Doping (nicht nur) im Radsport

Angelboot

Beitragvon Angelboot » 26.11.2012, 18:29

Aufarbeitung der Dopingvergangenheit ist notwendig. Der Radsport macht es vor.

Nur die anderen Sportverbände ducken sich im Schatten des Radsports weg.
Danilo Hondo hat das treffend im Interview mit dpa formuliert.

Was ich aber sehr schmutzig finde, ist das Verhalten von Tyler Hamilton. Er ist der einer der größten Sportbetrüger der letzten Jahrzehnte, genau wie Jörg Jacksche. Beide haben fast ihre gesamten Erfolge mit unerlaubten Mitteln eingefahren.

Insofern sollen sie gerne ihre Aussagen vor der Sportgerichtsbarkeit machen, aber nicht mit ihrem Betrug auch anschließend noch Geld verdienen. Hohe Honorare für Bücher oder für Zeitungsinterviews einstreichen.

Und wenn dieser Mister Hamilton Vorwürfe und Mutmaßungen über andere Sportler in die Welt setzt, z. B über Jens Voigt, aber anschließend sagt: "Beweisen könne er das nicht". Dann zeigt er erneut seinen schlechten Charakter. Weitere Kommentare von diesem Menschen sind jetzt überflüssig. Möge er in der amerikanischen Prärie untertauchen.
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Beitragvon Helmut » 27.11.2012, 23:40

Fussball- und Tennisprofis konnten von Hamilton ja nur deshalb wieder ins Gespräch (Gerede) kommen, weil Fuentes sie als seine Kunden benannt hatte.

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

http://www.rp-online.de/sport/hamilton- ... -1.3081968
Hamilton: Auch im Fußball und im Tennis wurde gedopt

http://www.focus.de/sport/radsport/rads ... 68835.html
Sind Fußballer die größeren Doping-Sünder?
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Armstrong gesteht

Beitragvon Harterbrocken » 15.01.2013, 23:04

Nun endlich lüftet Armstrong seine schmutzigen Geheimnisse. Morgen wird er im US-TV systematisches Doping zugeben. Schon hagelt es Schadensersatzansprüche und Klageandrohungen.

Ich weiß: Einigen hängt das Thema zum Hals raus. Aber der größte Betrug der Sportgeschichte will aufgearbeitet werden. Sonst wird kein sauberer Neuanfang möglich sein. Armstrong ist ja nach wie vor eine charismatische Figur. Wenn er jetzt vom Saulus zum Paulus wird, könnte er den Sport sauberer machen und einen frischen Start ermöglichen.

Mit seiner Offensive plant Armstrong noch Schlimmeres für ihn verhindern zu wollen. Auch UCI-Offizielle dürfen sich wohl warm anziehen. Sie sollen alles gewusst und gedeckt haben - de Geschäfte liefen einfach zu gut. Nun sind heftige Turbulenzen programmiert - womöglich droht dem Radsport gar das Olympia-Aus.

Ob sich Armstrong mit seinen Ex-Teamkollegen nach all den Vorfällen versöhnen kann? Ich bezweifle das.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 16.01.2013, 10:06

Ich weiß: Einigen hängt das Thema zum Hals raus.
Genau!

Und dem Kommentar von Jan Ullrich, kann man sich nur anschliessen. Das alles ist für mich nichts Neues". Und für die Radsportfans, die sich im Radsport wirklich auskennen, auch nicht.

Was passiert da in Texas? Ein weiterer amerikanischer Sportbetrüger, leistet einen Offenbarungseid. Endlich!!

Für mich, seit 50 Jahren Radsportfan, beginnt jetzt wieder die schöne Zeit. Am 20.Januar startet die neue Profisaison mit der "Tour Down Under" in Australien. Ich werde wieder bei allen Rennen mitfiebern. Bei einer Sportart, in der von allen Sportarten, die Dopingkontrollen am intensivsten sind. Sicher, bei so einem engen Kontrollnetz, wird auch mal einer erwischt werden. Ist mir aber immer noch lieber, wenn bei der "Pippimacherei" der Helden vom grünen Rasen, sich alles in Wohlwollen auflöst.

Lieber Harterbrocken! Ich würde mir wünschen, auch DU hilfst mit, den Radsport in seiner gesamten Breite, zu unterstützen. Nicht immer wieder diese ollen Kamellen so negativ zu propagieren. Danke.
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Beitragvon Harterbrocken » 16.01.2013, 11:09

Angelboot hat geschrieben:Bei einer Sportart, in der von allen Sportarten, die Dopingkontrollen am intensivsten sind.
Exakt das ist der kritische Punkt. Offenbar sind die Kontrollen nicht so intensiv wie von der UCI propagiert. Oder sie werden vorher abgesprochen, angekündigt oder die Offiziellen werden bestochen. Mal sehen, was Herr Armstrong dazu sagt. Der Radsport wird in einer hochkritischen Situation bleiben. Da nützen keine romantischen Verklärungen, Kopf-Hoch-Parolen oder Verweise, dass es im Fußball noch schlimmer ist. Der Radsportskandal, der schon lange keine Affäre mehr ist, sondern der größte Betrug, den der Spitzensport je gesehen hat, gehört aufgeklärt. Restlos. Und das ist er leider noch nicht.
Angelboot hat geschrieben: Nicht immer wieder diese ollen Kamellen so negativ zu propagieren. Danke.
Sorry Angelboot, das sind keine alten Kamellen und ich habe keine Interesse daran, etwas negativ zu propagieren. Mir geht es um maximale Information und Transparenz. Schade, dass Du das anders siehst. Was jetzt passiert spiegelt sich auf der Titelseiten der Tageszeitungen wieder. Warum, bitteschön, sollten Journalisten immer wieder alte Kamellen durchkauen? Im Gegenteil: Es gibt regelmässig neue Entwicklungen, Enthüllungen und Erkenntnisse. Über die wird berichtet und an dieser Stelle diskutiert. Ist doch richtig so. Auch dafür sollte so ein Forum wie dies offen sein. @Angelboot: Dein Wunsch nach einer Jubel-Berichterstattung, speziell für die Leistungen der deutschen Jung-Profis, mag aus Deiner Sicht verständlich sein, löst das Problem aber nicht.

Was die letzen Wochen in Sachen Armstrong ans Licht kam, ist Resultat aktueller USADA-Ermittlungen. Jan Ullrich war in der Tat eher Opfer als Täter, aber das er nicht mehr als ein verbales Achselzuckeln übrig hat, enttäuscht mich sehr. Den Zeitpunkt aufzuräumen, hat er wohl verpasst. Jetzt versucht sich Armstrong mit Hilfe des Fernsehens vom Täter zum reuigen Sünder zu stilisieren. Zur Oprah Winfrey-Show rückt er mit zehn Beratern und Juristen an. Ein Profi durch und durch. So wie er früher sein Umfeld instrumentalisierte, nutzt er heute die Medien für seine Transformation zum bekehrten Helden. Ich fürchte, es könnte funktionieren. Und Ullrich ist einmal mehr der Verlierer, der nichts anderes sagt als: "Alles nichts Neues." Sehr schade. Was für ein trauriges Schauspiel.

Lieber Angelboot, auch ich bin Radsportfan, kann aber die Augen vor der harten Realität nicht verschliessen. Jetzt nicht. Und auch nicht bei verschiedenen Giro d'Italia, Tour de France und Tour de Suisse, die ich selber live an den Etappenorten erleben durfte. So konnte ich einmal persönlich Schritt für Schritt verfolgen, wie Sprintsieger Cavendish aus dem Zielbereich zur Dopingkontrolle geschleust wurde. Da war keine teamexterne Begleitung, Aufsicht etc. Statt dessen verschwand er erstmal in seinem Teambus. Bitte, ich möchte ihm keinesfalls etwas unterstellen. Aber nach intensiven Dopingkontrollen sah das nicht aus. Oder werden siegreiche Sprinter nicht getestet? Dass das überhaupt alles nötig ist, also Aufsicht beim pinkeln und so (aber offenbar nicht immer durchgeführt wird), verdirbt den Spaß an dem Sport. Das gesamte System (UCI; Sponsoren, Ärzte, Berater, Teamstrukturen usw.) gehört geändert. Dann macht der Profisport vielleicht wieder puren Spaß und der Sieger ist ein echter Sieger und kein Betrüger.

Übrigens: Das zweiteilige Armstrong-Interview wird Freitag und Samstag jeweils um drei Uhr MEZ auf Sky übertragen. Oder als Livestream im Internet unter:
www.oprah.com
Am Freitag soll das Gespräch dann im Free-TV um 19.15 Uhr auf DMAX ausgestrahlt werden.
Zuletzt geändert von Harterbrocken am 17.01.2013, 03:22, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Angelboot » 16.01.2013, 15:20

Hallo Harterbrocken,

ich werde auf deine Ausführungen in Zukunft nicht mehr eingehen. Es lohnt sich einfach nicht. Du meinst, Du hast den totalen Einblick, dabei zitierst Du immer nur aus irgendwelchen Medien, machst Reklame für Bücher von Sportbetrügern wie Tyler Hamilton. Hauptsache es schadet dem Radsport. Du lechst förmlich nach dem Skandal, dem grossen Knall.

Positive Nachrichten blendest Du aus, hälst Du nicht für erwähnenswert, würde deinem Spiel ja schaden. Ein Beispiel: Meldung vom 16.1. auf radsport-news.com

"Dopingfall" Fränk Schleck bei der Tour de France: Der Geschäftsführer des Anti-Dopinglabors in Köln, Dr.Hans Geyer, hält einen Manipulationsverdacht gegen Fränk Schleck, für unwahrscheinlich.

Da wird ein fairer Sportler wie Fränk Schleck, 6 Monate an den Pranger gestellt, sein Ansehen fast ruiniert. Ist ja nur ein Radsportler. Das ist für deine so oft zitierten Gazetten, natürlich keine Meldung für die Titelseite. Für Enthüllungsjournalismus nicht geeignet. radsport-news.com, solltest Du mal zu deiner Pflichtlektüre machen.

Wie Dopingkontrollen wirklich im Radsport ablaufen, ist dir völlig unbekannt. Da werden die Profis um 6:00 Uhr morgens, vor einem harten Rennen, aus dem Bett geholt, und Blut abgenommen. Mit dem Blutpass verglichen. Urinproben nach einem Rennen oder nach einem Fußballspiel, sind in der heutigen Zeit Pipikram, im wahrsten Sinn des Wortes, sie sind für die Galerie.

Wir, die den Radsport wirklich lieben, fordern nur Gerechtigkeit. Und keine einseitige Berichterstattung, oft ohne Fachwissen.
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Beitragvon g.o.t. » 16.01.2013, 17:52

Ihr beiden scheint etwas zu sagen zu haben.

Trinkt mal zusammen ein Bier!

HFS-Stammtisch sollte sich dafür eignen.
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Beitragvon Harterbrocken » 16.01.2013, 19:32

g.o.t. hat geschrieben:HFS-Stammtisch sollte sich dafür eignen.
Ich bin dort Stammtisch-Stammgast. Die ilohh-Bar ist aber für derartige Diskussionen eher schlecht. Sie eignet sich bestens zum Kickern, was wir die letzten Male auch mit viel Freude gemacht haben. Völlig ungedopt, :HaHa: dafür aber mit leckerem Astra in den Halbzeitpausen. prrosit Oder steht das auf der Verbotsliste?

Das Problem im Radsport wird sich auch so klären. Es scheint nur schwer zu sein, es ohne Emotionen zu erkennen und zu beschreiben. Nur totschweigen kann und sollte man es eben nicht.
Zuletzt geändert von Harterbrocken am 16.01.2013, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 16.01.2013, 19:33

@g.o.t
Sonst guter Vorschlag.

Aber zu spät. Siehe oben.
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Beitragvon Harterbrocken » 16.01.2013, 20:05

Für einen Schnack bei einem Bier bin ich natürlich trotzdem jederzeit offen. Auch über Doping, lieber aber über private Radsportabenteuer und -erlebnisse sowie Gott oder g.o.t. und die Welt.

In Sachen Doping warten wir mal die nächsten Wochen ab, bis sich der Pulverdampf gelegt hat. Denn der "große Knall" war ja längst. Jetzt feuert Armstrong noch mal aus allen Rohren mit ungewöhnlichen Waffen. Seine letzte und wichtigste Etappe hat er aber verloren. Seine Verfolger waren zu stark; nicht nur seine Karriere liegt in Schutt und Asche. Bald werden hoffentlich die Trümmer geräumt und es geht im Profiradsport in die Friedensverhandlungen. Drücken wir die Daumen, dass diese Erfolg haben und möglichst sauberen Sport garantieren.

Das war jetzt aber mal positiv oder?

Und nichts gegen den interessengesteuerten Insider-Dienst radsport-news.com. Doch "irgendwelche Medien" wie FAZ, Süddeutsche, Spiegel und Stern sind auch nicht ganz schlecht.

Der nächste Stammtisch sollte am 8. Februar sein, wenn ich nicht irre.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 17.01.2013, 10:30

Wie schon in meinem Beitrag vom 16.1.2013, 15:20 Uhr geschrieben, lohnt eine weitere Diskussion mit deiner Person zum Thema nicht mehr.

Dir fehlt einfach das fundierte Fachwissen. Du willst einfach nur hetzen.
Was dich treibt? Im übrigen hast du bei deiner Aufzählung die Bild Zeitung vergessen, noch so ein renommiertes Blatt.

Entgegen deiner Meinung, befindet sich der Profiradsport auf einem guten Weg. Wir, die auch in schlechten Zeiten diesem tollen Sport die Treue gehalten haben, können einen "Harten Brocken" verschmerzen.

Die Fahne in den Wind stellen, ist nicht so mein Ding.

Dir wünsche ich weiterhin viel Spaß auf dem Rad.

Wobei, falls du mal bei einem 1200er Brevet mein Begleiter sein möchtest, gerne. Strafe muss sein.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 17.01.2013, 12:07

Wieder einmal muss sich Angelboot, im Bezug auf Profiradsport, von mir mangelnde Objektivität vorwerfen lassen. Aus meiner Sicht ist er nicht Fan sondern Fanatiker, ohne dies abwertend zu meinen. Seine Uneinsichtigkeit und Sturheit stehen ihm, im Sinne sachlicher Diskussionen, jedoch erneut im Wege. Er sieht sich nicht in der Lage, die Argumente seiner Gesprächspartner zu tolerieren und deren Aussagen abzuwägen. Einmal mehr ist eine Diskussion mit ihm kaum möglich.
Angelboot hat geschrieben:Wie schon in meinem Beitrag vom 16.1.2013, 15:20 Uhr geschrieben, lohnt eine weitere Diskussion mit deiner Person zum Thema nicht mehr.
Klingt für mich nach mangelnder Einsicht. Oder ist es reine Argumentationslosigkeit? Schachmatt? Möglicherweise aber auch die Erkenntnis, das HB in einigen Punkten Recht hat, Angelboot dies nur nicht eingestehen will oder kann?
Angelboot hat geschrieben:Dir fehlt einfach das fundierte Fachwissen.
Das möchte ich doch stark anzweifeln. Desweiteren wird Harterbrocken als Journalist sicherlich besser in der Lage sein, seine Informationsquellen auf deren Inhalt zu prüfen, deren Wahrheitsgehalt zu filtern und sich aus den gewonnenen Informationen eine Meinung zu bilden, als der "normale" Zeitungsleser.

Es mag gut angehen, dass er weniger überzeugter Profiradsportfan ist als Du. Das kann ich nicht beurteilen. Beurteilen kann ich jedoch eure bisherigen Beiträge und komme für mich persönlich zu dem Schluss, dass er eine objektivere Betrachtungsweise an den Tag legt.
Angelboot hat geschrieben:Entgegen deiner Meinung, befindet sich der Profiradsport auf einen guten Weg.
Diesbezüglich kann man durchaus geteilter Meinung sein. Mich würde interessieren, worauf Du diese Aussage stützt. Frage doch einmal jemanden in deinem, nicht radfahrenden, Bekanntenkreis nach Profiradsport. Solange den Menschen zu allererst Doping in den Kopf kommt, ist aus meiner Sicht ein Weg noch nicht einmal erkennbar.
Angelboot hat geschrieben:Wir, die auch in schlechten Zeiten diesem tollen Sport die Treue gehalten haben, können einen"Harten Brocken" verschmerzen.
Besser formuliert: Wir, die vom Eifer geblendet vor der Realität des Dopingsumpfes die Augen verschlossen haben.

Aber wer ist denn "Wir"? Wie unzählige Beiträge und Diskussionen im Bezug auf Profiradsport und/oder Doping gezeigt haben, stehst Du mit Deinen Ansichten regelmäßig ganz alleine da. Dies sollte ggf. Anlass sein, die eigene Sicht, zumindest aber die Argumetationsweise zu überdenken.
Angelboot hat geschrieben:Die Fahne in den Wind stellen, ist nicht so mein Ding.
Das ist auch gut so und diese Einstellung bringt Dir bei mir einen enormen Respekt ein. Kaum jemand vertritt seine Ansichten so eisern wie Du. Leider bist Du aber, egal wie stichhaltig sie auch sein mögen, oft nicht in der Lage Gegenargumente zu respektieren. Ich kann mich daran erinnern, dass Du irgendwann das Forum entrüstet verlassen hast, weil niemand Deine Meinungen teilen wollte. Willst Du nun wieder beleidigt Deine Schaufel in den Sand werfen und den Sandkasten verlassen, weil mal wieder niemand mit Dir spielen will?
Angelboot hat geschrieben:Wobei, falls du mal bei einem 1200er Brevet, mein Begleiter sein möchtest, gerne. Strafe muss sein.
Uhh, der Angelboot schafft´nen 1200er. :GrosseZustimmung:
Fehlt es Dir an Anerkennung, dass Du nun glaubst Dich in dieser Form profilieren zu müssen?

Harter Brocken schreibt nominierte Berichte und schafft dabei x Anschläge/Minute. Ich laufe 100 m unter 11 sek. Helmut braucht nur drei Stunden Schlaf. Tribelix ist stark wie ein Bär. Johanna gewinnt einfach alles. Janibal...... Tierfreund...... mad.mat..........usw! Was aber sagt das schon aus? Menschlich in jedem Fall erstmal nichts.

Allein die Tatsache, dass du Dich ermächtigt siehst Harterbrocken (wofür auch immer) zu bestrafen, sagt viel über Deine Person aus. Hältst Du Dich denn tatsächlich für das Maß aller Dinge? Dann stelle Dir mal die Frage, warum für Dich hier bisher noch niemand in die Bresche gesprungen ist!
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Beitragvon Tribelix » 17.01.2013, 12:47

Jede Kindergärtnerin die das hier liest, wird freuen, dass sie doch einen sehr entspannten Job hat.

@ All :Spinnen:
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Beitragvon Angelboot » 17.01.2013, 13:41

@Bagdad-Biker, schön von dir zu hören!!!!

Aber wie geschrieben...........................
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Armstrong beichtet

Beitragvon Harterbrocken » 18.01.2013, 13:30

Tribelix hat geschrieben:@ All :Spinnen:
Hast schon irgendwie recht. Der Fred könnte mehr Sachlichkeit vertragen.

@Bagdadbiker: Danke für die Solidarität. Ich nehme Angelboots Anwürfe und Unterstellungen nicht persönlich, sonst würde ich ja nicht nur den Spaß am Profisport verlieren. Und eine Einladung von ihm zu einem 1200er-Bestrafungs-Brevet muss man sich auch erstmal verdienen. 8)

Es lohnt sich die älteren Beiträge in diesen Fred nochmals zu lesen. Da gab es sehr konstruktives zu lesen, zum Beispiel über Tyler Hamilltons Auftritt im ZDF-Sportstudio. Diese Art Austausch gefällt mir. Warum dann später diese Schärfe hier reingetragen wird, ist mir rätselhaft.

In Sachen Armstrong hat axiom1 an anderer Stelle einen neuen Fred aufgemacht. Ich schlage vor, das dort möglichst sachlich weiter zu diskuttieren.
http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=6359

Oder will Helmut die Freds irgendwie zusammen führen?
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Re: Armstrong beichtet

Beitragvon Helmut » 19.01.2013, 01:50

Harterbrocken hat geschrieben:In Sachen Armstrong hat axiom1 an anderer Stelle einen neuen Fred aufgemacht. Ich schlage vor, das dort möglichst sachlich weiter zu diskuttieren.
http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=6359

Oder will Helmut die Freds irgendwie zusammen führen?
Das sind zwei verschiedene Themen aus einem Themengebiet, können somit gern zwei verschiedene Freds bleiben.

Der neue behandelt das ab, was Armstrong freiwillig, zu seinen Bedingungen, bereit ist zu erzählen, über seine Rolle im größten Doping-Skandal aller Zeiten. In diesem hier, wird es weiter darum gehen, was es sonst noch so in Sachen Doping zu schreiben gibt - auch was andere Sportarten betrifft.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Angelboot » 25.01.2013, 19:37

Eine kleine Anmerkung zum Thema: "Immer nur der böse Radsport".

Der neue Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, ja schon als Heiland von allen Medien gefeiert. Als der grosse Gewinn für die gesamte Fußball-Bundesliga, ist ein überführter Doper.

In seiner Zeit als Profi beim italienischen Erstligisten Brescia Calcio, wurde er zweimal positiv auf Nandrolon getestet, und vom italienischen Verband gesperrt. Er hat natürlich seine Unschuld beteuert.

Wenn er in München Erfolg hat, werden ihn die Medien trotzdem feiern.
Weiterhin die Spiele übertragen.
Ist doch ein Fußballer, der darf das!!!!!
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Beitragvon Speedmanager » 25.01.2013, 21:24

Angelboot hat geschrieben:Der neue Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola... ist ein überführter Doper.

In seiner Zeit als Profi beim italienischen Erstligisten Brescia Calcio, wurde er zweimal positiv auf Nandrolon getestet...

Ist doch ein Fußballer, der darf das!!!!!
Nun ja, immerhin wurde Juventus Turin 2004 systematisches EPO-Doping sogar gerichtlich bestätigt, wenngleich seinerzeit nur der Mannschaftsarzt "dran glauben" musste. Aber komischerweise wurde selbst dieses Urteil in der Berufungsinstanz wieder aufgehoben :HaHa:.
Dabei wäre gerade im Fußball ein Doping gar nicht einmal nötig, wie auch Juve bewies, man kann die Spiele auch einfach kaufen. Wenn man dabei allerdings erwischt wird, erfolgt der Zwangsabstieg. :(

Das Dopingzentrum hat sich allerdings mittlerweile von Italien nach Spanien verlagert. Nächste Woche gibt es ja wieder einen Prozess gegen Efe Fuentes. Allerdings werden wohl keine Fakten zu den zwischenzeitlich aufgekeimten Vorwürfen gegen Fußballer oder Tennisspieler auf den Tisch kommen.

Derweil war ja von Hein Verbruggen zu hören, dass Armstrong von der UCI bei verdächtigen Blutwerten gewarnt wurde - aber eben nicht nur Armstrong!
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Beitragvon Helmut » 25.01.2013, 23:34

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Ausgerechnet im Fußball, der sich über mangelnde Einnahmen nicht beklagen kann, fehlt angeblich das Geld für Blutkontrollen. Es geht um 640.000 Euro. Wie viel Einnahme bringen bitte allein die Übertagungsrechte der Bundesliga? Siehe

http://www.derwesten-recherche.org/2013 ... ontrollen/

Und vor den Aussagen von Fuentes zittern auch prominente Fußballer und Schwimmer. Siehe

http://www.spiegel.de/sport/sonst/eufem ... 79320.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Angelboot » 26.01.2013, 09:58

Eine weitere Sportart, mit mehreren Dopingfällen jedes Jahr, ist des Deutschen liebste Fernsehsportart, Biathlon.

Trotz dieser Skandale, wird Biathlon weiterhin zur besten Sendezeit übertragen.
Tagelang.

Ich habe mal einige Beispiele zusammengetragen. Wer sich mal die Mühe macht, findet unzählige Berichte über Doping im Netz.

http://www.spiegel.de/sport/wintersport ... athlon-ukr...

http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... so-einen-f..

http://www.handelsblatt.com/sport/sonst ... n/biathlon..

http://www.welt.de/sport/article3197971 ... al-Biathlo...

www.stern.de/sport/sportwelt/biathlon-wm-morddrohungen-.
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Beitragvon hanseat » 28.01.2013, 20:13

Dass ein Wassertraeger ohne grosse Resultate wie Grischa Niermann nun EPO-Doping gesteht, macht mich noch betroffener als bei den ohnehin unglaubwuerdigen Rundfahrtensiegern. Hatte immer noch die Hoffnung, dass ein paar saubere Sportler dabei sind. Traurig, diese Welt voller Lug und Betrug. Da kann man sich nur seine eigene saubere Umgebung aufbauen.

Mich wuerde ja wirklich mal interessieren, welche wenigen Sportler die Tour tatsaechlich ohne unerlaubte Mittel ueberstanden haben. Die sollten mal namentlich von den Mitwissern genannt werden, damit man ihnen ein Denkmal setzen kann.
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Beitragvon stolk » 28.01.2013, 21:48

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Beitragvon Helmut » 29.01.2013, 00:48

Im Moment sind viele Augen auf den Prozess gegen den spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gerichtet. Der Spiegel berichtet, dass zu den Doping-Kunden Fuentes rund 200 Sportler zählten, darunter auch Tennisprofis, Fußballer, Leichtathleten und Schwimmer. Siehe

http://www.spiegel.de/sport/sonst/fall- ... 80105.html

In der eigentlich stets um Objektivität bemühten Tagesschau war gestern um 20 Uhr allerdings wieder nur von Radsportlern die Rede.

Auch das Handelsblatt klammert die eigentliche Sensation - dopende Profi-Fußballer - aus, schreibt statt dessen von "rund 200 Spitzensportler und 58 Radsportler". Siehe

http://www.handelsblatt.com/radsport-do ... 97502.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Angelboot » 29.01.2013, 10:39

Helmut schrieb:
In der eigentlich stets um Objektivität bemühten Tagesschau war gestern um 20 Uhr allerdings wieder nur von Radsportlern die Rede.

Auch das Handelsblatt klammert die eigentliche Sensation - dopende Profi-Fußballer - aus, schreibt statt dessen von "rund 200 Spitzensportler und 58 Radsportler". Siehe
Genau deswegen kämpfe ich unermüdlich für den Radsport, und werde es auch weiterhin machen. Diese einseitige Berichterstattung, auch von vermeintlich seriösen Medien, ist der eigentliche Skandal. Das ist auch meine Motivation hier im Forum, den einseitigen Angriffen, nur der böse Radsport, zu widersprechen.

Und wer hier dann immer von persönlichen Angriffen schreibt, sollte sich schon mal fragen, ob seine Vorgehensweise fair ist. Fair wäre ist, den gesamten Hochleistungssport in seinen Auswüchsen zu hinterfragen. Auch die Dopingfälle in diesen Sportarten publik zu machen, genauso anzuprangern. Gerechtigkeit zu fordern, ist doch wohl kein persönlicher Angriff.

"Mein Radsport" hat Fehler gemacht, Sauereien, ja Verbrechen sind passiert. Ich glaube aber an einen sauberen Neuanfang.

Ich habe am Wochenende mit einem Ex-Radrennfahrer gesprochen. Seiner Meinung nach ist die jetzige Aufarbeitung, vom"Fall Amstrong" ausgelöst, Fluch und Segen. Fluch: Der Radsport steht wieder am Pranger, muss auch für die anderen Sportarten alles mit ausbaden. Segen: Auch den letzten Idioten, die meinten es könne immer so weitergemacht werden, ist klar geworden, es muss ein anderer Weg gegangen werden. Der Radsport muss eine Vorbildfunktion auf diesen Weg einnehmen.

Es ist ein gemeinsames Vorgehen aller Hochleistungssportarten notwendig. Ein einheitliches Kontrollsystem, nicht in der einen Sportart Larifari kontrolliert werden, und im Radsport mit mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden auf Basis z. B. mit dem Blutpass.

Wenn es so bleibt wie bisher, wird der Radsport weiterhin Verlierer sein.

Hanseat schrieb:
Dass ein Wassertraeger ohne grosse Resultate wie Grischa Niermann nun EPO-Doping gesteht, macht mich noch betroffener als bei den ohnehin unglaubwuerdigen Rundfahrtensiegern.
Die sogenannten "Wasserträger" waren aus meiner Sicht leider immer die "Anfälligen", was Doping betrifft. Sie haben die wirkliche Arbeit gemacht. Teilweise unmenschliches geleistet. Wer da in einem Siegerteam fuhr, wurde dafür auch finanziell gut entlohnt. Bei den anderen blieben da oft auch nur gesundheitliche Spätfolgen.

Sollten aber immer nur die Fahrer auf der Anklagebank sitzen? Nein. Der Fuentes Prozess zeigt es aber mal wieder deutlich. Es sind die Fahrer. Vielleicht noch die Teamchefs Saiz, Labarta oder Belda. Wer zerrt endlich mal die Veranstalter der grossen Rundfahrten auf die Anklagebank. Sie sind es, die eigentlich unerfüllbare Anforderungen, an die Fahrer gestellt haben. Wissentlich. Nur um das Spektakel noch auszuweiten. Gierig um ihre Taschen zu füllen.

Und sind wir es nicht auch? Die immer noch mehr "Leiden" sehen wollten.
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Beitragvon stolk » 29.01.2013, 12:34

Blut und Spiele - ein erschreckender Film über Doping im Sport:

http://www.youtube.com/watch?v=66T-n8JzFHY
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