20. Vattenfall Cyclassics, Hamburg (Berichte, Bilder+Videos)

Albert Ulbricht
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Beitragvon Albert Ulbricht » 24.08.2015, 21:51

Vattenfall Classics, aus der anderen Sicht

Ein wunderschöner Tag hatte sich laut Wetterbericht angekündigt. Wir hatten vom Rendsburger BC 1894 zwei Gruppen gemeldet, die Speedis und die Halbspeedis. Ich hatte mich für die Letzteren entschieden, wollte nur einmal teilnehmen und deshalb mehr das Umfeld beobachten. Wir starteten dann auch aus Startblock O, dem Letzten. Wir waren drei Radlerinnen und zwei Radler. Einer von den Radlern machte den Chef und das sehr gut. Wir nutzten erst mal ein paar Km zum warm fahren, wir wurden überholt und nochmals überholt. Trotzdem blieben wir ganz cool, was sich spaeter auch auszahlte, denn wir überholten später einen Grossteil wieder, aber da kommt es im Startblock O nicht drauf an. Wie gut es sich unter solchen Bedingungen radelt, stellten immer mehr fest und schlossen sich uns an.

Einige traurige Vorfälle konnten wir noch nachbetrachten, davon einer ganz besonders. Vom Vorfall war nichts mehr zu sehen, nur das Fahrrad war noch um einen Poller auf einer Insel gewickelt. Ich hatte meinen Vorfall schon am Vortag abgewickelt, auf einer RTF. So erreichten wir dann auch den Verpflegungspunkt, wo es lecker Kuchen, Getränke u. s. w. gab. Da rauscht man ja als Durchschnittschinder glatt durch. Weiter gings immer von einer fantastischen Zuschauerkulisse angefeuert, auch die weiter hinten positionierten wurden damit bedacht. Dann das Highlight der Tour, zweimal die Koehlbrandbruecke überqueren. Erstaunlich, was für ein langgezogener Anstieg, manche haben ganz schön gepustet. Bei der zweiten Überquerung auch noch auffrischender Gegenwind, der sogar die Abfahrt erschwerte.

Die Ziellinie überquerten wir fünf dann voller Stolz, dann nebeneinander, Zuschauerapplaus inbegriffen. Bei unseren Schlusserledigungen hatten wir dann noch die Gelegenheit den Besenwagen zu sehen, original mit Besen aus dem Schiebedach, was sehr lustig war. Der Besenwagen jagte förmlich den wirklich letzten Teilnehmer 10 m vor sich her über die Ziellinie. Ob vom Letzten so gewollt oder nicht, gesehen wurde er jedenfalls.

Fazit: Wer die Hamburg Classics geniessen will, startet aus dem Startblock O. Er hat ja einen Transponder. Wenn ihn der Teufel reitet, kann er immer noch die Bestzeit fahren. Mir hat es so gut gefallen, dass ich nächstes Jahr wieder daran teilnehme. Noch eins, wer von sich ein schoenes Foto haben möchte, der startet auch aus Startblock O.
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SloMo
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Noch'n Bericht...

Beitragvon SloMo » 24.08.2015, 22:02

Liebe Foristis,

nach Abschluß meiner ersten 100 km-Runde im Rahmen der diesjährigen Cyclassics möchte ich meinen Bericht hier noch zum Besten geben: Alles in allem war es ein schönes Rennen, wenngleich sich gegen Ende wie befürchtet/erwartet mein zu geringer Trainingsstand deutlich bemerkbar machte.

Begleitet von meiner Liebsten haben wir am Sonntagmorgen um 08:35 Uhr erst eine im Vattenfall-Block D startende Freundin auf die Strecke verabschiedet, bevor wir uns ohne Hast zu meinem Block O aufmachten - schließlich sollte er offiziell erst um 08:50 Uhr "geöffnet" werden. Denkste, würde Mensch an der Spree sagen, als wir um 08:55 Uhr dort eintrafen, war der eingegitterte Bereich von Block O fast schon zur Gänze gefüllt; soviel zum Plan, mit 1.500 Mit-CyclassicerInnen im Rücken zu starten... :mad:

Egal, bei perfekten Bedingungen ging es schließlich ziemlich pünktlich gegen 09:40 Uhr los, und bis zum Ende des Rennens blieb das Wetter zumindest für mein Empfinden ziemlich klasse - mit einer noch zu erwähnenden Einschränkung.

Bis zur Köhlbrandbrücke ging es flott im großen Pulk voran, dann folgte wie erwartet ein erster Einbruch, den letzten Teil der Steigung ging es mit gerade einmal 13 km/h bergan - irgendwie war die Steigung am Grunewaldturm dann doch keine adäquate Vorbereitung auf die KB. Dafür entschädigte die dann folgende Abfahrt, und auch die Steigung am Ehestorfer Heuweg war nur gegen Ende wirklich mühevoll. Die folgenden Kilometer bis zum Verpflegungsstopp in Marxen waren einfach nur schön und abwechslungsreich, immer wieder garniert mit anfeuernden Menschen - besonders in Jesteburg hatte man ob der Menschenmassen längs der Straße das Gefühl, einen vorgezogenen Zieleinlauf zu erleben. (Und weiß eigentlich jemand, wieso ein halbes Dorf irgendwo vor Buchholz in Nivea-Werbung gehüllt war? Die Anfeuerung war dort wirklich klasse, aber es war garantiert nicht Beiersdorf... :Danke:

Nach dem Verpflegungsstopp ging es vor allem auf Passagen mit Gegenwind in Verbindung mit leichten Steigungen schon etwas angestrengter und auch langsamer durch die Landschaft, doch noch lief es alles in allem für meine Verhältnisse ganz gut.

Das änderte sich dann leider ab etwa Kilometer 80, als sich trotz regelmäßigem Trinken erste Krämpfe bemerkbar machen. Kurz vor der Köhlbrandbrücke war dann erst einmal Schluß, da ein ziemlich herber Krampf im rechten Oberschenkel jeden radfahrähnlichen Bewegungsablauf komplett unmöglich machte. Nach drei oder vier Minuten konnte ich mein rechtes Bein dazu überreden, ein Anwinkeln des Unterschenkels wieder zuzulassen. Also wieder rauf auf's Rad und mit guten acht Stundenkilometern die KB zum zweiten Mal an diesem Tag hinaufgekrochen, dabei mental sich von Gullideckel zu Gullideckel hochziehend - ein Vordermensch, die oder der diese Rolle hätte übernehmen können, was leider nicht in Sicht.

Das entspannte Hinabbrettern von der KB entfiel leider qua brutalem Gegenwind, der trotz Treten in die Pedale brückab gerade einmal 23 km/h zuließ - genau das, was meine krampfgeschüttelten Beine sich erhofft hatten... Überhaupt: der Hafen und der Gegenwind, das war dann kurz vor Toresschluß noch eine nette Prüfung, auf die ich gerne auch verzichtet hätte - nur so als Hinweis für die Cyclassics 2016. :cool:

Egal, immerhin noch unbehelligt vom Besenwagen war das Ziel dann nach etwas mehr als vier Stunden in einem Zustand mittelschwerer Erschöpfung erreicht; zu meinem Erstaunen standen links und rechts immer noch Zuschauer, die freundlicherweise die letzten leicht angestrengten Meter mit ihren Anfeuerungen begleiteten - das Publikum entlang der Route ist wirklich eine Klasse für sich!

Trotz der ziemlichen Quälerei gegen Ende war es insgesamt ein Erlebnis, diese schöne und abwechslungsreiche Strecke mit einem tollen Publikum zu fahren. Unfälle habe ich soweit hinten nicht gesehen, es war ein entspanntes Fahren (solange es meine Kräfte zuließen). Natürlich hätte ich gerne die Mindestgeschwindigkeit erreicht, aber dafür war das Training einfach nicht ausreichend, und wahrscheinlich hätte ich mir konsequenter Gruppen zum Mitfahren suchen müssen - aber immerhin habe ich ja auch einen Namen zu verteidigen... :P

Dann hoffe ich, alle anderen Foristis sind ebenfalls gut und gesund im Ziel gelandet!

SloMo

P.S.: Eine Medaille hat es am Ende dann auch nicht mehr gegeben, bei der Transponderrückgabe hieß es, daß aufgrund eines Orga-Fehlers zu wenige Medaillen vorhanden gewesen wären und Mensch sich bitte wegen Nachsendung an den Veranstalter wenden möge - noch ein Ansporn mehr, die 100 km im nächsten Jahr besser trainiert in Angriff zu nehmen. :)
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Kanarienvogel
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Beitragvon Kanarienvogel » 24.08.2015, 22:38

@ Slomo: Dein Niveaort heißt Emsen :HaHa: und leider nicht Beiersdorf. Ich finde es auch eine tolle Aktion von den Bewohnern, so kurz nach den Strapazen - den Berg in Langenrehm hoch - so ein Spektakel für die Fahrer zu veranstalten. :Kopfüberklatschen: Ob dort ein hochrangiger Vertreter der besagten Firma oder ähnliches wohnt :HaHa: entzieht sich allerdings auch meiner Kenntnis. :)
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Stark ! ...Veranstalter...Teilnehmer...Helfer und Publikum

Beitragvon Ötzy » 24.08.2015, 22:48

Er war schon besonders, dieser 20. Geburtstag. Gute 50 Minuten vor Rennbeginn, der für mich um 08:20 Uhr angesetzt war, parkte ich auf einem vollkommen leeren Parkplatz der Alsterschwimmhalle. Hier wollte ich mich nach dem "Hunderter" mit einer anständigen Dusche und einem kurzen Bad verwöhnen.

Die Sonne verwöhnte schon sehr früh mit angenehmen Temperaturen und mir sind schon beim Rollen zum vordersten Startfeld die vielen Streckenbegleiter (Neudeutsch: Safer-Cycling-Guides) aufgefallen. Freundlich wurde darum gebeten, den Auflieger zu entfernen, die Satteltasche zu schliessen...und der Kandidat aus Startblock H wurde ebenso freundlich wie bestimmt aus A verwiesen. ;)

Ich durfte aus dem s.g. VIP-Block starten. Das war besonders. Besonders merkwürdig: Es wurden also 5 (In Worten: FUENF !) Starter der 155er Strecke auf den Weg geschickt. Die anderen ca. 40 VIP`s (die sich weder so fühlten, noch welche waren....) machten dann Platz für den A-Block (155er) und rückten links an den Zaun, um dann ca. 1 min. später ebenfalls auf die hunderter Runde zu gehen. Kurz nach uns dann der B-Block (100er), usw....

Bild

Solch eine Startprozedur macht weder Sinn noch Spaß. Wir waren uns jedenfalls einig, dass man einen "Sonderstartblock" (wenn überhaupt) nur zwischen B und C platzieren sollte.

Unser sehr kleines Fahrerfeld zersplitterte schon in der Hafencity und ein 8er-Grüppchen sorgte ab deren Ausgang für ordentlich Tempo. Den Zug hab ich mal mitgenommen bis er mich an der Steigung der Köhlbrandbrücke wieder ausgespuckt hat. Auf der anderen Seite, höhe Autobahnabfahrt Waltershof, rollte dann der "berüchtigte" B-Block auf. Rad fahren können ja die meisten, aber die notwendige Geduld fehlt vielen ganz einfach. Man muss sich keine Sorgen machen, weil ein Tross mit über 170 Fahrern in 6er-Reihe bei über 45 Sachen seinen Weg bahnt.
Gefährlich wird es immer dann, wenn adrenalingeschwängerte Fahrer meinen bei diesen Geschwindigkeiten noch einen klitzekleinen Sprung nach vorne machen zu müssen... Bei Kilometer 16 !? Hallo !!!??? Für mich sind das Momente voller Hochspannung und ich bin trotz defensiver Fahrweise "voll angefixt" :cool: :cry:

Die Südschleife selber war wieder reiner Genuss. Trotz des Traumwetters empfand ich die Zuschauer weniger euphorisch und in der Anzahl vermindert. Unser Deichfahrer ging in den Harburger Bergen flott an mir vorbei und auch Conti-Rainer konnte ich nicht grüßen, weil die Schnute mit `nem Riegel verstopft war.

Bild

Es ging überall recht flott voran und bei Km 65 rollte ich auf 2 Alpecinis aus dem aktuellen Jahrgang auf, deren Gruppe ich aber bei einem Zwischenspurt nicht halten konnte. :wink: Ist ja auch ok, bei nicht mehr als 3.000 Trainingskilometern muss man die Kirche auch im Dorf lassen. ;)

Fahrtechnisch fies wurde es noch einmal auf dem Rückweg nach Harburg. Die Taktik "ganz innen oder ganz außen" ging 2 Mal nicht auf...deutliche Annäherungsversuche vorhanden, Bodenkontakt vermieden...

Wer grabscht mir denn da an den Arsch !? Ich deute mit rechts eine Entschuldigung an (vielleicht bin ich ja jemandem zu nahe gekommen...), da überholt mich der Eisenmann. Nichtraucher... - na, manchmal ja doch, Tribelix --> Thorsten !!! Wir sind im letzten Viertel unterwegs, kurz vor dem wachrüttelnden Kopfsteinpflaster in der Harburger Innenstadt. Mittlerweile wird hier viel ruhiger gefahren. Unverkrampft, diszipliniert und mit viel Spaß.

Bei der zweiten Überquerung Hamburgs höchster Brücke ziehe ich mir selbst den Stecker. Auf der Abfahrt lassen einige ihre Tapete liegen, können aber noch selbstständig fluchen und gehen (Gute Besserung, Jungs !) Im Freihafen grüßt mich das Murmeltier - Wi(e)der kurbel ich mit nur einem Mitstreiter bei Gegenwind bis in die Hafencity (3. Mal) :roll: Die angestrebte 2:45 geht mir hier durch die Lappen.

Die Zieleinfahrt beginnt am Hauptbahnhof. Links einordnen, Tempo raus, Sonnenbrille einpacken und das Publikum genießen !!!
Hamburg, meine Perle...

Da kommt der Eisenmann schon wieder ! Jetzt von links...und rollt ebenso gemütlich vor mir ins Ziel (vermutlich ist er nach Hause gelaufen).

Am Ida-Ehre-Platz treffe ich nur einen Bekannten, sonst ist niemand zu sehen. Ich nehme mir vor später noch einmal nachzusehen, doch daraus wird nichts.

Die Dame an der Kasse im Schwimmbad ist entgegenkommend, weil ich ihr verspreche, wirklich nur zu duschen. Vielleicht schwimmen wir ja 2016 gemeinsam eine Runde nach dem Rennen. Altona bietet ebenfalls solch eine Alternative. ;)

´s war schon geil !

LG, Ötzy
Zuletzt geändert von Ötzy am 24.08.2015, 23:03, insgesamt 2-mal geändert.
axiom 1
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Re: Ich war nicht dabei,

Beitragvon axiom 1 » 24.08.2015, 22:50

Wosi_reloaded hat geschrieben: ... Nachdem ich für mich geklärt hatte, dass es kein Bestzeitjahr im klassischen Sinn werden wird, habe ich meine selbstgesteckten Ziele mehr als ...
Rund zwei Dutzend Beiträge sind schon zum Thema zusammen gekommen. Liebe Wosi, ich hätte alles von Dir zitieren können, Dein Beitrag ist der Artikel der Herzen!

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Zeven5
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Beitragvon Zeven5 » 24.08.2015, 23:12

:D :D :D Was hatte ich vor diesem Tag Bammel! Habe schon an so vielen Triathlons teilgenommen, aber noch nie ein richtiges Radrennen in so einer Dimension. Von Freunden und Bekannten alles gehört, von WUNDERBAR bis FURCHTBAR war alles dabei. Und dann dieses einmalige tolle Erlebnis.

Aus Startblock O gestartet, mit gefühlten 200 Puls war die Aufregung schnell verschwunden. Es war eine wunderbare Fahrt durch und um Hamburg. Ganz großen Dank an KONKURSUS und ULRIKE, die mir mit ihrer Erfahrung viel von der Aufregung genommen haben. Auch meinem Freund Thomas aus dem TRI TEAM UMMEL besonderen Dank, der mir auf den letzten Kilometern noch den nötigen Windschatten gab. Super auch, wie ALLE, mit denen wir gemeinsam gefahren sind, sich so diszipliniert verhalten haben. Nur die Köhlbrandbrücke zurück war dann doch heftig. Mein Edge ging auf Automatikstop, der Gegen- und Seitenwind war heftig!

FAZIT: Nächstes Jahr auf alle Fälle wieder dabei. ;-) ;-) ;-)
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WalterH
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Beitragvon WalterH » 24.08.2015, 23:19

Ohne irgendetwas gelesen zu haben, hier nun meine bescheidenen Eindrücke. Bevor ich etwas vergesse, möchte ich sehr gerne und herzlich vorab VeloC und Sonja1 grüssen. Die beiden Damen, die mir am Samstag an der Bühne auf dem Rathausplatz wertvolle Tipps und Ermunterung mit auf den Weg gaben. Merci beaucoup, ihr beiden! Und auch dem Chef, den ich erstmalig treffen konnte zu dem Anlass.

<img src= "http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... n%2053.JPG">

Ich fasse das mal chronologisch etwas zusammen, was meim Erlebtes so hergibt. Es fängt weit unten an, geht aber schnell nach vorne. Und Lesen ist keine Pflicht, wie man weiss.

Cyclassics 2016 - Mein erstes Mal. Oder auch: Weshalb ich am Tag danach grinsend durch die Welt lief, ich hatte frei genommen

Winter vor 10 Jahren: Eine sehr gute Freundin aus Hamburg hat private Probleme. Sie entscheidet sich, beim Joggen ihrem Körper und sich selbst zu helfen. Beginnt zu laufen. Sagt mir, dass sie sich für den kommenden Marathon in Hamburg angemeldet hat. Ich möge es bitte, bitte nicht verbreiten... damit man sie nicht für bekloppt hält im Freundeskreis. Sie läuft weiter und schafft den Marathon 4 Monate später in einer sehr respektablen Zeit. Und noch im gleichen Jahr läuft sie im Herbst in New York. Schafft das Ding.

Zeitsprung

Im Herbst 2014 komme ich in eine Sohle, privat. Persönlich und das ist selbstverständlich nichts für ein Forum. Das wissen auch nur wenige Leute. Ich kaufe mir ein Fahrrad, nachdem ich 20 Jahre nicht auf so einem gesessen habe. Ich war faul, bequem und beginne meinen Alltag umzustrukturieren, so weit das möglich ist, was Mobilität betrifft. Es gelingt sehr schnell. Das Rad, welches ich kaufe, ist super alltagstaglich, ich erledige alles mögliche damit und fahre sogar Touren. 8-Gang-Nabe und ich habe Spaß. Die Dinger sind ja plötzlich leicht und schnell, kenn ich nicht und früher hab ich doch nur 3-Gang als Kind gefahren. Also fahre ich los. Und selbst im Winter (den es ja nicht gab) ging das. 10, 20 km, mitunter 30 oder mehr. Ich wohne draussen in der Elbmarsch und dort gibt es perfekte Bedingungen.

Januar 2015

Ich habe Spaß gefunden und Ehrgeiz entwickelt. Ich will irgendwas (genug Mist gab es im Kopf) schaffen, am besten auf einem Fahhrad, den Spaß habe ich entdeckt. Cyclassics? Man, du bist bekloppt, so denke ich im Januar. Anmelden kostet nix, aber (soviel habe ich gelernt im Leben) man muss sich Ziele setzen. Und wenn es nicht klappt, dann sind halt 50 oder 60 Euro futsch (Frühbuchrabatt damals). Also melde ich mich an und sage meinen Leuten (siehe oben das Beispiel), dass sie das bitte für sich behalten sollen, damit ich nicht für bekloppt gehalten werde. Januar neulich.

Februar 2015

Eine enge Vertraute (Freundin) weiss von meinem Ziel und schenkt mir zusammen mit anderen Freunden anlässlich meines 55sten Geburtstages und einer Schnappszahlparty, das, was sie da sagt: 55 bist Du nun und am 23.8. fährt du die 55 km in Hamburg - das passt. Ohje - no return.

März - April 2015

Ich fahre Rad und mir geht es zunehmend gut, entwickle etwas Ehrgeiz. Auf einer 8-Gang-Nabe.

Mai 2015

Ich dackle zum Radhändler meines Vertrauens und sage ihm, dass ich gerne etwas sportlicher fahren könnte und möchte. Kein Wort von Cyclassics, ausgelacht werden wollte ich nicht. Ich mache Testfahrten und entscheide mich für eine super Zwischenlösung, ein Fitnessrad. Plötzlich geht alles leichter, das Rad bekomme ich Anfang Juni in meiner Rahmengröße.

Juli-August 2015

Ich fahre 3 RTF hintereinander weg. Inzwischen hatte ich dieses Forum kennen gelernt. Meckelfeld, Harburg (puuh..,,) und dann Hittfeld mit einer Länge oben drauf, rein um das mal zu testen. 92 km, platt aber 23 km/h.

16. 8. nachmittags am Millerntor in Hamburg

St. Pauli hat das Heimspiel gegen Fürth gewonen und ich trinke mit meiner Bezugstruppe anschliessend ein letztes Bier für die nächsten 7 Tage auf diesen Sieg, oben auf der Gegengeraden.

22.8., Samstag abend

Mein Fahhrad ist fit, Nummern angeklemmt, es gibt kein zuück. Nachmittags die erwähnt aufmunternden Worte am Rathausmarkt bekommen. Abends ne Party zum 50ten, um 22:30 verlasse ich die, schlafe schlecht bis gar nicht. Besenwagen vor Augen.. Verpennen vor Augen....

23.8. 4:30 Uhr

Ich stehe vor dem Wecker auf. Ein Frühstück mit Spiegelei, hundemüde. Was genau treibt mich??? Bin ich bescheuert?

5:39 Uhr

Der Zug nimmt mich mit, ich habe nichts verpennt. Und schon bin ich in Hamburg. Drehe meine Aufwärmrunde am Hbf und gebe meinen Kleidersack ab. Nervös.

7:30 Uhr

Stehe da im Block H weit vorne und es wird geplaudert. Nette Menschen. Und ne halbe Stunde später geht es tatsächlich los.

Bestes Wetter, und die ziehen ab wie die Katze von Schmidt. Wo bin ich hier, alle gescheiuert?

Halbe Stunde später weiss ich, dass der Satan namens Besenwagen mich niemals, niemals... treffen kann. Diese Angst war in Pinneberg allerspätestens Geschichte. Wow, was für ein Tempo, permanent über 30-32 km/h. Und es beginnt richtig Spaß zu machen.

Halbe Strecke in Holm vorbei, die Leute an der Strasse geben Gas und das hilft weiterhin. Wedel kommt und dann sind 2/3 um, das weiss ich natürlich. Party dort mit lauter Rockmusik und vielen Menschen in der Rechtskurve - Chapeau und Danke unbekannterweise!

ca. 9 Uhr

Der Berg ruft. Das ist eine Sau. Den kannte ich nicht, auch nicht vom Auto aus. Hab ihn aber bezwungen Der Schnitt im Hintern, aber das ja nun klar gewesen. Bin dennoch (vorher ne Banane, tiefen Schluck aus der Pulle) das Teil angegangen und geschafft, teils im allerkleinsten Gang und 11 km/h. Kein falscher Ehrgeiz. Unterwegs Leute an der Strasse, die echt ungemein helfen: "Weiter, weiter, gleich geschafft... Ihr seid Helden..."
Oberstes Regal!!!

Ca. 9.30 Uhr

Köstergberg geschafft und sogar einige überholt. Wie manche es schaffen, dass ich bei derem Vorbeiziehen nicht mal mehr die Rückennummer lesen kann.. es bleibt deren Geheimnis. Nicht meine Liga. Aber Hut ab!

Danach geht alles ganz ganz schnell: Elbchaussee hoch, zweite Banane noch gefuttert, dann Rathaus Altona und es war geschafft. Ja, zu diesem Zeitpunkt ist mir klar, dass ich das gepackt habe. Runter, dann hoch die Reeperbahn, das Millerntorstadion gegrüßt und ab in den Zielbereich. Was ich dort erlebe.... ich werde es nie vergessen.

10:14 Uhr

Ich bin durch, wie mir meine App anschliessend mitteilt. In einem Tempo, über welches viele lächeln werden - für mich war das mit 28,25 km/h wie ein persönlicher Weltrekord. Ohne Rennrad.

Ein Bier geholt, lange noch geschlendert und dann mit dem Rad heim die Elbe rauf bis Zollenspieker. Ubergesetzt und inzwischen wusste ich auch, dass St. Pauli in Leipzig gewonnen hatte.

Welch ein Tag! :D
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Benotto
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Endlich mal wieder ein perfektes Rennen

Beitragvon Benotto » 24.08.2015, 23:58

Mit einem Tag Abstand bin ich immer noch hoch zufrieden mit dem Rennen. Nach dem ich die letzen 2 Jahre zu meiner großen Verwunderung in A starten durfte, stand diesmal B auf meiner Startnummer.
Ötzy hat geschrieben:Auf der anderen Seite, höhe Autobahnabfahrt Waltershof, rollte dann der "berüchtigte" B-Block auf. Rad fahren können ja die meisten, aber die notwendige Geduld fehlt vielen ganz einfach. Man muss sich keine Sorgen machen, weil ein Tross mit über 170 Fahrern in 6er-Reihe bei über 45 Sachen seinen Weg bahnt. Gefährlich wird es immer dann, wenn adrenalingeschwängerte Fahrer meinen, bei diesen Geschwindigkeiten noch einen klitzekleinen Sprung nach vorne machen zu müssen... Bei Kilometer 16 !? Hallo !!!???
Dieses Erlebnis hatte ich vor 2 Jahren nach in Holm. Da fuhr der 1. Block B druch den 2. Block A. Manche B Fahrer sprangen über den Grünstreifen auf den Radweg, um rechts zu überholen. :mad:

Genau deshalb war ich sehr froh, diesmal zusammen mit einem Kollegen in B zu starten. Wir standen ca. in der Mitte des Blocks, so daß die Heißdüsen im Block B vor uns standen. Nach dem Startschuss dauerte es noch ca. 1 Minute, bis wir duch das Starttor rollten. Da A und B mit Blockstartzeit gewertet werden, sind wir real 1 Minute kürzer unterwegs gewesen, als die Ergebnisliste zeigt.

Bis zur Köhlbrandbrücke hatte sich eine große Gruppe gebildet, die ein für mich angenehmes Tempo fuhr. In dieser Gruppe konnte ich die Brücke hochfahren und auch im Anstieg der Harburger Berge konnte ich die Gruppe halten. Auch mein Kollege war in dieser Gruppe, so daß wir uns öfter austauchen konnten. Einmal fiel der Teil, in dem ich mich befand etwas zurück, und ich mußte ca 50 m Lücke zufahren. So ging es ohne große Probleme durch die Heide zurück nach Harburg und zum 2. Mal über die Köhlbrandbrücke. Diesmal die steilere Seite!

Hier habe ich dann die Gruppe und meinen Kollegen verloren. Auf der Abfahrt habe ich dann eine neue Gruppe hinter mir angesammelt. Bild 110 von bs zeigt mich in dieser Situation.

In dieser Gruppe waren viele 100 km Fahrer, so daß mir für die Feldertrennung schon etwas mulmig wurde, und tatsächlich war ich nach der Trennung kurzzeitig alleine. Relativ bald fand sich aber wieder ein Zug und mit Rückenwind ging es Richtung Westen. Am Schlump traf ich auf Janibal, der als 55 km Guide die Strecke ein zweites Mal fuhr, und vom Kuchenbuffet in Wedel schwärmte.

Mittlerweile wurde ich an Anstiegen doch etwas langsamer, so daß ich an der Holstenkampbrücke wieder den Anschluß verlor. So blieb es bis zum Schluß: In der Ebene hatte eich keine Probleme auch mal vorne im Wind zu fahren, nach den Kösterberg und auch später in Teufelsbrück war ich erstmal wieder alleine. Aber irgendwann war jeder Anstieg zuende und nach 4:16 konnte ich ins Ziel rollen. Das war die zweitbeste Zeit und die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit, seit ich die lange Strecke fahre. :D

Stürze habe ich dieses Mal keine gesehen, nur einmal fiel mir ein Fahrer aus Zeven durch plötzliche und nicht angezeigte Spurwechsel unangenehm auf. :x

P.S. ich habe meine 4 Flachen alle wieder mitgebracht - keine verloren, nichtmal auf dem Harburger Kopfsteinpflaster.

Benotto
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WalterH
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Beitragvon WalterH » 25.08.2015, 00:15

Noch vergessen vorhin: Mir ist klar, wie wichtig freiwillige Helferei ist. Auch wenn hier nicht entsprechend gelesen wird: Großen Dank, für das, was ich bei Start/Ziel sowie entlang meiner Strecke aufnahm.

Und fetten Dank an die Leute von safer cycling, die mir zuvor in 2 Einheiten Grundlagen des Gruppenfahren beigebracht hatten. Wedel damals im Regen abgebrochen und vor ca. 5 Wochen bei Sonne von Rothenburgsort die Elbe entlang und zurück durch die Dörfer. Mir hat das sehr geholfen, mich gestern gut und sicher zu fühlen als Rookie.
Knud
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So ein Tag, so wunderschön wie Sonntag....

Beitragvon Knud » 25.08.2015, 00:25

Besser kann es nicht laufen. Dieses Jahr hatte ich die Pannen und Probleme vor die Cyclassics gelegt. Anfang August hatte ich noch mal eine „schöne“ Plattenserie und auch ein ungeplanter Werkstattbesuch wurde notwendig. Aber Sonntag hielten Mensch und Material aus.

Es begann ja auch schon prima mit dem Quasi-Forumstreffen im N-Block. Auch wenn klar, war, dass ich mad.mats Einladung zum Mitfahren nicht folgen können würde, bin ich doch zunächst an seinem Hinterrad oder in Sichtweite geblieben. Als ich ihn dann an der ersten Schienen-Querung aus den Augen verlor, hatte ich in mein Rennen gefunden. Wir flogen auf die Köhlbrandbrücke zu und sie auch förmlich hinauf. Kein Kampf, sondern Spaß! Auch wenn es mir nicht gelungen ist, mich in eine funktionierende Gruppe einzufügen, habe ich mich über viele Kilometer an den gleichen vier, fünf Leuten orientiert. Irgendwann kam sogar ein Guide aus meinem Block in mein Sichtfeld.

Es ist ja ein gigantisches Gefühl, wenn man den ersten Teilnehmer aus dem M-Block überholt – und total verdrängt, wie viele Züge aus „O“ schon an einem vorbei gerauscht sind. Ich hatte genug Riegel und Gels an Bord, war aber schon vorher unsicher, ob zwei Flaschen reichen. Ich bin dann in Marxen doch rechts raus und habe meine Wasserflasche wieder auffüllen lassen. Das ging – direkt aus der dem Wasserschlauch – in wenigen Sekunden. Ich kam mir vor, wie beim Boxenstopp in der Formel Eins. Die Verpflegung schien mir gut organisiert und zu dem Zeitpunkt rege genutzt, aber nicht überfüllt.

Den Boxenstopp habe ich natürlich damit bezahlt, dass die gewohnten Hinterräder weg waren. Bis Harburg hat das auch nicht mehr so recht geklappt. Dort griff ich ungeplant zum Gel, was wohl richtig war. Es ging mit Rückenwind flott Richtung Köhlbrand und dort habe ich im Anstieg sogar einige Leute überholt. Kette links und kurbeln... Überraschend langsam ging es wieder hinab, da der Gegenwind doch sehr stark bremste. Dafür schob er in der Hafencity um so mehr.

Mein persönliche „Traummeile“ war erreicht, als am Hauptbahnhof die Verzweigung auf die 155er Strecke noch offen war. Ich habe zwar niemanden mehr abbiegen sehen, aber das ist nebensächlich.

Zuschauer machen Gänsehaut. Es gab ja immer wieder Zuschauer, die motivierten. Eine richtige Gänsehaut habe ich in Nenndorf bekommen, klasse was die Leute da jubeln. Allerdings ist mir dort auch negativ aufgefallen, dass schlecht abgesperrt war und Leute zur Unzeit über die Straße gingen. In der Harburger City hingegen gab es kaum Zuschauer, aber auch Fußgänger auf der Straße. Das war zu der Zeit nicht schlimm, weil wir Radler vereinzelt waren. Höhe- und Schlusspunkt war natürlich die Fahrt durch die Mönckebergstraße. Dieses mal war das Gewühl zu dicht, um auf einzelne Zuschauer achten zu können. Mein Plan, noch einen zu überholen, habe ich dann auch lieber bleiben lassen. Ich war eine Viertel Stunde vor meiner frühesten erhofften Zeit schon da. Am Ende eine persönliche Rekordfahrt, die kaum zu übertreffen sein wird. Die Hoffnung tausend Plätze gut zu machen, wurde übertroffen.

Was mir sonst noch so aufgefallen ist: Wie weit sind die Guides eigentlich zur Hilfe aufgefordert? Ich habe drei Leute mit technischen Problemen gesehen, an denen ein Guide so vorbei fuhr (Ja, ich auch). Als ich im Ziel war, gab es ein Interview mit einem Verantwortlichen von Lagadère, der erzählte, dass viele Guides für ihre Hilfe gelobt worden seien, teilweise sei Geld angeboten worden. Das sei aber nicht nötig, da die Hilfe selbstverständlich sei. Gesehen habe ich zwei mal Motorradfahrer, die technische Hilfe leisteten. Diese können ja auch leichter Ersatzmaterial befördern.

Bild

Zwei mal haben Guides in meiner Hör- und Sichtweite durch laute Rufe vor engeren Stellen zu mäßiger Geschwindigkeit gemahnt. Das war sicherlich sinnvoll.

Ich habe unterwegs keine Unfälle gesehen, aber mehrfach Sanitäter im Einsatz. Diese allerdings alle auf „gerader“ Strecke. Ohne Zahlen zu haben, kann ich nicht sagen, ob das mehr als in den Vorjahren war. Nach meinem Eindruck wurde zwar schneller gefahren als im letzten Jahr, trotzdem aber eher vorsichtig. Die Warnschilder vor Gefahrstellen sind auch kaum noch zu verbessern.

Die einzige kritische Situation für mich war denn auch etwa hundert Meter nach dem Ziel, es wurde dicht, auch weil vorne doch gebremst wurde.

Besser organisieren könnte man vielleicht die Transponder-Rückgabe. Wir wurde alle auf eine Ecke des Burkardplatzes geleitet. Dort war nur eine Möglichkeit. Dass es noch weiter auf dem Platz gab, war ohne Wert. Man war so eingekeilt zwischen all den Rädern, dass die weiteren Möglichkeiten unerreichbar waren. Warum baut man die Buden nicht links und recht der Zufahrt? Die Versorgung selbst war klasse.

Danach bin ich noch mal in den Zielbereich, habe einige Foristi getroffen und gewartet, bis Helmut auch eingetroffen ist und mir die erste Durchfahrt der Profis angesehen. Auch ein tolles Erlebnis. Ich bin mal gespannt, ob die Veranstaltung auch nächstes Jahr noch Cyclassics heißt, aber ich gehe wieder an den Start.

Knud
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Carsten
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Beitragvon Carsten » 25.08.2015, 00:37

Was soll ich noch schreiben, wo doch eigentlich schon alles geschrieben wurde? Nachdem Helmut noch ein "Vorher"-Foto von uns gemacht hatte, startete ich ich mit Volker zusammen aus Startblock C, er auf die 100 km, ich auf die 155 km.

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Auch wenn jeder sein eigenes Tempo fuhr, waren wir für lange Zeit immer dicht beieinander, mal der eine, mal der andere vorne. Es ging flott voran, meine Strava-Segmente weisen über weite Strecken einen persönlichen Rekord nach dem anderen aus. Trotzdem hatte ich keine Chance, Bully einzuholen, als er in Buchholz mit einer Gruppe förmlich an mir vorbei flog. Erst später lief ich wieder auf ihn auf und wir wechselten kurz ein paar Worte. Volker fuhr in dem Moment auch gerade wieder vor uns, das war der Fori, an dessen Namen sich Bully jetzt nicht mehr erinnert. ;)

Viel mit Erzählen war aber nicht, da bei der in diesem Moment recht großen Gruppe und Geschwindigkeiten um 40 km/h die Straße volle Aufmerksamkeit verlangte. Was bei mangelnder Konzentration passiert, durfte ich dann wenig später live miterleben: In einem Kreisverkehr wurde kurz vor mir etwas zu stark gebremst, dazu noch etwas Sand auf der Straße und schon lagen einige Fahrer auf derselbigen. Der Safer Cycling Guide, der gerade direkt vor mir fuhr, hatte aber schon wenige Minuten später wieder zu mir aufgeschlossen, so dass zu hoffen ist, dass sich niemand ernsthaft verletzt hat.

Bis in den Hafen lief dann alles zügig und ohne besondere Ereignisse. Was mir dort aber etwas negativ auffiel, war, dass häufig vor den kreuzenden Schienen abrupt abgebremst wurde, anstatt einfach zügig drüber zu rollen. Vielleicht ist das auch eine Erklärung für die häufigen Stürze in diesem Bereich, von denen ich schon öfter gehört habe. In der Hafencity klopfte mir dann plötzlich ein Kanarienvogel auf die Schulter. Somit hatte ich unsere Block-C-Starter alle mal getroffen. Mehr als ein paar Worte wurden es hier aber auch nicht, da er kurz danach zur privaten Verpflegung anhielt, während ich weiterfuhr. Wir trafen uns dann allerdings bei der Transponderabgabe noch mal wieder.

Mit dem Übergang auf die Westschleife kam bei mir dann erst mal der große Einbruch. Plötzlich war ich so gut wie alleine, da die Gruppe, in die ich vorher geraten war, wohl ausschließlich aus 100 km-Fahrern bestand. Da traf mich dann die Erkenntnis, dass ich jetzt auch schon schön im Ziel sein könnte, wenn ich mir nicht unbedingt wieder die 155 km in den Kopf gesetzt hätte. Aber es hilft ja nichts, es ging irgendwie weiter. Ich ließ es also erst mal ein wenig ruhiger angehen, um etwas zu regenerieren und vor allem, um die nächste Gruppe von hinten abzuwarten. Die hatte mich dann auch recht schnell eingeholt und so konnte ich weiter etwas Kraft im Windschatten sparen. Dachte ich jedenfalls. Gespart habe ich da nichts außer Zeit, denn wir waren sehr schnell in Pinneberg. :cool:

Kurz danach habe ich sie dann fahren lassen, denn so langsam meldeten sich die Oberschenkel und es lag ja noch der Kösterberg vor mir. Der hat mich dann dieses Jahr auch wirklich geschafft, ich musste tatsächlich mal auf das kleine Kettenblatt zurückgreifen. Irgendwann war dann aber auch die Trommlergruppe in Hörweite, die traditionell das Ende der Quälerei verkündete.

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Danach ging es ja zum Glück größtenteils nur bergab und das Ziel rückte näher. Einziges Problem: Laut Tacho hätte ich schon vor einem Kilometer da sein sollen, ich war aber noch nicht mal auf der Reeperbahn und das Schild am Straßenrand sagte noch 5 km. Die waren dann aber auch schnell geschafft, die viel gerühmte zweite Luft ließ mich sogar noch einen fulminanten Zielsprint in der Mönckebergstraße hinlegen. Zeitlich war ich am Ende zwar langsamer als letztes Jahr, allerdings bei weitem nicht so viel, wie ich vorher erwartet hätte. Streckenlängenbereinigt waren es nur ganze 3,5 Minuten - erwartet hatte ich eher eine halbe Stunde.

Schöne Grüße noch mal an meine Mitfahrer und vielen Dank für die - wenn auch kurzen - Gespräche. Es ist ja immer wieder spannend, wie man sich dann trotz der Menschenmassen mitten auf der Strecke finden kann.

PS @Helmut: Du hast noch eine Handvoll Bilder in der Dropbox.
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Beitragvon Helmut » 25.08.2015, 02:06

Karl Valentin hat geschrieben:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Schöner Spruch für's Berufsleben, aber wenn's um die Cyclassics geht, dann passt er Spruch nicht - die erlebt jeder anders. So auch ich. Weil ich nicht "auf Zeit", sondern "auf Bilderstrecke" fahre, fehlt mir auf der 100er der sportliche Ansporn - den finde ich auf der 155er, weil der Besenwagen nicht zu unterschätzen ist, bei meiner Art die zu fahren. Jedes Bild kostet Zeit, oft die Gruppe. Ab Wedel, bis wenige Meter vor dem Ziel, fuhr ich komplett allein, weit und breit niemand zu sehen.

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Am ersten Anstieg zum Kösterberg machten meine Beine zu - schwere Krämpfe. Das kenne ich, weiß damit umzugehen, aber es kostet Zeit auch nach dem Rennen, weil dann eine wohltuende Massage fällig ist.

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In der Wertung stehe ich als Letzter, so man mich nicht wieder wegen Zeitüberschreitung nachträglich aus der Liste streicht, was mich nicht jucken würde.

Mich begeistert es immer, wenn ich Bekannte vor und nach dem Rennen, auf und an der Strecke antreffe. Die Cyclassics sind das radsportgesellschaftliche Ereignis des Jahres. Es freut mich, dass auch Leute daran teilhaben, sie selbst nicht mitfahren, so wie z. B. hanseat mit seinen Mädels

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und Kay mit seinen Jungs.

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Die Cyclassics fangen für mich immer am Donnerstag an, mit der Akkreditierung, wo es mich immer an deren ersten Öffnungstag in der Mittagspause hinzieht. Dort trifft man dann gleich eine Reihe Gleichbekloppter.

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Seit einigen Jahren bin ich auch zur Pressekonferenz eingeladen, die ich gern besuche, obwohl sie kaum neue Infos bringt. Immerhin hatte Vattenfall die Journalistenschar zum Jubiläum zu einer riesigen Jubiläumstorte eingeladen.

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Bitte keinen Neid. Zumindest wer das Depot in Wedel anlief, wurde mit Freikuchen überhäuft. Dort galt es für mich Kraft zu tanken und all die netten Helfer von der RG zu würdigen. Die liebe Gerti packte mir gar ein Kuchenpacket für mein Mädel ein.

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Auch das Funktionstrikot, das jeder im Startbeutel vorfand, war eine großzügige Geste. Sehr gelungen war die diesjährige Kollektion, die Polo-Shirts leider schon am Samstag ausverkauft. Das war nicht planbar, man kann sie nachordern. Dass auch die Finisher-Medaillen "ausverkauft" waren und z. B. von mir "nachgeordert" werden müssen, war ein schlechter Witz.

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Wie schon geschrieben, erlebt die Cyclassics jeder anders. Auf meiner Fahrt erlebte ich keinen Unfall (sah nur einen eiligen Rettungswagen), kaum verlorene Gegenstände ("nur" eine Luftpumpe bei 60 km/h mitten auf der ersten Abfahrt von der Köhlbrandbrücke, wo man eigentlich keine verlieren kann). Ich erinnere massenhaft Stürze und herumliegende Flaschen aus meinen ersten Jahren bei den Cyclassics rund um den Jahrtausendwechsel.

Ab und zu nahm ich mir die Zeit für einen Plausch, z. B. mit dem Vorsitzenden des RV SH "Radfreunde" Wilf. Der ist wie ich "meinungsstark" und ich hätte noch bis zur Ankunft des Besenwagens in Wedel mit ihm in aller Freundschaft diskutieren können. Nett war auch der Plausch mit dem GoPro-Kameramann des NDR.

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Mit meinem Material war ich sehr zufrieden. Einzig die drei Liter Iso-Gesöff von Aldi zickten anfangs im Trinkrucksack rum. Die Kohlensäure trieb das klebrige Zeugs schon daheim durch den nicht ganz geschlossenen Verschluss. Meine neue Sonnenbrille Black Sun mit Lesebrillen-Funktion saß etwas eng über den Ohren, ließ mich aber während der Fahrt selbst die winzig kleine Ladezustandsanzeige meines als Tacho genutzten Handys erkennen.

Wie bei jeder Radsportveranstaltung geht auch bei den Cyclassics gar nichts. Davon braucht es hier sehr viele. Zahlreiche kamen wieder von den Hilfsorganisationen, den Freiwilligen Feuerwehren, dem DRK und THW, weitere wurden über das Web angeworben. Die THW-Helfer arbeiten z. Z. am Anschlag, weil sie auch Notunterkünfte für Flüchtlinge aufbauen.

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Unter dem Strich waren die 20. Cyclassics wieder der Hammer! Mich begeistert diese Mischung aus Profi- und Jedermannrennen, umrankt von den Rennen der Jugend und den Behinderten, dazu das Rad Race Battle auf der Mö und die Messe mit ihrem Showprogramm. Gut auch, dass im Rahmen der Jedermannrennen Genussradler jeder Couleur auf die 55er Runde gehen konnten. Die Elbchaussee autofrei entlang fahren zu können, ist nicht nur für Radsportler ein Erlebnis. Und die RTF des RV Altona zähle ich einfach mal mit dazu - und natürlich auch unsere Forumstreffen. Zuschauen war kostenlos - und davon machten viele Gebrauch, auch auf der Südschleife, obwohl dort in diesem Jahr nur die Jedermänner lang fuhren. Die Durchfahrt durch Jesteburg war irre, ob der vielen Menschen an der Strecke, leider zu schnell, um dort zu fotografieren.

Seit Jahren schreibe ich Lagadère immer wieder, man solle Rasseln und ähnliches verteilen. Das hat man 2015 endlich wieder gemacht, mit berauschenden Ergebnis. Wer diesen Lärm gehört hat, möchte ihn wieder erleben.

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Dass nun mit André Greipel ein Deutscher das Profirennen gewonnen hat, freut mich riesig, auch weil es die Aufmerksamkeit in den deutschen Medien erhöhen wird. Ich wünsche mir nochmals so einen Boom zu erleben, wie ihn Jan Ullrich und Erik Zabel damals auslösten. Na ja, man wird ja noch träumen dürfen. Aber auch ich so fand ich die 20. Cyclassics traumhaft.

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Ich bin mir sicher, die Cyclassics werden 2016 ihre Fortsetzung finden, mit neuen Titelsponsor. Ich hoffe sehr, der Name "Cyclassics" bleibt dabei erhalten, weil es ein Markenzeichen Hamburgs ist. An den Namen "sponsorname Velothon Hamburg" könnte ich mich nur schwerlich gewöhnen. Velothon ist der Name der internationalen Rennserie der veranstaltenden Agentur Lagadère, in deren Reihe die Cyclassics passen würden, aber für mich tronen die Cyclassics noch darüber, so dass sie sich ihren eigenen Namen dauerhaft verdient haben.

P. S. Dano fuhr auch mit, zog den Tross über die Köhlbrandbrücke, wurde 7. auf der 115er Runde.

http://danosdepesche.bergamont.de/danos/1447

Und Suse war schnellste Frau auf der 100er. Das erzähle ich nur, weil es Leute aus der lokalen Szene sind. Suse ließ bei der RTF am Vortag einige Herren verzweifeln, weil sie nicht nur der Jugend erklärt, wie man Rad fährt. So sehr ich mich über Greipels Sieg freue, so egal ist es mir, wer ein Jedermannrennen gewinnt, bei dem die A- und B-Fahrer nicht starten durfen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Re: Stark ! ...Veranstalter...Teilnehmer...Helfer und Publik

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 25.08.2015, 07:33

Ötzy hat geschrieben:... aus dem s.g. VIP-Block starten. .. Besonders merkwürdig: Es wurden also 5 (In Worten: FUENF !) Starter der 155er Strecke auf den Weg geschickt. Die anderen ca. 40 VIP`s (die sich weder so fühlten, noch welche waren....) machten dann Platz für den A-Block (155er) und rückten links an den Zaun, um dann ca. 1 min. später ebenfalls auf die hunderter Runde zu gehen. Kurz nach uns dann der B-Block (100er), usw....
...
Solch eine Startprozedur macht weder Sinn noch Spaß. Wir waren uns jedenfalls einig, dass man einen "Sonderstartblock" (wenn überhaupt) nur zwischen B und C platzieren sollte.
...
Auf der anderen Seite, höhe Autobahnabfahrt Waltershof, rollte dann der "berüchtigte" B-Block auf. Rad fahren können ja die meisten, aber die notwendige Geduld fehlt vielen ganz einfach. Man muss sich keine Sorgen machen, weil ein Tross mit über 170 Fahrern in 6er-Reihe bei über 45 Sachen seinen Weg bahnt.
Oh ja, diese Sonderstartblöcke sind schon ... sehr speziell.

Du warst ja definitiv bei den schnelleren VIPs (hatte ich auch nicht anders erwartet), die Langsameren wurden nämlich schon vor der Brücke "gestellt", und das war erst mal richtig ätzend:

Da kommen nämlich noch knapp 500 Leute in diesem Tempo angerauscht und von weit hinten sieht man vorn schon ein Grüppchen RotNummernFahrer ganz gemütlich über die halbe Straßenbreite hinweg"parken".
Bald darauf dann die übliche Bambule mit Gerufe, Gebremse und Gestank verbrannten Gummis - vielleicht denkt sich der Veranstalter ja, dass dies den besonderen Kick geben soll oder vielleicht als selektives Element schon vor der Brücke ein paar Fahrer aussortiert werden sollen... Ich fürchte aber, dass dieses Startprozedere letztlich gar nicht durchdacht wurde.

Manch seltsames Element des Rennens wurde ja in den letzten 20 Jahren abgestellt/verbessert/behoben, aber manche Sachen halten sich einfach hartnäckig.
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joern
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Startblock A

Beitragvon joern » 25.08.2015, 08:04

Moin moin,

mein Video aus Startblock A der 55km Runde ist Online. In diesem Jahr mal mit Bilder und Musik, die man Online stellen darf, daher der Link.
https://youtu.be/s_q80woE5mo

Euch viel Spaß beim anschauen.

@Ötzi: Schade das Daniel Euch auf die 100km geschickt hat, bei der 55km Runde hättet Ihr dann schön bei uns vorne mitfahren können.

Gruß Jörn
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Der Kran
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Beitragvon Der Kran » 25.08.2015, 15:56

Diesmal bin ich komplett für's Rennen ausstaffiert von zu Hause gestartet - sind auch nur knapp 30 km. Allerdings war es in der frühen Morgenstunde noch etwas frisch. Dafür war die Straße am Elbdeich fast leer. Die Abgabe des Kleiderbeutels entfällt so, den hätte ich sonst auch noch zum Ballindamm bringen müssen. So falle ich auf dem Weg von den Elbbrücken am Großmarkt und den Deichtorhallen vorbei fast direkt in meinen Startblock.

Vorher ist allerdings noch Fototermin mit den Kollegen am Deichtorplatz beim Springer-Haus - Just in time bin ich dann da. Von dort geht unsere 155km-Tuppe dann zum nahegelegenen Startblock E. Bis zum Start vergingen dann doch noch einige Minuten – die Füße blieben kalt.

Unruhe im Block und das Einklicken der Schuhe deutete den bevorstehenden Start an. Zunächst ging es verhalten bis zum Überfahren der Startlinie, dann wurde Fahrt aufgenommen. Es war traumhaftes Wetter. Am Cruise-Center lag ein Kreuzfahrtschiff.

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Teilweise verlief die Fahrt entspannt wie auf einer RTF. Manchmal war ich fast alleine unterwegs. Dann kamen wieder große Züge von hinten angerauscht. Die zunehmende Anzahl von Kreisverkehren auf der Cyclassics-Strecke erhöht auch die Anzahl der Gefahrenpunkte. Die meisten um mich herum fuhren allerdings vernünftig und hielten die Spur in den Kurven.

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Wegen einer Baustelle in Schierhorn war die Streckenführung ab Buchholz anders als in den vergangenen Jahren. Eine tolle Stimmung herrschte in Jesteburg. Danach kam die Verpflegungsstelle in Marxen, die ich rechts liegen lasse. Ich bin mit 2 Bananen und reichlich Getränken ausgestattet. Die eine Banane muss für die zweite Köhlbrandüberfahrt reichen – die andere für den Kösterberg.

Da ich Schnellfahren diese Jahr offenbar zu wenig geübt habe, merke ich aufkommende Krämpfe kurz nach der Feldertrennung. Vermehrtes Trinken schafft zwischendurch Erleichterung. Ganz schnelle Züge lasse ich dann vorbeiziehen und versuche nicht mehr allzu oft im Wind zu fahren. So geht es relativ verhalten bei Rückenwind über die LSE aus Hamburg heraus.

Nach Wedel ist nur noch der Kösterberg zu bezwingen. Anschließend ist die Gruppe wieder gesprengt. Kurz vor Teufelsbrück werde ich von einem Mitstreiter genötigt in seiner Gruppe, die mich gerader überholt, mitzufahren – wie nett. Kurze Zeit später kann ich mich revanchieren, indem ich vorne Fahre. Inzwischen hat man einen traumhaften Blick von der Elbchaussee über die Elbe.

Die letzten km vergehen wie im Flug. Im Holstenwall ist allerdings der Gegenwind gut zu spüren. Die Stimmung in der Mönckebergstraße ist mal wieder bombastisch. Dann nur noch langsames Ausrollen – Transponderrückgabe in der Ferdinandstraße – Verpflegung im Ballindamm. Dort kann man sein Rennrad auch in einen gesicherten Bereich abgeben – so etwas war mir bei den früheren Rennen nicht aufgefallen.

Nach einer netten Gesprächsrunde mit den Kollegen auf dem Rathausmarkt und dem einen oder anderen Getränk war dabei ratzfatz die gleich Zeit vergangen wie für die Südschleife. Auf dem Weg nach Hause gen Osten hatte der Wind inzwischen, gefühlt, orkanartige Ausmaße angenommen. Insgesamt war ich für die ca. 218 km etwas über 10 Stunden unterwegs. Gibt immer noch einen Schnitt von über 20 km/h. ;)

Fazit: Veranstaltung – Wetter – Zuschauer – Helfer – alles super geil.
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Re: 20. Vattenfall Cyclassics, Hamburg (Berichte + Bilder)

Beitragvon Ledersattel » 25.08.2015, 16:19

Papa Boje hat geschrieben:Und so grüßte ich im Ehestorfer Heuweg frohgelaunt Ledersattel.
Grüße habe ich im Ziel ausgerichtet!

Es sind der Worte genug gewechselt, ich fasse mich deshalb auch kurz. Bei dem Fori-Treffen am Sonnabend, doch noch eine Fahrgemeinschaft mit mad.mat, Besenwagenflüchtling und Knud gebildet. Schön, muß ich also nicht "alleine" fahren. Wir fahren gemeinsam - langsam -, so der Vorsatz für das Rennen. Start am Sonntag, geht zügig los, bißchen Gewusel, aber alle noch in Sicht- und Rufweite zusammen. Dann ging aber der "Fliegende Holländer" mit mad.mat durch. Ein technischer Defekt, der nicht nach vorne durchdrang, sprengte schon mal die Gruppe und die Aussicht auf ein Spanferkelessen beim Besenwagenflüchtling. Zweimal hatte ich ihn wieder rangeholt, dann verlor auch ich den Kontakt und somit wieder allein auf mich gestellt.

Kurz noch mit Uwe Rohde geschnackt, dann mußte er sich auch schon als Safer Guide um einen verunfallten Fahrer kümmern. Bin letztendlich heil und frohgelaunt ins Ziel gekommen und habe sogar sehr schnell ein isotonisches Kaltgetränk erhalten. Das Wiedersehen an der Strecke, das Erzählen und Hören des Erlebten bei einem weiteren Kaltgetränk rundete den Tag ab.

Die Bilder von Anne stellt der Admin sicher in Kürze hier ein, vielen Dank im Voraus.

Nächstes Jahr findet sich vielleicht doch eine Gruppe, die konsequent zusammenbleibt und gemeinsam - in Achterreihe - durchs Ziel fährt??
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 25.08.2015, 17:18

Gestern Abend habe ich überlegt, war es ein gutes oder schlechtes Rennen? Ich bin zum Entschluss gekommen, es war ein schöner Tag.

Auf unseren Foritreff auf dem Rathausmarkt am Samstag haben Mad-Mat, Knud, Ledersattel und ich beschlossen, zusammen zu fahren. Es ging auch sehr entspannt aus Startblock N los, als wir aber die Startlinie überquerten, klickte es bei Mad-Mat und dem Holländer und wir fuhren mit 37 – 40 km aus der Stadt. Mad und der Holländer waren schnell weg, so fuhren Ledersattel und ich alleine weiter, was bis zur Köhlbrandbrücke auch klappte. Ein kleiner Defekt an meinem Rad warf mich leider zurück. Ledersattel nahm raus, um mich aufschließen zulassen, aber so schnell kam ich die Brücke nicht hoch.

Die Flucht ging also alleine weiter und es lief gut. Ab Km 30 merkte ich zwar bereits meinen Hintern, machte mir daraus aber nichts. Bei km 40 wurden daraus richtige Schmerzen. Was ist denn los, dachte ich, dass hattest Du während deiner ganzen Trainingsrunden doch nicht. Verändert am Bike hatte ich nichts, lediglich eine neue Hose hatte ich an. Hmmm, wäre doch Quatsch, wenn es daran liegen könnte, ne glaube ich nicht. Der Kopf arbeitete. Immer wieder hatte ich mir gesagt, hau rein, fahre den Schmerz weg, dass hört gleich auf. Es hatte nicht geklappt, ich konnte den Schmerz nicht ausblenden. Mein Schnitt ging rapide nach unten.

Bei Km 70 die Wende, irgendwie fand ich eine für mich sehr gute Gruppe (33+). Aufgrund der vollen Konzentration beim Fahren in der Gruppe hatte ich meine Schmerzen doch glatt vergessen. Ich blieb bis zum Beginn der zweiten Brückenüberquerung bei der Gruppe und konnte somit Zeit gutmachen. Leider trennen mich immer wieder Anstiege von guten Gruppen. Der zweite Anstieg war eine echte Qual für mich…. Steigung plus Gegenwind. Die Abfahrt war genauso schlimm, man trat und man kam irgendwie nicht richtig vorwärts.

Relativ zügig ging es dem Ziel weiter entgegen. Zeit 3:53 h, Schnitt 27,29 naja… bin doch sehr enttäuscht vom Ergebnis. Für mich heißt es ab sofort Steigungen, Steigungen und nochmals Steigungen fahren.

Auf welcher Strecke ich am 21.08.2016 zur 21. Auflage der „Cyclassics“ an den Start gehen werde ist ungewiss, dass entscheidet meine Tochter :P da sie 2016 mitfahren möchte (falls ich Sie lasse).

Ein toller Tag ging auf dem Ida-Ehre-Platz zu Ende. Allen Verunfallten schnelle Genesung. Ich gebe Wosi recht, es ist schön, hier so viele nette Leute kennengelernt zu haben.

Auch wenn man von seiner erreichten Zeit enttäuscht ist, dass wichtigste ist und bleibt, dass man heil im Ziel ankommt, dass wurde mir heute bewusst, als ich mit der Tochter des schwerverunfallten Fahrer vom Moorfleeter Deich telefoniert habe. Die Tochter sucht dringend den Teilnehmer oder Guide, der den Krankenwagen gerufen hat. Rückmeldung gerne an mich.
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Beitragvon VeloC » 25.08.2015, 19:41

Eigentlich kann ich auch nur wiederholen, was viele andere schon geschrieben haben: Es war ein rundum gelungenes Jubiläumsrennen! Ging schon los mit dem Treff auf dem Rathausmarkt, viele bekannte und einige neue Gesichter - Gruß zurück an WalterH! Sehr gefreut hat es mich auch, Andi und Sebastian persönlich kennengelernt zu haben; die beiden sind echte Aushängeschilder für ihren Sport. Und ich habe sogar eine Autogrammkarte von Sebastian abgestaubt! :D

Das Rennen hat einfach Spaß gemacht, kann mich an keine einzige wirklich kritische Situation auf der Strecke erinnern. Zweimal habe ich miterlebt, wie Rennteilnehmer, die durch rabiate Fahrweise auffielen, von Safer Cycling Guides kräftig zusammengestaucht und daraufhin plötzlich ganz artig wurden. Gute Arbeit!

Hanseat und seine Damenmannschaft habe ich an der Strecke gesehen, aber das Wiedererkennen kam erst zeitverzögert hier im Forum. Die gepunkteten Trikots waren im Vorbeirauschen irgendwie noch auffälliger als die drei gleichaltrigen Mädchen...

Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnten Wosi, Olaf und ich tatsächlich zusammen bleiben, obwohl ich bergab oft kämpfen musste, mit den beiden mitzuhalten. Irgendwann hatte ich sie dann verloren und war mir nicht sicher, ob sie vor oder hinter mir waren. Bin dann eine ganze Weile am rechten Rand entlang gebummelt in der Hoffnung, sie würden von hinten auftauchen. Dann dämmerte die Erkenntnis, sie müssten vor mir sein, also wieder hochgeschaltet und Stoff gegeben bis zum Ziel. Da trudelten wir dann im Minutenabstand ein und trafen im Gedränge auf Volker, der schon ziemlich lange vor Ort war. Dank ihm sind wir in der Teamwertung noch irgendwo im ehrenvollen Mittelfeld gelandet.

Von wegen unterwegs verloren: Knud + MadMat, am Ende dann doch in 2 Sekunden Abstand über die Ziellinie?! :shock:

Meine Hochachtung an die Roller-Kollegen, dagegen waren die 100 mit dem Rad richtig entspannt!
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Beitragvon jenne » 25.08.2015, 21:40

Danke, Daniela :).

Einige Stürze hat "Booya" mit Kamera vorne und hinten gefilmt. Er war wohl weit vorne im Feld und hat da einiges mitbekommen.

https://www.youtube.com/watch?v=E2Rnz627yJ8

j.
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Beitragvon Stauder Volker » 25.08.2015, 22:19

Die Jubläumsveranstaltung war nach meiner Wahrnehmnung ein in allen Belangen gelungenes sportliches Event. Das wurde mir auch von einer Vielzahl von Teilnehmern im Ziel bestätigt. Es herrschte bei allen totale Begeisterung, wozu auch das Wetter und die zweimalige Überquerung der Köhlbrandbrücke, auch wenn es für so manchen schmerzhaft war und er an seine letzten Reserven ran tastete. Sehr positiv wurde auch die neue Streckenführung mit der zusätzlichen Südwestschleife aufgenommen. Die Gefahrenpunkte wurden rechtzeitig angezeigt und waren gut abgesichert. Mit einer Überraschung wurden die Teilnehmer im Zielbereich für ihre Leistung beglückwünscht. Es gab Kuchen :D gedeckter Apfel- und Waldfrüchtekuchen und Brezeln. Ein großes Lob und :Danke: an den Veranstalter und seinen vielen Helfern.

Ich hoffe, dass der neue Veranstalter diese Streckenführung und auch das zusätzliche Verköstigungsangebot übernimmt. Beides fand große Zustimmung bei den Teilnehmern.

Wieder beeindruckt war ich von den zahlreichen Anfeuerungen und der tollen Begeisterung am Fahrbahnrand. Hier möchte ich stellvertretend für alle Zuschauer, die begeisterten Fans auf der Kuppe in Ehestorf, in Buchholz, Jesteburg und Harburg erwähnen. Auch auf der Zielschleife ab "Neuer Jungfernstieg " bis hin zur Mönckebergstraße. :Laola: Man wird förmlich ins Ziel getragen. Ein großes Dankeschön an alle Zuschauer für Ihre Begeisterung und Anfeuerung der Teilnehmer.

Als ich meine Startunterlagen in Empfang nahm, war ich überrascht, dass ich in Startblock C eingeordnet wurde. Noch im vergangenem Jahr mit Harterbrocken in "E" gestartet - ich hoffe wir sehen uns bei der Velo Classico in Ludwigslust - reihte ich mich am Sonntag mit einem gewissen Unwohlsein im Startblock ein. Ich fragte mich, bin ich dem Tempo der Mitstarter im Block bis in's Ziel gewachsen? Mit Carsten, der die 155 KM Strecke anvisierte, bin ich zusammen gestartet. Nach kurzem Small-Talk auch mit seiner Lebensgefährtin, ging es auch schon los. Das Tempo wurde bis in das Ziel bei hoher Konzentration und Trittfrequenz, hochgehalten. Gemeinsam mit der UNECO Fahrergruppe von zehn Teilnehmern, waren wir in einem Feld von rd. fünfzig Fahrern unterwegs. Es wurde sehr umsichtig gefahren und wir hatten nie eine Gefahrensituation. Carsten und ich begegneten uns immer wieder und kurz vor der Einfahrt nach Jesteburg traf ich Bully, klopfte ihm auf die Schulter und wir fuhren noch gemeinsam bis zur Ortseinfahrt. Dann trennten sich unsere Wege wieder. Beide traf ich erst wieder im Ziel. Beim Ausrollen nach der Ziellinienüberquerung traf ich Tribelix, der wie Deichfahrer in Block B gestartet war und seinen Bruder. Seine erste Teilnahme und dabei auf der 55 KM Strecke. Beide waren auch angetan von der Veranstaltung und Tribelix berichtete von einem hohen Rennspeed in seiner Gruppe mit der Bemerkung " Sein Startrecht in den vorderen Blöcken muss man sich jedes Jahr auf neue erarbeiten". Wie recht er hat. Beide warteten auf Stine, die in einem nachrangigen Startblock noch auf der Strecke unterwegs war.

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Nach und nach trudelten auch Wosi, VeloC, Nick und Ledersattel in's Zielfeld ein und wir begaben uns zum Foris-Treffpunkt an der Mönckebergstraße. Hier begegneten wir auch Britta, mad.mat, Katrin und Heimfelder Dirk. Insgesamt kamen zu unserer allen Freude alle Foris unverletzt in's Ziel und wir warteten auf Helmut.

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Bild: Carsten

Auch genossen wir ein Wiedersehn mit Janibal, der als Safer Cycling Guide auf der 55/155 KM Strecke unterwegs war. Übrigens eine gute Idee, die Teilnehmerfelder mit diesen Begleitfahrern zu bestücken. :D

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Auch alles :trommel: half nichts, wir mussten viele Biere :kipprein: bis er dann eintraf Pokalhoch und von uns begeistert :Kopfüberklatschen: empfangen wurde.

Als Dankeschon für das lange Warten kann er ja mal darüber nachdenken, bei der St. Pauli RTF "Kaperfahrt" :Freibier: für alle auf ihn wartenden Foris im Dorfkrug in Grönwohld, auszugeben, serviert zu unser allen Überraschung von "Schorschi " !! :D Ich hoffe wir sehen uns am 6. September zahlreich wieder.
Im Vordergrund steht der Spaß und das Team
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Beitragvon WalterH » 25.08.2015, 23:39

Ich hatte heute noch einige Nachfragen, wie es denn gewesen sei und ob ich mir das ein zweites Mal antun würde. Die Antwort war klar.

Aktuell fehlt in meinem Wortschatz der Superlativ für das Wort Respekt. Helmut fährt da die Hammerdistanz mehr oder weniger komplett alleine am Ende des Feldes, um das Forum hinterher mit zig Fotos zu erfreuen. Ganz schwer nachvollziehbar. Herzblut ist dann wohl nur der Vorname dieses Unterfangens.....

Ich werde ganz sicher die St. Pauli Kaperfahrt als vierte und letzte RTF für mich dieses Jahr fahren. Meine Liebe zu dem Verein (bin seit zig Jahren Mitglied und DK-Inhaber) lässt nichts anderes zu.

Bis dahin!
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Beitragvon Helmut » 26.08.2015, 01:07

Jetzt gibt es auch von Carsten ein paar Bilder am Ende der Serie. Die von Ledersattel sind irgendwo unterwegs hängen geblieben, kommen sicherlich noch.

http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html

Ich liebe dieses von Carsten aufgenommene Bild hier:

Bild

Es gilt auch noch dem Heimfelder Fototeam für dessen Einsatz zu danken.

Bild
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Beitragvon Carsten » 26.08.2015, 08:23

Helmut hat geschrieben:Ich liebe dieses von Carsten aufgenommene Bild
Danke, aber das war eine Auftragsarbeit. Ich war nur der Hinweisgeber auf das Motiv, meine Frau hat die Fotos gemacht. Wir standen noch mit meinen Kollegen auf der anderen Seite der Strecke und ich hatte beim rüberschauen direkt den Bildtitel "Warten auf Godot, ähm, den Admin" im Kopf ;)
Zuletzt geändert von Carsten am 26.08.2015, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Vattenfall Cyclassics Jubiläums T-Shirt

Beitragvon Ledersattel » 26.08.2015, 08:32

Wenn jemand ein Jubiläums T-Shirt in der Größe L und XL abgeben, verkaufen, möchte - bitte bei mir melden!
Gruß
Ledersattel
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Beitragvon Papa Boje » 26.08.2015, 10:24

Helmut hat geschrieben:In der Wertung stehe ich als Letzter, so man mich nicht wieder wegen Zeitüberschreitung nachträglich aus der Liste streicht, was mich nicht jucken würde.
Am Sonntag stand noch eine Zeit, wenn man jetzt sucht, kommt nur ein DSQ. :oops: :oops: :oops:
Ist das wirklich so, wenn man aus dem Zeitlimit fällt, wird man disqualifiziert? Wieso wird der Letztplatzierte gewertet, obwohl er den Durchschnitt auch nicht erreicht hat? Oder ist Helmut hinter dem Besenwagen ins Ziel gekommen?

Gruß Papa Boje
jusqu'au bout

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