Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

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Don Vito Campagnolo
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Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 21.09.2019, 17:59

Sommercross, Teil IV?
Nein, tatsächlich der Beginn der "echten" Crosssaison, allerdings bei blauem Himmel, Sonnenschein, 20° und trockener Strecke.

Bei der Streckenbesichtigung hatte ich unterwegs schon Angst, dass ich mich verfahren hätte: Nahm und nahm kein Ende, mutmaßlich der längste Kurs der Serie. Dafür dann der Bodenbedingungen komplatt fahrbar, einzig an den beiden Hürden hinter Start/Ziel musste man von Rad runter, wenn es an Technik/Schwung/Mut fehlt - ach, zwischendurch kann man sich doch auch mal kurz die Füße vertreten, oder?

Am Start der Senioren-Hobbyletten wie immer ordentlicher Andrang, der 40er duften mit etwas Vorsprung vor den 50ern auf die Strecke.
Von fast ganz hinten der 40er gings für mich los, und daran änderte sich auch nicht viel: Viel zu kompakt das Feld vor mir, als dass sich irgend eine Lücke ergab und nach dem "Einreihen" war das Tempo auch so eingestellt, dass da für mich fast nix mehr ging.
Die Strecke war schön flow-ig gesteckt. Sandig zwar, aber konzentriertes Fahren auf der Loipe funktionierte sehr gut und "die Schnecke", in der ich bei der Besichtigung noch fast einen Drehwurm bekam, wandelte sich fast zu meiner Lieblingsstelle.
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Ein, zwei Überholmanover gelangen auch noch in der ersten Rennhälfte, und nach knapp 15 Minuten rauschte dann auch der Führende Ü50er an mir vorbei, erst eine gute halbe Runde später die Verfolger.

Für mich war diese Zeit an sich recht "gemütlich" der Vordermann weit weg, nach hinten auch ordentlich Luft, konnte ich mich ganz auf eine möglichst fehlerfreie Fahrt konzentrieren, ohne irgendwie bedrängt oder übermotiviert zu sein.
An den Vordermann kam ich in den Passagen wo es ums Steuern&Lenken und Bremsen oder Schwung mitnehmen ging, etwas Boden gut machen. Dort wo kräftiges Treten gefragt war, fuhr er wieder auf und davon.
In der letzten Runde am Steilhang Höhe Start/Ziel war ich jedoch dran und konnte mich oben in der Kehre vorbeiquetschen. Nun war nichts mehr mit "ordentlich Luft nach hinten", nun musste ich -so gut es eben ging- Gas geben.
Viel Druck hatte ich nicht mehr auf dem Pedal, also musste ich das "Schwung mitnehmen" verfeinern. Damit gelang es dann auch, einen Vorsprung ins Ziel zu retten - das war noch mal ein kleines Highlight zu Rennende.

Unterm Strich stand dann Platz 17 von 24 - das bestätigt die Sommercross-Läufe in Volksdorf: Hier wie da ist "Anführer des letzten Drittels" der einzige erreichbare "Titel".

Hat Spaß gemacht, falls ich mich morgen noch bewegen kann geht´s auf zum 2. Lauf.
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon sonja1 » 21.09.2019, 22:20

Hier kommen schon mal ein paar Bilder von den Rennen ab mittags: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 21-9-2019/

Vormittags war ich fahrend im Einsatz. Da kommen später noch Bilder von Mike667 - ebenso wie mein Bericht.
Sonja - die radelnde Anwältin

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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 22.09.2019, 17:01

2. Tag, 2. Lauf, gefühlt "Sommercross V" - noch wärmer als gestern, die Strecke schien noch staubiger zu sein.
Die Fahrtrichtung wurde nur umgedreht und die Hürden herausgenommen (wieso eigentlich?), ansonsten keine Veränderung. Hatte immerhin den Vorteil, dass wirklich jeder Meter fahrenderweise zurückgelegt werden könnte, 0% zu-Fuß-Anteil. Bei der Streckenbesichtigung fühlte es sich so herum anstrengender an, aber das lag vermutlich nur an den vom Vortag müden Knochen. Tatsächlich war das Rennen schneller, mein Mäusekino zeigte am Ende einen ~0,7 km/h höheren Schnitt an.

Heute dürften die Ü50er mit einer Minute Vorsprung auf die Piste.
Beim Start stand ich heute nicht ganz so weit hinten wie gestern, ließ es aber dennoch verhalten und Safe angehen: Durch die fehlenden Grundschnelligkeit kann ich evtl. Positionsgewinne eh nicht halten, also kann ich auch gleich in "meinem Teil des Feldes ins Rennen gehen.
In der ersten Runde gab es dann noch dass eine oder andere Überholmanöver (bei der ersten Zieldurchfahrt hatte ich das Kanarienvögelchen eingefangen ;) ), dann wurde es etwas ruhiger.
Kurz vor Ende der dritten Runde hatte ich an der kleinen Bergauf-Rampe hoch zur Gegengerade eine Bodenprobe nehmen müssen: Eine Dreiergruppe Ü50er vor mir fuhr die Rampe unerwartet langsam rauf, so daß ich einen etwas zu großen Ausweichschlenker machte - zum Glück schadlos für Mensch, Maschine und Position.
Am Ende dann mit P15 von 21 wieder am Anfang des 3/3, scheint eine Art Stammplatz zu werden.
Meinen "Guide" Mario hatte ich nur in der Frühphase noch im Blick; irgendwie hatte der Bursche das heute ganz schön eilig... :shock:
IMG-20190922-WA0001.jpg
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Heute im "Auswärtstrikot". :Unentschlossen:
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Ü40-Cyclist » 22.09.2019, 17:21

Nur ein kurzes Statement zum Don:
Es freut mich, dass Du wieder dabei bist und wir uns auch nach dem Rennen hier noch ein wenig batteln können. :cool:
Don Vito Campagnolo hat geschrieben:
22.09.2019, 17:01
Meinen "Guide" Mario hatte ich nur in der Frühphase noch im Blick; irgendwie hatte der Bursche das heute ganz schön eilig... :shock:
Ich muss eine andere Taktik wählen. Da ich ja bekanntlich im Rennen stark nachlasse, muss ich halt gut starten, um mich am Ende vor Dir zu platzieren. Mit meinem Platz 12 war die Lücke, zumindest auf dem Papier auch nicht so riesig. :Unentschlossen:

In diesem Sinne ein schönes Rest WE.
Ein ausführlicherer Bericht folgt die Tage.

Game on! Gruß Mario ;-)
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Don Vito Campagnolo
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 22.09.2019, 19:35

Ü40-Cyclist hat geschrieben:
22.09.2019, 17:21
... Mit meinem Platz 12 war die Lücke, zumindest auf dem Papier auch nicht so riesig. ...
Aber nur auf dem Papier - "in echt" war nix mehr zu sehen, da warst du hinter der Erdkrümmung verschwunden! :Wein:

Ü40-Cyclist hat geschrieben:
22.09.2019, 17:21
... Da ich ja bekanntlich im Rennen stark nachlasse,
Dein System habe ich noch verfeinert: Ich fange schon schwach an und lass' dann erst stark nach. ;)
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Mike667 » 23.09.2019, 11:50

Moin,

die Bildergalerie vom 1. Lauf ist nun aktualisiert:

https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 21-9-2019/

Die Bilder vom 2. Lauf findet ihr hier:

https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 22-9-2019/
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Kanarienvogel » 23.09.2019, 12:40

Mensch das ist ja wie im Rennen……Mario und Marco immer vorweg :) .

Ja, jetzt hat sie begonnen die Crosssaison…….und ich bin dabei :mrgreen: . Letztes Jahr habe ich schon zweimal hinein geschnuppert und es hat mir so super gefallen, das ich jetzt mal von Anfang an dabei sein möchte. Zumindest solange die Knochen sagen…. „OK mach et“.

Die Vorbereitung lief schon mal super, etliche Kilometer wurden im Sommer mit dem Rennrad abgespult :roll: . Tooootal produktiv für so ein Crossrennen wo es auf Kraft, Technik, Kurzsprints und den richtigen Punch an kleinen ekligen Hügeln ankommt :Sehrlachend: . Aber für mich ist erst einmal wichtig dabei zu sein, mit zu fahren und zu lernen. OK……ein Ziel gibt es natürlich……NICHT LETZTER werden……ansonsten zählt erst einmal der olympische Gedanke.

Tag 1 Samstag 21.09.


Der erste Schock schon vor der Ankunft. Beim Blick auf die Teilnehmerliste muß ich feststellen das ich von 29 Startern der sechst älteste bin :Unentschlossen: . Das hätte ich nicht gedacht. Was sollst, eigentlich ist das Alter auch egal, wir wollen ja alle nur Spi……äh Rad fahren :HaHa: . Bei den Trainingsrunden vor dem Start war ich doch angenehm überrascht.

Bild

Bild

Hatte man doch schon viel gehört über die Strecke in Mölln wie anstrengend sie doch ist, tückisch und und und. Ja, Laaaaang ist sie aber sonst kam ich ganz gut durch den toll abgesteckten Parcours :Empfehlung: . Kurz vorm Start noch eine kurze Aufwärmfahrt auf dem Radweg vorm Gelände und dann ging es in die Startaufstellung. Aber was war das :shock: …….für ein guten Anfangssprint wollte ich noch kurz ein paar Ritzel runterschalten und nichts tat sich. Kurz noch die Steckverbindungen der Schaltung kontrolliert….alles dran. Gaaanz toll….es ging los und ich mit nicht funktionierender Gangschaltung auf der Strecke :mad: . Natürlich genau in so einer Stellung wie man sich das wünscht…..für die Anstiege zu schwer und in der Ebene hat das ganze etwas von Nähmaschinenstyle :? .

Aber zurück zum Start.

Bild

Nach ca. 40m der erste Sturz :oops: ….glaube ich….denn durch die große Staubwolke konnte ich nur ein Knäuel aus Fahrrädern und Fahrern schemenhaft erkennen. Manchmal hat ein hinterer Startplatz doch einen Vorteil, ich konnte an vielen Fahrern vorbeiziehen und es ging erst einmal im großen Bogen auf die Gegengerade und dann über einige Hügel hinauf und hinab in die Schnecke :Tanzen: . Ich glaube für viele war nicht die Kurvenfahrt das größte Problem, sondern das es in dieser Schnecke nur einen schmalen festgefahrenen Streifen gab der gut befahrbar war. Der Rest war feiner Mullersand und wenn man beim kleinsten Fahrfehler dort hinein kam war man schon fast gezwungen abzusteigen :x , zumindest aber mußte das Tempo gedrosselt werden um wieder in die Spur zu kommen. Dann ging es durch einen Container und einem kleinen Trail wieder bergauf bis zum Schiedsgericht

Bild Hier ein Bild vom zweiten Tag mit umgekehrter Fahrtrichtung

und weiter bis auf die andere Seite des riesigen Areals wo noch viele Hügel, enge Kurven und ein Schräghang auf uns wartete bis es auf einer langen Geraden wieder am Start/Zielbogen vorbei über zwei Hürden auf die nächste Runde ging.

Bild

Trotz des Problems mit der Schaltung lief es ganz gut für mich. Ok, bergauf platzen einem fast die Schenkel weil der Gang zu schwer war und auf der Gerade hatten viele Zuschauer wohl den Eindruck mir wäre gerade die Kette abgefallen und ich trete ins Leere :Weissnicht: aber die technischen Teile der Strecke konnte ich sehr gut meistern, so das ich irgendwann nach hinten eine große Lücke herausfahren konnte :swingen-2: . Das einen irgendwann die schnellsten Fahrer der Ü40 Hobbyklasse, die kurz vor uns gestartet waren, überholen bzw. überrunden ist ja klar. Aber so viele waren es gar nicht und da bin ich auch ein wenig stolz drauf. Zum Schluß kam für mich ein respektabler 22 Platz heraus und ich finde das kann sich sehen lassen.

Bild

Tja, und woran lag das Problem mit der Schaltung?????? Wenn ich mir auch einige Sprüche anhören mußte wie: „Na Lars, haben wir den Akku nicht aufgeladen??“, konnte ich beim Check Zuhause feststellen das der Stecker vom Akku im Sattelrohr abgegangen war. So mit war ich zumindest ein wenig rehabilitiert. Wie so etwas passiert…..weiß der Geier aber ich habe mir sagen lassen, das so etwas wohl gar nicht so selten ist.

Tag 2 Sonntag 22.09

Früh waren Marion und ich vor Ort. Das lag wohl daran das die Leute am Sonntag etwas länger schlafen als am Samstag und kaum Verkehr auf der Autobahn war. So konnte ich schon vor dem ersten Rennen einmal auf die Strecke :Radler: , die nicht abgeändert wurde, sondern nur die Fahrtrichtung gedreht. Oha :roll: ……das war aber trotzdem ganz anders :shock: . Zumindest war das mein Eindruck. Technisch anspruchsvoller und auch „noch“ anstrengender als am Vortag :? . Gut das die Schaltung wieder funktionierte ;) . Vom Start weg lief es irgendwie blöd für mich :sad: . Ein technischer Fehler folgte dem nächsten :Schimpfen: . So oft war ich an diesem Tag die Strecke vorher abgefahren. Immer wieder sagte ich mir: „hier mußt du aufpassen….dort die Kurve nicht zu eng nehmen…….“ UND was hatte es gebracht…..NISCHTS!!!!! Höhepunkt war in der ersten Runde das ich nach dem Container in der scharfen Linkskurve erst einmal in den Sandhügel fuhr :mad: . Da hatte mich, glaube ich, schon das komplette Feld außer einem Fahrer überholt. Also ab durch die Schnecke ( :) tolles Wortspiel) und dann Richtung Ziellinie die Aufholjagd starten.

!!!!!!!und da muß ich dem Don Vito ja mächtig wiedersprechen!!!!! Er überholte mich NICHT bei der ersten Zieldurchfahrt!!!!! Das war viiiiiel später!!!! Ich glaube so 50m waren es schon :roll: :Sehrlachend: .

Ich finde ja diese Regelung das die Ü50 Fahrer am zweiten Tag vor den Ü40 Fahrern starten nicht so glücklich :Unentschlossen: . Es gibt bei den „jüngeren“ eben viele bessere und schnellere Fahrer als beim den "Ultras". Warum sollen die sich gleich zu Anfang schon durch die Menge von alten Herren schlängeln :Weissnicht: ?
Aber was solls, ich habe da weniger ein Problem mit (oder gar keins) als die Cracks die um die vorderen Plätze kämpfen.
Als die große Überholzeit vorüber war und ein wenig Ruhe ins Rennen einkehrte, kam ich meinen Kontrahenten auch wieder näher :cool: und konnte in der dritten Runde zwei „Piraten“ überholen. OK, der eine bekam just in dem Moment wo ich aufschloss einen Platten :Pumpen: , an dem zweiten konnte ich nach einem Fahrfehler vorbeiziehen :ifreumi: . Dabei blieb es dann auch. Nach vorne ging nichts mehr, die Abstände waren zu groß und nach hinten konnte ich meinen Vorsprung sogar noch etwas vergrößern so das ich ungefährdet auf meiner Position ins Ziel fuhr Pokalhoch .

Bild

Platz 21 von 25……ich bin (erst einmal) zufrieden obwohl noch viel Luft nach oben ist und ich hoffe das meine Entwicklung auch dahin gehend sich ausrichtet :roll: .

Ein Fazit:

Eine tolle Veranstaltung mit tollen Menschen :GrosseZustimmung: . Ich bleibe dabei……und vielleicht kann ich ja auch irgendwann mal schreiben: „Ich bin Anführer des 3/3“ :Totlach:

Lars

Die Bilder von MarionS und mir sind in den Folgenden Galerien hinter den von Sonja1 bzw. Mike667 anzuschauen:

Der erste Lauf Samstag 21.09.2019: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 21-9-2019/

Der zweite Lauf Sonntag 22.09.2019: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 22-9-2019/
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Jochen » 23.09.2019, 14:20

Start des Stevens-Cups bei den Piraten und den Motor-Crossern in Mölln.

war das noch Sommer-Cross?
wir hatten Sonne satt, viele sandige Kurven und viel Staub.

wieder sehr schöne Veranstaltung bei den Piraten,
tolle Rennen, gute Stimmung

alle Renn-Fahrer dürfen sich bei den Piraten, Lorraine, Stefan und Stevens bedanken.
Besonderer Dank, sonst eher wenig beachtet, aber auch an die Renn-Auswerter und Ergebnis-Listen-Ersteller.
Das waren diesmal, wie so manches Mal, Margit und Manfred.
Ihr habt es vielleicht gar nicht gemerkt, aber die Beiden haben Euch diesmal, in Handarbeit, die Renn-Auswertung gerettet.

hier auch mal von mir ein Dankeschön an die Fotografen, die mit viel Fleiß und großer Ausdauer unsere Rennen ins Bild setzen.


Und noch ein Hinweis!!!

Eure Start-Nummern behaltet Ihr für den ganzen Stevens-Cup.
Start-Nummern NICHT WEGWERFEN!!
Startnummern zum nächsten Stevens-Cup mitbringen.
Die Veranstalter, WA's und die Renn-Auswerter werden es Euch danken, wg. erheblich weniger Stress.
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Ü40-Cyclist » 23.09.2019, 17:18

Jochen hat geschrieben:
23.09.2019, 14:20
Eure Start-Nummern behaltet Ihr für den ganzen Stevens-Cup.
Start-Nummern NICHT WEGWERFEN!!
Startnummern zum nächsten Stevens-Cup mitbringen.
Moin Jochen,
weißt Du ob die Transponder/Schaumstoffteile auf den Nummern noch benötigt werden? Ich würde die Nummer gern laminieren, weiß aber nicht, ob die Teile das vertragen.
Die Saison ist lang und ein zusätzlicher Schutz kann der Nummer sicher nicht schaden.

Dank im Voraus für die Beantwortung der Frage in diesem Chat.

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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 23.09.2019, 20:13

:GrosseZustimmung: Das ist schon eine stramme Leistung bei all den Rennen die Wertung hinzubekommen! :GrosseZustimmung:

Bisschen gebraucht sieht die Nummer schon aus.

Wie ist eigentlich aktuell das Reglement mit der Punkteverteilung? Irgendwie bin ich aus der Gesamtwertung nicht ganz schlau geworden.
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Ü40-Cyclist » 23.09.2019, 21:11

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:
23.09.2019, 20:13
Wie ist eigentlich aktuell das Reglement mit der Punkteverteilung? Irgendwie bin ich aus der Gesamtwertung nicht ganz schlau geworden.
Alle Teilnehmer bekommen bei Antritt 2 Punkte.
Platz 20-15 bekommen einen extra Punkt.
(Daher bei Dir jetzt 3+3). Für Platz 14 gibt es dann 2, für Platz 13 gibt es 3 extra Punkte usw.
Der 5 bekommt 11, der 4. dann 13, der 3. dann 15, der 2. erhält 17 und der 1. stolze 20 extra Punkte.
Ich hoffe, ich habe es richtig wiedergegeben :Unentschlossen:

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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 23.09.2019, 21:55

Bedankt! ;-)
Ü40-Cyclist hat geschrieben:
23.09.2019, 21:11
...
Platz 20-15 bekommen einen extra Punkt.
:shock: Da hätte ich mich ja gar nicht so beeilen müssen, wenn P20 "reicht". :mrgreen:
Jochen
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Jochen » 24.09.2019, 13:01

Hallo Mario,

soweit ich es gehört habe, wollten bisher nur die Piraten Transponder einsetzen.
Das kann sich natürlich im Laufe der Saison noch ändern.
Die Erfahrung zeigt, daß der Transponder Einsatz nicht trivial ist, und billig ist es auch nicht für die Vereine.
Die Startgebühren dürfen sie dafür nicht erhöhen.

Die Startnummern sind ja wohl aus Tyvek. Das bekommt man nicht so schnell kaputt.
Aber wieviel Geknautsche und Geknicke halten die Transponder aus?

Wenn Ihr die Leute, die für Euch die Arbeit machen, entlasten wollt,
meldet Ihr Euch vorher an ( richtiger Name, Verein, Altersklasse, ... ),
und die Startnummer immer ganz unten am Trikot, auf der Seite mit den Auswertern.
Nachmelder sind immer zusätzlicher Stress im engen Zeitplan.

Gruß Jochen
Jacfm
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Jacfm » 24.09.2019, 16:45

Jochen hat geschrieben:
24.09.2019, 13:01
Hallo Mario,

soweit ich es gehört habe, wollten bisher nur die Piraten Transponder einsetzen.
Das kann sich natürlich im Laufe der Saison noch ändern.
Die Erfahrung zeigt, daß der Transponder Einsatz nicht trivial ist, und billig ist es auch nicht für die Vereine.
Die Startgebühren dürfen sie dafür nicht erhöhen.

Die Startnummern sind ja wohl aus Tyvek. Das bekommt man nicht so schnell kaputt.
Aber wieviel Geknautsche und Geknicke halten die Transponder aus?

Wenn Ihr die Leute, die für Euch die Arbeit machen, entlasten wollt,
meldet Ihr Euch vorher an ( richtiger Name, Verein, Altersklasse, ... ),
und die Startnummer immer ganz unten am Trikot, auf der Seite mit den Auswertern.
Nachmelder sind immer zusätzlicher Stress im engen Zeitplan.

Gruß Jochen
Moin Leute,
also auf der Rückseite der Nummer steht "Transponder nicht entfernen oder knicken".
Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich das bei allen Startern die Nummern bis Buchholz überleben werden. :Weissnicht:

Dazu kommt noch das wohl nicht alle zweifelsfrei mitbekommen haben das der Satz "dies Jahr gibt es feste Startnummern" für die physische Variante gilt und nicht nur für die auf dem Papier, zumindest ich dachte bis hierher so ;o)
Auch hier denke ich das die eine oder andere Startnummer nicht den Weg bis nächsten Sonntag finden wird :(

Dementsprechend müsste ja ein Plan B existieren, zumindest hoffe ich das es noch ein Vorrat an Blanko Nummern gibt die ja zumindest für Nachmelder-Erststarter vorhanden sein müssten.
sonja1
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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon sonja1 » 24.09.2019, 21:59

Puh, endlich hab ich mal die Zeit gefunden, dieses geile Wochenende zu verarbeiten und berichte-mäßig aufzuarbeiten. Aber wo fang ich an? Also gut, von ganz vorne: Bis Anfang 2015 fuhr ich ja „nur“ Rennrad. Dann traute ich mich beim Q/P/E #13 im Februar 2015 das erste Mal an ein „Cross-Rennen“. Das gefiel mir recht gut. Beim Rückblick in die alten Zeiten und Stöbern im alten Forum habe ich festgestellt, daß meine ersten beiden QPE´s tatsächlich Nacht-QPE´s waren, bevor ich mich dann ganz mutig auch mal daran gemacht habe, im Hellen teilzunehmen :Sehrlachend: . Wie auch immer – ich bin jedenfalls dabei geblieben, legte mir einen eigenen Crosser zu, guckte bei dem einen oder anderen Stevens-CCC-Rennen zu. Naja, und so nach und nach kam im letzten Jahr der Gedanke „das kann ich doch auch“ :Unentschlossen: . Gesagt, getan. Am 2. Weihnachtstag 2018 feierte ich meine Premiere beim Stevens Cup in Appelbüttel. Und – was soll ich sagen? Ich war infiziert :Fieber: – vom Cross-Virus :mrgreen: . Natürlich durfte dann auch Buchholz nicht fehlen, was mit defektem Schaltauge nach Sturz nur so suboptimal lief, aber trotzdem Spaß gemacht hat.

Kurz gesagt, es hat mir so viel Spaß gemacht, daß ich mich quasi das ganze Jahr schon auf die neue Stevens-CCC-Serie gefreut habe. Und am Wochenende war es endlich soweit! :D Es standen sogar gleich zwei Rennen auf dem Programm. :GrosseZustimmung: Schöner geht´s ja gar nicht.

Also, Wecker stellen, früh aufstehen (der Weg nach Mölln ist weit) und zum (Moto-)Crossgelände fahren. Vor Ort hab ich das Rad klar gemacht und bin auf eine Proberunde gegangen. Puh, war die lang. Ich hab über 10 Minuten gebraucht. :shock: Und die waren anstrengend: Sand und immer wieder kleine, aber feine Anstiege. Oh Gott, oh Gott, kann ich das überhaupt im Rennen fahren? :Weissnicht: Ich hab dann kurz gerechnet: 10 Minuten pro Runde. Das Rennen dauert 30 Minuten, macht also 3 Runden. Nun gut, die kann ich bestimmt irgendwie überstehen. Das wird schon irgendwie werden.

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Am Start wurden erst die Lizenzfrauen losgelassen. Erst 7 Minuten später durften wir Hobby-Frauen auf die Strecke. Das war eine recht lange Zeit und führte im Ergebnis dazu, daß wir schon recht bald überrundet wurden, was ich persönlich nicht ganz so gut fand. Aber das hatte wohl organisatorische Gründe. Egal. Als ich die Strecke besichtigt hatte, wußte ich nicht so recht, wie ich die erste Kurve fahren sollte, weil mir das alles recht sandig vorkam. Im Rennen selbst stellte sich diese Frage nicht mehr. Beim Start wurde so viel Sand aufgewirbelt, daß ich kaum noch was gesehen habe und einfach blind meiner Vorderfrau gefolgt bin. Wo sie fährt, wird es auch für mich gehen. Mut zur Lücke. Und ja, es ging auch. Das war schon mal gut gelaufen. :Empfehlung: Dann sortierte sich das Feld recht schnell und ich versuchte, mich an den Kurs zu gewöhnen. An einer Stelle war für mich klar, daß ich das nicht werde fahren können. Und so schob ich hier fleißig Runde für Runde hoch.

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Runter ging es dann wieder ganz gut.

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Am meisten Spaß hat mir der aus Zuschauersicht links liegende Teil gemacht. Das lief dort wirklich prima. Ich bin auch jeden kleinen Anstieg fahrenderweise hochgekommen. Das klappte gut. Und dann war da ja noch so ein leichter Schräghang – nicht schlimm, aber immerhin ein bißchen Schräghang. Aber auch das konnte ich gut fahren.

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Und da muß ich an dieser Stelle einen großen Dank an Benita aussprechen. :Danke: Wir haben mit ihr im Rahmen des Frauen-Workshops beim Cyclocross-Fest u.a. Schräghang-Fahren geübt. So hatte ich eine Idee, wie ich solche Stellen meistern kann, und war froh und glücklich, daß es im Rennen gut funktioniert hat.

Im Laufe des Rennens kam ich einer Konkurrentin dann immer näher. So langsam hatte ich mich an den Kurs (und auch mein Rad, das ich urlaubsbedingt längere Zeit nicht gefahren war) gewöhnt, so daß ich langsam, aber sicher Boden gut machen konnte. Und dann hatte mich der Ehrgeiz gepackt, sie noch einzuholen. Das wäre doch mal cool in so einem Rennen. Ich gab also noch mehr Gas und – kurz vor Ende der 3. Runde hatte ich sie dann. Yippieh, rechtzeitig vor Rennende doch noch einen Platz gut gemacht Pokalhoch – dachte ich. Aber was war das? :shock: Ich kam durch Start/Ziel und hörte die Glocke. Ach Du meine Güte, noch eine Runde! :geschockt: Das war ja gar nicht eingeplant (ich erinnere nur an meine oben aufgestellte Rechnung). Ok, nützt ja nichts. Das schaffe ich auch noch irgendwie. Und so kämpfte ich mich ein viertes Mal durch den Kurs, bevor ich nach über 40 Minuten Fahrzeit erschöpft, aber glücklich durch´s Ziel fuhr.

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Das hat Spaß gemacht. Und ein Blick auf die Ergebnisliste ergab Platz 7 von 12. Gar nicht schlecht. Ich war zufrieden und ließ den Tag am Gelände bei bestem Wetter und spannenden Rennen ausklingen. :cool:

Am nächsten Tag waren wir wieder zeitig am Gelände, so daß ich mir noch vor dem Start der ersten Rennen einen Überblick über den Kurs verschaffen konnte. Gut, eigentlich kannte ich den Kurs ja vom Vortag, aber Sonntag wurde er ja andersherum gefahren. Und dann ist es – so blöd es klingt – wirklich ein ganz anderer Kurs. Nach der Proberunde hatte ich dieselben Gedanken wie am Vortag: „wie soll ich das bloß im Rennen schaffen?“ :Weissnicht: Gefühlt kam mir der Kurs in dieser Form schwieriger vor, was nach meinem persönlichen Eindruck daran lag, daß die kleine Anstiege steiler waren – oder waren meine Beine einfach nur vom Vortag müde… :Sehrlachend: Man weiß es nicht. Jedenfalls schob ich in der Proberunde recht viel, konnte im Rennen aber fast alles fahren. Erstaunlich, was Adrenalin so alles bewirkt.

Zwei Stellen möchte ich dabei nochmal hervorheben. Die eine Rampe fand ich bei der Abfahrt recht steil, was vielleicht auf diesem Foto deutlich wird.

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Ich stand oben und dachte kurz „Oh je“ :shock: , aber dann versuchte ich, meinen Kopf zu überwinden und sagte mir „da bist Du gestern hoch gefahren (nicht geschoben), also kann es nicht sooo steil sein. Dann wird es runter auch gehen“. Und siehe da, es geht.

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Crossen ist auch viel Kopfarbeit – jedenfalls bei mir…

Die andere Stelle war sehr kurz und sehr knackig. In der ersten Runde war ich mir nicht sicher, ob ich das packe, denn danach geht es immer noch leicht bergauf. In der Einführungsrunde kam ich zwar einigermaßen hoch, aber dann nicht weiter. Das hatte ich im Kopf, als ich das erste Mal im Rennen da vorbeikam. Also ging ich es vorsichtig an. Aber es klappte gut und mit Michaels Anfeuerungsrufen :chearleader: habe ich Runde für Runde mehr Mut bekommen. Es geht doch eine ganze Menge, wenn man sich nur traut.

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Am Start ging es entspannt zu. Wir wußten ja vom Vortag schon etwas genauer, was uns erwartet. Und so war ich auch etwas gelöster als am Samstag.

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Nach dem Startschuß ging eine wilde Abfahrt los, die in einer ersten engeren Kurve endete. Hier sortierte sich das Feld ein erstes Mal. Danach ging es recht bald Richtung Schräghang. Den Abschnitt da hoch konnte ich nicht fahren – meine Konkurrentinnen aber auch nicht alle. Und während eine (Mädels, ich lerne mit der Zeit auch eure Namen) vor mir schob, entschloß ich mich getreu dem Motto „Manchmal ist laufen schneller“ zum Laufschritt und zog an ihr vorbei. Yeah, was für ein tolles Gefühl. :lockern: Ich hab im Rennen jemand überholt. Danach wurde es wirklich ein geniales Rennen, denn eine meiner Mitstreiterinnen blieb immer recht knapp hinter mir, so daß ich permanent meine Position verteidigen mußte, was so ein Rennen natürlich noch viel interessanter macht, als wenn man mehr oder nur gegen sich selbst kämpft und alleine auf weiter Flur ist.

Vom Vortag wußte ich, daß ich 4 Runden durchhalten muß. Aber was war das? :geschockt: Nach der ersten Runde stand auf dem kleinen Schild eine „4“. Ups, noch vier Runden? Das meinen die doch nicht ernst? Doch! Dabei war ich in Runde 3 schon recht kaputt. Was war ich froh, daß ich kurz vor Ende der 3. Runde überrundet wurde. Yippieh, doch nur noch eine Runde zu absolvieren. :swingen-2: Selten war ich so dankbar für eine Überrundung.

Nach vier Runden war dann Schluß. Laut Garmin war ich Sonntag 2,5 Minuten schneller als am Vortag. Lag´s am Kurs oder meinen Beinen? Keine Ahnung. :Weissnicht: Spielt auch keine Rolle. Hauptsache, es hat Spaß gemacht. Und das hat´s. Ich hab mich gleich abends für Kaltenkirchen gemeldet und freue mich, wenn ich auch dort wieder auf gleichwertige Fahrerinnen treffe, denn der Kampf mit etwa Gleichstarken macht Spaß. :D

Mein Dank geht an das Publikum, das man auf dieser besonderen Strecke überall und sehr deutlich wahrnimmt. Ich kann mir vorstellen, daß das bei anderen Kursen nicht so gut zu hören ist. Anfeuerungsrufe kamen von überall. :Laola: Natürlich danke ich auch dem Veranstalter und allen ehrenamtlichen Helfern. Ohne euch wäre solch eine Veranstaltung nicht möglich. :Danke:

Am Schluß möchte ich noch einen Appell an alle FahrerInnen loswerden. Mehrmals am Wochenende sind FahrerInnen auf die Strecke zum trainieren gefahren, obwohl gerade Rennen stattgefunden haben. :mad: Oftmals haben sie erst nach mehrmaligen lautstarken Aufforderungen die Strecke verlassen. Bitte liebe Leute, ihr möchtet bei euren Rennen eine freie Strecke. Also respektiert das bitte auch bei anderen Rennen. Gerade in Mölln konnte man jederzeit gut überblicken, ob gerade ein Rennen läuft. Und im Zweifel kann man nachfragen.

In diesem Sinne: Wir sehen uns in Kaltenkirchen! :wink:
Sonja - die radelnde Anwältin

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Re: Stevens CCC, Mölln 2019, Berichte und Bilder

Beitragvon Ü40-Cyclist » 28.09.2019, 12:56

So, noch schnell vor dem nächsten Rennen, den Bericht vom letzten Rennen.

StevensCup 2019/2020
Auftakt mit einem Doppelwochenende in Mölln. Leider konnte ich im 1. Lauf nicht dabei sein, was natürlich für den 2. Lauf, einen Start vom Ende des Feldes nach sich zieht. :(
Bei bestem Wetter ging es als Sonntag auf die Testrunde. Und ich fand den Kurs richtig cool, weil guter Flow und kein Schritt laufen. Ja, hier und da gab es ein paar Engstellen und kniffelige Ecken, aber ich hatte schon beim Warmfahren (war bei über 20°C eigentlich nicht nötig) ein gutes Gefühl.
Dann ging es zum Start, die Ü50 zuerst, wir hinten dran. Wie erwähnt, ganz weit hinten aufgerufen (3. Startreihe), muss man auch einmal Glück haben. Scheinbar wollte keiner ganz links den Startabhang hinunterfahren (Angst vor weichem Sand?) und so schummelte ich mich dort in die erste Reihe :D Ich hatte in den Testrunden ausprobiert, links und rechts von der Idealspur zu fahren und war mir sicher, dass es funktioniert. Gesagt getan, mit einer riesigen Staubwolke ging es den Hang hinunter und als 5. konnte ich mich gut platziert einfädeln. Kurzzeitig in den ersten Kehren nochmal meinen Battle-Partner Don Vito gesehen, dann war es eigentlich wie immer. Ich gebe mein bestes, mache (ausnahmsweise) keine Fehler und werde dennoch nach und nach überholt. Nachdem zu Beginn der letzten Runde noch mein Vereinskollege Florian und ein MTB’ler (mit geschätzten 4 Zoll breiten Reifen) an mir vorbeizogen, war ich bis auf Platz 14 durchgereicht. Ich versuchte dran zu bleiben, doch der Abstand wurde größer. Ausgangs der Schnecke (die mir gut lag und in der ich immer Lücken schließen konnte) hatte ich das Hinterrad der Beiden wieder. Es ist nicht mehr weit, jetzt alles geben, ging es durch meinen Kopf. Ein erster halbherziger Überholversuch am Ende der langen Geraden nach der Schnecke scheiterte. Aber ich war dran. An der letzten kurzen Auffahrt zur Gegengeraden unterlief Florian ein Fahrfehler und er kam zu Fall. Während er sich rechts sortierte und versuchte wieder aufs Rad zu kommen, wich der MTB’ler nach links aus. Diese Millisekunde der offenen Tür nutzte ich, um zwischen beiden hindurch und somit auch an ihnen vorbei zu schlüpfen. Des einen Leid, des anderen Freud – man kann an einem Tag auch zweimal Glück haben.
Florian rief mir noch nach – ja, was rief er eigentlich? Irgendwas im Sinne von: tritt rein, gib Vollgas, lass ihn nicht mehr vorbei (den MTB’ler). Ich drehte mich auch nicht mehr um, sondern es ging nur noch vorwärts. (Ich wollte nicht, dass es mir wie Michael Vanthourenhout gerade beim CX-Weltcup in Iowa ergeht. Er fühlte sich allein auf der Zielgeraden sicher und ließ ausrollen und wurde dann einen Meter vorm Ziel von dem heranstürmenden Lars van der Haar überholt.) Ich war also gewarnt und nahm wirklich erst auf dem Zielstrich die Beine hoch.
Am Ende „nur“ Platz 12, aber ein geiles Gefühl, was ich mit in die nächsten Rennen nehme.

Dank an alle für den großartigen Renntag.

Game on! Gruß Mario ;-)
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