5. Bremen Challenge, Bremen-Überseestadt (Berichte)

crumble
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Beitragvon crumble » 18.08.2014, 00:32

Konkursus hat geschrieben:Wir können nur feststellen: Offenbar seit 2011 nichts gelernt, sie können oder wollen es einfach nicht. Jedermänner im eigentlichen Sinn - wie wir es nun einmal sind - spielen dort keine Rolle und sollen es wohl auch nicht.
Bei dem Wetter fahren auch nicht mehr allzuviele "Jeder"maenner. Da sind dann hauptsaechlich die PseudoVereine unterwegens.

Mein grosses Ziel war es eigentlich nicht ueberrundet zu werden. Das ging vollkommen in die Hose. Letzte Woche noch in der Schweiz und den Umbau von Kompaktkurbel auf Normale, nur das nach unten Schalten getestet. Das Resultat war, dass ich auf der ersten Runde aus zwei Gruppen geflogen bin, weil ich die Kette wieder auflegen durfte. Danach fast nur noch als Alleinfahrer im Wind eingegangen. Dafuer hatte ich wenigstens in den Engstellen am Wartpurgplatz jede Menge Platz fuer mich. Dann fuhr mein Schrittmacher in die falsche Strasse und ich etwas verwirrt hinterher, mit der Frage, ob wir hier richtig sind. Bloederweise ist die kleine Gruppe hinter uns auch noch gefolgt. Nach 200 m Diskussion - sind wir wieder umgedreht. Exotischerweise war der Teil der Kreuzung dann gut abgesperrt. Ausgerechnet an dieser Kreuzung schien es den Streckenposten nicht die Bohne zu interessieren. An allen anderen hatten sie bis zum Schluss die Richtung angezeigt.

In meiner Heimatstadt habe ich anscheinend einfach kein Glueck. Immerhin habe ich Miss Jedermann nicht abgeschossen. Die war zwischendurch auch alleine unterwegens und zog in meinem Windschatten an mir vorbei, als ich an einer grossen Kreuzung langsam auf die Geradeaus-Spur wechseln wollte. Eigentlich schade. Mit ihrem Team im Nacken, koennte ich glatt die Cyclassics gewinnen. ;-)

Der GCC koennte sich allerdings eigene Farben suchen. Gelb gehoert der Tour. Auch wenn man bei bedecktem Wetter so schneller Leute neben sich wahrnimmt.

Naechstes Jahr sollte ich mir einen Pechvogel auf den Helm binden, damit die Leute um mich herum gewarnt sind.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 18.08.2014, 19:24

Ich hab die Berichte vom Brompton-Rennen in einen separaten Fred verschoben, damit Berichte über die Jedermannrennen hier nicht untergehen.

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=8520

Was es also zu den Jedermannrennen zu berichten gibt, bitte hier, nicht dort posten.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Ulrike
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Bremen Challenge 2014

Beitragvon Ulrike » 19.08.2014, 01:40

<img src="http://pic.mehr-als-nordic-walking.de/B ... llenge.jpg" alt="Bremen Challenge" width="800">

Zeit für Rundenglocken-Scherze

Am Sonntag sollte die Bremen-Challenge stattfinden, ein German Cycling Cup-Rennen fast vor unserer Haustür. Es passte in unsere allgemeine Planung. Und so waren Konkursus und ich flugs für die lange Strecke von ca. 120 km gemeldet.

Nach der Ankunft in Bremen wurde es schwierig. Der Weg zu den angegebenen Parkplätzen war durch Straßensperren blockiert und das Navi war genauso verwirrt wie wir. Als die Zeit langsam knapp wurde, stellten wir das Auto notgedrungen in irgendeiner Nebenstraße ab und schlugen uns mit den Rädern - mit zweimaligem Überqueren der Rennstrecke - zum Start-Ziel-Bereich in der Übersee-Stadt durch.

Beim Anbringen der Startnummern schnappten wir Bemerkungen über eine Startverzögerung auf. Merkwürdig, beim Abholen der Unterlagen vor 5 Min. hatte niemand etwas gesagt! Also nochmal zurück und nachgefragt. Ja, der Rennstart wird sich bis zu einer Stunde verschieben!

Allmählich breitete sich Unruhe aus. Die einen erzählten von einem Unfall, die anderen von Anwohnern, deren Autos die Rennstrecke blockierten und abgeschleppt werden mussten. Da das Wetter nicht besonders einladend war und nichts genaues zu erfahren war, verzogen wir uns erst einmal zu Kaffee und Kuchen in's benachbarte Zollhaus, um warm und trocken den Lauf der Dinge abzuwarten.

Die Startverzögerung wurde dann genau auf eine Stunde festgesetzt. Nachdem sich die Starter gesammelt hatten, kamen noch einige Durchsagen, u. a., dass man doch bitte auf die Rundenglocke und die Ansage der letzten Runde achten sollte. Offenbar war das Rennen jetzt in ein Rundenrennen umfunktioniert worden. Angesichts der Verspätung nachvollziehbar, schließlich sind Straßensperren in der Großstadt nur zeitlich begrenzt möglich.

Da die beiden Startblöcke ohne zeitlichen Abstand losfuhren, gab es anfangs ein chaotisches Gedrängel, bis sich einige schnelle große Gruppen formiert hatten, die auf und davon fuhren. Ich landete schließlich im hinteren Bereich in einer sehr übersichtlichen Gruppe von etwas langsameren Fahrern.

Die Strecke bestand aus 9 Runden durch das Bremer Stadtgebiet. Am Anfang ging es zweimal die Hochstraße herauf und herunter, dann gab es Abwechslung durch zwei Kopfsteinpflasterpassagen und einen Wendepunkt quer über Straßenbahnschienen. Nach der Wende konnte man erfreulicherweise den Abstand zum Besenwagen auf der Gegenfahrbahn kontrollieren.

So hätte man gut und gerne 9 Runden durchziehen können, wäre da nicht noch kurz vor Rundenende eine Passage mit aufdringlichem Fischgestank gewesen, der den Vorausfahrenden wohl so zugesetzt hatte, dass sie fast geschlossen - falsch - rechts abbogen. Als Autos ungehindert aus den Nebenstraßen kamen und damit klar war, dass etwas nicht stimmen konnte, drehte der inzwischen auseinander gesprengte Trupp um, mit heftigsten Flüchen über nicht vorhandene bzw. unaufmerksame Streckenposten.

Nun gab es keine Gruppe mehr, sodass für die weiteren Runden Einzelfahren bevorstand, bei dem immer stärker werdenden Wind eine sehr anstrengende Angelegenheit. Also funktionierte ich die Veranstaltung gedanklich notgedrungen in ein Triathlon-Training um. Nur fehlte hierfür leider der Auflieger.

Zweimal wurde ich von den fröhlichen Windschatten-Fahrern der führenden Gruppen überrundet und folgerichtig läutete zu Beginn meiner siebten Runde die Glocke, begleitet von einer Lautsprecher-Durchsage, dass für mich die letzte Runde angebrochen sei. Wieder zurück in der Zieldurchfahrt stand dann auch der Rundenzähler auf Null und ich verließ die Strecke. Ein paar andere fuhren trotz Null-Anzeige noch weiter, was mich aber nicht irritierte. War mir auch schon passiert, dass ich beim Rundenrennen aus Versehen noch eine Runde drangehängt hatte.

Im Ziel konnte noch ein Pasta-Gutschein eingelöst werden und da das Wetter immer ungemütlicher wurde, machten wir uns recht bald auf den Heimweg, wobei wir dank der sehr empfehlenswerten App "Find my Car" mühelos die Nebenstraße mit dem Auto wiederfanden.

Zuhause stürzte sich Konkursus gleich auf die Ergebnislisten, was zu massiven Unmutsäußerungen führte. Wir standen nicht drauf, genauso wenig wie andere, die der Rundenglocke gefolgt waren. Erfasst waren nur die, die die letzten Runden einfach weiter gefahren waren mit einer Endzeit, die wir ebenfalls ohne Probleme geschafft hätten.

Ein Rundenrennen, bei dem die Überrundeten aus der Wertung fliegen, und die, die sich nicht an die Regeln halten, "belohnt" werden, ist ein schlechten Scherz. Und dafür hatten wir 50,00 € Startgeld gezahlt! Einfach unglaublich! Unsere anderen GCC-Rennen gingen mir durch den Kopf: Tour d'Energie, Rund Köln, Velodom, Neuseenclassics, Münsterlandgiro - alles gern gesehene Wiederholungskandidaten. Wie konnte die Bremen-Challenge da nur 'reingeraten???

Ulrike :wink:
Hilfe !! Ich brauch' einen 48 Std.-Tag!
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Beitragvon Helmut » 19.08.2014, 07:19

Wie das aus Sicht des Challenge Magazins war, steht demnächst hier:

http://www.challenge-magazin.com/

Erste Bilder sind dort bereits zu sehen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Mirco » 19.08.2014, 07:38

Die Berichte hier erinnern an die Jahre zuvor. Ein Grund mehr, warum Marit und ich diesen Quatsch nicht mehr fahren. Das Geld ist auf anderen Events deutlich besser angelegt.

;-)
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Re: Bremen Challenge 2014

Beitragvon crumble » 19.08.2014, 11:05

Ulrike hat geschrieben:Da die beiden Startblöcke ohne zeitlichen Abstand losfuhren, gab es anfangs ein chaotisches Gedrängel, bis sich einige schnelle große Gruppen formiert hatten, die auf und davon fuhren.
Das habe ich ehrlich gesagt nicht als chaotisches Gedraengel empfunden. Das ist bei sehr vielen Rennen so, wenn man nicht in den ersten Reihen steht. Bei den grossen Rennen bleiben hinten nur genug andere Fahrer im eigenem Tempo uebrig.
Ulrike hat geschrieben:So hätte man gut und gerne 9 Runden durchziehen können, wäre da nicht noch kurz vor Rundenende eine Passage mit aufdringlichem Fischgestank gewesen, der den Vorausfahrenden wohl so zugesetzt hatte, dass sie fast geschlossen - falsch - rechts abbogen.
Das war doch nur Fischmehl. Was waere wohl passiert, wenn wir noch einen richtigen Hafen gehabt haetten. Dann waere noch der Duft von frischem Kaffee mit dabei gewesen und das haette den Fahrer vor mir dann so richtig verwirrt. :Clown:
Zuletzt geändert von crumble am 19.08.2014, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Konkursus » 19.08.2014, 11:13

@ crumble: an und für sich müssten wir ein Stück am Anfang zusammengefahren sein. Auch ich bin mit einigen mangels Einsatzes des Streckenpostens in die Straße Hansetor eingefahren, um dann wie auf einer RTF zu diskutieren, was zu tun ist. Na ja, wieder umgekehrt auf die Originalstrecke. Auch ich hatte den Windschattenkontakt mit der GCC-Führenden, war aber überrascht, wie unruhig sie fuhr.

Ansonsten bleibt festzuhalten: dies ist keine Veranstaltung für "Jedermänner", sondern eine Team-Rennveranstaltung, an der Jedermänner teilnehmen dürfen. Wurde so ja auch schon despektierlich bei der Anmoderation verkündet. Nachdem alle Berühmtheiten so vorgestellt wurden, wurde dann noch nebenbei bemerkt, "die anderen" können sich ihre Urkunden natürlich auch via internet ausdrucken.

Eins muss man feststellen, unsichere Situationen habe ich hier nicht erlebt. Ich hatte nach der Streckenpostenmisere allerdings auch keine richtige Lust mehr, zumal es bei Tempovorgabe 30 km/h grundsätzlich ein Unding ist, bei gefahrenen 33-34 km/h schon den Besenwagen im Nacken zu fühlen.

Nach der ersten Runde wollte ich deshalb schon raus, gab Ulrike kurz Bescheid, dass sie sich nicht wundert. Nee, habe ich mir dann aber gedacht, so nun auch nicht. Also weitergefahren. Leute überholt, die in Sichtweite waren und von den Pulks rausgeschmissen wurden. Vom Führungspulk 2 x überholt (das war okay, damit hatte ich gerechnet) und am Ende der 6. Runde kam die von Ulrike beschriebene Glocke und die Ansage "auch der Fahrer von Funsports Zeven geht auf seine letzte Runde", "locker" ausgefahren, nach der 7. rechts raus, 0 Runden wurden angezeigt, ja und dann? Andere fuhren weiter, einige hielten an.

Kam mir gleich komisch vor, als Ulrike anhielt, habe ich schon gesagt, wenn wir mal nicht hätten weiterfahren müssen. Sie sagte nur: quatsch, die haben doch abgeläutet nach der 6. Runde. Na ja.

Na, ja. Grundsätzlich ist mir das alles egal. Ich kann auch solche Rundenrennen ab, weil ich weiß wie es läuft. Blöde ist natürlich, dass dabei überholte Fahrer oft rechts raus fahren und aufhören (kam hier auch wieder recht zahlreich vor). Aber organisatorisch solch einen Blödsinn zu verzapfen, geht nun gar nicht. Entweder so oder so. Und hier war definitiv angegeben worden, man solle auf die Glocke und die Ansage hören.

Auch nach den Erlebnissen der Vorjahre frage ich mich nur, welche "Qualitätsstandards" erfüllt werden müssen, um zu den GCC-Rennen zu gehören. Hoch können sie nicht sein.

Ko
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Beitragvon crumble » 19.08.2014, 11:37

Konkursus hat geschrieben:Ansonsten bleibt festzuhalten: dies ist keine Veranstaltung für "Jedermänner", sondern eine Team-Rennveranstaltung, an der Jedermänner teilnehmen dürfen.
Das denke ich auch. Es sind ja auch gefuehlt so ca. 80 % Teamfahrer am Start. Fuer groessere Gruppen der letzten 20 % sind dann nicht genug Fahrer uebrig, da die Leistungsunterschiede zu gross sind.

So wie sie die Strecke am Wartburgplatz gelegt haben - die enge S-Kurve vor dem Kopfgsteinpflaster - ist es auch besser so, dass es nicht all zu sehr ueberlaufen ist. Davor habe ich mich jedesmal umgeschaut, ob ich nicht gleich von einem grossen Feld an die Seite gedrueckt werde. Da war ich heil froh, dass ich alleine unterwegens war. Der Teil war super, um das Feld auseinander zu reissen, aber fuer Sonntagsfahrer im Pulk eine grosse Gefahrenquelle. Das finde ich etwas exotisch, weil sie die engen Kurvenkombinationen im ex-Hafengebiet ueber die Jahre heraus genommen haben. Der Fahrer vor mir muss wohl ein paar Jahre frueher, aber nicht letztes Jahr dabei gewesen sein, denn wir sind da in eine alte Streckenfuehrung gefahren.
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Booya
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Beitragvon Booya » 19.08.2014, 17:40

Na dann schreib ich auch nochmal was dazu. Und zwar aus der Sicht eines der "teilweise" zu Recht (aber halt nur teilweise) kritisierten Teamfahrers, die auf den Tagessieg und teilweise GCC-Gesamtsieg schielen.

Ich fahre fürs Team Drinkuth-Multipower (Ich selber fahre circa 5.000 bis 6.000 KM im Jahr) und wir hatten an diesen Tag unser bestes Ergebnis der Saison abgeliefert. Erster bei den Herren, Damen und Teamwertung.

Das ist zwar schön für uns ,aber nichts worauf ich mir oder wir uns jetzt besonders was einbilden oder für das wir uns was kaufen können. Es ist ein Sieg fürs Photoalbum und nicht mehr.

Es heisst nun mal Jedermannrennen und genau so sehe ich es auch.Jeder darf bei einen Rennen teilnehmen. Es ist und bleibt aber dennoch ein Rennen und keine RTF.

Bei einem Rennen soll es einen Sieger geben und jeder ist aufgerufen, seine beste Leistung zu zeigen und sich über das normale Trainingsmass hinaus anzustrengen. Dennoch ist jeder gleich wichtig oder unwichtig.

Ehrlich gesagt, fand ich die Kommentare der Moderatoren über die "behaarten" Jedermänner auch etwas respektlos. Aber ok, ich schiebs mal darauf, dass man einfach nur versucht hat die unerwartete Wartezeit zu überbrücken und irgendwann gehen einen die Wörter aus. Aber es kam nun mal von nen Ex-Profi, der seinen Sport auch heute immer noch liebt und lebt und auch der darf auch seine Meinung haben, darüber, dass sein Sport zunehmend die elitäre Bedeutung verliert, die er einst hatte.

Für mich persönlich und auch für die meisten aus unserem Team sind die echten "Jedermänner" genauso toll oder eben untoll, wie wir selber oder die Topteams wie Merkur Druck und Co.

Jedes dieser GCC-Rennen läuft im wesentlichen gleich ab. Vorne stehen die üblichen Teams. Das sind meistens auf den kurzen Strecken wir und 3 - 4 andere Teams, die mit jeweils 6 - 10 Männer und Frauen antreten, klar erkennbar an den gleichen Trikots. Dann gibts noch diverse kleinere Teams mit 2 - 4 Mann und etliche sehr motivierte Einzelstarter.

Am Anfang geht es meistens sofort los wie die Feuerwehr und das Tempo beträgt auf den ersten 10 KM eher so um die +45 km/h. Da könnte man sicherlich sagen... die könnten ja auch A-/B-Lizenzrennen fahren. So gehts aber nun mal nicht weiter. Und genau da ist der Unterschied.

Irgendwann geht das Tempo dann schlagartig runter und man fährt vielleicht noch so 40 - 41 km/h und das in einen circa 40 - 60 Mann starken Feld. Weil eigentlich haben die meisten auch keinen Bock, permanent am Anschlag zu fahren. Wie bei einer RTF halt. Zügig fahren wollen alle, nur vorne führen, nur unter stillen oder lauten Protest.

Vollgas fahren geht meistens solange, bis sich eine Ausreissergruppe gebildet hat oder das vorderste Feld klein genug geworden ist, damit alle sicher und entspannt weiter fahren können. Entweder ist man da vorne dabei oder man fährt in einer der unzähligen kleinen Gruppen hinterher und sucht sich seine Begleiter, die das passende Tempo für einen selber fahren. Ist mir selber auch passiert (kleiner defekt) und alles andere als schlimm. Man zuckelt halt hinterher und formt mit anderen ein zweites Feld. Bis dahin konnte ich meine aus der Situation geborene Aufgabe aber halbwegs erfüllen und konnte mit verhindern, dass die Ausreisser von uns, vom Feld sofort wieder eingefangen wurden.

Von unseren Team sind gleich nach dem "scharfen" Start 3 Fahrer zusammen mit 2 - 3 anderen vorne rausgefahren und haben sich ein paar hundert Meter Vorsprung erkämpft. Wie bei der TDF heisst es dann für die anderen Teams "Haben wir einen dabei oder nicht", entweder die Füsse hochlegen, aktiv das Feld und somit die Geschwindigkeit zu kontrollieren oder halt die Ausreisser wieder einzufangen. Solisten haben in dieser Phase den Luxus, das gegenseitige Taxieren der Teams auszunützen. Auch ein kompletter Solist hat da durchaus Chancen, einen Sieg einzufahren. Teilweise sogar grössere als ein Teamfahrer.

Die Änderung der Strecke empfand ich als weniger schlimm, als befürchtet. Wie es aber ausgegangen wäre, wenn die schnellen Jungs eben nicht das Feld auseinander gezogen hätten, will ich mich nicht fragen.

Gerade das Teilstück zwischen den Kopfsteinpflaster Passagen war etwas gefährlich, aufgrund der parallel verlaufenden Strassenbahnschienen. Wenn man dort als grosses 100+ Mann starkes Feld im gemütlichen Tempo durchgezogen wäre, hätte es mehrfach gekracht. Unterschiedliche Geschwindigkeiten und Leistungsdichte, sind nun mal auch ein Sicherheitsplus.

Und falls sich jemand dafür interessiert, wie es dort vorne so zugeht. Hier mein Video zum Rennen bis zu meinen "Defekt".

https://www.youtube.com/watch?v=JzuK_E4QgHw
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Beitragvon crumble » 19.08.2014, 19:09

Booya hat geschrieben:Hier mein Video zum Rennen bis zu meinen "Defekt"
Du brauchst eine SteadyCam ;-) Kurze Zeit nach Dir habe ich da irgendwo das zweite Mal meine Kette auflegen muessen ;-)

Im folgenden steht ihr fuer Teamfahrer und wir fuer Wochenendfahrer. Das sollte niemand allzu persoenlich nehmen, aber ich muss heute noch was fertig bekommen und muesste ansonsten nach dem Frust rauslassen noch mal alles umschreiben.

Das Problem sehe ich nicht direkt bei den Teamfahrern. Ihr fahrt euer Rennen da vorne und wir unseres da hinten. Auch hinten fahren die Leute teilweise bis zum Anschlag. Nur halt auf einem anderen Niveau. Bei Rennen mit nur einer Runde wie bei Velothon oder der Cyclassics faellt das nicht weiter auf, da man sich nur beim Start und im Ziel begegnet. Ausserdem ist das Verhaeltnis genau umgekehrt und die "echten" Jedermaenner sind in allen Leistungsklassen reichlich vertreten.

Bei extra langen Kirmesrennen wie der Bremen-Challenge ist das schon problematischer. Dort kommen wir uns zwangsweise ins Gehege. Richtig uebel wird es, wenn das in Engstellen/Schikanen passiert. Ich hatte Glueck und die Fuehrungsgruppe ist nur an der Geraden vor der Wende am Friedhof an mir vorbei. Ich war platt und bin da mit 30 Km/h lang, die anderen Gefuehlt mit doppeltter Geschwindigkeit eine Handbreit an mir vorbei. In einer Kurve haette ich mich da extrem unwohl gefuehlt, so ging es einigermassen. Ich hatte auch weniger ein Problem damit, so dicht ueberholt zu werden, als so schnell. Ich hatte da nur gedacht: "Oh Gott, oh Gott, hoffentlich sieht mich auch jeder" und gleichtzeitig kam da die Frage in mir auf, warum zum Teufel man in Runde 3 oder 4 schon den rechten Rand dicht machen muss? So viel besser seid ihr nun auch nicht, dass ihr schon von da aus den Sprint einleiten koennt. Bei der - oh peinlich - naechsten Ueberrundung haette ich nicht mal eine Flasche nach euch werfen koennen. So viel Abstand habt ihr gelassen.

Wenn wir auf ein paar Sekunden verzichten, um euch in den Engstellen nicht im Weg zu sein, koenntet ihr so nett sein und uns nicht das Gefuehl geben, ueber den Haufen gefahren zu werden, wenn es aus renntaktischer Sicht komplett unnoetig ist. Ansonsten koennte ich eines Tages auf die Idee der Dame vom ersten Velothon kommen: schoen mittig fahren und dem Gemotze erwidern, dass man ja nicht so schnell fahren muss :Weissnicht: (OK, zu ihrer Entschuldigung: das hat sie im Bereich der Felderzusammenfuehrung Hausfrauen gegen 120 Km gerufen. Und die Langsamen wurden dort ausgerechnet von Links eingeleitet)

Als Sonntagsfahrer kommt man sich bei dem Rennen als echter Fremdkoerper vor. Niemand in der eigenen Leistungsklasse um einen herum und man hat als mobiles Hindernis das Gefuehl, die Wildcards fuer die Samstagsrennen zu bezahlen. Zumindest kommt es so bei mir an. Was da positiv heraus sticht, ist das Brompton-Rennen. Vermutlich waere auch alles halb so wild gewesen, wenn das Rennen puenktlich gestartet waere und auch die langsamen 120er ihre letzten Runden haetten fahren duerfen. Die 60er durften das ja.

Gibt es hier eigentlich Leute, die die kurze Runde gefahren sind? Ich wuesste gerne, ob es da anders zu geht. 60 sind mir vom Preis-/Leisungsverhaeltnis zu kurz. Aber wenn es da entspannter zu geht, sollte ich einfach naechstes Jahr die Kurze komplett durchfahren und danach gemuetlich mit Bratwurst, Bier und Ratter an der Strecke stehen.
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Beitragvon crumble » 19.08.2014, 23:04

Booya hat geschrieben:Hier mein Video zum Rennen bis zu meinen "Defekt"
https://www.youtube.com/watch?v=JzuK_E4QgHw
Dank deinem Link habe ich ein Video der Pressekonfernez gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=WUWRtfh2ClQ

Anscheinend planen die Veranstalter naechstes Jahr aus dem Stadtgebiet heraus zu fahren. Wenn die Strecke so lang wird, dass es nicht mehr zu (vielen) Ueberrundungen kommt, kann man mein Gemecker eh vergessen. Fuer die Zuschauer ist natuerlich ein Rundkurs attraktiver, als Fahrer ist mir aber Abwechslung lieber.

Ich hoffe nur, dass sich dann ein paar mehr Sonntagsfahrer finden, damit man nicht stundenlang alleine durch die Gegend eiern muss. Das ist eindeutig uebler fuer mein Nervenkostuem als alle 40 min 10 Sekunden in Panik zu sein.
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Beitragvon Helmut » 19.08.2014, 23:48

crumble hat geschrieben:Anscheinend planen die Veranstalter naechstes Jahr aus dem Stadtgebiet heraus zu fahren. Wenn die Strecke so lang wird, dass es nicht mehr zu (vielen) Ueberrundungen kommt, kann man mein Gemecker eh vergessen.
Sollte mir der Kurs lang genug erscheinen, würde ich dann meine erste Bremen Challenge mitfahren. Über die Rote Laterne bräuchten sich die anderen dann keine Gedanken machen.

Hier die kurze Reportage von Radio Bremen:

http://www.ardmediathek.de/tv/buten-un- ... Id=6494936
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Booya » 20.08.2014, 10:29

crumble hat geschrieben:Wenn wir auf ein paar Sekunden verzichten, um euch in den Engstellen nicht im Weg zu sein, koenntet ihr so nett sein und uns nicht das Gefuehl geben, ueber den Haufen gefahren zu werden, wenn es aus renntaktischer Sicht komplett unnoetig ist.
Ich bin die kurze Strecke gefahren, insofern kannst Du dir anhand meines Videos ja ein Bild machen, wie es da so zugeht. Im wesentlichen nicht anders, als auf der kurzen Strecke. Die Gefahr überholt zu werden, ist wohl nur kleiner.

Jedermann Rundstreckenrennen sind in der Tat ein Problem, wegen den Überrundungen. Kann ich schon verstehen, dass Du dich da unwohl fühlst, wenn Du minutenlang keinen siehst und plötzlich kommt da so eine wilde Horde und prescht mit Tempo 48 an dir vorbei.

Ob es eng wird oder nicht, hängt von vielen äusseren Faktoren ab und hat nur ganz selten mal was mit mangelnder Rücksicht auf die überholenden zu tun. Ist es gerade eng? Von wo kommt der Wind? Wurde gerade eine Attacke gestartet und das Feld versucht die wieder einzufangen?

Die Jungs vorne (und das gilt sehr extrem für die lange Strecke der GCC-Rennen, weil da die Sieger für den GCC-Gesamtsieg fahren) liefern sich ein permanentes Teambattle auf ziemlich hohen Niveau. Da wird attackiert und gekontert und immer ganz hart am Gas gefahren. Ich hab allerdings auch noch nie erlebt, das ein überrundeter vom Führungsfeld umgefahren wurde.

Meistens wird es eng, weil so ein Feld meistens eher wie eine Pfeilspitze sich fortbewegt. Der vorderste fährt noch mit grossen Abstand an dir vorbei..die dahinter sind weiter aufgefächert und kommen dir deswegen immer näher. Sicherer ist es meistens auch hier, wenn so hart gefahren wird und der Wind von vorne kommt, dass alle wie eine Perlenkette aufgereiht sind.
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Beitragvon Scotty62 » 20.08.2014, 17:51

Konkursus hat geschrieben:Ansonsten bleibt festzuhalten: dies ist keine Veranstaltung für "Jedermänner", sondern eine Team-Rennveranstaltung, an der Jedermänner teilnehmen dürfen. Wurde so ja auch schon despektierlich bei der Anmoderation verkündet. Nachdem alle Berühmtheiten so vorgestellt wurden, wurde dann noch nebenbei bemerkt, "die anderen" können sich ihre Urkunden natürlich auch via internet ausdrucken.

Auch nach den Erlebnissen der Vorjahre frage ich mich nur, welche "Qualitätsstandards" erfüllt werden müssen, um zu den GCC-Rennen zu gehören. Hoch können sie nicht sein.
Nicht Qualität sondern Gebühren geben den Ausschlag, deswegen war Hannovers VeloChallenge dies Jahr wohl auch nicht dabei.

Du hast als Veranstalter wohl einige "Teams" mehr am Start, verschreckst aber umso mehr "Jedermänner".

Bremer Besonderheit sind halt die recht kurzen Runden. Auf langer Strecke paßt es dann ja wieder.
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Gruß Scotty
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Kurze Runde war wohl entspannter

Beitragvon Windschatten » 20.08.2014, 20:08

Booya hat geschrieben:Ich hab allerdings auch noch nie erlebt, das ein überrundeter vom Führungsfeld umgefahren wurde.
Ich (indirekt) schon und zwar bei der 2. Bremen Challenge, als die Führungsgruppe einen Überrundeten regelrecht abgeschossen hat. Mein Schulfreund, der liebenswürdigerweise Fotos von mir geschossen hat, berichtete geschockt davon. Ich bin auch danach überrundet worden und empfand die Gruppe auch als durchaus bedrohlich.

Nun aber zu diesem Jahr: Ich bin die kurze Strecke gefahren und das auch noch mit Gratisstartplatz (danke nochmal an Helmut und Stephan Menke). Das Rennen selber war erfreulich unhektisch. Unschön war die geschlagene Stunde Wartezeit bei ca. 12 Grad Celsius, weil angeblich die Polizei die Strecke nicht freigegeben hat. Der Grund sollen mit Flatterband "eingesperrte" Autos gewesen sein, deren Besitzer trotz Radrennen wegfahren wollten. Wie viel man davon nun der Polizei in die Schuhe schieben kann und wie viel mangelnder Information an die Anlieger (Letzteres beklagte der "Weser Kurier" am Montag), kann ich nicht beurteilen. Für eine solche Veranstaltung jedenfalls peinlich. Selbst Marcel Wüst verweigerte nach einer halben Stunde, noch weiter den Unterhaltungskasper zu spielen.

Nach einer Stunde eröffnete der Veranstalter das Rennen mit einer neutralisierten ersten Runde, um "den Bremern mal zu zeigen, dass hier wirklich ein Radrennen statt findet". Es sollte mit 25 km/h gefahren werden. Ich fand das gut, so zum warm werden und Strecke kennen lernen. Dem Führungsfahrzeug hat wohl keiner etwas davon gesagt: nach dem Aufstieg auf die Hochstrasse war das Feld schon mindestens 500 m auseinander gezogen. Als wir in der Mitte des Feldes merkten, was gespielt wird, mussten wir direkt auf Renngeschwindigkeit gehen. Nach der ersten Runde wurde das Rennen dann tatsächlich für die restlichen 4 Runden per Durchsage frei gegeben.

Da mir die ersten vorbeiziehenden Gruppen alle zu schnell waren, bin ich auch einige Zeit alleine durch den Wind gesegelt. Nach 2,5 Runden fand ich dann eine Gruppe, die im weiteren Verlauf wie ein Schwarzes Loch immer mehr Fahrer aufnahm, so dass wir deutlich unter 2 Stunden für die Strecke brauchten. Das Lustige daran: auf anspruchsvolleren Strecken (Rund um den Elm) spüre ich schon mal den Besenwagen im Nacken. Dieses Mal konnte ich (fast) den Spieß umdrehen. Noch eine halbe Runde länger und wir hätten den Besenwagen überrundet.

Zum Fahrerfeld: mit einem fast 36er Schnitt von fast 70 % des Feldes abgehängt zu werden, sagt einiges darüber, wie viele echte Jedermänner da waren. Ich habe keinerlei Rowdys im Feld gemerkt. Es wurde schnell, aber mit Rücksicht auf die Nebenradler gefahren auch in den Engstellen, wie Wartburgplatz oder die Wendekurve oder die Kurve vor der Zielgeraden.

Dennoch: mit dem Gratisstartplatz war es eine Ehrensache dort anzutreten, aber bezahlen würde ich dafür nicht. Die Startverzögerung gab es übrigens schon bei der 2. Challenge (die meine erste war).
Wenn ich mich mal für keinen Gang entscheiden kann, wird halt Fixie gefahren!
berndmeyer

Beitragvon berndmeyer » 20.08.2014, 21:07

Klare Ansager des Veranstalters, wie das bei "seinem" Rennen abläuft. Finde ich gut.
Knud
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Beitragvon Knud » 20.08.2014, 22:44

berndmeyer hat geschrieben:
Klare Ansager des Veranstalters, wie das bei "seinem" Rennen abläuft. Finde ich gut.
Hilfreich. Keine Frage. Wenn klar gesagt wird, was man will und was auch nicht, steigt die Chance, dass es am Ende auch so wird, wie man es sich vorstellt. Und damit ist auch endgültig klar, dass diese Veranstaltung nichts für mich ist.

So ist Radsport nun mal, ist kein Grund Strecken so zu planen, dass Jedermänner (mindestens gefühlt) gefährdet werden.

Knud
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Beitragvon crumble » 21.08.2014, 00:15

Booya hat geschrieben:Sicherer ist es meistens auch hier, wenn so hart gefahren wird und der Wind von vorne kommt, das alle wie eine Perlenkette aufgereiht sind.
Ja, die waren da gerade in Einerreihe und wegen dem Wind mit minimalen Abstand unterwegens.

Fuer die Teamfahrer mag das auch vollkommen OK gewesen sein. Jeder hat seine Linie gehalten, es war nicht boeig und bis yu Kurve war es noch weit. Vom Gefuehl her wurde ich da als Schikane benutzt, um mit ein bischen Glueck eine Luecke in die Gruppe zu reissen, wenn jemand mal ein wenig weiter ausweichen muss.

Ansich war es nicht schlimm, wenn man in die Faehigkeiten und Aufmerksamkeit der Fahrer vertrauen kann. Die Teamfahrer koennen das vielleicht, wenn sie erst einmal an den VIP-Blocks vorbei sind. Durch mehr Trainingskilometer, Selektion und Trainingslager, kennt man sich halbwegs und weiss, dass niemand einfach so quer ueber die Strasse schiesst.

Bei uns Sonntagsfahrern startet man staendig in einem Pulk mit komplett unbekannten Leuten, von denen ab und zu mal jemand mangels Erfahrung, aus Unachtsamkeit, Erschoepfung oder einfach weil es sich um ein A* handelt, komplett quer schiesst, zu spaet ausweicht oder langsam aber sicher irgendwo gegen faehrt. Wenn Du so etwas ca. jedes 10te Rennen live mitbekommst, wuerdest auch Du Dir etwas mehr Abstand wuenschen, um Dich sicher zu fuehlen. Erst recht wenn man mitbekommen hat, dass man vielen Jedermaennern auf der Langstrecke die Erschoepfung erst ansieht, wenn sie urploetzlich seltsame Fahrmanoever machen.
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Beitragvon Booya » 22.08.2014, 16:05

crumble hat geschrieben:
Booya hat geschrieben:Sicherer ist es meistens auch hier, wenn so hart gefahren wird und der Wind von vorne kommt, das alle wie eine Perlenkette aufgereiht sind.
Ja, die waren da gerade in Einerreihe und wegen dem Wind mit minimalen Abstand unterwegens.

Fuer die Teamfahrer mag das auch vollkommen OK gewesen sein. Jeder hat seine Linie gehalten, es war nicht boeig und bis yu Kurve war es noch weit. Vom Gefuehl her wurde ich da als Schikane benutzt, um mit ein bischen Glueck eine Luecke in die Gruppe zu reissen, wenn jemand mal ein wenig weiter ausweichen muss..
Ich hoffe nicht, dass jemand das wirklich macht, einen Überrundeten als Schikane zu benützen. Geben tut es sowas... hab selbst mal einen dafür verbal gefaltet, dass er das versucht hat. War nen älterer Kerl, der mit allen Tricks gearbeitet hat. Model: --- "Früher war alles härter und wir haben weniger gejammert"

Aber hab ich schon lange nicht mehr mitbekommen. Die jungen (bis auf wenige Ausnahmen) scheinen da rücksichtsvoller geworden zu sein.

Hoffe ich zumindestens.

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