Garmin Velothon Berlin '13 (Berichte + Bilder)

Deichfahrer
Danish Dynamite
Beiträge: 979
Registriert: 11.07.2011, 16:18

Garmin Velothon Berlin '13 (Berichte + Bilder)

Beitragvon Deichfahrer » 09.06.2013, 20:12

Erst mal möchte ich bei diesem Wahnsinnrennen in Berlin schon gleich andeuten, dass Deichfahrer heil und gesund das Ziel erreicht hat. Mit meiner Familie habe ich schon am Freitag die Anreise gemacht, um zwei Tage Berlin zu erkundigen und als Abschluss das Rennen zu machen. :ifreumi:

Am Samstag gegen 14.00 Uhr habe ich die Startunterlagen abgeholt und schaute gleich auf meine Startblockeinteilung, hier kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. :lies: Ich wurde in Block B eingeteilt, also das sagt doch schon was = die Wilden- und Heißsporne-Abteilung. :Zwinkern: Hier kamen meine Zweifel. Bin ich in der Lage, diese harte Abteilung in Angriff zu nehmen? :Weissnicht: Naja, Augen zu und durch.

Auf dem Weg über die Messe traf ich ein paar Foris und ich besichtigte einige Stände. Weit bin ich nicht gekommen, die Lautsprecherdurchsage faselte was von Verlassen der Messe und Polizeieinsatz (Anmerkung Admin: Wegen einer vermeintlichen Bombe im Tiergarten wurde das Gelände vorsorglich geräumt). Hörte sich nicht gut an, also ging es wieder Richtung Brandenburg Tor. Also setzte ich meine Berlintour fort Richtung Alexanderplatz und Kuhdamm.

Der Sonntag war für mich ganz alleine reserviert, das Rennen stand auf dem Programm. Mit großer Erwartung und Spannung machte ich mich auf den Weg zum Potsdamer Platz in Blockeinteilung B. Die Sonne erstrahlte und wärmte Berlin auf. :Sonnenschein: Erst mal schaute ich die Fahrer an, schließlich will ich schon wissen mit wem ich zu tun habe. Nach dem Start ging es sofort in den 45 Km/h-Bereich, wowwww dachte ich, wenn es so weiter, geht bin ich zufrieden. So verlief es in der sehr großen Gruppe verhältnismäßig sehr gut, Es erforderte schon sehr hohe Konzentration und den Gegner auf Abstand zu halten.

Nach ca. 70 km kommt es ganz dicke, ein Fahrer rutsch weg, dann nach zwei km großer Unfall auf der geraden Landstraße, Blut und Schreie. Hier fing mein Kopf mit dem Arbeiten an. Vorher war ich sehr viel mitten in der Gruppe unterwegs, nun fuhr ich außen links der Gruppe, Gruppe war sehr groß ( 200 - 300 Fahrer). Nach ca. 10 km fällt wieder ein Fahrer und als wir wieder Berlin erreichten, schreit einer und es wird wieder wild gebremst. :mad:

Ich war so genervt :geschockt: und änderte meine Taktik, ich ließ mich ganz nach hinten der Gruppe fallen und dort war es auszuhalten. Von der Fahrt über die Extraschleife Flugplatz halte ich überhaupt nichts, enge Einfahrt, bei der zu großen Gruppe könnte unter Umständen Massenkarambolage geben.

Die letzten Km zum Ziel fuhr ich mit höchster Konzentration in einer kleineren Gruppe. Als ich die Ziellinie überquerte, war ich so verdammt glücklich und zugleich erleichtert, das Rennen überstanden zu haben. :D :ifreumi: In Block B wird schon mit harten Bandagen gearbeitet und gekämpft.

Großes Lob an die vielen Helfer auf der Strecke und am Start / Ziel. Diese Veranstaltung ist großes Kino. Um die großen Gruppen zu entzerren auf der Strecke, sollte es gleich mit einer Rampe beginnen.

Jetzt muss ich es erst mal sacken lassen und nun freue ich mich auf die kleine schöne Veranstaltung Velochallenge Hannover.
Benutzeravatar
Harterbrocken
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1519
Registriert: 28.05.2011, 09:43
Wohnort: Williamsburg

Beitragvon Harterbrocken » 09.06.2013, 22:09

Topwetter beim Haupstadtrennen. Also Topbedingungen. Aber trotzdem leider viele häßliche Stürze mit Blut und mit Rettungswagen.

Der Anblick blutverschmierter Gesichter und goldener Rettungsdecken macht für mich den Sinn von Jedermannrennen zunehmend fragwürdig. Dass ich 15 Kilometer vor dem Ziel mit mehr als 45 km/h fast eine Fußgängerin auf einer Kreuzung erwischt habe, weil die Streckenabsicherung gepennt hat, verstärkt meine wachsende Kritik. Gleiches Szenario an anderer Stelle hat offenbar auch einen Crash mit mehreren Fahrern verursacht - zumindest Fußgängerin und Radfahrer wurden bedauerlicherweise ernsthaft verletzt. Die BZ schreibt dazu: "Der Veranstalter zählt bis zum Abend 160 ärztliche Hilfeleistungen und 18 Transporte ins Krankenhaus."

Ansonsten bin ich gut und zügig durchgekommen und habe zum Glück auch viele besonnene und erfahrene Teilnehmer beobachten können.
Zuletzt geändert von Harterbrocken am 10.06.2013, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mirco
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 749
Registriert: 09.08.2010, 17:14

Beitragvon Mirco » 09.06.2013, 22:11

Schöner Bericht.

Rampen gleich zu Beginn entzerren nur bedingt. Einzig eine Teilnehmerbeschränkung, kleinere Startblöcke und sinnvolle Blockeinteilung können gefahrenträchtige Situationen vielleicht etwas minimieren. Allerdings sind solche Wunschvorstellungen für Berlin und Hamburg nur Schall und Rauch, weil diese Veranstaltungen auf reinen Kommerz ausgelegt sind.

Sicherlich muss man dort mal gefahren sein, allein wegen der Atmosphäre, aber dann auch nicht wieder.
Benutzeravatar
Konkursus
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 967
Registriert: 13.08.2008, 09:11
Wohnort: zwischen Hamburg und Bremen
Kontaktdaten:

Beitragvon Konkursus » 09.06.2013, 23:40

Auch ich bin dankbar, dass weder Ulrike noch mir etwas passiert ist. Das ist aber auch alles.

Es war aus meiner Sicht eine reine Katastrophenveranstaltung. Ich bin aus Block D heraus gestartet und es wurde auf den ersten 50 Kilometern nur gebremst an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Eine freie Fahrt war von dort aus kaum möglich.

Unfälle über Unfälle, offenbar wollte jeder auf der B 101 noch einmal richtig Zunder geben, hat jedoch übersehen, dass das bei der Menge der Fahrer gar nicht ging. Streckenabsicherung: ebenfalls schlecht. Bei Bild online hat Ulrike auf der Rückfahrt gelesen, dass das Rennen auf der kleinen Strecke wegen eines schweren Unfalls unterbrochen werden musste.

Nee, ich denke das war´s.
Geht einfach gar nicht so.

Ko
Benutzeravatar
Janibal
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 975
Registriert: 01.12.2008, 14:07
Wohnort: Bad Sooden Allendorf

Big bang

Beitragvon Janibal » 10.06.2013, 00:01

Big Bang Theorie Staffel 9 Teil 6.2013

Kräfte und Momente


Wir befinden uns im Jahr 2013 nach klingonischer Zeitrechnung auf dem Planten Terra. Die Eiszeit geht zu Ende. Eigentlich kann das nur passieren, wenn eine Interreferenz mit dem Paralleluniversum statt findet. Denn das übliche Frühjahr ist ausgefallen, dafür gab es viele Regenfälle. Weder Nominativ, noch Genitiv, Dativ oder Akkusativ, nein ganz naiv Wasser von oben.

Bild

Das stört uns nicht, denn wir befinden uns auf einem Wochenendtag Namens Samstag in der Hauptstadt Germanys, Berlin. Morgen soll hier eine Wettfahrt auf zwei Rädern um die schönsten Ecken führen. Dafür hat sich eine WG gebildet. Neben einer Menge Plastik mit Sattel befinden sich noch folgende Gestalten in den hohen Räumen:

- Der Psychiker Dr. Mad Leonard Matstadter und seine Freundin Britty.

- Dr. Dr. Uwe Sheldon K., statistisch gesehen gut für unseren Interleckt.

- Ing. Noward N., ob er mit fährt, oder zum Terrabegleiter Mond, klärt sich morgen.

- Der altbekannte Ötzy Sacha.

- Und Dirk, The Record.

Als ich in die WG komme, ist nur Ötzy und Noward da, die anderen sind zur Lande- und Startbahn „Fanmeile“ am Brandenburger Tor, weswegen diese erst mal geräumt wird. Morgen soll hier das Velothon in die Parallelwelt starten. Die Köpfe aller sind aber breit. Diverse leere Flaschen schmücken die WG. Ich rufe eine andere Parallelwelt aus Eisen und Schweinen an, ihr Abbild 2beers antwortet, in Berlin läuft nur Schultheiss, alles andere ist Betrug. Na denn.

Bild

Ich muss ins Hofbräuhaus Berlin. Hier findet die Einweisung und Ausstattung der SaferCycling Guides statt. Bei bester Laune und mit Idolen wie Erik Zabel, der Biathletin Sabrina Buchholz und Michael (Orga) werden wir zum Vorbild für die Starter morgen erhoben. Sind ja auch schick, die rot/weiß/schwarzen Leibchen. Fürs eigene Leibchen gibt es dann auch noch in der Festhalle des Hauses Speis und Trank.

Bild

Zurück an der WG ist auch hier Versorgung angesagt. Durch die Wärme und das Licht der Parallelwelt ist es möglich um 21 terranische Stunden nach Tagesantritt halb auf der Straße ein Gelage abzuhalten. Die Straße, für uns die Gelegenheit, Fahrt mit dem Rad auf zu nehmen, trotz all der Regeln und Gesetze hier. Für die Berliner gilt das weniger, mit der Ordnung. Wer kein Pflichtfixi ohne Bremsen hat, wer kein Rot sieht oder rechts und links nicht kennt, der zieht sich passend an, um Vorfahrt zu bekommen.

Bild

So belagern wir einen Konferenzsaal. Es sind zu begrüßen:

- Zwei Mädels aus Germany, Gisela, Monika (Namen geändert).

- Der Namensgeber des Pfingstausfluges neulich, Harterbrocken mit seiner reizenden Begleitung.

- Und Mr. X

Es wird viel geredet zum Start des Velothons morgen. Keiner möchte in der Parallelwelt bleiben, nur teilnehmen. Wir befragen Sheldon zum Thema Verletzung bei Großveranstaltungen: Statistisch alles im Rahmen. Auf die gefahrenen Kilometer der Masse keine ungewöhnliche hohe Rate.

Etwas abweichend zum Thema kommt dann noch die reale Geschwindigkeit und die unreale, also die Imaginäre auf den Tisch. Wir driften in die Parallelwelt der Wurzelausminus1 ab, dabei ist nur die Brutto- oder Nettodurchschnittsgeschwindigkeit gefragt.

Noward verschiebt den Bau einer Mondrakete unter Anleitung von Harterbrocken und wird morgen mit dem Velothon starten. Mad Leonard Mat.stadter zeigt uns, warum rauchen nicht sofort tödlich ist. Warum früher nicht alles besser war und warum die Parallelwelt aus Eisen und Schweinen einen Reiz hat. Wir denken daran, eine billige Kopie in Hamburg zu etablieren, billig halt. Oder halt ab und zu in die ES Welt zu reisen. Britty weiss wovon wir reden, möchte/kann aber nicht folgen.

Wir folgen noch dem Ruf der Kultur Berlins, drehen aber rechtzeitig ab, denn der terranische Tag endet bald. In der WG bringt Mad Leonard Matstadter ein Ständchen und kommt in mein Bett, Britty zeigt mir vorher ihr Bett, Ing. Noward hat zwei Schlüssel in der Wohnung und bleibt im Bett. Ötzy legt sich ein paar Eiswürfel ins Bett und endlich kommt die Ruhe, um noch mal kurz über Gehaltsstufen zwischen A1 und W13 aufgeklärt zu werden.

6 terranische Stunden und 00 terranische Minuten nach Tagesbeginn entlockt der Ötzy seinem Transponder sanfte Klänge. Ein schöner Tag zum fliegen. Der Beton brennt noch vom Vortag, die Straßen sind vorgeglüht und ich gehe durch das Brandenburger Gate, um Ballast ab zu werfen. Kurz darauf treffe ich meinen Erzeuger, der ist durch die Nacht von Hamburg nach Berlin gereist und startet in der allerhöchsten Altersklasse. Ich muss und kann nur sagen, Fahr vorsichtig! Ich begebe mich zur Startbahn C, am Potsdamer Platz. Vor uns die, die sonst nur Skoda fahren, hinter uns die Startrampe für Damen. Aber letztendlich kommen wir alle in 50 terranischen Minuten in eine andere Welt.

Bild

Etwas weiter hinten stehen Mad Leonard Matstadter und Dirk, The Record zum Start bereit. Sheldon, Noward und Ötzy werden später starten und dank der weiteren Entfernung auch später landen. Britty sichtet noch Ulrike und Relef, nach dem sie die 5 (fünf) Bananen von Sheldon zum Frühstück mit verdaut hat. Leider kann sie sich die unreale Marschtabelle von Dr. Dr. S. nicht merken, was auch kein anderer könnte.

Bild

Bild

In meiner Aufgabe als beruhigender Teilnehmer zur Vermeidung von Eskalationen mit optischen Erkennungsmalen muss ich nicht tätig werden. Die Velothonisten nehmen Rücksicht, nehmen raus im Zweifel und nehmen gerne ein Lächeln entgegen. So kann ich bei einer luftmangelbedingten zu frühen Landung eingreifen und zum Weiterflug verhelfen. Auch gebe ich Rückendeckung bei Zwischenstopps an Wegesrand. Leider ist nicht allen zu helfen, der Materialschaden ist teilweise zu groß, Kurbelbruch oder Schaltaugenabriss. Einer Einladung zu einem kleinen Zwischenimbiss folgt keiner/keine. Lieber bei Kerzenschein…

Bild

Bild

Hätte ich Sheldon doch mal nach der Möglichkeit eines Big Bangs gefragt: Ein kleiner Exkurs in die letzten 16 Mrd. Jahre hätte mir mehr Verständnis gebracht, denn nun habe ich ihn. Auf dem Flugfeld von Tempelhof ist es kurz vor mir zu einem blutigen Niedergang (Bang) gekommen. Kurz ein Überblick verschafft, keine akute Lebensgefahr, aber Verletzte teils mit viel Blut. Ein Teilnehmer hat schon die 112 gerufen und so sicher ich die Unfallstelle gegen weitere Treffer ab. Erfolgreich, bis ein Uniformierter sein Motorrad zur Sicherung in den Weg stellt. Er sichert auch das Erscheinen eines Krankenwagens. Gute Besserung von hier. Kurz das Material der anderen untersucht und fahrtauglich empfunden. Weiter Richtung Landebahn 10. Juni.

Bild

Bild

Das Grün weicht immer mehr dem Grau von Beton, in Form von Mauern, Platten und Bauten. Schienen kommen hinzu, der Untergrund wird ruppiger, dabei die Beine immer länger und weicher. Viele geben noch mal alles, sie wollen vor der Landung in die berliner Welt etwas Leid und Schmerz aus der Parallelwelt mitnehmen. Aus einer Welt voller Sonne, Wind und eigener Kraft für den Moment.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Ein erstes positives Feedback an Michael und dann die Räder ins Auto verladen. Mein Vater war vor mir durch, ohne die üblichen Probleme wie Krämpfe, denn er hat auch bei schlechtem Wetter regelmäßig eine kleine Runde gefahren. Nicht so Dirk, The Record. Dieses Jahr kein einzigen Kilometer auf dem Rad und nun 60. Zu seinem Glück ist er mit Dr. Mad Leonard Matstadter geflogen, denn er bekommt sie alle rum. Nach eigenen Angaben wurde fünf Mal an Abbruch gedacht und erst die verabreichte Cola nach der Landung hat die die bösen Geister des untrainierten vertreiben.

Bild

Lange haben wir bei der Bühne von Radio Berlin auf die anderen aus der WG gewartet, uns um Britty gekümmert und gesoffen. Scheinbar hat Dr. Dr. Uwe Sheldon K. unterwegs eine Gleichung zur Unscheinbarkeit erdacht und so haben wir sie nicht gesehen, obwohl die Marschtabelle exakt ausreichend war. Aber mit Tarnkappe …

Bild

So verlasse ich die WG in der Hoffnung, euch nicht nur im TV zu sehen, sondern auch mal wieder Teil sein zu dürfen. Auch wenn mein Beitrag nur nichtig und klein sein wird.

Bild

Bilder aus dieser Staffel:

https://plus.google.com/photos/10638552 ... t9vHlOeAZg

Janibal

<IMG src="https://lh6.googleusercontent.com/-NmBM ... thon17.JPG" width="400">
St. Jan
Benutzeravatar
Twobeers
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 236
Registriert: 13.12.2010, 07:42
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitragvon Twobeers » 10.06.2013, 08:45

Und wieder bin ich froh, daß ich diesem Großereignis nicht beiwohnen konnte. Die abgesperrten Straßen bergen anscheinend noch mehr Gefahren als im normalen Verkehr.

Twobeers
ESK
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 10.06.2013, 09:16

Was war der Velothon mal wieder für eine geniale Veranstaltung. Top Organisation von Upsolut.

@ Konkursus: Katastrophenveranstaltung!?!? So unterschiedlich sind Wahrnehmungen. Bin auch aus Block D gestartet. Habe ein Jedermannrennen noch nie so entspannt fahren können.

Ich habe auf meiner Fahrt, vier Sturzstellen registriert. Jeder Sturz ist schlimm, aber leider bei dieser Masse von Fahrern nicht vermeidbar. Wenn ich bei solchen Veranstaltungen morgens an der Startlinie stehe, bin ich mir darüber im klaren, welches Risiko ich persönlich eingehe.

Upsolut gibt sich schon Mühe, aber den Stress verursachen meistens einzelne Fahrer, die dann leider auch unschuldige und vernünftige Fahrer, in Stürze verwickeln. Zudem: Radsport, noch mehr bei diesem Tempo, ist ein gefährlicher Sport.

Ein Beispiel noch zum Thema Sicherheit: Am Samstag bin ich mit einer Gruppe, auch einen Teil der Orginalstrecke, abgefahren. Uwe Varenkamp (Sportlicher Leiter Jedermannrennen) und Michael von Upsolut waren von offizieller Seite mit dabei. Es wurde mit erklärenden Worten ein vernünftiges Verhalten der Fahrer eingefordert, auch bestimmte Gefahrenstelle angefahren und auf Risiken hingewiesen. Auf diese Fahrt wurde auch auf der Internetseite vom Velothon geworben.

@Harterbrocken: Jedermannrennen in Frage stellen, und Streckenposten "gepennt":

1. Einfach nicht teilnehmen, aber anderen diesen Spaß gönnen.
2. Gepennt, würde ich nicht zu Leuten sagen, die ihre Freizeit opfern, um mir diesen Spaß zu ermöglichen.
Benutzeravatar
Twobeers
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 236
Registriert: 13.12.2010, 07:42
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitragvon Twobeers » 10.06.2013, 09:29

Außerhalb von Berlin kam dem Hauptfeld ein Pkw auf gesperrter Strecke entgegen. Da hat Bäuer Kasuppke seine Frau wieder nicht die Plakate am Straßenrand lesen können... Dafür hupte sie dauerhaft und fuhr in der Mitte der Straße, weil sie sich im Recht sah.

Twobeers
ESK
Benutzeravatar
Camillo
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 114
Registriert: 02.04.2012, 08:56
Wohnort: Hannover

Beitragvon Camillo » 10.06.2013, 10:20

Bin das zweite Mal in Berlin gestartet. Letztes Jahr noch aus Block E, ging es für mich dieses Jahr aus Block A auf die Reise. Pünktlich um 9:25 ging es auch schon los, vor uns der VIP-Block... Dazu fällt mir nicht viel ein, denn eine größere Gruppe dieser sogenannten VIPs hatten wir schon nach 6-10 Km gestellt. Mein Tacho zeigte (wenn ich mal drauf geschaut habe) die ersten Km Geschwindigkeiten um die 50+, was zufolge hatte, dass selbiger bald einen Schnitt von 45 anzeigte.

Erster Unfall in der Havelchaussee, war aber nichts wildes, da bergauf und somit kein allzu hohes Tempo. Danach hat es immer mal wieder geknallt, was nicht zuletzt daran liegt, das 80 Km vor dem Zeil manche meinen, es geht schon um Positionskämpfe.

Die Einfahrt zum Flughafen ist natürlich sehr unglücklich, zum einen viel zu eng, zum anderen zieht sich das Feld komplett auseinander. Was für den einen ein Vorteil und für den anderen ein Nachteil ist.

Froh bin ich, dass ich heile ins Ziel gekommen bin und mit meiner Platzierung sowieso. Ob ich nächstes Jahr starte weiß ich noch nicht, Berlin ist immer eine Reise wert... Aber muss es dann zum Velothon sein??? Zumindest war es top organisiert, da kann ich zumindest nichts bemängeln.

;-)
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
Benutzeravatar
Tomcat
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 262
Registriert: 29.03.2012, 23:04
Wohnort: Harsefeld
Kontaktdaten:

Beitragvon Tomcat » 10.06.2013, 13:34

Mit hat es wieder super gefallen. Ich liebe diese ganze Atmosphäre an diesem Wochenende und die gemeinsame Tour mit so vielen Fahrern durch Berlin. Dasa das Risiko eines Strurzes hier höher ist, als bei einer Sonntagsfahrt zuhause, weiß man vorher. Entweder man geht das höhere Risiko ein und fährt so ein Rennen oder halt nicht.

Auf die Gefahrenstellen wurde IMHO mehr als ausreichend hingewiesen. Das bringt natürlich alles nix, wenn z. B. vor einem Kreisel große Schilder drauf hinweisen, die Fahrer vorne Warnhinweise geben, 95 % der Fahrer das Tempo entsprechend drosseln, und dann trotzdem links und rechts andere Fahrer meinen diese Drosselung auszunutzen, um an allen vorbeizufahren und sich in die Enge wie Keile stürzen. Das erhöht natürlich das Risiko eines Sturzes, wird man aber wohl kaum abstellen können.

Stürze habe ich auch ein paar mitbekommen. Überraschenderweise an Stellen, wo ich es nicht vermutet hätte, z. B. auf der breiten 101. Dazu kamen ein paar *Quitsch-Peng-Scheiße* Vollbremsattacken.

Trinkflaschen habe ich auch selten so viele auf der Staße gesehen. Ach ja, was ich richtig Scheiße finde, ist das Wegwerfen der ganzen Riegel- und Gelverpackungen. :(

Davon abgesehen eine super Veranstaltung mit sehr hohem Spaßfaktor.

Gruß

Thomas

Bild
Benutzeravatar
Ketsch
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 70
Registriert: 18.10.2012, 08:18
Wohnort: Elmshorn

Beitragvon Ketsch » 10.06.2013, 13:59

Für mich ging es am Samstag per ICE nach Berlin. Ich hatte mir extra dafür eine Fahrradtasche zugelegt und einen Einzelplatz reserviert, so dass ich die Tasche in meinen Fußraum stellen konnte und niemand anders sich gestört fühlte. An und für sich war die Anreise (in Berlin kurz mit S- und U-Bahn) problemlos, wobei ich mit der Zeit den Trageriemen der Tasche auf der Schulter merkte.

Im Hotel schnell das Rad zusammengesetzt und gecheckt - alles i. O. Also mit der BVG zur Akkreditierung. Ging alles recht flott und ich wollte dann über die Messe schlendern und merkte, dass sie abgesperrt war. Nach ersten Überlegungen, ob diese noch gar nicht geöffnet war, die Erkenntnis der "Tasche". Ich habe dann gewartet, bis wieder geöffnet wurde und bin anschließend in einen kleinen Kaufrausch verfallen. Danach noch zum besten Dönerstand Berlins: Mustafa's Gemüse Kebap. Ob es der beste ist, darüber lässt sich streiten, er ist zumindest anders - mit Koriander, frittierten Zucchini- und Kartoffelscheiben und Zitronenspritzern. Den restlichen Abend habe ich dann relaxend verbracht.

Sonntag morgen dann aufstehen, Klamotten in der Gepäckaufbewahrung des Hotels abgegeben und los zur Starterbeutelabgabe. Dabei bin ich ein kleines Stück mit ein paar Fahrern der 60er mitgefahren, ohne es zu merken. Ich hatte mich nur gewundert, warum diese nicht Richtung Starterbeutelabgabe/Start abbiegen. Nach der Starterbeutelabgabe bin ich nochmal kurz zur Messe, weil ich eine Zange brauchte. Wieder runter von der Messe schleift meine Hinterradbremse, ich stelle sie ein und sie schleift wieder. Sch..., eine Speiche abgerissen! So etwas hatte ich noch nie, also schnell nochmal zum Mavic-Stand, die konnten mir aber nicht helfen. Ich fahre die "falsche Marke", haben die Speiche aber an eine andere geklebt und mir versichert, dass es die 120 km aushält. Dann also schnell zu Startblock E.

Das Rennen selber verlief eher unspektakulär. Anfangs noch mit Sorge und Wut wegen des Hinterrades, entspannte ich immer mehr und hielt mich immer in der Nähe einer 4er-Gruppe auf, die sich die Nacken zur Erkennung grün getapt hatten. Diese fuhren ein für mich gutes Tempo. Das ging soweit gut, bis wir auf der Bundesstraße wieder Richtung Berlin fuhren. Aus mehreren kleinen Gruppen wurde ein größeres Feld, in dessen Mitte (ca. 20 m vor mir) es unvermittelt zu einem Massensturz kam. Einige in meiner Umgebung schafften es zwar rechtzeitig zu bremsen, kamen aber nicht mehr aus ihren Pedalen und stürzten. Nach dem ich kurz überprüfte, ob es allen so weit gut ging, ging es weiter. Dadurch gab es jetzt wieder mehrere Gruppen, aber es ging ganz gut voran, bis so ca. 10 km vor dem Ziel mir einfach die Kraft ausging und ich noch von vielen überholt wurde.

Letztendlich bin ich zufrieden. Zeit knapp über 3 Std., gesund im Ziel und meine Freundin war mal rechtzeitig im Ziel, um mich zu sehen.

Unterwegs gab es schon mehrere Gestürzte, die am Straßenrand standen. Auch kam mir ein Auto auf der Strecke entgegen, aber von überforderten Streckenposten habe ich nichts gemerkt.

Die Rückreise war dann auch ganz entspannend, nach dem ich noch mehrere Bekannte getroffen hatte.
Benutzeravatar
der Volker
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 177
Registriert: 16.07.2008, 15:52
Wohnort: Markranstädt
Kontaktdaten:

Beitragvon der Volker » 10.06.2013, 14:52

Garmin Berlin Velothon 2013, mit "Großem Bahnhof "!

Für mich ein schönes und entspanntes Rennen aus Block E. Die Teamorder ist aufgegangen, Spaß haben und mit einer guten Zeit (etwas über 3 Stunden auf 113,4 km) gemeinsam und sturzfrei zu finishen. Ich mag solche Rennen und auch wenn ein Plan auf geht. Bestes Wetter, was will RennfahrerHerz mehr! Berlin ist immer eine Reise wert!

<img src="http://www.volker.in-le.de/pict13/P1260064_ak.jpg" border="0" />

Im Ziel noch ein freunliches "Hallo" und ein kleines HFS-Foritreffen mit Ulrike und Relef!

<img src="http://www.volker.in-le.de/pict13/P1260 ... "border="0" />

Die besten Grüße aus dem Leipziger Land
der Volker
Benutzeravatar
Speedy1966
C-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 20
Registriert: 16.03.2011, 21:04
Wohnort: Schaalby
Kontaktdaten:

Zurück ohne Schrammen

Beitragvon Speedy1966 » 10.06.2013, 17:09

So das war Berlin 2013. Für meine Frau Premiere, für mich die 2. Teilnahme. Das Wetter war ganz schön, trocken und sonnig. Die Strecke hat sich zum Vorjahr kaum geändert. Leider, wie schon in den meisten anderen Berichten steht, dieses Jahr mit sehr vielen Stürzen auf der 60 wie auch auf der 120 Km Strecke.

Für meine Frau ist all das eingetreten, was sie gehofft hat. Und was die Zeit angeht, war sie mehr als zufrieden, dafür, dass sie erste dieses Jahr angefangen hat so richtig RR zu fahren. Bei mir sah´s ein bisschen anders aus. Habe doch gemerkt, dass mir so einige Trainingskilometer fehlen dieses Jahr. Aber was soll´s, es kommt ja 2014. :D

Erfreulich für mich war, dass ich nun Gesichter zu einigen Schreibern hier habe. Freue mich schon auf die nächsten Veranstaltungen in den nächsten Wochen und Monaten, wo man sich mal wieder trifft.

Bis dahin :D :D :D
Zuletzt geändert von Speedy1966 am 10.06.2013, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
Fernhusumerin
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 74
Registriert: 29.08.2010, 18:58
Wohnort: Kiel

Glücklich wieder zuhaus....

Beitragvon Fernhusumerin » 10.06.2013, 19:47

Auch ich bin dieses Jahr wieder in Berlin gewesen... Wir waren vom RSV Husum mit 8 Leuten gestartet... ich war mit 2 anderen im Block F... gehöre ja nicht zu den Schnellsten.

Ich fand es eine tolle Veranstaltung! Klar, bei so vielen Teilnehmern sieht man Stürze, aber hinten wird echt vernünftig gefahren und lieber mal ein wenig mehr bremsen vor der Kurve... auf die paar Sekunden kommt es doch am Ende nicht an... Schön, auf gesperrter Strecke durch die Hauptstadt zu fahren... :ifreumi:

Zu Anfang musste ich die vielen Gruppen an mir vorbei ziehen lassen, aber auf der zweiten Hälfte wird klar, die meisten hier fahren wohl eher kürzere Distanzen und so kann ich an einigen wieder vorbei ziehen, die mich zu Anfang überholt haben! :D

Am Ende bin ich 6 Minuten schneller und mit einem 33 Schnitt glücklich Ziel :) Und es bleibt das Fazit: Auch bei einem Jedermannrennen muss es nicht um Sekunden gehen! Wie es im Startblock A zugeht, möchte ich gar nicht wissen... Und mal wieder 3 Tage Berlin und ein paar Tage mit den Vereinskollegen sind auch sehr nett. ;-)
Benutzeravatar
mad.mat
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1387
Registriert: 07.11.2008, 09:20
Wohnort: Schwarzenbek

Beitragvon mad.mat » 10.06.2013, 21:23

Eigentlich wurde ja schon alles geschrieben, was ich noch anzumerken habe ist jedoch folgendes: Ich bin in diesem Jahr als „Begleitschutz“ von Jack40 gefahren. Er ist in diesem Jahr noch keinen Meter RR gefahren und so war von Anfang an klar, dass ich bei ihm bleibe. Stürze haben wir nicht einen einzigen gesehen, aber einige wilde Überholmanöver von Fahrern, die nächstes Mal wohl unbedingt weiter vorne „starten müssen“.

Die Organisation fand ich für die Menge der Teilnehmer ansonsten OK. Es gibt ja bei jedem Rennen, auch wenn die Strecke immer die gleiche ist, Begebenheiten, die zu erwähnen sind. Nur als Beispiel sah ich zum ersten mal einen Fahrer, der seinen Kurbelarm verloren hatte und negativ fiel mir eine dreiköpfige Berliner Rennradgruppe ohne Helm und ohne Startnummer auf, die auf ihrer Hausstrecke unbedingt den ganzen Radtouristen zeigen wollten, was sie so drauf haben. Die benahmen sich wie Sau im Feld. Weitere Geschichten erspare ich dem geneigten Leser an dieser Stelle.

Die größte Gefahr bei solchen Rennen sehe ich beim Zusammentreffen der sicheren Fahrer mit viel Erfahrung mit den Neulingen bei diesen Großveranstaltungen. So wünsche ich mir zum Beispiel schon bei der Anmeldung eine Selbsteinschätzung der Fahrer über deren Erfahrung mit Radrennen. Dann könnte der Veranstalter Startblöcke mit umsichtigen Cyclingguides für Erststarter zusammenstellen. Die Gefahr, dass hier dann genervte „Halbprofis“ die teils ohnehin schon stark geforderten Rookies wild überholen, stufe ich als geringer ein. Ist aber nur eine Idee.

Die Messe war wie immer informativ und die Gäste auf der Bühne (u. a. Heike und Marcel Wüst, Ete Zabel, Uwe Rohde, Professor Dietrich Grönemeyer und vor allem Rudi Altig) sorgten für gute Stimmung.

Es war wieder ein wunderbares Wochenende mit tollen Freunden und ich freu mich auf 2014.
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
Gründungsmitglied Verein HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 11.06.2013, 01:33

Mich freut, dass die HFS-WG so viel Spaß hatte. Was mich auch freut, ist, dass der Velothon, so wie die Cyclassics nicht diesen Leistungs- im Breitensport-Irrsinn fördert, auf Siegerehrungen verzichtet, sich nicht dem GCC unterwirft und trotzdem noch viel erfolgreicher als dieser ist.

Trotzdem versuchten auch Protaginisten des "Jedermann-DM"-Irrwitzes in Berlin für Furore für sich und ihr Team zu sorgen - und wurden versägt. Gewinner der 120 km langen Runde wurde nicht Daniel K. vom Team Merkur D. (ich mag diese Name nicht mehr lesen, scheibe sie deshalb nicht aus), sondern der 51-jährige (!) Dr. Hajo Drees vom Trenga-Masters-Team, das u. a. mit Armin Raible Reibel auch die Team-Wertung auf der Langdistanz gewann.

Mir gefällt das besonders, weil ich doch als 56-jähriger Trenga-Fahrer so etwas wie ein "Bruder im Geiste" mit Hajo, Armin & Co. bin...
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Mirco
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 749
Registriert: 09.08.2010, 17:14

Beitragvon Mirco » 11.06.2013, 06:27

Moin

Helmut, leider wirst Du dich wohl damit abfinden müssen, das Merkur Druck, Moskovskaya, Strassacker usw. die Rennen der Jedermannserie des GCC dominieren. Bei den Teilnehmerzahlen der GCC Serie kann man wenigstens noch von einem Rennen reden, speziell sogar beim diesjährigen Schleizer Dreieck, wo ca. 150 Fahrer je Distanz gewertet wurden.

Berlin und Hamburg sind meiner Meinung nach keine Rennen mehr, sondern reine Massenveranstaltungen, wo es auf Profit ankommt. Es ist schon recht armselig, das es gerade bei diesen beiden Events keine Siegerehrungen gibt.

Zum Sieger in Berlin bleibt mir nur zu sagen, ja herzlichen Glückwunsch und auch Respekt vor dem Alter, allerdings sollte man auch beachten, das er mit einer Senioren 2 Lizenz derzeitig unterwegs ist und früher sicherlich A-Lizenz Fahrer war. Leider hinkt hier mal wieder das Reglement, dass Fahrer mit einer Lizenz höher C ausschließt, sich aber keineswegs mit den Seniorenlizenzen beschäftigt. Soll bedeuten, wenn jemand bis 40 A-Lizenz gefahren ist, darf er keine Jedermannrennen bestreiten und ein Jahr später als aktiver Senior dann doch.

;-)
Benutzeravatar
Twobeers
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 236
Registriert: 13.12.2010, 07:42
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitragvon Twobeers » 11.06.2013, 08:04

Vor 2 Jahren gabs noch eine Siegerehrung. Damals wurde der amtierende Berliner Meister mit A-Lizens geehrt, was im Nachgang zu Protesten führte. Vielleicht wurde das deswegen abgeschafft.

Twobeers
ESK
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 11.06.2013, 09:28

@Helmut: Hajo, Armin+Co., alles sympathische und erstklassige Rennfahrer. Aber sie sollten beim Velothon nicht startberechtigt sein. Sie sind Fahrer die eine Lizenz gelöst haben, also auch an "richtigen" Radrennen teilnehmen. Sie starten bei Deutschen-und Weltmeisterschaften. An diesem Wochenende gab es in Deutschland genug andere Startmöglichkeiten für Lizenzfahrer. In meiner Altersklasse, Senioren 4, war Werner Otto der "Sieger". Werner ist ein ehemaliger Weltmeister auf der Bahn. Ein toller und fitter Typ. Aber auch Werner fährt noch manchmal bei Lizenzrennen im Masterbereich mit.

Mir gefällt eigentlich schon das Wort "Jedermann(RENNEN)" nicht. Mir ist auch meine Zeit völlig egal. Die ist auch relativ zu sehen. Wenn ich auf eine gute Zeit fahre, muss ich eigentlich nur in den schnellen Gruppen mitschwimmen. Mittendrin und Mut zum Risiko haben. Ich möchte aber heil ankommen, dieses Feeling genießen.

Aber wir sollten auch alles mal etwas entspannter sehen. Ob Lizenzfahrer beim Velothon, Jedermann-DM, RTF, Brevet, Cross usw. Jeder so wie er möchte. Warum nicht mit Siegerehrungen. Ich gönne jedem sein Glück.

Hauptsache der Radsport lebt, dieser wunderschöne Sport.
Benutzeravatar
Mirco
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 749
Registriert: 09.08.2010, 17:14

Beitragvon Mirco » 11.06.2013, 10:06

Moin

Sehe ich genau so. Wenn Ex-Lizenzfahrer bei Jedermannrennen starten, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Genauso, wenn Ex-Profis bei Lizenzrennen starten, doch aktuell lizensierte Fahrer, höher als C-Klasse bzw. Senioren, sollten außerhalb der Wertung fahren oder als VIP-Fahrer meinetwegen den Jedermann/Hobbyrennsport durch vorbildliche Verhaltensweisen fördern.

Es ist und bleibt halt ein leidiges Thema.

;-)
Benutzeravatar
Heimfelder Dirk
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1721
Registriert: 09.10.2010, 20:06
Wohnort: Seevetal - Horst
Kontaktdaten:

Beitragvon Heimfelder Dirk » 11.06.2013, 10:41

Twobeers hat geschrieben:Außerhalb von Berlin kam dem Hauptfeld ein Pkw auf gesperrter Strecke entgegen. Da hat Bäuer Kasuppke seine Frau wieder nicht die Plakate am Straßenrand lesen können...
Der Dame bin ich beim 1. oder 2. Velothon auch schon begegnet. Damals versuchte sie, von rechts kommend in einen Kreisverkehr einzufahren, wo wir gerade mit gut 100 Leuten und > 40 Stuckies durchsegelten. :shock: Es grenzte an ein Wunder, dass es dort nicht gescheppert hat. Vor der Ignoranz und Dummheit einiger Zeitgenossen ist man nirgends gänzlich sicher, das ist das Lebensrestrisiko.

:gruss: dirk
Benutzeravatar
ottoerich
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 215
Registriert: 07.11.2008, 23:25
Wohnort: Altona a. d. Elbe

Beitragvon ottoerich » 11.06.2013, 11:01

<IMG src="http://666kb.com/i/ceuklkwyonvqlvpdd.jpg" width="600">

Ich war auch auf der 120 km Strecke unterwegs und was soll ich sagen? Es hat irre Spaß gemacht. Diesmal war ich Gast im "Roots of Compassion"-Team oder die bei mir. Wir hatten ein Superwochenende miteinander.

Dass es auf der Strecke anders oder gar ruppiger als in Hamburg, Göttingen oder Münster zuging, kann ich nicht bestätigen. Mir fiel die verhaltene Startphase auf. Das zuckelte sehr gemütlich los. Erst als wir Richtung Gatow fuhren, ging's zur Sache. Und Berlins Straßen sind verflucht holprig - aber sexy.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 11.06.2013, 23:12

Mirco hat geschrieben:Helmut, leider wirst Du dich wohl damit abfinden müssen, das Merkur Druck, Moskovskaya, Strassacker usw. die Rennen der Jedermannserie des GCC dominieren.
Bei dem verquarzten Reglement des GCC ist es mir egal, wer da dominiert.
Mirco hat geschrieben:Berlin und Hamburg sind meiner Meinung nach keine Rennen mehr, sondern reine Massenveranstaltungen, wo es auf Profit ankommt. Es ist schon recht armselig, das es gerade bei diesen beiden Events keine Siegerehrungen gibt.
In Berlin und Hamburg verfolgt man das Ziel, das sich jeder Teilnehmer als Sieger (im Zweifel über sich selbst) sehen. Nur so sind die extrem hohen Teilnehmerzahlen zu erreichen. Es sind Breitensportveranstaltungen, der Veranstalter durch die Teilnahme hyper ehrgeiziger Teams eher genervt, als über deren Startgeld erfreut. Und hinter den Rennen des GCC stehen auch ganz klar legitime wirtschaftliche Interessen.
Mirco hat geschrieben:Zum Sieger in Berlin bleibt mir nur zu sagen, ja herzlichen Glückwunsch und auch Respekt vor dem Alter, allerdings sollte man auch beachten, das er mit einer Senioren 2 Lizenz derzeitig unterwegs ist und früher sicherlich A-Lizenz Fahrer war. Leider hinkt hier mal wieder das Reglement, dass Fahrer mit einer Lizenz höher C ausschließt, sich aber keineswegs mit den Seniorenlizenzen beschäftigt. Soll bedeuten, wenn jemand bis 40 A-Lizenz gefahren ist, darf er keine Jedermannrennen bestreiten und ein Jahr später als aktiver Senior dann doch.
M. E. liegt der Fehler im Reglement darin, dass man A- und B-Fahrer ausschließt. Dies führt dazu, dass z. B. das Team Merkur Druck zwar alle Fahrer eine Lizenz lösen lässt, damit sie auch an Lizenzrennen teilnehmen können, aber nur als Übungsrennen, bei denen sie vor dem Ziel die Beine hoch nehmen, um nicht nach B aufzusteigen. Man kann sich über solches Verhalten ärgern, sollte man aber nicht, denn Schuld haben der BDR und GCC mit ihren irrwitzigen Regelungen.

So gesehen, kann ich in der Teilnahme von altersbedingt ehemaligen A-Fahrern wie Hajo, Armin & Co. keine Kodexverletzung erkennen. Bei den Vattenfall Cyclassics fuhr mit Dieter Leitner gar ein Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren und im Einzelstraßenfahren mit. Diese Titel errang er allerdings 1971, fuhr als über 60-jähriger bei den Cyclassics noch mehrfach mit um die vorderen Plätze. Warum nicht? Lasst doch einfach jeden mitfahren, dann hört endlich die Trickserei mit den Lizenzen auf und Jedermann- und Lizenzrennen würden wieder ehrlich ausgefahren.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Stockumer Junge
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 560
Registriert: 17.01.2012, 02:42
Kontaktdaten:

Beitragvon Stockumer Junge » 12.06.2013, 08:36

Ich bin auch der Meinung, dass man die Regelung liberalisieren sollte. Sollen Alle doch auch alles fahren dürfen.

Ich habe auch noch einen schönen Bericht zum Velothon gefunden. Die Wahrnehmung scheint wohl auch oft ne Generationenfrage zu sein:

http://www.jule-radelt.de/2013/06/11/ga ... #more-6300

Mehr jung und weiblich tut dem Radsport gut.
Benutzeravatar
Schnuffi
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 468
Registriert: 13.11.2009, 21:38
Wohnort: Lüneburger Heide

Achim Achilles beim Volksradrennen Velothon

Beitragvon Schnuffi » 12.06.2013, 08:37

Wenn Du schneller fährst brauchst Du Dich nicht so lange anzustrengen :mrgreen:

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste