Velo Challenge Hannover '14 (Berichte, Bilder + Video)

Deichfahrer
Danish Dynamite
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Velo Challenge Hannover '14 (Berichte, Bilder + Video)

Beitragvon Deichfahrer » 29.06.2014, 18:49

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Diesmal ohne Übernachtung in der Niedersächsischen Hauptstadt, fuhr ich heute morgen Richtung Hannover. Die Wettervorhersagen auf allen Kanälen versprachen Regen im großen Umfang. Somit fuhr ich bei Regen von Hamburg nach Hannover. Selbst in Hannover kamen dicke fette Tropfen vom Himmel runter. Ich war fest entschlossen an den Start zu gehen und das bedeutet kein zurück mehr.

Nach der Startunterlagenabholung am Maschsee musste ich erstmal die richtige Klamottenwahl treffen, schließlich will ich nicht frieren aufm Rad. Armlinge, Sommerthermohemd, Regenjacke, 2 Radlerhosen, Regenüberziehschuhe und keine Handschuhe, damit kann man nun wirklich nicht frieren.

Nun ging es zum Maschsee an den Start und es regnete weiter. Es war deutlich zu erkennen, dass viele nicht an den Start gegangen sind. Mir war es egal, mein Plan war, bei diesem Regen eine Trainingsrunde zu drehen. Nicht ICE-, sondern Diesellok-Tempo machen, heil will ich mein Ziel erreichen.

Nach dem Start ging es im RTF-Tempo aus Hannover raus. Die Gruppe fuhr sehr verhalten und übersichtlich. Ich merkte schnell, alle wollen heil das Ziel erreichen. Nach 20 km hörte es auf zu regnen und die Straße wurde langsam trocken.

Es ging über Hüpede nach Coppenbrügge, dorthin musste erstmal der Deister bezwungen werden. Da ich nun leidenschaftlicher Bergfahrer geworden bin, ging es im zügigen Tempo den Berg hoch. Weiter ging es über Bad Münder nach Messenkamp, dort ging es zum Aufstieg Nienstedter Pass, auch hier ohne Probleme hoch gekommen. Da sehr bescheiden gefahren wurde, erhöhte ich mein Tempo und somit fand eine 6 Mann starke Gruppe zusammen, die mein Tempo mithalten konnte. Als wir den Gehrdener Berg hinter uns hatten, wurde das Tempo nochmals erhöht, daraus entstand nun ICE-Tempo, ja, das Feeling und auspowern. In Hannover am Maschsee wurde das Ziel heil erreicht.

Für mich hat es richtig Spass gemacht, trotz Regen am Anfang des Rennens. Die Ausschilderung war super und es wurden besondere Gefahrenstellen in den Fokus mit extra Schilder hingewiesen. Vielen Dank an die vielen Helfer und den Veranstalter.

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bort
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Regen kocht auch nur mit Wasser

Beitragvon bort » 30.06.2014, 09:12

Der Regen kocht auch nur mit Wasser

Nachdem schon ab Samstagnachmittag klar wurde, dass Sonntag eine Regenschlacht zu erwarten ist, drehte sich bei mir auch alles um die Kleidungsfrage. Am Ende fuhr ich pragmatisch in kurz / kurz, mit Windweste und Arm-/Knielingen, in der Hoffnung, dass es nicht komplett bis mittags durchregnet. Extragimmick an den Füßen waren Überschuhe. Da die oben nicht komplett wasserdicht abschließen, habe ich sie mit ein paar Bahnen Gewebeklebeband ans Bein geklebt (das war der Tipp eines Bekannten, der passionierter Schlechtwetterfahrer ist).

Zusammen mit 3 Teamkollegen der Equipe ging es um kurz vor 8 Uhr in die S-Bahn nach Hannover, wo wir uns um 8:30 bei bestem Regenwetter am Maschsee mit den anderen 6 Fahrern der Equipe trafen.

Um kurz nach 9 wurden die Teilnehmer der 67 km in den Blöcken A und B auf die Strecke gelassen, im Block C durften wir uns noch bis 9:30 Uhr durchweichen lassen, bevor es auch für uns los ging. Mittlerweile war ich schon komplett durchweicht und ahnte schon Böses, aber bereits nach den ersten 2 Kilometern waren alle Zweifel weg und der Körper kam auf Renntemperatur.

Das Feld rollte vorsichtig aus Hannover heraus, scheinbar waren die meisten Fahrer erfahren genug und gingen in den Kurven keine Risiken ein. Auf dem Weg zum kleinen Deister hörte sogar der Regen auf und ab zu lugte sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Ab Coppenbrügge wurde das Wetter immer besser und die Strecke und meine Klamotten trockener. So ging es dann flott in einer großen Gruppe durch die wellige Landschaft auf der Südseite des Deisters.

Wie zu erwarten, trennte sich Spreu von Weizen auf dem Weg hoch zum Nienstedter Pass. In der Abfahrt enteilte mir die Gruppe und kurz nach Egestorf war ich dann allein auf weiter Flur - ärgerlich! Erst hinter dem Gehrdener Berg konnte ich mich wieder in eine ca. 10 Mann starke Gruppe einreihen und zusammen wurden mit guter Teamarbeit die letzten 20 Kilometer zurück nach Hannover absolviert.

Kurz bevor es mit einer letzten 90° Kurve auf die laaange Zielgerade am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer geht, erblickte ich einen Fahrer mit HFS-Hose und grüner Regenjacke - Deichfahrer!

Im Ziel dann Großes Hallo mit den anderen Teamkollegen und danach eine Hopfenkaltschale auf die überstandene Regenschlacht!

Bild

Dies war meine 4. Teilnahme an der Velo Challenge. Die Veranstaltung "läuft", es gibt aber keine großen Überraschungen - leider. Keine Pastaparty im Rahmenprogramm, kein Gutschein für ein Hefeweizen nach dem Rennen. Da geht noch was, denke ich.

Ansonsten war die Orga wie immer gut - Danke an den Veranstalter und die vielen freiwilligen Helfer. Die Streckenabsperrung war dieses Jahr exzellent: Ich habe nicht einen "Geisterfahrer" auf der Strecke gesehen und auch keine fahrlässig geparkten Fahrzeuge am Straßenrand. Auch habe ich keinen einzigen Sturz oder Notarzteinsätze gesehen - das mag aber auch an der geringen Starterzahl gelegen haben (insgesamt 1.100 Fahrer im Vergleich zu knapp 2.000 in den Vorjahren)
Die zweite Luft hat den längeren Atem
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Beitragvon pelu2064 » 30.06.2014, 11:05

Mein Eindrücke von Velo City Night / Velo Challenge

Messe
- klein, ist Ausbaufähig
- Lastenräder für mich neu
- Wetter sonnig

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Vello City Night
- Wetter: regnerisch
- Teilnehmer wenige (nur Schönwetterfahrer?)
- Stimmung feucht fröhlich
- gut gesicherte Strecke durch Ordner und Polizei

Mein Fazit: gelungene Sightseeing Tour durch das abendliche Hannover

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Vello Challenge
- Wetter: beim Start Regen
- Streckensicherung sehr gut
- Zuschauer an der Strecke wenig, aber mitreißend
- Strecke abwechslungreich und gut befahrbar

Mein abschließendes Urteil: Wenn ich es zeitlich einrichten kann, komme ich gerne wieder nach Hannover.

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Hier kommen meine

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 30 Bilder von der Velo Challenge Hannover <<<</a>.

Moin moin aus Bremerhaven

pelu2064

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F75 Pilot
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Beitragvon F75 Pilot » 30.06.2014, 12:51

Für mich waren die 116 km Velo Challenge wie letztes Jahr der Höhepunkt meiner Jedermann-Rennen. Die großenteils flache Strecke mit den beiden Anstiegen über den Deister, wo man sich auch ein wenig beim Bergfahren austoben kann, sind für mich eine gute Kombination. Außerdem gibt es in Hannover den coolsten Starterbeutel und die hübscheste Trinkflasche. :GrosseZustimmung:

Als ich nach Abholung der Startunterlagen wieder am Bahnhof in einem Cafe saß und mir die Bindfäden anschaute, die vom Himmel niederprasselten, stellte ich mir allerdings schon die Frage, was ich mal wieder für einen Unsinn machen würde. In Berlin empfand ich die Fahrt durch Regen und Kälte noch als Herausforderung. Jetzt war ich nur genervt.

Im Zielbereich stellte ich mich zunächst bei den Orgazelten unter. Hier bildeten sich kleine Schlangen von Fahrern, die ihre Transponder zurückgaben. Als ich mich dann in Startblock D einreihte, merkte ich, daß die Anzahl der Mitstarter überschaubarer war, als im vergangenen Jahr. Ein Umstand, von dem ich allerdings angesichts der Konkurrenz mit dem Jedermannrennen in Kassel am selben Wochenende auch ohne Regen ausgegangen bin.

Von ganz hinten startend ging es zunächst mit 40+ am Startblock vorbei nach vorne. Bald erreichte ich die Führungsgruppe des Startblocks, die ein gutes Tempo fuhr. Jetzt nur nicht abbrechen lassen, dachte ich mir und reihte mich bescheiden in das Ende der Gruppe ein. Leider hatten die Kollegen in den Reihen vor mir nicht ganz denselben Ehrgeiz. In den engen Kurven und Kreiseln ließen sie es immer wieder abbrechen. Drei Mal konnte ich die Lücke zufahren. Beim vierten Mal klappte es nicht mehr. So fand ich mich verlassen mit einem Mitstreiter auf weiter Flur. Wir wechselten uns ein wenig ab, bis von hinten eine zweite Gruppe kam, die seltsamerweise in der Folge immer langsamer wurde. :sad: Der Regen hatte mittlerweile aufgehört. Wind war auch nicht so dolle. Trotzdem sackte das Tempo zeitweise unter 30 km/h. So ging es im gemütlichen Tempo zum kleinen Deister, den die Gruppe auch mehr oder weniger geschlossen in Angriff nahm. Hinter dem Deister wuchs die Gruppe wieder an und es ging spürbar flotter zur Sache.

Trotz des schlechten Wetters am Morgen waren hier in den Dörfern durchaus viele Zuschauer, die reichlich Lärm machten und das Fahrerfeld begrüßten. Am Nienstedter Pass wurden aus der Gruppe dann jedoch lauter Einzelkämpfer, die sich den Berg hochkurbelten. Die Abfahrt nahm ich auf nasser Fahrbahn betont vorsichtig. Neben mir rauschte eine Gruppe vorbei, die von einem Team in grünen Trikots angeführt wurde und die kurz zuvor an der Versorgungsstelle gestoppt hatte. Diese Leute machten richtig Dampf und ich merkte bald, daß sich meine Vorsicht ziemlich fatal ausgewirkt hatte. Das Kone Team hatte eine große Gruppe eingesammelt, die in einem Abstand von ca. 300 m vor mir her fuhr. Ich versuchte aufzuschließen, aber trotz 40 km/h in der Ebene kam ich nicht näher. Irgendwann mußte ich sie ziehen lassen und so gurkte ich die letzten 40 km mehr oder weniger allein zurück nach Hannover.

Zum Schluß war ich dennoch zufrieden. Mein Ziel: eine Zeit um die 3:30 zu fahren, hatte ich erreicht und ich war 20 min. schneller als im letzten Jahr, als mich der Sturm eingebremst hatte. Nicht auszudenken, was mit mehr Gruppen und Teilnehmern erreichbar gewesen wäre und mit ein bißchen taktischer Erfahrung. :mad:

Eigentlich hat die Velo Challenge ein weit größeres Starterfeld verdient. Die Orga auf der Strecke ist ohne Tadel und die Strecke ist weit schöner als in Hamburg oder Berlin. Dieses Jahr ist wegen des Regens und der Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen wohl buchstäblich ins Wasser gefallen. Aber zumindest ich werde nächstes Jahr wieder antreten und meine Zeit weiter verbessern.
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Camillo
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Beitragvon Camillo » 02.07.2014, 11:34

Super Rennen wie immer und als Hannoveraner eine Pflichtveranstaltung... leider wie auch schon in Berlin ein sche... Wetter... Irgendwie hatte ich dieses Jahr noch kein Glück bei Rennen 5/5 im Regen... :(

Die 116Km wurden in 02:52:09 unter die Räder genommen und ich war nciht viel langsamer als noch im Jahr zuvor.

Passt, nächstes Jahr bin ich wieder dabei... Logisch!
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Beitragvon Tobias Rohde » 04.07.2014, 09:27

Zusammen mit bort und den anderen Equipe Wedemark-Kollegen war auch ich am Start (auf dem Bild oben in borts Beitrag bin ich der 2. von rechts). Meinen Bericht mit Video gibt's hier.

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