2. Bremen Challenge, Bremen-Überseestadt (Berichte+Bilder)

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Indorain
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Re: ... und trotzdem machen noch viele mit!

Beitragvon Indorain » 02.09.2011, 14:20

Booya hat geschrieben:Sowas kann man eigentlich nur sagen, wenn man weiss, wie es sich verhält zwischen Gesamt-Einnahmen und Gesamt-Ausgaben. Erst wenn man wirklich die Info darüber hat, dass die Gesamteinnahmen die Ausgaben bei weitem übersteigen, kann man davon reden, dass es eine Lizenz zum Geld drucken ist und wir alle ausgenutzt werden. Weisst Du es oder ist das nur vermutet? Wenn man das nicht weiss, ist das eigentlich nur populistisches Jammern auf Bildzeitungsniveau.
Ganz so ist es nicht. Ich kenne durchaus die Kalkulation von BDR-Rennen. Wobei ich natürlich nicht die Kostenfaktoren des jeweiligen Veranstalters kenne. Es ist aber bekannt, daß der Veranstalter der Cyclassics die Upsolut Sports AG mit Ihren Tochtergesellschaften eine Kapitalgesellschaft ist und folglich gewinnorientiert arbeitet! Das Cyclassics-Konzept wird ja mittlerweile auch kopiert (schau mal auf die upsolut Seite). Das wird sicherlich nicht der Fall sein, wenn dabei nicht was übrigbleibt, oder?

Für den, der Zufrieden mit der Dienstleistung des Veranstalters ist, ist der Preis sicherlich i.O. Jedoch gibt es eben viel Teilnehmer, bei denen das eben nicht so ist, wie man hier nunmal lesen kann.
Booya hat geschrieben:Es ist nun mal schon immer so, dass sich um den Faktor 8 bis 10 mehr Menschen die Mühe machen, sich zu beschweren als zu loben. Der Rest, den es einfach gefallen hat, schweigt und gibt sein Statement ab, indem sie wiederkommen.
Wenn eine Veranstaltung gut war, so wird sie i.d.R. in diesem Forum auch gelobt! Berichte gibt es dazu viele.

Ich denke bei einer RTF bekommt ein Jedermann-Fahrer mehr geboten und wird nicht vorzeitig von der Strecke genommen oder von überholenden Fahrern umgefahren - wie hier geschildert. Und das ganze wird ehrenamtlich durchgeführt.
Booya hat geschrieben:Kommt halt immer darauf an, wie man den Begriff Jedermann definiert.
Interessant bei dem Bremen Challenge ist nur, daß die Jedermänner deutlich schneller waren als die Lizenzfahrer. Ich denke, wer so gut ist kann ja lieber dort mit fahren und gewinnen. Die echten Jedermänner müssen sich dann so verausgaben um dran zubleiben, daß die Konzentration nachlässt - mit den geschilderten Folgen...

Aber wie gesagt, wer Spaß daran hat kann und soll natürlich weiterhin mitmachen!
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Beitragvon Konkursus » 02.09.2011, 15:22

@ Indurain Du sprichst sicherlich einiges an, was man durchaus mal breiter diskutieren könnte.

Z.B. die Kategorie "Hobbyklasse" hat zwar noch etwas mit Hobby zu tun, aber nicht in dem Sinne wie dieser Begriff allgemein verwandt wird. Nach meiner Auffassung ist "Hobbyklasse" mehr im Sinne von "Nicht-Lizenzklasse" zu verstehen, in der sich gerade auch viele ehemalige Lizenzfahrer tummeln. Und die fahren schnell und hart.

Ich kann wirklich nur dazu raten, sich vor der Teilnahme an solchen Veranstaltungen genau zu informieren, was da abläuft. Einfach auch einmal in Ergebnislisten der Vorjahre reinschauen, sich die Starterlisten ansehen, man bekommt schon Infos.

Der nächste Punkt, der mich auch immer wieder stört, ist der Start von Cracks auf Strecken, die quasi "unter Niveau" sind. Was das soll, weiß ich nicht so recht. Wenn´s nur ein teueres Training sein soll, okay, aber ich denke, manchmal geht es auch um die berühmte dicke Hose oder das Ego.

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Re: ... und trotzdem machen noch viele mit!

Beitragvon Speedmanager » 02.09.2011, 15:46

Booya hat geschrieben:Der Rest, den es einfach gefallen hat, schweigt und gibt sein Statement ab, indem sie wiederkommen.
Gibt aber auch den gegenteiligen Fall. Ich bin nach der 2ten Cyclassics-Teilnahme (ich hätte es zwar nach der 1ten schon wissen können, dachte aber irrigerweise, dass es aus einem vorderen Startblock gesitteter zugeht) jedenfalls den Jedermannrennen ferngeblieben, ohne mich großartig über irgendetwas aufzuregen.

Du gehörst anscheinend zu jenen, die an diesem Überlebenskampf auf engstem Raum bei hohem Tempo großen Spaß haben. Den gönn' ich dir von ganzem Herzen und drück' dir die Daumen, dass du auch in Zukunft verletzungsfrei dieser Passion frönen kannst.
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Re: ... und trotzdem machen noch viele mit!

Beitragvon Booya » 02.09.2011, 22:15

gbro hat geschrieben:
Booya hat geschrieben:Der Rest, den es einfach gefallen hat, schweigt und gibt sein Statement ab, indem sie wiederkommen.
Du gehörst anscheinend zu jenen, die an diesem Überlebenskampf auf engstem Raum bei hohem Tempo großen Spaß haben.
Den gönn' ich dir von ganzem Herzen und drück' dir die Daumen, dass du auch in Zukunft verletzungsfrei dieser Passion frönen kannst.
Ja und Nein. Für mich war es diesmal das erste Mal aus Block B. Und auch ich war unangenehm überrascht, wie unruhig ... aber nicht unfair es da zugeht.

Das war kurz vorher beim HU Sunrace im Regen und einen stärkeren Feld anders. Insofern ist die Kritik vollkommen angebracht, dass es da heavy (zu heavy) zugeht. Nur hab ich für mich erkannt, warum das so war und sehe die Schuld weder beim Veranstalter, noch bei den einzelnen Fahrern. Sondern eher in der zu grossen Leistungsdichte von zu vielen Fahrern, die es schaffen, im Führungsfeld mitzuschwimmen. Was da fehlt sind eher mal einige, die wirklich mal für 10 Min richtig Druck aufbauen und so die Spreu vom Weizen trennen. Oder halt mal Ausreissversuche bzw. einen härteren Anstieg.

Das betrifft aber meiner Meinung nach nur den vordersten Block. Letztes Jahr war ich im D Block und dort war es für mich eigentlich ein entspanntes zusammenarbeiten unseres Feldes gegen die Zeit.
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Beitragvon Helmut » 07.09.2011, 00:40

Presseberichte von leistungssportlich gesehen unbedeutenden Jedermannrennen (weil ohne A- und B-Klasse), in denen ausschweifend über die Gewinner und deren Teams berichtet werden, sind kontraproduktiv. Wichtig ist dagegen, dass auch die anderen (in Hamburg) 20.000 ihren Spaß hatten und sich gewürdigt sehen.

Leider werden immer wieder Texte mit den Namen der Gewinner von den Veranstaltern selbst als Presseinfo herausgegeben. Die Erfahrung zeigt denen, dass Texte mit "Siegertypen" eher übernommen werden. Sie schaden sich damit allerdings selbst, denn zumindest von denen in Hamburg, Berlin und Göttingen weiß ich persönlich, dass die auf die Teilnahme dieser Leistungsspitze gern verzichten würden, wenn sich dafür ein paar mehr Vor-dem-Besenwagen-Herfahrer auf die Strecke wagen würden.

Siehe http://www.rad-net.de/index.php?newsid=24481&rss=1
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Beitragvon Konkursus » 17.08.2014, 22:00

Ulrike und ich haben heute an der Challenge 2014 teilgenommen (Ulrike schreibt noch einen "netten" Bericht).

Wir können nur feststellen: Offenbar seit 2011 nichts gelernt, sie können oder wollen es einfach nicht. Jedermänner im eigentlichen Sinn - wie wir es nun einmal sind - spielen dort keine Rolle und sollen es wohl auch nicht.

Deshalb mein eindeutiges Votum: unbedingt meiden!

Sonntag verschenkt, Startgeld ebenfalls, nur ärgerlich!


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Beitragvon mad.mat » 17.08.2014, 22:09

Oh man, was war bloß los? Tut mir echt leid!
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon rozzzloeffel » 17.08.2014, 23:22

Höhö...... lach mir grad etwas ins Fäustchen. Damals war ich ja echt noch ein Greenhorn. Dass nun aber Konkursus ebenfalls auf 2011 andeutende Kritik äußert, bestätigt mir nochmals: die könnens nicht......

Was sie aber können, ist der Bremen Triathlon; hab ich letztes Jahr gemacht; war echt in Ordnung und (fast) perfekt gemacht.

Die Bremen Challenge sollte nur als Eliterennen oder stark limitiertes Jedermannrennen stattfinden- scheint ja so, wie sie ist, immer noch nicht doll zu sein...... :sad:

Konkursus wir haben Dich gewarnt ( auch wenns 3 Jahre her ist) ;)
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Beitragvon Helmut » 18.08.2014, 00:44

Mit dem ehemals hier stehenden Beitrag von crumble hab ich einen neuen Fred für die 5. Challenge aufgemacht.

Bitte fügt was es zu ergänzen oder wiederholen gibt dort an.

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=8514

Damit sich die weiteren Beiträge nicht noch weiter auf einen 2011er- und 2014er-Fred verteilen, werde ich diesen hier vorerst sperren.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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