freilaufende Hunde und ihre Halter

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Ulf
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freilaufende Hunde und ihre Halter

Beitragvon Ulf » 29.11.2009, 16:55

Liebe Hundehalter,
viele von Euch gehen sehr verantwortungsvoll mit Ihren Tieren um. Immer an der Leine und darauf bedacht Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Aber leider tun andere Hundehalter dieses nicht.

Als Hobby-Sportler sind meine Frau und ich auf dem Rad oder mit den Laufschuhen in unserer schönen Heimat unterwegs. So auch am vergangenen Donnerstag. Laufschuhe an und los, wie so oft begegnen mir gleich auf dem ersten Kilometer zwei freilaufende Hunde, die auch umgehend auf mich zuspringen und umfassend meine Waden abschnuppern. Nicht nur das ich vor Hunden Angst habe, es ist mir auch total unangenehm die kalte Hundenase an meinen Beinen zu spüren. Der Hundehalter meinte nur, „der beißt nicht“! Meine Aufforderung seine Hunde anzuleinen kommentierter der Hundehalter, „hier ist ein öffentlicher Weg“.
Liebe Hundehalter ich habe es satt wie zur Salzsäule erstarrt zustehen und mich von euren Hunden anspringen, abschnuppern oder aggressiv anbellen zu lassen! Und eure Pfui, Pfui - Rufe könnt ihr mal gleich stecken lassen ich bin nicht Pfui! Eure Sprüche wie, „Lein dich doch selber an“ oder „kannst ja langsamer laufen“ sind mir total über!
Wisst ihr nicht das der schelle Bewegungsablauf von Radfahrern, Läufern oder Kinder dem Hund signalisieren Achtung Angriff oder flüchtende Beute?

Damit könnte es jetzt eigentlich gut sein, ist es aber nicht.

Nachdem ich dem Hundehalter unmissverständlich gesagt hatte dass ich mich in Zukunft wehren werde, notfalls mit Tierabwehrspray, lief ich meiner Wege. Nach ca. 100 m hörte ich mehr als deutlich KOMMST DU ZURÜCK, KOMMST DU ZURÜCK..........., vorsichtiger Blick über meine Schulter....... im vollen Lauf kommt der ca. 25 kg Hund auf mich zugeschossen. Vor Schreck habe ich mein Tierabwehrspray vergessen und bin Reflexartig in meine Salzsäulentaktik verfallen. Unmittelbar vor mir schlägt der Hund einen Harken und jagt zurück. Gott sei Dank der wollte wirklich nur spielen!
Keiner von uns kann wissen wie ein Tier reagiert, das wissen wir nicht mal bei uns Menschen. Muss immer erst was passieren? Liebe Hundehalter ich fordere euch auf, ich bitte euch leint eure Hunde an! Nehmt bitte Rücksicht auf eure Mitmenschen und respektiert das andere Angst vor Hunden haben oder diese schlicht weg nicht mögen.Ich wünsche allen Hundehaltern und Nichthundehaltern besinnliche und fröhliche Vorweihnachtstage.Ulf Biemann
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Beitragvon DanielAd » 14.12.2009, 12:48

Finde deinen Text sehr gut Ulf, denn das Problem kenne ich nur zu gut. Ändern wird sich das wohl nicht so schnell lassen.

Es passiert zwar immer häufiger etwas mit Hunden, aber das wird dann als einmalige Sache abgetan. Die Hundebesitzer sind sich natürlich nie einer Schuld bewusst.
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Beitragvon weicjo » 15.12.2009, 11:29

Also ich bin beides, Hundebesitzer und Sportler.

Leider sind es immer nur wenige, die den Ruf von vielen ruinieren. So ist es leider auch mit den Hundebesitzern.

Mich trifft das Problem vorrangig beim Laufen. Vorsicht ist immer geboten, wenn der hund ca. dem, Gewicht eines halben Pfund Suppenfleisch entspricht und an der Leine eines älteren Ehepaares läuft. Der "Kniff" in die Hacken ist das schon vorprogrammiert. Große freilaufende Hunde sind da nicht so schlimm...weil wenn sie wirklich gefährlich sind, laufen i.d.R. an der Leine. In Hamburg ist das ohnehin Pflicht. Gilt aber leider nicht immer...
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Beitragvon DanielAd » 21.12.2009, 16:25

Stimmt, schon weicjo, es ist immer so, dass einige wenige den Ruf von allen bestimmen. Es kommt eben immer auf den Besitzer der Hunde an, aber naja.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 14.02.2010, 13:31

Auch ich bin Hundehalter und Sportler. Auch ich wurde schon einige Male ``Opfer´´ von Hunden. Dennoch kann ich da den Tieren keine Schuld zuschieben und muss mal eine Lanze brechen.

Ich sehe das Problem nicht bei der Gattung Hund, sondern beim Halter. Der Hund kann weder etwas für seinen Jagdtrieb, noch dafür, dass sein Halter ihm oftmals für diesen keinen Ersatz bietet. Das dies problemlos möglich ist, belegen div. Sachbücher.

Dass ein Hund auch mal ohne Leine laufen muss, um vital zu bleiben, dürfte sogar dem ärgsten Hundegegner klar sein. In Hamburg ist das kein Problem. Mit der Einführung der Leinenpflicht war die Stadt gezwungen eingezäunte Hundeausläufe zu schaffen. In S-H gibt es keine Leinenpflicht und somit auch keine Ausläufe. Bleibt also nur der Forst- oder Wanderweg übrig.

Was mich angeht: Meine Hunde gehorchen recht gut, könnten theoretisch auch ohne Leine laufen. Ich lasse sie trotzdem stets angeleint, denn eine Garantie kann niemand geben. Ich fahre mit ihnen 1-2 x die Woche zum Toben und Spielen in die Hundeschule, was mich aber zusätzlich Zeit und Geld kostet.

Es gibt ja nun auch seit einiger Zeit diesen tollen Hundeführerschein! Es ist sicherlich nicht falsch das Wesen eines Hundes zu testen, allerdings liegen die Kriterien dabei falsch. Einer der Test beinhaltet, dass der Hund im Auto zurückgelassen wird und sich ein Fremder am Wagen zu schaffen macht. Der Hund besteht die Prüfung nur, wenn er nicht anschlägt (bellt)! So ein Unsinn. Zum Einen ist es rassespezifisch, ob ein Hund einen mehr oder weniger starken Hang zum Bewachen hat, zum Anderen habe ich gerade zum Schutz meines Heimes und meiner Familie mir Hunde angeschafft. Und zwar solche, die aufpassen aber nicht grundsätzlich aggressiv sind.

Das ursächliche Problem ist der Halter. Wer prüft dessen Wesen und desse Vermögen einen Hund zu halten und erziehen??? Aber auch die Passanten, insbesondere "ängstliche Menschen", machen oft viele Fehler im Umgang mit Hunden. Gerade wer Angst vor Hunden hat, sollte sich ein paar Bücher zum Thema Hundepsychologie/Verhalten durchlesen. Denn wer weiß, wie ein Hund denkt, weiß wie er sich verhalten sollte.

Als Beispiel: Ein Problem habe ich mit unserem Postboten. Der Mann hat panische Angst vor Hunden! (falscher Job???). Irgendwann hat er mal unseren (vor der Tür angebundenen!!!) Hund mit unseren Paketen beworfen, mit der Begründung, der Hund hätte ihn angreifen wollen. Mehrfach habe ich ihm versucht zu erklären, dass er einen Hund ernstnehmen, aber nicht fürchten soll. WEIL: Ein Hund stellt den "Eindringling" an der Grundstücksgrenze. Er zeigt ihm die Zähne und simbolisiert: Bis hier hin und nicht weiter!!!

Wer nun die (Gebärden)-Sprache eines Hundes nicht versteht, läuft weg (Jagdverhalten beim Hund auslösend) oder geht weiter (der Hund fühlt sich angegriffen und reagiert). Der Hund verhält sich aufgrund seiner angeborenen Instinkte richtig. Der Mensch ist es, der sich falsch verhält.

Eine zeitlang hat der Postbote bei uns aus Angst sogar die Zustellung verweigert. Von seinen Vorgesetzten wurde ich belehrt, dass die Post es trotz hoher Unfallzahlen beim Zusammmentreffen Zusteller/Hund nicht für nötig erachtet die Mitarbeiter im Umgang mit den Tieren zu schulen. Stattdessen sollten die Halter ihre Hunde einfach mal erziehen. Sehr engstirnig, solche Ansichten. Das eingesparte Krankengeld würde die Kosten der Lehrgänge allemal decken.

@ Ulf. Die Salzsäule, zu der Du instinktiv geworden bist, ist im Übrigen sehr richtig. Wenn Du aber vor Hunden schon solche Angst hast, was würdest Du tun, wenn, wie es eigentlich gehört, wieder Wölfe und Bären in unseren Wäldern leben würden? Mit ´ner Flinte joggen gehen????

P. S. Sollte irgendwann, jemals irgendwer, auf die Idee kommen meinen Hunden Pfefferspray in die Schnauze zu sprühen, der sollte noch eine zweite Dose davon in der Tasche haben, um mich von seiner Kehle fernhalten zu können!
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Hund oder Sportler?

Beitragvon Con-Rad » 14.02.2010, 14:31

Lieber Bagdad-Biker,

wer schützt uns vor solchen Hundehaltern wie Dir? Es ist viel wahres an dem was Du schreibst. Aber ich habe keine Angst vor Hunden und bin es trotzdem satt, dauernd von diesen ungehorsamen Tieren genervt und bedroht zu werden. Auch meine Tochter läuft und wird regelmäßig von Hunden und deren Besitzern erschreckt.

Natürlich ist es für einen Hund nicht schön nur an der Leine zu laufen, aber bevor die Leute sich nicht mehr aus dem Haus trauen, ist mir das lieber. „Der Beißt nicht“, „Der will nur spielen“. Wer das ruft, hat bereits Mitmenschen unnötig belästigt.

Bezeichnend für viele Hundebesitzer ist Dein aggressives Schlusswort. Leute belästigen und gleichzeitig Drohen! Wenn Du dich wehrst, bekommst Du es mit mir zu tun!

So geht es nicht. Wenn ein Läufer Spray gegen Deinen Hund einsetzt, ist das Notwehr und dann dürfte von Deiner Seite bereits etwas falsch gelaufen sein. Auch das Beispiel mit dem Postboten zeigt, dass Du Ursache und Wirkung vertauschst. Warum soll ein Arbeitgeber die Austräger schulen, nur weil Du einen unkontrollierten Hund hast? Wenn jemand für Schulungen sorgen müss, dann die Hundebesitzer.

Die meisten Hundehalter zeigen, dass es anders geht. (genauso wie bei Rauchern und Autofahrern usw.) Die Tiere werden gerufen und bleiben ruhig, bis man vorbei ist. Das geht nicht bei allen Hunden? Dann müssen sie eben an die Leine! Wie Du schon schreibst, Verantwortlich ist immer der Halter.
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Re: Hund oder Sportler?

Beitragvon Bagdad-Biker » 14.02.2010, 21:51

Lieber Con-Rad
offenbar interpretierst Du meinen Text anders, als ich ihn geschrieben habe. Anders kann ich Deinen Beitrag nicht werten! Immerhin berichte ich wohl unmissverständlich, dass ich meine Hund, obwohl gut erzogen, vorsichtshalber unterwegs stets angeleint lasse und nur auf dem Hundeplatz ableine. Da kann ich Deinen Vorwurf, ich würde andere belästigen nicht ganz nachvollziehen.
Con-Rad hat geschrieben:Lieber Bagdad-Biker,

wer schützt uns vor solchen Hundehaltern wie Dir?
Bitte konkretiesiere und begründe diese Aussage!
Con-Rad hat geschrieben: ... ich habe keine Angst vor Hunden und bin es trotzdem satt, dauernd von diesen ungehorsamen Tieren genervt und bedroht zu werden.
Wie schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die alles pauschalisieren und mit kleingeistigen Vorurteilen daherkommen.
Klar jeder Hund beißt, jeder Mercedesfahrer missachtet die Vorfahrt und jeder Pole klaut.
Con-Rad hat geschrieben: .... „Der Beißt nicht“, „Der will nur spielen“. Wer das ruft, hat bereits Mitmenschen unnötig belästigt.
Dem stimme ich zu!! Als Halter habe ich mein Tier bereits abzurufen, bevor ich solche Aussagen treffen muss.
Con-Rad hat geschrieben: Auch das Beispiel mit dem Postboten zeigt, dass Du Ursache und Wirkung vertauschst. Warum soll ein Arbeitgeber die Austräger schulen, nur weil Du einen unkontrollierten Hund hast? Wenn jemand für Schulungen sorgen müss, dann die Hundebesitzer.
Ich kann icn keinster Weise nachvollziehen, aus welchem Grund Du meinen Hund als unkontrollierbar einstufst. Zumal Du das Tier noch nie gesehen hast. Zudem zeigt Deine Aussage ganz deutlich, dass Du den Inhalt meiner Aussage nicht verstanden zu haben scheinst.
Der Hund verhält sich gem. seiner Natur. Er ist instinktgesteuert. Das läuft in etwa so ab:
1. Eindringling= Gefahr,
2.Gefahr=Rudel durch bellen warnen,
3.Eindringling kommt immernoch näher= Eindringling stellen,
4.Eindringling missachtet Drohgebärde-geht weiter= Zähne zeigen-letzte Drohung,
5.Eindringling missachtet Drohung- offenbar Angriff= Verteidigung durch Schnappen

So einfach und stupide ``denkt´´ ein Hund.
Was ist so schwer daran, diese Denkweise zu akzeptieren und entsprechend zu reagieren? Deeskalation ist der Schlüssel zum Erfolg!!!

Ein Hund ist und bleibt ein Nachfahre eines Raubtieres. Dessen sind sich viele Mitmenschen (und auch Halter) leider nicht bewusst. Dir würde es ja auch im Traum nicht einfallen in das Revier eines Löwen oder Bären einzudringen.
Man kann einem Hund dieses angeborene, artgerechte/artspezifische und somit richtige Verhalten nicht aberziehen. Der Mensch ist es, der sich oftmals nicht richtig verhält. Ihm und nur ihm kann mit Schulung und Sensibilisierung geholfen werden.

Was mein Schlusswort angeht, so stehe ich zu dieser Aussage. Dessen sei Dir gewiss. Niemand, wirklich niemand quält in meinem Beisein ein Tier, und schon gar nicht mein eigenes!!!


Ulf berichtet uns beschnüffelt worden zu sein. Sicherlich unangenehm, jedoch nicht bedrohlich. Wer da zum Spray greift, handelt nicht in Notwehr, sondern begeht Tierquälerei!!!
Der Einsatz von Spray wäre erst dann auch aus meiner Sicht angebracht und gerechtfertigt, wenn der Hund tatsächlich, wenn auch durch eventuelles menschliches Fehlverhalten, angreift und Gefahr für Leib und Leben besteht
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Deeskalation?

Beitragvon Con-Rad » 14.02.2010, 22:47

Mensch Bagdad-Biker,
der Briefträger muß die Post abliefern, der Läufer will in Ruhe ungefärdet laufen. Wir haben ein Recht, nicht von Hunden belästigt, bedroht oder gefärdet zu werden. Hundehalter haben die Pflicht, das für ihre Hunde sicherzustellen.
Warum begreifen das einige Herrchen nicht? Was ist für Dich daran nicht zu verstehen?
Wenn Herrchen richtig mit ihren Schützlingen umgehen, gibt es nichts zu deeskalieren, weder für mich, den Läufer, den Briefträger und erst recht nicht für Kinder oder Leute mit Angst vor Hunden.

Es gehört möglicherweise nicht direkt zum Thema, ich halte Biker, Läufer und Briefträger im Schnitt nicht für weiser, verantwortungsbewuster oder unschuldiger als Hundehalter aber im Gegensatz zu den Hunden sind sie meist allein.
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Re: Deeskalation?

Beitragvon Bagdad-Biker » 14.02.2010, 23:50

Con-Rad hat geschrieben:Mensch Bagdad-Biker,
der Briefträger muß die Post abliefern, der Läufer will in Ruhe ungefärdet laufen. Wir haben ein Recht, nicht von Hunden belästigt, bedroht oder gefärdet zu werden.
Da ist richtig und habe ich auch nie in Abrede gestellt. Wie bereits gesagt, habe auch ich schon einig unangenehme Begegnungen gehabt und kann dieses Anliegen daher umsomehr nachvollziehen.
Der Hund hat aber auch ein Recht auf artgerechte Haltung und somit Auslauf. Ebenso hat der Halter ein Recht den gleichen Weg zu nutzen wie Du.
Con-Rad hat geschrieben: Hundehalter haben die Pflicht, das für ihre Hunde sicherzustellen.
Auch das ist richtig. Dem kommt der verantwortungsbewusste ! Hundehalter nach, indem er seinen Hund abruft und dann anleint.
Pöbelnde oder ignorante Halter sind zumindest aus meiner Beobachtung eher die Ausnahme. Sie fallen nur deutlicher auf. Gleiches gilt aber auch für Jogger die Autos keinen Platz machen, Radlern die die Vorfahrt missachten und was es noch für Vorurteile gibt.

Das Problem ist nur, und das versuche ich Dir klar zu machen, dass das Verhalten von Hunden oft missverstanden und dann aus Unwissenheit falsch reagiert wird. Dies interpretiert der Hund dann abhängig von der Situation als Aufforderung zum Spiel, als Jagd, oder als Angriff. Er verhält sich dabei aber nicht falsch im Sinne von Bösartig. Es ist seine Natur.
Daran kannst Du nichts aberziehen. Im Übrigen erfolgt das von Ulf beschriebene Beschnüffeln nicht in böser Absicht. Der Hund begegnet einem Menschen und will mit ihm Kommunizieren. Dies geschieht nach Art der Hunde (weil sie halt nicht guten Tag sagen können) durch gegenseitiges Beschnüffeln, anlecken und bei Sympatie bespielen.
Das mögen natürlich nicht alle Menschen und es ist völlig legitim dies nicht zu wollen. Deshalb aber Hunde zu hassen und zu verdammen, ist Unfug!!!


Wenn der Läufer, Postbote etc. nun aber sich vor Augen führen würden, wie so ein Hund tickt, und ``richtig´´ reagieren würden, entstünden viel brenzlige Situationen erst gar nicht.

Wüsste der Läufer, dass sein schneller Bewegungsablauf für den Hund als Aufforderung zum Laufduell aufgefasst wird, würde als netter Mitmensch seinen Lauf kurz unterbrechen, bis der Hund angeleint ist. Situation deeskaliert, alle sind happy.

Hunde gehören nunmal zum Alltag. Du wirst ihnen fast täglich begegnen.
Wenn Du die bloße Anwesenheit eines Hundes bereits als Belästigung empfindest, dann muss ich annehmen, dass es sich bei Dir um ein ganz besonders egoistisches Exemplar der Menschheit handelt. Sorry, aber Straßen und Wege sind für alle da. Für Radler ebenso wie für Jogger, Walker, Reiter, Hunde/-Halter und Spaziergänger. Da ist Rücksicht für und von allen Seiten gefragt. AUCH VON DIR!

Jedes Kind weiß, dass sich z.B. Pferde schnell erschrecken und durchgehen können (angeborener Fluchtinstinkt ähnlich der Instinkte beim Hund). Das kann man einem Pferd auch nicht aberziehen.
Begegnet man also einem Reiter, so hält man mit seinem Rad oder Auto als freundlicher und höflicher Mitmensch an, um das Pferd nicht aufzuschrecken. Diese Situation kennen wir alle und haben sie zigmal erlebt. Ginge man beim Hund mit ebensolcher Nachsicht zu Werke....

Und sag mir jetzt bitte nicht, es sei nicht Deine Pflicht dich über das Verhalten von Hunden zu informieren. Das ist es in der Tat nicht. Allerdings würde es beiden Seiten das Leben doch deutlich erleichtern.
Und genaugenommen, hättest Du die Zeit, die Du aufgebracht hast in diesem Fred zu lesen und zu schreiben auch verwenden können um ein Hundebuch zu lesen.

Leih Dir einfch mal was inder Bücherhalle aus. Kostet nur kleines Geld und ich bin mir sicher, Du wirst den einen oder anderen Aha-Effekt erleben.
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Re: Deeskalation?

Beitragvon Helmut » 15.02.2010, 00:22

Bagdad-Biker hat geschrieben:Leih Dir einfch mal was inder Bücherhalle aus. Kostet nur kleines Geld und ich bin mir sicher, Du wirst den einen oder anderen Aha-Effekt erleben.
Das mag ja so sein und von einem Briefträger erwarte ich wie Du, dass er im Umgang mit Hunden geschult ist, aber das kann nun mal nicht von jedem Spaziergänger/-fahrer im Park erwarten.

Mir fällt leider auch keine andere Lösung ein, als das Besitzer großer Hunde und bestimmter Rassen ihre Hunde in zu erwartenden Gegenwart fremder Menschen anzuleinen haben, wenn sie diese nicht im Griff haben. Zu nicht im Griff haben zählt für mich z. B. auch, dass ein Hund nicht auf fremde Menschen zuzugehen hat, selbst wenn es seinem Instinkt entspricht.

Ich lebe seit 15 Jahren mit verschiedenen Hunden zusammen, empfinde mir unbekannte o. g. Hunde ohne Leine noch immer als latente Gefahr. Ich werde mir deshalb trotzdem kein schlaues Buch kaufen. Es gibt noch so viele andere Bücher zu anderen Themen, die ich vorher lesen sollte.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Con-Rad » 15.02.2010, 08:41

"P. S. Sollte irgendwann, jemals irgendwer, auf die Idee kommen meinen Hunden Pfefferspray in die Schnauze zu sprühen, der sollte noch eine zweite Dose davon in der Tasche haben, um mich von seiner Kehle fernhalten zu können![/quote]"
Das ist es: sollte jemand in Notwehr zu solchen Mitteln greifen, braucht er für den Halter noch eine Extra Portion.
Aber: warum solche Drohung, wenn Deinem angeleinten Hund nichts passieren kann?
Den Fehler, dem Du wie viele Hundehalter verfallen, ist die Rechte der Mitmenschen denen Deines Hundes gleichzusetzen oder Dein Recht auf deinen Hund auszudehnen. Das Recht eines Menschen, unbehelligt, unverletzt zu bleiben und sich zu entfalten steht über dem eines Hundes. Das ist grundsätzlich und keine Frage von Bücher lesen und Verständnis für Hunde.
Davon lenken auch keine langen Abhandlungen über das Wesen von Hunden ab.
Auch habe ich keine Angst vor Hunden, weiß wie ich mit ihnen umgehe und mich ihrer notfalls erwehre, freunde mich sehr schnell mit den meisten Schnuffis an, was mit Hunden einfacher ist als mit den Herrchen. Den Quer über den Weg gespannten Hundeleinen und dem Gekläffe (genauso wie dem Spruch: haben Sie keine Klingel?) weiche ich am Wochenende mit dem Rennrad auf die Straße aus.
Zurück fast zum Anfang: Schuld sind nie die Hunde, immer die Herrchen!
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Re: Pfefferspray

Beitragvon Schnuffi » 15.02.2010, 09:07

Con-Rad hat geschrieben: freunde mich sehr schnell mit den meisten Schnuffis an!
:oops: :wink:
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Re: Deeskalation?

Beitragvon GC » 15.02.2010, 09:19

Bagdad-Biker hat geschrieben:Wenn der Läufer, Postbote etc. nun aber sich vor Augen führen würden, wie so ein Hund tickt, und ``richtig´´ reagieren würden, entstünden viel brenzlige Situationen erst gar nicht.

Wüsste der Läufer, dass sein schneller Bewegungsablauf für den Hund als Aufforderung zum Laufduell aufgefasst wird, würde als netter Mitmensch seinen Lauf kurz unterbrechen, bis der Hund angeleint ist. Situation deeskaliert, alle sind happy.
Postboten und Paketzusteller haben schlichtweg nicht die Zeit um jedesmal stehen zu bleiben und sich beschnüffeln zu lassen. Wenn solche Hundehalter kein Verständnis dafür haben, dann sollten diese mal nur einen einzigen Tag Pakete zustellen. Aber bitte pünktlich!

Wenn ich als Jogger oder Biker unterwegs bin, dann möchte ich in meinem Tempo, in meinem Rythmus laufen oder fahren. Auch da habe ich keine Lust jedesmal stehen zu bleiben, weil wieder ein Hundehalter seinen Hund nicht angeleint hat, der Hund auf Rufen nicht reagiert und mich belästig.

Im allgemeinen habe ich kein Problem mit Hunden. Wenn sie aber nicht angeleint sind und auf rufen nicht reagieren, dann bin ich auch gerne mal bereit ein nettes Wörtchen mit dem Halter zu tauschen.

Und was mich ganz besonders ärgert, ab dem 15. April ist Brut- und Setzzeit. In der Zeit sind Hunde grundsätzlich anzuleinen. Da kümmert sich nur niemand drum. Aber genau diese Hundehalter bezeichnen sich als Tierfreunde...
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kalteSchnauze

Beitragvon Con-Rad » 15.02.2010, 17:02

Ach schnuffi,
mich stören weder deine kalte Schnauze noch deine Spikes wenn Du von der Leine bist! (muß nicht jeder verstehen)
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Re: Deeskalation?

Beitragvon Bagdad-Biker » 15.02.2010, 19:10

Helmut hat geschrieben: ... aber das kann nun mal nicht von jedem Spaziergänger/-fahrer im Park erwarten.
Das habe ich doch auch gesagt!:oops:
Ich habe lediglich angemerkt, dass es beiden Seiten das Leben erleichtern würde. Und wenn ein Sportler ein so massives Problem mit Hunden hat, wie einige hier, dann sehe ich die Investition in der Bücherhalle allemal als sinnvoller an, als in einer Dose Pfefferspray.
Helmut hat geschrieben: Mir fällt leider auch keine andere Lösung ein, als das Besitzer großer Hunde und bestimmter Rassen ihre Hunde in zu erwartenden Gegenwart fremder Menschen anzuleinen haben, wenn sie diese nicht im Griff haben. Zu nicht im Griff haben zählt für mich z. B. auch, dass ein Hund nicht auf fremde Menschen zuzugehen hat, selbst wenn es seinem Instinkt entspricht.
Ich denke kaum, dass dieses ``Problem´´ abhängig von Rasse oder gar Größe ist. Mich hat mal ein Labrador vom Rad geholt, ich wurde auch schon von einem kleinen Mischling beim Radeln gebissen (beide male berichtete ich im Forum).
Was das Anleinen angeht, so bin auch ich der Meinung, dass der Halter seinen Hund abzurufen hat, bevor er überhaupt kontakten kann. Und generell erwarte ich, dass der Hund bei einer Begegnung angeleint oder am Halsband gegriffen wird. Das ist der Part der gegenseitigen Rücksichtnahme, die ich vom Halter erwarte.
Weiß der Halter, dass sein Hund nicht 100% aufs Wort hört, dann hat er , so wie ich es aus Vorsicht handhabe, den Hund tatsächlich an der Leine zu lassen.
Helmut hat geschrieben: Ich lebe seit 15 Jahren mit verschiedenen Hunden zusammen...
Eben!
Ich kann mich entsinnen, dass Du mir im April letzten Jahres erzählt hast, dass einer deiner beiden Hunde mehrere Stunden entlaufen war. Hast Du dir die Frage gestellt, ob er vielleicht auch einen Jogger erschreckt haben könnte??? Trotz guter Erziehung, trotz der Tatsache, dass Du der Meinung warst den Hund jederzeit im Griff zu haben. Sowas kann halt mal passieren. Ich glaube aber kaum, dass Du einen Pfeffersprayeinsatz gutheißen hättest wollen.
Helmut hat geschrieben: ... empfinde mir unbekannte o. g. Hunde ohne Leine noch immer als latente Gefahr. ...

Sie als Gefahr zu sehen, ist sicherlich die falsche Einstellung! Eine gesunde Portion Respekt habe auch ich vor allen mit unbekannten Hunden. Allerdings kann ich viele Situationen meistern, weil ich mich in die Denkweise des Hundes hineinverstezen kann.
Bei den beiden malen, bei denen ich ``Opfer´´ wurde, war ich nicht ganz schuldlos, wäre ich abgestiegen und hätte gewartet, wäre sicherlich nix passiert.
Bagdad-Biker

Re: Pfefferspray

Beitragvon Bagdad-Biker » 15.02.2010, 19:31

Con-Rad hat geschrieben:"
Das ist es: sollte jemand in Notwehr zu solchen Mitteln greifen, braucht er für den Halter noch eine Extra Portion.
Aber: warum solche Drohung, wenn Deinem angeleinten Hund nichts passieren kann?
Weil es sicherlich auch rein theoretisch passieren kann, dass der Hund mal aus dem Halsband schlüpft, oder ich die Leine versehentlich fallen lasse.

Con-Rad hat geschrieben:"
Das Recht eines Menschen, unbehelligt, unverletzt zu bleiben und sich zu entfalten steht über dem eines Hundes.
Das ist falsch! Jedes Lebewesen sollte diese Rechte genießen dürfen!!!
Ich muss mich allerdings ernsthaft fragen, woher Du dieses grenzenlose Maß an Egoismuss nimmst. Was stellt Dich besser als das Tier???

Con-Rad hat geschrieben:"
Das ist grundsätzlich und keine Frage von Bücher lesen und Verständnis für Hunde.
Würdest Du sie lesen, wüsstest Du wovon wie hier überhaupt reden.
Con-Rad hat geschrieben:"
Davon lenken auch keine langen Abhandlungen über das Wesen von Hunden ab.
Wenn sie Dir zu lang sind, lies sie doch einfach nicht! Dann sprich
hier aber bitte auch nicht so breitspurig von Dingen, von denen Du offenbar noch nichtmal im Ansatz etwas zu verstehen scheinst.
Con-Rad hat geschrieben:"
Auch habe ich keine Angst vor Hunden, weiß wie ich mit ihnen umgehe
Insbesonders letzteres möchte ich Deinen Aussagen schlussfolgernd doch stark anzweifeln!
Con-Rad hat geschrieben:"
Den Quer über den Weg gespannten Hundeleinen und dem Gekläffe (genauso wie dem Spruch: haben Sie keine Klingel?) weiche ich am Wochenende mit dem Rennrad auf die Straße aus.
Die Tatsache, dass Du diesen Spruch zu hören bekommst, gibt Dir nicht zu denken??? Möglicherweise erschreckst und belästigst Du auch deine Mitmenschen???

Con-Rad hat geschrieben:"
Zurück fast zum Anfang: Schuld sind nie die Hunde, immer die Herrchen!
Wieder falsch! Schuld hat immer der Mensch! Der vor, oder der hinter dem Hund. Manchmal beide zusammen!
Bagdad-Biker

Re: Deeskalation?

Beitragvon Bagdad-Biker » 15.02.2010, 19:45

GC hat geschrieben:
Postboten und Paketzusteller haben schlichtweg nicht die Zeit um jedesmal stehen zu bleiben und sich beschnüffeln zu lassen. Wenn solche Hundehalter kein Verständnis dafür haben, dann sollten diese mal nur einen einzigen Tag Pakete zustellen. Aber bitte pünktlich!
Ich habe in diesem Fred schon einiges mir unverständliches gelesen, aber das ist der Hammer!
Lässt er sich nicht beschnüffeln ist Stress mit dem Vierbeiner vorprogramiert. Im Übrigen: Bevor der Postbote mein Grundstück betritt, zumal er weiß, dass hier Hunde leben, darf er gerne mal die am Gartentor hängende Klingel benutzen.
GC hat geschrieben: Wenn ich als Jogger oder Biker unterwegs bin, dann möchte ich in meinem Tempo, in meinem Rythmus laufen oder fahren.
Wenn Du das so egozentrisch siehst, dann darfst Du dich nicht beklagen, wenn auf der Landstraße ein Auto ungebremst mit 100 Klamotten an Dir vorbeirauscht. Denn der will sein Tempo fahren und empfindet DIch als lästig!
GC hat geschrieben: Auch da habe ich keine Lust jedesmal stehen zu bleiben, weil wieder ein Hundehalter seinen Hund nicht angeleint hat, der Hund auf Rufen nicht reagiert und mich belästig
Was ist so schlimm daran anzuhalten? Davon geht die Welt nicht unter. Vom Autofahrer erwartest Du ja auch, dass er sein Tempo drosselt oder notfalls anhält, wenn er Dir beim Joggen begegnet. Da erwartest Du Rücksicht und selber....?
Dass der Hund Dich belästigt liegt vermutlich aber eben daran, dass Du nicht anhälst.
GC hat geschrieben: Im allgemeinen habe ich kein Problem mit Hunden. Wenn sie aber nicht angeleint sind und auf rufen nicht reagieren, dann bin ich auch gerne mal bereit ein nettes Wörtchen mit dem Halter zu tauschen.
Das ist Dein gutes Recht und sicherlich auch richtig.
GC hat geschrieben: Und was mich ganz besonders ärgert, ab dem 15. April ist Brut- und Setzzeit. In der Zeit sind Hunde grundsätzlich anzuleinen. Da kümmert sich nur niemand drum. Aber genau diese Hundehalter bezeichnen sich als Tierfreunde...
Hoffentlich begiebst Du dich dann in dieser Zeit nicht zum Joggen oder Radfahren in die Feldmark. Denn auch Du könntest stören!
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Beitragvon Johanna » 15.02.2010, 20:54

Ich denke es ist recht aussichtslos diese Diskussion weiter zu führen

Hundehalter - Nicht Hundehalter
Raucher - Nichtraucher
Autofahrer - Radfahrer
usw usw........never ending storys :(
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Beitragvon Oldboy » 15.02.2010, 21:25

Die Einstellung und die Äusserungen von Bagdad Biker sind für mich nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht habe ich nicht genug Hunde-Bücher gelesen. Ist ja anscheinend Pflicht, um sich unbehelligt in der Natur zu bewegen oder seinem Beruf nachzugehen.

Die Hundehalter mit breiten Schultern (wegen der Werbung :HaHa: ), Vokuhila-Frisuren und Jogginghosen mit Boxerstiefeln möchte ich hier noch gar nicht mal ansprechen.

Ich fahre oftmals im Naturschutzgebiet Höltigbaum. Da wimmelt es von nicht angeleinten Hunden.

Warum darf man keine Tiger, Löwen, Giftschlangen frei laufenlassen? Die verhalten sich doch alle nur a r t g e r e c h t !
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tierfreund23
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Beitragvon tierfreund23 » 15.02.2010, 21:35

So jetzt sehe ich mich doch als Tierfreund gezwungen mich mal zu melden.

Wenn wir alle etwas mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden hätten wir solche Diskussionen nicht. Ich selbst mag es auch nicht, dass wenn ich mit dem Bike unterwegs bin mir ein Hund hinterher rennt (habe da schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht). Man kann deswegen aber nicht das Tier verurteilen weil, es geht nur seinem natürlichen Instinkt nach. Vielmehr ist hier der Mensch gefragt, schließlich sind wir doch angeblich die Intelligenteren.

Wenn ich mit dem Bike unterwegs bin und jemanden mit seinem Hund sehe, versuche ich schon von weitem auf mich aufmerksam zu machen und verringere mein Tempo, da ich ja den natürlichen Instinkt eines Hundes kenne. Andererseits ist ein Hundehalter in der Pflicht dafür zu sorgen, dass sein geliebter Vierbeiner keinen gefährdet. Deshalb kündige ich mich schon von weitem an, so dass er noch Zeit hat notfalls den Hund an die Leine zunehmen, wenn er weiß, dass sein Hund ihm nicht gehorcht.

Darum bitte werdet alle etwas toleranter euren Mitmenschen gegenüber und schon ist die Welt wieder etwas besser. Genau das gleiche erwarte ich auch wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin von den Autofahrern.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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Beitragvon bernie » 15.02.2010, 22:15

moin,

ich bin auch besitzer eines hundes, der mich sehr viel und lange am rad begleitet hat, mit und ohne leine. voll und ganz zustimmen kann ich nur GC.

@oldboy - freilaufende hunde findest du am höltigbaum eigentlich nur am eingang und der ersten quer verlaufenden betonierten betonpiste - und dort dürfen sie es noch. ansonsten sind es eigentlich nur wenige, die sich nicht an die leinenpflicht halten.

gruß bernie
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Hunde die bellen gewinnen...

Beitragvon Con-Rad » 15.02.2010, 22:18

Kleine Bemerkung zum Hundeverständnis (aus einem Buch): Ein Hund, der den Passanten, den Briefträger ausdauernd verbellt, bis dieser sich wieder verzieht, was eigentlich immer so ist, hat den Angreifer aus seiner Sicht erfolgreich vertrieben und bleibt so Sieger. Dieser Erfolg bestätigt sein Handeln. Er wird dieses erfolgreiche Vorgehen immer intensiver betreiben.

Ich ziehe mich trotzdem vorzeitig zurück und lasse Euch erfolgreich weiterbellen! Tschüüüs!
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
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Beitragvon Oldboy » 15.02.2010, 22:47

bernie hat geschrieben:freilaufende hunde findest du am höltigbaum eigentlich nur am eingang und der ersten quer verlaufenden betonierten betonpiste, und dort dürfen sie es noch. ansonsten sind es eigentlich nur wenige die sich nicht an die leinenpflicht halten.
Dann kommst Du wohl nur bis zu dieser Betonpiste. :D

Auch ich möchte mich hiermit verabschieden. :wink: Es gibt sachlichere Themen hier in Helmuts Forum. Habe verstanden: Hundebücher lesen, um sich frei bewegen und dem Job nachgehen zu können. Stehenbleiben, beschnüffeln und belecken zu lassen, bis Hund und Herrchen es ok finden. Jungtiere hetzen zu lassen, weil es eben in der Natur der Hunde liegt.

Zur Not lässt der pflichtbewusste Halter eben mal die Leine fallen (Bagdad Biker).
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Re: Deeskalation?

Beitragvon GC » 16.02.2010, 10:27

Bagdad-Biker hat geschrieben: Ich habe in diesem Fred schon einiges mir unverständliches gelesen, aber das ist der Hammer!
Lässt er sich nicht beschnüffeln ist Stress mit dem Vierbeiner vorprogramiert. Im Übrigen: Bevor der Postbote mein Grundstück betritt, zumal er weiß, dass hier Hunde leben, darf er gerne mal die am Gartentor hängende Klingel benutzen.
Dir ist aber bewußt, daß Du als Hundehalter dafür zu sorgen hast, daß es keinen Streß mit Deinem Vierbeiner gibt?
Die Sache mit der Klingel ist sehr gut. Nur leider haben das die wenigsten Hundebesitzer so wie Du.
Bagdad-Biker hat geschrieben: Wenn Du das so egozentrisch siehst, dann darfst Du dich nicht beklagen, wenn auf der Landstraße ein Auto ungebremst mit 100 Klamotten an Dir vorbeirauscht. Denn der will sein Tempo fahren und empfindet DIch als lästig!
Das ist richtig. Ich beklage mich darüber ja auch nicht.
Bagdad-Biker hat geschrieben: Was ist so schlimm daran anzuhalten? Davon geht die Welt nicht unter. Vom Autofahrer erwartest Du ja auch, dass er sein Tempo drosselt oder notfalls anhält, wenn er Dir beim Joggen begegnet. Da erwartest Du Rücksicht und selber....?
Dass der Hund Dich belästigt liegt vermutlich aber eben daran, dass Du nicht anhälst.
Ich kann Dir genau sagen, was so schlimm daran ist anzuhalten. Hier gibt es sehr viele Hundehalter. Man könnte sagen, es gibt hier fast so viele Hunde wie Pferde. Wenn ich jedesmal anhalte, dann kann ich auch auf dem Sofa liegen bleiben. Dann komme ich nämlich nicht mehr zum Sport treiben.
Vom Autofahrer erwarte ich, daß er sein Tempo drosselt, wenn er nicht an mir vorbei kann, das ist richtig. Aber genau das mache ich auch bei Spaziergängern mit und ohne Hund. Auch egal ob der Hund angeleint ist oder nicht.

GC hat geschrieben: Und was mich ganz besonders ärgert, ab dem 15. April ist Brut- und Setzzeit. In der Zeit sind Hunde grundsätzlich anzuleinen. Da kümmert sich nur niemand drum. Aber genau diese Hundehalter bezeichnen sich als Tierfreunde...
Hoffentlich begiebst Du dich dann in dieser Zeit nicht zum Joggen oder Radfahren in die Feldmark. Denn auch Du könntest stören![/quote]

Der Unterschied zwischen einem Hund und mir liegt unter anderem darin, daß ich die öffentlichen Wege nicht verlasse und keinem Jagdinstinkt nachgehe! Und genau da haben die Hundehalter für zu sorgen, daß ihre Hunde genau diesem eben nicht nachgehen. Und wenn Du mit Deinem angeleinten Hund über öffentliche Wege gehst, dann haben wir beide keinerlei Probleme miteinander. ;)
Ich denke, darin sind wir uns einig.
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Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?

Beitragvon Grotefend » 16.02.2010, 12:13

Ihr fetzt euch hier gegenseitig mit Zitat und Gegenzitat, ohne von der Stelle zu kommen.

Es ist doch so einfach:
Jeder Mensch hat das Recht, sich nach seinen Vorstellungen zu entfalten.
Und dies Recht endet dort, wo es das genau gleiche Recht eines anderen tangiert.
(Siehe: Kant'scher kategorischer Imperativ oder Volksmund: "Was du nicht willst...")

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Beitragvon GC » 16.02.2010, 13:05

Ich würde es nicht gerade als fetzen bezeichnen.

Aber es stimmt schon, es bringt nichts. Und deshalb schreibe ich da auch nichts mehr zu.

:wink:
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Beitragvon Konkursus » 16.02.2010, 14:51

Liebe Foris,

es ist herrlich, ich wusste gar nicht, dass man an einem relativ tristen Winter-Nachmittag noch so viel Spaß haben kann. Die ganzen Postings hintereinander wegzulesen, einfach nur schön.

Ich selbst bin kein Hundehalter, habe es über Kaninchen hinaus nicht zu anderen Tieren geschafft. Wären diese nicht gewesen, hätte durchaus die Gefahr einer Anschaffung bestanden, konnten uns aber schon im Vorwege nicht darauf verständigen, ob Windhund (im zweier-Pack) oder die Kleinausgabe des Berner Sennenhundes (einfach nur niedlich). Letztendlich wäre die Betreuung wieder ausschließlich an uns hängengeblieben, weil unsere Tochter sich wie bei den Kaninchen dezent zurückgezogen hätte. Heute sind wir froh (nicht über den Tod der Kaninchen), dass wir etwas für uns tun können, ohne die Verantwortung für ein Tier zu haben.

Aber das wollte ich gar nicht so langatmig schreiben, fällt mir gerade so ein.

Neben dem Radfahren laufe ich ja ziemlich viel, auch auf Strecken, auf denen einige Hunde ausgeführt werden. Seit Beginn meiner Laufaktivitäten im Jahre 2006 bin ich aber noch nicht einmal ansatzweise in eine Situation gekommen, in der ich Angst hatte gebissen zu werden etc.. Ich hatte vielleicht mal die Befürchtung, über einen Hund zu stürzen, der mich beschnüffeln wollte, aber das war schon alles.

Also ich denke, man sollte das mal locker angehen lassen, Ehrfurcht ja, Angst nein. Wobei man Situationen auf Grundstücken kaum mit sportlichen Situationen vergleichen kann. Wer lässt schon seinen "Doberweiler" frei rumlaufen? Der büxt einem doch aus. So begrenzt sich das Gefahrenpotential in der freien Natur noch.

Womit ich allerdings als Radfahrer schon mehr Probleme hatte, waren angeleinte Hunde oder besser: Herrchen oder Frauchen. Z. B. Lüneburger Heide, 3 m breiter Weg, Hund links, Frauchen und Herrchen rechts, dazwischen - kaum zu sehen - die Leine. Hallo, gehts noch? Wenn angeleint, sollte man aber auch drauf achten, dass der Abstand nicht zu groß wird, sonst könnte es schon einmal einen unangenehmen Unfall geben, für den der Hund nun am Wenigsten kann.

Als Läufer kann ich noch einigermaßen ausweichen, als Radfahrer wirds kritisch.

Man sollte einfach mahr Rücksicht nehmen, ist jedenfalls meine Meinung.

In dem Sinne alles Gute


Konkursus
Bagdad-Biker

Re: Hunde die bellen gewinnen...

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.02.2010, 19:30

Con-Rad hat geschrieben:Kleine Bemerkung zum Hundeverständnis (aus einem Buch): Ein Hund, der den Passanten, den Briefträger ausdauernd verbellt, bis dieser sich wieder verzieht, was eigentlich immer so ist, hat den Angreifer aus seiner Sicht erfolgreich vertrieben und bleibt so Sieger. Dieser Erfolg bestätigt sein Handeln. Er wird dieses erfolgreiche Vorgehen immer intensiver betreiben.
Ja solche Texte stehen auch in Hundebüchern. Allerdings bringst Du diese Textpassage (sicherlich nicht ganz unbewusst) in einem falschen Zusammenhang. Hier geht es nicht um die Psyche und das Wesen eines Hundes. In diesem Buch/Kapitel geht darum ein vom Halter unerwünschtes Verhalten (übersteigerten nicht den instinktiven Wachinstinkt) einzudämmen.
Das geschieht in der Regel durch ein Ausgleichverhalten. (wirst Du sehen, wenn Du weiterliest)
Oftmals wird versucht, den Postboten mit etwas Positivem zu verknüpfen. Z.B. soll erreicht werden, dass der Hund beim Klingeln auf seinen Platz geht o.ä. und dafür sein Futter bekommt. Zudem wird, zumindest bei guten Büchern, auch erklärt wie es zu diesem übersteigerten Wachtreib kommt. Oftmals sind solche Verhaltensauffälligkeiten ein Zeichen für Unterforderung, Langeweile und mangelnde Bewegung des Tieres.
Verhaltensauffällig ist ein hund aber nicht, wenn er sein Grundstück gegen Eindringlinge verteidigen will. Verhaltensauffällig ist er dann, wenn er jedes vorbeifahrende Auto, Fußgänger, ja selbst Vögel und im Wind wehende Plastiktüten etc verbellt und sich daran begeistern kann. Den Unterschied zwischen Wachsamkeit und Spaß am Verbellen hat man als Hundehalter bei seinem Tier sehr schnell erkannt.
Con-Rad hat geschrieben: Ich ziehe mich trotzdem vorzeitig zurück und lasse Euch erfolgreich weiterbellen! Tschüüüs!
Keine Argumente mehr? Schade!
Bagdad-Biker

Re: Deeskalation?

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.02.2010, 19:50

GC hat geschrieben:
Dir ist aber bewußt, daß Du als Hundehalter dafür zu sorgen hast, daß es keinen Streß mit Deinem Vierbeiner gibt?
Die Sache mit der Klingel ist sehr gut. Nur leider haben das die wenigsten Hundebesitzer so wie Du.
Das tue ich! Der Zaun ist 180 cm hoch. Das Tor aus massivem Holz. Das Schild ``Hier wache ich´´ nicht zu übersehen. Die Klingel draußen dran. Und ob der Postbote vor dem Tor warten muss, bis ich öffne, oder vor der Haustür, macht für ihn doch zeitlich auch keinen Unterschied.
Bei diesen Massnahmen, würde selbst ich, obwohl ich mit Hunden wirklich gut kann, in jedem Falle draußen warten.

GC hat geschrieben: Wenn ich jedesmal anhalte, dann kann ich auch auf dem Sofa liegen bleiben. Dann komme ich nämlich nicht mehr zum Sport treiben.
Wenn Dich Hunde derart stören, solltest Du das vielleichtt tatsächlich so handhaben. Oder Du trainierst im Wohnzimmer auf der Rolle oder Laufband, wenn es Dir nicht möglich erscheint auch auf die Bedürfnisse deiner Mitmenschen Rücksicht zu nehmen.


GC hat geschrieben: Der Unterschied zwischen einem Hund und mir liegt unter anderem darin, daß ich die öffentlichen Wege nicht verlasse und keinem Jagdinstinkt nachgehe! Und genau da haben die Hundehalter für zu sorgen, daß ihre Hunde genau diesem eben nicht nachgehen. Und wenn Du mit Deinem angeleinten Hund über öffentliche Wege gehst, dann haben wir beide keinerlei Probleme miteinander. ;)
Ich denke, darin sind wir uns einig.
Ich möchte stark anzweifeln, dass Du jemals einen jagenden Hund gesehen hast, denn von dem sieht man erstmal´ne Weile gar nix. Allerdings ist der Jagdtrieb tatsächlich schwer einzudämmen. Er ist ``selbstbelohnend´´. Das Jagen macht dem Hund so viel Spaß, dass er sich davon, ist er erstmal durchgestartet, weder mit Futter, noch mit Schlägen abrufen lässt. Es gibt Kurse in denen dem Halter gezeigt wird, wie ich dem Hund eine Art Ausgleich bieten kann. Das funktioniert allerdings meist nur bei Hunden, bei denen der Trieb ohnehin etwas schwächer ausgeprägt ist.
Genau dieser Jagdtrieb ist einer der Gründe, warum meine Tiere an der Leine bleiben. Ich bin mir (eigentlich) sicher, dass ich sie jederzeit abrufen kann, eine Garantie gibt es aber nicht. Ich möchte einfach vermeiden, dass sie Schaden anrichten.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.02.2010, 19:52

GC hat geschrieben:Ich würde es nicht gerade als fetzen bezeichnen.

Aber es stimmt schon, es bringt nichts. Und deshalb schreibe ich da auch nichts mehr zu.

:wink:
Ist ja wie in der Kneipe hier. Die am lautesten prahlen, sind die erten, die besoffen unterm Tisch liegen! :?
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.02.2010, 19:59

Oldboy hat geschrieben:Die Einstellung und die Äusserungen von Bagdad Biker sind für mich nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht habe ich nicht genug Hunde-Bücher gelesen. Ist ja anscheinend Pflicht, um sich unbehelligt in der Natur zu bewegen oder seinem Beruf nachzugehen.

Die Hundehalter mit breiten Schultern (wegen der Werbung :HaHa: ), Vokuhila-Frisuren und Jogginghosen mit Boxerstiefeln möchte ich hier noch gar nicht mal ansprechen.

Ich fahre oftmals im Naturschutzgebiet Höltigbaum. Da wimmelt es von nicht angeleinten Hunden.

Warum darf man keine Tiger, Löwen, Giftschlangen frei laufenlassen? Die verhalten sich doch alle nur a r t g e r e c h t !
Oldboy hat geschrieben: Dann kommst Du wohl nur bis zu dieser Betonpiste. Very Happy

Auch ich möchte mich hiermit verabschieden. Wink Es gibt sachlichere Themen hier in Helmuts Forum. Habe verstanden: Hundebücher lesen, um sich frei bewegen und dem Job nachgehen zu können. Stehenbleiben, beschnüffeln und belecken zu lassen, bis Hund und Herrchen es ok finden. Jungtiere hetzen zu lassen, weil es eben in der Natur der Hunde liegt.

Zur Not lässt der pflichtbewusste Halter eben mal die Leine fallen (Bagdad Biker).
Vielen Dank, für diese größtenteils reichlich unsachlichen Beiträge. Es gibt keinen Grund getroffene Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen um den Versuch zu unternehmen, sie ins Lächerliche zu ziehen.

Was das NSG angeht, so habe ich diese Beobachtung allerdings schon einigemale selber auch gemacht, mich darüber geärgert, die Hundehalter demensprechend ums anleinen gebeten und in der Regel wurde meine Bitte ohne weiteres befolgt.
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Beitragvon GC » 16.02.2010, 20:39

Ok, ich melde mich dann doch nochmal zu Wort. :)

Wildernde Hunde habe ich schon reichlich oft gesehen. Das letzte mal vorletztes Wochenende, als ein schäferhundähnliches Tier hinter einem Reh hinterhergerannt ist. Weit und breit war kein Halter zu sehen.

Und ich wage zu behaupten, wenn Du es so oft erlebst wie ich, daß ein Hund vor, neben oder hinter Dir herrennt, dann bist auch Du genervt.

Ich finde Deine persönliche Einstellung gut. Ich glaube Dir, daß Du so handelst wie Du es schreibst. Aber Du kannst mir auch gerne glauben, daß ich es so erlebe, wie ich es schreibe.

Und zu guterletzt: ich wollte mich deshalb aus dieser Diskussion verabschieden, weil alle Seiten auf ihre Art verbohrt sind (damit schließe ich mich ja auch nicht aus). Ich ändere Deine Meinung nicht, und Du änderst meine nicht.

Gegenseitige Rücksichtnahme würde ich gerne jedesmal praktizieren. Nur leider ist das oft genug nicht möglich, da auch auf mich oft keine Rücksicht genommen wird. Und zwar dann, wenn die Hunde nicht aufs Wort des Halters reagieren.

So, nun ist der Kreis geschlossen und für mich ist hier jetzt endgültig Schluß. Last Order ist vorbei und die Kneipe hat geschlossen...
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Beitragvon Oldboy » 16.02.2010, 23:44

@ Bagdad Biker

ok, auch für mich die letzte Anmerkung.

Nachdem Du meine Frage auf die Haltung anderer Tiere, die sich auch nur
a r t g e r e c h t verhalten nicht beantworten konntest, jetzt noch eine letzte Frage.
Bitte nur mit ja oder nein beantworten. Auch wenn es Dir schwer fällt:
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Beitragvon bergi123 » 24.06.2010, 11:10

Ich bin schon auch der Meinung, dass man auf Menschen, die einfach Angst vor Hunden haben, Rücksicht nehmen sollte. Mir ist es auch nicht angenehm von Hunden beschnuppert zu werden, ich weiss dass das für viele Hundebesitzer nicht ganz nachvollziehbar ist, aber bitte respektieren!

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