Garmin Velothon Berlin '13 (Berichte + Bilder)

Deichfahrer
Danish Dynamite
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Garmin Velothon Berlin '13 (Berichte + Bilder)

Beitragvon Deichfahrer » 09.06.2013, 20:12

Erst mal möchte ich bei diesem Wahnsinnrennen in Berlin schon gleich andeuten, dass Deichfahrer heil und gesund das Ziel erreicht hat. Mit meiner Familie habe ich schon am Freitag die Anreise gemacht, um zwei Tage Berlin zu erkundigen und als Abschluss das Rennen zu machen. :ifreumi:

Am Samstag gegen 14.00 Uhr habe ich die Startunterlagen abgeholt und schaute gleich auf meine Startblockeinteilung, hier kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. :lies: Ich wurde in Block B eingeteilt, also das sagt doch schon was = die Wilden- und Heißsporne-Abteilung. :Zwinkern: Hier kamen meine Zweifel. Bin ich in der Lage, diese harte Abteilung in Angriff zu nehmen? :Weissnicht: Naja, Augen zu und durch.

Auf dem Weg über die Messe traf ich ein paar Foris und ich besichtigte einige Stände. Weit bin ich nicht gekommen, die Lautsprecherdurchsage faselte was von Verlassen der Messe und Polizeieinsatz (Anmerkung Admin: Wegen einer vermeintlichen Bombe im Tiergarten wurde das Gelände vorsorglich geräumt). Hörte sich nicht gut an, also ging es wieder Richtung Brandenburg Tor. Also setzte ich meine Berlintour fort Richtung Alexanderplatz und Kuhdamm.

Der Sonntag war für mich ganz alleine reserviert, das Rennen stand auf dem Programm. Mit großer Erwartung und Spannung machte ich mich auf den Weg zum Potsdamer Platz in Blockeinteilung B. Die Sonne erstrahlte und wärmte Berlin auf. :Sonnenschein: Erst mal schaute ich die Fahrer an, schließlich will ich schon wissen mit wem ich zu tun habe. Nach dem Start ging es sofort in den 45 Km/h-Bereich, wowwww dachte ich, wenn es so weiter, geht bin ich zufrieden. So verlief es in der sehr großen Gruppe verhältnismäßig sehr gut, Es erforderte schon sehr hohe Konzentration und den Gegner auf Abstand zu halten.

Nach ca. 70 km kommt es ganz dicke, ein Fahrer rutsch weg, dann nach zwei km großer Unfall auf der geraden Landstraße, Blut und Schreie. Hier fing mein Kopf mit dem Arbeiten an. Vorher war ich sehr viel mitten in der Gruppe unterwegs, nun fuhr ich außen links der Gruppe, Gruppe war sehr groß ( 200 - 300 Fahrer). Nach ca. 10 km fällt wieder ein Fahrer und als wir wieder Berlin erreichten, schreit einer und es wird wieder wild gebremst. :mad:

Ich war so genervt :geschockt: und änderte meine Taktik, ich ließ mich ganz nach hinten der Gruppe fallen und dort war es auszuhalten. Von der Fahrt über die Extraschleife Flugplatz halte ich überhaupt nichts, enge Einfahrt, bei der zu großen Gruppe könnte unter Umständen Massenkarambolage geben.

Die letzten Km zum Ziel fuhr ich mit höchster Konzentration in einer kleineren Gruppe. Als ich die Ziellinie überquerte, war ich so verdammt glücklich und zugleich erleichtert, das Rennen überstanden zu haben. :D :ifreumi: In Block B wird schon mit harten Bandagen gearbeitet und gekämpft.

Großes Lob an die vielen Helfer auf der Strecke und am Start / Ziel. Diese Veranstaltung ist großes Kino. Um die großen Gruppen zu entzerren auf der Strecke, sollte es gleich mit einer Rampe beginnen.

Jetzt muss ich es erst mal sacken lassen und nun freue ich mich auf die kleine schöne Veranstaltung Velochallenge Hannover.
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 09.06.2013, 22:09

Topwetter beim Haupstadtrennen. Also Topbedingungen. Aber trotzdem leider viele häßliche Stürze mit Blut und mit Rettungswagen.

Der Anblick blutverschmierter Gesichter und goldener Rettungsdecken macht für mich den Sinn von Jedermannrennen zunehmend fragwürdig. Dass ich 15 Kilometer vor dem Ziel mit mehr als 45 km/h fast eine Fußgängerin auf einer Kreuzung erwischt habe, weil die Streckenabsicherung gepennt hat, verstärkt meine wachsende Kritik. Gleiches Szenario an anderer Stelle hat offenbar auch einen Crash mit mehreren Fahrern verursacht - zumindest Fußgängerin und Radfahrer wurden bedauerlicherweise ernsthaft verletzt. Die BZ schreibt dazu: "Der Veranstalter zählt bis zum Abend 160 ärztliche Hilfeleistungen und 18 Transporte ins Krankenhaus."

Ansonsten bin ich gut und zügig durchgekommen und habe zum Glück auch viele besonnene und erfahrene Teilnehmer beobachten können.
Zuletzt geändert von Harterbrocken am 10.06.2013, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Mirco
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Beitragvon Mirco » 09.06.2013, 22:11

Schöner Bericht.

Rampen gleich zu Beginn entzerren nur bedingt. Einzig eine Teilnehmerbeschränkung, kleinere Startblöcke und sinnvolle Blockeinteilung können gefahrenträchtige Situationen vielleicht etwas minimieren. Allerdings sind solche Wunschvorstellungen für Berlin und Hamburg nur Schall und Rauch, weil diese Veranstaltungen auf reinen Kommerz ausgelegt sind.

Sicherlich muss man dort mal gefahren sein, allein wegen der Atmosphäre, aber dann auch nicht wieder.
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Konkursus
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Beitragvon Konkursus » 09.06.2013, 23:40

Auch ich bin dankbar, dass weder Ulrike noch mir etwas passiert ist. Das ist aber auch alles.

Es war aus meiner Sicht eine reine Katastrophenveranstaltung. Ich bin aus Block D heraus gestartet und es wurde auf den ersten 50 Kilometern nur gebremst an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Eine freie Fahrt war von dort aus kaum möglich.

Unfälle über Unfälle, offenbar wollte jeder auf der B 101 noch einmal richtig Zunder geben, hat jedoch übersehen, dass das bei der Menge der Fahrer gar nicht ging. Streckenabsicherung: ebenfalls schlecht. Bei Bild online hat Ulrike auf der Rückfahrt gelesen, dass das Rennen auf der kleinen Strecke wegen eines schweren Unfalls unterbrochen werden musste.

Nee, ich denke das war´s.
Geht einfach gar nicht so.

Ko
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Janibal
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Big bang

Beitragvon Janibal » 10.06.2013, 00:01

Big Bang Theorie Staffel 9 Teil 6.2013

Kräfte und Momente


Wir befinden uns im Jahr 2013 nach klingonischer Zeitrechnung auf dem Planten Terra. Die Eiszeit geht zu Ende. Eigentlich kann das nur passieren, wenn eine Interreferenz mit dem Paralleluniversum statt findet. Denn das übliche Frühjahr ist ausgefallen, dafür gab es viele Regenfälle. Weder Nominativ, noch Genitiv, Dativ oder Akkusativ, nein ganz naiv Wasser von oben.

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Das stört uns nicht, denn wir befinden uns auf einem Wochenendtag Namens Samstag in der Hauptstadt Germanys, Berlin. Morgen soll hier eine Wettfahrt auf zwei Rädern um die schönsten Ecken führen. Dafür hat sich eine WG gebildet. Neben einer Menge Plastik mit Sattel befinden sich noch folgende Gestalten in den hohen Räumen:

- Der Psychiker Dr. Mad Leonard Matstadter und seine Freundin Britty.

- Dr. Dr. Uwe Sheldon K., statistisch gesehen gut für unseren Interleckt.

- Ing. Noward N., ob er mit fährt, oder zum Terrabegleiter Mond, klärt sich morgen.

- Der altbekannte Ötzy Sacha.

- Und Dirk, The Record.

Als ich in die WG komme, ist nur Ötzy und Noward da, die anderen sind zur Lande- und Startbahn „Fanmeile“ am Brandenburger Tor, weswegen diese erst mal geräumt wird. Morgen soll hier das Velothon in die Parallelwelt starten. Die Köpfe aller sind aber breit. Diverse leere Flaschen schmücken die WG. Ich rufe eine andere Parallelwelt aus Eisen und Schweinen an, ihr Abbild 2beers antwortet, in Berlin läuft nur Schultheiss, alles andere ist Betrug. Na denn.

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Ich muss ins Hofbräuhaus Berlin. Hier findet die Einweisung und Ausstattung der SaferCycling Guides statt. Bei bester Laune und mit Idolen wie Erik Zabel, der Biathletin Sabrina Buchholz und Michael (Orga) werden wir zum Vorbild für die Starter morgen erhoben. Sind ja auch schick, die rot/weiß/schwarzen Leibchen. Fürs eigene Leibchen gibt es dann auch noch in der Festhalle des Hauses Speis und Trank.

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Zurück an der WG ist auch hier Versorgung angesagt. Durch die Wärme und das Licht der Parallelwelt ist es möglich um 21 terranische Stunden nach Tagesantritt halb auf der Straße ein Gelage abzuhalten. Die Straße, für uns die Gelegenheit, Fahrt mit dem Rad auf zu nehmen, trotz all der Regeln und Gesetze hier. Für die Berliner gilt das weniger, mit der Ordnung. Wer kein Pflichtfixi ohne Bremsen hat, wer kein Rot sieht oder rechts und links nicht kennt, der zieht sich passend an, um Vorfahrt zu bekommen.

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So belagern wir einen Konferenzsaal. Es sind zu begrüßen:

- Zwei Mädels aus Germany, Gisela, Monika (Namen geändert).

- Der Namensgeber des Pfingstausfluges neulich, Harterbrocken mit seiner reizenden Begleitung.

- Und Mr. X

Es wird viel geredet zum Start des Velothons morgen. Keiner möchte in der Parallelwelt bleiben, nur teilnehmen. Wir befragen Sheldon zum Thema Verletzung bei Großveranstaltungen: Statistisch alles im Rahmen. Auf die gefahrenen Kilometer der Masse keine ungewöhnliche hohe Rate.

Etwas abweichend zum Thema kommt dann noch die reale Geschwindigkeit und die unreale, also die Imaginäre auf den Tisch. Wir driften in die Parallelwelt der Wurzelausminus1 ab, dabei ist nur die Brutto- oder Nettodurchschnittsgeschwindigkeit gefragt.

Noward verschiebt den Bau einer Mondrakete unter Anleitung von Harterbrocken und wird morgen mit dem Velothon starten. Mad Leonard Mat.stadter zeigt uns, warum rauchen nicht sofort tödlich ist. Warum früher nicht alles besser war und warum die Parallelwelt aus Eisen und Schweinen einen Reiz hat. Wir denken daran, eine billige Kopie in Hamburg zu etablieren, billig halt. Oder halt ab und zu in die ES Welt zu reisen. Britty weiss wovon wir reden, möchte/kann aber nicht folgen.

Wir folgen noch dem Ruf der Kultur Berlins, drehen aber rechtzeitig ab, denn der terranische Tag endet bald. In der WG bringt Mad Leonard Matstadter ein Ständchen und kommt in mein Bett, Britty zeigt mir vorher ihr Bett, Ing. Noward hat zwei Schlüssel in der Wohnung und bleibt im Bett. Ötzy legt sich ein paar Eiswürfel ins Bett und endlich kommt die Ruhe, um noch mal kurz über Gehaltsstufen zwischen A1 und W13 aufgeklärt zu werden.

6 terranische Stunden und 00 terranische Minuten nach Tagesbeginn entlockt der Ötzy seinem Transponder sanfte Klänge. Ein schöner Tag zum fliegen. Der Beton brennt noch vom Vortag, die Straßen sind vorgeglüht und ich gehe durch das Brandenburger Gate, um Ballast ab zu werfen. Kurz darauf treffe ich meinen Erzeuger, der ist durch die Nacht von Hamburg nach Berlin gereist und startet in der allerhöchsten Altersklasse. Ich muss und kann nur sagen, Fahr vorsichtig! Ich begebe mich zur Startbahn C, am Potsdamer Platz. Vor uns die, die sonst nur Skoda fahren, hinter uns die Startrampe für Damen. Aber letztendlich kommen wir alle in 50 terranischen Minuten in eine andere Welt.

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Etwas weiter hinten stehen Mad Leonard Matstadter und Dirk, The Record zum Start bereit. Sheldon, Noward und Ötzy werden später starten und dank der weiteren Entfernung auch später landen. Britty sichtet noch Ulrike und Relef, nach dem sie die 5 (fünf) Bananen von Sheldon zum Frühstück mit verdaut hat. Leider kann sie sich die unreale Marschtabelle von Dr. Dr. S. nicht merken, was auch kein anderer könnte.

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In meiner Aufgabe als beruhigender Teilnehmer zur Vermeidung von Eskalationen mit optischen Erkennungsmalen muss ich nicht tätig werden. Die Velothonisten nehmen Rücksicht, nehmen raus im Zweifel und nehmen gerne ein Lächeln entgegen. So kann ich bei einer luftmangelbedingten zu frühen Landung eingreifen und zum Weiterflug verhelfen. Auch gebe ich Rückendeckung bei Zwischenstopps an Wegesrand. Leider ist nicht allen zu helfen, der Materialschaden ist teilweise zu groß, Kurbelbruch oder Schaltaugenabriss. Einer Einladung zu einem kleinen Zwischenimbiss folgt keiner/keine. Lieber bei Kerzenschein…

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Hätte ich Sheldon doch mal nach der Möglichkeit eines Big Bangs gefragt: Ein kleiner Exkurs in die letzten 16 Mrd. Jahre hätte mir mehr Verständnis gebracht, denn nun habe ich ihn. Auf dem Flugfeld von Tempelhof ist es kurz vor mir zu einem blutigen Niedergang (Bang) gekommen. Kurz ein Überblick verschafft, keine akute Lebensgefahr, aber Verletzte teils mit viel Blut. Ein Teilnehmer hat schon die 112 gerufen und so sicher ich die Unfallstelle gegen weitere Treffer ab. Erfolgreich, bis ein Uniformierter sein Motorrad zur Sicherung in den Weg stellt. Er sichert auch das Erscheinen eines Krankenwagens. Gute Besserung von hier. Kurz das Material der anderen untersucht und fahrtauglich empfunden. Weiter Richtung Landebahn 10. Juni.

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Das Grün weicht immer mehr dem Grau von Beton, in Form von Mauern, Platten und Bauten. Schienen kommen hinzu, der Untergrund wird ruppiger, dabei die Beine immer länger und weicher. Viele geben noch mal alles, sie wollen vor der Landung in die berliner Welt etwas Leid und Schmerz aus der Parallelwelt mitnehmen. Aus einer Welt voller Sonne, Wind und eigener Kraft für den Moment.

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Ein erstes positives Feedback an Michael und dann die Räder ins Auto verladen. Mein Vater war vor mir durch, ohne die üblichen Probleme wie Krämpfe, denn er hat auch bei schlechtem Wetter regelmäßig eine kleine Runde gefahren. Nicht so Dirk, The Record. Dieses Jahr kein einzigen Kilometer auf dem Rad und nun 60. Zu seinem Glück ist er mit Dr. Mad Leonard Matstadter geflogen, denn er bekommt sie alle rum. Nach eigenen Angaben wurde fünf Mal an Abbruch gedacht und erst die verabreichte Cola nach der Landung hat die die bösen Geister des untrainierten vertreiben.

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Lange haben wir bei der Bühne von Radio Berlin auf die anderen aus der WG gewartet, uns um Britty gekümmert und gesoffen. Scheinbar hat Dr. Dr. Uwe Sheldon K. unterwegs eine Gleichung zur Unscheinbarkeit erdacht und so haben wir sie nicht gesehen, obwohl die Marschtabelle exakt ausreichend war. Aber mit Tarnkappe …

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So verlasse ich die WG in der Hoffnung, euch nicht nur im TV zu sehen, sondern auch mal wieder Teil sein zu dürfen. Auch wenn mein Beitrag nur nichtig und klein sein wird.

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Bilder aus dieser Staffel:

https://plus.google.com/photos/10638552 ... t9vHlOeAZg

Janibal

<IMG src="https://lh6.googleusercontent.com/-NmBM ... thon17.JPG" width="400">
St. Jan
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Twobeers
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Beitragvon Twobeers » 10.06.2013, 08:45

Und wieder bin ich froh, daß ich diesem Großereignis nicht beiwohnen konnte. Die abgesperrten Straßen bergen anscheinend noch mehr Gefahren als im normalen Verkehr.

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Beitragvon Angelboot » 10.06.2013, 09:16

Was war der Velothon mal wieder für eine geniale Veranstaltung. Top Organisation von Upsolut.

@ Konkursus: Katastrophenveranstaltung!?!? So unterschiedlich sind Wahrnehmungen. Bin auch aus Block D gestartet. Habe ein Jedermannrennen noch nie so entspannt fahren können.

Ich habe auf meiner Fahrt, vier Sturzstellen registriert. Jeder Sturz ist schlimm, aber leider bei dieser Masse von Fahrern nicht vermeidbar. Wenn ich bei solchen Veranstaltungen morgens an der Startlinie stehe, bin ich mir darüber im klaren, welches Risiko ich persönlich eingehe.

Upsolut gibt sich schon Mühe, aber den Stress verursachen meistens einzelne Fahrer, die dann leider auch unschuldige und vernünftige Fahrer, in Stürze verwickeln. Zudem: Radsport, noch mehr bei diesem Tempo, ist ein gefährlicher Sport.

Ein Beispiel noch zum Thema Sicherheit: Am Samstag bin ich mit einer Gruppe, auch einen Teil der Orginalstrecke, abgefahren. Uwe Varenkamp (Sportlicher Leiter Jedermannrennen) und Michael von Upsolut waren von offizieller Seite mit dabei. Es wurde mit erklärenden Worten ein vernünftiges Verhalten der Fahrer eingefordert, auch bestimmte Gefahrenstelle angefahren und auf Risiken hingewiesen. Auf diese Fahrt wurde auch auf der Internetseite vom Velothon geworben.

@Harterbrocken: Jedermannrennen in Frage stellen, und Streckenposten "gepennt":

1. Einfach nicht teilnehmen, aber anderen diesen Spaß gönnen.
2. Gepennt, würde ich nicht zu Leuten sagen, die ihre Freizeit opfern, um mir diesen Spaß zu ermöglichen.
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Twobeers
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Beitragvon Twobeers » 10.06.2013, 09:29

Außerhalb von Berlin kam dem Hauptfeld ein Pkw auf gesperrter Strecke entgegen. Da hat Bäuer Kasuppke seine Frau wieder nicht die Plakate am Straßenrand lesen können... Dafür hupte sie dauerhaft und fuhr in der Mitte der Straße, weil sie sich im Recht sah.

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Camillo
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Beitragvon Camillo » 10.06.2013, 10:20

Bin das zweite Mal in Berlin gestartet. Letztes Jahr noch aus Block E, ging es für mich dieses Jahr aus Block A auf die Reise. Pünktlich um 9:25 ging es auch schon los, vor uns der VIP-Block... Dazu fällt mir nicht viel ein, denn eine größere Gruppe dieser sogenannten VIPs hatten wir schon nach 6-10 Km gestellt. Mein Tacho zeigte (wenn ich mal drauf geschaut habe) die ersten Km Geschwindigkeiten um die 50+, was zufolge hatte, dass selbiger bald einen Schnitt von 45 anzeigte.

Erster Unfall in der Havelchaussee, war aber nichts wildes, da bergauf und somit kein allzu hohes Tempo. Danach hat es immer mal wieder geknallt, was nicht zuletzt daran liegt, das 80 Km vor dem Zeil manche meinen, es geht schon um Positionskämpfe.

Die Einfahrt zum Flughafen ist natürlich sehr unglücklich, zum einen viel zu eng, zum anderen zieht sich das Feld komplett auseinander. Was für den einen ein Vorteil und für den anderen ein Nachteil ist.

Froh bin ich, dass ich heile ins Ziel gekommen bin und mit meiner Platzierung sowieso. Ob ich nächstes Jahr starte weiß ich noch nicht, Berlin ist immer eine Reise wert... Aber muss es dann zum Velothon sein??? Zumindest war es top organisiert, da kann ich zumindest nichts bemängeln.

;-)
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Tomcat
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Beitragvon Tomcat » 10.06.2013, 13:34

Mit hat es wieder super gefallen. Ich liebe diese ganze Atmosphäre an diesem Wochenende und die gemeinsame Tour mit so vielen Fahrern durch Berlin. Dasa das Risiko eines Strurzes hier höher ist, als bei einer Sonntagsfahrt zuhause, weiß man vorher. Entweder man geht das höhere Risiko ein und fährt so ein Rennen oder halt nicht.

Auf die Gefahrenstellen wurde IMHO mehr als ausreichend hingewiesen. Das bringt natürlich alles nix, wenn z. B. vor einem Kreisel große Schilder drauf hinweisen, die Fahrer vorne Warnhinweise geben, 95 % der Fahrer das Tempo entsprechend drosseln, und dann trotzdem links und rechts andere Fahrer meinen diese Drosselung auszunutzen, um an allen vorbeizufahren und sich in die Enge wie Keile stürzen. Das erhöht natürlich das Risiko eines Sturzes, wird man aber wohl kaum abstellen können.

Stürze habe ich auch ein paar mitbekommen. Überraschenderweise an Stellen, wo ich es nicht vermutet hätte, z. B. auf der breiten 101. Dazu kamen ein paar *Quitsch-Peng-Scheiße* Vollbremsattacken.

Trinkflaschen habe ich auch selten so viele auf der Staße gesehen. Ach ja, was ich richtig Scheiße finde, ist das Wegwerfen der ganzen Riegel- und Gelverpackungen. :(

Davon abgesehen eine super Veranstaltung mit sehr hohem Spaßfaktor.

Gruß

Thomas

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Ketsch
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Beitragvon Ketsch » 10.06.2013, 13:59

Für mich ging es am Samstag per ICE nach Berlin. Ich hatte mir extra dafür eine Fahrradtasche zugelegt und einen Einzelplatz reserviert, so dass ich die Tasche in meinen Fußraum stellen konnte und niemand anders sich gestört fühlte. An und für sich war die Anreise (in Berlin kurz mit S- und U-Bahn) problemlos, wobei ich mit der Zeit den Trageriemen der Tasche auf der Schulter merkte.

Im Hotel schnell das Rad zusammengesetzt und gecheckt - alles i. O. Also mit der BVG zur Akkreditierung. Ging alles recht flott und ich wollte dann über die Messe schlendern und merkte, dass sie abgesperrt war. Nach ersten Überlegungen, ob diese noch gar nicht geöffnet war, die Erkenntnis der "Tasche". Ich habe dann gewartet, bis wieder geöffnet wurde und bin anschließend in einen kleinen Kaufrausch verfallen. Danach noch zum besten Dönerstand Berlins: Mustafa's Gemüse Kebap. Ob es der beste ist, darüber lässt sich streiten, er ist zumindest anders - mit Koriander, frittierten Zucchini- und Kartoffelscheiben und Zitronenspritzern. Den restlichen Abend habe ich dann relaxend verbracht.

Sonntag morgen dann aufstehen, Klamotten in der Gepäckaufbewahrung des Hotels abgegeben und los zur Starterbeutelabgabe. Dabei bin ich ein kleines Stück mit ein paar Fahrern der 60er mitgefahren, ohne es zu merken. Ich hatte mich nur gewundert, warum diese nicht Richtung Starterbeutelabgabe/Start abbiegen. Nach der Starterbeutelabgabe bin ich nochmal kurz zur Messe, weil ich eine Zange brauchte. Wieder runter von der Messe schleift meine Hinterradbremse, ich stelle sie ein und sie schleift wieder. Sch..., eine Speiche abgerissen! So etwas hatte ich noch nie, also schnell nochmal zum Mavic-Stand, die konnten mir aber nicht helfen. Ich fahre die "falsche Marke", haben die Speiche aber an eine andere geklebt und mir versichert, dass es die 120 km aushält. Dann also schnell zu Startblock E.

Das Rennen selber verlief eher unspektakulär. Anfangs noch mit Sorge und Wut wegen des Hinterrades, entspannte ich immer mehr und hielt mich immer in der Nähe einer 4er-Gruppe auf, die sich die Nacken zur Erkennung grün getapt hatten. Diese fuhren ein für mich gutes Tempo. Das ging soweit gut, bis wir auf der Bundesstraße wieder Richtung Berlin fuhren. Aus mehreren kleinen Gruppen wurde ein größeres Feld, in dessen Mitte (ca. 20 m vor mir) es unvermittelt zu einem Massensturz kam. Einige in meiner Umgebung schafften es zwar rechtzeitig zu bremsen, kamen aber nicht mehr aus ihren Pedalen und stürzten. Nach dem ich kurz überprüfte, ob es allen so weit gut ging, ging es weiter. Dadurch gab es jetzt wieder mehrere Gruppen, aber es ging ganz gut voran, bis so ca. 10 km vor dem Ziel mir einfach die Kraft ausging und ich noch von vielen überholt wurde.

Letztendlich bin ich zufrieden. Zeit knapp über 3 Std., gesund im Ziel und meine Freundin war mal rechtzeitig im Ziel, um mich zu sehen.

Unterwegs gab es schon mehrere Gestürzte, die am Straßenrand standen. Auch kam mir ein Auto auf der Strecke entgegen, aber von überforderten Streckenposten habe ich nichts gemerkt.

Die Rückreise war dann auch ganz entspannend, nach dem ich noch mehrere Bekannte getroffen hatte.
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der Volker
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Beitragvon der Volker » 10.06.2013, 14:52

Garmin Berlin Velothon 2013, mit "Großem Bahnhof "!

Für mich ein schönes und entspanntes Rennen aus Block E. Die Teamorder ist aufgegangen, Spaß haben und mit einer guten Zeit (etwas über 3 Stunden auf 113,4 km) gemeinsam und sturzfrei zu finishen. Ich mag solche Rennen und auch wenn ein Plan auf geht. Bestes Wetter, was will RennfahrerHerz mehr! Berlin ist immer eine Reise wert!

<img src="http://www.volker.in-le.de/pict13/P1260064_ak.jpg" border="0" />

Im Ziel noch ein freunliches "Hallo" und ein kleines HFS-Foritreffen mit Ulrike und Relef!

<img src="http://www.volker.in-le.de/pict13/P1260 ... "border="0" />

Die besten Grüße aus dem Leipziger Land
der Volker
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Zurück ohne Schrammen

Beitragvon Speedy1966 » 10.06.2013, 17:09

So das war Berlin 2013. Für meine Frau Premiere, für mich die 2. Teilnahme. Das Wetter war ganz schön, trocken und sonnig. Die Strecke hat sich zum Vorjahr kaum geändert. Leider, wie schon in den meisten anderen Berichten steht, dieses Jahr mit sehr vielen Stürzen auf der 60 wie auch auf der 120 Km Strecke.

Für meine Frau ist all das eingetreten, was sie gehofft hat. Und was die Zeit angeht, war sie mehr als zufrieden, dafür, dass sie erste dieses Jahr angefangen hat so richtig RR zu fahren. Bei mir sah´s ein bisschen anders aus. Habe doch gemerkt, dass mir so einige Trainingskilometer fehlen dieses Jahr. Aber was soll´s, es kommt ja 2014. :D

Erfreulich für mich war, dass ich nun Gesichter zu einigen Schreibern hier habe. Freue mich schon auf die nächsten Veranstaltungen in den nächsten Wochen und Monaten, wo man sich mal wieder trifft.

Bis dahin :D :D :D
Zuletzt geändert von Speedy1966 am 10.06.2013, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Glücklich wieder zuhaus....

Beitragvon Fernhusumerin » 10.06.2013, 19:47

Auch ich bin dieses Jahr wieder in Berlin gewesen... Wir waren vom RSV Husum mit 8 Leuten gestartet... ich war mit 2 anderen im Block F... gehöre ja nicht zu den Schnellsten.

Ich fand es eine tolle Veranstaltung! Klar, bei so vielen Teilnehmern sieht man Stürze, aber hinten wird echt vernünftig gefahren und lieber mal ein wenig mehr bremsen vor der Kurve... auf die paar Sekunden kommt es doch am Ende nicht an... Schön, auf gesperrter Strecke durch die Hauptstadt zu fahren... :ifreumi:

Zu Anfang musste ich die vielen Gruppen an mir vorbei ziehen lassen, aber auf der zweiten Hälfte wird klar, die meisten hier fahren wohl eher kürzere Distanzen und so kann ich an einigen wieder vorbei ziehen, die mich zu Anfang überholt haben! :D

Am Ende bin ich 6 Minuten schneller und mit einem 33 Schnitt glücklich Ziel :) Und es bleibt das Fazit: Auch bei einem Jedermannrennen muss es nicht um Sekunden gehen! Wie es im Startblock A zugeht, möchte ich gar nicht wissen... Und mal wieder 3 Tage Berlin und ein paar Tage mit den Vereinskollegen sind auch sehr nett. ;-)
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Beitragvon mad.mat » 10.06.2013, 21:23

Eigentlich wurde ja schon alles geschrieben, was ich noch anzumerken habe ist jedoch folgendes: Ich bin in diesem Jahr als „Begleitschutz“ von Jack40 gefahren. Er ist in diesem Jahr noch keinen Meter RR gefahren und so war von Anfang an klar, dass ich bei ihm bleibe. Stürze haben wir nicht einen einzigen gesehen, aber einige wilde Überholmanöver von Fahrern, die nächstes Mal wohl unbedingt weiter vorne „starten müssen“.

Die Organisation fand ich für die Menge der Teilnehmer ansonsten OK. Es gibt ja bei jedem Rennen, auch wenn die Strecke immer die gleiche ist, Begebenheiten, die zu erwähnen sind. Nur als Beispiel sah ich zum ersten mal einen Fahrer, der seinen Kurbelarm verloren hatte und negativ fiel mir eine dreiköpfige Berliner Rennradgruppe ohne Helm und ohne Startnummer auf, die auf ihrer Hausstrecke unbedingt den ganzen Radtouristen zeigen wollten, was sie so drauf haben. Die benahmen sich wie Sau im Feld. Weitere Geschichten erspare ich dem geneigten Leser an dieser Stelle.

Die größte Gefahr bei solchen Rennen sehe ich beim Zusammentreffen der sicheren Fahrer mit viel Erfahrung mit den Neulingen bei diesen Großveranstaltungen. So wünsche ich mir zum Beispiel schon bei der Anmeldung eine Selbsteinschätzung der Fahrer über deren Erfahrung mit Radrennen. Dann könnte der Veranstalter Startblöcke mit umsichtigen Cyclingguides für Erststarter zusammenstellen. Die Gefahr, dass hier dann genervte „Halbprofis“ die teils ohnehin schon stark geforderten Rookies wild überholen, stufe ich als geringer ein. Ist aber nur eine Idee.

Die Messe war wie immer informativ und die Gäste auf der Bühne (u. a. Heike und Marcel Wüst, Ete Zabel, Uwe Rohde, Professor Dietrich Grönemeyer und vor allem Rudi Altig) sorgten für gute Stimmung.

Es war wieder ein wunderbares Wochenende mit tollen Freunden und ich freu mich auf 2014.
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon Helmut » 11.06.2013, 01:33

Mich freut, dass die HFS-WG so viel Spaß hatte. Was mich auch freut, ist, dass der Velothon, so wie die Cyclassics nicht diesen Leistungs- im Breitensport-Irrsinn fördert, auf Siegerehrungen verzichtet, sich nicht dem GCC unterwirft und trotzdem noch viel erfolgreicher als dieser ist.

Trotzdem versuchten auch Protaginisten des "Jedermann-DM"-Irrwitzes in Berlin für Furore für sich und ihr Team zu sorgen - und wurden versägt. Gewinner der 120 km langen Runde wurde nicht Daniel K. vom Team Merkur D. (ich mag diese Name nicht mehr lesen, scheibe sie deshalb nicht aus), sondern der 51-jährige (!) Dr. Hajo Drees vom Trenga-Masters-Team, das u. a. mit Armin Raible Reibel auch die Team-Wertung auf der Langdistanz gewann.

Mir gefällt das besonders, weil ich doch als 56-jähriger Trenga-Fahrer so etwas wie ein "Bruder im Geiste" mit Hajo, Armin & Co. bin...
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Mirco » 11.06.2013, 06:27

Moin

Helmut, leider wirst Du dich wohl damit abfinden müssen, das Merkur Druck, Moskovskaya, Strassacker usw. die Rennen der Jedermannserie des GCC dominieren. Bei den Teilnehmerzahlen der GCC Serie kann man wenigstens noch von einem Rennen reden, speziell sogar beim diesjährigen Schleizer Dreieck, wo ca. 150 Fahrer je Distanz gewertet wurden.

Berlin und Hamburg sind meiner Meinung nach keine Rennen mehr, sondern reine Massenveranstaltungen, wo es auf Profit ankommt. Es ist schon recht armselig, das es gerade bei diesen beiden Events keine Siegerehrungen gibt.

Zum Sieger in Berlin bleibt mir nur zu sagen, ja herzlichen Glückwunsch und auch Respekt vor dem Alter, allerdings sollte man auch beachten, das er mit einer Senioren 2 Lizenz derzeitig unterwegs ist und früher sicherlich A-Lizenz Fahrer war. Leider hinkt hier mal wieder das Reglement, dass Fahrer mit einer Lizenz höher C ausschließt, sich aber keineswegs mit den Seniorenlizenzen beschäftigt. Soll bedeuten, wenn jemand bis 40 A-Lizenz gefahren ist, darf er keine Jedermannrennen bestreiten und ein Jahr später als aktiver Senior dann doch.

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Beitragvon Twobeers » 11.06.2013, 08:04

Vor 2 Jahren gabs noch eine Siegerehrung. Damals wurde der amtierende Berliner Meister mit A-Lizens geehrt, was im Nachgang zu Protesten führte. Vielleicht wurde das deswegen abgeschafft.

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Beitragvon Angelboot » 11.06.2013, 09:28

@Helmut: Hajo, Armin+Co., alles sympathische und erstklassige Rennfahrer. Aber sie sollten beim Velothon nicht startberechtigt sein. Sie sind Fahrer die eine Lizenz gelöst haben, also auch an "richtigen" Radrennen teilnehmen. Sie starten bei Deutschen-und Weltmeisterschaften. An diesem Wochenende gab es in Deutschland genug andere Startmöglichkeiten für Lizenzfahrer. In meiner Altersklasse, Senioren 4, war Werner Otto der "Sieger". Werner ist ein ehemaliger Weltmeister auf der Bahn. Ein toller und fitter Typ. Aber auch Werner fährt noch manchmal bei Lizenzrennen im Masterbereich mit.

Mir gefällt eigentlich schon das Wort "Jedermann(RENNEN)" nicht. Mir ist auch meine Zeit völlig egal. Die ist auch relativ zu sehen. Wenn ich auf eine gute Zeit fahre, muss ich eigentlich nur in den schnellen Gruppen mitschwimmen. Mittendrin und Mut zum Risiko haben. Ich möchte aber heil ankommen, dieses Feeling genießen.

Aber wir sollten auch alles mal etwas entspannter sehen. Ob Lizenzfahrer beim Velothon, Jedermann-DM, RTF, Brevet, Cross usw. Jeder so wie er möchte. Warum nicht mit Siegerehrungen. Ich gönne jedem sein Glück.

Hauptsache der Radsport lebt, dieser wunderschöne Sport.
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Beitragvon Mirco » 11.06.2013, 10:06

Moin

Sehe ich genau so. Wenn Ex-Lizenzfahrer bei Jedermannrennen starten, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Genauso, wenn Ex-Profis bei Lizenzrennen starten, doch aktuell lizensierte Fahrer, höher als C-Klasse bzw. Senioren, sollten außerhalb der Wertung fahren oder als VIP-Fahrer meinetwegen den Jedermann/Hobbyrennsport durch vorbildliche Verhaltensweisen fördern.

Es ist und bleibt halt ein leidiges Thema.

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Beitragvon Heimfelder Dirk » 11.06.2013, 10:41

Twobeers hat geschrieben:Außerhalb von Berlin kam dem Hauptfeld ein Pkw auf gesperrter Strecke entgegen. Da hat Bäuer Kasuppke seine Frau wieder nicht die Plakate am Straßenrand lesen können...
Der Dame bin ich beim 1. oder 2. Velothon auch schon begegnet. Damals versuchte sie, von rechts kommend in einen Kreisverkehr einzufahren, wo wir gerade mit gut 100 Leuten und > 40 Stuckies durchsegelten. :shock: Es grenzte an ein Wunder, dass es dort nicht gescheppert hat. Vor der Ignoranz und Dummheit einiger Zeitgenossen ist man nirgends gänzlich sicher, das ist das Lebensrestrisiko.

:gruss: dirk
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Beitragvon ottoerich » 11.06.2013, 11:01

<IMG src="http://666kb.com/i/ceuklkwyonvqlvpdd.jpg" width="600">

Ich war auch auf der 120 km Strecke unterwegs und was soll ich sagen? Es hat irre Spaß gemacht. Diesmal war ich Gast im "Roots of Compassion"-Team oder die bei mir. Wir hatten ein Superwochenende miteinander.

Dass es auf der Strecke anders oder gar ruppiger als in Hamburg, Göttingen oder Münster zuging, kann ich nicht bestätigen. Mir fiel die verhaltene Startphase auf. Das zuckelte sehr gemütlich los. Erst als wir Richtung Gatow fuhren, ging's zur Sache. Und Berlins Straßen sind verflucht holprig - aber sexy.
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Beitragvon Helmut » 11.06.2013, 23:12

Mirco hat geschrieben:Helmut, leider wirst Du dich wohl damit abfinden müssen, das Merkur Druck, Moskovskaya, Strassacker usw. die Rennen der Jedermannserie des GCC dominieren.
Bei dem verquarzten Reglement des GCC ist es mir egal, wer da dominiert.
Mirco hat geschrieben:Berlin und Hamburg sind meiner Meinung nach keine Rennen mehr, sondern reine Massenveranstaltungen, wo es auf Profit ankommt. Es ist schon recht armselig, das es gerade bei diesen beiden Events keine Siegerehrungen gibt.
In Berlin und Hamburg verfolgt man das Ziel, das sich jeder Teilnehmer als Sieger (im Zweifel über sich selbst) sehen. Nur so sind die extrem hohen Teilnehmerzahlen zu erreichen. Es sind Breitensportveranstaltungen, der Veranstalter durch die Teilnahme hyper ehrgeiziger Teams eher genervt, als über deren Startgeld erfreut. Und hinter den Rennen des GCC stehen auch ganz klar legitime wirtschaftliche Interessen.
Mirco hat geschrieben:Zum Sieger in Berlin bleibt mir nur zu sagen, ja herzlichen Glückwunsch und auch Respekt vor dem Alter, allerdings sollte man auch beachten, das er mit einer Senioren 2 Lizenz derzeitig unterwegs ist und früher sicherlich A-Lizenz Fahrer war. Leider hinkt hier mal wieder das Reglement, dass Fahrer mit einer Lizenz höher C ausschließt, sich aber keineswegs mit den Seniorenlizenzen beschäftigt. Soll bedeuten, wenn jemand bis 40 A-Lizenz gefahren ist, darf er keine Jedermannrennen bestreiten und ein Jahr später als aktiver Senior dann doch.
M. E. liegt der Fehler im Reglement darin, dass man A- und B-Fahrer ausschließt. Dies führt dazu, dass z. B. das Team Merkur Druck zwar alle Fahrer eine Lizenz lösen lässt, damit sie auch an Lizenzrennen teilnehmen können, aber nur als Übungsrennen, bei denen sie vor dem Ziel die Beine hoch nehmen, um nicht nach B aufzusteigen. Man kann sich über solches Verhalten ärgern, sollte man aber nicht, denn Schuld haben der BDR und GCC mit ihren irrwitzigen Regelungen.

So gesehen, kann ich in der Teilnahme von altersbedingt ehemaligen A-Fahrern wie Hajo, Armin & Co. keine Kodexverletzung erkennen. Bei den Vattenfall Cyclassics fuhr mit Dieter Leitner gar ein Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren und im Einzelstraßenfahren mit. Diese Titel errang er allerdings 1971, fuhr als über 60-jähriger bei den Cyclassics noch mehrfach mit um die vorderen Plätze. Warum nicht? Lasst doch einfach jeden mitfahren, dann hört endlich die Trickserei mit den Lizenzen auf und Jedermann- und Lizenzrennen würden wieder ehrlich ausgefahren.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Stockumer Junge » 12.06.2013, 08:36

Ich bin auch der Meinung, dass man die Regelung liberalisieren sollte. Sollen Alle doch auch alles fahren dürfen.

Ich habe auch noch einen schönen Bericht zum Velothon gefunden. Die Wahrnehmung scheint wohl auch oft ne Generationenfrage zu sein:

http://www.jule-radelt.de/2013/06/11/ga ... #more-6300

Mehr jung und weiblich tut dem Radsport gut.
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Achim Achilles beim Volksradrennen Velothon

Beitragvon Schnuffi » 12.06.2013, 08:37

Wenn Du schneller fährst brauchst Du Dich nicht so lange anzustrengen :mrgreen:
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Beitragvon Stockumer Junge » 12.06.2013, 09:01

Geiler Bericht!
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Beitragvon Mirco » 12.06.2013, 14:09

Also, wenn Hamburg und Berlin Breitensportveranstaltungen sind, warum erfolgt dann eine Zeitmessung mittels Transponder und warum muss ich als Teilnehmer dann ein Startgeld jenseits der 50,- EUR zahlen?

Dann kann ich auch gleich eine 150 km RTF in NRW für 4,- EUR fahren und bekomme dafür sogar noch mehr geboten, außer vielleicht eine teilweise gesperrte Strecke.

Für das Startgeld in Hamburg kann ich zwei Rennen der GCC-Serie fahren und bekomme dort sogar noch mehr geboten. Welche Veranstaltung ist nun wohl eher auf Profit aus? Hamburg natürlich und nicht die Veranstalter der GCC Rennen.
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Beitragvon crumble » 12.06.2013, 16:12

Mirco hat geschrieben:Für das Startgeld in Hamburg kann ich zwei Rennen der GCC-Serie fahren und bekomme dort sogar noch mehr geboten.
Was bekommt man denn da so Grossartiges an Extras? Die Weltrangliste? Das empfinde ich als groessten Nachteil vom GCC. Wenn man unbedingt vorne in irgendwelchen Listen stehen will, soll man meiner Meinung nach Lizenzrennen fahren und damit leben, dass es kuerzere Runden und weniger Zuschauer gibt.

Das hochjubeln irgendwelcher Halbprofis hat nichts mehr mit Jedermann-Rennen zu tun. So ein GCC-Titel ist in meinen Augen nichts anderes als ein Doktortitel in Parapsychologie von eBay. Den koennte ich nur zum Karneval tragen.

Dazu kommt dann noch das verkorkste Anmeldesystem, weshalb ich mich letztes Jahr nachmelden musste und es wohl dieses Jahr auch wieder machen darf.

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Beitragvon Helmut » 12.06.2013, 17:56

Mirco hat geschrieben:Also, wenn Hamburg und Berlin Breitensportveranstaltungen sind, warum erfolgt dann eine Zeitmessung mittels Transponder und warum muss ich als Teilnehmer dann ein Startgeld jenseits der 50,- EUR zahlen?
Wenn Du es so siehst, solltest Du z. B. die noch mehr Teilnehmer zählende Vätternrundan meiden. Die kostet ca. das doppelte Startgeld als bei den Cyclassics und es gibt hinterher nicht mal eine Rangliste. Niemand erfährt irgendeine Platzierung, nur seine Fahrtzeit. Mit der Absperrung der 300 km langen Strecke lässt sich der Preis nicht rechtfertigen, denn es gibt dort keine, nur (wirksame) Appelle an die Autofahrer, die Strecke zu meiden.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Geld

Beitragvon Janibal » 12.06.2013, 18:49

Natürlich möchte kein Veranstalter draufzahlen. Ein kleiner Einblick hinter die Kulissen vom Velothon zeigt aber keinen großen Reichtum. Du als Fahrer zahlst nicht alle Aufwendungen.

In Hamburg möchte die Stadt die Stromnetze von Vattenfall zurückerwerben. Wenn es da Streit gibt, dann ist Vattenfall raus aus den Cyclassics. Und die Cyclassics sind aus.

@Unfälle: Die B101 und das Flugfeld waren in der Guidebesprechung als Hauptunfallschwerpunkt besprochen worden. Und traf auch ein. Aber was mehr zu machen, als zu sagen: Seid wachsam!?!

@Achilles: Ich dachte immer: Männer sind Schweine und jetzt das: Deppen auch noch.

@Jule: Schon mal daran gedacht, den Rennstall zu wechseln? Der ESK paßt wunderbar zu dir. Klappspatentour mit Zeitmessung auf Teer. Musst nur noch dein Plastikrad gegen Eisen tauschen...und bei dir gilt nicht (habe ich neulich aus geschulter Feder gelesen): Style over Speed, sondern Style and Speed.

Und willst du mit Ernst fahren, dann RTF
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crumble
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Re: Geld

Beitragvon crumble » 12.06.2013, 20:14

Janibal hat geschrieben:@Unfälle: Die B101 und das Flugfeld waren in der Guidebesprechung als Hauptunfallschwerpunkt besprochen worden. Und traf auch ein. Aber was mehr zu machen als zu sagen: Seid wachsam!?!
Hat man euch Gruende genannt?

Viele meckern ueber die Auffahrt zum Flugfeld. Ich sehe aber eher die langen breiten Geraden mit viel Wind als Problem. Da fahren sich einige so Grau, dass sie vom Weg abkommen. Diesmal ist mir kein Muellcontainer aufgefallen, in den jemand haette fahren koennen. Da scheint man wohl aus vorherigen Rennen gelernt zu haben.

Wenn man auf der breiten B101 von rechts recht eng ueberholt wird, braucht man sich nicht wundern, wenn es Unfaelle gibt. Links haette es 4 bis 5 Meter Platz gegeben.

Ich finde die dicht machende Kurve in der Havelchausssee ein Problem. Man knallt da mit seinen 55 bis 60 runter und sollte schon vorher wissen, dass man lieber bremst, wenn da jemand in seine Trillerpfeife pustet. Das nuetzt nur nichts, wenn sich gerade Leute am Rand sortieren und ihre Flaschen noch die Strasse runter kullern. Ich weiss nicht, ob der Streckenposten die ueberhaupt sehen konnte. Da waeren zwei, drei weitere Posten nicht schlecht, die den Ersten zum Warnen vor Stuerzen veranlassen koennen.

Ich bin diesmal in Block E gefahren. Da wurde vor jedem Kreisel extrem das Tempo rausgenommen. Gut um unfallfrei durch die Kurven zu kommen und nicht am Ausgang des Kreisels in die Insel abzudriften. Aber es staut sich schon davor. Ein paar zusaetzliche Schilder etwas frueher waeren nicht schlecht. Ansonsten waren die Schilder immer gut sichtbar und rechtzeitig zu sehen.

Hinten habe ich mehr Stuerze gesehen als im C Block, dafuer wurden einige gut abgesichert und es lagen nur sehr wenige Flaschen auf der Strasse. Apropos Flaschen, der Einlass an Block E war kompetent, und hat seinen Job sehr gut gemacht. Er hat die Fahrer freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen nicht mit bestimmten Flaschen in ihren Trikos zu fahren.

Um den Start etwas sicherer zu machen, koennte man Muellbeutel an die Absperrung binden. Dann wuerde vielleicht weniger Muell am Rand herum liegen. Die normalen Behaelter der Stadtreinigung sind natuerlich sofort voll gewesen.

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Beitragvon Konkursus » 12.06.2013, 22:55

also, ich weiß nicht. Den ganzen überbordenden Begeisterungsstürmen überall kann ich mich auch heute nicht anschließen. Dazu habe ich einfach zuviel Crashs gesehen, auch wenn die dazugehören. Früher gehörte zur F1 auch der Leichenwagen, aber muss ich das akzeptieren?

Gut, für Fahr- und Materialfehler kann der Veranstalter nichts, aber für die sich hieraus ergebenden Folgen durchaus zum Teil. Denn nach wie vor meine ich, dass zuviel Fahrer auf der Strecke waren, ein "Rennen" im eigentlichen Sinne konnte sich deshalb gar nicht entwickeln und ist ja auch nicht die Intention des Veranstalters. Insofern ist der Begriff "Jedermannrennen" nicht richtig, "Jedermanntour" wäre vielleicht besser, aber würde man dadurch tausende von Anmeldungen ziehen?

Es mag ja durchaus so sein, dass alles viel Geld kostet, aber upsolut wird ja nicht gezwungen, die Veranstaltungen durchzuführen. Wobei ich für mich feststellen muss, dass ich nach jeder Tour (je 3) die Cyclassics besser und sicherer fand, obwohl dort insgesamt noch mehr Starter sind.

Aber ich will ja nicht nur kritisieren, deshalb mein Vorschlag, die Starts noch mehr zu entzerren. Da Berlin ja nun kein Gelände zur Selektion hat, muss das irgendwie anders funktionieren.

Oder: vielleicht auch noch eine ganz lange Strecke wie in Hamburg anbieten, mit einem noch weiteren Außenkreis.

Weshalb das auf der B101 in diesem Jahr nicht geklappt hat, weiß ich beim besten Willen nicht, 2012 konnte man dort noch super Gas geben und Höchstgeschwindigkeit fahren. Vielleicht lag´s auch an der Windrichtung. Allein zwei Massencrashs dort erlebt in unmittelbarer Nähe, einmal vor mir, einmal 10 Meter hinter mir, das hat mir gereicht.

Ob ich dort noch einmal starte, weiß ich auch heute nicht, irgendwann wird´s ja auch mal langweilig, zumal ich auch privat öfter mal in Berlin bin, ich brauch das nicht als Aufhänger.

Aber vielleicht doch noch einmal mit dem MTB auf Semi-Slicks aus Startblock G und dann ganz locker grooven, immer in vernünftigem Abstand zum Besen-Skoda, so dass man sich einmal einen Platten leisten kann, vielleicht hat das was.

Ko
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Hajobu
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Re: Achim Achilles beim Volksradrennen Velothon

Beitragvon Hajobu » 13.06.2013, 09:37

Schnuffi hat geschrieben:So kann man das auch sehen:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaeh ... 05044.html
Interesante Darstellung, erinnert mich an die Cyyclassics!
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Angelboot

Beitragvon Angelboot » 13.06.2013, 09:54

Hallo Konkursus,

man merkt, du hast es etwas sacken lassen und überlegst sogar wieder teilzunehmen. In welcher Form auch immer.

Auch teile ich deine Meinung, es Jedermanntour zu nennen. Da hätte der Veranstalter vielleicht seine Bedenken, wegen der nicht so hohen Teilnehmerzahlen. Diese Befürchtung teile ich nicht. Dann würden auch Leute mit normalen Rädern mehr teilnehmen. Warum eigentlich nicht. Ähnlich wie bei der Vätternrundan.

Es als Rennen zu bezeichnen ist falsch. Man wird quasi dazu aufgefordert ein Rennen zu fahren. Nur, 90 % der Teilnehmer sind überhaupt nicht in der Lage, ein "Rennen" zu fahren. Sie kommen dann auf der B 101 in Situationen, die sie nicht beherrschen. Man wird ängstlich, unsicher. Dann kommt es auch zu diesen Unfällen.

Ich habe irgendwann keine Rennlizenz mehr gelöst, weil ich auch nicht mehr dahin gehörte. Ich wurde auch ängstlich, habe nachgedacht.
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Beitragvon swberlin » 13.06.2013, 14:15

Ich bin das Berliner Velothon zum zweiten Mal mitgefahren. Und hatte zum zweiten Mal keinerlei Probleme. Nun bin ich kein Racer, sondern, wie es glaub ich im letzten Jahr hieß, "ein ambitionierter Radfahrer", der das Ganze als Hobby betreibt, als Teildisziplin vom Triathlon. Und ich finde es sehr gut, dass man auch mal als Hobbyfahrer an einer so stimmungsvollen Veranstaltung mit all dem Pipapo teilnehmen kann. Nicht ich, also "wir" sind das Problem, sondern die Cracks und Freaks, die sich tatsächlich ein Rennen liefern müssen. Was soll das? Es gibt bestimmt Veranstaltungen, wo man sich besser austoben kann. Lasst "uns" unseren Spaß und schlagt "eure" Schlachten da, wo es besser geeignet ist! Die Freaks, Racer und Profis müssen bei einer solchen Veranstaltung abwärts kompatibel sein. Andersrum geht es leider nicht...

Ich bin im übrigen in die 120 Km aus Block G gestartet und es gab keinerlei Probleme. Die Unfälle, die es zu sehen gab, waren alle an Stellen, wo ich keine Erklärung dafür habe. Außer natürlich: Fummeln an der Trinkflasche, Nahrungsübergabe im Team, Fotos machen oder Materialschaden. Oder die an jeder Stelle zu beobachtenden "guten Fahrer", die während sie auf ihren Kumpel, der nicht "so gut" ist warten, faxen machen. Weil sie ja so toll sind!

Ich denke, ich werde im nächsten Jahr wieder mitfahren, gerne auch wieder aus Block F oder G...

Sport frei,
Stefan
Schaun ma mal! Bis denne und: Sport Frei!
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Re: Big bang

Beitragvon Race-attack » 13.06.2013, 14:50

Janibal hat geschrieben:Big Bang Theorie Staffel 9 Teil 6.2013
Kannst Du nicht einfach einen ganz normalen Bericht schreiben ?
Es wird ein guter Tag
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Re: Big bang

Beitragvon Ötzy » 13.06.2013, 18:40

Race-attack hat geschrieben:Kannst Du nicht einfach einen ganz normalen Bericht schreiben ?
gibt`s schon... ;)
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Re: Big bang

Beitragvon Grotefend » 13.06.2013, 19:30

Race-attack hat geschrieben:Kannst Du nicht einfach einen ganz normalen Bericht schreiben ?
Bloß nicht. Jan's stimmungsvolle Beschreibungen sind doch nicht nur Salz in der Suppe, sondern auch Pfeffer, Paprika, Safran und was der Gewürze mehr sind. Manchmal ist sogar Lorbeer drin. Das Forum wäre ohne sie um Drei-Sterne-Menüs ärmer.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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GEILES WOCHENENDE

Beitragvon Ötzy » 13.06.2013, 19:58

In der Hauptstadt geriet der Radsport zur Nebensache.
Bester Punk-Rock Song: "Britta macht sich neu!" (nicht schön, aber laut)
Kuscheligster Typ: MadMat
Tiefschlafkünstler: Jack40
Beste Idee: Senseo für "danach" und den Neustart
Starkes Stück: NOBNOB (fährt vor mir im Glauben, dass ich vor ihm fahre... - fast uneinholbar) Schöner Sport mit Dir! Gerne wieder.
Farbenpracht und Schwipps: Brimore ;o)
System-Cleaner: UweK (was quäääkt dich der Cycling-Guide bei km 27 so an? Du hast die Gruppe doch angeführt) ...und der Rahmen glänzt !
Neuzugänge: Colnago Master, soll wohl aber noch nicht ganz trocken sein die Idee.
Abgänge: Geruchsintensiv, aber belassen wir es dabei !
Dankeschön: Geht an Helmut ! Für Support und Vermittlung des Jani-Guides :GrosseZustimmung:

Edit: Der Termin am Sonntag hat noch geklappt. Die WG ist zur Einweihung eingeladen !
Zuletzt geändert von Ötzy am 13.06.2013, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon mad.mat » 13.06.2013, 20:02

Und eins hast Du noch vergessen Ötzy:

Wenn Carmen Geiss nach Berlin kommt, hat sie kein Problem mit dem Friseur mehr!
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
Gründungsmitglied Verein HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten
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Beitragvon Harterbrocken » 13.06.2013, 21:39

Konkursus hat geschrieben:Insofern ist der Begriff "Jedermannrennen" nicht richtig, "Jedermanntour" wäre vielleicht besser...
Guter Vorschlag. Das größte Jedermann-Rad"rennen" der Welt, also das Cape Argus in Südafrika, nennt sich übrigens auch im englischsprachigen Original "Cape Argus Cycle Tour" und nicht "Cape Argus Cycle Race". Im angelsächsischen Sprachraum gehen die Veranstalter mit der Vokabel "Rennen" deutlich sorgsamer um. Ich bezweifle aber, dass upsolut und andere Ausrichter sich darauf einlassen.

Übrigens: Beim "Cape Argus" wird sowohl ambitioniert gefahren wie auch total entspannt. Da machen einzelne Teilnehmer schon mal den einen oder anderen Genussstopp unterwegs und lassen einen Teil des Feldes an sich vorüberziehen. Das könnte ich mir für Velothon und Cyclassics auch gut vorstellen. Durchschnittstempo 14 statt 39 km/h. Wer macht mit? Den Besenwagen kriegen wir schon noch wieder zu fassen.... :)
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Beitragvon Mirco » 13.06.2013, 23:07

Moin

Ob ein Event die Bezeichnung Jedermannrennen, Challenge usw. trägt, ist im Prinzip doch egal. Fakt ist, dass bei offizieller Zeitnahme, ob mit oder ohne Transponder, immer ein Rennen ausgefahren wird. Ob dieser Wille, ein Rennen auszufahren, für 100 % der Teilnehmer zutrifft, bleibt offen. Doch wenn ich mich als Teilnehmer einer solchen Veranstaltung darauf einlasse, mit ambitionierteren Teilnehmern gemeinsam zu fahren, darf ich mich später auch nicht über eine vielleicht aggressive Fahrweise beschweren. Wer das nicht will, sollte solche Events meiden oder gleich aus dem letzten Block starten.

Letztendlich war das aber nicht der Auslöser dieser Diskussion hier. Ich verstehe nicht, warum immer wieder gegen die Rennen der GCC-Serie und gegen die ambitionierten Teams, die teilweise auch aus Vereinen kommen, gewettert wird. Die Rennserie und deren Teilnehmer haben ebenso eine Daseinsberechtigung, wie Marathon-, CX- und MTB-Serien.

Warum wird dort nicht so herumgenörgelt, denn dort gibt es auch Teams bzw. Fahrer, die fast jede Veranstaltung dominieren und das stört hier offensichtlich keinen.

Genausowenig, wie jedes Jahr wieder bei den RTF-Wertungskarten beschissen wird, dass sich die Balken biegen und Fahrer bzw. Fahrerinnen zu Unrecht geehrt werden. Da sind mir Ex-Lizenzfahrer, die eine Rennserie aufgrund der erbrachten Leistung gewinnen, lieber, als unehrliche RTF-Punktejäger.
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Beitragvon Stauder Volker » 14.06.2013, 17:55

Ich bin nun zum sechsten Mal in Berlin gefahren und hatte Startrecht im Block B, Vorjahr Block C, und teile die Wahrnehmung von Deichfahrer. Es wird aggressiv gefahren und die Geschwindigkeit bewegt sich zw. 35 und 46 km/h. Mein Trainingspartner aus Berlin, der nicht teilnehmen konnte, hat eine interessante Auswertung gemacht. Aus dem Block B bildeten sich während des Rennens vier größere, die mit jeweils 2 Minuten Zeitversetzung ins Ziel gelangten. Also muss man sich künftig darauf einstellen und entscheiden, welcher der Gruppe man sich anschließt und seine Fahreigenschaft weitgehend wiederfindet. Ich war zum Schluss in der dritten Gruppe. Mein Hamburger Trainingspartner fuhr in Block C und hier stimmte seine Wahrnehmung mit der von Konkursus überein und auch meiner vom letzten Jahr.

Im Startblock traf ich auch Corstiaan, mit dem ich vorhatte das Rennen gemeinsam zu bestreiten, aber er hatte sich bereits nach wenigen Kilometern aufgrund seiner Schulterschmerzen verabschiedet und lies es gemächlich angehen. Von hier aus gute Besserung.

Ich persönlich kann für mich festhalten, dass mir das Fahren im Block B mehr Sicherheit gibt und auch zusagt. Man muss jedoch während des gesamten Rennens die Konzentration hochhalten. Von dem Gedanken, dass es sich hier um ein Jedermannrennen handelt bei Geschwindigkeiten um die 42 km/h, sollte man sich verabschieden. :mad:

Ich freue mich mit Deichfahrer, dass wir unverletzt und gemeinsam in's Ziel mit einem Schnitt von 39,5 angekommen sind. :trommel: Auch traf ich noch Uwe und NobNob unversehrt und mit einem glücklichen Lächeln im Ziel.

Bei der Vielzahl an Stürzen, die ich selbst mitverfolgt habe, den ersten vor dem Pflasterstück im Grunewald, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich diese Fahrer in ihrem Fahrkönnen (u. a. Kondition, Konzentration) überschätzen :Weissnicht: und weitere Fahrer damit gefährden. Sehr gut fand ich die Haltung der Polizei bei unserer Einfahrt zum Flughafen Tempelhof. Hier wurde unsere Gruppe von einer Motorradeskorte begleitet in die Einfahrt zum Flughafen geleitet, die Geschwindigkeit niedrig gehalten und wir konnten umsichtig in den FH einfahren. :Danke:

Ich hatte dieses Jahr den Eindruck, dass wir unterwegs von der Bevölkerung gut unterstützt wurden, dafür etwas ruhiger im Zieleinlauf. :Laola:

Ein Dankeschön möchte ich noch an den Veranstalter für die gute Streckenabsperrung und seine vielen netten Helfern loswerden. :wink:
Im Vordergrund steht der Spaß und das Team
olliwechtel

Na endlich...

Beitragvon olliwechtel » 14.06.2013, 19:36

Mirco hat geschrieben:Ob ein Event die Bezeichnung Jedermannrennen, Challenge usw. trägt, ist im Prinzip doch egal. Fakt ist, dass bei offizieller Zeitnahme, ob mit oder ohne Transponder, immer ein Rennen ausgefahren wird. Ob dieser Wille, ein Rennen auszufahren, für 100% der Teilnehmer zutrifft, bleibt offen. Doch wenn ich mich als Teilnehmer einer solchen Veranstaltung darauf einlasse, mit ambitionierteren Teilnehmern gemeinsam zu fahren, darf ich mich später auch nicht über eine vielleicht aggressive Fahrweise beschweren. Wer das nicht will, sollte solche Events meiden oder gleich aus dem letzten Block starten.

Letztendlich war das aber nicht der Auslöser dieser Diskussion hier. Ich verstehe nicht, warum immer wieder gegen die Rennen der GCC-Serie und gegen die ambitionierten Teams, die teilweise auch aus Vereinen kommen, gewettert wird. Die Rennserie und deren Teilnehmer haben ebenso eine Daseinsberechtigung, wie Marathon-, CX- und MTB-Serien.

Warum wird dort nicht so herumgenörgelt, denn dort gibt es auch Teams bzw. Fahrer, die fast jede Veranstaltung dominieren und das stört hier offensichtlich keinen.

Genausowenig, wie jedes Jahr wieder bei den RTF-Wertungskarten beschissen wird, dass sich die Balken biegen und Fahrer bzw. Fahrerinnen zu Unrecht geehrt werden. Da sind mir Ex-Lizenzfahrer, die eine Rennserie aufgrund der erbrachten Leistung gewinnen, lieber, als unehrliche RTF-Punktejäger.
Endlich mal jemand, der vielen aus der Seele spricht...
Ötzy
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Re: Na endlich...

Beitragvon Ötzy » 14.06.2013, 21:01

olliwechtel hat geschrieben:Endlich mal jemand, der vielen aus der Seele spricht...
Mag sein, zumindest vertritt Mirco seine persönliche Meinung. Die Veranstaltungen werden aber nicht besser, wenn man den Veranstalter nicht direkt informiert, wo denn der Schuh drückt. Die Möglichkeit dazu hat Upsolut ja bereits jedem Teilnehmer gegeben.

Eine Veranstaltung als Rennen zu deklarieren, nur weil eine Zeitmessung stattfindet, ist allerdings weit hergeholt. Ich sehe das eher als Vergleichsfahrt an und verhalte mich dann auch so.

Und: Ja! Wenn die Strecke gesperrt wird, kann das ein Grund für eine Teilnahme sein. Ob ich dafür knappe 80 Taler in Hamburg hinlege? Nein. Es ist aber auch uninteressant welcher Veranstalter oder welcher "Cup" das ganze Vermarktet. Stimmungsvoll soll es werden - das funktioniert oft auch im kleineren Rahmen, ggf. unter Gleichgesinnten...

Dem Massencrash auf der 101 bin ich nur sehr knapp entkommen, war weit rechts unterwegs und konnte den am Boden liegenden Fahrern ausweichen. Mehr Sorgen machten mir die 40-50 Sekunden danach, ob Norbert irgendwo aus dem Schrotthaufen herauskommt...

Engstellen, Abbieger, Kurven, Kreisel waren alle nicht das Problem. Aber wehe wenn in mehreren Reihen nebeneinander ein paar Meter geradeaus gefahren werden soll... Ich denke, dass würde beim Rothaus Rider Man gleich viel entspannter zugehen:

http://www.riderman.de/index.php?option ... Itemid=164

Ist sogar ein GCC-Rennen und bietet viel für`s Auge und das Startgeld...
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Helmut
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Re: Na endlich...

Beitragvon Helmut » 15.06.2013, 01:28

Ötzy hat geschrieben:Die Veranstaltungen werden aber nicht besser, wenn man den Veranstalter nicht direkt informiert, wo denn der Schuh drückt. Die Möglichkeit dazu hat Upsolut ja bereits jedem Teilnehmer gegeben.
Und von dieser Möglichkeit haben hoffentlich viele Leute Gebrauch gemacht. Die Vorstellungen darüber, was bei diesem "Rennen" wichtig ist, gehen allerdings weit auseinander und der Veranstalter muss sich entscheiden, was ihm aus diesem bunten Strauß an Meinungen wichtig erscheint. Priorität haben da schon allein wirtschaftlichen Überlegungen die Bedürfnisse der 11.500 Teilnehmer, die nicht unter die Top 500 der insgesamt 12.000 Teilnehmer fuhren, weil er diese Zielgruppe binden und ausbauen möchte. Wer das Rennen gewonnen und ob der dafür geehrt wurde, ist für diese Leute nicht wichtig, nur das eigene Ergebnis zählt. Das ist bei einem Radrennen, bestritten von hundert ausschließlich ambitionierten Fahrern natürlich etwas anders.
Mirco hat geschrieben:Warum wird dort nicht so herumgenörgelt, denn dort gibt es auch Teams bzw. Fahrer, die fast jede Veranstaltung dominieren und das stört hier offensichtlich keinen.

Genausowenig, wie jedes Jahr wieder bei den RTF-Wertungskarten beschissen wird, dass sich die Balken biegen und Fahrer bzw. Fahrerinnen zu Unrecht geehrt werden. Da sind mir Ex-Lizenzfahrer, die eine Rennserie aufgrund der erbrachten Leistung gewinnen, lieber, als unehrliche RTF-Punktejäger.
Ich mag halt das Bohei nicht, das Teams um ihre "Erfolge" machen, die daraus resultieren, dass sie es vermeiden, gegen stärkere anzutreten. Und - keine Frage - bei RTF-Punkten andere zu bescheißen, ist mindestens so unsportlich wie Doping. Dass es so was gibt, ist nach meinem Eindruck insbesondere ein niedersächsisches Problem. Um das zu reduzieren, sollte man dort vielleicht den Umfang der Ehrungen der "verdienten" RTF-Fahrer deutlich herunterfahren?
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Indorain
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Vernunft der Teilnehmer

Beitragvon Indorain » 16.06.2013, 20:44

Es wurde ja schon viel über die Veranstalter geschrieben und m. E. auch zurecht kritisiert, egal ob Velo Challenge Hannover, Vattenfall Cyclassics oder Garmin Velothon Berlin. Klar ist hier ein gewisser kommerzielle Gedanke nicht wegzuwischen. Auch semipofessionelle Teams haben mit dem Jedermann-Gedanken der Veranstaltung nicht viel gemeinsam. Die Gruppen sind sicherlich auch zu groß usw. Was aber wohl das wichtigste ist, ist die Vernunft der Teilnehmer!

Jeder sollte sich vorher ernsthaft fragen, ob es Sinn macht, sich und andere zu gefährden, um ggf. ein paar Sekunden schneller zu sein?! Es braucht ja nur einer unter 100 dabei zu sein, dem das Blut so in die Beine sackt, dass zum Denken nichts mehr übrig ist... Eine Kampagne nach dem Motto "Eine Sekunde später im Ziel, statt eine Wochen Krankenhaus" wäre mal eine Idee. Es sind ja größten Teils erwachsene Menschen am Start, da würde ich eine gewisse Reife voraussetzten, um sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen zu können. Man muss auch bedenken, dass es bei diesen Rennen ja eigentlich um nichts geht. :roll:
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NOBNOB
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Beitragvon NOBNOB » 18.06.2013, 22:41

Ötzy hat geschrieben:Dem Massencrash auf der 101 bin ich nur sehr knapp entkommen, war weit rechts unterwegs und konnte den am Boden liegenden Fahrern ausweichen. Mehr Sorgen machten mir die 40-50 Sekunden danach, ob Norbert irgendwo aus dem Schrotthaufen herauskommt...
Oh ja, der NOBNOB schaute noch aus dem Schrotthaufen heraus. Das war aber extrem knapp. Sah mich eigentlich schon auf dem Haufen.

Es war geil mit Ötzy zusammen zu fahren und mal wieder eine super Party, aber die Unfälle vermiesen einem doch den Spass enorm. Ich denke, das war mein letzter Velothon. Nächstes Jahr fahre ich lieber Halvvättern.

Riesen Dank an Helmut und schade, dass Du nicht dabei warst.
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UweK
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Re: GEILES WOCHENENDE

Beitragvon UweK » 19.06.2013, 00:41

Mein ausführlicher Bericht folgt entweder noch heute Nacht, oder ab Donnerstag, da ich mich seit vorletztem Freitag quer durch Deutschland (Berlin & RM Volksdorf), Norwegen (Bergen) und nunmehr Manchester/UK bewege. :-) Diese Frage möchte ich aber an der Stelle nicht unbeantwortet lassen:
Ötzy hat geschrieben:System-Cleaner: UweK (was quäääkt dich der Cycling-Guide bei km 27 so an? Du hast die Gruppe doch angeführt) ...und der Rahmen glänzt !
Kurze Antwort: Keine Ahnung! Lange Antwort:

Zu dieser Situation kam es wie folgt: Ich führte eine größere Gruppe von vorne an, ich war auf der ganz rechten Spur und im Augenwinkel beim Blick über die Schulter nach links konnte ich 1-2 weitere Reihen erspähen. Wir fuhren mit relativ hohem Tempo (ich schätze mal so 35 km/h +) auf eine großzügige Rechtskurve zu, beim Einfahren in die Kurve sehe ich, dass auf der rechten Spur der Winter an der Straße genagt hatte und ein Durchfahren an dieser Stelle vermutlich zu einem Sturz führen wird, wenngleich nicht bei mir, aber bei meinen Hintermännern. Daraufhin zeigte ich ordnungsgemäß die Gefahr an mit einem kurzen Anzeigen, etwas nach links auszuweichen bzw. die Kurve nicht scharf zu fahren, sondern in einem etwas weiterem Bogen, was wir dann auch machten, und die Hintermänner erkannten dieses wohl auch. Hierbei ist zu erwähnen, dass ich keine Welle gefahren bin.

Nach der Kurve wurde ich auf unsicheres Fahren mehr oder minder freundlich vom SCG hingewiesen, Wut & Ärger stieg in mir hoch, denn ich hatte alles vorschriftsmäßig gemacht. Er meinte irgendwas von "rufen", ich weis aber aus eigener Erfahrung, dass dieses meist eh schwer akustisch zu verstehen ist und dass ich angeblich eine Welle gefahren sei, was aber nicht korrekt war. Da ich die General-Ausschreibung und das Reglement auch vorher nochmals intensiv studierte, kann ich mich auch nicht daran erinnern, dass man Gefahren akustisch anzeigen muss/soll.

Wenn ich die Aussagen des SCG richtig verstanden habe, wäre es ihm lieber gewesen, wenn ich die Gruppe durch die Gefahrenstelle hätte fahren lassen. Ich denke, der SCG hat selber gepennt und wurde daraufhin von dem etwas weiterem Bogen überrascht und fühlte sich mächtig, endlich mal meckern zu dürfen. Ich beobachtete diesen dann auf den folgenden Kilometern von der Ritzelperspektive aus, da waren ganz andere Dinger, was andere Fahrer machten, woraufhin er aber nichts gesagt hatte.
1. Vorsitzender HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.

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