Rund um den Elm '14, Braunschweig (Berichte + Video)

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kmoorschlatt
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Rund um den Elm '14, Braunschweig (Berichte + Video)

Beitragvon kmoorschlatt » 08.07.2014, 13:52

Meinen Rennbericht starte ich mit dem Radler-Dialog des Tages. Mitten in der Steigung auf den Amplebener Berg (durchschn. 7, max. 10 %) meine Frage an den Nebenmann: "Wie lang ist die Steigung noch?" Er: "Viertelstunde etwa." Weiterer Fahrer in unserer Gruppe: "Ok, dann steige ich ab, warte ´ne Viertelstunde und fahre dann weiter." Hat er aber dann doch nicht gemacht...

Jetzt aber von Beginn an: Da ich wusste, dass es bei den zwei Anstiegen hart für mich wird, wollte ich möglichst weit vorne in den Elm hineinfahren. Also vom Start weg Tempo gemacht und die Spitzengruppe gehalten. Herrlich, dass machte Spaß. Mal eine Fahrt mit dem Führungsfahrzeug auf Sicht. 15 km ging das gut. Auf flachen Terrain sicherlich auch noch länger. Aber dann wurde es hügeliger. Und wie erwartet, musste ich dann doch die Spitze ziehen lassen. Von hinten kam die zweite Gruppe. Bei der Steigung durch das Reitlingstal ließ ich dann auch die Gruppe ziehen. In einer kleinen Gruppe ging es in die schnelle Abfahrt und dann hoch auf den Amplebener Berg. Erneut die schnelle Abfahrt genießen und dann über die leichteren Hügel und mit Gefälle zurück zum Ziel nach Braunschweig. Am Ende war es dann für mich Platz 164 nach 696 absolvierten Höhenmetern und 68 km.

Eine schöne Veranstaltung bei herrlichem Sommerwetter. Auch die Versorgung im Ziel war klasse. Dabei konnte man dann auch noch die C-Klasse Fahrer bei ihrem Kriterium beobachten. Zur Teilnehmerzahl: vor dem Start standen knapp 300 Fahrer auf der Liste. In der Ergebnisliste tauchen 231 Herren und 7 Damen auf. Ich denke mal, dass aufgrund der etwa 30 Grad Celcius in Kombination mit knapp 700 HM doch einige Aufgaben dabei waren.

Ein kleines Video mit Ausschnitten vom Rennen:

https://www.youtube.com/watch?v=CNKqxKhHnXE
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rob
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Beitragvon rob » 08.07.2014, 14:38

mensch da haste mich am start aber ordentlich in szene gesetzt :cool:
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Windschatten
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Hartes Rennen Rund um den Elm

Beitragvon Windschatten » 20.07.2014, 20:37

Ich habe es auch so gemacht, wie von kmoorschlatt beschrieben und mich weit vorne aufgestellt, aber eher, um immer ein nachkommendes Grüppchen zum Dranhängen zu haben, was bei nun 300 Teilnehmern anlässlich der 100. Austragung auch grundsätzlich hingehauen hat. Anfangs schien es zwar ein Déjà-vu zu 2009 zu werden, weil so viele an mir vorbeiflitzten, aber es war ja genug Nachschub da.

Solange ich schnell genug war, war ich auch als Kolonnenführer-Oberwindschatten für andere gut genug. Ich dachte zwischendurch mehrmals, nun der Letzte zu sein, aber selbst hinter Apelnstedt kamen noch ganze Gruppen an mir vorbei. Von Evessen nach Erkerode konnte ich kurz den Windschatten eines Treckers mit Bauwagen nutzen, bergab war er zu langsam. Kurz vor Groß Rode kam ich in einer Gruppe an, die sich in dem kurzen Steilstück aus Einzelfahrern wie eine Ziehharmonika zusammengezogen hatte. Oben sagte uns der Besenwagenfahrer fairerweise, dass wir Probleme mit dem Zeitlimit kriegen könnten. Noch waren wir ca. 2 min schneller als die 28-km/h-Marschtabelle. Ich hatte mir einige Uhrzeiten davon aus dem Programmheft gemerkt (ich fahre seit einem Jahr bewusst ohne Tacho).

Nach der ersten Abfahrt vom Samplebener Berg hatten wir einen Schnitt von 29,8 km/h, nach Aussage von 2 Fahrern, also durchaus Chancen, den Amplebener Berg über im Rennen zu bleiben. Zu dessen Beginn war ich bereits im ersten Gang und das Leiden begann in vollem Umfang, in doppelter Hinsicht: Ich selber litt ordentlich, aber ich habe noch nie über eine solche Distanz (die 1,6 km eben) und eine solche Zeit (15 min?) so viele andere Radler ebenso sehr leiden sehen. Hinter mir meinte ich, den Besenwagen tuckern zu hören – Frechheit, uns erst hier hoch zu lassen und dann aus dem Rennen zu nehmen. Aber erst war es nur ein Kleinwagen, der sich lange nicht getraut hatte, zu überholen. Aber am Ende des Amplebener Berges, wo wir nochmal kräftig angefeuert wurden, hatte ich den Besenwagen tatsächlich förmlich am Hinterreifen kleben. In der Abfahrt fuhr ich ihm weg, doch auf Höhe Kneitlingen überholte der Besenwagen meine Gruppe. Wir waren nach Marschtabelle tatsächlich ca. 1,5 Minuten zu spät in Ampleben. So hatte der Besenwagen wohl am Amplebener Berg doch Mitleid mit uns gehabt.

Wir haben dennoch weiter Gas gegeben. Noch vor Volzum überholten wir den Besenwagen, der am Straßenrand ein Rennrad einlud. Danach haben wir den Besenwagen nicht mehr gesehen. Kreuzungen waren weiter für uns gesperrt - super. Nachdem ich die Gruppe noch mit in die Welle am Ende von Volzum hochgeführt hatte, zog mir nach dem Abzweig nach Apelnstedt jemand den Stecker raus und ich wurde deutlich langsamer. Zwei fuhren vor mich und zogen weiter, während zwei weitere hinter mir blieben. Sie hatten nicht gemerkt, was mit mir los war. Als sie dann doch vorbeizogen, waren die ersten beiden schon zu weit weg. Ich dachte mir nur noch „dann seh´ mal zu, wie Du nach Hause kommst“, aber im ersten Teil der Abfahrt war ich schon wieder bei den beiden und kurz darauf wieder vorne im Wind und zog sie mit über die Gegenwelle nach Apelnstedt hinein.

Wir wechselten die Führung nun in immer kürzeren Abständen. Im Ortsausgang aus Hötzum musste ich vorne fahrend aus dem Sattel gehen, um das Tempo zu halten und da müssen wir einen wohl verloren haben. Zu zweit wechselten wir uns weiterhin bis hin zur Zielgeraden ab. Im leicht ansteigenden Teil vom Schöppenstedter Turm zum Friedhof merkte ich, dass mein Begleiter Christian genauso wie ich auf der allerallerletzten Rille fuhr. Als ich mich bei ihm nach der Zieldurchfahrt für die Zusammenarbeit bedankte, sagte er, er müsse doch mehr trainieren. Er wäre dieses Jahr nur 6 km gelaufen und einmal 20 km Rad gefahren. Ääääääh....... gut, er ist etwa 20 Jahre jünger als ich, aber …... Egal, wir waren gerade mal 2,5 min vor dem Limit (2:23) im Ziel.

In den Ergebnislisten stehe ich nun als 220. von 231. männlichen Finishern. Wie kmoorschlatt oben anführte, sind gut 60 Fahrer auf der Strecke geblieben – das Rennen ist schon nicht ohne.
Wenn ich mich mal für keinen Gang entscheiden kann, wird halt Fixie gefahren!

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