Elektrofahrräder: Mehr als die Hälfte im Test durchgefallen

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RobertM
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Elektrofahrräder: Mehr als die Hälfte im Test durchgefallen

Beitragvon RobertM » 28.05.2013, 14:44

Bericht auf Heise.de
Getestet haben der ADAC und Stiftung Warentest.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 72054.html
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tierfreund23
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Beitragvon tierfreund23 » 28.05.2013, 19:55

Das ist echt erschreckend. Mich würde mal interessieren, was für Modelle sie getestet haben und vor allem wie wurde getestet. Das ging leider nicht aus dem Artikel/Video hervor.

Aber das ein E-Bike für 1.000 Euro nichts taugen kann, wie sie 2 getestet haben, sollte eigentlich jedem einleuchten. Was ich mich auch frage, warum testet der ADAC Fahrräder, eigentlich ist er ja das Sprachrohr der Autolobby.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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mad.mat
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Beitragvon mad.mat » 28.05.2013, 20:00

tierfreund23 hat geschrieben:Das ist echt erschreckend. Mich würde mal interessieren, was für Modelle sie getestet haben und vor allem wie wurde getestet. Das ging leider nicht aus dem Artikel/Video hervor.
Hier hast Du!

http://www.focus.de/auto/motorrad/tid-3 ... 99721.html
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Ötzy
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Beitragvon Ötzy » 28.05.2013, 20:07

Gibt es eigentlich schon Langzeiterfahrungen? Wie gut sind die Bikes noch nach, sagen wir, 12.000 Km oder 25.000... ?

Die meisten dieser Gattung werden sich eher "kaputt-stehen" vermute ich. Das gilt dann insbesondere für den Akku.
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tierfreund23
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Beitragvon tierfreund23 » 28.05.2013, 20:13

Danke für die Liste. Da stehen doch ein paar Räder auf der Liste, bei denen es mich erstaunt.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
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drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 28.05.2013, 23:25

tierfreund23 hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, was für Modelle sie getestet haben und vor allem wie wurde getestet. Das ging leider nicht aus dem Artikel/Video hervor.
Hat Athen83 gefunden im Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/auto/test-t ... 60704.html

Besonders krass finde ich das gebrochene Ausfallende am Flyer, dem teuersten und vermeintlich qualitativ besten Rad. Die gebrochenen Lenker am Sinus/B3, Kreidler/Vitality und KTM/Macina sowie die schwachen Bremsen am Victoria/Assen sind bei diesen Räder oberhalb von 2.000 Kaufpreis ebenso unverzeihlich.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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radfreunde
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Beitragvon radfreunde » 29.05.2013, 09:46

FOCUS hat geschrieben:Problematischer ist allerdings: Das 1000 Euro teure und 28 Kilogramm schwere Gefährt ist mit billigen Seilzugbremsen ausgestattet. Das bedeutet: Wenn die Ampel plötzlich auf Rot umspringt und Sie hektisch bremsen, kann es passieren, dass Sie erst mitten in der Kreuzung zum Stehen kommen“, so Fischer.
Wahrscheinlich kommt demnächst wieder der Aufruf, dass alle ein Nummernschild brauchen (natürlich mit der Pflichtversicherung), die TÜV Prüfung alle 2 Jahre und natürlich auch die Ablegung eines e-Bike Führerscheins.

Wenn Seilzugbremsen so lebensgefährlich sind, was machen wir dann mit unsren Rennrädern, die mit Tempo 35 auf eine Ampel zufahren? Bitte nicht sagen, das Rennrad sei keine 28 kg schwer, das Systemgewicht (Rad plus Fahrer) ist entscheidend.

Lasst uns doch mal die Autos testen...

Gruß
wilf
crumble
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Beitragvon crumble » 29.05.2013, 11:09

radfreunde hat geschrieben:Wenn Seilzugbremsen so lebensgefährlich sind, was machen wir dann mit unsren Rennrädern, die mit Tempo 35 auf eine Ampel zufahren? Bitte nicht sagen, das Rennrad sei keine 28 kg schwer, das Systemgewicht (Rad plus Fahrer) ist entscheidend.
Das Problem ist, dass sie die Raeder fuer Leute testen, die von selber bisher nicht auf 25 Km/h gekommen sind. Vermutlich ist die Seilzugbremse gar nicht so billig, sondern es wurden diese Federn verbaut, welche die Bremskraft beschraenken, damit niemand ueber den Lenker absteigt.

Die waren vermutlich nicht dem Testgewicht angepasst. Das sollte einem eigentlich zu denken geben, wenn die Waage sagt, dass man nicht das Gewicht des Normmaennchen hat. Dann sollte man diese Federn dem Test nach dringend ausbauen. Und es sollte einem zu denken geben, wie sehr man solchen Testergebnissen in der Praxis vertrauen kann.

Peter
Stockumer Junge
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Beitragvon Stockumer Junge » 29.05.2013, 14:58

Bzgl. der Rahmenbrüche halten ich diesen Test für realistisch. Ich kann mich noch erinnern, als es Räder mit tiefem Durchstieg auch in der Vollfederungsvariante gab. Diese Gattung ist schon wieder ausgestorben, da die Rahmen reihenweise durchgebrochen sind. Auch bei sehr teuren Rädern wie bei Riese und Müller. Mein Kumpel hatte auch 2 Rahmenbrüche damit gehabt. Als er zum zweiten Mal damit zum Händler kam, hat der sich den Rahmen schon gar nicht mehr angeguckt. Der hat nur gesagt: Kenn ich. Stellen Sie ihr Rad in den Hof. Sie bekommen ein neues ohne Federung.

Da die meisten E-Räder auch mit tiefem Durchstieg gebaut und verkauft werden, ist dort wiederum der Rahmenbruch vorprogrammiert. Man sollte froh sein, dass es die Stiftung Warentest gibt. Die einschlägigen Fachzeitungen dienen ja eher der Verkaufsförderung. Da wird so etwas gerne verschwiegen.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 29.05.2013, 22:30

Stockumer Junge hat geschrieben:Bzgl. der Rahmenbrüche halten ich diesen Test für realistisch. Ich kann mich noch erinnern, als es Räder mit tiefem Durchstieg auch in der Vollfederungsvariante gab. Diese Gattung ist schon wieder ausgestorben, da die Rahmen reihenweise durchgebrochen sind. Auch bei sehr teuren Rädern wie bei Riese und Müller.
Meinst Du etwa das Modell Avenue von Riese und Müller? Das gibt es noch immer.

http://www.r-m.de/bike/avenue-city/

Dass es je ein echtes Tiefeinsteigerrad von denen gab, ist mir nicht bekannt.
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Beitragvon Stockumer Junge » 29.05.2013, 23:00

Bei diesem Modell scheint es mir besser gelöst zu sein. Früher war die Dämpferaufnahme am Sitzrohr und dort kam es zu den Rahmenrissen. Wenn es genau wissen willst, kann ich mal meinen Bekannten fragen, welches Modell und Baujahr es war.

Mit Rahmenbrüchen besonders hervorgetan hatte sich seinerzeit ein Sondermodell der Z.E.G Marke Pegasus. Siehe hier:

http://www.fahrradtest.de/index.php/rue ... bruch.html

Ich fahre ja ein paar Mal im Jahr mit einer Seniorentruppe durchs Münsterland und durchs Revier. Dieses Pegasus-Rad schaukelte sich bei meinem Kumpel Jochen immer stark auf. Und es hat dann auch keine 500 KM gehalten. Zweimal hat er umgetauscht, bis er dann ein nur frontgefedertes Rad erhalten hat. Das hält jetzt schon 5 Jahre.

Diese Befürchtungen mit den Rahmenbrüchen habe ich jetzt auch bei den Elektrorädern mit tiefem Durchstieg. Man will das immense Gewicht reduzieren und baut dann vielleicht Sollbruchstellen ein. Das kann ein Problem werden.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 29.10.2013, 00:21

Der pressedienst-fahrrad schrieb:

Kommt der Pedelec-Test der Stiftung Warentest unter die Räder?
Neues Material zur Kritik am Pedelec-Test bringt Stiftung Warentest und ADAC unter Druck


Auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert die Fahrradbranche Beweismaterial, das die erheblichen Zweifel an den Ergebnissen des Pedelec-Tests von Stiftung Warentest und ADAC vom Mai diesen Jahres bestätigt. Fahrradhersteller sprechen von fehlerhaften Versuchsanordnungen, realitätsfernen Belastungsannahmen sowie verantwortungsloser Interpretation und medialer Aufbereitung der Ergebnisse durch Stiftung Warentest. Der pressedienst-fahrrad hat sich in die komplexe Thematik eingearbeitet und gibt Entwarnung in Sachen Pedelec, nicht jedoch für den "Konsum" der StiWa-Tests.

http://www.pd-f.de/2013/10/28/7553_wer- ... ie-raeder/
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Beitragvon Reisender » 29.10.2013, 22:36

Zu meiner Zeit im Radsportgroßmarkt habe ich keinen einzigen Rahmenbruch, weder bei teuren noch bei Billig-Pedelecs, gesehen.
StiWa ist eh schon seit Urzeiten für mich irrelevant geworden.
Das aber ADAC in die Kerbe haut, stimmt mich nun etwas missmutig.
Auf der anderen Seite, trotz rechtzeitiger Terminlegung hat es der ADAC Mensch nicht hinbekommen eine passende Batterie für unseren Wagen mit zu bringen.
<< Foto by Helmut
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 30.10.2013, 22:36

Das erinnert mich an einen Test von MTBs in den 90ern, wo teilweise auch Defekte durch die Stiftung Warentest bemängelt wurden (z. B. gebrochene Federgabeln) die von den Herstellern überhaupt nicht nachvollzogen werden konnten. Eine der große Bike Zeitungen damals hatte dann den Test mal unter die Lupe genommen und festgestellt, dass dieser eigentlich kaum aussagekräftig war, da die Prüfverfahren entweder mit Belastungen durchgeführt wurden, die so in der Fahrpraxis überhaupt nicht vorkommen oder aber die Prüfung wurde so lange durchgeführt, bis das Material aufgab, was in der Realität aber einer Fahrleistung entsprach, die kein normaler Mensch je erreicht hätte.

Scheinbar ist die Stiftung Warentest heute immer noch nicht viel weiter mit ihren Methoden. ;)
will-helm
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Beitragvon will-helm » 20.12.2013, 16:39

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es im Frühjahr einen Test von Fahrradschlössern der StiWa. Auch dort gab es sagen wir mal "seltsame" Bewertungen, die man so nicht erwartet hätte... Ich muss die Links dazu mal zusammensuchen.
will-helm
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noch ein eigenartiger Test über Fahrradschlösser

Beitragvon will-helm » 21.12.2013, 14:51

Nun habe ich die Links wieder gefunden. Den ausführlichen Test bei der StiWa muss man zahlen. Ein paar Infos gibts aber für Umme: http://www.test.de/Fahrradschloesser-Nu ... 4518107-0/

Kritische Hinweise auf die Bewertung finden sich dort unter den Kommentaren und auch auf anderen Seiten zum Thema Fahrradschloss: http://www.fahrrad-schloss-test.de/stif ... st-4-2013/

Daneben gibts ja ganz aktuell und etwas off topic den Zoff zwischen StiWa und Ritter-Sport bzw. Symrise. :?

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