Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

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Tribelix
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Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

Beitragvon Tribelix » 15.09.2009, 07:58

"Vermeintlicher 155km-Sieger als Betrüger enttarnt und lebenslang gesperrt " schreibt upsolut. Und weiter

Der bis vor Kurzem in der inoffiziellen Ergebnisliste noch als Sieger der 155km-Distanz geführte Thomas Hansen war unter falschem Namen und damit illegitim gestartet. Das ergaben Recherchen des Jedermann-Rennleiters Uwe Varenkamp. Der vermeintliche Sieger heißt in Wahrheit Stefan Scheuermann und hatte die Startnummer von einem Bekannten erhalten. Im Trikot seines Teams Nannook fahrend, war Stefan Scheuermann per Teilnehmerfoto aus der First Foto Factory Datenbank entlarvt worden. „Derartige Fälle sorgen nicht nur für zusätzlichen Arbeitsaufwand und Verzögerung bei der Freischaltung der offiziellen Ergebnislisten, sondern beschädigen auch im erheblichem Maß die Reputation der Vattenfall Cyclassics“, so Frank Bertling, Geschäftsführer der veranstaltenden Upsolut Event GmbH. Entsprechend wurde, wie in solchen Fällen schon seit Jahren üblich, für Scheuermann und Hansen eine Teilnahmesperre auf Lebenszeit bei Upsolut-Veranstaltungen ausgesprochen. Bertling behält sich zudem rechtliche Schritte vor und ergänzt: „Mit der Publikation dieses Falles wollen wir zum ersten Mal auch ein Zeichen in der Öffentlichkeit setzen, sowohl im Interesse unserer ehrlichen Teilnehmer als auch vor dem Hintergrund, dass wir uns für einen sauberen und fairen Radsport auf allen Ebenen einsetzen.“

Siehe auch http://www.vattenfall-cyclassics.de/155 ... r.283.html

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"Upsolut" unsportlich

Beitragvon Grotefend » 15.09.2009, 11:45

Warum macht einer das? Wer so gut ist, daß er mit Ambitionen auf den Gesamtsieg fährt, muß doch nicht unter anderem (falschen) Namen antreten. Er wird dadurch ja nicht schneller.
Es sei denn, er hätte (aus welchem Grund auch immer) versäumt, sich rechtzeitig einen Startplatz zu sichern; möchte aber unbedingt dabeisein.
Hier rächt sich, daß der Veranstalter die Tauschbörse für Startplätze eingestellt hat bzw. durch eine kostenpflichtige Rücktrittsversicherung ersetzt hat.
Ich bin überzeugt, daß nicht wenige Teilnehmer unter einem anderen Namen gestartet sind, weil sie sich "unter der Hand" eine Startnummer besorgt haben.
Ob man dann aber gleich auf Gesamtsieg fahren muß, ist natürlich eine andere Frage. Ich meine, man sollte es besser lassen und sich lieber "namenlos" im Feld verstecken.
Aber Upsolut sollte noch einmal darüber nachdenken, ob man nicht doch wieder die Tauschbörse aufleben läßt. So könnte solchen Manipulationen der Boden entzogen werden.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Nobbi » 15.09.2009, 12:17

Ich selber habe einen Bekannten, der krank war und nicht gefahren ist, aber dennoch in der Ergebnisliste auftaucht... Der Fall ist wahrscheinlich ähnlich wie der oben geschilderte.
Ob der Sieger nun Thomas oder Stefan heißt ist doch völlig egal. Er hat gewonnnen. Es war ja sonst keine Mogelei wie damals in Göttingen im Spiel. Sei`s ihm gegönnt. :wink:
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Beitragvon Konkursus » 15.09.2009, 12:27

sehe ich genauso. Wo liegt der Betrug? Betrüger sind diejenigen, die abkürzen etc. wie bei MTB-Rennen oder Laufveranstaltungen. Abgesehen davon, dass die sich auch noch selbst bestrügen, gehören sie in der Tat disqualifiziert.

Wenn die Geldgier nicht überwiegen würde, ließe man (ggfls. unter Zahlung einer Verwaltungspauschale) die Umschreibung eines Startplatzes zu. Habe gerade eine Mail der Veranstalter des Münsterlandgiros erhalten und lesen können wie einfach das doch alles geht.

Viele Grüße


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Beitragvon Hanseaticer » 15.09.2009, 15:05

Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt. Sicherlich muss der Veranstalter handeln und ihn sperren, wozu sonst auch die Regeln. Eine lebenslange Sperre finde ich jedoch lächerlich und VÖLLIG überzogen. Immerhin hat er seine Leistung gebracht , hat (vermutlich) nicht abgekürzt oder sonst wie "betrogen".

Ich kenne ebenfalls genug Fälle, die unter falschem Namen gestartet sind, weil sie die Anmeldung verpennt haben oder ein Freund krank wurde. Da ist der Veranstalter selber schuld.
Ich finde es dreist, eine Umschreibung zu untersagen, nur um zusätzliche Gelder in Form der Rücktrittsversicherung einzuheimsen.

Vorbildlich hier ist der Münsterland-Giro, bei dem man sogar im Vorfeld noch die Strecke wechseln kann und ein Startplatz-Tausch bis einen Tag vor dem Rennen möglich ist.
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Beitragvon Henry » 15.09.2009, 17:06

Ich finde insbesondere dieses öffentlich an den Pranger stellen seitens Upsolut überaus peinlich. Letztendlich hat der Veranstalter durch seine Geldgier die Versuchung auf diese Weise zu "betrügen" erst geschaffen.
Sportlichen Betrug kann ich jedenfalls nicht erkennen.
Einziger Zweck der Disqualifikation ist die Einschüchterung potentieller "Betrüger" und dadurch eine Absatzsteigerung bei den Rücktrittsversicherungen.
Normalerweise sollte man denken, dass der Veranstalter eines derart erfolgreichen Rennens so etwas nicht nötig hat.
Wie gesagt: peinlich!
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 15.09.2009, 17:55

Hanseaticer hat geschrieben:Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt.
Als was läßt es sich denn sonst bezeichnen? Illegal? Widerrechtlich? Thomas Hansen war das Rennen nicht selbst gefahren, wurde aber in den Ergebnislisten als Sieger genannt, weil jemand anders diese Leistung unter seinem Namen erbracht hat.

Peinlich an der Sache ist nur, daß Upsolut so tut, als ob alle anderen Teilnehmer, die einen Startplatz auf dem Schwarzmarkt übernommen haben und ebenfalls unter falschem Namen angetreten sind, nicht interessieren.
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Beitragvon Manfred » 15.09.2009, 18:40

Einfach peinlich und kleinkariert von upsolut. Tauschbörse her und so was passiert nicht. Muß doch möglich sein bei einer derartigen Teilnehmerzahl. Jedenfalls meiden wir dieses "Rennen" aus vielen Gründen seit einigen Jahren.
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Beitragvon Hanseaticer » 15.09.2009, 21:00

Bergwasserziegentraeger hat geschrieben:
Hanseaticer hat geschrieben:Ich finde ebenfalls, dass kein Betrug vorliegt.
Als was läßt es sich denn sonst bezeichnen? Illegal? Widerrechtlich? Thomas Hansen war das Rennen nicht selbst gefahren, wurde aber in den Ergebnislisten als Sieger genannt, weil jemand anders diese Leistung unter seinem Namen erbracht hat.

Peinlich an der Sache ist nur, daß Upsolut so tut, als ob alle anderen Teilnehmer, die einen Startplatz auf dem Schwarzmarkt übernommen haben und ebenfalls unter falschem Namen angetreten sind, nicht interessieren.
Ach komm, widerrechtlich - ja. Aber eine lebenslange Sperre und dieser Hype ist absolut lächerlich. Exempel statuieren ist das Motto... um diese Rücktrittsversicherung durchzudrücken..
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Beitragvon Konkursus » 15.09.2009, 22:26

hallo Bergziege,

Deiner Auffassung kann ich so auch nicht folgen. Klar, wenn Kollege Hansen quasi einen "ghostrider" gehabt und sich in die Sonne des Sieges gestellt hätte, wäre das "Betrug". Aber davon habe ich nichts mitbekommen. Der Veranstalter sollte den Ball mal ein wenig flachhalten. Wenn hier nicht gerade der tatsächliche Sieger (er fuhr ja nun einmal als erster Fahrer duchs Ziel) die Startnummer eines anderen übernommen hätte, hätte kein Hahn danach gekräht.

Im Laufbereich ist das auch schon vorgekommen (zusammenstartende Läufer haben die Chips vertauscht etc.), ohne dass da große Aufregung herrscht, bei kleineren Veranstaltungen geht es eben nicht um die große Kohle.

Nur im Falle einer Läuferin aus Liechtenstein, die glaube ich zum Erreichen der Olympianorm 2008 unter einem Vorwand (wissenschaftliche Arbeit oder so) jemand anderen mit ihrem Chip laufen ließ, wurde völlig zu Recht hart durchgegriffen.

Viele Grüße


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Beitragvon Helmut » 15.09.2009, 22:38

Wenn Stefan Scheuermann ein Betrüger ist, dann bin auch ich einer. Weil beim Veranstalter im letzten Jahr das Wissen über den mir zugesagten kostenlosen Startplatz verloren gegangen war, hatte ich mir zwei Tage vor dem Rennen einen gekauft, konnte nur unter dem Namen des Verkäufers antreten.

Ich wurde während des Rennens zu allem Überfluss disqualifiziert, weil ich mich um ein Foto vom Besenwagen zu schießen von diesem einholen ließ. Stefan Scheuermann hingegen landete auf dem höchsten Podiumsplatz. Genau da gehörte er als der Schnellste auch hin.

Und was ist mit Thomas Hansen? Welchen Vorteil hat er sich "ergaunert"? Nur den, dass er vermutlich von Stefan Scheuermann einen Teil seines Startpreises erstattet bekommen hat. Mehr nicht, denn in seinem Umfeld weiß sicherlich jeder, dass er gar nicht selbst gefahren ist.

Das ist aus Sicht des Veranstalters sicherlich ärgerlich und von mir aus kann er die beiden verwünschen, wohin er will, im Ansehen mir gegenüber haben die beiden keinen Schaden genommen. Im Gegenteil! Stefan Scheuermann wird für mich auf ewig der Mann bleiben, der mal eben unter fremden Namen auf der Langstrecke der Vattenfall Cyclassics alle versägt hat.

Schaden nimmt bei dieser Maßnahme nach meinem Eindruck auch der Veranstalter selbst, weil er mit Kanonen auf Spatzen schießt. Die beiden weltöffentlich an den Pranger zu stellen ist eine Sache, dazu auch noch ein Bild von Stefan zu präsentieren, eine andere. Na ja, immerhin hab meinen neuen Radsporthelden so zumindest mal zu sehen bekommen.
Zuletzt geändert von Helmut am 16.09.2009, 01:22, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon mad.mat » 15.09.2009, 22:49

Aus persönlichen Gründen konnten zwei Freunde von mir nicht starten.

Die vakanten Startplätze wurden kostenlos an andere Freunde weitergegeben.

Der Veranstalter wurde dadurch sicherlich nicht geschädigt oder gar betrogen. Im Gegenteil! Im nächsten Jahr werden beide unter dem eigenen Namen Starten und stolz Freunden und der Familie den erreichten Platz präsentieren.

Was für ein Schwachsinn von Upsolut....
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon weicjo » 16.09.2009, 07:36

Ich nehme mal eine etwas andere Position ein...

Der Veranstalter hat eine Regel aufgestellt, jeder der sich angemeldet hat akzeptiert damit auch die Regeln.

Wer nun diese Regeln bricht, muß die Konsequenzen tragen. Sicherlich kann man über die Verhältnismäßigkeit diskutieren, aber es bleibt Upsolut überlassen Personen von "ihrem" Rennen auszuschließen.

Das ist genauso wie in einem anderen Fred, wo es um die Radwegebenutzungspflich geht, wer auf der Straße fährt, darf sich nicht beschweren, wenn er ein Ticket zahlen muß.

In einer Sache stimme ich allerdings mit Dir überein Helmut, Respekt vor der sportlichen Leistung und Berühmtheit hat der Gute jetzt auch erlangt.

So, nun dürft Ihr mich auseinander nehmen :wink:
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Beitragvon Con-Rad » 16.09.2009, 09:04

Es ist ein Jedermannrennen und wen interessiert schon, wie die Leistungen zustande gekommen sind und unter welchem Namen Helmut im Besenwagen verstaut wird?

Da gibt es aber auch Unterschiede. Es ist eine Frage nach der Motivation. Sicher ist ein Startplatz im ersten Startblock interessanter als im Letzten. Es bleiben Fragen:
- Wie viele Ghostrider waren noch im ersten Block?
- Warum ist der erste Block so viel langsamer als der Zweite?
- Warum ist der Sieger langsamer als der 101.? (auch auf der 100er Strecke).
- Könnte ich Jahr für Jahr einen super Fahrer auf meinem Startplatz fahren lassen, um dann jedes Jahr einen höheren Schwarzmarktpreis zu erzielen?
- Warum hat nicht einer der beiden Tauscher die Liste
korrigiert?

Wie die Antworten auch ausfallen, dass der Veranstalter versucht, Mauscheleien in den Griff zu bekommen, ist verständlich und für den in sportlicher Sicht bereits reichlich angekratzten Ruf des Rennens nicht zu umgehen. Wenn ich unter "sportlich" verstehe, alle Mauscheleien gnädig zu akzeptieren, dann fahre ich lieber RTF.
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
www.radsport-buchholz.de
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Beitragvon nici66 » 16.09.2009, 09:33

Den "Falsch"Fahrer lebenslang zu sperren halte ich auch für extrem übertrieben. Außerdem wäre ich auch dafür, die Möglichkeit der Startplatzrückgabe wieder herzustellen. Ich mußte dieses Jahr zwei Wochen vor dem Start verletzungsbedingt absagen (hatte aber zum Glück diese Rücktrittsversicherung abgeschlossen) und hätte gerne jemandem meinen Startplatz zur Verfügung gestellt. Ich bin sicher, daß upsolut den Platz 5 Mal wieder verkauftbekommen hätte (und es sogar vielleicht hat, wer weiß?). Eigentlich müßte man dieses Event meiden, wenn da nicht jedes Jahr die supertolle Stimmung wäre.... :Laola:

Betrug ist für mich etwas anderes (ist eigentlich Rainer Calmund VOR dem Besenwagen innerhalb der vorgeschriebenen Zeit ins Ziel gekommen? :HaHa: Außerdem habe ich mehr als einen Fahrer mit unerlaubtem Triathlonlenker auf der Mönckebergstraße fahren sehen....) .
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Bergfloh
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Beitragvon Bergfloh » 16.09.2009, 09:43

Glückwunsch an Stefan für die tolle Leistung. Ich gehe davon aus, dass er nicht durch Abkürzen oder Doping betrogen hat.

Das Fahren unter falschem Namen ist eine Folge davon, dass es keine Tauschbörse mehr gibt. Warum ist das so, wenn nicht aus Geldgier des Veranstalters?

Für mich hat die Sache 2 positive Aspekte:
1. Der wirkliche Sieger ist nun bekannt.
2. Alle Welt diskutiert über die fehlende Tauschplatzbörse, diesen Irrweg von upsolut.

Was sollte nun geschehen?
1. Die Disqualifikation für dieses Rennen bleibt wegen des Regelverstoßes bestehen. (Das ändert nichts daran, dass Stefan der Sieger ist.)
2. Die lebenslange Sperre für Thomas, Stefan und eventuell andere, gegen die sie aus demselben Grund ausgesprochen wurde, wird aufgehoben. Denn die Ursache für das Starten unter falschem Namen hat upsolut gesetzt, ich glaube, aus überzogenem und damit für upsolut schädlichem Gewinnstreben. Das ist ein Irrweg, der dem Ruf von upsolut und deren Veranstaltungen schadet.
3. Upsolut richtet für alle künftigen Rennen wieder eine Tauschbörse ein.
Viele Grüße
Ralf

siehe auch: www.rsc-harsefeld.de
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 16.09.2009, 09:45

Bei diesen hohen Teilnahmekosten ist unbedingt eine Tauschbörse durch den Veranstalter notwendig. Gerade bei Jedermännern die ja reine Hobbyfahrer sind kommt eben mal etwas dazwischen (Familie, Beruf, Trainingsausfall usw.)

Das Upsolut nun deswegen die beiden des Betrugs bezichtigt und mit Sperrung abstraft ist nicht nur kleinlich, sondern auch upsolut unsportlich.

Gruß
Armin
"Bei langen Missionen sind Läuse störend." -- Aus dem Samurai-Handbuch
"Hagakure", 17. Jhdt.
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Rücktrittsversicherung ist der totale Schrott

Beitragvon Müllbeutelchen » 16.09.2009, 09:53

Ich weiß nicht, ob upsolut an den Versicherungen verdient. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, das die Versicherung totaler Blödsinn ist und ich nach meinen Erfahrungen sie nicht mehr abschließen will. Sie greift nämlich nur bei Krankheit und zwingt einen so ggf. auch zu einem Betrug und zwar einem Versicherungsbetrug, u. U. sogar einem doppelten (Rücktritt & und eigene KK), wenn man sie nutzen will.
Tvaellen
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Beitragvon Tvaellen » 16.09.2009, 09:56

Auch ich habe mich maßlos über die fehlende Tauschmöglichkeit geärgert. Ich musste zu einer kurzfristig anberaumten Hochzeit und das ist von der Rücktrittsversicherung natürlich nicht abgedeckt.

Ein falsches Attest mir zu besorgen, um die bezahlte Versicherungsleistung zu bekommen, das wäre wirklich Betrug gewesen, ergo habe ich es nicht gemacht.

Meine Konsequenz: Keine Cyclassics mehr, solange es keine Übertragungsmöglichkeit analog dem Ötzi gibt, Punkt, Ende, Aus.
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Peterchen
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Beitragvon Peterchen » 16.09.2009, 11:57

Hallo,

ich finde das soooo toll, dass sich hier auch alle über upsolut ärgern. Ich empfinde genauso. Was früher bei der selben Veranstaltung möglich war (Startplatztausch, Distanzentscheidung während des Rennens,....), geht nun alles nicht mehr.

Wenn ich höre, dass die Rücktrittsversicherung nur bei nachgewiesener Erkrankung haftet, dann sträuben sich mir die Nackenhaare!

An den Cyclassics teilzunehmen, hat mir neunmal in Folge sehr viel Spaß gemacht, der Veranstalter maßschneidert es sich aber immer mehr zusammen, um mit möglichst geringem Aufwand immer mehr an Geld herauszuziehen. :?

Daher wird das Rennen in den folgenden Jahren leider ohne mich stattfinden

Peter

@ Con Rad:
Warum ist der erste Block so viel langsamer als der Zweite?
Warum ist der Sieger langsamer als der 101.? (auch auf der 100er Strecke).


Der erste Block fährt ein Rennen um die Plätze, der zweite Block fährt "nur" gegen die Zeit, daher ist immer der 101. der schnellste.
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Rissener Raser
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Beitragvon Rissener Raser » 16.09.2009, 13:10

Die Sache mit dem Startplatztausch finde ich, ist eine gute Sache! Ich bin in diesem Jahr erst nach Hamburg gezogen und dementsprechend spät hatte ich mir überlegt, die Cyclassics zu fahren, da war allerdings die Startgebühr schon auf € 75,- gestiegen und das ist eine Frechheit :!: Insbesondere, wenn man es mit anderen ähnlichen Veranstaltungen vergleicht, siehe bspw. den Münsterland Giro.

Andererseits würde ich mir bei anderen Hobby- und Jedermannrennen auch solch konsequente Veranstalter wünschen. Da fahren wegen Dopings gesperrte Ex-Profis mit oder Profis, die keinen neuen Vertrag bekommen haben oder Lizenzfahrer, die wegen Vereinswechsel gesperrt sind. Das hat dann für mich nichts mehr mit Hobby- und Jedermannrennen zu tun :mad:
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.09.2009, 15:18

Ganz nüchtern betrachtet liegt hier ganz klar ein Regelverstoß vor, bei dem es dem Veranstalter frei steht, wie er ihn sanktionieren will. Reagieren müssen sie, sonst verlieren sie ihr Gesicht. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die beiden Sportler die Startplätze mit Betrugsabsichten tauschten. Warum auch? Daher würde eine Disquali meiner Meinung nach ausreichend sein.

Wie bereits von Vorrednern angesprochen, hat upsolut sich diese Problematik ja selbst geschaffen. Wenn upsolut in diesem Fall tatsächlich so hart durchgreift, dann müssten sie es auch bei allen Startplatztauschern tun. Da das nicht möglich ist, wird nun ein Exempel statuiert. Damit macht sich upsolut echt lächerlich.

Durch div. Skandale hat der Sport und auch Classics massiv gelitten. Was jetzt abgeht ist nicht viel besser. Manchmal werd ich das Gefühl nicht los, dass der ein oder andere Aufreger gewollt ist.
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 16.09.2009, 18:59

Ist ja ganz allerliebst, wie allein der Unmut über die fehlende Tauschbörse bzw. teilnehmerfreundliche Rücktrittsmöglichkeit dazu führt, den beiden Betroffenen Rückendeckung zu geben. Haben nicht beide zuwidergehandelt?

Fragt sich, wo bei euch der Spass aufhören würde? Man kann so einen Fall beliebig weiterspinnen. Insbesondere, was die bei upsolut registrierten Personendaten der Teilnehmer und ihrer Startnummern betrifft. Würde es euch stören, wenn vom Veranstalter aufgrund von Regelverstössen gesperrte Personen doch teilnehmen, indem sie sich auf dem Schwarzmarkt ein Ticket besorgen? Seid dabei ruhig fantasievoll, was die möglichen Vergehen bzw. Regelverstösse betreffen könnte. Denkt auch an rücksichtslose oder gar gefährdende Fahrweise und ähnlich Denkbares. Wie würde es aussehen, wenn euch Profis unter falschem Namen bei einem Jedermannrennen um jegliche Siegchance betrügen?

Wer jetzt vorschnell aus der Hüfte schießt und meint, um sowas ging es bei diesem Fall doch gar nicht, jo, richtig, ... aber Regelverstoß bleibt Regelverstoß - oder nicht? Wo fängt man an, wo hört man auf? Wäre albern, wenn eine Strafe/Sanktion zu harmlos ausfiele. Schon komisch, wenn Regeln eines Veranstalters nicht einfach akzeptiert werden. Aber ich sehe ja auch Rennradfahrer, die den Verpackungsmüll von ihren (Müsli-)Riegeln achtlos und sorglos an den Straßenrand werfen. Da fängt's schon im Kleinen an...

Ein Held ist ein Gewinner der Cyclassics Jedermannrennen für mich ganz sicher nicht.
Oliver``Olli´´Heigl hat geschrieben:Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die beiden Sportler die Startplätze mit Betrugsabsichten tauschten. Warum auch?
Was sagen den die AGB dazu? Ist nicht der Verkauf bzw. die Weitergabe der personalisierten Startplatztickets vom Veranstalter untersagt? Wenn upsolut sich betrogen fühlen, so ist das für mich nachvollziehbar. Dass die Ergebnislisten unglaubwürdig wirken, wenn die Daten darin nicht stimmen, ist nur ein Nebeneffekt. Und welchen Startblock hätte der Stefan denn bekommen, wenn er sich regulär angemeldet hätte?

Den Vorteil von Rücktritts- bzw. Weitergabemöglichkeiten für Startplatztickets im Jedermannumfeld erkenne ich übrigens an. Also versteift euch nicht darauf, diesbzgl. auf mich einzutreten.
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Beitragvon ridleyuser » 16.09.2009, 20:03

Bei all den Vorwürfen über Geldgier muss man dem Veranstalter zugute halten, daß er mit den Geldern das Profirennen finanziert. Das ist bestimmt nicht einfach, denn die Absage der Deutschland-Tour, Henninger Turm usw. haben gezeigt, wie schwierig es geworden ist. Die Cyclassics sind nun das einzig verbleibende Radsportgroßevent in Deutschland, weil es eben von den Jedermännern finanziert wird.
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Beitragvon Manfred » 16.09.2009, 20:26

Durch diesen "Vorfall" hat plötzlich Upsolut jede Menge Werbung für ihre überteuerte Veranstaltung bekommen. Die 75 € Tauschgebühr haben sich also schon bezahlt gemacht. Für die 75 € kann man im Raum Hamburg 15 tolle RTF´s fahren, bei denen man Spaß hat und sich nicht die Knochen bricht. Als Rennradfahrer sollte man sowieso von so einer Veranstaltung fernbleiben, da man nicht weiß, ob man sie heil übersteht. Ach ja und die geliebten Profis werden auch noch von den Jedermännern bezahlt. Das waren doch jahrelang jede Menge gedopte Profis die dort gestartet sind und alles vom Geld der "Betrüger"!!!!
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Beitragvon Nobbi » 17.09.2009, 07:29

@Bergwasserziegentraeger

Du hast natürlich Recht, Regelverstoß bleibt Regelverstoß. Dann möchte ich mal so formulieren, dass dieser Verstoß zumindest meine subjektive Schwelle zum Betrug nicht überschritten hat, und ich mich auch nicht betrogen fühlen (bzw. fühlen würde, wenn ich denn auch gefahren wäre).
Da gäbe es Schlimmeres, wie (was weiß ich) Akürzungen oder Startblockmogeleien oder so...
Aber egal und unabhängig davon: Eine lebenslange Sperre halte ich in diesem Fall für überzogen. Doch auch das mag ein subjektives Empfinden sein.

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Beitragvon weicjo » 17.09.2009, 07:34

Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehe ist, dass sich hier Fahrer aufregen, die aus irgendwelchen Gründen nicht teilnehmen konnten (z.B. kurzfristige Hochzeit etc.)

Jeder wußte bei der Anmeldung bereits, dass wenn er nicht teilnimmt sein Startplatz entweder verfällt oder er aufgrund einer erwiesenen Krankheit im Rahmen der Rücktrittsversicherung sein Geld erstattet bekommt.

Viele fangen jetzt am Veranstalter an zu meckern, obwohl sie vorher die Bedingungen kannten.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren auch schon öfter bei z.B. Marathonläufen angemeldet und konnte nicht teilnehmen. Dort ist ist völlig normal, dass man den Startplatz nicht weitergeben kann. So etwas wird vom Veranstalter bereits in die Gesamtkapazität der Veranstaltung einkalkuliert.

Also ich empfehle immer die Regeln vorher zu lesen und wenn man damit nicht einverstanden ist - nicht anmelden. Später beschweren ist immer einfach....
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Hanseaticer
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Beitragvon Hanseaticer » 17.09.2009, 08:29

Bergwasserziegentraeger hat geschrieben:Ist ja ganz allerliebst, wie allein der Unmut über die fehlende Tauschbörse bzw. teilnehmerfreundliche Rücktrittsmöglichkeit dazu führt, den beiden Betroffenen Rückendeckung zu geben. Haben nicht beide zuwidergehandelt?

Fragt sich, wo bei euch der Spass aufhören würde? Man kann so einen Fall beliebig weiterspinnen. Insbesondere, was die bei upsolut registrierten Personendaten der Teilnehmer und ihrer Startnummern betrifft. Würde es euch stören, wenn vom Veranstalter aufgrund von Regelverstössen gesperrte Personen doch teilnehmen, indem sie sich auf dem Schwarzmarkt ein Ticket besorgen? Seid dabei ruhig fantasievoll, was die möglichen Vergehen bzw. Regelverstösse betreffen könnte. Denkt auch an rücksichtslose oder gar gefährdende Fahrweise und ähnlich Denkbares. Wie würde es aussehen, wenn euch Profis unter falschem Namen bei einem Jedermannrennen um jegliche Siegchance betrügen?

Wer jetzt vorschnell aus der Hüfte schießt und meint, um sowas ging es bei diesem Fall doch gar nicht, jo, richtig, ... aber Regelverstoß bleibt Regelverstoß - oder nicht? Wo fängt man an, wo hört man auf? Wäre albern, wenn eine Strafe/Sanktion zu harmlos ausfiele. Schon komisch, wenn Regeln eines Veranstalters nicht einfach akzeptiert werden. Aber ich sehe ja auch Rennradfahrer, die den Verpackungsmüll von ihren (Müsli-)Riegeln achtlos und sorglos an den Straßenrand werfen. Da fängt's schon im Kleinen an...

Ein Held ist ein Gewinner der Cyclassics Jedermannrennen für mich ganz sicher nicht.
Oliver``Olli´´Heigl hat geschrieben:Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die beiden Sportler die Startplätze mit Betrugsabsichten tauschten. Warum auch?
Was sagen den die AGB dazu? Ist nicht der Verkauf bzw. die Weitergabe der personalisierten Startplatztickets vom Veranstalter untersagt? Wenn upsolut sich betrogen fühlen, so ist das für mich nachvollziehbar. Dass die Ergebnislisten unglaubwürdig wirken, wenn die Daten darin nicht stimmen, ist nur ein Nebeneffekt. Und welchen Startblock hätte der Stefan denn bekommen, wenn er sich regulär angemeldet hätte?

Den Vorteil von Rücktritts- bzw. Weitergabemöglichkeiten für Startplatztickets im Jedermannumfeld erkenne ich übrigens an. Also versteift euch nicht darauf, diesbzgl. auf mich einzutreten.
Ich verstehe nicht so recht, wo der "Startplatzweitergeber" so gehandelt hätte, dass eine lebenslange (!) Sperre gerechtfertigt wäre. Ok, er hat gegen die Regeln verstossen, genauso wie sein Ersatzfahrer. Das kann man meinetwegen mit einer Startsperre für das nächste Jahr abhandeln und gut ist.

Zu deinen Punkten a) Teilnahme trotz Sperrung und b) Profis/Siegchance.
Klar, a) ist ärgerlich und kann grad bei Sperren, die rücksichtsloses Fahren betreffen, auch Konsequenzen für mich haben. Dann nämlich,wenn ich einen der Sportsfreunde unterwegs treffe. Allerdings kannst Du sowas bei fehlender Tauschmöglichkeit solche Mauschelein eh nie ganz verhindern. Man sollte nur die Strafe überdenken. Ich finds deutlich gerechtfertigter, einen Fahrer zu sperren, der wegen rücksichtslosen Fahrens gesperrt, aber durch Mauschelei trotzdem fährt, als jemanden, der einfach nur für wen anders gefahren ist.

Zu b): Tangiert mich absolut nicht. Ich fahre schon leistungsmässig nicht um den Sieg mit (2:40 für 100KM) und es wäre mir auch bei den Cyclassics zu gefährlich, in den vorderen Gruppen mitzurasen. Ausserdem steht dort bei mir der olympische Gedanke im Vordergrund, daher ist es mir wurst, ob Profis, Ex-Profis o.ä. mitfahren. Die fahren irgendwo vor mir, damit habe ich nichts zu tun. Da behindert mich Opa Müller, der zwei mal im Jahr aufm Drahtesel sitzt und dementsprechend unsicher fährt doch deutlich mehr.

Es bleibt doch fraglich, ob upsolut ähnlich konsequent gehandelt hätte, wenn nicht der Sieger, sondern Platz 13827 aufgeflogen wäre.

Mir fallen auch auf Anhieb 10 Verstösse ein, angefangen von "Überholen bei Tempo 70 mit Seitenabstand von 10cm" bis über "Trinkflaschenwegwurf in der Gruppe", die man eher mit lebenslanger Strafe bestrafen sollte, als so eine Mauschelei, bei der niemand zu Schaden gekommen ist.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 17.09.2009, 08:50

weicjo hat geschrieben:....

Viele fangen jetzt am Veranstalter an zu meckern, obwohl sie vorher die Bedingungen kannten.

...
Oftmals nimmt man eben die Vertragsbedingungen zähneknirschend in Kauf. Seinen Unmut über so manche Bedingung zu äußern halte ich für durchaus legitim.
svesom
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Re: Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

Beitragvon svesom » 17.09.2009, 10:40

Für einen sauberen und fairen Sport sind wir wohl alle! Aber worüber sprechen wir eigentlich? Es handelt sich um ein Jedermannrennen! Der Sieger dieses Jedermannrennens ist ja noch nicht einmal einer Siegerehrung würdig! Während dies bei kleineren Rennen wie den Betriebssportmeisterschaften sogar üblich ist!

Jeder der Am Ende beim Jedermannrennen sehr weit vorne ist hat sich das schwer erarbeitet und zwar nicht nur an dem genannten Tag! Sofern keine unerlaubten Mittel im Spiel waren oder der besagte sich sonst irgendwie unfair verhalten hat würde ich das auch mal als wirklich minder schlimm bezeichnen! Wenn ich bedenke wie mit Dopingsündern im Radsport verfahren wird, dann muß ich sagen, das solche Maßnahmen wie von Upsolut ergriffen völlig daneben sind!

Wie ja schon gesagt wurde, auf den Fotos ist eindeutig festzustellen wer gefahren ist! Und jeder der die Bilder anschaut wird ebenso erkennen wer da gewonnen hat! Vielleicht ist dies ja dann die außerordentliche Siegerehrung, die den Siegern der Cyclassics sonst immer vorenthalten wird! Stefan Scheuermann hat die 155km also gewonnen!

Ich hoffe ohne Doping und ohne Abkürzung oder dergl, das nehme ich bis jetzt an und gratuliere hiermit dem Sieger!

Das Upsolut es den Hobbyrennfahrern so schwer macht einen Startplatz weiterzugeben ist doch das eigentliche Problem! Und das betraf mich durchaus auch schon! Entweder die Cyclassics sind ein richtiges Radrennen mit einer ordentlichen Siegerehrung oder man kann den Cirkus der hier jetzt veranstalltet wurde auch nur belächeln. So paßt das alles nicht zusammen!

Vielleicht sollten sich die Herren von Upsolut mal zusammensetzten. Vielleicht sollte man besser mal kontrollieren welchen sportlichen Hintergrund (Rennlizenz) manche Gewinner von den Cyclassics haben, oder ob Doping im Spiel war, statt sich mit sowas zu beschäftigen.

Sonst muß ich sagen: Wer bewußt betrügt, gerade bei solchen Veranstaltungen, der hat sich Selber keinen Gefallen getan!

Was gibt es hier zu gewinnen? In welchen Verhältnis steht das zudem Betrug?

Schöne Grüße Sven Sommerkamp
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Beitragvon svesom » 17.09.2009, 10:55

Bergfloh hat geschrieben:Was sollte nun geschehen?
1. Die Disqualifikation für dieses Rennen bleibt wegen des Regelverstoßes bestehen. (Das ändert nichts daran, dass Stefan der Sieger ist.)
2. Die lebenslange Sperre für Thomas, Stefan und eventuell andere, gegen die sie aus demselben Grund ausgesprochen wurde, wird aufgehoben. Denn die Ursache für das Starten unter falschem Namen hat upsolut gesetzt, ich glaube, aus überzogenem und damit für upsolut schädlichem Gewinnstreben. Das ist ein Irrweg, der dem Ruf von upsolut und deren Veranstaltungen schadet.
3. Upsolut richtet für alle künftigen Rennen wieder eine Tauschbörse ein.
Ja, genau Ralf! Das halte ich auch für Angemessen!

Ich setze noch einen drauf! Wenn der Veranstalter wieder zu einem vernünftigem Weg zurückfindet bekommt er auch nochmal Geld von mir!

Sonst gibt es noch viele andere Veranstaltungen wo ich mich beweisen kann, meistens günstiger, meistens sicherer und der Sieger wird entsprechend auch geehrt, sowie das eigentlich bei einem Radrennen normal wäre.

Geld bekommen wir für den Sieg ja auch keines, sondern geben im Gegenteil ne Menge dafür aus, das ist sowieso nicht jedem zu erklären..

Gruß Sven Sommerkamp
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Beitragvon svesom » 17.09.2009, 11:08

Bergwasserziegentraeger hat geschrieben:Ein Held ist ein Gewinner der Cyclassics Jedermannrennen für mich ganz sicher nicht.
Ein Held ist der Gewinner der Tour de France die letzten Jahre sicher nicht..

Und die damit verbundenen Mogeleien halte ich für weitaus schlimmer gefährlicher und es kommt noch der finanzielle Aspekt hinzu!
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Beitragvon hanseat » 17.09.2009, 12:04

Die Überschrift "Vermeintlicher 155km-Sieger als Betrüger enttarnt und lebenslang gesperrt" auf der Internetseite des Veranstalters finde ich ebenfalls mehr als lächerlich. Ich meine, dass mittlerweile der Punkt erreicht ist, der das Fass zum überlaufen bringt!
Wie viele andere hier sehe ich es genauso, dass die unflexible Rücktrittsversicherung großer Unfug ist und nur mit weiterer Geldtreiberei von upsolut zusammenhängt. Wie soll man im Januar wissen, ob bis August nicht doch etwas Unvorhersehbares passiert. Und dann schnappt die Versicherung nur im Krankheitsfall zu.. Und bei all dem psychischen und physichen Stress obendrauf gibt es dann weder Siegerehrungen noch Preise?! Bei dem Startgeld?! Nein danke! Upsolut lächerlich!

Mich haben die Cyclassics in Hamburg und der Velothon in Berlin zum letzten Mal gesehen. Drei Teilnahmen und ein Platz unter den Top 50 sind mir bei den Startgeldern zu den Bedingungen genug.

Da freu ich mich im nächsten Jahr lieber auf die Tour d´Energie in Göttingen und auf andere sympathische kleinere Rennen und RTFs, die mich noch glücklicher machen.
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...wir sitzen alle in einem Boot, die einen rudern und die anderen genießen die Aussicht...
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Re: Vattenfall Cyclassics 2009 Betrüger gesperrt (Meinungen)

Beitragvon Nils » 17.09.2009, 12:36

svesom hat geschrieben:Stefan Scheuermann hat die 155km also gewonnen!
Wenn man das so sieht ist der Sieger aber Marc Weisshaupt! Marc Weisshaupt (http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Weisshaupt) ist auf der Elbchaussee weg und wurde nie mehr eingeholt. Er ist als Erster durchs Ziel gefahren. Später wurde auch er aus dem Rennen genommen. Sicher weil er bei der Anmeldung nicht angegeben hat das er früher mal höher als A-Klasse gefahren ist..?

Hier das Zielfoto: http://appl.abendblatt.de/static/cyclas ... C3005.html

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Beitragvon Radeltommes » 17.09.2009, 13:14

Ich möchte jetzt auch meinen Senf dazugeben !

Ich finde das Verhalten von Upsolut total überzogen. Alleine der Vorwurf eines Betruges ist juristisch schon total lächerlich.......Betrug ist nämlich folgendes.....

§ 263 StGB

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass jemand um Geld oder Sachpreise geprellt wurde ! Upsolut hat Geld für den Startplatz erhalten (von wem ist ja egal).Wenn ich richtig informiert bin gibts auch keine Preise für die Sieger. Also wurde hier auch kein anderer geprellt.

Den Sieg aberkannt und ne Sperre von 1-5 Jahren wäre voll okay gewesen. In der Zeit hätte der Veranstalter lieber nach dem Verursacher des schweren "Unfalls" suchen sollen....! Dies wäre ein Fall für eine lebenslange Sperre.

Um einen Verstoß gegen die sportliche Fairness zu sehen......tja......das ist schwierig....!!

Wenn er z.B. als Mann in der Frauenwertung gefahren wäre. In diesem Fall finde ich es z.B. extrem unfair. Immerhin wird dort die Frauenwertung verfälscht. Ebenso sehe ich es wenn er z.B. als 25 jähriger in der AK50 (oder so)alle in Grund und Boden fährt. Hier werden Sportler um den Lohn ihrer Leistung gebracht.
Wenn aber selbst das Alter evtl. identisch ist......tja....dann kann er von mir aus als Herr Meier oder Müller gestartet sein......!

Für viele ist es vielleicht nicht wichtig welchen Platz sie bei einem Jedermannrennen machen. Für viele ist es aber ein Unterschied ob sie in ihrer Altersklasse (oder in der Frauenwertung) 10 oder 20er werden....!!

Noch ein Wort zum Thema Startplatztausch (oder eben nicht).....!
Hier will ein Veranstalter seinen Aufwand möglichst klein und den Gewinn möglichst groß halten (wobei der Aufwand wohl so oder so extrem groß ist) ! Ich bevorzuge daher (und nicht nur aus diesem Grund) eher die kleineren Veranstaltungen wie in Göttingen, Leipzig und Co. ! Hier hat man den Eindruck nicht nur eine Kontonummer für die Abbuchung zu sein......
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Beitragvon Kuota » 17.09.2009, 13:40

Helmut hat geschrieben:Ich wurde während des Rennens zu allem Überfluss disqualifiziert, weil ich mich um ein Foto vom Besenwagen zu schießen von diesem einholen ließ. Stefan Scheuermann hingegen landete auf dem höchsten Podiumsplatz. Genau da gehörte er als der Schnellste auch hin.
Moin Helmut,

wenn es wenigstens eine Siegerehrung bei den Cyclassics geben würde :HaHa:
Bei dem üppigen Startgeld ist das ja nicht mehr enthalten. ;-)

Wenn ich mir anschaue, was mir bei anderen Veranstaltungen für das Startgeld geboten wird ;) Da paßt aus meiner Sicht das Verhalten vom Veranstalter mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Stefan hat seine Leistung gebracht und den Sieg hoffentlich sauber errungen. Darüber kann er sich freuen und im nächsten Jahr startet er halt unter anderem Namen. Es werden ja keine Wertungspunkte vergeben und es geht eigentlich um nichts bei den Hamburger Cyclassics. :)

Das Upsolut es den Hobbyrennfahrern so schwer macht einen Startplatz weiterzugeben ist doch das eigentliche Problem! Hier ist der Veranstalter gefragt und nicht wir als Freizeitsportler ;-)
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 17.09.2009, 18:03

An svesom: Bitte nicht Zitieren und mir fremden Text als Zitat unterjubeln. Editiere das Zitat bitte entsprechend. :Keule:

Anmerkung Helmut: Das überlange und somit nur verwirrende Zitat hab ich gekürzt.
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Beitragvon Steffens » 18.09.2009, 11:37

In Hobby und Jedermannrennen kann man sich von der eigenen Fitness und der gefahrenen Zeit in der Gruppe die Zeit bestätigen lassen. Mehr geht nicht. Will man ein echtes Rennen fahren, sollte man sich eine Lizenz vom Bund Deutscher Radfahrer geben lassen. Hier wird vor dem Start eines Rennen die Lizenz auch zum passendem Gesicht kontrolliert. Also die ganzen Gewinnerlisten des Vattenfall "Rennens"sind mit Vorsicht zu genießen und das wird sich nicht ändern lassen.
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Stellungnahme des nannook Cycling Team

Beitragvon radfreunde » 18.09.2009, 13:21

Die Stellungnahme des Teams von Stefan ist online.

http://www.nannook.de

Viele Grüße

wilf
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Re: Stellungnahme des nannook Cycling Team

Beitragvon Tribelix » 18.09.2009, 15:00

radfreunde hat geschrieben:Die Stellungnahme des Teams von Stefan ist online.

http://www.nannook.de
:Respekt: vor dem TEAM

Ich war mir nicht mehr ganz sicher bis zur welcher Elite Einteilung bei den Cyclassics teilgenommen werden darf. Hab auch keine Ausschreibung mehr von dem Rennen gefunden, wusste nur, dass es eine Einschränkung Elite ABC gibt.

Da Stefan "nur" ein C-Fahrer ist und noch startberechtigt für dieses Rennen gewesen wäre, stehen für mich Strafe und Strafmaß in keinem Verhältnis. Strafe ja, weil gegen die Regularien verstoßen, dann aber konsequent durchziehen, dann fährt bloß bald keiner mehr bei den Upsolut Veranstaltungen, weil die alle gesperrt sind.

Das ist ein selbstgemachtes Problem!!! Firmen zahlen für die interne Abwicklung von Startplätzen 300 € Bearbeitungsgebühr, seit 2007 :!:
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erledigt sich von selbst

Beitragvon Janibal » 21.09.2009, 21:17

Ich habe 2009 nicht gemeldt und bin auch nicht gefahren, es geht auch ohne Cyclassics. Ich musste zu keiner Entziehungskur. Für alle die glauben, ich muss dabei sein.

Wie schon mal oben angedeutet: die die Versicherung in Anspruch nehmen, geben der Versicherung ihren Startplatz. Was will die damit? Die könnte ihn upsolut verkaufen oder übergeben, die ihn dann nochmals verkaufen kann.

2009 war die Anmedlung schleppend, 2010 sehe ich kein Ausverkauf und somit muss upsolut wieder nett zu den Kunden sein.

Den einzigen Grund einen Startplatz nicht illegal zu tauschen sehe ich darin, das du den wirklichen Täter (bei Unfällen, Abkürzungen, Fotos, etc.) zu fassen bekommst und ihn zu rechenschaft ziehen kannst. Gerade bei Unfällen sind die Haftungen Anwaltssache und wenn du den Richtigen verklagen kannst, bist du dem Veranstalter dankbar. Bei einen illegalen Startplatztausch kann sich der Täter der Haftung entziehen duch Fahrerflucht.

Das sind Gründe, wodurch ein Konsens gefunden werden wird. Die Fahrer werden "ehrlich" werden, wenn der Veranstalter fair wird und so könnte eine tolle Veranstaltung gerettet werden.

Nach der Rettung bin ich dann vielleicht auch wieder dabei....
St. Jan
Bagdad-Biker

Re: erledigt sich von selbst

Beitragvon Bagdad-Biker » 22.09.2009, 10:45

Janibal hat geschrieben:....
Den einzigen Grund einen Startplatz nicht illegal zu tauschen sehe ich darin, das du den wirklichen Täter (bei Unfällen, Abkürzungen, Fotos, etc.) zu fassen bekommst und ihn zu rechenschaft ziehen kannst. Gerade bei Unfällen sind die Haftungen Anwaltssache und wenn du den Richtigen verklagen kannst, bist du dem Veranstalter dankbar. Bei einen illegalen Startplatztausch kann sich der Täter der Haftung entziehen duch Fahrerflucht.

....
Das ist, wie ich finde, grundsätzlich ein sehr gutes Argument.

Wie sieht denn eigentlich das Kleingedruckte bei upsolut aus? Bei den Meisten Veranstaltungen unterschreibt man ja eine Klausel, dass man gegen Veranstalter keine Ansprüche geltend machen kann, dass man ausreichend versichert ist und das Schäden am Mensch und Material auch durch Dritte, also Teilnehmer, nicht oder nur bei Vorsatz geltend gemacht werden können.
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Mail an upsolut...

Beitragvon Ole » 22.09.2009, 11:49

... auch wenn die wahrscheinlich im Papierkorb landet, kann man es ja mal probieren, etwas Druck auszuüben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
begeistert habe ich in den vergangenen sechs Jahren an den Cyclassics teilgenommen (dieses Jahr bin ich leider erstmals sturzbedingt nicht ins Ziel gekommen, deshalb würde ich gerne noch einmal mitfahren).
Seit die Möglichkeit des Startplatztausches weggenommen wurde, habe ich mich darüber geärgert, und jeweils auf eigenes Risiko darauf verzichtet, Ihrem Versicherungspartner Geld für eine Rücktrittsversicherung in den Rachen zu schmeißen - die extreme Preissteigerung bei den Cyclassics durch das schrittweise herausnehmen von Leistungen (T-Shirt, Pasta) aus dem Teilnahmebeitrag wurde dadurch noch verschärft. Freunde von mir waren teilweise zum Renntermin verhindert, und dementsprechend ist auch niemand unter ihrem Namen gestartet - ganz im Sinne Ihrer AGB.
Nun gehen Sie mit einem Fall von regelwidrigem Startplatztausch an die Öffentlichkeit und brandmarken einen jungen Mann (oder zwei) mit vollem Namen und Foto als Betrüger, und meinen damit im Sinne von ehrlichen Kunden wie mir zu sprechen. Das sehe ich anders, in meinem Namen sprechen Sie nicht! Sie verletzen damit nicht nur durch diese üble Nachrede seine Persönlichkeitsrechte, sondern verurteilen ihn für ein Verhalten, dass Sie durch profitorientiertes Abschaffen der Tauschmöglichkeit verursacht haben.
Die Lehre die ich daraus ziehe ist nicht etwa, dass weiterhin, wer nicht starten kann, brav das Startrecht verfallen lässt, sondern dass es unbedingt wieder eine regelgerechte Möglichkeit zum Startplatztausch geben muss! Nicht alle Menschen können Ihr Leben über ein halbes Jahr im voraus so planen, dass sie an einem bestimmten Sonntag in Hamburg sind.
So lange diese Möglichkeit nicht wieder gegeben ist, werde ich mich nicht erneut bei den Cyclassics anmelden.

Eine kurze Antwort, wie Sie meine Anregung aufnehmen, würde mich interessieren und erfreuen.

Dank und Gruß, Ole Xxx
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Beitragvon Hanseaticer » 22.09.2009, 12:09

An welche Adresse hast du das geschickt? ich schliesse mich einem Schreiben an.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 22.09.2009, 12:22

@ Ole

Ich denke, das eine solche Mail, selbst wenn sie hundertfach auch von anderen Fahrern abgeschickt wird, keinen Erfolg zeigen wird.
Upsolut wird erst reagieren, wenn es an die Kohle geht. Sprich, wenn im nächsten Jahr tatsächlich mal ein paar Hundert Starter weniger gemeldet sein würden.

Als aktuelles Beispiel seien die EU Milchbauern genannt. Seit Jahrzehnten klagen sie über schlechte Preise, wettern gegen Subventionen und Butterberge etc..
Erst jetzt, wo sie Solidarität beweisen und ihre Milch aus Protest auf die Felder gießen, schenkt man Ihnen Gehör.
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Mail

Beitragvon Ole » 22.09.2009, 13:49

Bisher hatte ich die Mail nur an info@upsolut.de gesendet, aber ich denke, da das nicht viel hilft, könnte man es nochmal mit Vorname.Nachname an die Geschäftsführung versuchen.
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Beitragvon Hanseaticer » 22.09.2009, 13:57

Besser so, als wenn man sich gar nicht zu Wort meldet.
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Beitragvon Manfred » 22.09.2009, 18:55

Ich habe in einer anderen Sache schon einmal (mehrmals) an Upsolut geschrieben und keine Rückantwort bekommen. :mad:

So wird es auch in dieser Angelegenheit sein.

Einfach nicht mehr bei den Cyclassics starten und dafür etwas anderes machen.
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Beitragvon Fülle » 23.09.2009, 07:52

Der User "klappradl" hatte hier : http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=177441 eine Antwort von Hrn. Vahrenkamp bekommen, sie aber mittlerweile wieder entfernt, da wurde das merkwürdige Verhalten nochmals verteidigt.

Da spielen wohl auch viel beleidigte Eitelkeiten eine Rolle, andernfalls ist eine solche Reaktion nicht zu erklären. Lt. eigenem Reglement gibt es für solche "Vergehen" eine Sperre von 5 Jahren und keine lebenslange. Sperrt sich upsolut jetzt auch wg. ihres Regelverstoßes?

Und anstelle des öffentlich als Betrüger hingestellten Fahrers würde ich mir mal einen Anwalt nehmen und gegen die öffentliche Hetze vorgehen. Denn als Betrüger im juristischen Sinne geht das wohl kaum durch.
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 23.09.2009, 10:27

Willst Du das Wort Betrüger aus dem gewöhnlichen Sprachgebrauch verbannen, wenn es nicht dem juristischen Sinne gemäß StGB gerecht wird?
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Beitragvon Fülle » 23.09.2009, 11:59

Bergwasserziegentraeger hat geschrieben:Willst Du das Wort Betrüger aus dem gewöhnlichen Sprachgebrauch verbannen, wenn es nicht dem juristischen Sinne gemäß StGB gerecht wird?
Wenn du eine Regel verletzt, wo auch immer, ohne jemanden einen Schaden zuzufügen, ohne dich zu bereichern, dann bist du kein Betrüger. Wie du das nennst ist egal, aber öffentlich als solcher gebrandmarkt zu werden hat sicherlich was von Verleumdung und Beleidigung. Aber ich bin kein Jurist, das können andere beurteilen.
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Beitragvon Hanseaticer » 23.09.2009, 12:18

Natürlich ist der Begriff im strafrechtlichen Sinne falsch (keine Vermögensverschiebung). Aber auch im übertragenen Sinne ist "Betrüger" hier absolut fehl am Platze.

Der Sieger hat "getäuscht" , aber nicht betrogen. Diese Form der Denunzierung ist unzumutbar, wie ich finde.
Und getäuscht hat er nur den Veranstalter (über seine Identität), nicht uns Mitfahrer. Mir ist nun wurst, ob der Sieger Hansi Daddelmeier oder Stefan Scheuermann heisst, solange er die Leistung regelgerecht erbracht, also nicht abgekürzt/gedopt, hat.

Bin gespannt, ob upsolut mir auf meine EMail antwortet..
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Beitragvon Radeltommes » 23.09.2009, 15:19

Ich hatte mich ja auch schon mit den Begriff Betrüger im juristischen Sinne auseinandergesetzt! Deshalb klinke ich mich nochmal kurz ein.

Bin auch kein Jurist aber wozu gibts denn Wikipedia !! :D

Die Beleidigung im engeren Sinne wird durch § 185 StGB unter Strafe gestellt.
Strafbare Äußerung
Strafbar ist demnach die Kundgabe von Missachtung oder Nichtachtung gegenüber dem Beleidigten oder Dritten. Dabei ist der Sinn aufgrund der Begleitumstände und des gesamten Zusammenhangs, in dem die Kundgabe steht, zu bestimmen. Die Kundgabe muss ehrverletzend sein, was bei bloßen Unhöflichkeiten oder Taktlosigkeiten noch nicht der Fall ist. Der ethische oder soziale Wert des Beleidigten muss geringer dargestellt werden, als er tatsächlich ist. Als Kundgabeerfolg verlangt die überwiegende Ansicht, dass der ehrenrührige Sinn der Kundgabe erfasst worden sein muss (z. B. bei Fremdsprache).

Zu beachten ist dabei, dass nicht nur die Verwendung bekannter Fäkalbegriffe eine Beleidigung darstellen kann, sondern prinzipiell jede Äußerung, die geeignet ist, die Ehre eines Menschen zu verletzen. Eine Beleidigung kann etwa dann vorliegen, wenn man jemanden mit „Du“ anspricht und dies herabwertend meint, oder wenn man seinen gesellschaftlichen Status in ehrverletzender Weise herabsetzt.

Beispiele

Ein verärgerter Käufer bezeichnet in seiner Bewertung bei einem Online-Auktionshaus den Verkäufer wider besseres Wissen als „Betrüger“, weil ihm die Lieferung zu langsam erfolgte. Je nach Formulierung kann es sich um eine Beleidigung, z. B. „so ein Betrüger“, oder Verleumdung, z. B. „dieser … ist ein Betrüger“ handeln. Der Tatbestand einer Verleumdung ist nur gegeben, wenn dem Verkäufer vorgeworfen wird, Straftaten begangen zu haben bzw. dieser Eindruck erweckt wird. Wird der Begriff „Betrüger“ ehrabschneidend verwendet, ist es eine Beleidigung.


Also ein bisschen habe ich das mal gelernt....eigentlich sind alle Tatbestände einer Beleidigung gegeben. Deshalb sollte man mit solchen Ausdrücken - Betrüger etc. - vorsichtig umgehen !!!!
Ich wüsste nicht ob Upsolut bei ner Klage unbedingt Chancen hätte...
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Beitragvon Radeltommes » 23.09.2009, 15:20

.........allerdings habe ich`s nur sehr kurz gelernt und bin absolut kein Fachmann !!!!
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 23.09.2009, 17:10

Täuschung kommt dem am nächsten, wenn auch er sich nicht unter Angabe falscher Personendaten angemeldet hat. Ummelden war nicht möglich. Ein Anzeigen/Ändern der falschen Personendaten ebensowenig, die Teilnahme war illegal.

Regulär hätte er von Upsolut einen Startplatz käuflich erwerben müssen. Für jeden Teilnehmer, der stattdessen irgendwem ein Ticket abgekauft hat, gingen Upsolut Einnahmen verloren.
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Beitragvon Radeltommes » 23.09.2009, 17:39

Da muss ich dir leider widersprechen !! Bin eigentlich nicht so "klugscheißerisch" veranlagt....muss aber mal sein :D

Upsolut gingen NULL Einnahmen verloren ! Sie haben das Kontingent von sich aus auf 22000 (oder ein paar mehr) begrenzt ! 22000 Leute haben bezahlt. Mehr ging nicht ! Wo haben sie denn Geld verloren wenn jemand für eine andere Person gestartet ist !? Als 22001 Person hätte er sich nicht anmelden können.

Wenn es kein begrenztes Kontingent gegeben hätte ....tja...dann hättest du vollkommen Recht Bergwasserziegentraeger!! Is aber dem Fall nicht so!!!

Nix für Ungut !! :wink:
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Beitragvon Helmut » 23.09.2009, 18:21

Radeltommes hat geschrieben:Da muss ich dir leider widersprechen !! Bin eigentlich nicht so "klugscheißerisch" veranlagt....muss aber mal sein :D

Upsolut gingen NULL Einnahmen verloren!
Da muss ich leider Dir widersprechen. Wie jedes Flugzeug, so werden auch die Cyclassics überbucht. Wenn man die Genehmigung hat 22.000 Leute auf die Strecke zu schicken, kann man locker über 10 Prozent mehr Startplätze verkaufen, weil die erfahrungsgemäß nicht antreten werden. Das geht aber nur, wenn die ihre Plätze nicht weiterverkaufen, weil sonst 24.300 Leute am Start wären.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 24.09.2009, 01:24

Die AGB und der Strafenkatalog finden sich übrigens hier:
http://www.vattenfall-cyclassics.de/pre ... n.146.html
Radeltommes hat geschrieben:22000 Leute haben bezahlt. Mehr ging nicht !
Nicht 22001? :wink:
Nur zum Vergleich: Zum 10-jährigen Jubiläum der Cyclassics 2006 hatte man gar von 22500 gesprochen. Die Jahre vorher wurde bei grosser Nachfrage noch kräftig aufgestockt.

Und dennoch dauerte es dieses Jahr 10 Wochen, bis ein erstes "Ausgebucht!" vermeldet wurde. Wie exakt die drei verschiedenen Strecken mit ihren unterschiedlichen Startplätzen tatsächlich ausgebucht wurden, mag ich nicht raten.
Und trotz alledem wurden plötzlich im Juli mehrere Hundert ungenutzte Startplätze aus Firmenkontingenten frei. Die Online-Anmeldung wurde sogar wieder geöffnet. War also die Warteliste nicht für alle drei Strecken voll genug? Wohl doch nicht so einfach, genau die geplanten 22000 Plätze zu füllen. Finden sich im Juli noch Nachzügler für die 155 km, oder wird in so einem Fall stattdessen auf die populären 100 km verlagert (ca. 10.000 Startplätze insgesamt)? Wieviele Teilnehmer mit Rücktrittsversicherung? Wieviele haben die noch genutzt? WIe hoch lag der erwartete Prozentanteil von Gemeldeten, die voraussichtlich nicht antreten würden?

Da ist's doch besser, der spätere Sieger der 155 km gehört zu denjenigen, die bereits ihren Startplatz im 1.Quartal auf legalem Weg gesichert haben.
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Beitragvon Radeltommes » 24.09.2009, 07:35

Moin Moin !!

Ich wieder.....der Klugscheißer :)

Ob es nun 22000 oder 24300 (also überbucht) ......es bleibt doch dabei ........die Cyclassics waren AUSGEBUCHT !!! Laut Bergwasserziegentraeger nach 10 Wochen. Also immer noch NULL Verlust. Es geht vielleicht mehr als 22000 aber nicht mehr als AUSGEBUCHT .....!!
Ich denke aber, dass niemand von uns weiß ob am Starttag alle Plätze ausgebucht waren !? Wenn nur ein Platz am Tag des Startes frei war (und auch von Upsolut angeboten wurde) gebe ich mich geschlagen :cry:

:wink:
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Beitragvon Grotefend » 24.09.2009, 13:38

Helmut schrieb:
...Wie jedes Flugzeug, so werden auch die Cyclassics überbucht. Wenn man die Genehmigung hat 22.000 Leute auf die Strecke zu schicken, kann man locker über 10 Prozent mehr Startplätze verkaufen, weil die erfahrungsgemäß nicht antreten werden...

Nach dieser Argumentation verstehe ich, warum upsolut den Startplatztausch eingestellt hat: Wenn 10% freiwerdende Plätze durch Tausch neu besetzt werden, bekommt der Veranstalter nur die Tauschgebühr (es waren, wenn ich mich recht erinnere, 10 Euro), macht 2.200 x 10 = 22.000 Euro. Am Start sind dann wieder 22.000 Fahrer.
Wird aber um 10 % überbucht, bringen die 2.200 (@ Helmut: nicht 2.300) zusätzlichen Plätze statt der Tauschgebühr den vollen Preis. Macht z.B. bei der 100-km-Distanz pro Platz schon mehr als 50 Euro "Windfall-Profit", also Geld, für das man nix tun muß.
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Beitragvon Fülle » 24.09.2009, 17:09

...zzgl. der Provisionen für die Vermittlung der Rücktrittsversicherungen...
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 24.09.2009, 20:04

Radeltommes hat geschrieben:Ob es nun 22000 oder 24300 (also überbucht) ......es bleibt doch dabei ........die Cyclassics waren AUSGEBUCHT !!!
Du überbuchst mal eben einfach so um 2300 Startplätze, und dann füllt der Schwarzmarkt die geschätzten, einkalkulierten Ausfälle durch illegalen Ticket Transfer. Strich durch die Rechnung. Upsolut bedankt sich für die Unsicherheiten. Das wäre dann nur 1 Ticket mit 2 Teilnehmern, und einer von beiden startet. Bei zwei Buchungen wären es 2 Tickets mit zwei potentiellen Teilnehmern und die Option, auf die tatsächliche Nachfrage (auch über die Zahl der Leute auf der Warteliste) mit Überbuchungen zu antworten. Bisher hat Upsolut Kontingente bei hoher Nachfrage aufgestockt. Zum Jubiläum nochmal ausdrücklich, um die Teilnehmer nicht zu enttäuschen.
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Beitragvon snief » 25.09.2009, 07:59

Unabhängig davon, ob Upsolut nun Einnahmen verloren gingen oder nicht - dass sie sich nicht an Ihr eigenes Reglement halten und einen jungen Menschen dermaßen öffentlich brandmarken, ist eine Sauerei.

Im eigenen Reglement spricht Upsolut in so einem Fall von "vorsätzlicher Täuschung des Veranstalters" und von einem Entzug der Startberechtigung für fünf Jahre. Warum wird das hier nicht angewendet? Weil er auch noch schnell gefahren ist? Lächerlich...

Am schlimmsten ist jedoch die Anprangerung als "Betrüger". In Zeiten, in denen Veröffentlichungen über Personen im Internet bei Bewerbungen und anderen, für den Ablauf des eigenen Lebens relevanten Entscheidungen eine immer größere Rolle spielen und solche Inhalte im Netz nicht wieder gelöscht werden können, ist solch reißerisches Verurteilen eines jungen Menschens bei einer Hobby-/Freizeitveranstaltung (!) verantwortungslos und alles andere als verhältnismäßig.

Ich hoffe Stefan Scheuermann geht dagegen vor.
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 25.09.2009, 17:08

snief hat geschrieben:Im eigenen Reglement spricht Upsolut in so einem Fall von "vorsätzlicher Täuschung des Veranstalters" und von einem Entzug der Startberechtigung für fünf Jahre. Warum wird das hier nicht angewendet?
Das habe ich mich auch schon gefragt, mir dann aber gesagt: Fünf Jahre Sperre als zu erwartende Strafe waren offenbar nicht abschreckend genug. Sonst gäbe es auch keine Geschwindigkeitsüberschreitungen im Straßenverkehr, die Punkte, einen Monat Fahrverbot oder gar Führerscheinentzug einbringen.

Man müßte die Beweggründe von Upsolut verstehen. Was störte sie an diesem Fall besonders? Doch sicherlich nicht nur, daß der Name des Siegers einer Strecke nicht stimmte. Aber daß jemand mit Siegerqualitäten kein regulär gemeldeter Teilnehmer war. Wie genau war der Ablauf bei Entdeckung dieses Vergehens? Sind sie allein drauf gekommen (durch das Foto)? Wurde der Stefan denunziert?
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zahlen

Beitragvon Janibal » 25.09.2009, 22:06

es gibt eine statistik zu den cyclassics 2009, ohne promies (ca. 200):
55km gemeldt 7481 gestartet 6321
100km 12207 10403
155km 3617 3069
alles 23305 19793

mach 15% nicht gestartet. alles ohne gewehr da vom pdf abgetippt vcc.mikatiming.de/2009/vcc/files/04_Altersklassen.pdf

also: helmut hat recht mit der überbuchung. wie viele versicherungsfälle, ob dopelt verkauft wurde und wie viele nicht ehrlich gestartet sind, ist nicht zu erkennnen. fest steht, es wird bei der starterzahl so wie bei der zuschauermenge übertrieben.

für mich steht fest, ich muss da nicht mehr mitfahren. ist ja freiwillig.

dann: upsolut liest das hier. Bei der Jantex tour transalp gab es auch mal ein unzensiertes forum, was aber seit 2008 zensiert wird, da etwas unmut über den veranstalter geäußert wurde. das forum war aber auch von der tour und hier müsste helmuts serverraum aus versehen abrennnen.

und: die cyclassics sind ein großes ding wo auch die politik mitspielen muss. vielleicht möchte hamburg, niedersachen und sh das nicht mehr, weil das geld evtl für die hsh nordbank gebraucht wird und so läuft die ganze veranstalltung bewusst aus. vielleicht.

nicht weinen!
St. Jan
Bagdad-Biker

Re: zahlen

Beitragvon Bagdad-Biker » 26.09.2009, 08:20

Janibal hat geschrieben:...

dann: upsolut liest das hier. Bei der Jantex tour transalp gab es auch mal ein unzensiertes forum, was aber seit 2008 zensiert wird, da etwas unmut über den veranstalter geäußert wurde. das forum war aber auch von der tour und hier müsste helmuts serverraum aus versehen abrennnen.

...

nicht weinen!
Den Teil hab ich nicht vertsanden. Klär mal so´n einfachen Menschen wie mich auf!
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Wer betrügt?

Beitragvon Grotefend » 26.09.2009, 13:46

In der hier laufenden Diskussion wurde mehrfach -zu Recht- der "großzügige" Umgang mit dem Begriff "Betrug" (Betrug=Bereicherung durch Vermögensschädigung) durch upsolut kritisiert.
Wie ist eigentlich in diesem Zusammenhang das Vorgehen von upsolut zu bewerten, Startplätze zu verkaufen und sie dann (in der Erwartung, daß eine Anzahl erfahrungsgemäß nicht zum Start antreten wird bzw. kann) innerhalb des Gesamtkontingentes noch einmal zu besetzen. Ohne jedoch dem zurückgetretenen Anmelder sein Startgeld zu erstatten.
Beispiel Reisebuchung: Der Veranstalter darf mir bei Rücktritt (gestaffelt nach Termin) Kosten auferlegen, von denen er die gesparten Aufwendungen abzurechnen hat. Wenn er also die Reise, das gebuchte Zimmer, den Flug pp. neu verkaufen/vermieten kann, darf er mir höchstens eine Gebühr für Verwaltungskosten abverlangen.

Darf ich jetzt für upsolut auch so großzügig das inkriminierte B-Wort verwenden?
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crumble
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Re: Wer betrügt?

Beitragvon crumble » 07.10.2009, 22:05

Grotefend hat geschrieben:Darf ich jetzt für upsolut auch so großzügig das inkriminierte B-Wort verwenden?
Ich würde ihnen das B* Wort für das Velothon geben. Es das größte Stadtrennen zu nennen, ist Marketinggewäsch. Das kann man schon mal verzeihen. Aber das Rennen einen Marathon zu nennen, ist schon dreist.

Wo soll da der Unterschied zu den Startplatztauschern sein? Da wird ein ganzen Rennen unter einer falschen Bezeichnung gefahren.

Peter
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Beitragvon Rissener Raser » 04.11.2009, 13:04

... was mir gerade bei der Saisonvorbereitung für 2010 auffällt:

Die Cyclassics und der Velothon werden beide von der Upsolut Event GmbH veranstaltet.
Für den Velothon in Berlin kann man eine Startplatzrücktrittversicherung abschliessen und für die Cyclassics nicht. :shock:

Muss ich das verstehen? :(

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