Jedermannteams: Wird der Hobbysport zu professionell?

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Helmut
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Jedermannteams: Wird der Hobbysport zu professionell?

Beitragvon Helmut » 24.09.2015, 12:38

Das fragt die tour in ihrer Oktober-Ausgabe, stellt verschiedene Meinungen gegenüber. Zu Wort kommen neben Protagonisten der sog. Jedermann-Szene u. a. Wolf vom FC St. Pauli und ich. Mein Beitrag wurde arg gekürzt. Meine Kernaussage* fiel der Kürzung zum Opfer, wird aber ähnlich von Reinhard Winter vom Team Heideexpress vorgetragen, zumindest im ersten Teil seines Textes. Darin sieht auch er hinter dem Aufblühen von leistungsorientierten, aber das Erreichen einer A-/B-Rennlizenz verweigernden Radrennteams das Versagen des BDR.

Seiner Forderung aber, dass nur noch "dazu Fähige" an einem Jedermannrennen teilnehmen sollten, sehe ich genau umgekehrt. Ansonsten müsste man z. B. die Cyclassics von ca. 20.000 auf max. 5.000 Teilnehmer zusammenstreichen. Wäre schade und dem Radsport nicht dienlich. Statt dessen würde ich in der o. g. Art agierenden Teams den Nährboden entziehen wollen. Das kann nur der BDR, in dem er die Jedermannrennen für wirklich jeden öffnet, auch für Fahrer mit A-/B-Lizenz.

Am Thema (zumindest meinem) vorbei schreibt m. E. Markus Adam, Geschäftsführer von Merkur Druck, Sponsor eines der führenden Jedermannteams. Er hat Recht, wenn er für sein Team reklamiert, dass es nicht der Jedermannszene schadet. Der nicht, aber der Lizenz-Szene. Das ist nicht seine Schuld oder die seines und all der ähnlich aufgestellten Teams. Diese handeln alle rational. Es ist das Reglement, das nicht in Ordnung ist.

Eine ähnliche Diskussion hatten wir übrigens hier schon mal (Radrennen: Lizenz oder lieber Hobby?):

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=8872
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Don Vito Campagnolo
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Re: Jedermannteams: Wird der Hobbysport zu professionell?

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 24.09.2015, 13:40

Helmut hat geschrieben:... Das kann nur der BDR, in dem er die Jedermannrennen für wirklich jeden öffnet, auch für Fahrer mit A-/B-Lizenz.
...
Er hat Recht, wenn er für sein Team reklamiert, dass es nicht der Jedermannszene schadet. Der nicht, aber der Lizenz-Szene. ...
Ich bin mir nur nicht sicher, ob und wie es dem Lizenz-Bereich nützen würde, wenn die Jedermannrennen auch für A/B/KT offen wäre.

Die zahlungskräftigen Teamsponsoren würde gewiss weiterhin ihre Fahrer bei den publikumswirksamen Großveranstaltungen sehen wollen und nicht beim zeitgleich stattfindenden "Großen Preis im kleinen Industriegebiet", wo es 30-40 Mal fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Kreis herum geht.

Insofern sehe ich jetzt auf den 1. Blick nicht wirklich einen Nutzen im Bezug auf die ausrichtenden Vereine, wo sich die Ehrenamtlichen weiterhin mit ihren bescheidenen Möglichkeiten um die Ausrichtung von Lizenzrennen mühen und gegen die großen Jedermannrennen anstinken müssen.
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Helmut
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Re: Jedermannteams: Wird der Hobbysport zu professionell?

Beitragvon Helmut » 24.09.2015, 13:52

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:Die zahlungskräftigen Teamsponsoren würde gewiss weiterhin ihre Fahrer bei den publikumswirksamen Großveranstaltungen sehen wollen und nicht beim zeitgleich stattfindenden "Großen Preis im kleinen Industriegebiet", wo es 30-40 Mal fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Kreis herum geht.
Die Teams würden in der heutigen Besetzung weniger Erfolg bei Jedermannrennen haben, weil sie plötzlich starke Konkurrenten neben sich hätten. Darauf würden Sponsoren mit einer Reduzierung des Budgets für diese Teams reagieren.

Auf gute Fahrer würden die Jedermannteams an Anziehungskraft verlieren, weil sie mit weniger Geld locken könnten. Da fällt man vielleicht eher die Entscheidung eine B-Lizenz zu erzielen. Man würde auch nicht mehr - so wie heute - dafür abgestraft, weil man nicht mehr für die attraktiven Jedermannrennen gesperrt würde. Die Lizenzszene würde also wieder mehr Fahrer bekommen.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 24.09.2015, 14:04

Das stimmt natürlich, die Konkurrenz würde dann größer und starker sein.
Wobei es dann aber auch wiederum für die A/B-Fahrer lukrativ werden würde bei den großen Teams anzuheuern (bei einem Teamrad für Umme, bezahlten Startplätzen und Reisespesen würde manch einer gewiss nicht nein sagen) und dann würde sich in Sachen Dominanz und finanzieller Ausstattung nix ändern... schwierig da wirklich zuverlässig die Effekte vorherzusagen.
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Re: Jedermannteams: Wird der Hobbysport zu professionell?

Beitragvon Knud » 24.09.2015, 22:49

Helmut hat geschrieben:Seiner Forderung aber, dass nur noch "dazu Fähige" an einem Jedermannrennen teilnehmen sollten, sehe ich genau umgekehrt. Ansonsten müsste man z. B. die Cyclassics von ca. 20.000 auf max. 5.000 Teilnehmer zusammenstreichen.
Da mir die Quelle nicht vorliegt, muss ich mal fragen: Hat er da auch gesagt, wie er entscheiden will, wer fähig ist? Das scheint dem Namen "Jerdermannrennen" zu widersprechen. Und ob es sinnvoll ist, wenn man sich für das A-Rennen qualifizieren muss, sei mal dahin gestellt.

Zur Hauptfrage: Sicher würden dann andere Fahrer die Jedermannrennen gewinnen. OK. Aber nach der These verschwinden die heutigen "Jedermann-Teamer". Ich glaube so schlecht sind diese Leute nun auch nicht. Nur warum sollten die anschließend um den Kirchturm fahren?

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Beitragvon Helmut » 25.09.2015, 10:17

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:Wobei es dann aber auch wiederum für die A/B-Fahrer lukrativ werden würde bei den großen Teams anzuheuern
Genau.
Don Vito Campagnolo hat geschrieben:und dann würde sich in Sachen Dominanz und finanzieller Ausstattung nix ändern.
Es gäbe natürlich (dann sogar verstärkt) dominierende Teams - wie im Profi- und Amateuerradsport auch. Ändern würde sich, dass es keine "Jedermann", sondern ganz "normale" Teams wären.
Knud hat geschrieben:Hat er da auch gesagt, wie er entscheiden will, wer fähig ist?
Nein, aber durchblicken lassen, dass er es selbst nur als einen "frommen Wunsch" erachtet.
Knud hat geschrieben:Aber nach der These verschwinden die heutigen "Jedermann-Teamer".
Diese Teams sollen gar nicht verschwinden, nur andere Bedingungen vorfinden.
Knud hat geschrieben:Ich glaube so schlecht sind diese Leute nun auch nicht.
Stimmt. Dann würde man im direkten Vergleich sehen, wer wie gut ist.
Knud hat geschrieben:Nur warum sollten die anschließend um den Kirchturm fahren?
Weil auch dort richtige Rennen geboten werden, von deren Podiumsplätzen die "Jedermänner" z. Z. ausgeschlossen sind, weil sie nicht nach "B" aufsteigen wollen, sonst ja keine "Jedermannrennen" mehr fahren dürften.
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Beitragvon Camillo » 08.10.2015, 12:51

Eine gewisse "Qualifizierung" gibt es ja bereits... Wenn ich im ersten Jahr "schnell und gut war", darf ich im zweiten Jahr aus dem Block A starten. Dort findet man ja eigentlich auch nur Leute vor, die Radfahren können. Damit meine ich jetzt in Gruppe dicht an dicht und nicht gleich in Panik verfallen, wenn der Lenker den Po vom Nebenmann touchiert.

Ansonsten ist es ja jedem Fahrer (Jedermann) frei, sich bei den Teams zu bewerben und vorzustellen und mit etwas Glück ins Team zu kommen.
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Jedermannrennen

Beitragvon Cyclocross » 06.01.2016, 17:29

Ein theoretisch lizenzfahrerfreies Rennen sollte die Velo Challenge sein. In diesem Jahr habe ich dann gehört die der Sprecher die Erfolge einiger Lizenzfahrer am Start vortrug.

Im Rennen mobbten die Lizenzfahrer die Jedermänner. Da stellt sich die Frage: Müssen Lizenzfahrer überhaupt bei Jedermannrennen dabei sein? Da liegen doch Welten zwischen denen, die professionell fahren und denen, die es hobbymäßig tun. Lizenzfahrer, die bei Jedermannrennen mitfahren sollten für Lizenzrennen gesperrt werden.

In den Ergebnislisten lässt sich gut ablesen wie die Verteilungen sind. Das Dopingmittel der Jedermänner ist Zeit. Das heißt, je mehr ich trainieren kann umso besser werde ich. Wenn Jedermänner mit 40 km/h über den Lindener Berg fahren, sind sie chemisch gedopt oder Lizenzfahrer, die ggf. bei Lizenzrennen gefrustet hinterherfahren. Leider fahren dann auch deutsche Meister mit. wie soll ein Jedermann da noch Spaß am Rennen haben, wenn die mehr oder weniger gedopten Lizenzfahrer das erste Drittel der Wertung unter sich ausmachen.

Wenn in meiner Altersgruppe (Master 4) ehemalige Lizenzfahrer dabei sind, ist da akzeptabel, denn als Jedermann wird man von vielen Leuten darauf aufmerksam gemacht, dass man sich altersgerecht bewegen soll. Damit ist vermutlich der Weg zum Friedhof gemeint. Ich denke ab 60 muss man aktiv bleiben und ggf. auch den Körper noch etwas belasten, um dann noch in den Block A zu kommen.

Wenn einem Neueinsteiger schon die Aussicht darauf genommen wird jemals an die Spitze zu gelangen, schwindet die Motivation. Dann werden die Jedermannrennen, Selbstbefriedigunsveranstaltungen für mehr oder weniger gefrustete Lizenzfahrer.

Leute mit Ehrgeiz können dann zu Lizenzfahrern mutieren, wen ihnen die Jedermannrennen nicht ausreichen, aber eine Mischung ist das Ende der Jedermannrennen.
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Beitragvon Konkursus » 06.01.2016, 20:53

Mein Lieblingsthema, schon seit Jahren.

Glücklicherweise scheidet bei mir schon altersbedingt jeder unnötiger Ehrgeiz aus, da meine Ziele sich grundsätzlich nur innerhalb meiner Altersklasse bewegen.

Deshalb ist es mir grundsätzlich auch völlig egal, ob ich mit tatsächlichen Lizenzfahrern zusammenfahre oder mit verkappten.

Trotzdem geht mir einiges gegen den Strich. Zunächst einmal sollten Veranstalter und verkappte Lizenzfahrer einmal zur Kenntnis nehmen, dasß es ohne die tatsächlichen Jedermänner die Rennen gar nicht geben würde. Merkur Druck, Strassacker etc. sind wenige, Jedermänner sind viele. Die Jedermänner finanzieren quasi die Rennen für die verkappten Lizenzfahrer. Also etwas weniger Hochmut.

Dann sollten die Teams mal damit aufhören, für sich Sonderrechte einzufordern oder diese einfach in Anspruch zu nehmen.

Als ich 2012 mit Ulrike Transalp fuhr, wurde ausdrücklich mitgeteilt, keine Teamfahrzeuge im Feld, wenn Teamfahrzeuge eingesetzt werden, vorausfahren und am Straßenrand abstellen. Das Rennen lief nur kurze Zeit, schon kamen die Teamfahrzeuge angesaust und pflügten durchs Feld. Merkur Druck, Strassacker etc.. Erst bei der pasta party der 3. oder 4. Etappe wurde von U. St. dann auch daran erinnert, dass die Regeln auch für die Teams gelten würden. Na ja, ich denke, da wird auch ein Quer-Sponsoring erfolgen.

Das ist es, was mich auch stört, gleiches Recht für alle bitte.


Ko
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 06.01.2016, 21:25

So einfach man es möchte, so einfach ist es dann doch nicht zwischen Lizenzinhabern und Lizenzlosen zu trennen. Lizenzfahrer ist ja auch nicht gleich Lizenzfahrer, diejenigen bei Jedermannrennen sind „nur“ C-Klasse Fahrer. So einer kann jeder Hobbyfahrer sofort werden, ab in Verein, Lizenz beantragen und schon ist man ein C-Fahrer (früher hieß man C-Wanze, weil man halt keine Leistung bringen musste, um dieser zu werden, im Gegensatz zum A oder B Fahrer).

In der Realität gibt es deswegen auch keine richtige Leistungsgrenze zwischen normalen C-Fahrern und Hobbyfahrern (Jedermannfahrer sind nach BDR nämlich beide), es gibt viele Hobbyfahrer, die schneller sind als C-Fahrer, denn wo liegt der Unterschied, ob ich als C-Fahrer ein paar Rund um xyz Rennen fahre oder als Hobbyfahrer Marathon, RTF oder Cyclassics, um meine Form zu bekommen? Es liegt nur an der Zeit die man investiert.

Die guten Fahrer von den Jedermannteams (wie z. B. Merkur-Druck) sind zwar teilweise C-Fahrer, aber nur damit sie noch mehr Rennen zum Formaufbau fahren können (von der Leistung könnten sie locker A oder B werden, oder waren es sogar mal, vermeiden es aber bewusst.), viele Hobbyfahrer waren mal Lizenzfahrer (meist C, auch wenns schon etwas her ist), aber fragen sich, was sie mit einer Lizenz noch sollen (früher gab es nur die Möglichkeit als Lizenzfahrer regelmäßig an Rennen teil zu nehmen), denn heute sind die Lizenzrennen für C-Fahrer eigentlich nur „Rund um xyz“, die Attraktivität von Cyclassics oder Velothon ist um einiges höher.

Jeder will attraktive Rennen fahren, die auch Spaß bringen, und da sind die Jedermannrennen den BDR Rennen weit voraus. Deswegen kommen auch die Lizenzfahrer, weil es ihnen mehr Spaß macht von A nach B oder einmal große Schleife von A nach A, als ständig im Kreis rumzufahren. Jetzt müsste der BDR eigentlich nur noch eine Lösung finden, wie er sich bei den Jedermannrennen mit einbringen kann, um den Lizenzsport wieder salonfähig zu machen.
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Beitragvon Helmut » 07.01.2016, 00:21

Wie die Regeln sind und was deshalb die Leute daraus machen, hast Du m. E. gut und verständlich erklärt. So sehe ich es auch.
Jacfm hat geschrieben:Jetzt müsste der BDR eigentlich nur noch eine Lösung finden, wie er sich bei den Jedermannrennen mit einbringen kann, um den Lizenzsport wieder salonfähig zu machen.
Bingo! Und da fällt mir nur ein, den A- und B-Lizenzfahrern die Teilnahme an den Jedermannrennen zu gestatten. Ja, dann bekäme die Bezeichnung "Jedermannrennen" eine neue Bedeutung. Von mir aus kann man sie dann ja umbenennen in Gran Fondo, weil die auch für jeden offen sind.

Den eigentlichen Jedermännern, also z. B. diejenigen, die nie über eine Lizenz nachzudenken brauchten, kann es egal sein, ob nun 100 oder plötzlich 200 sehr schnelle Leute ihnen voraus fahren. Von dem Imagegewinn, dass nun plötzlich auch ehemalige Profis und wer auch immer von den Top-Leuten dabei wären (siehe Ötztaler) würden auch fast alle profitieren.

Hat vielleicht jemand eine andere, vielleicht gar bessere Idee? Die mit der DM der Jedermänner beim GCC war es m. E. nicht...
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Beitragvon Cyclocross » 07.01.2016, 10:34

Das, was ich bei Radrennen am meisten hasse sind die geistigen Ergüsse der Männer am Lautsprecher, aber machmal sind sie auch interessant.

Wenn stundenlang nur von Erfolgen auf Lizenzbasis geprochen wird, obwohl Lizenzfahrer ausdrücklich nur mir C Lizenz zugelassen sind. Wenn solche Lizenzfahre auf der Strecke sind, verderben sie mir dem rüpelhaften Verhalten den Jedermännern das Rennen.

Teamfahrzeuge bei Jedermannrennen ist ein absolutes Tabu. hier ist zu berücksichtigen, dass Hobbyfahrer nicht unbedingt damit rechnen, dass auf abgesperrten Strecken Autos rumgurken. Wenn ich 2 Reifenpannen habe, ist bei der 3. der Besenwagen angesagt. warum soll es bei Teams anders sein? Sind das bessere Menschen? Das Team das so ein Fahrzeug auf die Bahn bringt sollte sofort disqualifiziert werden.

Fahrer mit andren Lizenzen als C sollten diese einbüßen, wenn sie erwischt wrden.

Um einen Kampf zwischen den Klassen zu vermeiden, sollte ggf. ein Rennen für alle Lizenzfahrer und Teams mit Kraftfahrzeugen eine Stunde vor dem eigentlichen Rennen stattfinden. Um die Lizenzen attraktiver zu machen könnten dann ggf. die Startgelder etwas gesenkt werden, was durch die Gebühren für Teamfahrzeuge erwirtschaftet werden könnte.

Ich kann verstehen, dass Lizenzfahrer auch mal auf richtigen Strecken fahren wollen und nicht wie die Hamster immer im Kreis. Allerdings ist ein Rennen mit PKW und Formel 1- Fahrzeugen problematisch.

Wenn kein Schnee liegt fahre ich die Velo Challenge Strecken mit Variationen jede Woche mindesten einmal. Beide sind sehr angenehm zu fahren, auch ohne Absperrungen, besonders die längere ist dazu noch landschaftlich schön. Warum soll man jemandem verbieten diese Strecken im Renne zu fahren? Es sollten dann nur getrennte Rennen sein.

Wir haben ja nichts gegeneinander, aber in einem gemeinsamen Rennen passt das überhaupt nicht zusammen.
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Beitragvon crumble » 07.01.2016, 18:06

Cyclocross hat geschrieben:Teamfahrzeuge bei Jedermannrennen ist ein absolutes Tabu. hier ist zu berücksichtigen, dass Hobbyfahrer nicht unbedingt damit rechnen, dass auf abgesperrten Strecken Autos rumgurken.
Das ist Humbug. Auch Jedermaenner muessen mit Kraftfahrzeugen rechnen.

Es ist immer mindestens ein Fuehrungsfahrzeug unterwegens. Bei den Kirmesrennen kann es schon mal oefters an einem vorbei kommen.

Bei den groesseren Rennen wie der Cyclassics hast Du neben dem Fuehrugnsfahrzeugen, Motorraeder, KFZ der Rennleitung und Krankenwagen als ganz normale Begleiter auf der Strecke.

Zu den selteneren Gaesten gehoeren komplette Loeschzuege (2* in Berlin erlebt), verirrte KFZ oder Privatefahrzeuge, die nicht in die Poette kommen, wenn sie vom Streckenposten die Erlaubnis zum Queren bekommen haben. Der ÖPNV ist da routinierter.

Geparkte Autos koennen ueberall herum stehen. Und in Staedten hat man auch staendig Fussgaenger und Radfahrer auf der Strasse. Immerhin kann man denen Unwissenheit vorwerfen. Bei Rundrennen sind da oft auch Lizenzfahrer im Start/Ziel Bereich unterwegens, die meinen, dass sie ja alles im Griff haben und die Leute im Rennen sie ja schon irgendwie sehen werden.

Blind und Taub darf man kein Rennen fahren. Die offiziellen Kraftfahrzeuge geben immerhin Schallsignale von sich, wenn sie etwas enger vorbei ziehen.

Das Begleitfahrzeuge da nichts zu suchen haben, hat zwei Gruende:

- Es ist ein erheblicher Vorteil, wenn sie Verpflegung oder ein perfekt aufgepumptes Laufrad reichen. Also muesste jedem ein Begleitfahrzeug erlaubt sein.

- Das waere nicht nur ein riesen Chaos, der Veranstalter muesste auch noch fuer die Sicherheit sorgen und feststellen, dass die KFZ-Fahrer sich vernueftig im Rennen bewegen koennen.

Also verbietet man sie am besten allen. Das ist der kleinste Aufwand, ist gerechter und sicherer.
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Beitragvon Camillo » 07.01.2016, 20:17

Der Hr. Cyclocross scheint auch nur bedingt Ahnung zu haben von der Materie.

In einem Jedermannrennen sind Begleitfahrzeuge untersagt, steht in der Ausschreibung drin, zumindest bei den Deutschen Rennen, was bei einer TransAlp ist... kann ich nicht sagen. Zumindest soviel, dass ich bei meinen bisherigen Teilnahmen an deutschen Rennen NIE ein Teamwagen von Strassacker, Merkur oder oder oder gesehen habe...

Ich besitze auch eine C-Lizenz, fahre aber ausschließlich Jedermannrennen, die Lizenz habe ich um im Frühjahr mir Rennhärte bei den tollen "Rund um das Gewerbegebiet" Rennen zu holen... Zudem gibt es bei Stadler immer Prozente. ;) Ich bin aber weit entfernt von dem was Du meinst mit Profis oder ähnlichem, jeder kann eine C-Lizenz ziehen, sobald er im Verein ist...

Wann willst Du denn noch ein Lizenzrennen auf gleicher Strecke durchführen? Zum Teil sind ja nach den Jedermannrennen noch Profirennen... heißt, es muss ewig abgesperrt werden, das kostet Geld und meistens ist ja selbst der Start schon ur früh... Halte ich für nicht möglich... zumindest nicht bei allen Rennen.

Und die Velochallenge war ja wohl nen Witz... Das Rennen auf ursprünglicher Strecke wäre ich ja gefahren, aber das Geeiere? ne ne...
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Beitragvon Knud » 07.01.2016, 23:29

"Vollständig abgesperrte Strecke" läßt mich vielleicht nicht erwarten, daß gar nichts Motorisiertes fährt, aber ich erwarte, daß ich dann nicht auf diesen Verkehr Rücksicht nehmen muss. Vielleicht naiv. Der Mangel ist wohl auch nicht die mangelnde Attraktivität der Jedermannrennen. Jedenfalls noch nicht, auch wenn die Zeiten steigender Teilnehmerzahlen vorbei zu sein scheinen.

Ich denke, daß es schon möglich wäre vor den Jedermannrennen eine Lizenzrennen zu fahren. Mindestens auf der jeweiligen Langdistanz. Sozusagen als nullter Startblock. Aber warum macht Lagadere das nicht? Warum gibt es das bei den GCC nicht? Vermutlich steht dem Zusatzaufwand kein entsprechender Ertrag gegenüber. Vielleicht wird das eigentliche Jedermannrennen sogar weniger attraktiv für die Schnellen unter uns.

Das Problem sind doch wohl die Lizenzrennen.
@ Camillo: Warum fährst Du keine Lizenz-Rennen? (Nein, ich will Dir nichts vorschreiben).
Anscheinend denken ja mehr Leute so wie du. Und die Antwort gibt dann einen Hinweis, was schief läuft. Oder anders gefragt: was könnte Dich dazu bringen die ganze Saison Lizenzrennen zu bestreiten?

Gruß

Knud
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Beitragvon crumble » 08.01.2016, 00:54

Knud hat geschrieben:"Vollständig abgesperrte Strecke" läßt mich vielleicht nicht erwarten, daß gar nichts motorisiertes fährt, aber ich erwarte, daß ich dann nicht auf diesen Verkehr Rücksicht nehmen muss.
Ruecksicht nehmen sollte man schon. Vor allem auf das Fuehrungsfahrzeug. Oder bin ich hier die einzige Lusche, die fast jedesmal ueberrundet wird. :Wein:

Man kann aber erwarten, dass man von den Fahrzeugen nicht behindert oder umgefahren wird.
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Beitragvon Camillo » 08.01.2016, 07:34

@ Knud: Ein GCC Rennen fängt ja meist schon um 8 h oder früher an, wann willst denn da noch die Lizenzer starten lassen?

Und wie schon oft erwähnt wurde, sind die Jedermänner ja auch durchaus in der Lage in B oder A zu fahren, ich sage jetzt einfach mal, dass wenn man die Lizenzer ca. 5-10 min früher starten lässt, dann den ersten Block... wird alles daran gesetzt, die aufzufahren und das wird vereinzelt sicher auch klappen... dann haste alles gemischt und keiner weiß mehr wo hinten und vorne ist. Geht also nicht.

Zu deiner Frage. Ich fahre keine Lizenzrennen, zum einen, weil ich es sehr unattraktiv finde 40 Runden in irgendeinem Gewerbegebiet hin und her zu eiern, ja ich weiß es gibt auch andere Rennen, aber meistens sind es ja nun Rennen, die über mehrere Runden gehen. Zum andern hat es für mich einfach mehr Charme so ein Rennen wie Hamburg, Berlin usw. zu fahren, von der Strecke her, von den Zuschauern... einfach toll.

Was mich dazu bringen würde die ganze Saison Lizenzrennen zu bestreiten? Nun ja, ich gehöre zu so einem Jedermannteam welches an den GCC-Rennen teilnimmt, somit fällt die Lizenzgeschichte eh raus... es sei denn es ist Luft und man kann eins fahren, dann mache ich es auch. Aber ansonsten will der Sponsor natürlich, dass man an Rennen teilnimmt, welche in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und das ist nun mal bei den meisten Lizenzrennen nicht gegeben.

Dann kommt, wie ich schon erwähnte, die Attraktivität der meisten Strecken hinzu… Es ist einfach langweilig bzw nicht mein Ding nur im Kreis zu fahren. Da tue ich mich ja schon beim GCC Rennen auf dem Hockenheimring schwer. :D

Aber dennoch liegt es jedem Frei auch in so einem Jedermannteam anzuheuern, sei es bei einem, wo man sozusagen zahlt, um dabei zu sein oder halt man fährt in einem, weil die Leistung stimmt...
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Beitragvon crumble » 08.01.2016, 11:20

Camillo hat geschrieben:Aber dennoch liegt es jedem Frei auch in so einem Jedermannteam anzuheuern, sei es bei einem, wo man sozusagen zahlt, um dabei zu sein oder halt man fährt in einem, weil die Leistung stimmt...
Gerade die finde ich schlimm. Wenn sich eine Firma oder ein paar Freunde zusammen tun, finde ich das nicht schlimm. Sport ist im Verein am schoensten. :shock: :oops:

Die halbprofessionellen Jedermannteams sorgen ja gerade dafuer, dass es nicht mehr fuer Jedermann ist. Leistungsvorgaben, Sponsoren, ... das ist doch nur ein unterbezahltes Profiteam und hat nicht viel mit meinem Verstaendnis von Jedermaennern zu tun - ausser dafuer zu sorgen, dass es mir total egal ist, wer so ein Rennen gewinnt oder wer da wo in irgendeiner Liste steht. Dafuer habe ich die Vollpreis-Profis.

Aber jedem das seine. Solange ihr mich bei den Kirmesrennen nicht abdraengt, koennen wir da alle unseren Spass haben. Ohne euch koennte ich die aber wenigstens zu Ende fahren. ;) Leider frustriert die hohe Leistung bei den Kirmesveranstaltungen viele Anfaenger. Ein eigenes kurzes Rennen fuer diese Gruppe waere nicht schlecht. Auf den langen Strecken hat man ja nur bei der Zusammenlegungen vor dem Ziel miteinander zu tun. Da funktioniert die Mischung relativ gut.
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Beitragvon Camillo » 08.01.2016, 12:27

Wenn es Dir total egal ist, wer wo steht in den Ergebnislisten, dann kann es Dir ja auch egal sein, ob und wie sich die Fahrer in so einem Team finden... ;)

Jedem steht es frei ein Team zu gründen oder in eins zu gehen... Und diese Teams, wo Du zahlst, um dabei zu sein, haben sicher keine Leistungsvorgaben... Da fährste halt mit ganz vielen andern im gleichen Trikot und hast dieses "wir" Gefühl... ist doch auch schön.

By the way, bin ich ja in einem Verein, sonst könnte ich mir ja keine Lizenz ziehen. ;-)

Grade die zusammenlegung vor dem Ziel sehe ich immer kritisch und bin froh, dass die Kurz-Streckler so versetzt starten, dass die Führungsgruppe von der langen Strecke nicht auffährt... nicht auszudenken, was passiert, wenn Tante Emma da mit 25 Km/h winkend langeiert und die schnellen Jungs grade nen Sprint mit 55+ fahren.
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Beitragvon crumble » 08.01.2016, 20:04

Camillo hat geschrieben:Jedem steht es frei ein Team zu gründen oder in eins zu gehen...
Ich will schon nicht aus ideologischen Gruenden in so ein Team. Dann schon lieber in einen Verein.

Das GCC-Rennen in dem ich mitgefahren bin, hatte genau unter solchen Team gelitten. Da waren fast nur noch die Creme de la Creme unterwegens. Bevor das Rennen zum GCC mutierte, sah das noch anders aus. Da gab es wirklich "normale" Leute und "ambitionierte". Diese fehlten gegen Ende komplett.

Das schiebe ich darauf, dass man irgendwann mal von der "Hier koennte ihr Spass haben"-Schiene auf die "Schaut was bei uns fuer tolle Leute fahren"-Schiene gewechselt ist. Und so fuehlt sich fuer mich auch die Berichterstattung in den Zeitschriften an. So etwas lockt niemanden hinter den Ofen hervor, wenn die tollen Fahrer nicht aus Funk und Fernsehen bekannt sind.

Waere die Cyclassics und die kleinen Vereins-Hobbyrennen vor 10 Jahren so gewesen, waere ich nach wenigen Rennen wieder einfach nur so fuer mich gefahren und haette nie Freude am Fahren von RTFs entwickelt. Diese freundliche, heitere Stimmung geht bei dieser Art GCC-Rennen komplett floeten. Erst recht, wenn man befuerchten muss, spaetestens nach der Haelfe nur noch der einzige zu sein, der nicht auf A-Niveau faehrt.

Es ist zwar ein hervorragendes Training gegen die Ueberundung anzufahren, aber Training macht ja nicht immer Spass ;-) Und viele schreckt so etwas ehern ab, als dass es sie anlockt. Uebrig bleiben die, die eigentlich besser bei Lizenzrennen aufgehoben waeren. Da stoert Tante Emma nicht und man ist mit Leuten unterwegens mit denen man sich besser Vergleichen kann, da mehr auf die Regeln geachtet wird.

Ich denke, man sollte den A-Fahrern die schoenen Veranstaltungen nicht enthalten. Aber gleichzeitig auch fuer mehr Klassen sorgen. Tante Emma fuehlt sich nicht mehr verarscht, weil sie sich unter Jedermann jemanden anderen vorstellt und die guten Lizenzfahrer muessen nicht extra langsam fahren.
Camillo hat geschrieben:.. nicht auszudenken, was passiert, wenn Tante Emma da mit 25 Km/h winkend langeiert und die schnellen Jungs grade nen Sprint mit 55+ fahren.
Die ruft dann: "Fahrt halt langsamer". Zumindest in Berlin ;-) Aber diese Tanten gehoeren nun einmal mit dazu. Da waere es ehern die Aufgabe vom Veranstlalter de Streckenzusammenfuehrung so zu gestalten, dass die langesamen von der kurzen Distanz nicht von Links zugefuehrt werden. So sind die richtig langsamen und die richtig schnellen in der Mitte nebeneinander. Die schnellen sind eingekeilt und angepisst und die langsamen fuehlen sich unwohl und wissen nicht wohin. Anders herum waere die Zusammenfuehrung entspannter.

Dass Dir die kleinen Runden nicht zusagen, kann ich gut verstehen. Ohne Rennen oder Einstellarbeiten wuerde es mit nie im Leben einfallen, mehr als einmal um den Pudding zu fahren.
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Beitragvon Knud » 10.01.2016, 00:02

crumble hat geschrieben:Ruecksicht nehmen sollte man schon. Vor allem auf das Fuehrungsfahrzeug. Oder bin ich hier die einzige Lusche, die fast jedesmal ueberrundet wird
Da sind wir bisher andere Jedermannrennen gefahren. Da ich mindestens Respekt vor der Überholung durch Führungsfahrzeug und Spitzengruppe habe, bevorzuge ich die Rennen mit nur einer Runde, ggf. auch zwei.
Camillo hat geschrieben:Und wie schon oft erwähnt wurde, sind die Jedermänner ja auch durchaus in der Lage in B oder A zu fahren, ich sage jetzt einfach mal, dass wenn man die Lizenzer ca. 5-10 min früher starten lässt, dann den ersten Block... wird alles daran gesetzt, die aufzufahren und das wird vereinzelt sicher auch klappen... dann haste alles gemischt und keiner weiß mehr wo hinten und vorne ist. Geht also nicht.
Ich hätte nicht gedacht, daß die Jedermänner (-teams) so schnell sind, daß sie es schaffen auf die Lizenzspitze aufzufahren. Wenn dann langsamere Lizenzfahrer eingeholt werden, sehe ich das Problem nicht. Die Blöcke vermischen sich sonst ja auch. Aber die Diskussion darüber ist ja eh irrelevant.

Der andere Punkt ist schwieriger. Lizenzrennen müßten also attraktiver werden, was zunächst mehr Aufwand und damit höhere Kosten(-risiken) bedeutet. Henne und Ei?

Auch ohne Patentlösung: Knud
crumble
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Beitragvon crumble » 13.01.2016, 09:03

Knud hat geschrieben:
crumble hat geschrieben:Ruecksicht nehmen sollte man schon. Vor allem auf das Fuehrungsfahrzeug. Oder bin ich hier die einzige Lusche, die fast jedesmal ueberrundet wird
Da sind wir bisher andere Jedermannrennen gefahren. Da ich mindestens Respekt vor der Überholung durch Führungsfahrzeug und Spitzengruppe habe, bevorzuge ich die Rennen mit nur einer Runde, ggf. auch zwei.
Da hast Du etwas verpasst. Die kurzen Runden sind zwar verdammt anstrengend, koennen bei Stadtteilrennen aber auch verdammt schoen sein, wenn man 20 mal an einer Strasse vorbei muss, bei der fast jedes Haus Leute draussen hat.

Man lernt auch verdammt viel dabei. Zum Beispiel wann man ohne Gruppe verloren ist und wann man sich von ihr trennen muss. Das ist bei den grossen Rennen nicht so wichtig, wenn man nicht gewinnen will. Bei den Kirmesrunden muss man das bereits koennen, wenn man einfach nur mit kompletten Rundenzahl ins Ziel will.
Knud hat geschrieben:Der andere Punkt ist schwieriger. Lizenzrennen müßten also attraktiver werden, was zunächst mehr Aufwand und damit höhere Kosten(-risiken) bedeutet. Henne und Ei?
Man koennte den Vorsprung fuer die Lizenzfahrer so waehlen, dass die Jedermaenner es unter normalen Umstaenden nicht schaffen in ihre Felder zu fahren. Die Entflechtung koennte funktionieren, wenn man wollte. Es duerfte allerdings vom BDR nicht gewollt sein. Der will seine Spitzenfahrer gerne fuer sich behalten und verbietet ihnen an gleichwertigen Rennen anderer Organisationen teilzunehmen. So etwas laesst sich leider meistens nicht einfach loesen. Wenn die A-Fahrer im Jahr 1 bis 2 Jedermannrennen ausserhalb des GCCs fahren duerften, koennte so etwas gehen.

Ich kann mich da nur anschliessen, dass es keine Patentloesung gibt. Fuer Leute, die sich beim Kreiseln unwohl fuehlen oder deren Koerperbau ehern fuer die Langstrecken gebaut ist, wird man damit auch nicht gluecklich machen.

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