Reifenqual der Wahl für den Renner

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Fülle
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Beitragvon Fülle » 09.03.2012, 22:46

Ach, das hat doch nichts mit Glauben und Religion zu tun (eher mit Philosophie :cool:), es muß halt funktionieren, d.h. leicht laufen, pannensicher sein und wenn er dann in 2. Linie noch gut aussieht (da fällt der Conti schon mal raus ;)) und preiswert ist, dann ist es doch gut. Ich habe wirklich schon eine ansehnliche Palette an Fabrikaten durch und kann wirklich nur raten einen guten Reifen - gerade fürs Sonntagsrad - zu kaufen.
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon kolo@post.cz » 09.03.2012, 23:20

Fülle hat geschrieben:Wer billig kauft, bekommt billige Ware.
Auch richtig, nur widerstrebt es mir als arbeitendem Menschen und Freizeitradler mit nur 3 Rädern (Renner, Tourer und "Reiserad") 49 € für einen Reifen auzugeben an meinem Sonnen-Sonntagsrad, zudem habe ich schon öfter einen noch recht guten Reifen weggeworfen, weil sich Mikrosplitter reingearbeitet hatten und also eine Panne nach der anderen kam, egal ob mit "Pannensicher-Kevlar" oder nicht. Also so für 20-30€ sollten sich auch brauchbare Reifen machen lassen, denke ich.

Es ist nicht so, dass alle Reifen von VITTORIA "billig" sind, nur eben dieser und dieser ist auch vollkommen für "HOBBYFAHRER" ausreichend. Wer mit Radfahren sein Geld verdient bekommt auch von VITTORIA Reifen für € 49.00 Stück.

Das ist mir als HobbyFahrer zu teuer, dafür bekomme ich schon einen Autoreifen. Schließlich sollte man die RennradReifen jedes Jahr wechseln. Dieser Reifen ist für € 9.90 absolut top "money value"
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Helmut
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon Helmut » 10.03.2012, 02:16

Fülle hat geschrieben:Ein Rennrad soll doch leicht laufen, das ist der Porsche unter den Rädern ;), wie man sich da Traktorreifen montieren kann, wird sich mir wohl nie erschliessen :?
Ja, so sollte man das sehen - aber nur, wenn man sich das leisten kann oder will. Mancher sieht deshalb in seinem Rennrad z. B. nur "einen alten Golf GTI" (Radmarathoni!), mit dem man auch Spaß haben kann.

Ich bin da auch immer hin und her gerissen, bei jeder neuen Kaufentscheidung. Da kaum eine Entscheidung das Fahrverhalten eines Rades so stark beeinflusst, wie die Wahl der Reifen, macht es m. E. Sinn, dort mehr Geld für mehr Leistung in die Hand zu nehmen, dafür lieber an der Sattelstütze, Flaschenhalter etc. zu sparen. Meine Erfahrungen mit unsäglichen Pannenserien und spaßbremsen unkaputtbaren Reifen lassen mich nur noch zu - zugegeben, teuren - Top-Reifen greifen, die weitgehend pannensicher sind, guten Grip bieten und trotzdem sehr leicht laufen.
kolo@post.cz hat geschrieben:Wer mit Radfahren sein Geld verdient, bekommt auch von VITTORIA Reifen für € 49.00 Stück.

Das ist mir als HobbyFahrer zu teuer, dafür bekomme ich schon einen Autoreifen.
Wer einen Rennwagen (entspricht einem Rennrad) neu bereifen will, wird kaum zu runderneuten PKW-Reifen greifen. Ich nehme an, dass Hobby-Rennwagenfahrer in der Regel noch viel mehr Geld für Reifen ausgeben, als wir Hobby-Rennradfahrer.

Aber bitte, ich habe keinen Zweifel daran, dass die Vittorias für 9,90 für Dich (und für andere auch) die richtige Wahl sind. Das muss jeder für sich nach seinen Verhältnissen und Ansprüchen für sich entscheiden.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon Technobull » 10.03.2012, 10:05

kolo@post.cz hat geschrieben:
Fülle hat geschrieben:Wer billig kauft, bekommt billige Ware.
Das ist mir als HobbyFahrer zu teuer, dafür bekomme ich schon einen Autoreifen. Schließlich sollte man die RennradReifen jedes Jahr wechseln. Dieser Reifen ist für € 9.90 absolut top "money value"
Na vielen Dank erstmal, ich habe hier viel gelernt.

Pannenstreifen im Hinterrad im Renner - da bin ich nicht drauf gekommen, das wird es wohl erstmal sein, denn sonst ist der Reifen noch sehr gut. Danach wird es wohl ein 25mm Schwalbe werden. Hutchinson, Vredestein und Conti Top Touring kommen mir nicht mehr vor.
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Fülle
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon Fülle » 10.03.2012, 11:07

Jeder soll bitte fahren was er meint ;) , ich vertrete nur meine Meinung...deshalb muss ich darauf nochmal antworten:
kolo@post.cz hat geschrieben:Wer mit Radfahren sein Geld verdient bekommt auch von VITTORIA Reifen für € 49.00 Stück.
Stell dir mal vor, ich verdiene mein Geld nicht als Radfahrer und habe mir die auch schon mal gekauft. Die hatten leider auch mehrere Pannen und sind bei Nässe mit Vorsicht zu genießen, die Schatten der Schürfwunde sieht man immer noch auf meinem Oberschenkel. Im übrigen sind das die UVP's, man bekommt sie auch wesentlich billiger.
kolo@post.cz hat geschrieben:Das ist mir als HobbyFahrer zu teuer, dafür bekomme ich schon einen Autoreifen.
Ich bin auch nur Hobbyfahrer und ich finde das preiswert, die Zaffiro waren sehr teuer, weil ich nach 4 Wochen neu kaufen musste. ;) Es gibt immer wieder attraktive Setangebote und dann kauft man sich halt gleich ein zweites Set auf Vorrat.
kolo@post.cz hat geschrieben: Schließlich sollte man die RennradReifen jedes Jahr wechseln.
Das meinst du echt ernst?? Zerbröseln die dann oder woher stammt diese Regel?
Manche kaufen sich RR-Reifen und hängen die erstmal ein Jahr weg, damit sie auslüften. Wenn die wüssten, wie gefährlich das ist. :shock: Reifen wechselt man erst wenn man mit der Performance nicht mehr zufrieden ist, d. h. abgefahren, eckig gefahren und das kann bei manchen mehrmals im Jahr sein, bei weniger Jahreskilometern oder anderer Fahrweise auch nicht.

So, ich habe fertig, ich geh gleich arbeiten, um mir meine Reifen zu verdienen. :wink:
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon Helmut » 10.03.2012, 11:52

Technobull hat geschrieben:Conti Top Touring kommen mir nicht mehr vor.
Welchen Reifen meinst Du bitte? Einen Top Touring gibt es nicht, aber den <a href="http://partners.webmasterplan.com/click ... 13028.html" target="_blank">Touring Plus</a>, einen unplattbaren Tourenrad-Reifen, den es nur in min. 28 mm Breite gibt. Der wäre am RR höchstens etwas für einen Cyclocrosser und für Leute, denen Pannensicherheit mit Abstand das wichtigste ist.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon olaf » 13.03.2012, 14:18

jenne hat geschrieben:..... aber das neue Pärchen Attack/Force soll doch schon auf gleichem Rollwiderstandslevel liegen und ist günstiger.
Das Attack and Force Pärchen habe ich jetzt ja seit Jahresbeginn auf dem einen Renner (auf dem anderen sind noch Ultremo R1). Fazit bisher:

- Rollen sehr gut und leicht.
- Rundlauf sehr gut, kein hoppeln und ähnliches (war da von Schwalbe schlechteres gewohnt).
- Montage ohne Probleme, sehr straff aber ohne Gewalt zu montieren.
- Pannenschutz - das steht noch aus, bisher aber problemlos.
- Sehr agil mit dem 22 mm vorne und etwas mehr komfort hinten mit den 24 mm.

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/s ... site"><img src="https://lh3.googleusercontent.com/-qFTr ... CT0048.JPG" height="480" width="640" /></a>

Attack

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/C ... site"><img src="https://lh6.googleusercontent.com/-_gMF ... CT0050.JPG" height="480" width="640" /></a>

Force

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/- ... site"><img src="https://lh3.googleusercontent.com/-FyBr ... CT0044.JPG" height="480" width="640" /></a>

Attack and Force

Gruß

Olaf
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Beitragvon Sven1975 » 14.05.2012, 21:16

hmmm, scheinen alle von Conti gesponsert, äh begeisert zu sein. Ich finde den 4000er nicht gut. Auf meine Felgen waren die schlicht und einfach nicht montierbar. Auch nicht mit Reifenhebern. WENN man dann eine Panne hat und im Regen steht und kriegt den Mantel nicht runter.. aaahhrrrggg

Seitdem fahre ich überzeugt Schwalbe. Derzeit den neuen Ultremo ZX am Carbonrahmen und den alten Durano S (den es nicht mehr gibt) am Stahlrahmen....

Beide haben einen Pannenschutz, wiegen nix und sehen cool aus. Und haben einen Latexschlauch auf der Felge :)
Überlege was Dir wirklich wichtig ist - das Leben ist kurz!
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 14.05.2012, 22:50

Hallo, deine Feststellung kann ich bestätigen. Bei Systemlaufrädern hat man Probleme. Ich fahre auch möglichst immer GP 4000 S, aber z. B. bei meinen Cosmic Carbon SL ziehe ich Schwalbe Ultremo ZX auf. Es ist nahezu unmöglich, einen 4000 aufzuziehen.

Aber für besseren Pannenschutz steht eindeutig der 4000. Bin seit März jeden Brevet damit gefahren. Das sind ca. 3000 km. Split, Nässe, nicht eine Panne.
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Re: Reifenqual der Wahl für den Renner

Beitragvon Technobull » 15.05.2012, 14:01

Helmut hat geschrieben:
Technobull hat geschrieben:Conti Top Touring kommen mir nicht mehr vor.
Welchen Reifen meinst Du bitte? Einen Top Touring gibt es nicht, ...
Das ist schon Jahre her, Top Touring denke ich gab es mal.

Also nach dem was hier gesagt wird und was meine eigene Erfahrung ist kommt man meistens mit Schwalbe besser hin. Es kommt eben auch drauf an, worauf man aus ist - Leichtgewicht und Performance, da ist Conti sicher sehr gut, oder Dauerhaftigkeit und Pannensicherheit, wenn es sowas gibt. Wer auf dünnen 23mm Reifen fährt, muß immer auf Pannen gefaßt sein, egal was die Hersteller zu Kevlar etc. sagen.

Der 28 mm Schwalbe City Cruiser slick den ich im Reise/Stadtrad vorn drin habe seit > 1 Jahr, sieht ziemlich abgenutzt aus, aber mit Pannenfuchs ging das bislang gut. Ich fand der Duraskin der vorher drin war lief noch leichter, aber im Stadtverkehr spielt das keine Rolle. Hinten sind da Vittoria 28 mm drin - gab es mal im Sonderangebot für 10 € - der tut es erstaunlicherweise auch noch.

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