3. Lauf Stevens CycloCross Cup 2011 in Kiel (Bericht,Bilder)

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Ulrike
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3. Lauf Stevens CycloCross Cup 2011 in Kiel (Bericht,Bilder)

Beitragvon Ulrike » 27.11.2011, 03:05

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<b>3. Lauf Stevens CycloCross Cup 2011/2012 in Kiel
Die Hobbyklasse boomt, leider auf Kosten der Hobbyklasse</b>


Schon seit Oktober laufen die CycloCross-Rennen, die einen entscheidenden Nachteil haben. Sie dauern nur ca. 40 Min. und die Fahrt dorthin meist das Doppelte oder Dreifache. Und so hatten wir immer eine bessere Alternative. Aber nun stand am 20.11.2011 das Rennen in Kiel "Rund um den Fernsehturm" an, der 3. Lauf des Stevens CC Cup. Da Konkursus und ich sowieso schon länger vorhatten, das Kieler Grusellabyrinth zu besuchen, konnten wir so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und meldeten uns kurzentschlossen an.

Das Veranstaltungsgelände befand sich in einem Stadtwald und auf dem Weg von den Parkplätzen bis zum Start-Ziel-Bereich konnten wir schon einmal die Strecke begutachten, die im Vergleich zu Buchholz recht harmlos wirkte.

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Das Wetter war - typisch November - ungemütlich neblig, aber ansonsten trocken, sodass das Veranstaltungsgelände recht belebt war.

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Klein wie die Radlerwelt ist, trafen wir erst einmal ein Paar, mit dem wir die Woche vorher auf der Bungsberg-CTF in der gleichen Gruppe gefahren waren. Die beiden wollten sich das Spektakel aber nur aus sicherer Entfernung ansehen. Kurz darauf erschien das nächst bekannte Gesicht in Form von Motta, der die spontane Idee gehabt hatte, auch einmal an einem CycloCross-Rennen teilzunehmen und sehr gespannt darauf war, was ihn dort erwartete.

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Ich war dagegen etwas gestresst, weil die Veranstalter angesichts eines unerwarteten Zulaufs in der Hobbyklasse umdisponiert hatten. Es herrschte schon fast Breitensport-Atmosphäre und es hatte sich sogar ein Fahrer mit Körbchen-Rad eingefunden.

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Die Hobbyklasse wurde geteilt und das Rennen auf jeweils 30 Min. abgekürzt. Als erste sollten die Frauen und die Männer unter 40 starten, danach die männlichen Senioren. Die Verkürzung gefiel mir nicht und schon gar nicht, dass ich mit dem Jungvolk fahren sollte. Aber wenigstens hatten die Verantwortlichen des Stevens Cup endlich den Sprung in das 21. Jahrhundert vollzogen und nun auch in der Hobbyklasse eine separate Frauenwertung eingeführt, und nicht nur das - es wurde sogar ein eigener Frauenstartblock aufgestellt, der einzige Nachteil: Die Mädels rechts und links von mir hätten meine Töchter und Enkelinnen sein können.

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Sprinten über kurze Strecken ist nunmal ein Privileg der Jugend und so war ich schnell abgehängt. Der größte Teil der Strecke verlief auf - sauber gefegten - Forstwegen mit einigen leichten Anstiegen, dazwischen gab es ein technisches Stück mit einer relativ steilen kurzen Abfahrt und einer steilen Rampe nach oben. Im Start-Ziel-Bereich war eine Hürde zu überlaufen.

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Ein Glück, dass Uwe etwas geschafft hatte, woran Fahrradfachwerkstätten gescheitert waren. Er hatte meine Schaltung zum Funktionieren gebracht. :Danke: Sonst hätte ich - ausgerechnet am Zuschauer-Spot - schieben müssen.

Im Gegensatz zu Motta hatten wir uns nicht dazu durchringen können, für eine Proberunde unsere kuschligen Jacken zu verlassen, und das rächte sich. Auf den verwinkelten Kursen ist es schon von Vorteil, im Vorwege eine Fahrtaktik zu überlegen, um nach dem Startschuss wertvolle Minuten zu gewinnen. Als ich dann den Senioren zusah, war schon beeindruckend, wie Konkursus mit jeder Runde die Kurven schneller und sicherer fuhr. Reine Übungssache! Damit war eins klar: Es führt kein Weg daran vobei, die Hütchen aus der Garage zu holen und Fahrtechnik zu trainieren. Sonst wird das alles nix.

Motta hatte solche Sorgen nicht, sondern fuhr bei den Senioren ganz souverän den 9. Platz ein. :Respekt: Nachdem wir ihm gratuliert hatten und mit frischen Klamotten wieder im Auto saßen, stellten wir zu unserer Freude fest, dass sich das Grusellabyrinth fast "um die Ecke" befand. Aber wie merkwürdig! Hinter dem Eingang sah es so dunkel aus und es hing ein Zettel an der Tür. "Heute geschlossen wegen Totensonntag." Das war ja nun die echte Krönung! Die ganze Fahrerei für ein halbstündiges Rennen! :mad:

Hier kommen meine

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... x.html">27 Bilder vom Stevens CycloCross Cup in Kiel</a>.

Ulrike
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zum Gruseln nach Kiel?

Beitragvon motta » 27.11.2011, 09:37

Moin Ulrike,

schöne Bilder!

1/2 Stund nur dauerte der Spass- hätte wirklich länger sein können.
Aber es hat sich doch gelohnt - hat wirklich Spass gebracht.

Zum Gruseln fahr ich eher im Dunkeln durch den Dodauer-Forest bei Eutin aber so richtig gruselig sind doch die vielen Glühweinstände jetzt vor Weihnachten.

Bild

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Hier gibts noch mehr Bilder:
http://www.velocenter.de/de/sport/steve ... -2011.html

gruss MOTTA
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Beitragvon Helmut » 28.11.2011, 02:27

Über 90 (!) Teilnehmer in den Hobbyklassen vermeldet der Bericht auf den Seiten des Verbandes. Toll!

Dass es bei den Hobbyklassen nicht nur ums Erster werden geht, lässt sich aus diesem leider nicht so ganz erkennen, nennt er doch auch diesbzgl. namentlich die Gewinner, obwohl sich bei diesen Rennen in diesen Klassen jeder als solcher fühlen möchte und auch sollte. Siehe

http://web3.s30-ffm-r02.gn-s.net/module ... ge_id=1359

Nichts gegen die Gewinner von Jedermann-/Hobbyrennen, aber übermäßig ehren sollte man sie dafür nicht, was HFS i. d. R. auch nicht tut. Wer für Siege groß geehrt werden möchte, sollte eine Lizenz erwerben und gegen Lizenzfahrer antreten, statt sich auf Kosten von Breitenradsportler profilieren zu wollen.

Für mich ist kaum etwas langweiliger, als wer z. B. bei den Jedermannrennen der Vattenfall Cyclassics auf welcher Distanz als Schnellster durch's Ziel kam. Gewonnen haben für mich in erster Linie die Ersten bei den Profis, dazu aber auch ALLE Jedermänner und -Frauen, der eine mehr, der andere weniger, nicht gegen die anderen, sondern gegen sich selbst!
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Konkursus » 28.11.2011, 11:48

zunächst muss ich den Veranstaltern in Kiel wirklich meinen Dank aussprechen für die tolle Organisation und das Präparieren der Strecke. Der größte Teil der Wege war gefegt (!), ob das nun notwendig war, darüber kann man sicherlich streiten. Aber es war ein Service.

Aus meiner Sicht ist die Hobby-"Klasse" eben auch eine besondere Klasse, die "gleich" unter den Lizenzfahrern steht, es hat m. E. weniger mit "Hobby" i. S. von RTF etc. zu tun.

So hat Henry Thiel ja auch im Interview beim Wilhelmsburger Straßenrennen angegeben, dass er berufsbedingt nicht soviel trainieren konnte, um bei den Lizenzfahrern mitzuhalten, er hole sich jetzt bei den Hobbyfahrern die Wettkampfhärte, um im nächsten Jahr wieder bei den Lizenzfahrern zu starten.

Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt, sonst geht man bei den Crossrennen hoffnungslos unter. Vor ein paar Jahren wurden einmal in einer Frauen-Sportzeitschrift die Crossrennen des Weser-Ems-Cups als mitfahrgeeignet in der Hobbyklasse angepriesen. Ich habe mich damals mal damit beschäftigt, aber wirklich nur leicht geschmunzelt, als ich mir bekannte Fahrer auf den hinteren Rängen wiedersah.

Auch gibt es bei den Hobbyfahrern männlich nur zwei Klassen 18-40 und über 40, bei den weiblichen Startern mangels Masse nur eine Einheitsklasse.

Dass ich als 55-jähriger, der erst 3 Jahre auf dem Rad sitzt, nicht mit langjährigen Fahrern über 40 mithalten kann, ist ja klar. So will ich nur meinen Spaß, mich vor allen Dingen körperlich verbessern und immer mindestens einen Fahrer hinter mir lassen. Vor allen Dingen ist es ein schönes Training.

So blöd die Zeitverkürzung in Kiel auch für uns war, so richtig war sie auch. Du kannst nicht mit 90 Fahrern auf eine 2,1 Km-Runde mit Trailanteil gehen, das führt zu Kollisionsgefahren und man behindert die wirklich schnellen Fahrer.

Damit musste schon mal eine Teilung vorgenommen werden. Die Verkürzung ergab sich aus dem Wetter. Es war neblig und wurde selbst auf dem letzten Rennen ab 14:30 schon dunkel. Da sich der Nebel auf meiner Brille absetzte, musste ich schon andauern wischen, was total blöd war. Zeitlich noch weiter nach hinten wäre nicht gegangen.

Ich kann - auch nach dem letzten Rennen in Bremen - die Crossrennen nur empfehlen, wobei ich auch noch positiv hervorheben möchte, das allgemeine Feeling. Oft hört man, es würde mit Haken und Ösen oder Ellenbogen gefahren. Ich empfinde das nicht so, auch die Stimmung im Start-Ziel-Bereich war bisher immer top.

Nächste Starts: Am 03.12 in Elmshorn und 04.12. in Volksdorf.

Hobbyfahrer dürfen übrigens auch mit MTB´s etc. starten und - siehe Ulrikes Bericht - machen von dieser Möglichkeit auch reichlich Gebrauch.


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STEVENS Cyclocross Cup 26. Nov. in Bremen

Beitragvon Grauschopf » 28.11.2011, 12:43

alle STEVENS Cyclocross Rennen leben auch von den Hobby Fahrern. Es gibt auch in diesen Klassen große Leistungunterschiede und so sind 30 min Renndauer schon angebracht. Vielleicht die Anregung - 40 min - bei "hellem Wetter". Nicht zu vergessen - die Dunkelheit im Wald und je nach Strecke, wird der Blickwinkel zu Ende des Rennes immmer kleiner !!!!!

In Kiel lag die Beteiligung mit 82 Fahrern sehr hoch - Super! Sehr gut ist die Lösung, die Hobby Klassen über 18 zu teilen.

Abwarten ob die Frauenriege noch zunimmt...wäre wünschenswert. In den Liz. Klassen ist der Frauenanteil sehr hoch.

Freun wir uns auf die nächsten Rennen!

Bilder gibt es auch bei
www.andis-radsportfotos.de - jedenfalls aus Bremen
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nur 30 min

Beitragvon motta » 28.11.2011, 14:32

Ich fands schade, dass es nur 30 min waren- (je länger-je lieber), kann das aber verstehen, bei den Witterungsbedingungen.

Beim Fahren merkt man es ja nicht, aber für die Orga war es bestimmt ein langer, kalter Tag.

meinen Dank dafür

MOTTA

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