Jan Ullrich baut Autounfall - War er alkoholisiert?

Stockumer Junge
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Jan Ullrich baut Autounfall - War er alkoholisiert?

Beitragvon Stockumer Junge » 21.05.2014, 08:48

Alles sehr traurig:

http://www.bild.de/sport/mehr-sport/jan ... .bild.html

Wünsche alle Verunglückten gute Genesung!

Dabei hat er schon einmal in Freiburg mit Alkohol einen Crash gebaut.
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Heimfelder Dirk
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Re: Jan Ullrich baut Autounfall

Beitragvon Heimfelder Dirk » 21.05.2014, 13:20

Ulle wird damit wohl endgültig zur tragischen Figur. Anscheinend hat er eine ausgeprägte Affinität zu bewusstseinsverändernden Substanzen.

Außer Alkohol gab es ja auch schon den Konsum von “Glückspillen“, auf allem anderen will ich hier nicht rumkauen.

Eigentlich war ich bisher immer noch ein Fan von ihm und habe ihm die Verstöße gegen sportliche Regeln verziehen. Eine wiederholte Trunkenheitsfahrt deutet jedoch auf eine behandlungsbedürftige Abhängigkeit hin.

Da die Tat in der Schweiz passierte, muss er mit einer drakonischen Strafe rechnen. Ist auch gut so, so etwas ist nicht zu tolerieren. Ich hoffe für ihn und seine Familie, dass er jetzt endgültig zur Vernunft kommt, es ist fast schon zu spät (im Hinblick darauf, dass hier Menschen verletzt wurden).
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Helmut
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Re: Jan Ullrich baut Autounfall

Beitragvon Helmut » 21.05.2014, 19:49

Bild hat geschrieben:Er behauptet: „Alkohol war nicht im Spiel“
Das ist leider immer noch der Jan Ullrich, den wir leidlich kennen. Bloß nichts zugeben, sich bloß nicht sich zu seiner Schuld bekennen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon mad.mat » 21.05.2014, 19:55

Wir sollten jetzt auch an den Menschen Jan Ullrich denken. Auch ich verurteile das was er hier getan hat. Aber wäre es unser Nachbar oder irgend jemand anderes würde ein solcher Aufriss sicher nicht gestartet werden!
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon Knud » 21.05.2014, 22:28

Naja. Das ist Fluch und Segen der Prominenz. Man erwartet von den Promis irgendwie immer, dass sie besonders vorbildlich leben.

Jan Ulrich ist inzwischen auch eine tragische Figur. Aber solange er auch den Eindruck vermittelt unbelehrbar zu sein....

Knud
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Beitragvon Helmut » 22.05.2014, 08:27

Eben im Hamburger Abendblatt gelesen: Jan Ullrich soll noch am Abend des Unfalls auf seiner persönlichen Facebookseite sein Bedauern darüber geäußert haben, dass er doch Alkohol getrunken hatte.

Besser spät als nie. Wobei, die Sachlage war sicherlich so erdrückend, dass ein Leugnen keinen Sinn machte.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon AbGehtDieLuci » 22.05.2014, 11:57

Ja das ist wirklich unverantwortlich und ein weiteres trauriges Kapitel im Lebens Jan Ullrichs. :(

Wie Helmut schon richtig sagte, hat er zugegeben alskoholisiert gefahren zu sein. Auf Facebook soll er geschrieben haben: „Es ist unverzeihlich, dass ich mich unter Alkoholeinfluss ans Steuer gesetzt habe. Das war ein Riesenfehler, den ich zutiefst bereue.“ Das hab ich eben im Artikel des Focus gelesen.
Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller. - Albert Einstein
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Beitragvon hanseat » 22.05.2014, 12:29

Ich frage mich, was hat dieser Beitrag und dieser Aufriss mit unserem großen Hobby Radfahren zu tun? Ist doch ein komplett anderes Thema...

Gibt es keine anderen radpsortspezifischen Sorgen mehr?
"Mr. Nachkommastelle"
...wir sitzen alle in einem Boot, die einen rudern und die anderen genießen die Aussicht...
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Beitragvon pivo » 22.05.2014, 13:10

Hanseat schrieb:
Gibt es keine anderen radsportspezifischen Sorgen mehr?
Vermutlich Sommerloch - die Trolle tauen ja auch wieder auf...
Bild
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Beitragvon Camillo » 22.05.2014, 13:21

Ich finde Ulle nach wie vor okay. Menschen machen nunmal Fehler, auch wenn es mehrere sind.

Blöd ist es in der Tat, dass wenn man bereits einen Unfall mit Alkohol am Steuer gebaut hat, noch einen zweiten zu machen. Er sollte definitiv sich mit der Frage auseinandersetzen. ob er nicht ggf. abhängig ist.

Den Lappen ist er ja nun erstmal los, vllt. verliert er durch Radfahren auch wieder ein paar Kilos... :)
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Beitragvon Harterbrocken » 22.05.2014, 17:15

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Beitragvon Marcus01 » 25.05.2014, 19:52

Ja, es sehr traurig, in erster Linie für die Betroffenen und die Angehörigen. Auf der anderen Seite steht der Verursacher. In diesem Fall Jan Ulrich. Er muss dafür gerade stehen und ich denke, das wird er auch.

Ich selbst fahre dieses Jahr in Österreich beim Ötztalerradmarathon mit. Jan Ulrich wird hier oft als prominenter Teilnehmer eingeladen. Vielleicht sollte er nach diesem tragischen Vorfall seine Teilnahme, zumindestens dieses Jahr ruhen lassen. Es wäre schon einmal ein Anfang.
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Beitragvon Helmut » 27.05.2014, 00:13

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Gegen Jan Ullrich sind in der Schweiz nach seinem Autounfall unter Alkoholeinfluss strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden. Ihm droht nun eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

http://www.focus.de/sport/mehrsport/rad ... 74339.html
hanseat hat geschrieben:Ich frage mich, was hat dieser Beitrag und dieser Aufriss mit unserem großen Hobby Radfahren zu tun? Ist doch ein komplett anderes Thema...

Gibt es keine anderen radpsortspezifischen Sorgen mehr?
Jan ist der Mann, der größten Anteil an der Welle der Radsportbegeisterung in Deutschland hat, auf der wir noch heute surfen. Er war und ist für viele ein Vorbild, von dem man möchte, dass er eines bleibt.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Djensi » 27.05.2014, 13:24

Helmut hat geschrieben:Jan ist der Mann, der größten Anteil an der Welle der Radsportbegeisterung in Deutschland hat, auf der wir noch heute surfen. Er war und ist für viele ein Vorbild, von dem man möchte, dass er eines bleibt.
Helmut, das hast Du schön geschrieben!
Die Vergangenheit macht etwas mit Menschen und jemand der wahrscheinlich über Jahre dazu genötigt wurde die Unwahrheit zu sagen, ist da immer in einer anderen Rolle. Fraglich ist doch, ob das erste Pressezitat überhaupt der Wahrheit entsprochen hat. Ich neige mittlerweile, mangels recherchefähigem Personals bei den Zeitungen, solche Mitteilungen lediglich zur Kenntnis zu nehmen. Der Wahrheitsgehalt stellt sich doch erst nach einigen Tagen heraus.
Für mich bleibt Jan ein Radsportidol, genauso wie Marco Pantani.
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Beitragvon Grotefend » 27.05.2014, 13:43

hanseat hat geschrieben:Ich frage mich, was hat dieser Beitrag und dieser Aufriss mit unserem großen Hobby Radfahren zu tun? Ist doch ein komplett anderes Thema...Gibt es keine anderen radpsortspezifischen Sorgen mehr?
Der Beitrag von Hanseat berührt m. E. einen grundsätzlichen Aspekt unserer Gesellschaft. Nämlich: Woher nehmen wir eigentlich den Anspruch, Menschen, die einen mehr oder weniger großen Grad an Bekanntheit erreicht haben, auch über ihr eigentliches Metier hinaus für unsere Neugier (um nicht das hässliche Wort "Voyeurismus" zu benutzen) in Besitz zu nehmen. Am Beispiel Jan Ullrich heißt dies für mich: Als Rennradfahrer ist er mit allen Höhen und Tiefen zu recht der öffentlichen Wahrnehmung unterworfen. Aber gilt das auch für alle übrigen Bereiche seines Lebens, also auch des privaten? Ich habe da erhebliche Zweifel, eigentlich bin ich mir sogar sicher, dass es uns, die Öffentlichkeit nichts angeht.

Mein Appell daher: Lasst auch Leute, die wegen ihres Tuns im öffentlichen Lichte stehen, daneben leben, wie sie es mögen. Auch wenn sie Fehler machen: Urteilt nicht härter über sie, als ihr es bei einem Freund, einem Verwandten oder bei euch selbst tätet.
Zuletzt geändert von Grotefend am 28.05.2014, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Stockumer Junge » 27.05.2014, 13:51

Klar, aber auch nicht geringer. Ich denke, dass die Schweizer Justiz das richtige Urteil fällen wird.

Andererseits machen Stars ja auch gerne Homestories und wollen positive PR für sich. Dann müssen Sie auch damit rechnen, dass wenn es mal schlecht läuft, die Medien auch darüber berichten. Die Geister, die ich rief, werde ich dann auch nicht mehr los. Und das ist auch gut so. Denn ohne Öffentlichkeit haben Sie auch keine Marktwert. Und ohne Marktwert kein Einkommen.
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Beitragvon Konkursus » 27.05.2014, 14:41

Also, bei Alkohol im Straßenverkehr mit KFZ hört für mich jeder Diskussionsspielraum auf, ob mein Nachbar betroffen ist, mein Freund oder wer auch immer. Ich habe absolut kein Verständnis dafür, andere Verkehrsteilnehmer so in Gefahr zu bringen. Was mit ihnen selbst passiert, ist mir dabei ehrlich gesagt relativ egal.


Ko
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Beitragvon Angelboot » 27.05.2014, 20:37

@ Konkursus

Alkohol ist für mich in jeder Lebenslage ein schlechter Berater. Ich habe hier im Forum schon unqualifizierte Angriffe ertragen müssen, nur weil ich ein Bild mit Bier trinkenden Radfahrern bei einer RTF kritisiert habe. Insofern ist mein Standpunkt hier im Forum dokumentiert und ich unterstütze deine Aussagen.

Er wird sich vor Gericht verantworten müssen, wie jeder andere Mensch auch. Und er sollte eine angemessene Strafe bekommen. Da habe ich kein Mitleid. Trotzdem bleibt er mein Idol, mein Radsportidol. Der Junge, der sich um den Radsport in Deutschland verdient gemacht hat.

Ein Beispiel noch aus Belgien. Tom Boonen, das Idol für die Radsportfans in Belgien. Tom Boonens Delikte, Steuerflucht und Kokserei. Aber trotzdem ist er für die Belgier noch der "Tommeke". Auch in den Medien ist er weiter der Radheld. Da können wir noch etwas lernen.

Für mich bleibt er weiterhin "Ulle", der Radrennfahrer. Menschlich ist sein Name Jan Ullrich, der schwerwiegende Fehler gemacht hat.
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 28.05.2014, 02:14

Grotefend hat geschrieben:Mein Appell daher: Lasst auch Leute, die wegen ihres Tuns im öffentlichen Lichte stehen, daneben leben, wie sie es mögen. Auch wenn sie Fehler machen: Urteilt nicht härter über sie, als ihr es bei einem Freund, einem Verwandten oder bei euch selbst tätet.
Wie wahr. Ja, Grotefend, da kann und möchte ich Dir zustimmen. Uns Deutschen geht diese Eigenschaft, einem Fehlgeleiteten seine persönlichen Freihheiten zu lassen, leider ab. Andererseits haben einstige Idole wie Ullrich noch immer eine Vorbildfunktion. Auch außerhalb ihrer Sportkarriere. Und da mutet uns der Gute eben etwas viel zu. Oder anders gesagt: Ich kann bei Jan Ullrich keine Lernkurve erkennen. Das ist schade.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 28.05.2014, 11:49

Marcus01 hat geschrieben:Ich selbst fahre dieses Jahr in Österreich beim Ötztalerradmarathon mit. Jan Ulrich wird hier oft als prominenter Teilnehmer eingeladen. Vielleicht sollte er nach diesem tragischen Vorfall seine Teilnahme, zumindestens dieses Jahr ruhen lassen. Es wäre schon einmal ein Anfang.
Hast du Angst dass er da mit Rotwein in der Buddel unterwegs sein könnte?
Gastfahrer
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Beitragvon Gastfahrer » 30.05.2014, 12:04

Harterbrocken hat geschrieben:Uns Deutschen geht diese Eigenschaft, einem Fehlgeleiteten seine persönlichen Freihheiten zu lassen, leider ab.
So pauschal ganz sicher nicht. Wenn er unter Alkoholeinfluß (und/oder der vermeidbaren Handynutzung beim Fahren) einen schweren Auffahrunfall baut, ist das nicht mehr sein persönliches Problem. Da hat er nämlich andere mit hineingezogen. Und es stellt sich auch die Frage, was für "Freiheiten" Du im Sinn hast? Bei manchen Promis ist die Grenze von Freiheiten zu Starallüren fließend.
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Beitragvon Knud » 30.05.2014, 23:54

Helmut hat geschrieben:Jan ist der Mann, der größten Anteil an der Welle der Radsportbegeisterung in Deutschland hat, auf der wir noch heute surfen. Er war und ist für viele ein Vorbild, von dem man möchte, dass er eines bleibt.
Ja Helmut, Jan Ulrich hat eine Welle Radsportbegeisterung ausgelöst, die die in Folge eines Did Thurau deutlich übertroffen hat. (Er ist aber auch mit verantwortlich, dass Kittel, Greipel und Degenkolb heute keine Welle auslösen können)

Er hat mich auch begeistert und ich habe mit ihm gezittert und gehofft, dass er den Lance Armstrong noch einmal schlagen möge. Und gerade deswegen fühle ich mich von ihm auch persönlich betrogen. Ich möchte Jan Ulrich nicht mehr als Vorbild. Mit Harterbrocken: da ist keine Lernkurve.

Dem Menschen Jan Ulrich wünsche ich eine Lernkurve und alles Gute. Ein Vorbild ist er für mich schon länger nicht mehr.

Knud
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Beitragvon lenkerbruch » 04.06.2014, 22:07

Besoffen im Auto jemand anders zu verletzen, ist eine Straftat. Darum wird sich die eidgenössische Justiz sicher gründlich kümmern. Ich wünsche ihm ein gerechtes Urteil. Das letzte Ereignis dieser Art liegt aber wirklich schon lange zurück - da zeigt sich, dass Prominente im Gedächtnis präsenter sind, als Normalsterbliche.

Parallelen zu der unbestrittenen Dopingvergangenheit zu ziehen, finde ich aber unfair. Damals waren die Bedingungen im Radsport eben so. Ob sie heute aber wirklich anders sind? Ich weiß es nicht.
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Beitragvon Helmut » 31.05.2015, 02:32

Jetzt ist Anklage gegen den Ex-Radprofi erhoben worden.

http://www.spiegel.de/panorama/leute/ja ... d4plQTN1BW
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Beitragvon FS » 22.06.2015, 01:43

Helmut hat geschrieben:Jetzt ist Anklage gegen den Ex-Radprofi erhoben worden.

http://www.spiegel.de/panorama/leute/ja ... d4plQTN1BW
Laut Tagesanzeiger wird der Prozess im abgekürzten Verfahren durchgeführt, d.h. die Sache ist somit eigentlich bereits vor der Verhandlung am 21. Juli gegessen, Ullrich akzeptiert quasi die von der Staatsanwaltschaft geforderten 18 Monate auf Bewährung plus Geldstrafe und Untersuchungskosten. In Anbetracht der Umstände nachvollziehbar, man hätte ja durchaus mit einer härteren Anklage rechnen können, vor allem wenn man die Vorfälle aus der Vergangenheit mit einbezieht. So kommt er nochmal mit zwei blauen Augen davon. Bleibt nur zu hoffen, dass er in Zukunft keinen weiteren Mist mehr baut.
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Beitragvon FS » 21.07.2015, 20:02

Es gibt nun doch eine überraschende Wende: Der Richter hat die vorgelegte Anklageschrift abgelehnt mit der Begründung, dass Fremdgutachten nicht genügend berücksichtigt wurden und offenbar außerdem die Tatsache verschwiegen wurde, dass Ullrich neben Alkohol auch noch Valium im Blut hatte. Nun droht ihm also doch wieder der Knast... wann es mit der Verhandlung weitergeht steht noch nicht fest.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/pro ... -1.2576069

By the way: Ist es überhaupt möglich, eine Geschwindigkeitsüberhöhung auf den Kilometer/Stunde genau festzustellen? In einem Fall ist die Rede von 139 km/h, in anderem 143 km/h... wie stellt man sowas fest?
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 21.07.2015, 20:39

FS hat geschrieben:By the way: Ist es überhaupt möglich, eine Geschwindigkeitsüberhöhung auf den Kilometer/Stunde genau festzustellen? In einem Fall ist die Rede von 139 km/h, in anderem 143 km/h... wie stellt man sowas fest?
Das ist technisch vermutlich kein Problem und auch abhängig von der Rechtslage des jeweiligen Landes. Nicht in allen Ländern muss wie bei uns zwingend eine sg. Toleranz abgezogen werden.

Da es sich hier nicht mehr um ein Verkehrsdelikt sondern um eine Straftat handelt kann ich mir vorstellen, dass der Wagen beschlagnahmt wurde. Bei genauer Analyse des Navigationsgerätes kann man heutzutage wohl fast auf den Meter genau rauskriegen, an welcher Stelle wie schnell gefahren wurde.
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Beitragvon FS » 21.07.2015, 20:52

Heimfelder Dirk hat geschrieben:
FS hat geschrieben:By the way: Ist es überhaupt möglich, eine Geschwindigkeitsüberhöhung auf den Kilometer/Stunde genau festzustellen? In einem Fall ist die Rede von 139 km/h, in anderem 143 km/h... wie stellt man sowas fest?
Das ist technisch vermutlich kein Problem und auch abhängig von der Rechtslage des jeweiligen Landes. Nicht in allen Ländern muss wie bei uns zwingend eine sg. Toleranz abgezogen werden.

Da es sich hier nicht mehr um ein Verkehrsdelikt sondern um eine Straftat handelt kann ich mir vorstellen, dass der Wagen beschlagnahmt wurde. Bei genauer Analyse des Navigationsgerätes kann man heutzutage wohl fast auf den Meter genau rauskriegen, an welcher Stelle wie schnell gefahren wurde.
Danke für die Antwort. Nur stelle ich es mir trotzdem nicht ganz so einfach vor. Ein normaler PKW hat ja schließlich keinen Tachograph, und falls kein Navi vorhanden ist... was kommt dann noch in Frage? Gut, bei den modernen Fahrzeugen zeichnet die Bordelektronik soviel auf, da müsste man wohl auch Daten zur Geschwindigkeit auslesen bzw. aus anderen Werten berechnen können. Leider findet man zu dem Thema nicht viel im Internet, mal ganz abgesehen vom Kontext ist es ja durchaus eine interessante Thematik.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 22.07.2015, 07:39

FS hat geschrieben:By the way: Ist es überhaupt möglich, eine Geschwindigkeitsüberhöhung auf den Kilometer/Stunde genau festzustellen? In einem Fall ist die Rede von 139 km/h, in anderem 143 km/h... wie stellt man sowas fest?
Das ist ja offenbar die Crux, dass es sich eben nicht genau feststellen lässt. Die Gutachter werden verschiedene Aspekte zur Berechnung (oder eher qualifizierten Schätzung?) heranziehen, neben evtl. auswertbaren Daten des Ullrich-Fahrzeugs auch die anderen in den Unfall hineingezogenen Fahrzeuge.

Früher in Zeiten vor ABS (als ganz früher ...), konnten Gutachter die Geschwindigkeit hervorragend genau anhand der Bremsspren auf den Asphalt berechnen - klappt heutzutage nur noch bei Old- und Youngtimern.

Aber zur Sache selbst: Da hat der Ulle ja reichlich schei§e gebaut, wenn er auch noch Valium intus hatte.

Und zum Verfahren (also mal ganz unbeachtet, ob und was für eine Strafe man nun für angemessen hält): Ich finde es schon beachtlich und letztlich auch gut, dass das Gericht nicht aus "Gründen der Verfahrenseffizienz" jeden Deal der Staatsanwaltschaft einfach so abnickt sondern tatsächlich den Dingen auf den Grund gehen und eine echte Verhandlung führen will - das scheint zumindest hierzulande ziemlich aus der Mode zu kommen.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 07.12.2015, 00:57

Evtl. muss Jan doch ins Gefängnis...

http://www.focus.de/sport/radsport/fall ... 36210.html
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Dirk70
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Beitragvon Dirk70 » 16.06.2016, 14:20

Traurige Geschichte! Wenn man einen Fehler begeht, dann sollte man auch den Stolz haben, sich und anderen diesen einzugestehen.
Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön. (van Gogh)

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