Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

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Tribelix
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Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

Beitragvon Tribelix » 15.09.2009, 07:58

"Vermeintlicher 155km-Sieger als Betrüger enttarnt und lebenslang gesperrt " schreibt upsolut. Und weiter

Der bis vor Kurzem in der inoffiziellen Ergebnisliste noch als Sieger der 155km-Distanz geführte Thomas Hansen war unter falschem Namen und damit illegitim gestartet. Das ergaben Recherchen des Jedermann-Rennleiters Uwe Varenkamp. Der vermeintliche Sieger heißt in Wahrheit Stefan Scheuermann und hatte die Startnummer von einem Bekannten erhalten. Im Trikot seines Teams Nannook fahrend, war Stefan Scheuermann per Teilnehmerfoto aus der First Foto Factory Datenbank entlarvt worden. „Derartige Fälle sorgen nicht nur für zusätzlichen Arbeitsaufwand und Verzögerung bei der Freischaltung der offiziellen Ergebnislisten, sondern beschädigen auch im erheblichem Maß die Reputation der Vattenfall Cyclassics“, so Frank Bertling, Geschäftsführer der veranstaltenden Upsolut Event GmbH. Entsprechend wurde, wie in solchen Fällen schon seit Jahren üblich, für Scheuermann und Hansen eine Teilnahmesperre auf Lebenszeit bei Upsolut-Veranstaltungen ausgesprochen. Bertling behält sich zudem rechtliche Schritte vor und ergänzt: „Mit der Publikation dieses Falles wollen wir zum ersten Mal auch ein Zeichen in der Öffentlichkeit setzen, sowohl im Interesse unserer ehrlichen Teilnehmer als auch vor dem Hintergrund, dass wir uns für einen sauberen und fairen Radsport auf allen Ebenen einsetzen.“

Siehe auch http://www.vattenfall-cyclassics.de/155 ... r.283.html

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"Upsolut" unsportlich

Beitragvon Grotefend » 15.09.2009, 11:45

Warum macht einer das? Wer so gut ist, daß er mit Ambitionen auf den Gesamtsieg fährt, muß doch nicht unter anderem (falschen) Namen antreten. Er wird dadurch ja nicht schneller.
Es sei denn, er hätte (aus welchem Grund auch immer) versäumt, sich rechtzeitig einen Startplatz zu sichern; möchte aber unbedingt dabeisein.
Hier rächt sich, daß der Veranstalter die Tauschbörse für Startplätze eingestellt hat bzw. durch eine kostenpflichtige Rücktrittsversicherung ersetzt hat.
Ich bin überzeugt, daß nicht wenige Teilnehmer unter einem anderen Namen gestartet sind, weil sie sich "unter der Hand" eine Startnummer besorgt haben.
Ob man dann aber gleich auf Gesamtsieg fahren muß, ist natürlich eine andere Frage. Ich meine, man sollte es besser lassen und sich lieber "namenlos" im Feld verstecken.
Aber Upsolut sollte noch einmal darüber nachdenken, ob man nicht doch wieder die Tauschbörse aufleben läßt. So könnte solchen Manipulationen der Boden entzogen werden.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Nobbi » 15.09.2009, 12:17

Ich selber habe einen Bekannten, der krank war und nicht gefahren ist, aber dennoch in der Ergebnisliste auftaucht... Der Fall ist wahrscheinlich ähnlich wie der oben geschilderte.
Ob der Sieger nun Thomas oder Stefan heißt ist doch völlig egal. Er hat gewonnnen. Es war ja sonst keine Mogelei wie damals in Göttingen im Spiel. Sei`s ihm gegönnt. :wink:
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Beitragvon Konkursus » 15.09.2009, 12:27

sehe ich genauso. Wo liegt der Betrug? Betrüger sind diejenigen, die abkürzen etc. wie bei MTB-Rennen oder Laufveranstaltungen. Abgesehen davon, dass die sich auch noch selbst bestrügen, gehören sie in der Tat disqualifiziert.

Wenn die Geldgier nicht überwiegen würde, ließe man (ggfls. unter Zahlung einer Verwaltungspauschale) die Umschreibung eines Startplatzes zu. Habe gerade eine Mail der Veranstalter des Münsterlandgiros erhalten und lesen können wie einfach das doch alles geht.

Viele Grüße


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Beitragvon Hanseaticer » 15.09.2009, 15:05

Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt. Sicherlich muss der Veranstalter handeln und ihn sperren, wozu sonst auch die Regeln. Eine lebenslange Sperre finde ich jedoch lächerlich und VÖLLIG überzogen. Immerhin hat er seine Leistung gebracht , hat (vermutlich) nicht abgekürzt oder sonst wie "betrogen".

Ich kenne ebenfalls genug Fälle, die unter falschem Namen gestartet sind, weil sie die Anmeldung verpennt haben oder ein Freund krank wurde. Da ist der Veranstalter selber schuld.
Ich finde es dreist, eine Umschreibung zu untersagen, nur um zusätzliche Gelder in Form der Rücktrittsversicherung einzuheimsen.

Vorbildlich hier ist der Münsterland-Giro, bei dem man sogar im Vorfeld noch die Strecke wechseln kann und ein Startplatz-Tausch bis einen Tag vor dem Rennen möglich ist.
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Beitragvon Henry » 15.09.2009, 17:06

Ich finde insbesondere dieses öffentlich an den Pranger stellen seitens Upsolut überaus peinlich. Letztendlich hat der Veranstalter durch seine Geldgier die Versuchung auf diese Weise zu "betrügen" erst geschaffen.
Sportlichen Betrug kann ich jedenfalls nicht erkennen.
Einziger Zweck der Disqualifikation ist die Einschüchterung potentieller "Betrüger" und dadurch eine Absatzsteigerung bei den Rücktrittsversicherungen.
Normalerweise sollte man denken, dass der Veranstalter eines derart erfolgreichen Rennens so etwas nicht nötig hat.
Wie gesagt: peinlich!
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 15.09.2009, 17:55

Hanseaticer hat geschrieben:Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt.
Als was läßt es sich denn sonst bezeichnen? Illegal? Widerrechtlich? Thomas Hansen war das Rennen nicht selbst gefahren, wurde aber in den Ergebnislisten als Sieger genannt, weil jemand anders diese Leistung unter seinem Namen erbracht hat.

Peinlich an der Sache ist nur, daß Upsolut so tut, als ob alle anderen Teilnehmer, die einen Startplatz auf dem Schwarzmarkt übernommen haben und ebenfalls unter falschem Namen angetreten sind, nicht interessieren.
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Beitragvon Manfred » 15.09.2009, 18:40

Einfach peinlich und kleinkariert von upsolut. Tauschbörse her und so was passiert nicht. Muß doch möglich sein bei einer derartigen Teilnehmerzahl. Jedenfalls meiden wir dieses "Rennen" aus vielen Gründen seit einigen Jahren.
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Beitragvon Hanseaticer » 15.09.2009, 21:00

Bergwasserziegentraeger hat geschrieben:
Hanseaticer hat geschrieben:Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt.
Als was läßt es sich denn sonst bezeichnen? Illegal? Widerrechtlich? Thomas Hansen war das Rennen nicht selbst gefahren, wurde aber in den Ergebnislisten als Sieger genannt, weil jemand anders diese Leistung unter seinem Namen erbracht hat.

Peinlich an der Sache ist nur, daß Upsolut so tut, als ob alle anderen Teilnehmer, die einen Startplatz auf dem Schwarzmarkt übernommen haben und ebenfalls unter falschem Namen angetreten sind, nicht interessieren.
Ach komm, widerrechtlich - ja. Aber eine lebenslange Sperre und dieser Hype ist absolut lächerlich. Exempel statuieren ist das Motto... um diese Rücktrittsversicherung durchzudrücken..
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Beitragvon Konkursus » 15.09.2009, 22:26

hallo Bergziege,

Deiner Auffassung kann ich so auch nicht folgen. Klar, wenn Kollege Hansen quasi einen "ghostrider" gehabt und sich in die Sonne des Sieges gestellt hätte, wäre das "Betrug". Aber davon habe ich nichts mitbekommen. Der Veranstalter sollte den Ball mal ein wenig flachhalten. Wenn hier nicht gerade der tatsächliche Sieger (er fuhr ja nun einmal als erster Fahrer duchs Ziel) die Startnummer eines anderen übernommen hätte, hätte kein Hahn danach gekräht.

Im Laufbereich ist das auch schon vorgekommen (zusammenstartende Läufer haben die Chips vertauscht etc.), ohne dass da große Aufregung herrscht, bei kleineren Veranstaltungen geht es eben nicht um die große Kohle.

Nur im Falle einer Läuferin aus Liechtenstein, die glaube ich zum Erreichen der Olympianorm 2008 unter einem Vorwand (wissenschaftliche Arbeit oder so) jemand anderen mit ihrem Chip laufen ließ, wurde völlig zu Recht hart durchgegriffen.

Viele Grüße


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Beitragvon Helmut » 15.09.2009, 22:38

Wenn Stefan Scheuermann ein Betrüger ist, dann bin auch ich einer. Weil beim Veranstalter im letzten Jahr das Wissen über den mir zugesagten kostenlosen Startplatz verloren gegangen war, hatte ich mir zwei Tage vor dem Rennen einen gekauft, konnte nur unter dem Namen des Verkäufers antreten.

Ich wurde während des Rennens zu allem Überfluss disqualifiziert, weil ich mich um ein Foto vom Besenwagen zu schießen von diesem einholen ließ. Stefan Scheuermann hingegen landete auf dem höchsten Podiumsplatz. Genau da gehörte er als der Schnellste auch hin.

Und was ist mit Thomas Hansen? Welchen Vorteil hat er sich "ergaunert"? Nur den, dass er vermutlich von Stefan Scheuermann einen Teil seines Startpreises erstattet bekommen hat. Mehr nicht, denn in seinem Umfeld weiß sicherlich jeder, dass er gar nicht selbst gefahren ist.

Das ist aus Sicht des Veranstalters sicherlich ärgerlich und von mir aus kann er die beiden verwünschen, wohin er will, im Ansehen mir gegenüber haben die beiden keinen Schaden genommen. Im Gegenteil! Stefan Scheuermann wird für mich auf ewig der Mann bleiben, der mal eben unter fremden Namen auf der Langstrecke der Vattenfall Cyclassics alle versägt hat.

Schaden nimmt bei dieser Maßnahme nach meinem Eindruck auch der Veranstalter selbst, weil er mit Kanonen auf Spatzen schießt. Die beiden weltöffentlich an den Pranger zu stellen ist eine Sache, dazu auch noch ein Bild von Stefan zu präsentieren, eine andere. Na ja, immerhin hab meinen neuen Radsporthelden so zumindest mal zu sehen bekommen.
Zuletzt geändert von Helmut am 16.09.2009, 01:22, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon mad.mat » 15.09.2009, 22:49

Aus persönlichen Gründen konnten zwei Freunde von mir nicht starten.

Die vakanten Startplätze wurden kostenlos an andere Freunde weitergegeben.

Der Veranstalter wurde dadurch sicherlich nicht geschädigt oder gar betrogen. Im Gegenteil! Im nächsten Jahr werden beide unter dem eigenen Namen Starten und stolz Freunden und der Familie den erreichten Platz präsentieren.

Was für ein Schwachsinn von Upsolut....
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon weicjo » 16.09.2009, 07:36

Ich nehme mal eine etwas andere Position ein...

Der Veranstalter hat eine Regel aufgestellt, jeder der sich angemeldet hat akzeptiert damit auch die Regeln.

Wer nun diese Regeln bricht, muß die Konsequenzen tragen. Sicherlich kann man über die Verhältnismäßigkeit diskutieren, aber es bleibt Upsolut überlassen Personen von "ihrem" Rennen auszuschließen.

Das ist genauso wie in einem anderen Fred, wo es um die Radwegebenutzungspflich geht, wer auf der Straße fährt, darf sich nicht beschweren, wenn er ein Ticket zahlen muß.

In einer Sache stimme ich allerdings mit Dir überein Helmut, Respekt vor der sportlichen Leistung und Berühmtheit hat der Gute jetzt auch erlangt.

So, nun dürft Ihr mich auseinander nehmen :wink:
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Beitragvon Con-Rad » 16.09.2009, 09:04

Es ist ein Jedermannrennen und wen interessiert schon, wie die Leistungen zustande gekommen sind und unter welchem Namen Helmut im Besenwagen verstaut wird?

Da gibt es aber auch Unterschiede. Es ist eine Frage nach der Motivation. Sicher ist ein Startplatz im ersten Startblock interessanter als im Letzten. Es bleiben Fragen:
- Wie viele Ghostrider waren noch im ersten Block?
- Warum ist der erste Block so viel langsamer als der Zweite?
- Warum ist der Sieger langsamer als der 101.? (auch auf der 100er Strecke).
- Könnte ich Jahr für Jahr einen super Fahrer auf meinem Startplatz fahren lassen, um dann jedes Jahr einen höheren Schwarzmarktpreis zu erzielen?
- Warum hat nicht einer der beiden Tauscher die Liste
korrigiert?

Wie die Antworten auch ausfallen, dass der Veranstalter versucht, Mauscheleien in den Griff zu bekommen, ist verständlich und für den in sportlicher Sicht bereits reichlich angekratzten Ruf des Rennens nicht zu umgehen. Wenn ich unter "sportlich" verstehe, alle Mauscheleien gnädig zu akzeptieren, dann fahre ich lieber RTF.
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
www.radsport-buchholz.de
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Beitragvon nici66 » 16.09.2009, 09:33

Den "Falsch"Fahrer lebenslang zu sperren halte ich auch für extrem übertrieben. Außerdem wäre ich auch dafür, die Möglichkeit der Startplatzrückgabe wieder herzustellen. Ich mußte dieses Jahr zwei Wochen vor dem Start verletzungsbedingt absagen (hatte aber zum Glück diese Rücktrittsversicherung abgeschlossen) und hätte gerne jemandem meinen Startplatz zur Verfügung gestellt. Ich bin sicher, daß upsolut den Platz 5 Mal wieder verkauftbekommen hätte (und es sogar vielleicht hat, wer weiß?). Eigentlich müßte man dieses Event meiden, wenn da nicht jedes Jahr die supertolle Stimmung wäre.... :Laola:

Betrug ist für mich etwas anderes (ist eigentlich Rainer Calmund VOR dem Besenwagen innerhalb der vorgeschriebenen Zeit ins Ziel gekommen? :HaHa: Außerdem habe ich mehr als einen Fahrer mit unerlaubtem Triathlonlenker auf der Mönckebergstraße fahren sehen....) .
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Beitragvon Bergfloh » 16.09.2009, 09:43

Glückwunsch an Stefan für die tolle Leistung. Ich gehe davon aus, dass er nicht durch Abkürzen oder Doping betrogen hat.

Das Fahren unter falschem Namen ist eine Folge davon, dass es keine Tauschbörse mehr gibt. Warum ist das so, wenn nicht aus Geldgier des Veranstalters?

Für mich hat die Sache 2 positive Aspekte:
1. Der wirkliche Sieger ist nun bekannt.
2. Alle Welt diskutiert über die fehlende Tauschplatzbörse, diesen Irrweg von upsolut.

Was sollte nun geschehen?
1. Die Disqualifikation für dieses Rennen bleibt wegen des Regelverstoßes bestehen. (Das ändert nichts daran, dass Stefan der Sieger ist.)
2. Die lebenslange Sperre für Thomas, Stefan und eventuell andere, gegen die sie aus demselben Grund ausgesprochen wurde, wird aufgehoben. Denn die Ursache für das Starten unter falschem Namen hat upsolut gesetzt, ich glaube, aus überzogenem und damit für upsolut schädlichem Gewinnstreben. Das ist ein Irrweg, der dem Ruf von upsolut und deren Veranstaltungen schadet.
3. Upsolut richtet für alle künftigen Rennen wieder eine Tauschbörse ein.
Viele Grüße
Ralf

siehe auch: www.rsc-harsefeld.de
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 16.09.2009, 09:45

Bei diesen hohen Teilnahmekosten ist unbedingt eine Tauschbörse durch den Veranstalter notwendig. Gerade bei Jedermännern die ja reine Hobbyfahrer sind kommt eben mal etwas dazwischen (Familie, Beruf, Trainingsausfall usw.)

Das Upsolut nun deswegen die beiden des Betrugs bezichtigt und mit Sperrung abstraft ist nicht nur kleinlich, sondern auch upsolut unsportlich.

Gruß
Armin
"Bei langen Missionen sind Läuse störend." -- Aus dem Samurai-Handbuch
"Hagakure", 17. Jhdt.
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Rücktrittsversicherung ist der totale Schrott

Beitragvon Müllbeutelchen » 16.09.2009, 09:53

Ich weiß nicht, ob upsolut an den Versicherungen verdient. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, das die Versicherung totaler Blödsinn ist und ich nach meinen Erfahrungen sie nicht mehr abschließen will. Sie greift nämlich nur bei Krankheit und zwingt einen so ggf. auch zu einem Betrug und zwar einem Versicherungsbetrug, u. U. sogar einem doppelten (Rücktritt & und eigene KK), wenn man sie nutzen will.
Tvaellen
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Beitragvon Tvaellen » 16.09.2009, 09:56

Auch ich habe mich maßlos über die fehlende Tauschmöglichkeit geärgert. Ich musste zu einer kurzfristig anberaumten Hochzeit und das ist von der Rücktrittsversicherung natürlich nicht abgedeckt.

Ein falsches Attest mir zu besorgen, um die bezahlte Versicherungsleistung zu bekommen, das wäre wirklich Betrug gewesen, ergo habe ich es nicht gemacht.

Meine Konsequenz: Keine Cyclassics mehr, solange es keine Übertragungsmöglichkeit analog dem Ötzi gibt, Punkt, Ende, Aus.
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Peterchen
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Beitragvon Peterchen » 16.09.2009, 11:57

Hallo,

ich finde das soooo toll, dass sich hier auch alle über upsolut ärgern. Ich empfinde genauso. Was früher bei der selben Veranstaltung möglich war (Startplatztausch, Distanzentscheidung während des Rennens,....), geht nun alles nicht mehr.

Wenn ich höre, dass die Rücktrittsversicherung nur bei nachgewiesener Erkrankung haftet, dann sträuben sich mir die Nackenhaare!

An den Cyclassics teilzunehmen, hat mir neunmal in Folge sehr viel Spaß gemacht, der Veranstalter maßschneidert es sich aber immer mehr zusammen, um mit möglichst geringem Aufwand immer mehr an Geld herauszuziehen. :?

Daher wird das Rennen in den folgenden Jahren leider ohne mich stattfinden

Peter

@ Con Rad:
Warum ist der erste Block so viel langsamer als der Zweite?
Warum ist der Sieger langsamer als der 101.? (auch auf der 100er Strecke).


Der erste Block fährt ein Rennen um die Plätze, der zweite Block fährt "nur" gegen die Zeit, daher ist immer der 101. der schnellste.
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Rissener Raser
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Beitragvon Rissener Raser » 16.09.2009, 13:10

Die Sache mit dem Startplatztausch finde ich, ist eine gute Sache! Ich bin in diesem Jahr erst nach Hamburg gezogen und dementsprechend spät hatte ich mir überlegt, die Cyclassics zu fahren, da war allerdings die Startgebühr schon auf € 75,- gestiegen und das ist eine Frechheit :!: Insbesondere, wenn man es mit anderen ähnlichen Veranstaltungen vergleicht, siehe bspw. den Münsterland Giro.

Andererseits würde ich mir bei anderen Hobby- und Jedermannrennen auch solch konsequente Veranstalter wünschen. Da fahren wegen Dopings gesperrte Ex-Profis mit oder Profis, die keinen neuen Vertrag bekommen haben oder Lizenzfahrer, die wegen Vereinswechsel gesperrt sind. Das hat dann für mich nichts mehr mit Hobby- und Jedermannrennen zu tun :mad:
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.09.2009, 15:18

Ganz nüchtern betrachtet liegt hier ganz klar ein Regelverstoß vor, bei dem es dem Veranstalter frei steht, wie er ihn sanktionieren will. Reagieren müssen sie, sonst verlieren sie ihr Gesicht. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die beiden Sportler die Startplätze mit Betrugsabsichten tauschten. Warum auch? Daher würde eine Disquali meiner Meinung nach ausreichend sein.

Wie bereits von Vorrednern angesprochen, hat upsolut sich diese Problematik ja selbst geschaffen. Wenn upsolut in diesem Fall tatsächlich so hart durchgreift, dann müssten sie es auch bei allen Startplatztauschern tun. Da das nicht möglich ist, wird nun ein Exempel statuiert. Damit macht sich upsolut echt lächerlich.

Durch div. Skandale hat der Sport und auch Classics massiv gelitten. Was jetzt abgeht ist nicht viel besser. Manchmal werd ich das Gefühl nicht los, dass der ein oder andere Aufreger gewollt ist.
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 16.09.2009, 18:59

Ist ja ganz allerliebst, wie allein der Unmut über die fehlende Tauschbörse bzw. teilnehmerfreundliche Rücktrittsmöglichkeit dazu führt, den beiden Betroffenen Rückendeckung zu geben. Haben nicht beide zuwidergehandelt?

Fragt sich, wo bei euch der Spass aufhören würde? Man kann so einen Fall beliebig weiterspinnen. Insbesondere, was die bei upsolut registrierten Personendaten der Teilnehmer und ihrer Startnummern betrifft. Würde es euch stören, wenn vom Veranstalter aufgrund von Regelverstössen gesperrte Personen doch teilnehmen, indem sie sich auf dem Schwarzmarkt ein Ticket besorgen? Seid dabei ruhig fantasievoll, was die möglichen Vergehen bzw. Regelverstösse betreffen könnte. Denkt auch an rücksichtslose oder gar gefährdende Fahrweise und ähnlich Denkbares. Wie würde es aussehen, wenn euch Profis unter falschem Namen bei einem Jedermannrennen um jegliche Siegchance betrügen?

Wer jetzt vorschnell aus der Hüfte schießt und meint, um sowas ging es bei diesem Fall doch gar nicht, jo, richtig, ... aber Regelverstoß bleibt Regelverstoß - oder nicht? Wo fängt man an, wo hört man auf? Wäre albern, wenn eine Strafe/Sanktion zu harmlos ausfiele. Schon komisch, wenn Regeln eines Veranstalters nicht einfach akzeptiert werden. Aber ich sehe ja auch Rennradfahrer, die den Verpackungsmüll von ihren (Müsli-)Riegeln achtlos und sorglos an den Straßenrand werfen. Da fängt's schon im Kleinen an...

Ein Held ist ein Gewinner der Cyclassics Jedermannrennen für mich ganz sicher nicht.
Oliver``Olli´´Heigl hat geschrieben:Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die beiden Sportler die Startplätze mit Betrugsabsichten tauschten. Warum auch?
Was sagen den die AGB dazu? Ist nicht der Verkauf bzw. die Weitergabe der personalisierten Startplatztickets vom Veranstalter untersagt? Wenn upsolut sich betrogen fühlen, so ist das für mich nachvollziehbar. Dass die Ergebnislisten unglaubwürdig wirken, wenn die Daten darin nicht stimmen, ist nur ein Nebeneffekt. Und welchen Startblock hätte der Stefan denn bekommen, wenn er sich regulär angemeldet hätte?

Den Vorteil von Rücktritts- bzw. Weitergabemöglichkeiten für Startplatztickets im Jedermannumfeld erkenne ich übrigens an. Also versteift euch nicht darauf, diesbzgl. auf mich einzutreten.
ridleyuser
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Beitragvon ridleyuser » 16.09.2009, 20:03

Bei all den Vorwürfen über Geldgier muss man dem Veranstalter zugute halten, daß er mit den Geldern das Profirennen finanziert. Das ist bestimmt nicht einfach, denn die Absage der Deutschland-Tour, Henninger Turm usw. haben gezeigt, wie schwierig es geworden ist. Die Cyclassics sind nun das einzig verbleibende Radsportgroßevent in Deutschland, weil es eben von den Jedermännern finanziert wird.
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Manfred
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Beitragvon Manfred » 16.09.2009, 20:26

Durch diesen "Vorfall" hat plötzlich Upsolut jede Menge Werbung für ihre überteuerte Veranstaltung bekommen. Die 75 € Tauschgebühr haben sich also schon bezahlt gemacht. Für die 75 € kann man im Raum Hamburg 15 tolle RTF´s fahren, bei denen man Spaß hat und sich nicht die Knochen bricht. Als Rennradfahrer sollte man sowieso von so einer Veranstaltung fernbleiben, da man nicht weiß, ob man sie heil übersteht. Ach ja und die geliebten Profis werden auch noch von den Jedermännern bezahlt. Das waren doch jahrelang jede Menge gedopte Profis die dort gestartet sind und alles vom Geld der "Betrüger"!!!!

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