2. Blaue Gehrdener RTF, Gehrden (Berichte)

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2. Blaue Gehrdener RTF, Gehrden (Berichte)

Beitragvon 7 of 9 » 13.07.2014, 20:46

Hallo RTF Team Hildesheim und Freunde des Teams,

am Tage des Finales der Fußball WM und des Etappensieges von Tony Martin bei der TdF sollte von uns eine würdige RTF gefahren werden und so war es dann heute auch! Letztes Jahr war die Premiere der "Blauen Gehrdener RTF" gewesen und heute ging es in die Fortsetzung, gleiche Strecke, wieder über 113 km, ca. 1.200 HM. Thomas, Markus, Dietmar, Carsten, Uwe, Joachim, Norbert, Nikki und Schanky bom RTF Team Hildesheim sind ebenso wie die Spitzenfahrer der Region, Timo, Arne, Rodenbeck, Fromberg, Sven,...., um 9:00 am Start gewesen. Der "Chef von dem Ganzen", Martin T., hat die kurze und spritzige Ansprache gehalten und schickte ca. 280 Teilnehmer "auf Strecke".

Das Streckenprofil war eindeutig, drei lange Anstiege, 2 x Nienstedter Pass und 1 x Paschenburg, zusätzlich kleine giftige Rampen, ein wenig "Paves" und ein gut gesetztes Ortsschild. Wer weiß, vielleicht in 50 Jahren ein wirklicher RTF-Klassiker.

Nienstedter Paß, die "Schlacht" begann. Ca. 12 Fahrer hatten gut genug gefrühstückt, um sich in zwei Gruppen über den längsten Anstieg des Tages abzusetzen. Joachim, Nikki und Thomas waren dabei, Markus, Uwe und ich sind als dritte Gruppe in die Verfolgung gegangen. Mit Markus und Uwe in der Gruppe kann aber nichts anbrennen, ruhig und organisiert haben wir die Lücken über ca. 10 km zugefahren.

Überraschend hoch blieb das Tempo auf der langen, scheinbar endlosen, Rampe von Pohle nach Hattendorf. Es regnete. Die Kontrolle in Rannenberg hätten wir uns eigentlich verdient, doch die "Adrenalin Gepuschten" zogen weiter und die "Herde" galoppierte hinterher. Nur wenige hielten, auch unser Markus, der dann mit Dietmar, Carsten u. a. weiterfuhr.

Letztes Jahr konnten die Wunstorfer uns in dem steilsten Stück an der Paschenburg überrumpeln, doch dieses Jahr hielten wir Stand. Auch waren leider weder Alex noch Holger als Leitfahrer der Wunstorfer dabei (Legende Rodenbeck fuhr außer Konkurrenz). Mit gut 20 Fahrern und mit fast 80 km/h ging es nach der Auffahrt in die Abfahrt, mittlerweile hatte der Regen wieder aufgehört. Unser Team ging in die Verantwortung und übernahm viele Führungen. Als Nikki drohte, zu lange im Wind zu fahren, löste ich ihn, wie von Vater Norbert mir aufgetragen, ab. In diesem Moment schoß Rodenbeck an mir vorbei und knallte in eine Rampe. Hinter mir schrie Timo "links", äh, was meinte er: "...ich links, er links fahren oder ein Web-Link oder eine politische Überzeugung,...?" Meine kleinen "übersäuerten" grauen Zellen waren nicht mehr schnell, die Beine schon noch. Timo schoß links durch die fast "Nicht-Lücke" an mir vorbei, ich, Joachim und Sven hinterher. Die Qualität der anderen Fahrer war aber zu hoch, Flucht war nicht möglich, alle rollten wieder zusammen. Nienstedter Pass - wieder einmal... -)

Von Eimbeckhausen alle in die erste Welle und alle blieben auf ihrem "Brett", keiner ging baden. Dann der "richtige" Anstieg, analog zur velo challenge. Ich rief "Grupetto", um ein wenig die Spannung raus zunehmen, doch die Gruppe zog sich auseinander. Joachim hatte vom Team frei Fahrt bekommen und suchte mit Timo das Weite (Ich glaube Rodenbeck und Sven waren zuvor weggegangen ??).

Thomas zog Nikki und mich hoch. Uwe der unglaublich viel gearbeitet und immer wieder kleine Lücken zugefahren hatte, blieb zurück. Alles andere lief nach Plan, wir hatten Arne und die übrigen 6-8 Fahrer, 50 Meter vor uns, gut im Blick. 200 Meter vor dem Paß "platzte" dann Nikki unerwartet. Was tun, wir durften nichts riskieren, konnten jetzt nicht warten und so katapultierte ich Thomas in die Abfahrt und Thomas ging wieder einmal auf ICE Tempo. Wir rollten die Gruppe auf und sammelten später auch Joachim wieder ein. Die Gruppe lief nicht, nur Thomas und ich fuhren hauptsächlich vorne. Wir holten Timo ein. Rodenbeck und Sven waren außer Sicht, noch auf Strecke?

Der letzte Aufzug unseres Schauspiels fand dann auf der Naturbühne "Gehrdener Berg" statt. Thomas setzte sich wie abgesprochen an die Spitze, Timo war wach und fuhr dahinter, gefolgt von mir. In der Kurve haute ich drauf, fuhr links, Timo rechts und er ging gleich auf. Um die Dramatik noch zu erhöhen und dem nicht vorhandenem Publikum was zu bieten, schrien wir uns beide die Seele aus dem Leib. Nun, vielleicht sowas wie Urschrei, um den Gegner zu erschrecken oder einfach nur, um alles voll zu erleben. Wir hatten viel Spaß und Timo die Speichenlänge vor mir am Ortsschild.

Super RTF, gut ausgeschildert, 35,5 km/h. Zu den Kontrollen können wir nicht viel sagen (alle überfahren), doch Duschen und Büfett waren richtig gut - Danke "Taifunies".

Gruß
Schanky

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Von mir auch meine Anerkennung für die super RTF !
Mit freundlichen Grüßen
Thomas M.

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von Thorben

Heute stand die RTF in Gehrden auf dem Plan. Sicherlich eine der schönsten und anspruchsvollsten RTF hier in der Umgebung, da so ziemlich alles an "Bergen" mitgenommen wird was sich bietet. Unter anderem wird gleich zweimal der Nienstedter Pass befahren, ein Mal von jeder Seite. Um 9 Uhr machte sich ein stark besetztes Fahrerfeld mit den ÜV auf den Weg. Aus Wunstorf waren insgesamt ca. 8 Mann am Start, sogar Jürgen war heute dabei.

Gleich bei der ersten Überquerung des Deisters nach etwa 30 km wurde das Feld allerdings bedingt durch das hohe Tempo stark dezimiert, so dass ein Grüppchen von ca. 25 Fahrern übrig blieb. Aus Wunstorfer Sicht waren nur Jürgen und ich mit dabei. In dieser Gruppe ging es dann also weiter mit konstant hohem Tempo (mein Tacho zeigte max. 78 km/h in der Abfahrt). Später wurden wir dann auch noch nass. Überhaupt passte das Wetter heute eher zum April, als in den Hochsommer.

Etwa 30 km vor dem Ziel machte sich dann Jürgen allein auf und davon, wenig später versuchte ich zusammen mit einem anderen Fahrer aufzuschließen. Dies misslang zwar, trotzdem konnten wir uns gute 15 min vor dem Feld halten, in das ich mich dann auch wieder zurückfallen ließ. Diese Attacke hatte viel Kraft gekostet, sodass ich im Finale ziemlich beißen musste, um den Anschluss zu halten. Nach 113 km und 3 h 15 min erreichte ich dann das Ziel, völlig am Ende meiner Kräfte.

Dies war sicher eine der härtesten RTF, die ich jemals gefahren bin. Mit meiner Leistung und dem Verlauf bin ich aber sehr zufrieden.
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Beitragvon Scotty62 » 16.07.2014, 22:38

Tolle Rennberichte...... ;)

Stellt sich mal wieder die Frage, warum die Ausrichter überhaupt Versorgungsstellen mit freiwilligen Helfern besetzen ?!

Paßt ja auch gut zum Thread "RTF-Müdigkeit".

Natürlich soll jeder eine RTF so fahren, wie er mag, nur sorgt dieses "Renngehabe" bei vielen anderen dafür, dass sie immer weniger RTFs fahren.

Wäre schade, wenn es dann immer weniger solcher tollen Veranstaltungen gäbe!
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Gruß Scotty
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Beitragvon Helmut » 16.07.2014, 22:57

Scotty62 hat geschrieben:Natürlich soll jeder eine RTF so fahren, wie er mag, nur sorgt dieses "Renngehabe" bei vielen anderen dafür, dass sie immer weniger RTFs fahren.

Wäre schade, wenn es dann immer weniger solcher tollen Veranstaltungen gäbe!
Sehe ich nicht so dramatisch. Lass doch die Leute ihr Übungsrennen fahren, solange sie niemanden gefährden oder belästigen und sich auch sonst an die (Verkehrs-)Regeln halten.

Wenn eine Gruppe weit vor mir mit 45 km/h durch die Gegend brettert und alle Depots auslässt, bekomme ich dahinten gar nichts davon mit. Warum also sollte es in mir RTF-Müdigkeit auslösen? Man darf auch nicht glauben, nur weil es hier so als einziges Bericht steht, wäre dies nun der Maßstab für alle anderen. Ist es nicht, wird es auch nicht werden.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Netzmeister » 17.07.2014, 10:11

Scotty62 hat geschrieben:Natürlich soll jeder eine RTF so fahren, wie er mag, nur sorgt dieses "Renngehabe" bei vielen anderen dafür, dass sie immer weniger RTFs fahren. [...]
Weniger positiven Eindruck hinterlassen diese "Aushilfs-Cipollinis-für-Arme", die - wenn vorne der Punk abgeht - eine Kontrollstelle anfahren, sich mit Rad unterm Hintern vordrängeln und die Helfer beschimpfen, wenn die Flasche nicht schnell genug aufgefüllt wird. Alles schon erlebt, sowohl als Helfer, als auch als auch als Wartender an der Verpflegungsstation.
Der Mensch wird ueberall geschaetzt, der mit Kritik auch Taten setzt.
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Beitragvon Reisender » 17.07.2014, 22:33

Netzmeister hat geschrieben:
Scotty62 hat geschrieben:Natürlich soll jeder eine RTF so fahren, wie er mag, nur sorgt dieses "Renngehabe" bei vielen anderen dafür, dass sie immer weniger RTFs fahren. [...]
Weniger positiven Eindruck hinterlassen diese "Aushilfs-Cipollinis-für-Arme", die - wenn vorne der Punk abgeht - eine Kontrollstelle anfahren, sich mit Rad unterm Hintern vordrängeln und die Helfer beschimpfen, wenn die Flasche nicht schnell genug aufgefüllt wird. Alles schon erlebt, sowohl als Helfer, als auch als auch als Wartender an der Verpflegungsstation.
Seltsam, hab ich noch nie so erlebt. Und ich fahre auch gern schnell. Mag sein, dass es sie gibt, aber selbst dann ist es ein Problem für Dich, der du ja genug Zeit hast, die eiligen eben durch zu lassen?

Diejenigen, die gemütlich unterwegs sind, halten sich eh teils bis zu 15-20 min an einer Kontrollstelle auf. Ist natürlich auch super, wenn dann der nächste größere Pulk anrollt, auch schon alles erlebt.

Und den Begriff "Cipollini für Arme" kannst Dir mal gepflegt .......!
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Beitragvon Helmut » 17.07.2014, 23:56

Reisender hat geschrieben:Seltsam, hab ich noch nie so erlebt. Und ich fahre auch gern schnell. Mag sein, dass es sie gibt, aber selbst dann ist es ein Problem für Dich, der du ja genug Zeit hast, die eiligen eben durch zu lassen?
Es gab verbürgte Berichte von einem Brevet im Raum Hamburg und einer RTF im Raum Hannover in diesem Jahr, auf die solche Schilderungen leider nur zu gut passen.
Reisender hat geschrieben:Und den Begriff "Cipollini für Arme" kannst Dir mal gepflegt .......!
Warum so gereizt? Du warst damit nicht angesprochen. Und Leute, die sich angesprochen fühlen sollten, scheint es zu geben, weil, s. o.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Feedbackregeln

Beitragvon 7 of 9 » 18.07.2014, 15:22

Eine Feedbackregel lautet, sich nur auf Gesehenes zu beziehen. Als Veranstalter habe ich nur positives Feedback erhalten. Dies wird unterstrichen, wenn der einzige Vorschlag darin besteht, die Strecken nächstes Mal auf A3 auszudrucken und aufzuhängen ist.

Liebe RTFler, eines ist uns Allen kar, man bekommt niemals alle unter einen Hut. Deshalb, lehnt euch doch enspannt zurück und genießt eure Fahrt.

Je mehr Staub aufgewirbelt wird, desto mehr Auflagen sind die Folge. Wenn ihr euch die Auflagen für Veranstalter mal durchlest, bin ich gespannt, wie viele von euch sich bereit erklären so etwas zu organisieren.

Vor allem sollten wir uns alle in Toleranz üben. Ich weiß, in Deutschland ist das ganz, ganz, ganz schwer. Da wird man Fußballweltmeister, die Mannschaft feiert und unglaublich, aber es gibt immer noch Einige, die es nicht lassen können auf ganz hohem Niveau zu meckern und sich zu empören (Gaucho).

Also, Kirche im Dorf lassen und sich nur zu Wort melden, wenn es vom Üblichen abweicht und von Euch persönlich gesehen wurde.

Schönes Wochenende.

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