steigungen nicht wirklich überfüllt waren... einige schafften es trotzdem a.) sich dort in die Quere zu kommen, was unter anderem wohl daran lag, dass b.) einige es nicht schafften, sich rechts zu halten und somit wenig Platz auf der linken Seite war... Hier sah ich den ersten "Sturz" (es war mehr ein Hinfallen), bei dem aber kein Beteiligter ernsthaft verletzt bzw. beschädigt wurde.

Die Straßen durch Blankenese/Wedel wieder runter zur Elbe waren ein Genuss, auch mit dem Ausblick am frühen Morgen auf die Elbe. Ich führte eine größere Gruppe in die Abfahrt und die Elbchaussee entlang... bis zur letzten Steigung Richtung Altona, diese wurde zu meinem persönlich Scharfrichter... ich verlor Platz um Platz, konnte aber zum Glück den Anschluss an die Gruppe halten. Bis ins Ziel blieb ich an der Gruppe dran, konnte aber nicht mehr wirklich Plätze gutmachen.

Auf den letzten zwei, drei Kilometern habe ich es dann auch nicht mehr wirklich drauf angelegt, da hier in der Kurve Max-Brauer-Allee/Königsstraße sich wieder drei Leute recht Nahe kamen und dann mit stehenden Reifen quer rutschend und im Geländer am Boden endeten. Hinter mir kam "erstmal" nichts mehr, also ruhig Blut und nicht übertreiben.

Die Mönkebergstraße und die Zieldurchfahrt waren wieder ein Traum, die Ruhe und Entspannung bei der Transponder-Rückgabe und anschließender Massage (ohne Warten!!!) waren ein Genuß. Zum krönenden Abschluss noch ein Hefeweizen in der strahlenden Sonne genossen...

Für mich ein großartiger Tag mit vielen Gleichgesinnten und einer Erreichung aller Ziele! (es könnte im nächsten Jahr für den A-Block reichen :cool:) Nächstes Jahr wieder!

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Für meine Frau wurde meine Fahrt leider (mehr oder weniger) zu einem "Alptraum", sie verfolgte meine Fahrt über das Tracking mit der Cyclassics App. Dort war ich dann wohl ab Blankenese "inaktiv" und sie befürchtete "das Schlimmste". Auf ihren Anruf-Versuch mitten auf der Elbchaussee habe ich (zur Verstärkung ihrer Unruhe) dann (logischerweise) auch nicht beantwortet... Man, war die erleichtert, als ich sie im Zielbereich anrief...

Das wäre aus meiner Sicht noch ein verbesserungswürdiger Punkt... stabileres Tracking oder andere Hinweis-Texte bei fehlendem Signal und nicht "Fahrer inaktiv".
Gruß
Björn
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Beitragvon Helmut » 25.08.2014, 12:39

Torben Lüttschwager vom RC Kaufbeuren war einer der "Roten Engel". Das Hamburger Journal des NDR hat seinen Einsatz stellvertretend für alle Safer Cycling Guides mit einer wunderbaren Reportage gewürdigt.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 35812.html

An der Mö sprach ich mit einer Helferin, die wie Torben nicht geworben wurde, sondern sich darum beworben hatte. Sie reist durch Europa, um bei großen Sport-Events aller Art als Helferin dabei zu sein. Ja, auch Helfen kann Spaß machen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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BikeFuchs
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Beitragvon BikeFuchs » 25.08.2014, 12:54

Für meine Frau wurde meine Fahrt leider (mehr oder weniger) zu einem "Alptraum", sie verfolgte meine Fahrt über das Tracking mit der Cyclassics App. Dort war ich dann wohl ab Blankenese "inaktiv" und sie befürchtete "das Schlimmste". Auf ihren Anruf-Versuch mitten auf der Elbchaussee habe ich (zur Verstärkung ihrer Unruhe) dann (logischerweise) auch nicht beantwortet... Man, war die erleichtert, als ich sie im Zielbereich anrief...
Selbiges passierte mir auch. Ab Blankenes war ich vom Schirm verschwunden. Meine Frau rief mich an, da sie dachte, ich hätte einen Unfall oder so, rangehen konnte ich logischerweise auch nicht.
Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos...
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Beitragvon Killse » 25.08.2014, 14:21

Bei meiner Freundin hat die Ortung zu keiner Zeit funktioniert, schade. Der einzige blinkende Punkt auf der Karte stellte sich später als Besenwagen heraus :HaHa:
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Re: 19. Vattenfall Cyclassics (Berichte u. Bilder)

Beitragvon Heimfelder Dirk » 25.08.2014, 14:34

Wurzelwegtreter hat geschrieben:
Heimfelder Dirk hat geschrieben:Am Ehestorfer Heuweg habe ich von den Spitzenfahrern bis zum Besenwagen durchgehalten, die Sony mit nem Zweitakku auch.
Wenn ich mich auf der 155 über was super gefreut habe, dann über Deine euphorischen Anfeuerungsrufe.
Bild

Danke, Frank!!!!!!!!!!!!! :ifreumi:
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Beitragvon F75 Pilot » 25.08.2014, 14:34

Beim sechsten Versuch hat es endlich geklappt :D und ich bin unter die 3h-Marke gerutscht. Die 3 h zu knacken, daran bin ich die letzten Jahre immer knapp gescheitert und es war mein großes Ziel bei den Cyclassics. Trotz des Windes und eines aus privaten Gründen chaotischen Sommers mit einer nicht sehr zielgerichteten Vorbereitung.

Wie schon letztes Jahr startete ich auch dieses Mal wieder aus Startblock Q. Schon früh merkte ich, daß es bei Gegenwind keinen Spaß macht schon zu Anfang alle Körner zu verschießen. Also ließ ich es ein wenig ruhiger angehen. Die anderen Teilnehmer dachten sich wohl dasselbe. Dramatische Situationen habe ich bis kurz vor dem Ziel keine erlebt. Ab Dierkshausen, als es wieder zurück nach Hamburg ging und der Wind von schräg hinten kam, ließ ich es dann wieder etwas schneller angehen. Mein Schnitt kletterte wieder nach oben, nur ein wenig eingebremst von den Hügeln bei Hittfeld. Richtig Spaß hat es dann auf dem Veddeler Damm gemacht. Wohl die einzige Passage mit richtig Rückenwind. Mit 45 - 50 ging es links vorbei an den Mitstreitern.

Die Feldertrennung war dann ein Alptraum. Mit mir kam gleich eine ganze Gruppe herein. Vorne die Fahrer waren wohl schon abgekämpft und bremsten die nachfolgenden kräftig ein. Die Strecke wurde so eng, daß mich nur noch wenige Zentimeter von den Lenkern der anderen trennten. Ein Horror. :cry: Ich sah mich schon auf der Strasse liegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit bog ich dann auf den Ballindamm ein. Es gab wieder Platz und ich mobilisierte noch einmal alle Kraftreserven, um aus dieser Gruppe wegzukommen. Mit 40+ ging es dann durch die Mönckebergstrasse. Ein Blick auf den Tacho zeigte mir, daß ich mein großes Ziel endlich erreicht habe. 5 Minuten schneller als im letzten Jahr, aber gleich über 2.000 Plätze im Gesamtklassement. :o Der Wind hat dafür gesorgt, daß das Feld insgesamt langsamer war, als letztes Jahr. 2013 fuhr Platz 3.000 eine 2.54, dieses Jahr war es eine 3.02.

Mal gucken, welches Ziel ich mir jetzt vornehme. :wink:
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 25.08.2014, 15:34

Das „D+H and friends“-Team war diesmal auf allen 3 Strecken vertreten. Ich selbst startete mit 9 weiteren Fahrern des Teams auf der 155 km Distanz und stand wie Deichfahrer in Block B (ich bin der Meinung, Du warst links neben uns).

Bild

Mit dabei auch Rennrad-Nord

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Wie schon von anderen berichtet, empfanden auch wir diese Cyclassics so entspannt wie noch nie. Sicher gibt es immer einige brenzlige Situationen, aber kein Vergleich zu den Vorjahren. Wir hatten sogar Zeit, Heimfelder Dirk zu Grüßen, der am Ehestorfer Heuweg fotografierend am Straßenrand stand.

So ging es flüssig durch die Nordheide zurück nach Hamburg. Nach der Feldertrennung das erwartete Szenario. Wind von vorn und ziemlich allein auf der Strecke. So kämpften wir uns bis zur Autobahn nach Holm, wo uns eine größere Gruppe aufsaugte. Aber selbst mit deren Hilfe stieg das Tempo auf diesem Abschnitt kaum über 30 km/h. Egal, weiter ging es Richtung Kösterberg, der nochmal an den Muskeln zog. Dann mit Rückenwind und Highspeed zurück ins Ziel, dieser Abschnitt rollte richtig gut. Die Zusammenführung mit dem 100 km Feld lief problemlos, lag vielleicht auch daran, dass die Strecke zu dem Zeitpunkt nicht übermäßig voll war, selbst für einen Zielsprint war diesmal genug Platz.

Soweit ich weiß, sind alle unsere Fahrer wohlbehalten ins Ziel gekommen, was vor Spaß und Ziel-Zeit das wichtigste bei solchen Veranstaltungen ist.
Im Anschluss noch kurz beim HFS-Treffpunkt am Ida-Ehre-Platz reingeschaut und ein wenig getalkt (Dank an Helmut für die Hopfen-Kaltschale biertrinken),

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20255.JPG">

danach den Stand des Hamburger Betriebssportverbands auf dem Jungfernstieg besucht.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20032.JPG">

Sie haben unsere Spendenaktion „Rennrad-Nord.de – BIKE for SMA 2014“ unterstützt und auf Ihrem Stand fleißig Spenden gesammelt (Summe folgt).

Auch das „D+H and friends“ Team hat 250,00 € gespendet und zusammen mit unseren eigenen Spenden wird von diesem Wochenende eine schöne Summe in den Spendentopf wandern. Vielen Dank an Euch alle! :Danke:

Den Bericht von Rennrad-Nord findet Ihr hier: http://www.rennrad-nord.de/vattenfall-cyclassics-2014/

Game on! Gruß Mario
Zuletzt geändert von Ü40-Cyclist am 25.08.2014, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
Jede Minute Zweifel verschenkt 60 Sekunden das Gefühl es zu schaffen.
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www.muskeln-fuer-muskeln.org/spenden.php
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Booya
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Beitragvon Booya » 25.08.2014, 16:15

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Helmut hat geschrieben:Eine Ehrung der schnellsten Leute gibt es in Hamburg und Berlin aus gutem Grund nicht, weil dort alle Finisher Sieger sind. Das unterscheidet die von Lagadère organisierten Radrennen in meinen Augen angenehm von den GGC-Rennen, bei denen zweitklassige Leute erste Liga spielen. Trotzdem waren auch sog. GCC-Teams am Start, schafften es zu meinem Bedauern sogar bis hinein in Presseveröffentlichungen. Der BDR sollte endlich die Teilnahme an Jedermannrennen für A- und B-Lizenzfahrer freigeben, dann würden klare Verhältnisse herrschen, Jedermann- und Lizenzrennen davon profitieren. Bei Marathonläufen werden ja auch nicht die besten Amateure von der Teilnahme ausgeschlossen.
Ach Helmut,

sei nicht sauer auf die Jedermannteams, auch wenn ich deine Kritik nachempfinden kann. Es ist nun mal ein Jedermannrennen und kein "Jeder ohne Sieg Ambitionen-Rennen"

Es gibt zig Jedermannteams... jeder, der ein gleiches Trikot trägt, den selben Namen führt, ohne in einen Verein zu sein, ist per Definition schon in einen Jedermannteam. Der Unterscheid zwischen vielen GCC-Teams und den anderen Teams, ist die Lokalisation der Mitglieder. Die kommen meistens aus ganz Deutschland und sind komplett verteilt. Ich selber bin auch in einem und der einzige aus Hamburg. Der Rest kommt aus dem Osten, Ruhrpott oder BaWü und Bayern. Wir reisen also viel und oft meistens getrennt zu den Rennen in ganz Deutschland an.

Das, was ich an Vorteilen durch den Sponsor bekomme (Trikot + nen paar Gels und vielleicht Prozente fürs den Radkauf) fress ich durch die Reisekosten, Hotel und Antrittsgebühren komplett und doppelt bis dreifach wieder auf. Und so gehts den meisten Teams, die beim GCC mitmachen.

Merkur Druck und 1 anderes Team sind da die einzige Ausnahme, wo die Topfahrer kaum noch selber was zahlen müssen, wenn überhaupt. Schön für die, aber ich teile deine Meinung, dass dieses Sponsorengeld fairerweise eher in den Lizenzsport gehen sollte. Aber es wäre wahrscheinlich eher gar nicht da, als im Vereinsport.

Bei den Rennen selber, würde es oft vorne ohne ein Team (egal ob lokales Kleinteam (gesponsort von Fleischer "Kuhkeule" oder Fahrradladen "Schnelle Kette" oder grösseres GCC Team mit den richtig albernen Namen) gefährlicher zugehen, als ohne. Nicht umsonst kommen die Safety Guides häufig zu den Teamfahrern und treiben die an, das Tempo zu erhöhen, damit in so ein 200 Mann Feld Struktur reinkommt und es sich mehr auseinander zieht. Eine Vermischung von Jedermannrennen und Lizenzsport würde ich aber auch klasse finden. Passiert auch so langsam.

Zum Rennen selber... die 100 er Strecke (B Block) war diesmal sehr entspannt und es wurde überwiegend rücksichtsvoll gefahren. Bis zu KM 80 war es eher eine sehr grosse RTF. Danach hatten sich eine Gruppe Norweger aufgemacht, das Tempo zu erhöhen und es wurde so langsam ein Rennen draus.

Zurück im Hafen dann gingen die Positionierungskämpfe los und ich hab mich langsam immer weiter nach vorne orientiert, da ich bei sehr hohen Tempo nicht gerne irgendwo eingeklemmt bin. Da fahre ich dann lieber vorne und quäle mich ein bisschen mehr.

Lief alles wunderbar, sodass ich eingangs der Mö, in guter Position 2 auf der Zielgerade einbog... Ohhhh mein Gott... jagt das einen immer wieder Schauer über den Rücken, wie die Zuschauer einen nach vorne peitschen.

Zielsprint kam dann auch schneller als erwartet und ich hab den zwar eröffnet, aber nicht mit den nötigen letzen Willen und hab mich so noch von 5 Leuten überholen lassen. Dennoch bestes Ergebnis, dass ich bisher hatte und meine rückwärts gerichtete Mini-Kamera hat auch gute Live-Bilder eingefangen. Leider hab ich meine Frontkamera bei Harburg verloren... *Snieef* Deswegen diesmal nur ein Film, der nach hinten geht.

Wer schauen will: https://www.youtube.com/watch?v=MkwwYFGkJLU
Zuletzt geändert von Booya am 25.08.2014, 18:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Fülle » 25.08.2014, 17:48

Booya hat geschrieben:Wer schauen will:

https://www.youtube.com/watch?v=MkwwYFGkJLU
Hi Booya, ich lese deine Berichte immer gerne und schau mir auch deine Videos gerne an. Hut ab vor deiner Leistung, leider bist du auch bei Strava fast überall vor mir zu finden. ;)

Nach 2 schlechteren Jahren mit 2 verlorenen Wintern durch Atemwegserkrankungen, konnte ich seit Ende März wieder fahren, 20 kg seitdem abgespeckt und eigentlich auch gut unterwegs. Mein Ziel erstmalig unter 2:40 auf 100 km zu fahren, habe ich leider nicht erreicht, aber bin mit 2:45 aus Startblock K zufrieden, zumal die Platzierung mit um die Ü 850er echt okay ist. :)

Leider hatte ich aus Selbstüberschätzung anfänglich einiges von vorne gefahren, um gleich den ersten vorbeifahrenden Zug zu nehmen, hab dabei aber wohl schon bis zur Köhlbrandbrücke einige Körner gelassen. Den Ehestorfer Heuweg bin ich gefühlt hochgeflogen, aber danach kriegte ich mich wieder ein ;) und schloss mich dann einigen Gruppen an. Ab ca. Km 55 bekam ich Schmerzen am linken Bein am Übergang zum Po, so dass ich öfter im Wiegetritt fahren musste, da das Sitzen richtig weh tat. Ab Km 80 ging dann Wiegetritt nicht mehr, da beim Aufstehen der linke Oberschenkel und später der rechte auch noch anfing zu krampfen :? Also blieb ich dann sitzen, das war das kleinere Übel :shock: Wahrscheinlich hatte ich das alles den übermotivierten Anfangskilometern zu verdanken.

Aber wie anfangs geschrieben, ich bin zufrieden und man muss ja auch noch Ziele für die nächsten Jahre haben. ;)
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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 25.08.2014, 19:05

Vom Heuweg fuhr ich zunächst nach Hause um zu frühstücken. Dann habe ich mir noch die Berufsfahrer auf dem Harburger Ring angesehen. Zunächst kamen noch ein paar Besenwagenflüchtlinge, für manch eine war das Rennen hier zu Ende.

Bild

8 Minuten vor dem Hauptfeld kam dann das Führungstrio, angeführt von Björn Thurau.

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Das Hauptfeld unterschied sich wenig von einer RTF-Gruppe: die Fahrer plauderten tiefenentspannt und lächelten dabei. Allerdings war dort keiner mit nem BMI weit über 20 zu sehen :HaHa:

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Beitragvon Heimfelder Dirk » 25.08.2014, 19:41

Harterbrocken hat geschrieben:wirklich neue Erfahrung. Wer's lesen mag, hier:
Toller Bericht, sehr unterhaltsam :Kopfüberklatschen:

Meine Neugier wurde geweckt und ich habe mal recherchiert.

http://www.moulton-fahrraeder.de/26.htm ... 10&group=6

Fast 19 tsd. Euronen kann man für die Luxusvariante ausgeben, unglaublich!!
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Beitragvon Reisender » 25.08.2014, 20:05

Schön war es, die erste Volldistanz auf der Cyclassic. Morgens draussen vor der Haustüre, ja trocken etwas frisch, ok. Also los, aber nach etwa 500 m war es unterm Helm richtig frisch, so dass ich für 2 sec daran dachte, noch mein Helmcap zu holen und drunter zu ziehen. 'Ach *cheiß drauf', nur noch gedacht und weiter. Dann noch mal an die schönen warmen Morgenstunden letzten und vorletzten Monat gedacht, anyway.

Mich wundert aber, warum alle Südwind hatten, war ich der einzige mit Westwind? ^^ Denn der haute voll rein auf dem 55 Km Part, das Tempo sank auf 36-37 km/h, Kämpfen und schnelle Wechsel waren angesagt. Vorher war natürlich ein wenig Arbeit in Niedersachsen von Nöten. Alles gut gelaufen, fast. Leider scheinen es einige gemütliche Zeitgenossen noch immer nicht zu begreifen sich RECHTS zu halten, genauso wie es auch das Roadbook vorgibt. Schlimmer noch, da fahren ernsthaft einige zu DRITT!!! nebeneinander im Schneckentempo. Leute, wenn ihr träumen wollt, bleibt zu Hause, dreht euch noch mal nach dem Wecker um und schlaft weiter, aber bitte im BETT!!! Selbst unser Guide hat diese Leute angeraunt und nicht zu leise. Ok, abreagiert. :HaHa:

Leider war wegen einer ver*ackeierten Anmeldung "nur" Block D möglich. Mein unwesentlich langsamerer Bekannter stand im Block A, wir haben uns noch verabschiedet und uns gutes Durchkommen gewünscht. Mein Bekannter war es dann auch, der im oben genannten Sturz als Person 3 oder 4 in den Crash mit rein rauschte. Es lässt sich leider bei dem Tempo und so im Peloton eingebaut nicht ändern.

Ein paar Norweger haben wie auch von mir bemerkt versucht zu kreiseln was ich auch gern mitging, leider haben nicht alle der ersten 20-25 dieses Prinzip verstanden oder wollten es nicht, wie auch immer. Nett ist es, wenn man es kann und praktiziert.

Kösterberg war auch so gut wie meiner aus dem ganzen Block, Wertungsplatz gesamt 143 AK 56, wesentlich besser als letztes Jahr. :cool: Langenrehm war etwas enttäuschend für mich persönlich, obwohl ich als zweiter des ganzen Block die Markierung überfuhr. Da hatte ich wirklich mehr erhofft. 264 / AK 94. :? Damit aber kein falscher Eindruck entsteht, selbstverständlich habe ich ebenfalls Führungsarbeit geleistet und nicht zu langsam. ;) Gibt ja Leute, die nur aus dem Windschatten schießen, um an solchen Stellen groß zu sein.

Wie dem auch sei, nächstes Jahr mit früher und vor allem eigener Anmeldung und auf Block A setzen. Mein eigentlich langsamerer Bekannter konnte sein Erdinger 5 Minuten eher einnehmen. :HaHa:
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Bully
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Beitragvon Bully » 25.08.2014, 21:04

Moin,

ich war zum vierten Male auf der 100er unterwegs. Auch ich fand, dass ruhiger gefahren wurde. Leider gibt es die Fahrer und Fahrerinnen, die sich nicht an die Regeln halten oder Teilnehmerinfos nicht lesen. Ich stand vorne im Block J als um 7:55 Uhr eine Teilnehmerinnen mit Startbeutel Block I für die 55 km suchte. :mad:

Um Fünf klingelte der Wecker, aufstehen, frühstücken und ein Blick ins I-Net. Regenradar lässt nichts Gutes ahnen. Bin also gleich in Regenkleidung zur S-Bahn nach Poppenbüttel, auf halben Weg hat mich der Regen erwischt. Um kurz nach 6 mit der S-Bahn gemütlich zum Hbf und unterwegs mit einem Teilnehmer ins klönen gekommen. Fuhr auch die 100er aus ein paar Blöcken vor mir. Der Rückweg haben wir durch Zufall ebenfalls gemeinsam gemacht und uns für 2015 kurz nach 6 Uhr verabredet. :)

Stand dann ohne Probleme in der ersten Reihe und die Zeit verging sehr gut mit Klönen, noch mal Pippi machen usw. Um 8:04 ging es los. :D Die Fahrt fand ich durch die niedrigen Temperaturen (10-15° C brrr) und den SW-W-Wind 3-4 (hinzu kamen Böen bis 5 Bft) viel anstrengender, als die Jahre zuvor. Ich war jedenfalls langsamer als 2013, aber mein Ziel unter 3 Stunden gut erreicht. Bin wieder heil und trocken bis ins Ziel gekommen, wenn ich da an den Schauer um 12:30 Uhr denke, Glück gehabt. Eigentlich nur eine brenzlige Situation, als zwei Reihen vor mir einer eine Welle gefahren ist und wir stark abgebremst haben.

Auf Youtube hat jemand im Hafenbereich gefilmt, unser Admin findet ihr im Teil 2 bei Minute 3:00 in Großaufnahme. Mein Block J ist ab Teil 3 zu sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=i9g-_MT ... iIel-aKcUQ
Gruß Bully
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 25.08.2014, 21:24

Helmut hat geschrieben:Gewonnen hat dafür auch Jane Carstensen, die 55 km Runde. Wer ein Jedermannrennen gewinnt, ist mir eigentlich keine Meldung wert, aber der Mann fährt für kein Team, hat trotzdem alle versägt, was ich bemerkenswert finde. Er hat sich seine Leitung in seine Finisher-Medaille gravieren lassen

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20276.JPG">
Also irgendwas ist da komisch Helmut, laut Ergebnissliste ist Jane Carstensen eine Frau und ist somit die erste in der Damenwertung.

Das Rennen hat der Kollege Torben Woelki alias Toni Carboni 3 Minuten vorher als "erster" beendet (auch wenn er nicht der Schnellste auf den 55 km war) ;)
Knud
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Da ist noch Luft nach oben....

Beitragvon Knud » 25.08.2014, 23:54

… wenn die Luft unten drin bleibt. Oder warum eine misslungene Generalprobe keine gelungenen Premiere garantiert. Es war vorher klar, dass ich am Sonnabend nicht auf das Rad kommen würde. Also wollte ich Freitagabend noch ein Runde als Vorbelastung drehen. Aber nach zwei Platten auf nicht mal 10 km im dann strömenden Regen reichte es mir dann. Das Rettungskommando sammelte mich ein. Sonnabend dann neue Schläuche gekauft und das Rad noch mal vom Fachpersonal inspizieren lassen.

Sonntag machte ich mich dann mit der nötigen Aufregung auf den Weg. In der Bahn mehr als zwei Fahrräder je Türraum und auch überraschend viele Leute ohne Fahrrad. Die Stimmung war locker. Auf dem Weg zur Beutelabgabe sah ich die die ersten Fahrer in die Hafencity starten. Wir trafen uns am Block P. Ein „Teamfoto“ vor dem Start. Gemeinsam fahren konnte nichts werden, da wir mit vier Leuten in drei Startblöcken standen. Das üben wir noch...

Es dauerte gefühlt ewig, bis es endlich losging. Langsam setzte sich der Block in Bewegung. Ich hörte später, dass es hier schon den ersten Sturz gab. Gesehen habe ich selbst auf der ganzen Fahrt keinen Sturz oder Unfall. Flott geht es los, richtige Grüppchen bilden sich zunächst nicht. Mein Trittfrequenz wird mit null angezeigt. Auf der Köhlbrandbrücke hatte ich ein paar Hinterräder gefunden. Das versprach eine flotte Fahrt mindestens bis Harburg. Doch dann lief das Rad etwas komisch, der Blick nach unten bestätigte die Befürchtung: Das Hinterrad verlor Luft. Also rechts raus und den Reserveschlauch einsetzen. Aufgeben? Das wollte ich meinem Fanblock nicht antun.

Mit wachsendem Frust sah ich den restlichen R-Block und den größten Teil des S-Blocks vorbei fahren. Alle Ziele jenseits von „heil ankommen“ waren perdu. Jeden Moment erwartete ich den Besenwagen. Der kam aber nicht. Also 85 km Einzelzeitfahren? Mit Wut und Frust im Bauch habe ich dann versucht, eine Gruppe vor mir einzuholen. Nach ein paar Kilometern hatte ich es dann einigermaßen verdaut. Die Trittfrequenz war auch wieder da. Ich beschloss das Rennen in Ruhe nach Hause zu fahren. Meine Oberschenkel brannten schon etwas. Die „Gruppen“ waren meist Einzelfahrer und natürlich langsamer als ich. Ich habe mich so „vorgetastet“. Ab und an am Ende einer Gruppe verschnauft und dann weiter voran. Ich wusste ja nicht, wie viel Zeit ich auf die 26 km/h-Marke ich verloren hatte. Mehrmals hat sich die Gruppe dann für ein paar Kilometer an mich gehängt. Ein völlig neuen Erlebnis für mich war, dass die meisten Radfahrer, die ich sah, deutlich mehr keuchten als ich. Toll waren die vielen Zuschauer, die auch noch die Nachzügler anfeuerten. Das motivierte immer wieder.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... Knut-1.jpg">

Spannender Weise hatte ich hinter der Verpflegung plötzlich meist Anschluss an Kleingruppen. In dem Zug sind wir auch zu dritt auf dem Veddeler Damm an diversen Leuten vorbei gezogen. Die letzte Gemeinheit war der Gegenwind am Balindamm. Neben mir wurde gefragt, ob das (der Bogen über der Straße) das Ziel sei. Leider musste ich die beiden enttäuschen. Dafür hat die Fahrt durch die Mönckebergstraße alles übertroffen, was ich vorher gehört hatte. Dafür lohnen auch 100 km Anfahrt. Ich habe sogar meine Liebsten auf der Tribune gesehen.

Randbemerkungen: Guides habe ich genau zweimal bewusst wahrgenommen. Der eine fuhr vorbei, als ich an meinem Rad schraubte. Er fragte, ob ich alles hätte. Der zweite überholte mich und ein Dutzend andere Fahrer mit hohem Tempo hinter Buchholz. Zu schnell zum mitgehen.

An der Verpflegung in Jesteburg gab es keine Riegel mehr. Ein Helfer meinte, man hätte genug gehabt. Offenbar nicht. Schade, dass es sich nach dem Rennen so schnell verläuft. Ich habe kaum Leute getroffen, das HFS-Treffen hatte sich längst aufgelöst, bis ich hin kam.

Fazit: Es hat Spaß gemacht, der Regen hat gewartet, bis ich im Ziel war. Organisation perfekt. Ich kann das, das waren die ersten Cyclassics und im nächsten Jahr sind die nächsten dran. Ich komme wieder!

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... Knut-2.jpg">

Knud
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Beitragvon Helmut » 26.08.2014, 07:47

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 207777.JPG">

Heimfelder Dirk hat aus seinen um die tausend Bilder drastisch aussortiert. Übrig geblieben sind Bilder mit Schwerpunkt HFS- und norddeutsche Vereinstrikots sowie die Guides und, schöne Räder, Menschen und Szenerien.

Ab hier kommen von Heimfelder Dirk seine vom Straßenrand geschossenen

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 07777.html">>>> weiteren 231 Bilder von den Vattenfall Cyclassics <<<</a>.

Ferner gibt’s von ihm geschossene

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %2027.html">>>> 14 Bilder vom Übergang von den letzten Jedermännern über den Besenwagen zu den Profis <<<</a>.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... k%2031.JPG">
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Besenwagenflüchtling
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 26.08.2014, 09:46

Sehr sehr nette Berichte.. Applaus.. :GrosseZustimmung: , auch wenn ich mich schweren Herzens kurzfristig am Freitag entschieden habe, aus Sicherheitsgründen (neuer Job) nicht zu starten, war es trotzdem ein tolles Cyclassics-Wochenende mit Euch. Es ist auch mal ganz interessant, das Geschehen neben der Strecke zu beobachten und ein paar Fotos für uns zu schießen. :swingen-2:

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, da bin ich auch wieder dabei und nichts wird mich aufhalten nicht zu starten.

Glückwunsch allen Finnishern und Danke Helmut für den Gerstensaft.

Gruß Stephan
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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2. Vorsitzender HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
crumble
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Beitragvon crumble » 26.08.2014, 09:48

Booya hat geschrieben:sei nicht sauer auf die Jedermannteams, auch wenn ich deine Kritik nachempfinden kann. Es ist nun mal ein Jedermannrennen und kein "Jeder ohne Sieg Ambitionen-Rennen"
Ich weiss ja nicht, woher Du die Ambitionen aus der Geschwindigkeit ablesen kannst. Die Leistungsdichte ist bei den Jedermaennern halt nicht so dicht wie bei den Eliterennen. Wer im Kamf um Platz 8765 absichtlich seine Gesundheit und die der anderen riskiert, hat sie nicht mehr alle.
Booya hat geschrieben:Bei den Rennen selber, würde es oft vorne ohne ein Team (egal ob lokales Kleinteam (gesponsort von Fleischer "Kuhkeule" oder Fahrradladen "Schnelle Kette" oder grösseres GCC Team mit den richtig albernen Namen) gefährlicher zugehen, als ohne.
Nicht ganz weit vorne sind es gerade Teamfahrer die, die absichtlich gefaerhlichen Situationen herbeifahren, indem sie sich durch die langsamenern Gruppen draengeln, anstatt wie alle anderen links daneben zu fahren. Es gibt halt solche und solche unnter allen Fahrersorten. Die ueblen bleben einem laenger im Gedaechnis. Als Ausgleich fuer diesen einen Vollidioten gab es einen anderen, der 25 m vor seinem Feld fuhr und mich antickte, als ich gerade an jemanden vorbei gezogen war, dass ich doch weiter rechts fahren sollte, weil hinter ihm gleich ein groesseres, schnellers Feld kommt.

Zumindest ab Block C fahren wir nicht nur gegen sondern auch miteinander. Mit genug Ruecksicht aufeinander hat jeder seinen Spass, egal ob Platz 500 oder 6666.

Ich bin auch dafuer A/B Fahrer zuzulassen. Vielleicht ohne Wertung. Dann nehmen sie anderen nicht die Siege weg, koennen die langen, gesperrten Strecken und die Atmosphaere geniessen und bringen trotz hoher Geschwindigkeit mehr Ruhe in die Felder, weil sie nicht zwingend am Limit fahren.
sonja1
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Beitragvon sonja1 » 26.08.2014, 09:51

Das war ein wirklich schönes Radsportwochenende. Es ging am Samstag los mit einem kleinen Messebesuch und dem Forumstreffen. Toll, wie Helmut es geschafft hat, André Greipel für ein Gruppenfoto mit uns zu gewinnen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20102.JPG">

So nah kommt man den Profis selten. Kurz darauf war die Eröffnungszeremonie für die Special-Classics, das Rennen für Menschen mit Behinderungen. Als die zu Ende war, haben wir uns mit den Sportlern der Norderstedter Werkstätten und unseren Vereinskollegen vom Integrativen Sportverein Norderstedt (ISN) in den Vorbereitungsbereich für die Special-Classics begeben. Dort gab es noch eine kleine Pastaparty, die dann sehr kuschelig unter den Zelten endete, weil ein heftiger Regenschauer :regenschutz: herunterkam. Zum Rennen war dann aber wieder alles trocken. Ich habe in dem Rennen der Dreiradfahrer und Mountainbiker die Dreiradfahrerin Valentina begleitet

Bild

mike667 hat den Dreiradfahrer Axel begleitet.

Bild

Angefeuert wurden wir u.a. von Goschi und dem Admin. 20 Minuten um die Binnenalster fahren, war ein tolles Erlebnis, insbesondere weil sich die Sportler mit Behinderungen so wahnsinnig über die Athmosphäre und die Anfeuerungsrufe :Laola: freuen. Wirklich schön.

Am Sonntag traten wir dann zu kleinen 55er-Runde an. Es war zwar frisch, aber trocken (anders als in Berlin :Zwinkern: ). Aufgrund der guten Leistung im Vorjahr sind wir das erste Mal in Startblock B gewesen. Dort trafen wir dann auch Wosi und Nic. Dann waren wir nicht ganz alleine. Ein bißchen Respekt hatten wir nämlich schon, aber es lief dann wirklich gut. Am Kösterberg hatte ich etwas Probleme und verlor daher die Gruppe. Das war ärgerlich, weil dann erstmal keiner vor und hinter mir war. Das hat etwas Kraft gekostet. Später hab ich dann aber wieder Leute gefunden und bin nach 1:35h (offizielle Zeit wg. Blockstartzeit, Tachozeit: 1:33:51h) glücklich im Ziel angekommen. Den 1. Platz in der Cyclub-Wertung der Frauen habe ich zum 2. Mal in Folge verteidigt Pokalhoch . Ein schönes Gefühl. Danach sind wir noch zum HFS-Treffen gegangen und haben uns später den Start der Profis angesehen. Nach so einem schönen Vormittag weiß man, warum man Sonntag morgens um 5 Uhr den Wecker klingeln läßt ...
Zuletzt geändert von sonja1 am 26.08.2014, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Muhli
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Cyclassics aus der Sicht als Guide

Beitragvon Muhli » 26.08.2014, 12:43

Hallo zusammen, neu in Forum, da täglicher Leser und die Schreibhand juckt... :-) Aktives Mitglied in der Pauli Radabteilung und viele Gesichter hier sind bekannt von den sonntäglichen R- und CTF´s.

In den letzen Jahren waren die Cyclassics geprägt von Glück. Glück, dass man nicht gestürzt ist auf der 155er Runde (Block A und B)! Also 2014 erstmals als Guide auf der 100er Runde aus Block O. Viele RTF`s mitgemacht. Nordcup 5 mal gefinisht. Die Fitness sollte also passen. Wir Guides wurden super umsorgt, klasse gebrieft und irgendwie war ich herrlich entspannt am Start.

Kurzer Check, ob Ohrhörer oder lockere Trinkflaschen bei den Teilnehmern im Block und los ging es um 8.35 h. Lockeres Anrollen und sehr disziplinierte Radler. Das Konzept scheint wirklich zu wirken, zumindest "hinten " im Feld. Langsame Linksfahrer freundlich angewiesen sich rechts zu halten oder mal wilde Rechtsüberholer freundlich angesprochen, aber sonst keine Vorfälle.

MOOOment...doch :D Ich erinnere mich an meine Teilnahmen, wo man sehr gerne und irgendwie auch selbstverständlichst hinter den Guides her fuhr. Nach dem Motto: Mach du mal im Wind! Genauso war es am Sonntag. Ob Bergwertung oder Windkante. Immer war vor mir freie Bahn. Kurzer Blick zurück klärte mich dann auf. Ca. 50-70 Radler erfreuten sich stetig ob des Windschattens hinter mir. Dabei viel mir auf, dass wir hier im Norden echt fit sind. Wenn ich überlege, welche Pace wir bei den RTF`s oder Nordcups so an den Tag legen und wie oft ich da fix und fertig ins Ziel kam...

So war es doch auch ein, ehrlich gesagt,tolles Gefühl am Sonntag jederzeit Herr der Lage zu sein, kleine Löcher zu zufahren oder die letzten 10 km ins Ziel die ganze Gruppe nochmal zu führen. Laut Strava waren es 2.58 netto, also auch doch auch zügig unterwegs. Der herzliche Dank der Radler kurz nach dem Ziel hat mir übrigens viel mehr bedeutet, als die persönliche Jagd nach Bestzeiten. 2015 werde ich wieder "hinten " starten :-) vielleicht die grosse Runde, mal sehen!

Den letzen Kilometer hab ich mehrmals freundlich angemahnt, das Ding nun sauber ins Ziel zu fahren und einige "Bekloppte" nochmal zurecht gewiesen, so dass ich sagen kann: Kein Sturz in meinem Umfeld und die schönste Teilnahme überhaupt.

Es werden übrigens immer Guides gesucht, auch 2014 war es recht knapp. Leider wurden 2 Guides aus Celle nachts noch die Räder aus dem Wagen gestohlen. Wer also Lust hat, sein Rad beherrscht und sich die (auch fahrerische) Vorbildfunktion zutraut, dem kann ich die Teilnahme als Guide nur anraten. Kontaktaufnahme geht recht einfach über die Cyclassics Webseite!

Und ganz grosses DANKE an Heimfelder Dirk für den tollen Schnappschuss, hat mich sehr gefreut dich dort zu sehen und da wir Guides ja nicht in der Wertung sind und so auch keine Fotos über die Startnummer suchen können, freut es mich umso mehr, dass du "uns" zahlreich abgelichtet hast!

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 208219.JPG">

Viele Grüsse sendet Hendrik Muhl
Es gibt immer welche die besser sind, aber es werden weniger :-)
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Orakel
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Re: Cyclassics aus der Sicht als Guide

Beitragvon Orakel » 26.08.2014, 13:10

Muhli hat geschrieben:Den letzen Kilometer hab ich mehrmals freundlich angemahnt, das Ding nun sauber ins Ziel zu fahren und einige "bekloppte" nochmal zurecht gewiesen, so das ich sagen kann: Kein Sturz in meinem Umfeld und die schönste Teilnahme überhaupt.
Moin Muhli,

unsere Wege haben sich auch immer wieder mal gekreuzt, schließlich bin ich in Deinem Block gestartet. Den Unfall, den ich oben in meinem Bericht beschrieben habe, hast Du deshalb nicht gesehen, da Du zu dem Zeitpunkt ein kleines Stück vor uns warst. Sei froh, das nicht miterlebt zu haben.

Wir haben dann etwas später wieder zu Dir aufgeschlossen und uns etwas ausgeruht. :P Da Du, wenigstens zeitweise, auch mir Deinen Windschatten gespendet hast, hier mein herzliches Dankeschön dafür!

Orakel.
Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.
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Beitragvon turbo32 » 26.08.2014, 13:17

Moin mein Mu(h)li !!!

Kannst bei marathonPhotos ruhig Deine Startnummer eingeben, bekommst auch als Guide Fottos. Nur die Preise darfst Du Dir net angucken.

Bin auch gut durchgekommen und habe 5 mal beim Schlauchwechseln helfen dürfen, so oft wie seit Jahren privat nicht ...Horror. Mein Highlight war Julia, die schon verzweifelt ihre Mutter zur Abholung bestellt hatte, weil niemand anhielt ....... Doch dann kam der ritterliche Guide. :D

Weitermachen und Grüße an alle HHCyclisten
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Booya
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Beitragvon Booya » 26.08.2014, 13:24

crumble hat geschrieben:
Booya hat geschrieben:Bei den Rennen selber, würde es oft vorne ohne ein Team (egal ob lokales Kleinteam (gesponsort von Fleischer "Kuhkeule" oder Fahrradladen "Schnelle Kette" oder grösseres GCC Team mit den richtig albernen Namen) gefährlicher zugehen, als ohne.
Nicht ganz weit vorne sind es gerade Teamfahrer die, die absichtlich gefaerhlichen Situationen herbeifahren, indem sie sich durch die langsamenern Gruppen draengeln, anstatt wie alle anderen links daneben zu fahren. Es gibt halt solche und solche unter allen Fahrersorten. Die ueblen bleben einem laenger im Gedaechnis.
Ich lese nicht aus den gefahrenen Geschwindigkeiten die Ambitionen ab, sondern aus den Gesprächen mit anderen Fahrern. Und ja, auch unter den Teamfahrern gibt es einige "Rücksichtslose" Fahrer. Allerdings und so meine Erfahrung, aus unseren Team und auch anderen... laufen diese Gefahr, relativ schnell aus dem Team wieder rausgeworfen zu werden. Ein faules Ei, fällt auf das gesamte Team zurück.

Wir hatten letztes Jahr auch so einen Kanditaten kurzfristig im Team, über 60 Jahre alt, aber einer der "besten" Fahrer in seiner Altersklasse...alte harte Rennradschule und so ist er auch gefahren. Hart! Sehr rücksichtslos und uneinsichtig und hat auch während der Fahrt alle beschimpft, die ihm in die Quere kamen. Sein Lieblingswort war: "Schwuchtel"

Untragbar für ein Team, das auch für die Sponsoren eine positive Aussenwirkung haben will. Dementsprechend war er auch bald wieder Solofahrer. Und andere Teams haben sich vorher bei uns erkundigt, als er bei denen unterkommen wollte, warum und wieso er raus ist.

Rücksichtslose Fahrweise ist halt wie immer, wie Du auch sagst, eine Charakterfrage und keine Frage der Äusserlichkeiten, des Sports oder Fahruntersatzes. Oft aber auch einfach nur Gedankenlosigkeit.

Wir hatten z. B. bei uns im Block einen Safty Guide, der an einem geraden, breiten Stück nach vorne ging, das Tempo anzog und dann einen einsam abgesprengten fahrenden Radsportler(der ganz rechts fuhr) mit uns allen im Schlepptau mit gerade mal 1 Meter Abstand überholte und vor ihm einscherte. Das führte natürlich dazu, dass unser gesamtes Feld sehr dicht an diesem Radsportler vorbei fuhr und er sich plötzlich mitten im Pulk sah. Ohne eine Chance noch weiter auszuweichen. Nur, dass wir nen Geschwindigkeitsüberschuss von circa 15 km/h hatten. Ging nochmal gut, war aber eng.

Mein zart vorgebrachter Kommentar zu dem Guide hinterher, führte nur zu nen fragenden Blick. Dem war das so wohl gar nicht bewusst, weil er "vermutlich" sonst nur A-Lizenz-Rennen fährt und es dort ein überrundeter als angenehm empfindet, wenn er schlussendlich wieder im Pulk landet. Rücksichtslos oder nur gedankenlos?
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Beitragvon Stauder Volker » 26.08.2014, 14:16

Wie in den Jahren zuvor, zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite und der Himmel öffnete so gegen 13.00 Uhr seine Schleußen. So vernahm ich im Ziel fast nur IIch So waren nahe alle Teilnehmer :D Teilnehmer. Diesmal durfte ich vom Startblock E aus mit einer Gruppe von Skoda- Fahrern starten und kann für meinen Rennverlauf die Aussagen meiner Vorschreiber bestätigen, dass sehr umsichtig und verhalten gefahren wurde. Zu meiner Freude habe ich keine verunfallte Fahrer und auch keine Stürze gesehen, :D sondern nur technische Pannen.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20011.JPG">

Mit im Startblock war Harterbrocken mit seinem 20° Moulton Klapprad und in einem Eroica Woll-Shirt, und weitere Fahrer aus der SportBild Gruppe. Eine tolle Leistung diese Distanz mit dem Moulton, im Anschaffungspreis vierstellig, zu bewältigen.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .24.24.jpg">

Die Skoda Gruppe machte gleich vom Anfang weg Tempo und so ging es flott über die Köhlbrandbrücke. Nach dem Erreichen des höchsten Brückenpunktes, nahm ich mir Zeit den herrlichen Blick auf den Hafen zu genießen und dann ging es flott weiter in die Harburger Berge rauf nach Ehestorf. Eine Überlegung meinerseits, die Bergwertung an dem Streckenabschnitt von Harburg nach Ehestorf zu verlegen, denn dies entspräche eher den Gegebenheiten. Vielleicht denkt der Verantalter mal über diesen Vorschlag nach. ;-) Bei den Guides konnte ich immer wieder beobachten, wie sie Fahrern Schiebehilfe bei Anstiegen leisteten und sie motivierten ihre Leistung weiterhin aufrecht zu erhalten. :Danke: von mir an die vielen Guides. Die :Laola: Begeisterung von der Vielzahl der Zuschauer am Straßenrand half über so manche Anstrengung hinweg und war für uns Fahrer ein ständiger Motivationsschub. Ein großes :Danke: an die vielen Zuschauer und Helfern, u. a. der Polizei, dem THW der Feuerwehr und den Sanitätern am Straßenrand. Es gab zur Organisation nichts zu :meckern: .

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20154.JPG">

Danke Booya für deinen Film über die letzten 5 KM. Er spiegelt sehr gut wieder, wie für einen Fahrer persönlich die Schlußphase und die Einfahrt in die Zielgerade verläuft. Schon beeindruckend ist die gefahrene Stundenleistung, ausgelöst durch das Adrenalin und dies wiederum durch die Begeisterung der Zuschauer an den Banden. Man kann sich gut in deine Stimmung hineinversetzen. :) Mit den Skoda-Fahrern im Ziel angekommen, nachdem wir im Hafen kräftig vom Wind durchgeblasen wurden, traf ich an der Mönckebergstraße auf Wosi und Nick, Britta mit Fahne; und MadMad, Sonja und Wolfgang vom SC Hammaburg, Stine und Tribelix und erlebten die mit tosenden Applaus begleitete Zieleinfahrt
: Kreisel : von Helmut und setzten die :Laola: an.

Es war wieder eine gelungene Cyclassics und ich freue mich schon auf den 23. August im kommenden Jahr. :D
Im Vordergrund steht der Spaß und das Team
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 26.08.2014, 19:52

@Booya: Super-Video, echt Klasse ;-) ;-) ;-)

vor allem die eingespielten Daten, sensationell!
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 26.08.2014, 19:57

Ü40-Cyclist hat geschrieben:Wir hatten sogar Zeit, Heimfelder Dirk zu Grüßen, der am Ehestorfer Heuweg fotografierend am Straßenrand stand.
...und ausgerechnet euch habe ich nicht im Bild :shock:
Das ärgert mich ein wenig; auch Harterbrocken mit seinem Moulton habe ich nicht eingefangen. :mad:
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Beitragvon Fülle » 26.08.2014, 20:09

Helmut hat geschrieben: Heimfelder Dirk hat aus seinen um die tausend Bilder drastisch aussortiert.
Schade, hatte schon drauf gewartet, alle Bilder durchzustöbern um das Eine von mir zu finden. :roll: ;)
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Beitragvon Burkhard » 26.08.2014, 20:44

Entgegen meiner jahrelangen Weigerungshaltung aus Angst vor schweren Stürzen, bin jetzt zum 1. Mal auf der 100 km Strecke mitgefahren. Auslöser war ein Freund, der schon 10 mal als absoluter Hobbyfahrer dabei war, aber dieses Jahr beruflich verhindert war,

Nun leistete ich einen Freundschaftsdienst und startete aus Block P hinten mit etwas Angst und mulmigen Gefühl (trotz 13 Jahre RTF-Erfahrung und 12 mal Vaetternrundan absolviert). Wahrscheinlich wegen des auch morgens schon ganz ordentlichen Windes und den drei kommenden Anstiegen, fuhr man sehr gesittet los, um mich herum ausschließlich P-Blockfahrer.

Als dann bei Dirkshausen die "Wende" auf der Strecke kam, wurde mehr Druck gegeben, aber alles zu meinem Erstaunen sehr diszipliniert, ja es gab auch ignorante Rechts-Überholer und einfache dumme Links-Langsam-Fahrer, insgesamt aber alles recht risikoarm. Ich fuhr an drei Krankenwageneinsätzen vorbei, davon zwei Fahrer im Wagen liegend, sowie einer mit Knieabschürfungen sitzend daneben, das war alles in meinem Umfeld. Was mich wunderte, waren die vielen Reifenpannen Habe mal mitgezählt, 20 ungefähr, davon 10 auf den ersten 8 km.

Hat echt Spaß gemacht, mal 103 km durch fahren zu können, ohne aus den Pedalen zu steigen, dank der perfekten Absperrungen und Sicherungen. Zuhause erzählte ich von einem m. E. ungewöhnlich disziplinierten Rennen; das haben jetzt die >30 Berichte der Vorschreiber nun bestätigt. Ich denke auch, die Safer Cycling Guides haben viel dazu beigetragen.

@ Heimfelder Dirk: Sah dich links Ende Steigung Ehestorfer Heuweg und dachte mir, der hat mich drauf. Danke für das Foto.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 208322.JPG">

@Harterbrocken: das Zerlegerad sah ich nach meiner Zieldurchfahrt, Respekt, das hat was.

Fazit: Da kann man wieder mitmachen, nächstes Jahr in MSen4.
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 26.08.2014, 20:54

Heimfelder Dirk hat geschrieben:...und ausgerechnet euch habe ich nicht im Bild :shock: Das ärgert mich ein wenig; auch Harterbrocken mit seinem Moulton habe ich nicht eingefangen. :mad:
Ja schade, aber Du sahst auch ziemlich überrascht aus, beim Anblick der D+H-Übermacht. Du hast aber einen Kollegen von der 100 km Runde erwischt :D

Bei der Pauli Kaperfahrt wirst Du uns wieder in unseren bekannten Aktions-Trikots sehen.

Game on! Gruß Mario ;-)
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 26.08.2014, 22:31

gerade das Video angesehen

sau starkes, richtig geil :GrosseZustimmung:
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Beitragvon Benotto » 26.08.2014, 23:31

Dann möchte ich auch mal meine Eindrücke schildern: Ich startete zum 3. Mal auf den 155 km. Nachdem ich die letzten beiden Jahre aus A gestartet bin, wurde ich diesmal in D einsortiert und bekam eine 5stellige Startnummer ausgehändigt. Mit meiner Beschwerde, wo denn als Cyclub Mitglied meine persönliche Nummer bleibt, wurde ich zur Information geschickt. Nachdem ich mein Problem geschildert hatte, verschwand der Mitarbeiter für einige Zeit, um sich nach einiger Zeit bei mir zu entschuldigen: meine Daten waren doppelt vorhanden. Ich hatte Upsolut auf einen Fehler in meiner Anmeldung hingewiesen, was dazu geführt hat, meinen Datensatz nicht zu korrigieren, sondern neu anzulegen. :mad: Er könne nur meine Daten zusammenlegen, ansonsten aber nichts machen.

Ich startete wieder für unser Firmenteam. Da unsere Firma nicht weit entfernt vom Start liegt, haben wir uns dort getroffen und sind zusammen zum Start gerollt. Wir waren zu dritt auf den 155 km, allerdings in 3 Startblöcken - B, C und D. Ich war ganz froh, nicht mehr in A zu stehen, dort wurde mir in den letzten Jahren zu aggressiv gefahren.

Nach dem Start war die Straße in der Hafencity noch an einigen Stellen vom Regen am Morgen nass, was zu einen nicht so hohen Anfangstempo führte. Am Anfang der Köhlbrandbrücke war ich an der Spitze des Blocks und konnte in der Ferne den Rest von C sehen.

Kurz hinter der Brücke hatte ich C eingeholt. Zusammen mit einigen anderen bildete sich eine größere Gruppe, mit der ich bis ca. km 30 zusammen blieb. Leider hatte sich meine Startnummer losgerissen und hing nur noch an einer Nadel. Bei der nächsten Zuschauergruppe habe ich dann angehalten und gefragt, ob mir jemand die Nummer wieder befestigen kann. Es fand sich jemand, aber meine Gruppe war weg. Eine richtig gut funktionierende Gruppe habe ich danach nicht mehr gefunden. Je nach dem, wer vorne war, veränderte sich die Geschwindigkeit, so dass ständige Aufmerksamkeit gefordert war. Zu richtig kritischen Situationen kam es auf der Südschleife jedoch nicht.

Das änderte sich erst auf der Rückfahrt in die Hafencity. In der Umfahrung Versmannstraße war ich in einer größeren Gruppe, als es kurz vor mir zu einem Sturz kam. Ich konnte mit einer Vollbremsung gerade noch vermeiden auch zu stürzen. Mein Kollege, der in C gestartet war, erzählte mir später, dass er auch in dieser Gruppe war und mitbekommen hat, wie eine Barke auf der Straße stand, der er noch ausweichen konnte, er aber hörte, wie es hinter ihm zum Sturz kam.

Zu Hause merkte ich dann, dass ich auf dem hinteren Reifen auf ca. 5 cm die Karkasse des Reifens sehen konnte. Immerhin hat der Reifen mich noch weitere 60 km ohne Unwucht getragen.

Mit weichen Knien machte ich mich wieder auf den Weg, und war froh, als es kurze Zeit später nach der Feldertrennung nicht mehr so voll war. Auf dem Weg nach Westen hatte ich dann nur eine kleine Gruppe, und war entsprechend häufig vorne im Wind. Ein Fahrer dieser Gruppe war mit einem Fixie mit geradem Lenker unterwegs. Auf 155 km! Solange er nicht selbst im Wind war, kam er gut mit. :o

Ab Wedel bin ich dann mein Tempo für mich allein gefahren. Den Kösterberg hoch fuhr eh´ jeder sein Tempo. Aus mir wird in diesem Leben kein Bergfahrer mehr.

Alles in allem bin ich nach 4 Stunden 17 Minuten im Ziel gewesen und damit 6 Minuten langsamer als letztes Jahr. Ich habe mich im Gesamtranking aber um 20 Plätze verbessert. Ich denke, das Rennen war durch den Wind insgesamt langsamer.

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Beitragvon Helmut » 27.08.2014, 00:47

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 0x8323.JPG">

Heimfelder Dirk hatte noch ein paar mehr Bilder übrig gelassen, die heute erst auf dem Server eintrafen. Stauder Volker hat ebenfalls ein paar Bilder zugeliefert.

Ab hier kommen von Heimfelder Dirk und Stauder Volker

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... x7779.html">>>> nochmals weitere 79 Bilder von den Vattenfall Cyclassics <<<</a>.

Hier ein Artikel über die Rennen des Nachwuchses und die Pechsträhne von Alt-Meister Armin Raible, gefunden im Pressespiegel des BDR.

http://www.abendblatt.de/hamburg/harbur ... reten.html

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 0x8584.JPG">
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Harterbrocken » 27.08.2014, 08:43

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Das ärgert mich ein wenig; auch Harterbrocken mit seinem Moulton habe ich nicht eingefangen. :mad:
Hallo Dirk, zu schnell für Deine Sony dürfte ich kaum gewesen sein. Darum bin ich auch eine ungewöhnliche Linie immer sehr weit rechts vom "Karbonrauschen" gefahren.

Freut mich, dass Du über Moulton recherchiert hast. Die knapp 20000 Euro (Grundpreis!) teuren Exemplare aus Weltraum-Edelstahl werden wohl überwiegend in monegassichen, arabischen, amerikanischen, russischen Wohn- und Hobbyzimmern sowie in Bentley- und Rolls-Royce-Kofferräumen ihr Dasein fristen. Das von mir gefahrene Modell ist ein TSR9 für rund 2100 Euro mit neun Gängen; die Zweigang-Version kostet 1600 Euro.

Alex Moulton hat übrigens nicht nur Fahrräder konstruiert, sondern ist auch verantwortlich für sie Federung des legendären Mini. Sein Ansatz war, kleine Räder mit einer Federung zu versehen, damit der Fahrkomfort steigt - beim Auto, wie beim Fahrrad. Moulton-Räder wurden schon von Profis bei Zeitfahren verwendet, haben die Welt umrundet und wurden beim RAAM eingesetzt.

Da mich die Moultons schon immer sehr faszinierten, werde ich mir wohl bald ein F-Frame-Modell von 1963 zulegen. Die sind auch gefedert und erschwinglich.
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Beitragvon Indorain » 27.08.2014, 15:09

Booya hat geschrieben:Wir hatten z. B. bei uns im Block einen Safty Guide, der an einem geraden, breiten Stück nach vorne ging, das Tempo anzog und dann einen einsam abgesprengten fahrenden Radsportler(der ganz rechts fuhr) mit uns allen im Schlepptau mit gerade mal 1 Meter Abstand überholte und vor ihm einscherte. Das führte natürlich dazu, dass unser gesamtes Feld sehr dicht an diesem Radsportler vorbei fuhr und er sich plötzlich mitten im Pulk sah. Ohne eine Chance noch weiter auszuweichen. Nur, dass wir nen Geschwindigkeitsüberschuss von circa 15 km/h hatten. Ging nochmal gut, war aber eng.
Wie wird man "Safty Guide"? Habe dazu keine offizielle Bewerbungsmöglichkeit gefunden. Als Guide würde ich noch mitfahren, sonst eher nicht.
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Beitragvon Booya » 27.08.2014, 16:17

Indorain hat geschrieben:Wie wird man "Safty Guide" habe dazu keine offizielle Bewerbungsmöglichkeit gefunden. Als Guide würde ich noch mitfahren, sonst eher nicht.
Ok, muss ja Safety Guide heissen und nicht Saft Führer.

Genau weiss ich das auch nicht, aber sofern ich mich erinnere, sind einige Vereine angeschrieben worden mit Kontaktdaten. Ansonsten einfach direkt bei den Veranstaltern melden.
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Beitragvon Booya » 27.08.2014, 16:18

Besenwagenflüchtling hat geschrieben:gerade das Video angesehen

sau starkes, richtig geil :GrosseZustimmung:
Freut mich, dass es gefällt! :D
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Beitragvon Konkursus » 27.08.2014, 17:25

na, wenn es Dich freut, will ich Dir auch gerne eine Freude bereiten. Der Film ist s u p e r.

Könnte allerdings wegen der schönen Einblendungen wieder zu einer Geldausgabe verleiten. Welches System, Garmin?

Gruß aus Niedersachsen


Ko
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Beitragvon Booya » 27.08.2014, 19:06

Konkursus hat geschrieben:Der Film ist s u p e r. Könnte allerdings wegen der schönen Einblendungen wieder zu einer Geldausgabe verleiten. Welches System, Garmin?
Jo, alles (bis auf die Camera) ist von Garmin. Die Software nennt sich Garmin Virb Edit und damit synct man den Film mit den Daten.

Tachodaten kommen auch von Garmin, aber da kann man bestimmt auch was anderes nehmen.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 27.08.2014, 23:42

Booya hat geschrieben:
Besenwagenflüchtling hat geschrieben:gerade das Video angesehen

sau starkes, richtig geil :GrosseZustimmung:
Freut mich, dass es gefällt! :D
Dein Video begeistert auch mich. Sorry, dass ich es eben erst angeschaut habe. Die verwendete Technik und wie Du das unaufgeregt und doch mitreißend kommentiert hast, das alles von Deiner Fahrt mitten drin in der Spitzengruppe - ganz große Klasse!

:Laola:

Werd gleich mal mit einer Nachricht auf der Titelseite drauf hinweisen.

Wieso bringt uns die UCI solche Bilder nicht live von den Rennen der Profi-Sportler?
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Knud
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Beitragvon Knud » 28.08.2014, 00:25

crumble hat geschrieben:
Booya hat geschrieben:sei nicht sauer auf die Jedermannteams, auch wenn ich deine Kritik nachempfinden kann. Es ist nun mal ein Jedermannrennen und kein "Jeder ohne Sieg Ambitionen-Rennen"
Ich weiss ja nicht, woher Du die Ambitionen aus der Geschwindigkeit ablesen kannst. Die Leistungsdichte ist bei den Jedermaennern halt nicht so dicht wie bei den Eliterennen. Wer im Kamf um Platz 8765 absichtlich seine Gesundheit und die der anderen riskiert, hat sie nicht mehr alle.
Ich bin sicher nicht gemeint, wenn man von "ambitionierten Fahrern" spricht. Aber habe ich deswegen keine Ambitionen? Was ist mit den hunderten, deren erklärtes Ziel (auf den 100 km) es ist, unter drei Stunden zu fahren? Und auch den Cut von 26 km/h zu schaffen, kann ein Ziel sein. Ich bezweifle, dass viele davon absichtlich ihre Gesundheit riskieren. Selbstüberschätzung ja.

Ich habe in der Diskussion den Eindruck, dass man sich vor allem um die Sicherheit der Schnellen sorgt! Aber passieren die meisten Stürze nicht da, wo sich niemand in den A-Block fahren kann und will?

Ich habe in meinem Block keine Kontrolle erlebt, ob Pumpen und Flachen vernünftig befestigt sind. Da hätte buchstäblich jeder reinrollen können. Vermutlich auch ohne Startnummer. Aber bei einem Rennen geht es ja vor allem um die Gewinner, die ersten hundert und die Zeitschnellsten dahinter...

Knud
berndmeyer

Beitragvon berndmeyer » 28.08.2014, 06:16

Booya hat geschrieben:Jo, alles (bis auf die Camera) ist von Garmin. Die Software nennt sich Garmin Virb Edit und damit synct man den Film mit den Daten.

Tachodaten kommen auch von Garmin, aber da kann man bestimmt auch was anderes nehmen.
Funktioniert auch mit allen anderen TCX und HRM Datein mit GPX Anbindung.
berndmeyer

Beitragvon berndmeyer » 28.08.2014, 06:36

Warum sollte es Kontrollen geben? Sollte nicht jeder Fahrer so verantwortungsbewusst sein und sein Material entsprechend sichern können? Und wieder die Möglichkeit einer unendlichen Diskussion:

Rennen ist Rennen und auch Neulinge bei den Cyclassics haben das Recht auf eine Option einmal in Block A starten zu dürfen. Um das zu erreichen gehört neben einer gesunden Ambition, auch Disziplin und Verantwortung anderen gegenüber. Wer Angst vor einem Crash hat, hat bei den Cyclassics nichts zu suchen. Meine Beobachtung vor Ort und die Berichte in diversen Foren (auch das Video von Booya), lässt einblicken, dass in den hinteren Startblöcken ( Block C abwärts) es zu viel mehr Unfällen oder kritischen Szenen kommt als in den Startblöcken weit vorne. Woran mag das wohl liegen?
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Peer
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Beitragvon Peer » 28.08.2014, 08:53

Helmut hat geschrieben:Wieso bringt uns die UCI solche Bilder nicht live von den Rennen der Profi-Sportler?
Ich vermute, das wird noch 1-2 Jahre dauern. Die ersten Schritte sind schon gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=F7aH1bn6yUI

Allerdings gibt es bei sowas ja immer ein paar Hürden, wie z. B. "Welche Firma darf die Kameras stellen", "Müssen dann alle Fahrer eine Kamera am Rad haben?", "Darf Sound mit aufgenommen werden?" etc...

Ich denke aber früher oder später wird es automatisch kommen. Noch spannender sind dann so Geschichten, wie die Kamera in der Radbrille (Google-Glass) wo man dann z. B. aus der Perspektive von einem einzelnen Profi das Rennen verfolgen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=ZnBQdHrZnV8

Gruss
Peer
Oliver Totzke
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Beitragvon Oliver Totzke » 28.08.2014, 10:06

Hallo zusammen,

als stiller Mitleser möchte ich nun auch mal etwas beitragen. :) Es ist nicht so spektakulär, wie das Video von Booya, aber auch ich habe ein Video von den Cyclassics 2014. :)

http://youtu.be/iHnnA0zY8Ok

Viel Spaß!
Liebe Grüße
Oliver
- http://www.olivertotzke.de
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olaf
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Beitragvon olaf » 28.08.2014, 10:36

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/s ... site"><img src="https://lh5.googleusercontent.com/-pGqp ... SN5500.JPG" height="480" width="640" /></a>

Vattenfall Cyclassics 2014 - Hamburg

Das waren sie jetzt, die Cyclassics 2014! Irgendwie wie immer und doch wieder etwas anders. Wir sind jetzt seit gut 15 Jahren dabei und jedes Jahr ist nicht wie das Jahr vorher oder die Jahre davor. Mal sind es Änderungen in der Strecke, mal das Wetter oder auch einfach nur die Stimmung.

Über den Rennverlauf etwas zu schreiben, erübrigt sich eigentlich. Das empfindet jeder anders. 2014 war es entspannter, etwas voller und auch schon etwas herbstlich.

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/X ... site"><img src="https://lh3.googleusercontent.com/-gg87 ... SC1814.JPG" height="426" width="640" /></a>

Der Samstag vor dem Rennen war wie jedes Jahr für Akkreditierung, Messe und den Forentreff reserviert. Die Messe ist immer so etwas wie eine Einstimmung auf den Sonntag. Ob man was Nettes findet, ist dabei nebensächlich!

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/F ... site"><img src="https://lh3.googleusercontent.com/-rdwK ... SC1822.JPG" height="426" width="640" /></a>

Forentreff dieses Jahr an der Bühne auf dem Rathausmarkt. Letztes Jahr haben wir den irgendwie verpasst. Lag aber auch daran, dass wir an dem Samstag erst aus Dänemark zurück kamen! Dieses Jahr hat es dann gepasst. Nett von Andre Greipel, dass er Zeit für ein Foto mit uns hatte und schön, euch alle mal wieder getroffen zu haben!

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/9 ... site"><img src="https://lh6.googleusercontent.com/-G9zT ... SC1796.JPG" height="426" width="640" /></a>

Die Abfahrt des Altonaer Bicycle Clubs haben wir leider verpasst. Wäre da aber schon ganz gerne mitgefahren (auch mit Extrarunde). :P

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/E ... site"><img src="https://lh4.googleusercontent.com/-hgLU ... SC1849.JPG" height="426" width="640" /></a>

Die traditionelle Pastaparty am Samstag war recht schwach besucht und wird von Jahr zu Jahr kleiner! Hatten sich doch vor Jahren schon mal Profis an die Ausgabe gestellt, stehen da heute nur noch 2 Ausgaben und die Nudeln sind auch nicht der kulinarische Hochgenuss! Mal gucken, ob wir nächstes Jahr nicht besser Essen gehen?

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Z ... site"><img src="https://lh6.googleusercontent.com/-Udf_ ... SN5509.JPG" height="480" width="640" /></a>

Beim Forentreff am Ida-Ehre-Platz hat uns dann doch das Herbstwetter eingeholt. Es schüttete zwischenzeitlich doch ganz schön heftig! Wir haben es dann aber doch noch bis kurz vor drei durchgehalten.

Vielen Dank an Helmut für die Forenrunde von uns Beiden! Werden uns mal bei Gelegenheit revanchieren! ;)

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/2 ... site"><img src="https://lh4.googleusercontent.com/-q77E ... SC1859.JPG" height="426" width="640" /></a>

Zum Abschluss sind wir noch einmal kurz über die Messe und haben noch einmal bei Coastroller vorbei geschaut. Coastroller ist ein noch ziemlich junger Shop für Tretroller in Munster. Die 3 bieten übrigens auch in Hamburg Tretrollertouren an.

Das war jetzt das Wochenende in Kurzform! Nächstes Jahr werden es 20 Jahre Cyclassics und da soll es ja einige Änderungen geben? Lassen wir uns mal überraschen!

Den Bericht gibt es leider mit ein paar Tagen Verspätung! Aber mit Rückfahrt und Job muss man immer ein paar Prioritäten setzen!
Zusätzlich stehen jetzt auch noch zwei Rennen an, für die auch ein paar Vorbereitungen getroffen werden wollen!

Bilder habe ich auch ein paar gemacht (nicht so viele)! :cool:

Vattenfall Cyclassics – Messe Impressionen und HFS Forentreff

Viele Grüße aus NRW :wink:

Olaf
Zuletzt geändert von olaf am 28.08.2014, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.
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SloMo
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Noch'n Bericht...

Beitragvon SloMo » 28.08.2014, 10:41

Moin,

für mich war es die erste Teilnahme an den Cyclassics, und trotz schwerem Start alles in allem eine runde Sache.

Am Samstag holte ich meine Startunterlagen am Gänsemarkt ab: wie erwartet hatte ich den letzten Startblock „I“ des 55 km-Rennens erwischt, was auch meiner zu erwartenden Leistung entsprach. Am Abend stand noch ein Pasta-Essen bei einem nahegelegenen Italiener auf dem Programm, danach ging es zurück in’s Hotel, wo alles für den nächsten Morgen vorbereitet wurde. Gegen 22:00 Uhr war dann schließlich Nachtruhe angesagt, nicht ohne vorher noch einen Blick auf den Wetterbericht zu werfen. Nachdem der Deutsche Wetterdienst tagelange für Sonntagmorgen „kräftige Regenschauer“ vorhergesagt hatte stand nun erstmals „bedeckt“ in der Vorhersage – eine wettertechnische Wiederholung des Velothon-Rennens vom Mai in Berlin war also zum Glück nicht zu erwarten.

Um 06:00 Uhr versuchte der Wecker uns aus dem Schlaf zu holen, was in meinem Fall alleine deswegen zum Scheitern verurteilt war, weil ich bereits vorher wach geworden war. Das Hotel hatte extra für die Cyclassics den Start des Frühstücksbuffets um eine Stunde auf 06:00 Uhr vorverlegt, so daß sich dort um kurz vor sieben mehrere Cyclisten versammelten. Gegen 07:40 Uhr fuhren wir schließlich zum Start der 55 km-Strecke. Am Hauptbahnhof rauschten uns die bereits gestarteten Teilnehmer der langen Runden entgegen (erfreulicherweise auf der Gegenfahrbahn und nicht auf unserer :-), was schon einmal eine schöne Einstimmung auf das Rennen bildete. Überhaupt wirkte die Gegend rund um den Hauptbahnhof so, als wäre die Elbmetropole zu autofreien Stadt erklärt worden.

Ziemlich pünktlich gegen 07:50 Uhr trafen wir bei meinem Startblock I ein. Nachdem meine Frau ein paar obligatorische Vorher-Fotos angefertigt hatte kühlte Mensch sich so langsam dem Start entgegen: Beinlinge wären unter der 2/3-Hose vielleicht doch keine schlechte Idee gewesen – wieder was für’s Jedermann-Rennen No. 3 gelernt... Kurz vor dem Start meines Blocks wurden dann noch von einem Ordner die Bremsen meines Fahrrads geprüft, weswegen ich annehme, daß sein Bild von Tourenrad–Fahrern bei Jedermann-Rennen nicht das Beste ist - möglicherweise aufgrund entsprechender Erfahrungen.

Beim Start kam es zwei Reihen vor mir zum einzigen (überdies selbstverschuldeten) Sturz, den ich während des Rennens beobachten konnte, der aber anscheinend erfreulicherweise keine ernsten Folgen hatte.

Das Rennen selbst war für mich im ersten Drittel eine einzige Qual. Zum einen sicherlich wegen der unzureichenden, gerade einmal dreiwöchigen Vorbereitung und des (natürlich: Gegen-)Windes, der meinen Vorwärtsdrang angesichts meiner ziemlich aufrechten Sitzposition doch recht herbe verlangsamte. Zum anderen schien mein Biorhythmus genau dort zu sein, wo er an einem Sonntagmorgen kurz nach 08:00 Uhr vernünftigerweise zu sein pflegt: irgendwo im Keller... Last, but not least wäre es rückblickend vielleicht sinnvoll gewesen, vor dem Erreichen des Startblocks einen kleinen Aufwärmschlenker zu fahren – das werde ich bei nächster Gelegenheit bei vergleichbaren Temperaturen auf jeden Fall mal ausprobieren.

Auf der langen Geraden Richtung Pinneberg meinte ich den Beserwagen schon an mein Hinterrad klopfen zu hören, doch konnte ich mich kurz nach Verlassen des Hamburger Stadtgebiets an eine nicht besonders schnell, dafür aber wunderbar konstant fahrende Radlerin anhängen. Zum ersten Mal spürte ich in meinem zweiten Jedermann-Rennen die Wirkung des Windschattens. Nach relativ kurzer Zeit hängte ich mich an einen anderen Radler, der uns mit moderater Geschwindigkeit überholt hatte, und ließ mich wieder für drei Kilometer ziehen, wodurch ich meinen anfänglichen Durchhänger langsam überwinden konnte.

Spätestens ab Holm ging es dann deutlich besser, nach und nach konnte ich einige Mitfahrer überholen und auch selbst anderen Fahrern Windschatten geben (das klappte aufgrund meiner Sitzhaltung immer besonders gut :cool:), und dennoch schien mir das Erreichen der geforderten Mindest-Durchschnittsgewindigkeit aufgrund des langsamen ersten Rennviertels eigentlich unmöglich, zumal mit dem Kösterberg ja auch noch ein Tempoblocker wartete.

Am Ende lief es am Kösterberg für meine bescheidenen Verhältnisse ausgesprochen gut, ein Absteigen vom Rad war nie ein Thema, und danach ging es im Wechsel mit einer Handvoll anderer Mitstreiter zügig gen Mönkebergstraße. Der Zieleinlauf war wirklich bewegend, immerhin war ich nicht gerade Teil der Spitzengruppe, und dennoch haben die Zuschauer auch uns Freizeitfahrer am Ende des 55 km-Feldes frenetisch bejubelt und angefeuert. Einfach knorke, wie Mensch in Berlin zu sagen pflegt(e)! :Danke: Mit einem Durchschnitt von 25,5 km/h bin ich dann tatsächlich noch gerade so im Limit geblieben.

Vor dem Rathaus haben wir an der angegebenen Stelle noch kurz geschaut, ob andere HFS’ler zu sehen sind, was aber nicht der Fall war – entweder waren wir zu früh dort oder haben den falschen Ort erwischt...

Alles in allem war das Rennen für mich ein sehr extremes Erlebnis: Nach der Erfahrung, schon kurz nach Beginn fast stehend k.o. zu sein, dann die Rettung durch den Windschatten und die gleichmäßige Fahrt einiger Mitstreiter, gefolgt vom schönen Gefühl zunehmend wiederkehrender Kraft und Ausdauer bis zum phänomenalem Finish in der Mönkebergstraße war es ein Wechselbad der Gefühle. Ganz sicher werde ich mir nach diesem zweiten Jedermann-Rennen demnächst ein Rennrad oder Speedbike zulegen, um nicht weiter wie eine Schrankwand im (Fahrt-)Wind zu stehen, und ebenfalls ganz sicher werde ich beim nächsten RTF oder Jedermann-Rennen besser vorbereitet starten.

Für nächstes Jahr habe ich mir die 100 km-Strecke vorgenommen – nach meiner ersten Köhlbrandbrücken-Querung per Rad im Mai 1991 (damals im Rahmen einer Fahrrad-Sternfahrt o.ä., so genau weiß ich das nicht mehr) wäre es schön, sie fast genau ein Vierteljahrhundert später noch einmal auf zwei Rädern zu überqueren.


SloMo
Zuletzt geändert von SloMo am 28.08.2014, 13:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Booya » 28.08.2014, 13:28

Helmut hat geschrieben:Dein Video begeistert auch mich. Sorry, dass ich es eben erst angeschaut habe. Die verwendete Technik und wie Du das unaufgeregt und doch mitreißend kommentiert hast, das alles von Deiner Fahrt mitten drin in der Spitzengruppe - ganz große Klasse!

:Laola:

Werd gleich mal mit einer Nachricht auf der Titelseite drauf hinweisen.
Danke Dir Helmut!

Eine grosse Ehre.

Kurze Korrektur noch zu deinen Text. Das war der Zieleinlauf bei der 100er Strecke.
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Beitragvon Booya » 28.08.2014, 13:52

Knud hat geschrieben:Ich bin sicher nicht gemeint, wenn man von "ambitionierten Fahrern" spricht. Aber habe ich deswegen keine Ambitionen? Was ist mit den hunderten, deren erklärtes Ziel (auf den 100 km) es ist, unter drei Stunden zu fahren? Und auch den Cut von 26 km/h zu schaffen, kann ein Ziel sein. Ich bezweifle, dass viele davon absichtlich ihre Gesundheit riskieren. Selbstüberschätzung ja.

Ich habe in der Diskussion den Eindruck, dass man sich vor allem um die Sicherheit der Schnellen sorgt! Aber passieren die meisten Stürze nicht da, wo sich niemand in den A-Block fahren kann und will?

Ich habe in meinem Block keine Kontrolle erlebt, ob Pumpen und Flachen vernünftig befestigt sind. Da hätte buchstäblich jeder reinrollen können. Vermutlich auch ohne Startnummer. Aber bei einem Rennen geht es ja vor allem um die Gewinner, die ersten hundert und die Zeitschnellsten dahinter...
Hi,

jeder der dort antritt, hat Ambitionen und (ich denke) versucht im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten, sein Bestes zu geben. Meistens ist es einfach.. noch ne Schippe besser zu sein, als im Vorjahr. Und das ist der grösste gemeinsame Nenner..zwischen einen der 26 km/h und einen der +40 km/h im Schnitt fährt.

Da ist keiner toller oder bewundernstwerter oder lächerlicher. Ich hab persönlich eine Menge Respekt vor jemand der 100 km oder mehr auf einen Tourenrad in Jeans und mit Turnschuhen und mit deutlichen Übergewicht fährt. Das ist für denjenigen wahrscheinlich doppelt so anstrengend wie für mich, mit meinen Carbon Highendrad, mit bunten (Hoppla! Jetzt komm ich) Angeber-Klamotten in extra small und "schau mal, wie toll ich mir die Beine rasiert hab"-Möchtergern-Profi-Outfit.

Einzig und alleine die Geschwindigkeit unterscheidet uns... quälen muss der sich wahrscheinlich mehr als ich bei dem Rennen. Das Quälen hab ich halt vorher im Training gemacht, sodass ich es im Rennen ein wenig leichter hab. Wie gesagt... nur die Geschwindigkeit unterscheidet sie... und das ist auch der Hauptgrund warum man schnelle Fahrer von langsamen trennen muss.

Als zweiter Grund ist Erfahrung, wie man sich wann und wo zu verhalten hat, wenn es eng, schnell und hektisch wird und ein Gefühl für die Dynamik so eines Feldes.

Aber vorherige Kontrollen gibt es bei den schnelleren Blöcken auch nicht. Wir hatten auch bei uns im Block welche, die sich niemals über die Zeit in den vordersten Block gearbeitet haben. Schafft man mit nen Tourenrad und Jogginghose + Turnschuhen in der Regel nicht.
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Camillo
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Beitragvon Camillo » 28.08.2014, 14:39

Kameras wiegen auch was... und manch Profi will die zusätzlichen Gramm halt nicht am Rahmen haben. ;-)

Es gibt aber ein Video, wie John Degenkolb sich durch das Feld führen lässt und des öfteren die Hand vom Lenker nimmt, um andere Fahrer etwas zu schieben...

Manch einer denkt dann vllt., wenn das der John macht, kann ich das auch und schon haben wir einen Massensturz auf der Mönckebergstraße. Lieber solche Bilder / Videos nicht zu oft zeigen! :-D
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
crumble
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Beitragvon crumble » 28.08.2014, 16:00

Camillo hat geschrieben:Kameras wiegen auch was... und manch Profi will die zusätzlichen Gramm halt nicht am Rahmen haben. ;-)
An einigen Rahmen muss man eh Gewichte montieren, damit sie UCI konform sind. ;-)
Camillo hat geschrieben:Manch einer denkt dann vllt., wenn das der John macht, kann ich das auch und schon haben wir einen Massensturz auf der Mönckebergstraße. Lieber solche Bilder / Videos nicht zu oft zeigen! :-D
Naja, er schiebt ja nicht, er sagt damit ja nur, dass er Platz braucht und wie viel. Wenn das die Leute machen wuerden, die durch die langsamen Felder heizen, wuerde es weniger gefaehrliche Situationen geben. Einfach so durchs Feld fahren, ab und zu mal "Achtung!" rufen und hoffen, dass es jeder mitbekommt und richtig interpretiert, ist wesentlich gefaehrlicher. Zumal er ja auch erst vorbei zieht, wenn die Luecke gross genug ist.

Die meisten Jedermaenner sind ja auch nicht durch einen Verein geschult worden, sondern haben ihr Wissen genau aus solchen Filmen. Da ist es gut zu wissen, wie man sich Platz schafft und dass man nicht panisch Ausweichen sollte, wenn man mal eine Beruehrung spuehrt. In 9 Jahren Jedermannrennen ist das bei mir genau 1 1/2 mal vorgekommen. Da ist es gut zu wissen, dass es solche Situationen geben kann, wenn man auf Vereinsfahrer trifft.
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Beitragvon duerckheimer » 28.08.2014, 21:32

Ich hatte dieses Jahr (meine 7. Teilnahme - B-Block) auch erstmalig eine Berührung (Wind/Unachtsamkeit/Strecke... ich weiß es nicht mehr) mit einem Nebenmann, mein Unterarm/Ellenbogen mit seinem Knie/Oberschenkel... war ein komisches Gefühl, aber wir haben beide uns ruhig verhalten und sind unseres Weges gefahren. Im Nachherein fängt man dann das Denken an: "Was war das? Was hätte alles passieren können?" etc. ABER sowas macht auch wieder wach!

Im letzten Jahr bin ich aus dem C-Block gestartet und empfand das Rennen als wesentlich hektischer, da wurde extrem unrythmisch gefahren und man musste ständig mit Schlenkern von anderen Fahrern rechnen.

Wenn ich so meine letzten Teilnahmen überdenke, dann wurde es von Jahr zu Jahr ruhiger (wohl auch durch die Guides) und je weiter vorne man startete. Mag daran liegen, dass diejenigen, die vorne fahren, mehr Erfahrung haben und solche Geschwindigkeiten in größeren Gruppen öfter fahren.
Gruß
Björn
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Beitragvon Knud » 28.08.2014, 23:25

Booya hat geschrieben:
Knud hat geschrieben:Aber bei einem Rennen geht es ja vor allem um die Gewinner, die ersten hundert und die Zeitschnellsten dahinter...
Jeder der dort antritt hat Ambitionen und (ich denke) versucht im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten, sein bestes zu geben. Meistens ist es einfach.. noch ne schippe besser zu sein, als im Vorjahr.
Da habe ich ja nun alle Chancen.
Booya hat geschrieben:Da ist keiner toller oder bewundernstwerter oder lächerlicher.
Das sehe ich genau so. Danke!
Booya hat geschrieben:Einzig und alleine die Geschwindigkeit unterscheidet uns... quälen muss der sich wahrscheinlich mehr als ich, bei dem Rennen.
Das Quälen hab ich halt vorher im Training gemacht, sodas ich es im Rennen ein wenig leichter hab.
Das ist ja eine spannende Einsicht. War immer der Meinung, dass man im Rennen ein bißchen mehr gibt/abruft. Egal ob Sonntagsfahrer, Ambitionierter oder Profi.
Booya hat geschrieben:Wie gesagt... nur die Geschwindigkeit unterscheidet sie... und das ist auch der Hauptgrund warum man schnelle Fahrer von langsamen trennen muss. Als zweiter Grund ist Erfahrung, wie man sich wann und wo zu verhalten hat, wenn es eng, schnell und hektisch wird und ein Gefühl für die Dynamik so eines Feldes.
Da sind wir uns einig. Ich will gar nicht bis in den A- oder B-Block vorfahren. Ich denke, dass wäre gefährlich. Für Dich nur kurz, für mich, bis diverse Blöcke an mir vorbei sind. Es ist gut und richtig, die Starter zu sortieren. Schwierig wird es halt, die "Ersttäter" zu sortieren. Und schon hat man sehr inhomogen Blöcke.
Booya hat geschrieben:Aber vorherige Kontrollen gibt es bei den Schnelleren Blöcken auch nicht. Wir hatten auch bei uns im Block welche, die sich niemals über die Zeit in den vordersten Block gearbeitet haben.
Schafft man mit nen Tourenrad und Jogginghose + Turnschuhen in der Regel nicht.
Das kannst Du aber nicht durch Kontrollen am Startblock klären. Harterbrocken z. B. dürfte sich seinen Startblock schon zu Recht erfahren haben. Natürlich nicht mit dem Rad, mit dem er Sonntag da war... Andere kommen da wohl eher durch kurzfristigen Startplatztausch hin.

Ich hatte in Berlin erlebt, dass am Zugang der Startblöcke "Ordner" überprüften, ob man auch in diesen Block durfte und dabei einen Blick auf das Fahrrad warfen. Im Hamburg-Journal wurde ja ein Bericht gezeigt, wie ein Guide in seinem Block noch ein paar "Anregungen" gibt. Ich habe beides nicht erlebt. Dafür bin ich im Pulk über irgendetwas gefahren, was ich nicht mal gesehen habe. Später wollte ich mich zwei Fahrern anschließen, als Teile auf die Straße fielen. Ich tippe auf Halterungen oder eine schon zerlegte Luftpumpe. Gott sein Dank sind sie nicht umgedreht. Ganz vermeidbar sind abfallende Teile wohl nicht.

Ich weiß nicht, ob ein Guide vorne etwas sinnvoll bewirken kann. Mir scheint ihr beruhigender Einfluß in den hinteren, inhomogeneren Startblöcken viel wichtiger.

Knud
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Beitragvon PerleHH » 29.08.2014, 01:32

Tolles Video. Aber steht in der Ausschreibung nicht, dass man im Zielbereich gefährliche Zielsprints vermeiden soll :shock: ;-).
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Beitragvon VeloC » 29.08.2014, 21:49

Booyas Video war echt ein Krimi zum Fingernägel-Zerfetzen, auch wenn man den Ausgang schon kannte!

Und endlich auch in Ruhe den Bericht von Harterbrocken reingezogen, klasse geschrieben! Wir sind wohl ausgerechnet an der Verpflegungsstelle vorbei gefahren, als du deine 10 Minuten dort genommen hast, sonst hätten wir uns im Rennen noch getroffen. Aber immerhin konnten wir das Schmuckstück ja beim Nach-Rennen-Treff bewundern. :P
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Beitragvon Helmut » 30.08.2014, 13:40

Das offizielle Rückblick-Video, die neue Version von "Die Vattenfall Cyclassics rocken" und noch viel mehr kann man der Reihe nach hier sehen:

http://bit.ly/1teOwt2

Mein Allzeit-Favorit der Videos von Lagadère bleibt das erste "Die Vattenfall Cyclassics rocken"-Video.

https://www.youtube.com/watch?v=YFC9C-OjCLI

:Tanzen:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Helmut » 31.08.2014, 22:54

Dano fuhr die 155 km der Cyclassics, danach auch noch die Radrennen gestern am Energieberg und heute am Gutenbergring:

http://danosdepesche.bergamont.de/danos/1278
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Beitragvon Janibal » 01.09.2014, 09:21

Helmut hat geschrieben:Dano fuhr die 155 km der Cyclassics, danach auch noch die Radrennen gestern am Energieberg und heute am Gutenbergring:

http://danosdepesche.bergamont.de/danos/1278
St. Jan
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Beitragvon Helmut » 03.09.2014, 09:45

Ca. 250 Leute musste Ines Hinrichs von der Harburger RG mit ihrem Besenwagen aus dem 55 km langen Rennen nehmen, da erlebt man so einiges, was einen zum Schmunzeln bringen kann.

http://www.harburger-rg.de/index.php?se ... teaserId=4
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Beitragvon duerckheimer » 03.09.2014, 15:46

Da kann man nur sagen:

VIELEN DANK Ines für diesen tollen Bericht !!!

Über den "Teufel" habe ich mich persönlich auch sehr gefreut, wie er so da rum hüpfte !!! da fühlte man sich fast selber wie ein Teilnehmer der TdF (wo ich ihn sonst nur sehe...).
Gruß
Björn
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 03.09.2014, 20:19

Ja Klasse Bericht von Ines! Mal eine komplett andere Sichtweise auf solch eine Veranstaltung. Respekt für Deine Arbeit. Komme aus dem Dienstleistungssektor und weiß nur zu gut, wie Menschen reagieren können, wenn man unangenehme Nachrichten (bei Dir - das Rennen ist für Sie beendet) überbringt.

Game on! Gruß Mario
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Beitragvon Knud » 03.09.2014, 23:21

Schöner und spannender Bericht. Eine Korinthe habe ich: Der Veranstalter hat auf der 55 km Strecke 25 km/h als Mindestschnitt ausgegeben. Praktisch hat sich dieser Unterschied sicher nicht ausgewirkt. Ich bin ein wenig erschrocken, wie viele Leute es erwischt hat.

Ich hatte mich in den letzten Tagen schon gefragt, ob DAS der Besenwagen war:

https://www.youtube.com/watch?v=eselUiRvpas (so etwa ab 11:20)

Auch in solchen Details wird klar, welche Logistik hinter dem Rennen steckt.
Weiß jemand, wie viele Leute auf der 100 km Strecke eingesammelt wurden?

Knud
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Beitragvon Helmut » 04.09.2014, 00:18

Knud hat geschrieben:Ich hatte mich in den letzten Tagen schon gefragt, ob DAS der Besenwagen war:

https://www.youtube.com/watch?v=eselUiRvpas (so etwa ab 11:20)
Das hier ist er auf jeden Fall, mit Heinz-Harald Lerche vom RV und von der RG Hamburg.

Bild

Im Video ist auf jeden Fall die Besenwagenkolonne mit den Transportern für die Räder und Bussen für die Fahrer zu sehen. Ob das erste dort zu sehenden Fahrzeug das mit Harald oder ein anderes war, ist insofern belanglos.

Bild: Heimfelder Dirk
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Carsten » 09.09.2014, 12:30

Eigentlich wollte ich auch noch einen kleinen Cyclassics-Bericht schreiben, wozu ich bis jetzt aber nicht gekommen bin.

Das Ziel für dieses Jahr war, endlich die 3-Stunden-Grenze auf der 100 km-Strecke zu knacken. Das habe ich mit einer Zielzeit von 4:21 Stunden natürlich grandios verfehlt. Allerdings bin ich dafür auch recht spontan 55 km mehr gefahren. Somit bin ich mit der Zeit dann doch mehr als nur zufrieden. :)

Und da ich ja anscheinend Gefallen an der Rolle des Videochronisten finde, gibt es jetzt wieder bewegte Bilder anstatt langatmigem Text. Ich möchte beim Anschauen des Videos am liebsten gleich wieder zurück in den Startblock und noch mal fahren. :)

Video: Cyclassics 2014 - Team Körber Solutions - 155km - Startblock C
Schönwetterfahrer
Cyclassics-Teaser

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