8. Lauf Stevens Cyclocross Cup '14, Neumünster (Ber.+B.)

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Ü40-Cyclist
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8. Lauf Stevens Cyclocross Cup '14, Neumünster (Ber.+B.)

Beitragvon Ü40-Cyclist » 23.11.2014, 21:10

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Wochenendparty 3. Teil

Nach Bambi-Verleihung am Freitag, Q/P/E #009 am Samstag, ging es heute nach Neumünster zum 8. Lauf des Stevens Cups. Meine neue "Wunderwaffe" fürs Gelände habe ich dieses mal gleich zu Hause gelassen, nachdem ich schon beim Q/P/E ein Startverbot dafür erhielt :HaHa:

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20324.JPG">

Ich weiß nicht woran es lag, aber heute lief es einfach gut. Wahrscheinlich wollte ich zeigen, dass ich auch mit einem normalem Rad schnell fahren kann. Also auf gehts! Rechtzeitig an der Strecke war ausreichend Zeit für eine Besichtigung des Kurses, eine schöne Bolzer-Strecke, eigentlich gar nicht mein Ding. Kurzer Plausch mit Kocmonaut und die Entscheidung gar nicht erst zu versuchen, den einzig steilen Anstieg fahrend zu überwinden. Aufgrund des kühlen Wetter mal ausreichend warm gefahren und ab in die Startaufstellung, mal wieder so um Platz dreißig.

Start und Vollgas, zügig ging es durch den Wald, eng wurde es am Anstieg, wo ich schon mal einen Ellenbogen zu spüren bekam. Meine Devise: raushalten aus allen Kämpfen dieser Art, führt in der Regel zu nichts und wenn zwei sich Streiten, freut sich meist ein Dritter. Also, weiter ging es, schnell hatten sich die Reihen gelichtet , aber Platz für Platz konnte ich mich nach vorn kämpfen.

In der 4. Runde hatte sich so eine 4 Mann Gruppe zusammen gefahren, die ich überholen konnte, musste jedoch nahezu umgehend dem Schnellsten auf der Geraden wieder vorbeiziehen lassen, man hatte der Dampf. Hinterrad halten! Schnell war mein Entschluss gefasst, es galt die letzten 2 Runden dran zu bleiben, denn ich denke, jeder weitere Überholversuch wäre gekontert worden. Und so zogen wir unsere Kreise, nach jeder Kurve war erkennbar, er wollte mich abschütteln, aber ich denke, wir fuhren beide am Limit und jeder schien auf einen Fahrfehler des anderen zu hoffen. Aber den gab es nicht und so kam es zum Showdown auf der Zielgeraden. Nach der letzten Kurve beide aus dem Sattel, auf der Hälfte zog ich dann neben ihn und konnte am Ende mit einer Laufradlänge Vorsprung die Ziellinie überqueren. Wahnsinn, wir gratulierten uns gegenseitig und ich entschuldigte mich fast dafür ihn am Ende noch überholt zu haben. By the way, das ist halt Rennsport und diesmal hatte der Taktiker die Nase vorn.

Kurz nach dem Rennen erfuhr ich meine Platzierung, umso glücklicher war ich das mein Einsatz diesmal zu Platz 20 und somit das erste Mal für die Punkteränge gereicht hat. Saisonziel erreicht. :D Es hat einfach alles gepasst: Einstellung, Rennverlauf, Motivation (eigene und durch Los Vannos und Joerg vom Streckenrand :GrosseZustimmung:) und endlich habe ich nach den Kurven auch mal den Hintern aus dem Sattel bekommen. The trend is my friend: X, 30, 23, 20 ;)

Vielen Dank an die Veranstalter, war super organisiert und im nachhinein, auch für mich ein toller Kurs.

Game on! Gruß Mario ;-)

Bilder: Janibals Bruder, Uli Kampffmeyer
Zuletzt geändert von Ü40-Cyclist am 23.11.2014, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
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hanseat
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Beitragvon hanseat » 23.11.2014, 21:18

Freut mich für Dich, Mario! Great Ride!
"Mr. Nachkommastelle"
...wir sitzen alle in einem Boot, die einen rudern und die anderen genießen die Aussicht...
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 23.11.2014, 23:41

Badewanne

Wer keine hat, kann auch die Duschwanne nutzen. Hauptsache der Ablauf ist groß genug. Für die Tränen, die meiner wegen vergossen werden.

Eigentlich ist es nicht schlimm, die Zahnbürste reichte. Nix den Schubber von Mamma oder die Autobürste von Pappa genommen, sondern mit der Zahnbürste die Wunde noch mal etwas ausgebürstet. Das Wasser in der Badewanne von braun auf rotbraun gefärbt und und etwas Sedimente am Grund plaziert.

Dabei habe ich mich nur beim Rennen von Don V.d.C. angesteckt. Er war schon früh auf Tauchstation, ich erst in der letzten Runde. Das letzte Rennen in Bad Doberan zusammen ohne Bodenprobe reicht wohl dann auch wieder für Jahre. Später mehr, jetzt ist die private Krankenstation intensiv aufzusuchen.

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Ich weiß jetzt auch, warum Wadenglatze gut ist. Die Tapes entfernen ist eine andere Freude.
St. Jan
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motta
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Beitragvon motta » 24.11.2014, 05:12

Janibal hat geschrieben:Badewanne

Dabei habe ich mich nur beim Rennen von Don V.d.C. angesteckt. Er war schon früh auf Tauchstation, ich erst in der letzten Runde.
Und ich durfte beide "Bodenproben" sogar live und direkt miterleben. Danke.

Natürlich habe ich den Sturz von Janibal nicht genutzt, um mir den, von ihm zuvor geraubten, 9. Platz wieder zu holen - das hab ich von Ulle gelernt.

Danke Jan, für das packende Rennen - einmal noch schaffe ich das in diesem Jahr....

...und pfleg deine Wunden.

gruss MOTTA
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Konkursus
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Beitragvon Konkursus » 24.11.2014, 11:08

oh, oh, das sieht nicht gut aus.

Gute Besserung!


Ko
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Fülle
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Beitragvon Fülle » 24.11.2014, 12:19

Ich verfolge das ja immer mit einem weinenden Auge, aber ich kann mir momentan eine Verletzung nicht leisten :? , deshalb bin ich nicht dabei. Nachdem ich in Kaltenkirchen mind. 3-mal einen Abflug gemacht hatte, kam ich ins Grübeln... Lese aber gerne eure Berichte und wünsche euch gute Besserung und mein nächstes Rennen wird wohl dann Volksdorf werden.
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Don Vito Campagnolo
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5. Cross im Stadtwald Neumünster

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 24.11.2014, 12:41

Gestern ging es zum 8. Lauf des Stevens-Cups in den Stadtwald von Neumünster. Gleich nach der Ankunft liefen mit Björn und Goschi über den Weg, die mir schon ein paar Infos über die Strecke geben konnten:

Nur ein klein wenig wurde der Streckenverlauf verändert, in dieser neu eingebauten Schleife wurden noch zwei zusätzliche Hürdenbretter (eines vor, eines nach der 180°-Kehre) eingebaut und hinter der Kehre nach den „alten“ Hürdenbrettern wurden noch zwei von den überfahrbaren Mini-Hürden eingebaut. Hier und da lag in den Kurven sehr loser, feiner Schotter, der einige Kehren zum Eiertanz werden ließ. Und dann war da noch ein ekliger Hügel, den man im letzten Jahr recht gut hochfahren konnte, dieses Mal aber eher nicht: Eine kleine rauf-runter-Rampe von ~ 3 Metern Höhe die offenbar auch ein bisschen frischen Boden erhalten hatte – selbst bei den Elite-Cracks legten viele Fahrer hier ein paar Meter zu Fuß zurück. Also fast alles beim Alten und dennoch ganz anders, denn wo der Kurs im vergangen Jahr über weite Strecken Modder, Matsch und Schlick bot war es dieses Mal fast überall fester Boden, was die Sache zu einem schnellen Rennen machte.

Das hatte ich im Vorfeld schon befürchtet, denn „schnell“ ist immer nix für mich, da fehlt mir echt bald im Rennen einfach der Punch, da braucht es schon immer so einige Passagen der Entschleunigung damit ich mich ordentlich über die Zeit retten kann.

<IMG src="https://lh6.googleusercontent.com/-IEfe ... w%2B20.JPG" width="800">

Aber es ist ja wie es ist und so ging es zur Aufstellung von „nur“ 43 Startern; gemeldet waren sogar deren 50. Aus der 2. Reihe ging es für mich los – dieses Mal von Beginn an etwas besser als noch in Doberan und wieder gelang es mir als 4. in die erste Kurve einzubiegen.

<IMG src="http://www.bilder-hochladen.net/files/b ... d-c51c.jpg" width="800">

Bis zur etwa zur Mitte der Runde konnte ich auch noch Tuchfühlung zu den Vorderleuten halten, aber danach ging die Lücke schon langsam aber stetig auf und die beiden ersten Fahrer zogen von hinten vorbei, so dass ich noch als 6. zum ersten Mal über die Linie fuhr.

Neunter war ich noch bis hinter den „ekligen Hügel“: Die Abfahrt war jedes Mal nicht viel schöner als das Hochklettern, denn fast immer hatte man Probleme in die Pedale zu kommen und direkt nachdem man unten war ging es auf holperigem, losen Boden scharf links ums Eck – so rechte Radkontrolle wollte hier nie aufkommen.

<IMG src="http://www.bilder-hochladen.net/files/b ... c-c20a.jpg" width="800">

Nach ein paar Metern dann ein Slalom mit 2 engen Kehren um Bäume herum und bupps: Hier war ich wohl eine Idee zu schnell hinein gefahren und noch ehe ich „Schei$e“ oder nur „Shit“ denken konnte (vielleicht hat es gerade noch für ein „S..?“ gereicht) lag ich auch schon am Boden. Janibal fuhr hier an mir vorbei und bald nach der Weiterfahrt auch Motta und ein weiterer Fahrer.

Wirklich blöd an diesem Sturz war, dass ich auf die rechte Seite fiel und auch das Schaltwerk oder das Schaltauge einen Schlag abbekommen haben. Dafür bleib der Fahrer weitestgehend intakt, bis auf ein paar blaue Flecken und ein halbrunder Schmiss am Knie (Einschlag des Lenkerendes?) gibt es nix zu beklagen. Man muss es also nicht gleich so theatralisch-blutend wie Janibal gegen Ende des Rennens machen. ;) :(

Von nun an war das Schalten ein bisschen arbeitsintensiver und auch glücksbasiert, denn um z.B. einen Gang runterzuschalten musste ich meist 2 Gänge runter- und dann wieder einen raufschalten. Klappte aber auch nicht immer, dafür gelang manchmal dann aber wieder doch ein Wechsel ganz normal, oft jedoch kam ich erst mit einiger zeitlicher Verzögerung in den gewünschten Gang.

Gut, irgendwie ging es ja und das Ganze hat letztlich auch keine Plätze gekostet, aber hilfreich war es definitiv auch nicht. Oft hat man ja exakt zu dem Zeitpunkt wo ein Gangwechsel nötig ist genug mit Gucken, Bremsen, Steuern usw. zu tun, da ist solch ein Herumstochern im Getriebe einigermaßen lästig.

Mittlerweile war Pirat Heiko hinter mir, von dem ich mir in den technischen Passagen immer ein wenig Luft verschaffen konnte, aber auf den schnellen Abschnitten kam er zügig näher und ging auch bald vorbei. Etwa 2 Runden lang fuhren wir so im Duett um den Kurs, wobei ich beißen musste um auf den Geraden dran zu bleiben bzw. hier und da auch mal reißen lassen musste. Sobald es aber kurvig-eckig wurde war ich wieder dran und es juckte fast in den Finger wieder vorbei zu gehen. Das wären in den für mich vorteilhaften Passagen aber nur mit der Brechstange gegangen und mit Blick auf die nächste Gerade auch ohnehin sinnfrei gewesen – es nützt halt nix auf vielleicht 20 % der Strecke einen Hauch schneller oder gleich schnell zu sein, wenn man auf dem Rest des Kurses deutlich das Nachsehen hat.

Auf der vorletzten Passage der Zielgeraden zog dann noch ein Fahrer an uns vorbei mit dem Heiko dann sich dann noch die letzte Runde über beschäftigen musste. Ich war jetzt platt, musste beide ziehen lassen und habe mich nur noch darauf beschränkt sauber durchzufahren und die nicht sehr weit hinter mir kämpfenden Fahrer auch dort zu lassen. So ging es dann letztlich als 15. durch das Ziel, womit ich angesichts des Kurses dann doch zufrieden sein kann.

Nun hat der Stevens-Cup erst einmal eine Woche Pause, dafür stehen kommenden Sonntag in Büdelsdorf die Meisterschaften der Nordverbände an. Das heißt es gibt einmal wieder eine ganz neue Strecke zu entdecken, was ich ja immer spannend finde. Richtig Lust hätte ich auch mal wieder auf eine richtige Schlammschlacht, die hatten wir in dieser Saison noch nicht so richtig im Programm – mal schauen ob da noch was geht.

Bild 1 von Jannibal, Bilder 2 + 3 vom Radsport Team Neumünster: https://www.flickr.com/photos/114213613@N04/
Zuletzt geändert von Don Vito Campagnolo am 25.11.2014, 08:36, insgesamt 3-mal geändert.
catsoft
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Beitragvon catsoft » 24.11.2014, 13:41

Moin!

Ich wollte mich hier nochmal bei allen bedanken, die mich angefeuert haben. War nicht so mein Tag, mein Kurs, meine Einstellung. Obwohl ein Durchschnittspuls vom 166 und max. von 179 für Ü50 jetzt nicht sooo niedrig ist. Aber irgendwie ist bei mir die Luft raus...

Kann im Januar dann als Hobbyfahrer ja wieder besser werden. Wenn ich nicht lieber die Tage mit meiner Liebsten auf einer Tour durch die HaBes verbringe.

Robert
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 24.11.2014, 20:19

Vor der Badewanne.

In Neumünster, wo alles begann. 2013 noch nachgemeldt, erstes CX Rennen mit Wertung und irgendwo unter der 20 gelandet. Damals hieß es für mich, geht doch. Also weiter machen.

Heute bin ich wieder hier, die gefallenen Bäume vom Sturm damals sind in irgendwelchen Öfen, haben gemütliche Behaglichkeit in Wohnzimmer gebracht. Die Tiefe der Strecke durch mangelnde Feuchtigkeit ist weg, dafür deutlich mehr Höhenmeter. Geschätzt von 6 auf 9m gesteigert. Das wird die letzten Körnchen aus den Beinen holen. Totensonntag halt.

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Mein Bruder ist zu Besuch und auch mein Nachwuchs hat sich bereit erklärt, mich an die Strecke zu begleiten. Noch schnell die Nebelhörner verteilt und die Startnummer geholt. Hier auch gleich die Nummer ans Trikot gepinnt.

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Das ist auch alles, was ich pinnen kann. Zu mehr, also pinup, wird es wohl nicht reichen. Fehlt es mir doch etwas an Estetik im Vergleich zu den Pinups im Vereinsheim an der Wand. Ein bisschen rasieren würde schon helfen, auch ein bisschen radeln auf Malle für die Bräune und etwas verweilen auf der Farm mit chirurgischer Abteilung. Klar ist aber, aus einem CX wird keine XXX.

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Das Rennen der Elite dreht sich gerade. #1 Geisler vor Justin aus Berlin und Dano, in keinster Weise geschwächt vom Vortag. Schon beim Zuschauen werden die Beine schwach. Der Boden ist weich, aber nicht tief. D.h. es ist schnell, aber rollt nicht. Also immer drücken. Ich verabschiede mich zum Warmfahren. In einer Reihe mit den üblichen Verdächtigen. Verdächtig besonders, das Tex sich enthaart hat, zumindest im Gesicht. Ob er eine Wadenglatze ist, entgeht mir, weil er Beinkleid trägt.

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Startaufstellung. Erste Reihe. Viele der Punktekönige nicht da, dafür Ü50 Starter in der Ü40 Hobbyklasse. Klasse. Wie immer bin ich kein Startwunder, aber immerhin kommen nur die üblichen Verdächtigen vorbei. Marco, Heike. Aber hier weiß der rennerfahrene Taktiker: Geschwindigkeitseinbruch oder/und Sturz garantiert. Irgendwie komm ich dann doch ganz gut in die erste Gerade. Vor mir noch einer, der einfädelt und unsanft die Strecke verlässt. Pirat Heike vor mir. Heike ist schnell im Antritt, ober ohhh wie vorsichtig in den Schikanen.

Video erste Runde: https://plus.google.com/photos/10638552 ... Yrl-Jmn9AE

Also Heiko mal auf einer langen Kurve überholt und gehofft, dass Heike mich nach der nächsten Ecke nicht wieder kassiert. Dafür merke ich den Atmen von Motta hinter mir, frei nach dem Motto: Was stört mich der Motta, madda Platz, aber balddig. Gerade zu einer Phase, wo ich mich frage, ist 12 nicht gut genug. Experten wie Frank haben schon ihr neues Rad mir vorgestellt, auch weiss ich, das Harry nicht nur hier ist, um den Wagen zu holen. Heute hat er doch auch seine Bande mit an der Strecke, Frau und Kind sehen wieder mal, wie ruhig nach vorne gefahren werden kann. Motta immer in Sichtweite vor mir, kassiert mich auch noch ein Büdelsdorfer. Begleiterscheinungen an der Strecke geben Tips wie: Jochen, jetzt aber…. Nicht so schön, durchgereicht zu werden. Also dran bleiben, die Kinder geben Signal und die Sirene von Stevens tönt.

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Zu gute Stimmung um einfach nur zu rollen. So bleibe ich am Hinterrad vom Büdelsdorfer. Das tanzt gut um die Ecken. Irgendwann in der Don Vito Schikane auch hier ein Niedergang, ich passiere. Aber Motta weit weg. Der Büdelsdorfer treibt mich. Wie immer in der vorletzten Runde erwache ich. Auch wenn die Bretter höher werden, der Grund weicher und der Gegenwind unerträglich, ja, ich fahre mal zu Motta vor. Auf der Zielgeraden geht das gut, hier holen Viele Luft. Also Unterlenker und bis zur Abbiegung treten, Schwung mit ins Gehölz nehmen und an Motta ansaugen. Dumm nur, das Büdelsdorf mir folgt.

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Letzte Runde, also nach dem 180° Brettern aufspringen und mal mit Glück in die Pedale kommen. Heute war schon öfters etwas Schmützchen der Grund für mangelnde Verbindung zwischen Roß und Reiter. Antritt: Schnelligkeit vor Alter, das mit der Schönheit habe ich schon bei der Startnummer geklärt. Bis zum Schiebehügel bin ich dann auch etwas weg, sehe aber wie Büdelsdorf an Motta dran ist. Den Schiebhügel runter dann der Klassiker: Aufspringen und weiter, vor mir ein Fahrer aus der Runde davor. Etwas langsamer und ich nicht in den Pedalen. Vorderrad folgt der Bremse und Knie hilft mit. Motta direkt hinter mir, auch Büdelsdorf. Wieder im Sattel durch die Don Vito Schikane, Überrunden und Vollgas. Ich spüre das Begehren auf meine Platzierung direkt hinter mir. In der Anfahrt zu den Hürden kann ich Abstand gewinnen, stolpere nicht an den Hüpfbrettern und komme wieder in die Pedale. Jetzt Unterlenker und treten, aber nicht voll, erst auf der Zielgeraden anreißen. Und da geht noch was, nicht Motta hinter mir, sondern Büdelsdorf (Jochen). Im Ziel ist Tex schon geduscht und ich komplett ohne Sauerstoff. Welten zwischen Platz zwei und neun. Die Neun scheint sich bei mir wohl zu fühlen, darüber freu ich mich. Bei den Stimmungsschwankungen in 40 Minuten eigentlich viel zu kleine Nummer.

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Noch kurz in Lazarett und erste Hilfe bekommen, während Tex aufs Podium geht und Motta seinen Bambi für HHxBungsberg nachgereicht bekommt. Da 50 Starter wäre der Sieg…

Mit Los Vamos und Jörg (kleine innere Wehwehchen wie Rippenprellung und Schulter haben ihn heute auf einen Start verzichten lassen) zum Bahnhof für die übliche Schachtel Pommes Majo. Die Ortvorsteherin dieser Gastronomie klärt uns über alles möglich auf, auch über den 2:0 Sieg des HSV. Singend mit einer Dose in der Hand wird darauf auf dem Vorplatz ein Zigarettchen von ihr entzündet. Wir verlassen den heißen Ort, dabei haben sie und ich so viel gemeinsam, wir werden bestimmt nicht irgendwo zu pin ups. Nicht mal bei Bader, dessen neuste Ausgabe ich gerade gratis verteilen durfte.

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hier die Bilder, von meinen Bruder gemacht:
https://plus.google.com/photos/10638552 ... 6v7yJrMpwE
St. Jan
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 24.11.2014, 22:26

Heute war es soweit, nach Wochen des Wartens habe ich endlich meinen neuen Crosser in einem Rennen ausfahren dürfen. Nachdem ich auf den schnellen Kursen in Kiel und Kaltenkirchen zuvor nicht so gut mit dem MTB bedient war, erhoffte ich mir mit dem Crosser, dass es etwas besser läuft. Diesmal in Neumünster, wo es erwartungsgemäß nicht so schlammig wie in den Vorjahren war und der Kurs deswegen recht schnell zu befahren war, lediglich ein paar neue Kurven, etwas mehr Hürden und ein kurzer giftiger Anstieg (den ich zur Freude der Zuschauer immer fahren konnte, solang niemand vor mir war), glichen den fehlenden Matsch etwas aus.(@Don Vito, dieser Anstieg war nicht der vom letzten Jahr sondern lag etwas weiter links, mitten in der Fauna, was auch den Boden erklärt, was wir letztes Jahr rauf sind fuhren wir dies mal runter)

Leider bin ich in der Startaufstellung nicht mehr in der ersten Reihe, so dass mein Start suboptimal verlief und ich mich im Gelände mitten im Feld wiederfand und von nun an erstmal nach vorne Plätze gut machen musste. Das fing dann auch gut an, ein Platz nach dem anderen kämpfte ich mich nach vorn, vorbei an Don Vito (welcher grad eine Bodenprobe nahm), danach an Janibal und dann kämpfte ich mit Motta um einen Platz unter den ersten 10 und konnte auch ihn abschütteln.

Als es nach vorne erstmal keinen direkten Kontakt mehr gab, sicherte ich nach hinten ab, denn Janibal und Motta formierten sich hinter mir. Etwas später kamen die nächsten Fahrer in Sichtweite, Platz 6 und 7 lagen vor mir und ich robbte mich langsam ran. die beiden merkten das leider und kurz bevor ich aufschliessen konnte, traten sie nochmal in die Pedale, so dass ich den Kontakt nicht herstellen konnte und die beiden die ganze Zeit mit konstanten Abstand in meiner Sichtweite fuhren. Dafür kamen in den letzten 2 Runden von vorne Platz 4 und 5 zurück, so dass sich also vor mir mittlerweile eine 4er Gruppe gebildet hatte. Aber meine Kraft reichte nicht mehr, um jetzt noch einen Endspurt hinzulegen und meine Plazierung zu verbessern, somit rollte ich auf die Zielgrade fuhr den 8. Platz ein.

Fazit, mit meinem neuen Crosser macht das ganze mehr Spaß und an meinem Start von hinten muss ich noch üben, dann klappts vielleicht auch mit vorderen Plätzen. Das werd ich mir dann fürs Nikolauswochenende mit Elmshorn und Volksdorf vornehmen.
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Los Vannos
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Beitragvon Los Vannos » 24.11.2014, 23:46

Immerhin durch gefahren, kann ich zumindest von mir behaupten.

Aber das Ü18 (aber U40) Hobbyrennen war diesmal so stark besetzt, dass für mich und mein lädiertes linkes Bein keine größere Chance auf einen der vorderen Plätze war. Vor meiner Ausfall-Serie hab ich ja noch auf eine Top Ten Platzierung in der Gesamtwertung gehofft, aber der Zug ist glaub ich seit Sonntag komplett abgefahren. So langsam werde ich durchgereicht.

Neumünster war aus meiner Sicht kaum Technik und viel Drücken. Demnach auch nix für mich. Zudem ein recht langweiliger Kurs, der auch mit den komisch angebrachten Hürden nicht aufgewertet werden konnte.

Aber so spielt halt das Crosserleben - ist halt kein Wunschkonzert.
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Beitragvon Fülle » 25.11.2014, 08:59

Jacfm hat geschrieben:Heute war es soweit, nach Wochen des Wartens habe ich endlich meinen neuen Crosser in einem Rennen ausfahren dürfen.

Fazit, mit meinem neuen Crosser macht das ganze mehr Spaß...
...und mit Crosser sieht das Ganze auch viel besser aus als mit dem Stollengaul :) :cool:
Glückwunsch
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Beitragvon kocmonaut » 25.11.2014, 22:34

Ja, die Strecke war "einfach", wir haben jedoch versucht, durch ein paar zusätzliche Ecken und Rampen ein wenig Technik einzubauen.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/15692540469" title="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm9.staticflickr.com/8665/156 ... 1d94f8.jpg" width="500" height="375" alt="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14"></a>

Auch wenn es in und um NMS bessere Strecken gibt: Wir können nur das Erlaubte umsetzen - und Ihr erwartet auch ein logistisches Umfeld. Das geht nur im Stadtpark. Ums dort härter zu machen könnte man auch den Schuttberg weiter rauf. Aber man muss ihn auch wieder runter. Die zu befürchtenden Knochenbrüche dabei wollen wir uns alle lieber ersparen.

Die kleine Rampe war anders als im Vorjahr: da wo es im Vorjahr rauf ging, ging es jetzt runter. Die Auffahrt war also nicht nur gefühlt sondern "in echt" steiler. Sie wurde unterschiedlich bewältigt:

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/15690935838" title="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7477/156 ... df0448.jpg" width="500" height="375" alt="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14"></a>

Schieben

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/15691041990" title="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7478/156 ... ecd288.jpg" width="500" height="375" alt="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14"></a>

Schultern

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/15852616906" title="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7543/158 ... 3bb23a.jpg" width="500" height="375" alt="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14"></a>

Fahren! St. Pauli Lars war der Erste, der die Rampe fahrend nahm. Er wurde im Rennen Senioren II "nur" Zweiter, gewann jedoch die "Bergwertung". Erst im späteren Eliterennen trauten sich weitere Fahrer, die Kuppe fahrend zu nehmen. Nicht jedem gelang es.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/15876393701" title="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm9.staticflickr.com/8667/158 ... 0e3a95.jpg" width="500" height="375" alt="Stevens Cyclocross Cup - Cross im Stadtwald 23.11.14"></a>

Hier sehen wir Los Vannos im "Baumgarten". Verrät uns sein Blick die "lange Weile" oder "volle Konzentration"? - Das weiss keiner so genau

Mein Hauptjob während der Rennen war die "Streckensicherung". Fotografiert wurde nebenbei - und nicht gut. Leider war das Licht so trübe, dass meine Kamera nur zeitweilig brauchbare Bilder produzieren konnte. Von der Jugend am Morgen hab ich nix, von der Elite nur wenig und von Hobby ü40 mit vielen Foris auch nix. Aber da war ja Janibal mit Anhang fleißig.

Die Bambi-Ehrung für Motta am Ende des Wettkampftages war ein spontanes Vergnügen - viel besser als eine Übergabe an der Haustür.

Dass es nicht geregnet hat mochte Janibal wohlmöglich betrübt haben. Wäre er doch weicher gefallen. Aber so kam er immerhin in den Genuss der Berührung durch zarte Frauenhände in Samthandschuhen. Und das ist noch besser als ein Pinup an der Wand (smile). Wir als Veranstalter waren jedoch froh, nicht von früh morgens bis spät abends im Regen wirken zu müssen.

Weitere Bilder von RTN gibts hier:

https://www.flickr.com/photos/39865348@ ... 057841600/

sowie zunehmende links über

http://www.rt-neumuenster.de/

kocmonaut

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