Paris-Brest-Paris 2011 - Wie meldet man sich an?

crakob
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Paris-Brest-Paris 2011 - Wie meldet man sich an?

Beitragvon crakob » 31.08.2010, 13:14

Hallo zusammen,

weiss eigentlich jemand, wie das mit der Voranmeldung für PBP funktionieren soll. Per Internet, Post ????

Gruß
Christian
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 31.08.2010, 14:19

Moin Christian

Es gibt zwei Wege. Einmal über eine Sammelanmeldung, die von der ARA organisiert wird, dann natürlich auch über eine individuelle Anmeldung, die man als Einzelperson vornehmen kann. Auf der Seite des Audax-Club-Parisen ( http://www.audax-club-parisien.com/EN/index.php ) registriert man sich ab etwa Juni über ein Onlineformular, gibt die Homogolationsnummer der Qualifizierungs-Brevet ein und erhält eine Anmeldenummer. Man erhält ausserdem eine Liste von Dingen, die man bis zur einer Frist (war so Anfang Juli) einzureichen hat. Darunter ein ärztliches Unbedenklichkeitsattest sowie der Nachweis einer Auslandsreiseunfallversicherung (ich habe dazu eine Zusatzversicherung beim ADAC abgeschlossen). Ausserdem muss die Startgebühr überwiesen werden.

Da ich meine Qualifikations-Brevets alle bei der ARA gefahren habe, hab ich auch die Sammelanmeldung gewählt. Das heißt, das Geld an ein Konto der ARA gesendet, sowie die Anmeldeunterlagen. Das wurde dann gesammelt weitergeleitet. Andere haben sich direkt angemeldet und überwiesen, kann sein, dass es da auch kleine Sammelaktionen gab. Ich bin so halt den für mich bequemsten Weg gegangen, muss aber dazu sagen, dass es über die ARA-Sammelanmeldung auch einige Unklarheiten gab, Informationen kamen nur zäh und spärlich, viele Infos habe ich über ein anderes Randonneurs Forum erhalten. Aufgrund der vielen Merkwürdigkeiten in dieser Szene schreibt die ARA nicht offiziell in jenem Forum ( http://extremradsport.foren-city.de/ ). Aber sei es drum, trotz vieler Unklarheiten bis kurz vor der Anmeldung haben es dann doch alle bis Paris geschafft.

Die Ausgabe in St.Quentin geht dagegen ganz problemlos. Man gibt den Meldeschein an einem nach Nationalität getrennten Anmeldetisch ab und erhält eine Tüte mit allen Utensillien (wird sogar deutsch oder english gesprochen). Viele PBPler meinten, dass die Qualiftkations-Brevets eindeutig der einfachere Teil der Vorbereitung für PBP ist, kann mich noch an einen Frustbeitrag von Siggi erinnern. Spätestens wenn man dann in der Startaufstellung steht und die Masse um einen herum von 10 auf 0 herunterzählt, hat man alle diese Sorgen vergessen.

So war es 2007, Änderungen für 2011 sind natürlich möglich. Ich schau mal nach, ob ich die alten Formulare noch finde.

Viele Grüße und viel Erfolg
Armin
(ich fahr frühestens 2015 nochmal, wenn überhaupt..)
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Beitragvon crakob » 01.09.2010, 08:20

Vielen Dank Armin für die ausführliche Antwort. Sehr interessant und hilfreich.

Meine Frage zielte jedoch eher auf die mögliche frühzeitige Anmeldung ab April (je nach Brevet in 2010). Gibt es da schon weitere Infos ?

Gruß
Christian
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 01.09.2010, 08:38

Moin Christian

weiss sicher noch keiner wie das laufen soll - die Informationen dazu werden mit Sicherheit auch spät kommen. Verlasse dich nicht darauf das auf der ARA-Seite akutelle Infomationen erscheinen. "Wolfi" vom Randonneurs-Forum ist da hingegen sehr agil. Sicher wird es zu diesem Thema bald Beiträge geben.

Ich wage mal die Vermutung, dass die "Voranmeldung" ähnlich wie 2007 laufen wird, also per Online-Formular und Eintragung der Homogolationsnummer der 2010er Brevets. Dieses Onlineformular wird dann sicher etwas früher zu Verfügung stehen, die 2011er Qualifikations-Brevet werden dann wohl wie die anderen Startunterlagen nachgereicht und man wird freigeschaltet.

Den ganze Wahnsinn, oder wie sich viele beid er letzten Anmeldung gefühlt haben, kannst du hier mal nachlesen:
http://extremradsport.foren-city.de/top ... hilfe.html

Viele Grüße
Armin
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Angelboot

Beitragvon Angelboot » 01.09.2010, 09:15

Hallo Armin,
das ist ja anstrengend und Cristians Frage wäre auch meine gewesen. Wir haben, Cristian und ich, gestern schon aus Dänemark unsere Homologationsnummer für den 1000 er bekommen. Ich werde mal an Rainer Paffrath eine mail senden. Weiter werde ich versuchen mal eine gemeinsame Anreise und Hotelbuchung in Paris zu organisieren. Zumindestens für die Fahrer aus HH und SH wäre es doch eine sinnvolle Alternative.
Auf der dänischen Audax Seite wird das für 2011 schon angeboten. Ideen sind jetzt gefragt. Vorschläge willkommen.
Sonnenschein
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Beitragvon Sonnenschein » 05.09.2010, 20:27

Auf die Gefahr hin, euch zu langweilen, weil ihr das auch schon wisst:
PBP hat für 2011 eine eigene Homepage, wo man sich auf französich und englisch informieren kann - darüber wie die Einschreibung funktioniert und auch sonst so. Hier die beiden links für die Einschreibungsinfo als Einstieg in die Lektüre:
auf französisch:
http://www.paris-brest-paris.org/pbp201 ... _sinscrire
oder auf englisch:
http://www.paris-brest-paris.org/pbp201 ... _sinscrire
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 09.09.2010, 10:21

Nun ist ja nicht jeder dieser Sprachen mächtig. Deshalb dieser Tip.
Über www.translate.google.de kann man es auch in unsere Muttersprache übersetzen lassen.
Herman
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Beitragvon Herman » 09.09.2010, 10:57

Angelboot hat geschrieben:Nun ist ja nicht jeder dieser Sprachen mächtig. Deshalb dieser Tip. Über www.translate.google.de kann man es auch in unsere Muttersprache übersetzen lassen.
Dear Fishing Boat,

was Google innerhalb einer Sekunde daraus macht, ist zwar nicht in allen Teilen verständlich, aber beeindruckend. Hier ein Beispiel für deinen Text, Übersetzung ins Englische. Wenn man es besser weiß, kann man die Übersetzung korrigieren, fantastisch!

Now each of these languages is not powerful. Deshalb dieser Tip. Therefore, this tip.
Über www.translate.google.de kann man es auch in unsere Muttersprache übersetzen lassen. About www.translate.google.de it can also be translated into our mother tongue.
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Anmeldegebühren

Beitragvon Stevie » 03.12.2010, 00:16

Mal eine ganz dumme Frage (die Anwort habe ich bisher nirgends gefunden): Was kostet denn die Teilnahme an PBP und was kosten die anderen Brevets i. d. R. so?
Ich habe z. B. auf der Homepage von S-H für die Kieler Brevets zwar eine Online-Anmeldung gefunden, aber keinen Hinweis auf die Startgebühren (vielleicht bin ich aber auch nur blind).



Gruß, Stevie
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 03.12.2010, 11:47

Moin Steve

auf der Seite des Audax Club Paris steht das der Preis im kommenden Frühjahr festgelegt wird und zwischen 90 und 108 Euro beträgt.
Dazu kommen noch die Reise- und Übernachtungskosten. Weiterhin muss man bedenken das man sich unterwegs Verpflegung selbst besorgen muss. Entweder bekommt man etwas am Strassenrand recht günstig oder auch mal umsonst. Aber es gibt auch Situationen bei denen ein Franzose für ein ganzes Baguette einen Euro bezahlt, und der in der Warteschlange folgende Deutsche (in dem Fall ich) für ein halbes Baguette zwei Euro hinlegen muss.
An jeder Kontrollstelle kann man sich sehr gut und rund um die Uhr mit kalten und warmen Mahlzeiten und Getränken versorgen, ich habe an jeder Kontolle etwas gegessen und immer so 5-7 Euro ausgegeben.

Die Teilnahme an den Brevets kostet so um die 8 Euro ohne Medallie, und ich glaube 15 Euro mit Medallie die dir dann ein paar Monate später zugeschickt wird.

Ob ich im Frühjahr 2011 zu eine Brevet erscheine ist eine ziemliche Wackelnummer. Aufgrund mehrerer größerer Familienfeiern habe ich mir PBP2011 vorsorglich aus dem Kopf geschlagen, das gibt sonst nur Stress. Ich schaue nun auf LEL2013 und HBK2014. Ich glaube da kosten Baguette's für alle gleich :-)

Viele Grüße
Armin (gerade auf der Bahnfahrt zwischen Erlangen und Würzburg)
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Beitragvon Stevie » 04.12.2010, 14:14

Moin Armin,

8 Euro für die Brevets?! Das klingt ja wirklich preisgünstig - bestätigt meinen Eindruck, daß dort niemand Geld verdienen will.
Auch die Gebühr für PBP finde ich völlig okay.

Du scheinst ja gut dabei zu sein: LEL 2013 und HBK 2014 (und dann wahrscheinlich PBP 2015) ...
Hört sich für mich wirklich traumhaft an, mal sehen, was ich 2011 (und danach) so machen kann und ob ich gesund bleibe - PBP 2015 wäre für mich irgendwie auch ein Traum bzw. Ziel (ich wäre dann 45 und meine Kinder fast erwachsen, so daß mich niemand vermissen würde).
LEL und HBK sind ja noch länger und v. a. LEL wegen der Witterung in England sicherlich noch schwieriger zu fahren als PBP, oder?



Gruß aus Kiel, Stevie
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Langstreckenveranstaltungen

Beitragvon Janibal » 08.12.2010, 11:07

Hallo Stevie,

grundsätzlich gilt:

wer 400km fahren kann, kann auch länger!
und 100 gehen immer!

in der Realität ist das natürlich so eine Sache. Ich kann nur von HBK sagen, was sache ist: Auch bei Regen hat es Spass gemacht.

Wenn Dreckschleuder 260km bei Minusgraden und vereister Fahrbahn fährt, dann ist das schweiriger als 1200km PBP im August.

Von den anderen Veranstaltungen habe ich nur von Mitgefahrenen gehört:

PBP soll toll sein, weil es das startermäßig größte Event mit höchster Internationalität ist. Dadurch kommt es zu der viel diskutierten Quali. Die haben aber recht, bei so vielen Startern kannst du nicht die Leute mal probieren lassen. 2007 hat es wohl unentwegt geregnet und das macht weich. Hier gibt es zwei Varianten das zu fahren. Als Rennen oder als Tourist. Ich gehe zur zeit in Gedanken als Tourist dahin, weil es bestimmt eine menge interressante Menschen gibt, wo sich das Zuhören lohnt. Rennen bedeutet unter 60h. PBP fahren kostet so um die 400€ + die Quali.

LEL 2009 war auch windig und regenerisch. Hier zählt das Finischen wohl nicht so viel und es gab viele Abbrüche. Intressant hier wohl, das links fahren und in Scottland nehmen die kein englisches Pfund. Keine Quali nötig. Kosten der Anreise hoch und zeitaufwendig durch Insellage. Startgeld weiss ich nicht, das Pfund ist aber eigentlich wertlos...

Noch vergessen: http://www.1001migliaitalia.it/ findet jährlich statt und ist halt Urlaub unter der Sonne, wurde mir gesagt. Mitlerweile soll die Organsiation gut sein und Manko sind die schlechten Straßen, sowie zu warm. Auch hier gilt: jeden Tag 400km biste in 4 Tagen durch. Hat am meisten Höhenmeter, keine Quali nötig. Kosten kann ich auch nicht sagen...

das Langstreckenrennen: http://www.raceacrossgermany.de/ Das ist nur für erfahrene Fahrer. Sobald du aus der Hauptgruppe rausfällst, wirst du Selbstversorger. Dann brauchst du die Veranstaltung garnicht. Keine Quali nötig. Alle 2 Jahre, wird noch optimiert. Hohes Startgeld durch geringe Starterzahl.

Und halt HBK. Verbindet die Vorteile aller Events, leider bringt ein Finischen aus sicht von Außenstehenden noch nicht so viel Ruhm und Ehre. Liegt bei mir vor der Haustür und nur Versorgung auf der Strecke musst du selbst bezahlen. Hier inclusive bei 150€ Startgeld: bis zu 5x Übernachten, Frühstück, Abendbrot, Pokal, Urkunde + T-shirt. Unglaublich. Sensationell.

Noch was: du musst nicht an Veranstaltungen teilnehmen, durch die heutigen digitalen Plangsmöglichkieten und Kommunikationstechniken kannst du auch mal alleine zum Nordkapp fahren, oder nach Santiago oder ans schwarze Meer. In der Gruppe macht es natürlich mehr Spass, wenn denn die Gruppe passt und als Training sind die Veranstaltungen schon nett.

Brevets musst du noch mal genau durchrechnen. Formel hier: http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=2894
Bei Brevet musst du die Selbstversorgung mitberechnen. Die Luxusversion mit Versorgung an der Tankstelle kostet dich auf 400km locker 30€. Die Spargeizenthaltsamquäldichselbstmethode liegt bei 3€ für selbstgemachte Brote von zu Hause und Wasser aus der Waschanlage. Ein guter Kompromiss ist an der Tankstelle Stempeln und im Supermarkt nebenan versorgen. Was bleibt ist der Radverschleiß. Z.B soll es bei PBP so sein, das der raue Belag einen Satz Riefen frisst.

Alles in Allem ist Langstrecke eine nette Version, seine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Du hast beste Voraussetzungen für den sinnvollen Zeitvertreib: Kinder und Stevensrad.... hab ich auch.
St. Jan
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Beitragvon quasarmin » 08.12.2010, 15:08

Moin

will auch noch was zu PBP loswerden. Ich weiss nicht so recht ob man den Vergleich 260 km Schnee- und Eistour sind schwieriger als PBP so stehen lassen kann. Beides ist kein Zuckerschlecken. Was die beiden Touren jedoch unterscheidet, ist die Dauer. Und genau da gibt es bei PBP das Problem. Zwar quälen die endlosen Hügel auf den 1.200 km ganz schön, die sind aber mit der Vorbereitung im Zuge der Quali zu schaffen. Der Reiz, aber auch das Problem bei PBP ist die enorme Teilnehmermenge. Als Newbee hatte ich 2007 große Probleme einen trockenen Schlafplatz zu finden, erst bei der ersten Geheimkontrolle in Corlay konnte ich etwas schlafen, das war am frühen Morgen der zweiten Nacht (eigentlich der dritten Nacht, den die Nacht vor dem Start habe ich kaum geschlafen, vor Aufregung).

Und so schleppte ich mich in einer Art Trance den Rest bis Brest und wieder zurück. Es war für mich vorher schlicht und einfach unmöglich einen Schlafplatz zu finden, ohne meine Gesundheit zu riskieren. Immer wiederkehrende Regenschauer sorgten dafür, dass nichts trocknete. Da das Zeitfenster bei der Rückfahrt auch nicht größer wurde, musste ich die Pausen kurz halten, den Schlafmangel schleppte ich also weiter mit. In diesem Zustand kommt man nicht sehr schnell vorwärts. Im Delirium verbrachte ich viel zu viel Zeit bei den Kontrollen, und hatte schliesslich in der letzten Kontrolle Dreux leichte Haluzinationserscheinungen, z. B. hatten alle mit Helm auf das gleiche Gesicht, und als ich weiter wollte, wusste ich nicht mehr wie mein Rad aussieht...

Sicher wäre das besser gelaufen, wenn es trocken gewesen wäre und man sich unterwegs irgendwo 1-2 Stunden auf einen Strohballen legen konnte oder wenn es mehr Schlafmöglichkeiten gegeben hätte. Aber das ist eben auf dieser Tour etwas sehr dünn. Insider kannten natürlich die Geheimtipps.

Wie Janibal schon schreibt, ist der besondere Reiz an PBP die internationale Beteiligung. Meine Erfahrungen diesbezüglich sind sehr positiv und nachhaltig. Ich kann nur jedem raten sich die Zeit zu nehmen, es wäre wirklich schade PBP als Rennen unter Zeitdruck zu fahren. Bei PBP fährt man nicht gegeneinander, sondern miteinander mit einem gemeinsamen Ziel.

Viele Grüße
Armin
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Dreckschleuder
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 11:50

Nu muß ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Man muß generell zwischen eintägigen und mehrtägigen Veranstaltungen unterscheiden. Wenn man gelernt hat, die Kraft richtig einzuteilen und - viel wichtiger - das Fahrrad und der Körper für Langstreckenfahrten richtig eingestellt sind, sind die eintägigen Veranstaltungen kein größeres Problem. Auch 260 Km bei Kälte sind eine Frage der richtigen Kleidung und Kraft-/Tempo-Einteilung. Ich selbst denke dann nur darüber nach, welche Kleidung und wie viel Verpflegung/Getränke ich mitführen muß (siehe auch: http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=2769)

Mehrtägige Veranstaltungen sind nach meiner Erfahrung komplett anders anzugehn. Ich selbst plane die Langstrecken SEHR genau. Dabei berücksichtige ich: Schlafplätze, Verpflegungsstellen, Höhenprofile, Abstände zw. Kontrollstellen, (Öffnungs- und) Schließzeiten der Kontrollstellen sowie mein Fahrvermögen. Mit diesen Infos plane ich Tages-Touren und Schlafzeiten an Plätzen, wo ich auch schlafen kann. An diese Planungen halte ich mich auch während der Tour. Wichtig für mich: Um nicht durch die Schließzeiten in Schlafprobleme oder Leistungsdruck zu kommen (ich plane immer 6-8 Stunden Schlaf/Ruhe) muß der erste Tag lang werden (>= 500 Kilometer).

PBP ist hügelig, aber bei weitem nicht der schwierigste Super-Brevet (-> bisher Mille Miglia, dann MGM, dann LEL). Man muß allerdings auf Grund der Masse an Fahrern berücksichtigen, daß man an den Kontrollstellen mehr Zeit braucht, um sich zu verpflegen. Nicht alle Kontrollstellen haben ausreichend Schlafplätze, um alle Teilnehmer aufzunehmen, die diese auf Grund ihres Fahrvermögens erreichen können. Strittig ist auch, wo man Leitungswasser als Trinkwasser nutzen kann. Ich selbst habe in den Bergen normales Leitungswasser ohne Probleme verkraftet.

Kleine Anekdote am Rande: Mir ist letztes Mal bei PBP das Geld unterwegs ausgegangen, weil ich unterschätzt hatte, was Verpflegung, Unterkunft und Hygiene kosten.

Bei Interesse kann ich meine Planungsunterlagen zumailen. Oder ihr nehmt im Juli am Trainingscamp teil (Als Etappenfahrt ab Aumühle angemeldet, Details in Ausarbeitung).
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 12:17

Noch vergessen: http://www.1001migliaitalia.it/ findet jährlich statt
Dieser Superbrevet findet wohl eher im 2Jahres-Rhythmus statt.
Er hat letztes Jahr stattgefunden.
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 12:21

@Stevie:

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8 Euro für die Brevets?! Das klingt ja wirklich preisgünstig
Das ist relativ zu sehen. Denn die Verpflegungskosten mindestens während der Veranstaltung sind ja selbst zu tragen.
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Angelboot

Beitragvon Angelboot » 14.01.2011, 08:37

Auf der Seite www.audax-randonneure.de gibt es unter Paris-Brest-Paris die offizielle Ausschreibung (in Englisch) als Download.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 25.01.2011, 14:21

Auf der Seite www.audax-randonneure.de gibt es unter Aktuelles/Neues für PBP 2011.
Sonnenschein
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Beitragvon Sonnenschein » 15.03.2011, 23:27

Schade, dass PBP aus den Brevets herausgenommen und hierher verlegt worden ist, wo man es, selbst wenn man danach sucht, kaum findet. Lieber Administrator, kannst du das nicht wieder als Vorschau zu den Brevets zurücksetzen? (Auch wenn PBP selbst weit wech stattfindet, die Qualis dafür fahren wir als Brevets hier im Norden!) :sad:

Ich bin mit den ARAs und deren Übersetzungen (aus Erfahrung mit der Übersetzung der Brevetregeln ins Deutsche) etwas misstrauisch, das ist oft etwas sehr frei und eigenwillig (-nützig?) bzw. schlicht anders als das Original, wird aber als Übersetzung ausgegeben. Ich würde die Originalseite des Veranstalters ACP empfehlen:
http://www.paris-brest-paris.org/pbp201 ... page=edito
(Wobei der hier unter inscription dummerweise explizit darauf hinweisen, dass sich die nationalen Verantwortlichen Besonderheiten ausdenken können für die (Vor-)Anmeldung...)

Ich finde aber, da hat sich jemand z. T. schon ganz schön Mühe gegeben mit der Veranstaltungsbeschreibung, auch mit all den Links, außerdem ist man bei jeder Neuerung live dabei und muss nicht erst auf die Aktualisierung durch die ARAs warten. Und man kann als Übersetzungshilfe zwischen Englisch und Französisch hin- und herswitchen. Was allerdings auch nicht immer hilft, wenn man was nicht versteht, selbst wenn man parallel LEO-Übersetzer offen hat:

Weiß z. B. jemand, was es heißt, dass bei den Abendstarts die Kontrollen (engl.) bzw. deren Öffnung (frz.) frei sind, morgens hingegen eingeschränkt bzw. zu beachten? Meinen die damit, dass man sich für den Abendstart wann immer man will in den Startblock stellen darf, morgens aber nur zu den noch vorzugebenden Öffnungszeiten? Wie lang sind die denn so erfahrungsgemäß, v. a. wie lange vor dem jeweiligen Start? Muss man morgens womöglich erstmal ne Stunde im Regen stehen, weil man nach Abschluss der Öffnungszeit gar nicht mehr in den Startblock rein darf?!??

(Ich glaub, ich mag irgendwie keine Riesenveranstaltungen. Ich lobe mir HBK: Wie war das alles einfach, quasi rundumsorglos, und so günstig, und ganz ohne Quali und Gesundheitszeugnis...)
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Beitragvon Helmut » 16.03.2011, 01:28

Sonnenschein hat geschrieben:Schade, dass PBP aus den Brevets herausgenommen und hierher verlegt worden ist, wo man es, selbst wenn man danach sucht, kaum findet. Lieber Administrator, kannst du das nicht wieder als Vorschau zu den Brevets zurücksetzen? (Auch wenn PBP selbst weit wech stattfindet, die Qualis dafür fahren wir als Brevets hier im Norden!) :sad:
OK, das Argument mit den Qualis zieht, weil PBP für viele in diesem Jahr die Hauptmotivation für die Teilnahme an einem Brevet ist.
Gern auch, weil Du doch unser :Sonnenschein: bist und soooo nett gebeten hast...da hab ich's doch gleich mal als "wichtig" markiert und oben festgepinnt.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 16.03.2011, 13:17

Hallo Sonnenschein,
ich werde so vorgehen: Am 3. April wird auf www.paris-brest-paris.com die Voranmeldung für Fahrer mit einem 1200 er und 1000 er aus 2010 freigeschaltet. So wie ich das verstehe steht ein Formular zur Verfügung,online.

Ich fülle es aus, gebe meine Homologations-Nummer vom 1000 er ein und werde dann sicher zur Zahlung aufgefordert. Wird wohl eine Kreditkarten-Variante sein.

Dann bekomme ich per mail eine Bestätigung und der erste Schritt ist getan.

Wir fahren ja dann die Serie, wo auch immer.
Im Juni wird dann die "richtige" Anmeldungsseite freigeschaltet, und es wird sich der Anmeldemodus wiederholen.

Wann und wie wir dann losfahren wird man uns schon rechtzeitig mitteilen.

Ich denke die gesamte Prozedur ist vereinfacht worden.
Keine Gesundheits und Versicherungsformulare mehr.
Am Samstag fahre ich bei Stefan einen 200 er. Du auch?
Sonnenschein
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Beitragvon Sonnenschein » 18.03.2011, 01:18

Dear Fichingboat, für Samstag ist zumindest teilweise Sonnenschein angesagt, jawoll, da hab ich mich zumindest angemeldet.

Zu deinem geplanten Vorgehen - würde ich jedenfalls in den ersten Schritten (Voranmeldung mit dem dann freigeschalteten Formular mit Homologationsnummer des 1000ers) genauso machen, allerdings ohne mich nun bereits genauer mit den folgenden (Gesundheitszeugnis und Bezahlung und sowas - sollte dieses blöde überflüssige Zeugnis tatsächlich wegfallen? toll!) beschäftigt zu haben. Deswegen hätte ich das auch eigentlich auf der Seite vor, die ich oben angegeben habe, im Menü unter inscription bzw. dort unter inscrivez-vous, es sei denn, das verbietet die ARA, die für sich in diesem Punkt eine Extrawurst beansprucht... Aber die Franzosen schreiben eigentlich ganz deutlich, die Anmeldung kann nur und ausschließlich auf der offiziellen Seite des Paris-Brest-Paris Randonneur erfolgen (PBP ist nämlich gar kein "Brevet" (Mutprobe) sondern ein "Randonneur", also quasi ein Spaziergang, naja, eine (weite) Wanderung, obwohl das eigentlich randonnée heißt, aber so bezeichnen sie hier die Strecke der Wanderung -die ist ja auch schon drin-, die Veranstaltung nennen sie tatsächlich "Randonneur", obwohl so eigentlich der Wanderer, also die Person, die die Randonnée unternimmt, bezeichnet wird, deswegen nennen sich zB. die ARAs ja auch Randonneure...) und das müsste ja nun eben deren Seite sein, wo sie sich äußern und ihre Bestimmungen bekannt geben, also http://www.paris-brest-paris.org (Toplevel-Domain = org), wo ja der entsprechende Button wie beschrieben auch schon installiert ist. Ich denke, ".com" ist was Kommerzielles, quasi Trittbrettfahrer. Da kann man sich eher nicht anmelden.

Ich denke auch, die Voranmeldung ist erstmal das Wichtigste. Danach darf man sicher in Ruhe auf die Bestätigungsemail warten, da wird ja auch noch was drin stehen, ua. die Art der Bezahlung, um die ausdrücklich bisher ein Geheimnis mit großen Andeutungen gemacht wird, was immer dafür der Grund ist. Bleibt ja kaum mehr als Kreditkarte, wenn Überweisung, Scheck und Barzahlung ausgeschlossen wird? Weiß nicht, was sie um die sichere Bezahlungsart, die sie nach der erfolgten Voranmeldung vorschlagen wollen, noch so ein Gewese machen. Sorgen macht mir da aber doch noch der Hinweis, dass die vorgeschlagene Bezahlungsweise möglicherweise collectif sein kann??? Etwa der lokal Verantwortliche des ACP, also Klaus, sammelt vorher mal das Geld ein, oder was? und jede Nation darf den Startpreis selbst festlegen, bzw. was davon im Land bleibt???

Wichtig noch: Die bezahlte Voranmeldung (30 Euronen) muss zwischen 11. und 19. Juni in ne richtige Anmeldung überführt und bezahlt (Restgeld) werden, wofür bereits drei der vier Qualis gefahren sein müssen, sonst verfällt die Voranmeldung. Und bis 17. Juli müssen alle Homologationsnummern der Qualis mitgeteilt sein (na, dann müssen sie sich halt mit der Homologation ein bisschen ranhalten, nicht erst Weihnachten fertig werden...) - erst dann ist die Anmeldung fix. Und wo ich gerade so schön dabei bin: Man kann den Stand der Dinge in Sachen des eigenen Anmeldestatus stets abfragen unter "suivez votre inscription" (englisch nicht "your registration", das meint die Anmeldung selbst, sondern "Follow up" - blöde unsystematische Übersetzung...)

Aber was dann noch alles für Schikanen kommen, damit man den fest angemeldeten Platz auch einnehmen kann, bzw. was die Anmeldung noch so beinhaltet (zB. Button "contenu de l'inscription" bzw. englisch "What is included", der gerade leider nicht wirklich funktioniert) , da darf man ja erst noch gespannt sein (zB. doch ein Gesundheitszeugnis???)...
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Prüfbericht

Beitragvon Janibal » 18.05.2011, 11:30

Hier kannst du schauen, ob du die Prüfung bestanden hast. Die Note ist verschlüsselt, kann aber in Paris dechiffriert, decodiert, entziffert werden.

http://koeln.randonneure-deutschland.de ... ite=homolo
St. Jan

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