Cyclocross oder MTB - Mehr als eine Gewissenfrage im Norden

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UweK
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Cyclocross oder MTB - Mehr als eine Gewissenfrage im Norden

Beitragvon UweK » 26.11.2012, 23:19

<b>Cyclocross oder MTB -- mehr als eine Gewissenfrage im Norden</b>

Nur um es vorweg zunehmen, die Idee zu einem solchen Thread stammt geistig von <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... brocken</a> ab, da ich aber nicht den Ursprung noch weiter belasten will, folgen hier nun erst ein paar Zitate, und danach geht die Diskussion hoffentlich richtig los!

In <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=6182"> 6. Allertal-CTF</a>:
Harterbrocken hat geschrieben:Auffällig dabei, wie viele MTB-Fahrer wir überholten. Ich finde das Thema MTB versus Crosser ja superspannend und werde dazu dieser Tage mal einen eigenen Fred einstellen. Mal sehen, wie Ihr das seht... Also ich finde den Crosser für unsere norddeutschen Strecken- und Bodenverhältnisse optimal.
Worauf die Antwort kam:
heihu11 hat geschrieben:
eggeling hat geschrieben: Aber ist doch eigentlich Wumpe mit was man fährt, Hauptsache man tut es ;)
.. und man(n)/frau hat Spass dabei. :P
Dazu kann ich nur sagen, ich habe seit kurzer Zeit einen Crosser und bin das Fully-MTB von Helmut mal kurz "Probegefahren", das ist vollkommen richtig - Hauptsache man tut erstmal was.

Und zur Geschwindigkeit, jeder muss seinem Können und seinem Fitnessstand angemessen fahren, und so kann es schonmal vorkommen das ein trainierter Crosser einen an sich überlegenen MTBler im Matschtrail abhängt...

Hingegen
alexneu hat geschrieben:Ein paar negative Anmerkungen habe ich allerdings auch:
Wir waren ja nicht ganz alleine im Wald unterwegs. Wie einige, vorwiegend Crosser, an Spaziergängern vorbeigeprügelt sind, fand ich schon bedenklich. Da galt es "Kopf runter", Unterlenker gefaßt - und durch. So rauscht man dann auch mal an einer Abzweigung vorbei, was ja nichts ausmacht. Man könnte ja höchstens einen reizvollen Singletrail verpassen. Egal - Hauptsache schnell!
Womit er auch völlig Recht hat, auch der Wald gehört den Radfahrern nicht alleine, Rücksicht ist immer nötig. Auch von anderen CTFs dieses Jahr hat man hier leider lesen müssen, dass die Sonntagsspatziergänger quasi umgefahren wurden, das geht natürlich gar nicht.

Mir ist es an einer Stelle auf der 6. Allertal CTF leider auch passiert, dass ich beim vorsichtigen heranrollen an eine Reiterin das Pferd verschreckt hatte,

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20224.JPG">
(auf dem Bild bin ich nicht zu sehen, fahre vorne mit der 77er Startnr.)

vor einigen Jahren war ich selbst Reiter im Wald, und weis, wie schlimm das ist, wenn das Pferd sich erschreckt, aber sowas passiert und war in dem Fall auch für alle gut ausgegangen. P.S. Hab mich bei der Reiterin auch noch entschuldigt, da hätte ich definitiv vorher nochmal kurz rufen sollen...

Nur Kopf runter und hauptsache Geschwindigkeit kann man im Rennen auf abgesperrter Strecke machen, aber nicht bei ner CTF oder ner privaten Ausfahrt, dafür gibt es Rennen.

<b><i>So nun zum eigentlichen Thema, was ist denn nun besser im Norden?</i></b>

Ich bin der Meinung, ein Crosser mit den Streckenverhältnissen angepassten Mänteln (ich habe Cyclocross Speed, 42/35 mm CycloXKing und 33 mm Racing Ralph) sowie der passenden Übersetzung (bei mir z. Z. 46/36 vorn, 30-12 hinten) bringt maximalen Spaß

Mein Rad wiegt samt mechanischen Scheibenbremsen (oh gleich die nächste blutige Wunde in die ich jetzt reinsteche) 10kg, also gerade mal 2kg mehr als mein RR. Damit komme ich mit viel Spaß (und trotz auch etwas fehlender Kondition) trotzdem unsere Rampen gut hoch und auch im 10cm tiefen Schlammbad habe ich keine Probleme einfach nur reinzutreten, ohne Durchrutschen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20040.JPG">

Im ca. 10 cm tiefen Schlammbad mit 35/42 Stollen-CycloXKing kein Problem! Kein Durchrutschen, und die Fahrstabilität kommt von den eingeklickten Pedalen (drücken <i>und ziehen!</i>)

Problematischer wird es vor allem bei Wurzeln, die Crack's springen bergab einfach drüber, ich bremse (was aufgrund der Scheibenbremsen immer sehr gut funktioniert). Beim Fully-MTB hat man dieses Problem (vor allem des Durchlags) wohl eher weniger und saust einfach drüber.

Bergauf kann man bei einer Wurzel nicht viel machen, entweder ist sie klein genug um drüber zu fahren, oder man muss halt doch absteigen...
Aber das wird für MTB und Crosser (mit nicht im Rennen zugelassener Bereifung) wohl auch gleich sein.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20176.JPG">

Wenn Hindernisse, wie z. B. umgefallene Bäume, im Weg sind, hat der Crosser wieder seinen Gewichtsvorteil, da springt man kurz runter, schultert das Rad und weiter gehts, beim MTB braucht man dafür schon ordentlich "Muckis" in den Armen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20216.JPG">
Nicht ganz faires "Hinderniss", kann bei einer CTF den Vorteil bringen :)

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20039.JPG">
Kommt schon häufiger auf nem Trail vor...

Weitere Argumente für ein MTB wären lange Schotterpisten (mit Schlaglöchern), sowie lange steile Anstiege, wo die kürzere Übersetzung greifen würde, beides haben wir hier im Norden doch eher weniger.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20221.JPG">

Auf "hoppeligen" Feld- und Waldwegen ist ein Fully-MTB einem nicht gefederten Crosser einfach überlegen - hier zählt Komfort!
PS. auch hier ist das Bild nicht ganz passend, es gibt deutlich unkomfortablere "Autobahnen" ;)

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20044.JPG">
Zu wenig Traktion, zu wenig Kraft?! Beides ist beim Crosser entscheident!

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20061.JPG">
Beim Stock im Hinterrad ist weder der Crosser, noch das MTB im Vorteil, da kann man nur hoffen das es (wie hier mit mad.mat) gut ausgeht...

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20142.JPG">
Pannen hat man vermutlich mit einem Crosser wohl eher, als mit einem MTB...

Von daher meine Überzeugung für das "beste" Allround Offroad Bike im Norden ist wohl doch eher das Cyclocrossrad.

Was denkt ihr, und vor allem du, Harterbrocken, darüber?

Ich freue mich auf eure Kommentare!
1. Vorsitzender HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
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Beitragvon Tomcat » 27.11.2012, 12:43

Crosser oder MTB haben für mich zwei grundverschiedene Einsatzbereiche.

Ich fahre MTB, weil ich in den Harburger Bergen bei Abfahrten über Kanten und Bodenunebenheiten spingen will. Einige Passagen, die ich mit meinem MTB fahre, kann ich mir mit einem Crosser zu fahren nicht vorstellen. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass sich jemand einen Crosser holt, um damit schwierige Singetrails in den Harburger Bergen zu fahren.

Keine Frage, ich hab schon bei Crossmeisterschaften als Zuschauer gestanden und war beeindruckt davon, was einige Cracks so drauf haben, aber das ist eine andere Welt als mit dem MTB zu fahren.

Es gibt deshalb für mich kein besser oder schlechter, sondern ein: "Was ist für den beabsichtigten Einsatzzweck besser geeignet?"

Flache CTFs mit viel Waldautobahnen mögen dem Crosser entgegenkommen, wer viel Kilometer im Winter abreissen und dabei nicht nur Asphalt nutzen möchte, der ist mit dem Crosser sicherlich gut bedient.

Für mich wäre das nix. Cruisen mit dem Rennrad im Sommer, auf und ab mit dem MTB im Winter.

Gruß

Thomas
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Beitragvon Speedmanager » 27.11.2012, 22:05

Sobald ich von der Strasse abbiege, muss ich den fahrtechnischen Offenbarungseid leisten.
Da kommt für mich ausser einem Fully, das meine gröbsten Schnitzer einigermassen ausgleichen kann, nix in Frage. Schliesslich will ich ja noch einigermassen vorwärts kommen und nicht nur Bodenproben nehmen.
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Beitragvon Indorain » 27.11.2012, 23:45

Bufo hat geschrieben:Crosser oder MTB haben für mich zwei grundverschiedene Einsatzbereiche.
Finde ich nicht! Ein Crosser ist vom Einsatzbereich her eine Teilmenge des MTB's. Wo man mit dem Crosser fahren kann, dort geht es auch mit dem MTB. Wo es mit einem MTB noch fahrbar ist, trifft dieses für den Crosser nicht unbedingt zu.

Im hisigen Gefilde wird ein MTB selten seine Geländeüberlegenheit präsentieren können. Wer bei einer Tour mit Crossfahrern mit seinem MTB nicht immer hinterher fahren möchte, wird kaum darumherum kommen sich ebenso ein solches zuzulegen. Welchen Sinn diese Aufrüsterei hat, sei mal dahingestellt, außer der Unterstützung der Fahrradindustrie... Ok, man kann schneller fahren, muss dafür eher mit platten Reifen rechnen, hat keinen Federungskomfort und fährt auch nicht unbedingt sicherer.
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 29.11.2012, 20:46

Ja, schwierige Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Wenn man aber für jede Situation das richtige Rad am Start haben will, braucht man wohl für die Grundausstattung:

1. ein Rennrad (hält gerade seinen wohlverdienten Winterschlaf)
2. einen Crosser für die leichten Querfeldein Touren
3. ein MTB fürs grobe Gelände
4. ein Tourenrad für den Familienausflug
??????

Oder man löst Punkt 2-4 wie ich mit einem Kompromiss und der heißt bei mir Stevens X6, wohl die Mischung aus MTB und Crosser. Nutze das Rad ganzjährig für den täglichen Arbeitsweg 70% Strasse und 30% Wald- und Schotterwege. Habe auch schon die ein oder andere CTF damit bestritten und fahre damit im Winter auch lieber meine km im Gelände als auf einer Rolle. Bis dato konnte ich alle Situationen damit bewältigen und Stürze kamen nur durch Übermut oder Glatteis zu Stande.

Viel schwieriger ist die Reifenwahl, mit gut profilierten Pneus (Marathon Extreme) hat man selbst in matschigem Gelände guten halt, leider gibt es diese Reifen aber nicht mit einem zuverlässigem Pannenschutz oder? Und der hat für mich Prio 1, da es überhaupt nicht schockt morgens um 6.00 Uhr bei minus Graden einen Schlauch zu wechseln. Also pannensicherer Reifen (Marathon Tour Plus), dafür weniger Profil und mehr Gewicht. Naja irgendwas ist ja immer. Aber auch damit kann man sich recht zügig im Gelände bewegen und für einen Familienausflug reicht es alle mal. Für 95 % der Fälle ist diese Mischung die nahezu optimale Kombi, für die restlichen 5 % ziehe ich mir andere Reifen auf, auch auf die Gefahr, dann mal Platt zu fahren. :)

Gruß Mario
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Beitragvon Tomcat » 29.11.2012, 23:11

Ü40-Cyclist hat geschrieben:Oder man löst Punkt 2-4 wie ich mit einem Kompromiss und der heißt bei mir Stevens X6, wohl die Mischung aus MTB und Crosser. Nutze das Rad ganzjährig für den täglichen Arbeitsweg 70% Strasse und 30% Wald- und Schotterwege.
Das Stevens X6 fahre ich auch seit vielen Jahren als sportliche Alternative zu meinem Trekkingrad. Damals hatte ich weder Rennrad noch MTB. Bei der Tour im Oktober "Crossen rund um Hamburg - Der grüne Ring" war ich aber gegenüber den reinen Crossern damit klar im Nachteil. Allerdings war mein X6 auch mit Gepäckträger und -tasche bestückt.

Und in den Harburger Bergen kann ich mir nicht vorstellen, damit eine Wurzelpassage zu nehmen. :-) Deshalb IMHO, Punkt 2 mit Einschränkungen, aber Punkt 3 auf keinen Fall.

Ich empfinde den Hinterbau des X6 auch als ziemlich starr.

Gruß

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Beitragvon Helmut » 29.11.2012, 23:34

Ü40-Cyclist hat geschrieben:mit gut profilierten Pneus (Marathon Extreme) hat man selbst in matschigem Gelände guten halt, leider gibt es diese Reifen aber nicht mit einem zuverlässigem Pannenschutz oder?
Der Marathon Extreme ist einer aus der Serie von Schwalbes Evolution Line-Reifen, die sehr guten Pannenschutz bieten, nicht absoluten, aber dafür vollen Fahrspass.

Mit dem Extreme fahre ich seit 14 Monaten tagsüber durch die Stadt auf Asphalt, abends vielfach auch auf Sand, selten gar cross, so wie bei der geführten CTF-P ab Aumühle. Geschätzt hatte ich dabei insgesamt nur drei Pannen, was ich als sehr wenig erachte.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Ü40-Cyclist » 30.11.2012, 22:33

@Bufo: Bin mit dem X6 ohne Gepäckträger und Taschen unterwegs ;) allerdings mit Schutzblechen, freut immer die MTB-er und Crosser, weil sie nicht so mit Dreck beworfen werden. Ein Nachteil des X6 gegenüber einem Crosser ist aus meiner Sicht natürlich das Gewicht und der höhere Schwerpunkt, gibt in engen Kurven manchmal das Gefühl umzukippen (ist aber noch nicht passiert).

Bin öfter im Rader Wald unterwegs, der zu dieser Jahreszeit auch einige anspruchsvolle Trails (auch Wurzelpassagen) aufweist, muss man natürlich etwas langsamer drüber, da das schon ganz schön poltert, ist aber machbar. Habe leider keinen direkten Vergleich zu den Harburger Bergen, da ich da noch nicht unterwegs war. Aber wie gesagt, nutze das Rad hauptsächlich um zuverlässig zur Arbeit zu kommen und für den Rest bin ich kompromissbereit und quäle mich dann auch gern mal.

@Helmut: Keine Frage, der Extreme hat absolut gute Fahreigenschaften und bietet gegenüber den Schwalbe Plus und Conti Plus Reifen auch vollen Fahrspaß, da wesentlich agiler. Auf meinem Arbeitsweg muss ich aber leider auch an einer Altglas-Sammelstelle vorbei und nicht alle scheinen zu wissen, dass die Flaschen in den Container gehören und nicht davor. Des Weiteren fahre ich ein Teil des Hochbahn Wanderweges und da wurde letztes Jahr neues Material aufgebracht (beinhaltet viele kleine spitze Steinchen). Auf diesen besagten Abschnitten habe ich mir schon des Öfteren einen Platten gefahren, da die Fremdkörper immer zwischen den Profil-Noppen eingedrungen sind. Daher wieder zurück zum Schwalbe Marathon Plus. Mal einen Schlauch wechseln finde ich nicht schlimm, aber morgens im Dunkeln, bei Regen oder Schnee ist halt doof und da ist einmal schon einmal zu viel. Und für die Funtouren ziehe ich dann auch wieder den Extreme auf. :GrosseZustimmung:

Vielleicht sehen wir uns ja am 09.12.2012 in Aumühle, bei der OCTF zum Erfahrungsaustausch. ;-)

Gruß Mario
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Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 02.12.2012, 11:43

Crosser vs. MTB? Kann man doch eigentlich so pauschal kaum miteinander vergleichen. Von was für einem MTB gehen wir denn bei diesem Vergleich aus? Carbon Hardtail mit unter 10 Kg oder Freeride Fully mit 160 mm Federweg und 16 Kg Systemgewicht? Gerade bei den MTB´s gibt es ja doch gravierende Unterschiede bezüglich des Einsatzbereiches.

Und genau der Einsatzbereich ist doch, neben persönlichen Vorlieben, der springende Punkt. Für schnelles Fahren auf Waldwegen ist sicherlich der Crosser erste Wahl. Wenn es ruppiger wird, dürfte ein CC MTB (ob Fully oder Hardtail, wäre dann die nächste Glaubensfrage) dann doch überlegen sein. Fallen diese Strecken dann auch noch etwas länger aus, darf es vielleicht auch schon ein Marathon- oder Tourenbike werden. Spätestens im Bikepark geht ohne satten Federweg gar nichts mehr.

Ich persönlich fahre nur MTB. Das Straßenfahren mit einem RR ist mir schlicht zu langweilig. Bissl Gelände darf´s schon sein. Obwohl auch ich nur selten wirklich extreme Passagen fahre, kommt ein Crosser für mich nicht in Frage. Als Hauptgrund hierfür ist der Lenker anzuführen. Ich mag ihn schlichtweg nicht. Ich empfinde diese daraus resultierende Sitzposition als unbequem. Zudem vermittelt die Griffposition mir einfach zu wenig Kontrolle über das Rad. Auf der Straße käm ich damit klar, im Wurzeltrail hätt ich einfach nur Schiss!

Wer allerdings behauptet, dass ein MTB in hiesigen Gefilden selten überlegen sein wird, ist vermutlich noch nie entsprechende Strecken gefahren. Ebenso wie ein MTB gegenüber dem Crosser auf der Waldautobahn in Sachen Highspeed Federn lassen muss, ist der Crosserfahrer auf so manchen Strecken hier im Norden zum ewigen Schieben verdammt. Gleiches Leistungsvermögen und technisches Können der Fahrer natürlich vorausgesetzt.
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Beitragvon ducdich » 04.12.2012, 08:09

Wenn jemand die eierlegende Wollmilchsau zwischen beiden sucht, ist er mit einem leichten Race 29er Hardtail gut beraten.

Ansonsten muß man hier oben im Norden natürlich abwägen, wo man unterwegs ist und was man fahren möchte. Einige Stellen in den Harburger Bergen sind mit dem Crosser schon grenzwertig, aber ein richtiger Crosser trägt sein Rad ja gerne spazieren.

Ein Aspekt sind sicherlich auch die Kosten. Gute Dämpfungselemente und Lager kosten Geld, daher ist ein gutes Fully auch in der Anschaffung teurer und benötigt mehr Wartung.

Auf meinen Crosser komme ich mit einem Kettenblatt und hinten 10fach aus.
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Beitragvon kocmonaut » 05.12.2012, 00:03

wie wärs mit einem Blick Richtung motorisierte und vierrädrige Fortbewegungsmittel? Das MTB ist der Jeep, damit kommste überall durch. Der Crosser ist das SUV, ein tiefergelegter Jeep, oder der Sportwagen mit Noppen. Bißchen schneller aber mit limitierten Fähigkeiten. Also mehr Eier als Wollmilch. Wohl deswegen ist die Frauenquote auf Crossern auch besonders mies.

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Beitragvon Flaschengeist59 » 08.12.2012, 21:44

kocmonaut hat geschrieben:Bißchen schneller aber mit limitierten Fähigkeiten. Also mehr Eier als Wollmilch. Wohl deswegen ist die Frauenquote auf Crossern auch besonders mies.
Wie soll "Frau" das denn verstehen :oops:
Habe deshalb heute den Sportwagen mit Noppen statt Jeep benutzt, um durch den Schnee zu pflügen. Frauenquote verbessert, Megaspaß gehabt :Aetsch:
Auch Philosophieren will gelernt sein... :cry:

:gruss: Flaschengeist
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Beitragvon kocmonaut » 08.12.2012, 23:34

Hallo Flaschengeist59,

Beide Sportgeräte haben eine Einsatzschnittmenge, die beim Nutzer gewisse Zweifel entstehen lassen, welches Sportgerät denn nun gekauft oder zum Einsatz kommen soll. Männer wählen in diesem Zweifelsfall eher das schnellere als das geeignetere Sportgerät. Frauen sind über diese Zweifel erhaben.

edit

Und die limitierten Fähigkeiten beziehen sich dabei ausschließlich auf die des Crossers im schweren Geläuf.


Mein Beitrag ist also eine Huldigung an das starke weibliche Geschlecht. Dieses Lob war wohl möglich zu verborgen. Danke dafür dass Du geholfen hast, dieses Missverständnis aufzuklären.

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Beitragvon Flaschengeist59 » 09.12.2012, 13:30

Hallo Kocmonaut,

das Lob ist angekommen.

:gruss: Flaschengeist59
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Schon eher ne Philosophie- Frage als ne Gewissensfrage...

Beitragvon Funsports_Z » 31.12.2012, 02:50

Bagdad-Biker hat geschrieben:Crosser vs. MTB? Kann man doch eigentlich so pauschal kaum miteinander vergleichen.......

....Und genau der Einsatzbereich ist doch, neben persönlichen Vorlieben, der springende Punkt. ....

Ich persönlich fahre nur MTB. Das Straßenfahren mit einem RR ist mir schlicht zu langweilig. Bissl Gelände darf´s schon sein. Obwohl auch ich nur selten wirklich extreme Passagen fahre, kommt ein Crosser für mich nicht in Frage. Als Hauptgrund hierfür ist der Lenker anzuführen. Ich mag ihn schlichtweg nicht. Ich empfinde diese daraus resultierende Sitzposition als unbequem. Zudem vermittelt die Griffposition mir einfach zu wenig Kontrolle über das Rad. Auf der Straße käm ich damit klar, im Wurzeltrail hätt ich einfach nur Schiss!

Wer allerdings behauptet, dass ein MTB in hiesigen Gefilden selten überlegen sein wird, ist vermutlich noch nie entsprechende Strecken gefahren. Ebenso wie ein MTB gegenüber dem Crosser auf der Waldautobahn in Sachen Highspeed Federn lassen muss, ist der Crosserfahrer auf so manchen Strecken hier im Norden zum ewigen Schieben verdammt. Gleiches Leistungsvermögen und technisches Können der Fahrer natürlich vorausgesetzt.
Ausnahmsweise ma ;) gebe ich meinem Vorredner in allen Punkten absolut recht! Wirklich!, ernsthaft :GrosseZustimmung:

Sieht man ma davon ab, dass man, als Gemeinsamkeit, mit beidem auf Feld und Forstwegen recht schnell fahrn kann, is der Rest dann Äpfel mit Birnen vergleichen.

Ich bin mal am Rande unserer BDR-Bezirkstagung von unsrer Bezirksfachwartin gefragt worden, "Warum wir denn nicht bei den CrossCup Rennen melden? Man könnte ja mit dem MTB teilnehmen", aber das is, ehrlich gesagt, mit nem 13-15 kg MTB mit 2,3-2,5" "Grobstollen"-Bereifung und dem Streckenlayout allenfalls just for fun oder ne zusätzliche, erweiterte Kondi-Trainingseinheit oder aber eben besagtes Äpfel mit Birnen vergleichen.

Andersherum würde wohl kaum jemand auf den Gedanken kommen, mit dem Crosser an sowas hier im Norden teilzunehmen:

http://videos.mtb-news.de/videos/view/5460

Das ist für mich ganz persönlich richtiges Mountain-Biken und das geht auch hier im Norden.

Ich habe in der Kindheit ein 24" RR gehabt, bevors mir auch zu langweilig wurde und ich dann auf die zweirädrigen Spaßgeräte, mit denen man nicht nur richtig schnell fahrn, sondern auch alle möglichen Hindernisse (wie Parkbänke oder Treppen etwa ;) ) überwinden konnte, gewechselt bin. Und genauso wie BaBi habe ich gerne ein wenig Restkomfort beim Biken und mehr Sicherheit im Gelände durch z. B. breiteren Lenker, größere Bremsen, Fahrwerkstechnik und breitere, gröbere und pannensichere Reifen. By the way, meinen größten Respekt und Bewunderung für die Kollegen, die sich bei uns "todesverachtend" mit dem Crosser die Bunker runterstürzen; ich hätte echt Schiß dabei auf som Teil und bekomm, davon wissen meine Kollegen zu berichten, auf zu dünnen, zu filigranen Rahmen im Gelände "Rahmenpanik". ;)

Und damit komm ich dann zur Philosophie-Frage; meiner Meinung nach stehen hinter den beiden Sportgeräten/Sportarten zwei gänzlich verschiedene Philosophien (für die man sich ggf. entscheiden muß):

Crossen bedeutet: Highspeed und da, wo Highspeed geländebedingt nicht mehr geht, Absteigen und Tragen, ein durchaus probates technisches und taktisches Mittel.

MTB bedeutet: Sich überall hochzuquälen, bergab Vollgas stehen zu lassen und Absteigen ist (zunächst) keine Option!

Das macht für mich den Reiz/ die Herausforderung am Mountainbiken aus, mit Fahrtechnik auf und mit dem Bike, die Dinge, die einem das Gelände vorgibt (und auch sich selbst) zu überwinden und Grenzen immer wieder aufs Neue zu verschieben.

Daher geht die (Philosophie-) Frage bei mir klar zu Gunsten des MTB aus, auch wenn man damit ma letzter is ;) und sich auf dem Anstieg zur Eisenbahnbrücke (is tatsächlich so passiert) von Rennradlern, die vorbeirauschen, so Sprüche anhören muß wie "Ihr seid hier falsch, dahinten gehts runter". ;)

In dem Sinne

Gruß
Jan

PS: Sollte ich jemals in Versuchung geraten, an so einem CrossCup teilzunehmen, wird dann sicherlich in meiner Garage ein 8 kg Carbon Race Hardtail meiner "Hausmarke" mit lefty stehn, das im Moment in der Kette mit der grünen Wandfarbe geradezu inflationär und unverschämt günstig angeboten wird. ;) Und dann hat sichs sicher auch mit den Sprüchen ;) :mrgreen:
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Mirco
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Beitragvon Mirco » 31.12.2012, 08:28

Moin

Ja, ist alles eine reine Geschmacksache und jeder sollte sich am Ende für das richtige Sportgerät entscheiden.

Auf CX-Rennen zeigt sich allerdings deutlich, das MTB'ler in den meisten Fällen einen Nachteil haben, denn an den Passagen, wo CX'ler ihr Gefährt Schultern oder Schieben kommt ein MTB'ler auch nicht fahrend weiter. Ganz davon abgesehen, sind MTB auch nur in der Hobbyklasse erlaubt.

Die Wahl des richtigen Untersatzes ist sicherlich auch abhängig von der jeweiligen Region, der Trainingsmöglichkeiten bzw. was will man eigentlich erreichen. In unserer Region hier am Steinhuder Meer ist es eher flach und es gibt in den Forstwäldern keine wirklichen MTB-Trails, die ein solches Gefährt rechtfertigen. OK, der Deister liegt ca. 20-25 km südlich und ist reihenweise mit MTB-Trails durchzogen, doch missfällt es mir persönlich, dort dann immer mit dem Auto anzureisen, um mal eine Runde zu drehen. Da ist es auch aus zeitlichen Gründen einfacher, direkt von der Haustür aus auf den Forstwegen zu starten.

Jeder hat halt seine Vorlieben und sollte sie dann auch ausleben.

;-)
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 03.01.2013, 22:37

Halli hallo,

ich verfolge den Artikel schon ein kleines Weilchen als stiller Mitleser, und nun möcht ich auch was dazu sagen.

Ich denke, als erstes muss man sich klar werden, was man unter den Definitionen Crosser und MTB versteht. Crosser ist ja noch recht einfach, da gibt es nicht viel Spielraum in der Variation/Ausstattung des Rades, was den Einsatzbereich verändert, beim Kauf drauf geschaut, ob Cantis, Mini-Vs oder gar Scheibenbremsen dran sind, nachher noch etwas an Ritzeln und Kettenblatt geschraubt und bei den Reifen etwas mit Profil und Breite rumspielen, das war es dann schon (Den Lenker lassen wir mal so gebogen, wie er sich für einen Crosser gehört), was man machen kann. Mehr gibt die Industrie auch nicht her.

Aber beim MTB geht es schon los, denn mit den 29ern ist man kaum noch von einem Crosser entfernt, wenn man schmale Reifen aufzieht und Starrgabel fährt. Weiter geht es mit dickeren Reifen, über ein schickes Race Hardtail hin zu einem Marathon Fully, danach ein Enduro oder Freerider, bis hin zu einem DH Boliden mit Federweg jenseits von gut und Böse, ob das alles mit 26" oder 29er, ist dann fast egal.

Welches "MTB" vergleicht man denn jetzt mit dem Crosser? Ich möchte mal behaupten, das MTBs, die starr oder ein Race Hardtail sind, einem Crosser ebenbürtig sind, solange man den flachen Teil Norddeutschlands als Maßstab nimmt. Es gibt Passagen, da haben Crosser leichte Vorteile und es gibt Passagen, da ist das MTB im Vorteil. Welche davon jetzt häufiger vorkommen, ist dann halt tourenabhängig, dürfte sich aber in der Praxis eher die Waage halten. Ecken wie die Harburger Berge sind dann aber schon das Revier von MTBs.

Habe dazu auch was interessantes gefunden, Michelstädter City Cross, ein Rennen mitten durch die Stadt, wo bis vor kurzem noch Crosser und MTBler zusammen gestartet sind, so 2010. Hauptrennen ab 2 min 30.

http://www.youtube.com/watch?v=mFA3GvPVckA

Es starten mehrere Klassen zusammen, weshalb der Rennverlauf nicht immer eindeutig ist. Aber gut zu erkennen ist, dass sich die Nr. 86 (Bergamont MTB) und die Nr. 131 (Crosser mit rotem Streifen) bis in der letzten Runde zusammen fahren. Den Zieleinlauf sieht man leider nicht, und die Nr. 27 (anderer Crosser, mit rotem Streifen) und die Nr. 101 (MTB, rotes Trikot), wo sich die 27 erst im Zielsprint durchsetzt. Für 2012 trennte man die Klassen, aber man kann anhand des Rundenprotokolls sehen, das im Grunde keine der beiden Radklassen hier irgendwelche Vorteile hat, auf diesem technisch sehr einfachen Kurs.

Cross: http://my3.raceresult.com/details/resul ... ERGEBNISSE
%208%20Runden&CertificateLink=1&format=view

MTB: http://my3.raceresult.com/details/resul ... ERGEBNISSE
%2010%20Runden&CertificateLink=1&format=view

Die Links bitte kopieren und manuell in die Browsernavigation einfügen, das Forum mag das Zeichen vor "RUNDEN-" nicht.

Auch im Stevens Cup zeigt sich, das MTBs durchaus mit Crossern mithalten können. Erstes Beispiel ist z. B. in der Ü40 Hobbyklasse Henry Thiel, der mit seinem MTB fährt und fast immer den 2. Platz belegt, hinter Volker Simonsen, welcher zwar einen Crosser fährt, als ehemaliger Deutscher MTB-Meister der Senioren verwundert es nicht, dass er jedes Rennen, wo er war, gewinnt (und das meist recht deutlich).

Desweiteren sind in der Ü18 Hobbyklasse auch einige der Vorderplazierten der Gesamtwertung schon mit einem MTB einige Rennen gefahren, und sie sind damit auch in etwa Plazierungen gefahren, wie mit einem Crosser in anderen Rennen, bis hoch zum 2. Platz.

Was man lieber fährt, bleibt dann persönlicher Geschmack, ich z. b. habe
beides und manchmal halt Lust auf das eine und nächste Woche auf das andere.
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mad.mat
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Beitragvon mad.mat » 03.01.2013, 22:44

@Jacfm

Schöner Erstbericht hier. Herzlich Willkommen.
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 05.01.2013, 09:33

danke schön mad.mat,

freue mich hier zu sein 8)
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Leffti Peter
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MTB mit Lefty !?!

Beitragvon Leffti Peter » 05.01.2013, 23:47

Hallo

Tja ich muß schon sagen, dass hier zu dem Thread viel tolle und richtige Beiträge stattgefunden haben, nun gut - mein glutenfreier Senf dazu ist: Bin heute bei den feuchten nassen Bodenverhältnissen ca. 4 Stunden rund um und durch Hitzacker + Göhrde gefahren - kennt Ihr sicher alle, das "Geläuf" dort!?! Ein bisschen hügelig, nur ganz dezent. Frage ich mich, wie man mit einer Crossergetriebeübersetzung dort in diesem super Gelände überhaupt ein "Grundlagenwintertraining" hinbekommen möchte. Dabei sei nur am Rande erwähnt, das meine Lefty wieder supersensibel die glitschigsten Baumwurzeln und Steine " - auch richtig schnell bergab sind die eine Herausforderung - weggefedert hat - ne echt, kein Sturz dabei erlebt - nur :D. Ach ich liebe dieses spaßige pulsruhige Grundlagentraining - und so flowig und komfortabel. Wobei die Lefty auch schnell und ruppig kann - die ist eben besonders vielseitig: sehr stabil und direkt auch mit Scheibenbremsen und blockierbar - siehe dazu unten.

Na ja und das mit dem schnellen "HEIZEN", also DAS mit dem RICHTIG SCHNELLEN fahren ;-) ist meines Erachtens (in der Bedeutung und Qualität für einige Leute nur unter "Anderem" aufgeführt ?!) hauptsächlich auf der menschlichen Antriebsseite zu suchen - also eine Fittness-Frage und das Vermögen technisch überhaupt schnell - natürlich auch "Schnelle Reifen" -fahren zu können, um dann dazu aeodynamisch flach mit entsprechender Überhöhung und Übersetzung auf Waldautobahnen oder asphaltierten Strecken mit Flow und Atmung klar zu kommen. Die Lefty Frontgabel kann man übrigens dazu in der Federung schnell blockieren - also sozusagen als Starrgabel fahren.

Also kurzum gibt es "NUR DAS EINE KORREKT RICHTIGE RAD": mein Cannondale 26`Hardtail mit Lefty und vorn 22-39-50 hinten 11-36. War natürlich Spaß - ein bischen jedenfalls :HaHa: - ach ....ich LIEBE meine Lefty so sehr .... meeeiiin Schaaatzzz........, Ich habe natürlich - es ging so nicht mehr weiter - meinem Sohn inzwischen diese SUCHT gebeichtet und ... was soll man sagen, er steht weiterhin fest zu mir - einfach toll, mein Sohn, dieser ....Sportler eben.

Na, ...ist das Lebensfreude und Begeisterung?

Und zu guter letzt: Alle Gattungen von Rädern sind eigentlich hauptsächlich nur durch ... Defekt, Arroganz, Borniertheit und Unglück (man sagt auch Pech dazu) des Fahrers/Fahrerinnen zu stoppen - - tritt zwischendurch mal wieder und auch dann meist nur kurzzeitig auf.

Bis Denne und ... hat mich gefreut.
Leffti Peter

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Re: MTB mit Lefty !?!

Beitragvon Funsports_Z » 06.01.2013, 03:21

Leffti Peter hat geschrieben:Also kurzum gibt es "NUR DAS EINE KORREKT RICHTIGE RAD": mein Cannondale 26`Hardtail mit Lefty und vorn 22-39-50 hinten 11-36. War natürlich Spaß - ein bischen jedenfalls :HaHa: -
:mrgreen:

Is schon was Feines, wenn man seinen eigenen Seismograph am Vorderrad dabei hat ;) :mrgreen: :OK: sehr schönes, cooles "moped" :OK: kommt meiner persönlichen Vorstellung vom idealen Amateur/Hobby Sport Renn und Trainingsgerät im Norden auch schon sehr nah. ;)

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