3. Velo Challenge Hannover (Berichte und Bilder)

Deichfahrer
Danish Dynamite
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3. Velo Challenge Hannover (Berichte und Bilder)

Beitragvon Deichfahrer » 17.06.2012, 20:22

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<b>3.Velo Challenge Hannover
Gute Orga, aber beschaulicher als Berlin</b>


Letztes Wochenende Berlin, dieses Wochenende stand das Radrennen in Hannover an. Die Anreise ging gleich Samstagsfrüh nach Hannover, um noch an einer Veranstaltung in Sachen Medizin teil zu nehmen. Somit konnte ich es alles an einem Wochenende erledigen.

Danach ging es zum Maschsee um die Startunterlagen abzuholen.

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Kleine Messemeile wurde präsentiert. :OK: Wenn man bedenkt, was Berlin auf der Messe geboten hat, war dagegen Hannover eine kleine beschauliche und übersichtliche Veranstaltung.

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Insofern blieb ich nur ne Stunde und ging zum Hotel. Anschließend konnte ich mich bei einem Griechen meinen Hunger stillen. Ist wirklich zu empfehlen. :GrosseZustimmung:

Sonntag stand das Radrennen auf dem Programm. Nach einem Kalorienreichen Frühstück ging es zum Maschsee, hier begann der Start. So stand ich im Block E, gleich an vorderster Front, um mich in der Spitzengruppe festzusetzen, das Ziel in meinem Kopf war 3,5 Std dafür zu benötigen. Mir war bewusst, welche Anstiege heute kommen. :D

Wie es immer so ist = Wind - Wind - Wind und Sonne, leicht bedeckt. Was will man mehr = TROCKEN. Nach dem Start ging es auf die 120 km Schleife und biss mich in der Spitzengruppe fest. Zu meiner Freude harmonierte die Gruppe sehr gut. Großes Lob an alle.
: Kreisel :
Jedoch beim ersten Anstieg musste ich die Gruppe abreissen lassen. Bin nicht der typische Bergfahrer. :kapitulieren: Nach der rasanten Abfahrt nahm ich das Tempo auf in einer 4 Mann starken Gruppe, klappte auch sehr gut bis zum Nienstedter Pass. Auch hier musste ich wieder passen. :Weissnicht: War ich mit meinen Kräften am Ende. Habe wirklich nur noch ca. 40 km vor mir, also Quälen und Ackern, was das Zeug hält. :idea: Hier hätte ich Volker Stauder gebrauchen können. :Clown:

Tja, nachdem wieder mal so rasanten Abstieg konnte ich ohne zu warten den Bahnübergang endlich wieder die volle Fahrt nach Hannover aufnehmen. Leider musste ich eine Gruppe mitnehmen, die vor dem Kollaps stand. Meine Führung gab ich an den nächsten weiter und was sehe ich da, spielt den Hampelmann, fährt freihändig, trinkt dabei aus seiner Flasche und fährt noch zickzack. Hier musste ich einschreiten und ihn anmeckern. :meckern:

Neee, die Gruppe lag mir nicht und so hatte ich Glück mit dem Wind und 50er schnell in eine neue Gruppe rein zu fahren. Hinter mir fragte jemand höflich, ob er mit darf. Klaro, war meine Antwort. Dieser Jemand fiel nach dem Ziel um meine Arme, der war wirklich down.

Neue Gruppe und mit dieser fuhr ich bis ins Ziel. Ach es ging wieder durch den Kleingartenverein, nur die Rücktour. Am Ziel angekommen musste ich feststellen, meine Zeit habe ich für 118 km Strecke ereicht. :ifreumi: :Tanzen: :hurra: 3 Std und 21 Min. = Herrrrrrlich

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Mit Hannover bin ich rundum zufrieden und konnte glücklich meine Heimreise mit der Metronom antreten.

Fazit = Das Rennen in Hannover ist nicht mit Berlin oder Hamburg zu vergleichen. Dafür hat die Orga alles super über die Bühne gebracht und die kleine beschauliche Messe reicht aus. Das Wichtigste = Ich habe keine Stürze und keinen Krankenwagen mit Blaulicht gesehen. :Danke:
Ich fahre 2013 wieder nach Hannover. :gruss:

Hier kommen meine

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... x.html">33 Bilder von der Velo Challenge Hannover</a>.

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Marit
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Beitragvon Marit » 17.06.2012, 21:19

Wenn man schon ein Jedermannrennen vor der Haustür hat, dann muss mann/frau es auch fahren. Also Samstag nachmittag die Startunterlagen abgeholt und wie erwartet: Startblock A. :D

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Sind dann noch ein wenig über die kleine Messe geschlendert und haben noch ein paar Kalorien in Crepesform aufgenommen. Dann gab es im Cinemaxx "The Road Uphill", die Dokumentation der Tour de France 2011 mit den Schleckbrüdern. Toller Film, da ist so ein Eintagsjedermannrennen ja ein Klacks dagegen (Aber jeder fängt ja mal klein an. :) ). Es gab bei Vorlage der Teilnahmebestätigung der Velochallange sogar Rabatt auf die Karten. Leider wurde auf der Internetseite der Velochallange keine Werbung dafür gemacht, wir haben es auch nur durch Zufall im Forum bei Rennradnews gelesen!

Sonntag erster Blick in den Himmel: trocken, aber windig. Nach kurzer Anfahrt frühzeitig vorne in den Startblock A einsortiert und die Wartezeit mit Gesprächen anderer Teilnehmer überbrückt. (Mirco ist ja die 117er gefahren und Stand in Startblock D.) Pünktlich um 9 Uhr ging es dann auf die Strecke. Die ersten 2 Kilometer wollten meine kalten Beine gar nicht und so fuhr, gefühlt, der ganze Startblock A an mir vorbei. Naja, es fand sich dann doch eine große Gruppe zusammen und so ging es dem Wind entgegen. Ein paar Mal musste ich mich echt anstrengen, im Wind nicht abreißen zu lassen. Hatte zwischendurch irgenwie RTF-Charakter, alle in 2er Reihe schön rechts mit 32 km/h. War aber auch echt windig.

Als uns das Motorad vom Sportografen überholte und Bilder schoß, hätte mein Nebenmann fast einen Auffahrunfall verursacht, der hatte nämlich nur noch Augen fur die Linse! :shock: Gerade rechtzeitig schaffte er eine Bremsung. Gut, dass alle anderen dahinter nicht so fotointeressiert waren. :)

Leider konnten wir dann kurz vor Wennigsen schon von weitem auf einem Hügel den Rettungshubschrauber sehen, in den gerade ein Radler eingeladen wurde! :( Nach Wennigsen in der Abfahrt zerteilte sich dann das Feld. Eigentlich war ich gerade noch weiter vorne, aber als ich mich umdrehte, war da kaum noch einer. Irgendwie müssen die alle an mir vorbeigehuscht sein, wie auch immer. :Weissnicht: So fuhren wir einzeln den "Gehrdener Berg" hoch, wobei der "Berg" eher ein "Hügelchen" war. Dann schön schnell und vorsichtig wieder runter vom "Berg"; wusste gar nicht, dass man mit dem Rennrad so eine coole Kurvenlage hinbekommt; ohne umzukippen. Geil!

Die große Gruppe war ein paar hundert Meter vor mir, aber uneinholbar. Also bildete sich langsam eine neue Gruppe mit ca 10 Fahrern. Also schön Windschatten gefahren und als es mir zu langsam wurde, habe ich den Männern mal gezeigt was "Frau" noch so in den Beinen hat. Unterlenker und ab ging es. 10 Kilometer vor dem Ziel haben wir dann versucht zu Kreiseln, aber hat irgendwir nicht geklappt. Einer begreift es halt immer nicht. So wechselten wir uns vorne zu viert ab. Dann kam auch schon die Gartenkolonie, die aber total harmlos war. Die dann noch folgenden 4 Kilometer bis ins Ziel haben wir dann auch ganz locker geschafft.

Schön wars! Aber auch anstrenegnd. Viel Seitenwind, aber den hatten ja alle. Und das sagte Mikatiming dann am Ende: Zeit 1:53:44, Schnitt 35.35 und ein 11. Platz unter den Frauen, 6. Platz Altersklasse!
Pokalhoch
Ziel erreicht und nächstes Jahr gehts unter die ersten 10! Dann noch die ganzen Siegerehrungen der 67er Strecke angeguckt und auf Mircos Ankunft gewartet. Der hat mal wieder eine super Zeit gefahren , aber das soll er morgen selber schreiben. :GrosseZustimmung:

Leider gab es wohl auch einen Todesfall. Ein 44 jähriger Fahrer der 67er Strecke ist kurz vor dem Ziel Tod zusammengebrochen, konnte dann wohl wiederbelebt werden, ist dann aber im Krankenhaus verstorben. :Heul: Fremdverschulden wird ausgeschlossen.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stad ... -Challenge

Später haben wir noch viele bekannte Gesichter getroffen. So sind z. B. auch Jürgen aus Garbsen und Fortune Detlef heil ins Ziel gekommen.
LG Marit :wink:
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Mirco
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Beitragvon Mirco » 18.06.2012, 08:17

Moin

Nachdem die letzten RTF-Veranstaltungen ja schon einen rennähnlichen Charakter hatten, stand für das Wochenende mal wieder ein richtiges Jedermannrennen an und das auch noch direkt vor unserer Haustür. Am Vortag also das übliche Prozedere. Akkreditierung, über die recht übersichtliche Radmesse schlendern und ungesunde Nahrung aufnehmen. Abgerundet wurde der Samstag dann noch mit der Doku der Schleck-Brüder im Kino (dagegen sind unsere RTF- und Jedermannteilnahmen übrigens eine Art von Volksradwandern).

Sonntag = Renntag ging es dann zu einer recht moderaten Zeit wieder nach Hannover. Auch für die ca. 20 km Anreise durfte natürlich ein kleiner Latte Macchiato nicht fehlen. Startaufstellung war ab 08:00 möglich, wobei der Startschuss für die 67er Distanz um 9:00 und der für die 116er Distanz um 9:30 fallen sollte. Also genug Zeit sich einzufinden und im Schatten bei ca. 15°C so langsam aber sicher auszukühlen.

Wie die gestrige Realität mal wieder zeigt, kann "Mann" bzw. auch "Frau" auch erst 5 Min. vor dem Start erscheinen und sich noch in die erste Reihe quetschen bzw. sich einfach vor der Absperrung in Position bringen. Naja, "Mann" denkt sich seinen Teil darüber und fertig. Startblock D (der Erste der 116er Distanz) und dabei noch in der 3-4 Reihe hinter den Kollegen des RSC Wunstorf, RC Gehrden, HRC und dem Hildesheimer Verein sollte gepaart mit anderen eine starke Spitzengruppe mit ordendlichen Lokomotiven ergeben.

Pünktlich um 9:00 ging es dann also los. Der Startblock D mit gefühlten 250-300 Startern wurde auf die Reise geschickt. Die ersten 10-15 Kilometer waren recht hektisch, als wenn das Rennen schon auf dieser Distanz entschieden werden würde. Die weiteren Kilometer waren zwar etwas ruhiger, erforderten aber in Verbindung mit der Anfangsphase dann so das eine oder andere blockierte Hinterrad, um nicht auf den Vordermann aufzufahren.

Nach ca. 33 Km dann der erste leichte Anstieg, der schon das eine oder andere Opfer mit sich bringen sollte. Das Durchschnittstempo wurde bis dato neben leichten Wellen und natürlich etwas stärkeren Gegenwind bei ca. 37 km/h gehalten. Das Feld blieb also mehr oder weniger zusammen und so ging es dann bei Tempowechseln von 35-45 teilweise auch 50 km/h und Windkante in Richtung Nienstedter Pass.

Ab Messenkamp also wieder eine bekannte Streckenführung, mit dem Bewusstsein, was jetzt kommen wird. Im Prinzip ist die Anfahrt zur Passhöhe, egal aus welcher Richtung kommend, ja nicht wirklich wild, nur bei dem derzeitigen Tempo und den vorranpreschenden Kletterspezialisten ganz vorne im Feld dann doch eine ganz andere Hausnummer. Und so wurde letztendlich auch das Rennen hier an dieser Schippe Sand entschieden. Jeder im Feld konnte während der Anfahrt zum Pass halt nur sein eigenes Tempo (mich eingeschlossen) fahren und auf zwei Dinge hoffen. Zum einen, nicht allzuviel Rückstand zu haben und zum anderen, sich in einer starken Verfolgergruppe wiederzufinden.

Die Anfahrt zum Pass besteht im Prinzip aus zwei Steigungen, mit einer Abfahrt nach Nienstedt herunter und dann zur eigentlichen Passhöhe hinauf. Während der ersten Steigung zerriss es das Feld schon leicht und auch ich wurde hier schon ein Opfer der Steigungsprozente. Die eigentliche Verschnaufpause vor dem zweiten Anstieg wurde genutzt bzw. Körner wurden verpulvert, um den Anschluß an die ca. 25 Mann starke Spitzengruppe wieder herzustellen. Im zweiten Anstieg mussten wir die Kletterspezialisten dann endgültig ziehen lassen und selbst während der rasanten Abfahrt mit bis zu 75 km/h war natürlich kein Anschluß mehr möglich, doch eine winzige Möglichkeit sollte es dann doch noch geben.

Nach der Abfahrt bildete sich so langsam eine ca. 20 Mann starke Verfolgergruppe. Um die ca. 500 m weiter vorne fahrende Spitzengruppe wieder einzuholen wollten wir im Prinzip kreiseln, doch leider haben sich nur so ca. 8-10 Fahrer der Gruppe daran beteiligt und die Anderen freuten sich sehr wahrscheinlich darüber, das wir vorne immer schön den Wechsel vollzogen, aber selbst nicht nachzogen. Auch ein zweiter bzw. dritter Versuch brachte keine Überzeugung und so konnten wir über die letzten 35 km die, nach der Passhöhe, entstandenen Lücke nur auf ca. 1 Min. reduzieren.

Der Zieleinlauf nach genau 116 km war relativ unspektakulär, wobei einige aus unserer Guppe dann doch noch einen Zielsprint ansetzten, der im Prinzip ja nicht nötig war.

Fazit: Mensch und Material haben das Rennen bei schönem Wetter mit einem Platz 53 in 2:56:33 und einem 39,42er Schnitt überstanden und somit den erwünschten Schnitt von 39+ erfüllt.

Nun geht es zum Dreiländergiro, Klettern üben. ;-)
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Camillo
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Beitragvon Camillo » 19.06.2012, 07:07

Es war eine super Veranstaltung meiner Meinung nach und mit Platz 51 in der Gesamtwertung bin ich durchaus zufrieden für die erste Teilnahme hier.
Nächstes Jahr definitiv wieder dabei
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Marit
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Beitragvon Marit » 19.06.2012, 08:58

Camillo hat geschrieben:mit Platz 51 in der Gesamtwertung
Dann bist du ja gleichzeitig mit Mirco zusammen durchs Ziel gefahren. :wink:
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Beitragvon Camillo » 19.06.2012, 09:17

Das ist gut möglich ;)
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 24.06.2012, 02:09

Wie das rückblickend aus Sicht des Veranstalters gesehen wird, steht hier:

http://www.velo-challenge.de/

Mal sehen, vielleicht bin ich 2013 ja erstmals selbst dabei...
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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