Skoda-Velothon Berlin '08 (Berichte & Fotos)

joerg
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 147
Registriert: 12.04.2006, 15:19

Skoda-Velothon Berlin '08 (Berichte & Fotos)

Beitragvon joerg » 26.05.2008, 08:01

bikerfriendnils hat geschrieben:spektakulär ist die flasche ja nun nicht gewesen, aber immerhin gabs noch eine :)
...ebensowenig wie der Velothon ansich, aber müsste er ja auch gar nicht sein (...aber wollte er) oder mag ich einfach nur nicht das "große B"!? und die Hymne um neuen Uhr morgens.

Die Streckenführung war doch ein Graus, ein Gefühl als wäre man gar nicht aus der City rausgekommen. Die Strassen, naja, im wilden Osten sind sie wohl zwischenzeitlich besser. Die letzten Kilometer, Stehversuche im Gegenwind. Die Absperrungen ok, wenn auch Bauschutt-Container mitten in der Kurve und von Streckenposten "verlassene Verkehrsinseln" nicht Jedermannssache sind :wink:

Positiv für mich, das Organisatorische mit der Vielzahl an Teilnehmern (hat man so dann nicht gemerkt, dass da über 10.000 waren), die Zuschauer entlang der Strecke und das der Spuk nach zweiundhalb Stunden vorbei war.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Skoda-Velothon Berlin - Bilder

Beitragvon Helmut » 26.05.2008, 08:16

Tja, ich bin hin und her gerissen. Die Frage, die sich bei dieser Veranstaltung meines Erachtens jeder vorher stellen sollte, ist, ob man ein Jedermannrennen oder einen "City-Radmarathon" fahren möchte. Der Skoda Velothon Berlin war von beidem so viel, wie es jeder der etwas über 10.000 Teilnehmer für sich entschied. Aus touristischer Sicht ist es eine tolle Strecke, auf der man abwechselnd ein Rennen fahren und sich spektakuläre Häuser angucken kann. Aber wieso eigentlich Rennen? Es war doch als City-Radmarathon angekündigt worden. So sind wir dann auch weitgehend gefahren, haben uns die Stadt angesehen, in der ich als regelmäßiger Polenfahrer eh zig Mal gewesen war.

Den Straßenbelag empfanden wir als an vielen Stellen schlecht. Aber vielleicht sind ir zu verwöhnt, denn mein Arbeitskollege Thorsten Brütt sah das anders. Er war letzte Woche die größte RTF der Welt, die Nove Colli mitgefahren, weiß seit dem was Schlaglöcher sind. Und Straßen in den Städten lassen sich nun mal nicht mit denen über Land vergleichen.

Ein ausführlicher Bericht folgt demnächst. Die

Bilder vom Skoda-Velothon

sind noch unkommentiert und nur grob sortiert. Du findest sie hier.
Zuletzt geändert von Helmut am 01.01.2010, 20:23, insgesamt 4-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Oldboy
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 250
Registriert: 17.05.2006, 08:29

Skoda Velothon Berlin - Bericht

Beitragvon Oldboy » 26.05.2008, 08:29

Also ich fand es eigentlich eine gute Veranstaltung. Das man mehr oder weniger in der Stadt fährt, war vorher klar und der Karte zu entnehmen. Gefahrenpunkte waren gut erkennbar und von winkenden Männchen oder "Weibchen" abgesichert. Sicherlich einige Schlaglöcher zu viel. :roll:

Flop: Anmeldung. Mit dem Auto nur schwer erreichbar (parken), mit öffentlichen Verkehrsmitteln war es ok. Aber dann wegen der Flasche und dem Event wieder zum Brandenburger Tor war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Das hätte man doch alles dort organsieren können??!! Weiter negativ aus meiner Sicht: zu viele Sonntags- Radler, die sich dann in die Tour eingereiht haben und entsprechend fuhren. Personen, die mit Kind und Kegel die Strecke querten.

Top: Wetter, Stimmung, Strecke (natürlich Ansichtssache), der technische Service vor Ort. Die Sportsreunde waren sehr nett und hilfsbereit und ... ich habe Helmut persönlich kennengelernt !!!!
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 26.05.2008, 08:48

Oldboy hat geschrieben:Also ich fand es eigentlich eine gute Veranstaltung ... und ... ich habe Helmut persönlich kennengelernt !!!!
Keine Frage, es war eine gute Veranstaltung, eine besondere allemal und es war ja erst die Premiere, kann also noch besser werden.

Du kamst mir so bekannt vor, dabei war es umgekehrt. Hat mich ebenfalls gefreut, Dich ein Mal persönlich kennen gelernt zu haben. Wie in Göttingen traf ich auch wieder Hanseat und jede Menge Haspanesen, mit denen ich in der Jugedherberge nächtigte.

In der Datenbank mit den Ergebnissen taucht mein Name nicht auf. Ich stehe nur in der PDF-Liste mit den VIPs! <img src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Smilies/15-2.gif"> Da wollte ich nicht rein, wurde so mit einem Schnitt von 32 km/h nur 57. von 60, statt 4.337. von 5.190. Siehe http://results.mikatiming.de/2008/velot ... gender.pdf
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
snief
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 203
Registriert: 17.10.2007, 12:19
Wohnort: Adendorf

Skoda Velothon Berlin - Bericht

Beitragvon snief » 26.05.2008, 09:14

Für mich war's das erste Rennen dieser Art und daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Strecken.

Ich fand's aber rundrum gelungen!

Die Akkreditierung war problemlos und zügig. Das mit der Flasche an der Straße des 17. Juni war natürlich ein wenig umständlich. Aber mal ehrlich - geht man da nicht sowieso mal vorbei, um sich das Ganze vor Rennbeginn mal in Ruhe anzuschauen? Ich sah da jedenfalls kein Problem drin.

Ebenso wenig empfand ich die Akkreditierung in der City als Problem und ich empfinde es schon ein wenig süffisant, wenn man an einem Radrennen teilnehmen will und sich dann darüber beklagt, dass man nicht so gut mit dem Auto zum Akkreditierungsort gelangen konnte... ;-)

In Großstädten wie Berlin bewegt man sich m.E. generell besser und auch sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. ;-)

Die Organisation rund um das Rennen mit Startbeutelabgabe, Duschmöglichkeiten, Transponderrückgabe, Streckenposten und -auszeichnung usw. fand ich sehr professionell und gut strukturiert. Ich habe nirgends länger warten müssen oder mich nicht zurecht gefunden. Da ist die Orientierung im neuen Hauptbahnhof Berlin deutlich schwerer... ;-)

Das die Strecke landschaftlich kein großer Wurf sein würde, habe ich erwartet. Schließlich ist es ein Großstadtparcours gewesen. Und ich persönlich schau mir dann die Stadt am Vorabend eh lieber zu Fuß oder per Schiff o.ä. in Ruhe an - dann muss ich das nicht während des Rennens tun und bin enttäuscht, wenn das nicht klappt.

Den Straßenbelag empfand ich nicht als so schlimm, wie teilweise dargestellt. Es ist ja keine "Bahn" extra für das Event, sondern ganz normaler Straßenbelag in der Großstadt. Dass da hier und da mal ein Loch oder unterschiedliche Teerdecken auftauchen, ist normal. Im großen und ganzen war das aber m.E. völlig in Ordnung und ließ sich gut fahren (ich hab das Ganze übrigens auch eher als Rennen gesehen).

Die Stimmung, natürlich das Wetter - auch eigentlich fand ich alles klasse und hatte keinerlei Schwierigkeiten. Lediglich der Zuschauerzuspruch an der Strecke war ein wenig dünne. Macht sich wohl auch bemerkbar, dass da kein Profirennen mehr nach kam.

Gesamtfazit: Hat Lust gemacht auf mehr.
Benutzeravatar
thomas-hh
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 245
Registriert: 05.08.2007, 23:18
Wohnort: Hamburg-Sasel

Beitragvon thomas-hh » 26.05.2008, 10:07

Also mir hat es gefallen. Von der Stadt habe ich allerdings nicht sehr viel gesehen. :) Zumindest nicht vom Rad aus.
Die Akkreditierung gehört in den Start- und Zielbereich. Platz genug wäre dort gewesen. Startbeutel und Trinkflasche haben für mich keinen Stellenwert, daher hierzu kein Kommentar.
Ich fand die Route gut gewählt, das Publikum war toll und hat sich Mühe gegeben, jeden einzelnen Fahrer zu pushen. Besonders super fand ich den kleinen Jungen, der sein Schlagzeug an der Strecke aufgebaut hatte und die Sambatruppen am Straßenrand.
Was die Gefahrenpunkte betrifft, so hatte ich nach den Ankündigungen des Veranstalters Schlimmeres erwartet. Einzig diese verd...... Gullydeckel liegen in Berlin ziemlich tief. Vor sonstigen Löchern wurde gewarnt, Gefahrenstellen waren ausgeschildert und zusätzlich standen Helfer an der Strecke, die mit Pfeifen, Fahnen und Handzeichen gewarnt haben.
Unfälle habe ich drei oder vier gesehen, allerdings waren auch hier bereits schon Ersthelfer, Polizei und Sanitäter vor Ort.
Nach dem Marathon habe ich eigentlich nur positive Stimmen gehört.

Für mich persönlich gilt:
- Ich muss mir unbedingt eine Trainingsgruppe hier in Hamburg suchen, mit der man an solchen Veranstaltungen teilnehmen kann, da man als Einzelfahrer teilweise ganz schön kämpfen muss, während die Züge an einem vorbei ziehen. Spaß gemacht hat es trotzdem.
- Nie wieder mit einem fremden Rad, ohne vorher den eigene Sattel montiert zu haben
- Nächstes Jahr wieder :D

Thomas

Berlin ist sicher keine ausgemachte Fahrradstadt, aber allemal mehr als Hamburg. Bessere Radwege, teilweise Fahrradstreifen auf der Straße und zum Teil die Möglichkeit, die Busspuren zu nutzen ... da kann sich Hamburg eine dicke Schéibe abschneiden. Und ich wurde kein einziges Mal angehupt, geschnitten oder mit zu geringem Abstand überholt, als ich auf der Straße fuhr.
Besonders nett war es bei mir im Hotel. Ich durfte -ohne Aufpreis- mein Zimmer bis 18:00 h nutzen, entspannt duschen und meinen Krempel packen - und es war nur ein paar Minuten vom Start-/Zielbereich entfernt.
Benutzeravatar
Lucky Loser
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 56
Registriert: 29.02.2008, 08:09

Beitragvon Lucky Loser » 26.05.2008, 11:51

So von mir nun auch noch ein paar Zeilen:
Die Akkreditierung ca. 15 KM vom Start/Ziel in die Innenstadt zu legen, ist total Asche. Für Karstadt war es wohl jedoch sehr lukrativ, denn was dort an den Kassen los war, war schon unbeschreiblich. Der Starterbeutel war eine reine Werbezetteltasche mit unnützen Kram, und die Trinkflasche separat zu verteilen ist aus einer Sicht der Kostenersparnis genial, denn anstelle 10.500 Flaschen in die Beutel zu stecken, wurden doch höchstens 2/3 der Flaschen abgeholt. Ich könnte wetten, dass wir dies bei den VC 2008 auch so gemacht wird. Da dies das erste Rennen in Berlin war, wäre doch ein T-Shirt (inkl.) sehr nett gewesen (siehe z.B damals bei den HEW Cyclassics) aber leider sind wir Jedermänner wohl nur die Melkkühe der Nation. Stetig steigende Kosten, bei sinkenden Leistungen. :cry: Ich fahr doch auch noch Auto.

Das "Rennen" in Berlin hat mir sehr viel Spaß gemacht, und die Berliner an der Strecke waren sehr freundlich. Die Gefahrenpunkte, bis auf wenige Ausnahmen, wurden gut von der Helfern angezeigt und angesagt. Der Streckenverlauf war sehr schön, die Straßenverhältnisse verursachen jedoch einen Bandscheibenvorfall, wenn man nicht aufgepaßt hat. Die Stimmung beim Zieleinlauf, ist sicherlich nicht mit Hamburg zu vergleichen, liegt aber wohl mehr daran, dass viele Teilnehmer nicht direkt aus Berlin gekommen sind. Überraschend für uns war jedoch, dass uns viele Berliner angesprochen haben, ob hier ein Radrennen stattfindet.

Sehen uns auf jeden Fall 2009 wieder in Berlin.

Gruss
Fz
Gruss aus Hamburg Harburg !
Oldboy
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 250
Registriert: 17.05.2006, 08:29

Re: Skoda Velothon Berlin - Bericht

Beitragvon Oldboy » 26.05.2008, 12:16

@ migge zitat :
"Ebenso wenig empfand ich die Akkreditierung in der City als Problem und ich empfinde es schon ein wenig süffisant, wenn man an einem Radrennen teilnehmen will und sich dann darüber beklagt, dass man nicht so gut mit dem Auto zum Akkreditierungsort gelangen konnte... ;-) "

:wink: Ich habe auch nicht gemeint, dass es ein Problem ist.
Die Erreichbarkeit mit öffentllchen Verkehrsmitteln habe ich auch als positiv bezeichnet Wäre auch lieber mit dem Rad hingefahren.Nur wenn man alleine ist, stellt man in Berlin ein Fahrrad ab und hat 2 wenn man wiederkommt. Oder mehrere Laufräder, etc. Wie soll man die bewegen ? :wink:
Hat mit süffisant nichts zu tun. Akkreditierung hätte auch am Brandenburger erfolgen können. Natürlich geht man ´da sowieso hin :lol:
Benutzeravatar
QuickNic
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 73
Registriert: 06.08.2007, 12:20

Beitragvon QuickNic » 26.05.2008, 12:25

Mein Fazit gleich zu Beginn: "Gelungene Veranstaltung, die Lust auf ein Neues in 2009 macht!" :D

Die Akkreditierung abseits des Start-/Zielbereiches muss man sicherlich auch differenziert betrachten! Teilnehmer wie ich, die am Samstag angereist sind, haben sicherlich kein Problem damit, gerade wegen der zentralen Lage am Kurfürstendamm! Mit vorheriger Anfahrt aus Hamburg am Sonntagmorgen sieht das natürlich ganz anders aus!

Insgesamt fand ich die Organisation gelungen, den nicht ganz so großen Zuschauerzuspruch kann man sicherlich mit den fehlenden Profis erklären!

PS: Helmut, ich hatte mir schon Gedanken gemacht, weshalb ich Dich nicht in den Teilnehmer- bzw. Ergabnisslisten gefunden habe! Hätte ich doch wissen müssen, dass Du ein VIP bist! :lol:
Jan
Forums-Novize
Beiträge: 4
Registriert: 17.07.2006, 12:50
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Jan » 26.05.2008, 13:05

Also, Spass gemacht hat mir der Tripp schon (auch durch das verlängerte Berlin-WE) ... aber eines ist mir bei diesem Rennen erst so richtig klar geworden. Nämlich wie genial eigentlich die Cyclassics jedes Jahr sind. Um an das Niveau heranzukommen, da muss sich in Berlin an der Streckenführung noch so einiges ändern. (Die Organisation war sehr vergleichbar. Da kann ich gut mit leben.)

Siegessäule und Brandenburger Tor - schön und gut, aber der Rest der Strecke war absolut arm an Höhepunkten. Und das gilt in Bezug auf Höhenmetern (das dürften so round about "0" gewesen sein ... dagegen sind die Hamburger Wellen ja schon richtig anspruchsvoll) und Szenerie.

Und trotz der deutlich geringeren Starterzahl empfand ich das Rennen als viel hektischer und gefährlicher, als ich das jemals in HH erlebt habe. Selbst weiter hinten (Block G) war eigentlich konstant "Knäuelfahren" angesagt. Enge Strassen, oft schlechter Belag und häufige 90 Grad Kurven trugen ihr Übriges dazu bei.

Erst auf der Ergänzugschschleife für die 105er, als es ein wenig raus aus dem Zentrum ging, hat sich das ein wenig entspannt. Und auch das Auge konnte sich endlich ein bischen von dem konstanten "Grau in Grau" erholen.

Mein Fazit: Ob ich nächstes Jahr wieder komme weiss ich noch nicht. Als Ergänzung etwas eher im Jahr ist der Velothon schon nicht ganz schlecht, aber meinem "Massen-Radel-Höhepunkt" des Jahres kann er noch lange nicht das Wasser reichen ... nicht mal im Ansatz.
Nobbi
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 63
Registriert: 12.04.2006, 07:28
Wohnort: Bissendorf

Beitragvon Nobbi » 26.05.2008, 16:35

Hallo zusammen!

Also ich fahre ich Berlin definitiv nicht noch einmal. Lieber konzentriere ich mich auf die kleinen und feinen Rennen wie z.B. Göttingen und Münster.
Zum Rennen kann ich nicht viel Positives sagen (außer, dass ich ohne Sturz ins Ziel gekommen bin...) :(
- zu viele Starter
- zu viele 90° Kurven, dadurch
- zu viele Stürze und Fast-Stürze (sowas hab ich noch nicht erlebt...) :shock:
- zu schlechte Straßen :evil:
- eine katastrophale Felder-Zusammenführung: aus dem C-Block gestartet und flott unterwegs, waren ca. 2 km vor dem Ziel plötzlich die langsamen Fahrer der 60er-Runde überall auf der Straße - und ich meine überall: links, rechts, mitte, langsam, unkonzentriert... der blanke Horror :evil:

Ansonsten war die Orga ja ganz gut, aber das Rennen an sich... :?

Nobbi
Tom
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 131
Registriert: 14.01.2008, 16:54
Wohnort: Schmalfeld

Beitragvon Tom » 26.05.2008, 17:45

Hallo Berlinfahrer!

Die Organisation war für mich ok. Die Anmeldung in der City kein Problem ging alles fix von der Bühne. Das Wetter ein Traum.

Ab Messe zum Start geradelt, mit vielen fröhlichen Mitstreitern hatte mich für den gemütlichen I-Block gemeldet. Nach dem Start um 9.25 zeigte sich das der doch nicht so gemütlich war. In den vorderen Reihen fuhren wir um die 35-40. Ich fand schnell eine gute Gruppe. Wir kamen mit einem Schnitt von 37 km/h gut voran und es machte viel Spaß von den Zuschauern angefeuert zu werden.

Aber Freud und Leid liegen dicht beieinander. Auf der Verengung Friedrichstraße traf ein Vorderrad mein Hinterrad. In der Charité haben sie mich dann in 2 Std. zusammengenäht. Ich sehe jetzt aus wie ein Zombie, zwei Zähne weniger, die linke Körperhälfte ist radiert, Jochbein gebrochen, das Auge Blut unterlaufen und nur durch die Alpina Brille gerettet. Die Gläser sind leider im Aaarsch.
Dazu kriegt man auch noch von allen Seiten auch noch Spott und Schimpfe, und Bier aus der Schnabeltasse.

Das Rad konnte ich heute nicht, bei der auf dem Velothon-Flyer angegebenen Anschrift in Berlin abholen. Man gab mir telefonisch (besser meiner Frau, kann ja kaum sprechen) einen Kontakt zu upsolut. Die kümmerten sich sofort und versprachen das Rad so schnell wie möglich zu mir zu bringen.
Vielen Dank für diese Hilfe.

Viele Grüße
Tom
Zuletzt geändert von Tom am 26.05.2008, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 26.05.2008, 18:11

Tom hat geschrieben:In der Chartite haben sie mich dann in 2 Std. zusammengenäht. Ich sehe jetzt aus wie ein Zombie, zwei Zähne weniger, die linke Körperhälfte ist radiert, Jochbein gebrochen, das Auge Blut unterlaufen und nur durch die Alpina Brille gerettet.
Mensch Tom, so'n Sch... Ich hoffe, dass Du bald wieder auf dem Damm sein wirst.

Gute Besserrung!
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
hanseat
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 818
Registriert: 17.09.2007, 18:37
Wohnort: Buxtehude

desillusioniert, aber trotzdem happy

Beitragvon hanseat » 26.05.2008, 18:24

nun also auch noch von mir ein paar Zeilen:

erstmal: Mensch, Tom, das tut mir leid. Ganz in der Nähe ist etwas ähnliches passiert. Da rutscht einem das Herz in die Hose... Gute Besserung!

nun zum Bericht:
Weil ich spät zum Radsport gekommen bin, war es für mich das erste Massenradrennen. Zuvor hatte ich nur den letztjährigen dtour-Raceday in Hannover und die diesjährige Tour d´Energie in Göttingen miterleben dürfen- zwei deutlich geringer besuchte Veranstaltungen. Ich habe daher keine Vergleichswerte, was die Cyclassics betrifft. Aber von meinen Mitfahrern habe ich auch gehört, dass die Cyclassics in Sachen Stimmung und Ambiente deutlich mehr zu bieten haben. Dadurch steigt meine Vorfreude auf den 7.September um so mehr. :)

Ich muss sagen, dass ich außer dem Brandenburger Tor, dem Fernsehturm und vllt. noch Schloss Charlottenburg rein gar keine Sehenswürdigkeit gesehen habe, was aber natürlich auch an meiner persönlichen Renneinstellung und dem dafür nötigen Tunnelblick gelegen hat. Nur finde ich es für ein Radrennen nicht richtig, an allen Sehenswürdigkeiten einer Stadt vorbeizuradeln und dafür viele riskante Kurven bzw. Zick-Zack-Kreuzungen einzubauen. Im Vordergrund sollte die Sicherheit stehen und so wäre es ratsamer auf den einen oder anderen touristischen Hotspot zu verzichten. Mir gefiel am meisten, als wir durch die ruhigen, grünen Abschnitte von Henningsdorf und Spandau fuhren. Eine Idee alle Sehenswürdigkeiten einer Weltstadt in einem einzigen Radevent zu integrieren, sollte dann eher bei einer Berlin-RTF als in einem hitzig-hektischen Radrennen verwirklicht werden. Was ich positiv zu vermelden habe, ist, dass überall, wo es wichtig war, auch Streckenposten standen und dass auch die Sanitäter zur Stelle waren.

Was mich persönlich annervte, war, dass ein Großteil der Radfahrer einfach nicht rechts fahren kann. Ich bin leider aufgrund einer Teammeldung von ziemlich weit hinten gestartet (Block G) und hab dann die ganze 105-Strecke mit einem schnellen Zug Tempo gebolzt. Leider wurden wir jedes Mal, wenn wir einen vorderen Block einholten, regelrecht von langsamen Kollegen, die sich links hielten, ausgebremst. Wir mussten jedesmal schreien, um vorwärts zu kommen. Einmal bemerkte ich, wie es jemanden dann in dieser Situation auf den Asphalt zwang, der Sturz sah wirklich übel aus. Aber VIP-Fahrer und einige Fahrer aus den Blöcken A, B und C sollten sich lieber hintere Blöcke suchen, um sich nicht selbst und andere in Gefahr zu bringen (Sorry Helmut, nichts gegen Deinen neu erworbenen VIP-Status ;)).
Als ich dann auf die Strasse des 17. Juni einbog und gen Ziel strampelte, fuhren dort alle Radfahrer, sowohl ziemlich schnelle 105er als auch noch mehr langsame 60er ohne System kreuz und quer. Dadurch wurde mein erhofftes Hochgefühl, was ich mir zuvor bei der Ankunft vorm Brandenburger Tor ausgemalt hatte, deutlich reduziert.
Naja, sportlich gesehen, war es für mich trotz der Schwierigkeiten ein Highlight. Ich fühlte mich im Gegensatz zu Göttingen topfit und konnte daher sehr gut mithalten und wurde letztendlich mit einem 41er Schnitt und einer netten Platzierung belohnt. Nun trete ich erstmal kürzer und werde dann versuchen im Spätsommer bei meinen ersten Cyclassics (155er Strecke) wieder in ähnliche Form zu kommen.

Wenn upsolut für nächstes Jahr eine entschärfte Version anbieten würde, dann wäre ich vielleicht beim Velothon 2009 dabei, wenn nicht gibt es auch für mich andere kleinere Highlights wie "Rad am Ring" oder "Münsterland-Giro", die ich vorziehen würde.
Zuletzt geändert von hanseat am 26.05.2008, 18:52, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Skoda Velothon Berlin - Startblockwahl

Beitragvon Helmut » 26.05.2008, 18:48

hanseat hat geschrieben:VIP-Fahrer und einige Fahrer aus den Blöcken A, B und C sollten sich lieber hintere Blöcke suchen, um sich nicht selbst und andere in Gefahr zu bringen (Sorry Helmut, nichts gegen Deinen neu erworbenen VIP-Status ;)).
So isses. Bei den Cyclassics startet vor dem A- immer der VIP-Block. Das soll denen wohl mehr Aufmerksamkeit geben, bringt nach dem Startschuss aber den Nachfolgenden und auch den VIPs nur Verdruss. Durch einen Startplatztausch bin ich mal aus dem Mittelfeld in den B-Block geruscht. Es war frustrierend. Niemand fuhr mein Tempo. Tausende haben mich überholt.

In Berlin war es vielleicht anders. Ich hatte die VIP-Startnummer mit der Begründung abgelehnt, dass ich nicht im VIP-Block starten wollte. Ferner fürchtete ich, dass jeder mich überholende mein Gesicht abscannen würde, ob er mich denn aus dem TV kennen würde? Ich musste sie trotzdem nehmen, hatte aber freie Blockwahl, startete aus "G". Ob es einen VIP-Block gab, weiß ich leider nicht.

Das Problem der nicht nach Leistungsstärke richtig sortierten Startfolge wird sich entschärfen, wenn beim Velothon 2009 für viele Teilnehmer deren Vorjahresergebnisse vorliegen und man sie halbwegs richtig einordnen kann. Gänzlich lösen wird man es nicht können, wie man aus den Erfahrungen der Cyclassics weiß.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
Claras Oma
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 115
Registriert: 26.05.2008, 17:45
Wohnort: HH-Mü.berg

Links oder rechts, das ist hier die Frage

Beitragvon Claras Oma » 26.05.2008, 19:15

Bin beim Velothon zum ersten Mal bei einem Radrennen gestartet und möchte gerne auf die Beiträge von hanseat und besonders Nobbi antworten, was ihre Klagen über die Linksfahrer, besonders kurz vorm Ziel betrifft.
Habe mir vor dem Start sehr aufmerksam die Teilnehmerinformation durchgelesen. Zitat:"Die Str.d.17.Juni ist zu Beginn der Felderzusammenführung durch Fahrbahnteiler mittig geteilt. Die Teilnehmer der kurzen Distanz fahren am linken Fahrbahnrand, die der langen Distanz am rechten Fahrbahnrand" Und weiter in Fettdruck:"ACHTUNG! Bitte seien sie umsichtig bei der Einordnung, sobald die Fahrbahnteilung aufgehoben wird. Die schnellen Radfahrer kommen von rechts!"
Leider mußte ich dann erleben, dass ich noch bevor die Hütchenreihe beendet war, plötzlich von rasenden Radlern umgeben war, die überall fuhren. Aus dieser Gruppe heraus wurde ich angebrüllt:"Du Blindschleiche, fahr rechts."

Ich frage mich, wie ich es hätte machen sollen, ohne der Gruppe vor die Räder zu fahren.

Lasse mir aber durch dieses Erlebniss meine Freude und den Stolz darüber die Strecke geschafft zu haben nicht verderben. Und bei den Cyclassics starte ich auch :lol:
Jetzt auch Jonathans Oma.

BEKENNENDE TRIMMRADLERIN !!
Arnehei
Forums-Novize
Beiträge: 1
Registriert: 26.05.2008, 19:12
Wohnort: Berlin

Beitragvon Arnehei » 26.05.2008, 20:50

Als totaler Frischling im Bereich Jedermannrennen bin ich natürlich gänzlich unbelastet von Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten, finde aber, dass man sich auf jedem beliebigen Radweg mehr vor den Mitradelnden in acht nehmen muss...
Ich hatte doch ziemlichen Schiß, aber so ein diszipliniert fahrendes Völkchen wie die Jedermänner habe ich auf’m Rad noch nicht erlebt (vielleicht hatte ich natürlich auch nur Glück...gute Besserung @tom).
Ich fand außerdem gerade die Tatsache, die Berliner 90° Kurven mal mit Vollgas in fast horizontaler Straßenlage durchfahren zu dürfen, anstatt an jeder Ecke von einer blödsinnig geschalteten Ampel gestoppt zu werden, ziemlich amüsant, dass bei einem Stadtkurs in Berlin Grünblicke und Höhenmeter eher spärlich gesäht sein würden, hatte ich irgendwie vermutet. Für den Berliner Straßenbelag ist übrigens ein Crossrennrad wärmstens zu empfehlen (vernünftiger Vortrieb + Gemütlichkeit – was will man mehr)
Bin jedenfalls restlos begeistert, komme wieder und muss unbedingt mal ausprobieren, ob meine Euphorie auch etwas anspruchsvollere Kurse schadlos übersteht. Nach den Schilderungen der alten Hasen scheint es ja jedenfalls noch reichlich Steigerungsmöglichkeiten zu geben (nicht nur in Hinsicht auf den Starterbeutelinhalt). Grüße und bis demnächst
Benutzeravatar
Tribelix
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 1148
Registriert: 26.05.2008, 19:18
Wohnort: Reinbek
Kontaktdaten:

Gemischt

Beitragvon Tribelix » 26.05.2008, 21:06

Früher bin ich oft zum Football nach Berlin gefahren
Anfang der 90 NFL, oder German Football League
Den Japaner DAITOKAI und das Irish Pub im Europa Center kann ich auch empfehlen.
IBO der Gorilla im Zoo ist auch genial!
Bloß bei diesem Rennen bin ich mir nicht so sicher, was ich da sagen soll.
-Sind es die 75% des Asphalts die mich und mein Rad so malträtiert haben?
-In Göttingen mit 80 Sachen in das Dorf Bühren fahren, wo Asphaltflicken und Kopfsteinpflaster auf dich warten, ist auch nicht angenehm.
Sind es die Schienen, die die Innenstadt durch kreuzen?
-Bei den Neuseenclassics kommt in Markkleeberg ein schnelle rechts Kurve und man trifft auf parallel verlaufende Schienen.
-Sind es die scharfen Kurven, die man vorsichtig fahren kann, oder von aussen nach innen, manche mögen das auch gerne von innen nach aussen?
-Beim Münsterland Giro fährt man von einer seeeeeeehr breiten Landstr. auf einen seeeeeeehr schmalen Wirtschaftsweg bei 45-50km/h!
2,5m breite Brücken mit 30cm hochen Bordsteinen, die im 100ter Pulk überfahren wird, nicht wichtig!

Es gibt viele Sachen über die man sich aufregen kann, aber man kann auch viele Sachen selber abstellen.
Nach der Siegessäule wurde mir die ganze Felderzusammenführung einfach zu Gefährlich, mir wurde es wichtiger ins Ziel zu kommen und dafür langen auch 30km/h ganz rechts.

Das Größte waren mal wieder die Unfälle auf den GERADEN!!!!
Einflugschneise Tegel konnte man gut sehen warum Unfälle passieren.
Bei 40zig Sachen fangen die Leute an nach oben zu schauen, was das wohl für ein Flugzeug ist????? das uns gerade überfliegt :twisted:

Viele Sachen können direkt durch die Teilnehmer abgestellt werden.!!!!

Vom Berliner Publikum war ich angehnem Überrascht, der Lütte mit dem Schlagzeug war genial, kann mir vorstellen das die Eltern das Ding schneller Draussen hatten, als er 3 sagen konnte :lol:

Ich werde wohl noch meinen Steuersatz auswechseln und meine Felgen auf Risse kontrolieren, damit ich am Sonntag in der City Nord nicht zusammenbreche 8)

Wer ohne Profis ein Rennen organisiert mit 10.000 Teilnehmer das gut gelaufen ist, der kann sich was drauf einbilden.

Denkmal drüber nach :wink:

P.S. 111hm :!: 105 km
Benutzeravatar
Heide-Biker
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 391
Registriert: 10.04.2007, 13:31
Wohnort: 21244 Buchholz i.d.N.
Kontaktdaten:

Beitragvon Heide-Biker » 26.05.2008, 21:29

Das war ein grandioses Jedermannrennen. Ich werde aber niemals wieder im Startblock A starten. Das ist nichts für Weicheier wie mich. Ansonsten hat unsere Mannschaft ein super Ergebnis eingefahren. Das Team www.mainplan-hamburg.de hat den 9. Platz von 260 Mannschaften belegt. Das einzige was ich dazu beigetragen habe ist das Streichergebnis.

ausführlicher Bericht vom Veleothon Berlin 2008

Bild
siehe auch: www.Radsportler-helfen-Nils.de
siehe auch: www.Heide-Biker.blogspot.com
siehe auch: www.Team-Mainplan.de

Viele Grüße aus der Nordheide

Karsten Niemann
Heide-Biker
Benutzeravatar
hanseat
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 818
Registriert: 17.09.2007, 18:37
Wohnort: Buxtehude

Danke Helmut!!!

Beitragvon hanseat » 26.05.2008, 22:27

Ich denke, ich muss hier mal ein ganz großes Lob an unseren Helmut los werden! Wie selbstlos er uns bei jedem Event seine Eindrücke in Text und vor allem Bild vermittelt, wird wohl nirgendwo besser deutlich als bei den Fotos von First Foto Factory. Gebt mal 553 ein! :D

P.S. Übrigens: Wenn man die beiden letzten Ziffern tauscht, kann man sich direkt den schnaufenden Manager vom Gerolsteiner-Team ansehen - Michael Holzcer!
Benutzeravatar
Grotefend
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 519
Registriert: 29.05.2007, 19:17
Wohnort: Hamburg-Bahrenfeld

Es recht zu machen Jedermann...

Beitragvon Grotefend » 26.05.2008, 22:45

Bin zur Stadtbesichtigung noch einen Tag länger in Berlin geblieben und so erst heute Abend zurückgekommen.
War schon neugierig auf die Erfahrungen anderer Teilnehmer und habe mich deshalb gleich auf das Forum gestürzt. Viele der mitgeteilten Erfahrung habe auch ich gemacht.
Die Krönung für mich war auf dem ersten Abschnitt irgendwo im Süden der Stadt ein etwas älteres Ehepaar, total im Partnerlook, die mit ihren Tourenrädern -jedes mit Packtaschen dran-, die abgesperrten Straßen für eine gemächliche Radeltour nutzten -und das immer schön in der Mitte!!!
Aber wer erinnert sich nicht an die Anfänge in Hamburg. Auch hier brauchte die "Professionalisierung" einige Jährchen.
Für mich hat Berlin durchaus die Chance, eines Tages mit Hamburg um die größte Teilnehmerzahl zu konkurrieren -wobei wir Hamburger wohl ein gewichtiges Wort mitzureden haben werden. Denn nach meiner Beoabachtung war das mehr ein Hamburger als ein Berliner Rennen. Schon auf der Autobahn, aber auch im Hotel und dann in meinem Starblock war ich von Hamburgern (das Umland zähle ich großzügig mit) geradezu umzingelt. Dabei hätte ich doch so gerne auch mal echte Berliner getroffen. Die standen aber dann ja zahlreich an der Strecke und sorgten so für eine tolle Stimmung.
Absolut gelungen bis perfekt die Organisation - lag ja auch in Händen von upsolut, die wir in Hamburg ja schon von den Cyclassics kennen. Sehr gut fand ich die Lautsprecheransagen vor der Feldertrennung und -zusammenführung
Natürlich ist ein Radrennen keine Sight-Seeing-Tour, aber durch das Brandenburger Tor zu fahren, das machte mir bei all dem geschichtlichen Hintergund dieses Bauwerks schon so etwas wie Gänsehaut. Von Kälte kann es nicht gekommen sein, denn das Wetter ließ ja nun wirklich nichts zu wünschen übrig.

Gruß
Grotefend
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 26.05.2008, 23:50

<img src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Smilies/42.gif">
hanseat hat geschrieben:Ich denke, ich muss hier mal ein ganz großes Lob an unseren Helmut los werden! Wie selbstlos er uns bei jedem Event seine Eindrücke in Text und vor allem Bild vermittelt, wird wohl nirgendwo besser deutlich als bei den Fotos von First Foto Factory. Gebt mal 553 ein! :D
Danke, vor allem find ich meine Bilder abwechslungsreicher... :wink:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
SvenAusHarburg
C-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 33
Registriert: 05.03.2007, 21:06

Beitragvon SvenAusHarburg » 27.05.2008, 01:21

Ich fand das Rennen insgesamt durchschnittlich. Sicherlich ist Berlin ganz sehenswert, aber bei Tempo 40 sieht man fast nur eins: Trikots in allen Farben.

Aus der Strecke hat man sicherlich das beste rausgeholt. Berlin ist halt flach und so war dann auch die Strecke: Bis auf den einen Anstieg im ersten Drittel bretteben. So verbrachte ich fast das ganzen Rennen im Pulk, der sich durch die fehlenden Anstiege nicht auflöste.

Ein paar weniger Kurven und Schlaglöcher hätten sein können (bloß nie den Lenker loslassen). Die Verkehrsinseln und Gefahrenpunkte waren alle gut gesichert.

Leider musste ich wieder einen schlimmen Sturz in meiner Nähe miterleben. Wir waren eine große Gruppe aus Block D mit aufgefahrenen C-Fahrern. Auf gerader Strecke ist dann drei Meter rechts vor mir einer ins Straucheln gekommen und gestürzt (ein Mitfahrer erzählte später etwas von einem Schlenker beim Trinken). Ich bin gut dran vorbeigekommen, aber in einem solchen Pulk entwickelt sich leicht ein Massensturz. So auch hier: Wie nach hinten fallende Dominosteine bildete sich eine Schneise im Fahrerfeld und ich hörte es quitschen und scheppern. Mit Sicherheit gab es Verletzte dabei.

Auf der Zielgeraden wurde es auch noch mal gefährlich. Die Felderzusammenführung sorgte dafür, dass von links die langsamen 60er Fahrer kamen, während unser großer Pulk rechts vorbeizog. Also anders als es eigentlich sein sollte. So musste man die Fahrer wie Slalomstangen umkurven. Im selben Moment kam dann bei vielen Fahrern der deplatzierte Ergeiz zu tage, es auf der Zielgerade allen noch mal zeigen zu wollen, und sie fingen an zu sprinten. Wollten sie hier noch einmal ein paar Sekunden/Plätze gutmachen? Warum haben sie sich nicht vorher mal im Wind gezeigt, schließlich fuhren wir stundenlang im selben Pulk.

Gute Besserung den Verletzten!
Benutzeravatar
heihu11
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 223
Registriert: 03.06.2006, 03:51
Wohnort: Hamburg

Vielen Dank..an die Jungs vom Team Service Concept

Beitragvon heihu11 » 27.05.2008, 09:18

An die Jungs von Team Service Concept aus Berlin.
Es hat sehr viel Spass gemacht mit euch und ich find es schade das ich euch nicht noch das Bier im Ziel ausgeben konnte.
Leider haben wir uns aus den Augen verloren.

Schöne Grüsse aus HH
Benutzeravatar
QuickNic
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 73
Registriert: 06.08.2007, 12:20

Beitragvon QuickNic » 27.05.2008, 09:41

@Nichtraucher
@Grotefend

...vielen Dank für Eure stimmigen Beiträge! :wink:

Es ist schon erstaunlich mit welchen Vorstellungen und Erwartungen einige Teilnehmer an so eine Veranstaltung herangehen!

Sich über die Trinkflasche oder fehlende Höhenmeter (oh Wunder) aufregen, das ist doch lächerlich!
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Beitragvon Helmut » 27.05.2008, 12:13

Paul301104 hat geschrieben: Sich über die Trinkflasche oder fehlende Höhenmeter (oh Wunder) aufregen, das ist doch lächerlich!
Mag sein, sich über andere zu ärgern kann es aber auch sein. Manchmal würde uns allen etwas mehr Gelassenheit gut zu Gesicht stehen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Benutzeravatar
papavonbikerfriendnils
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 69
Registriert: 21.02.2008, 21:05
Wohnort: Hamburg-Eißendorf

Beitragvon papavonbikerfriendnils » 27.05.2008, 19:56

Auch von mir als erstes Gute Besserung an Tom und natürlich alle, die das Rennen nicht so glücklich beenden konnten.

Zum Rennen möchte ich natürlich auch mein Senf dazu geben.

Ich habe mich für die 60 km Kurzstrecke angemeldet. Dachte es ist vieleicht besser, ich muss ja auch noch am gleiche Tag mit dem Auto zurück nach Hamburg fahren. Im Nachherein habe ich mich geärgert.

Die Akkreditierung bei Karstadt Sports kam uns sehr gelegen. Zufällig lag unser Hotel genau gegenüber (ohne es vorher gewusst zu haben), aber ich denke es wäre sicherlich besser gewesen sie in der Nähe zum Start/Ziel zu legen. Im Übrigen ist mir aufgefallen, dass extra für Radler ein "bewachter" Fahrradparkplatz vor der Tür eingerichtet wurde. Das fand ich gut.

Nach der Akkreditierung, die eigentlich recht fix ging, sind wir dann zu Fuß zum Brandenburger Tor Flasche abholen gegangen. Wir konnten den Weg gleich nutzen um uns Berlin anzusehen (Gedächtniskirche, den tollen Eingang vom Zoologischen Garten, die Siegessäule und den Tiergarten). Im übrigen waren es wohl nur ca. 4 km und gut zu Fuß zu schaffen (@Lucky Loser keine 15 km). Zurück über'n Reichstag und dem neuen Hauptbahnhof sind wir dann mit der S-Bahn gefahren.

Ich fand dann die Atmosphäre am Start gar nicht so schlecht. Alle Startblöcke hintereinander, Nationalhymne um 9 Uhr, tausende Luftballons und ein Hubschrauber am Himmel und los ging's aus dem G-Block. Durchfahrt durch's Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Gedächtniskirche, Kuh'damm. Gänsehaut, ich fand's super.

Am Anfang konnte man sich die Sehenswürdigkeiten noch ansehen. Nach dem Kuh'damm hab' ich nichts mehr an Sehenswürdigkeiten gesehen (gab's noch welche?). Das Tempo war schneller als ich dachte oder erhofft habe. Wir sind sehr häufig so um die 40 km/h oder sogar darüber gefahren. Das kannte ich von den Cyclassics nicht, da bin ich aus einen der hintersten Blöcken gestartet. Am Ende sollte es dann ein Schnitt von 37,5 km/h und der 421. Platz auf der Kurzstrecke werden, das hätte ich mir vorher nie erträumt, erst recht nicht nach dem 28er Schnitt vom Henninger-Turm vor 3 1/2 Wochen.

Die Zuschauer haben tolle Stimmung gemacht. Der Junge mit dem Schlagzeug war super, ebenso wie die anderen Trommler. In jeder 90 Grad Kurve standen Leute.

Der Straßenbelag, na ja. Eine Bodenwelle bei ca. 30 km war schon heftig da man sie nicht sehen konnte. Schlaglöcher sind wenigsten zu erkennen. Ich finde es hätten schon einige Gefahrenpunkte mehr beschildert werden sollen, so fehlte z.B. bei der einen Schienenüberquerung mit anschließender 90 Grad Kurve ein Hinweisschild. An einer Stelle stand zwar eine nette Helferin und rief "Vooorsiiiicht Löööscher!", allerdings war
das ein wenig zu spät, denn genau in dem Moment habe ich die Löcher gespürt. An einigen Stellen hätten Achtungschilder schon gut getan. Insgesamt war der Straßenbelag aber nicht so schlecht.

Kurzer Abstecher zum Henninger-Turm. Da gab's Kopfsteinpflaster-Passagen, die waren auch nicht ohne. Ach ja, und ein Kilometer auf dem Fußweg am Main entlang mussten wir auch fahren. Und bei den Verpflegungsstationen lagen hunderte von "Hartplastikflaschen" die dort während der Fahrt ausgegeben wurden und als halbvolle Wasserbomben auf die Straße geschmissen wurden. In der Frankfurter City habe ich eigentlich auch keine Gefahrenschilder gesehen und da fahren auch Straßenbahnen und kreuzen Schienen mitten auf einer kurve. Die Verkehrsinseln waren auch nicht so gut gesichert wie in Berlin. Ich denke es gibt immer was zu meckern.

Nichts gegen die 90 Grad Kurven. Ich fand sie nicht schlecht. Das Rennen wurde dadurch interessanter, die Geschwindigkeit wurde reduziert (muss man denn immer Vollgas fahren?), man musste nach jeder Kurve wieder Gas geben um den Anschluss nicht zu verlieren. Es fehlten halt die Berge, die man mit 6 km/h hochfährt oder schiebt (19% beim Henninger-Turm in Eppstein oder die 6% und 7 km lange Anstieg nach Glashütte). Dafür gab es in Berlin viele 90 Grad Kurven.

Bei der Streckenteilung nach 54 km dachte ich schade, jetzt würde ich gerne die 100 fahren.

Die anschließende Streckenzusammenführung war bei uns kein Problem. Wir fuhren die 60 km und als wir dort ankamen waren noch keine 105er zu sehen.

Bei der Zieldurchfahrt wurden einige Fahrer mit Namen und Herkunft genannt. Tolle Atmosphäre.

Wir fuhren ohne Stau zur Transponderrückgabe und mussten in keine Schlange warten, was sicherlich daran lag, das wir nur die 60 km gefahren sind und ziemlich früh wieder im Ziel waren. Da ich am 1. Mai in Frankfurt beim Henninger-Turm mitgefahren bin, habe ich einen direkten Vergleich. Beim Henninger Turm sind wir übrigens die letzten 20 km mit Skater zusammen gefahren, das war wirklich nervig aber ging auch. Ich finde die Organisation in Berlin war um längen besser.

Für mich war es das 3. Rennen nach den Cyclassics (100 km) im letzten Jahr und dem Henninger-Turm (100 km) in diesem Jahr. Alle Rennen waren auf ihre Art anders und das ist auch gut so.

Was das Linksfahren angeht, kann ich nur sagen, das es sicherlich so aussah, als wenn alle links gefahren sind. OK, einige hätten schon weiter rechts fahren können (ich sicherlich auch), aber es gibt nun mal Fahrer mit unterschiedlichen Leistungsstufen. Ich habe es beobachtet. Die Langsameren sind schon rechts gefahren. Dann etwas weiter links die etwas schnelleren, zu denen ich mich auch zähle. Natürlich müssen diese Fahrer etwas weiter links fahren, wie sollen die sonst überholen, rechts? (kam auch vor) Und dann die noch schnelleren, die meinen das ganze "Jedermannrennen" ist nur für sie da und die 'rumschreihen "rechts fahren". Das erinnert mich an deutsche Autobahnen. Und dann regen sie sich über 90 Grad Kurven auf wo sie abbremsen müssen (oder auch nicht). Sicherlich gibt es den ein oder anderen, der die Spur nicht hält. Es handelt sich um ein "Jedermannrennen" und man muss damit rechnen, dass der ein oder andere nicht so gut geübt ist. Ach ja, und dann gib's noch die, die am Abend vor dem Rennen den Info-Flyer nicht durchlesen weil sie glauben alles zu wissen und sich über die langsamen 60 km Fahrer bei der Streckenzusammenführung aufregen, weil sie links fahren. Der Gefahrenpunkt wurde sehr gut im Flyer beschrieben (siehe Bericht "Claras Oma"). Können wir nicht mal alle gemeinsam ein " "Jedermannrennen" fahren ohne uns über Mitstreiter aufzuregen, die uns nicht in den Kram passen? Bei jedem größeren Rennen das Selbe. Wie Helmut schon schrieb. Wir sollten echt gelassener werden.

Bis zum nächsten Rennen (Cyclassics).

Norbert
Zuletzt geändert von papavonbikerfriendnils am 28.05.2008, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Skoda-Velothon Berlin - Diaschau

Beitragvon Helmut » 28.05.2008, 01:06

So, nun ist aus meinen 175 Bildern eine auf 155 Bilder reduzierte, kommentierte Diaschau geworden. Siehe

http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... erung.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Björnson
Forums-Novize
Beiträge: 1
Registriert: 27.05.2008, 17:13

Velothon Berlin, das Monaco der Jedermannrennen

Beitragvon Björnson » 28.05.2008, 10:39

Hallo an alle Jedermänner und -frauen

Ich bin letztes Wochenende auch das Rennen in Berlin gefahren und muss sagen es war großartig. Teilweise sehr überrascht bin ich über die unterschiedlichen Eindrücke hier im Forum. Dass das Rennen durch die Stadt geht war ja ausführlich beschrieben. Naturgemäß gibt es in der Stadt viele Kurven und auch nicht die besten Straßen. Für mich ganz klar eine Herausforderung! Und die hat richtig Spaß gemacht! Im Forum habe ich den Eindruck, dass viel „gejammert“ wird. Ich dachte immer, dass Leute, die sich auf ein Rennrad setzen mit einem brettharten Sattel, wo man sich mit den Schuhen in enge Pedale klemmen muss und mit teilweise 40 km/h und mehr auf dünnen Reifen und Seilzugbremsen wie vor hundert Jahren unterwegs ist, echte „Kerle“ sind. Ich bin auch Hamburg gefahren, da gab es auch Stürze, enge Straßen, Hektik im Feld. Die ersten Kilometer roch es sogar nach verbrannten Gummi. Als Berliner bin ich froh, dass es endlich für die zahlreichen Rennradler hier eine derartige Veranstaltung gibt. Für Jeden in der Jedermannszene eine echte Bereicherung und für die den Sport lieben ein echtes Highlight im Rennkalender. Das Stadtrennen in Berlin ist sozusagen das Monaco der Jedermannrennen: Eng, hektisch, viele Kurven, hohe Geschwindigkeit, schwieriger Kurs -aber wer hier gewinnt.........
der schtief
Forums-Novize
Beiträge: 1
Registriert: 28.05.2008, 09:07

meckern !!!!!!!!!

Beitragvon der schtief » 28.05.2008, 11:05

TacH Gemeinde

ich habe leider keine vergleichsmöglichkeiten. da mein erstes rennen nach über 20 jahren. schulrennen 2 km ;)
aber ich fand die veranstaltung durchweg gelungen. und hoffe auf wiederholung. werde mir auch andere jedermann rennen in nächster zeit mal anschauen oder mitfahren. um vergleichen zu können.

aber warum sollte man vergleichen?
jede veranstaltung hat sicherlich gute und schlechte vorzüge. ich halte das dann immer so ähnlich wie bei meinem 2ten hobby. meiner fußball amateur karriere. ulli hoeneß oder herr klinsmann werden nicht mehr anrufen und wir müssen alle montags wieder arbeiten gehen. spaß soll es machen mit einer gesunden portion ehrgeiz.
und da ist es eigentlich das einzige was ich zu bemängeln hätte die teilweise rücksichtslose fahrweise der blöcke i, j und k. einige überholmanöver erinnerten mich ein wenig an die maueröffnung. jeder will der erste sein obwohl tausende vor einem sind.

zum rennen

ich gehörte wahrscheinlich zu den ersten mit einer panne. die ersten meter genossen bei dem herrlich wetter. am potsdamer platz oje ein lautes zischen. PLATTFUß. na hervorragend. wurde von den streckenposten angefeuert für meinen super boxenstopp ;) da taten die kommentare der vorbeifahrenden schon mehr weh " die arme sau" nach gefühlten 30 minuten wieder aufs rad. mittlerweile radelten schon die kollegen aus block k an uns vorbei. bis zur 1ten verpflegungsstelle empfand ich das rennen als extrem hektisch.

gestärkt und mit netten gesprächen beim auftanken der leeren flaschen also weiter. als berliner habe ich die weiterfahrt einfach nur genossen. sehenswürdigkeiten waren ja auch genug zu sehen. selbst als berliner war es für mich wie eine stadtrundfahrt.
feldertrennung oje noch ca 45 km. mein mitfahrer sah immer sehr entspannt aus und als dann auch noch die spitzenfahrer auf der anderen straßenseite zu sehen waren. scheißgefühl. mein alter arbeitsweg. und den zum schluß mit gegenwind. und so kam es auch kurz vorm 17juni wäre ich am liebsten vom rad. aber ankommen war angesagt. diese schöne gefühl durchs ziel zu fahren. kenne das vom marathon in berlin. zuschauer feuern einen an obwohl man gute 2 stunden später kommt als die besten.

geschafft :lol: erschöpft .......aber glücklich

dank an magnus meinem mitstreiter für das tolle geschenk
den netten streckenposten. waren alle sehr freundlich und das hat man in berlin nicht so oft ;)
an den veranstalter macht weiter so. ich auch weil nächstes jahr wieder am start.

sorry liebe autofahrer wegen dem großen verkehrschaos. nett seit ihr ja eh nie in berlin. werde aber die nächsten 2 wochen lieber bahn fahren. ( freunde die mit auto unterwegs waren haben alle mehr als gemeckert )

gruß der steven und weiterhin viel spaß am radfahren
Oldboy
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 250
Registriert: 17.05.2006, 08:29

Re: Skoda-Velothon Berlin - Diaschau

Beitragvon Oldboy » 28.05.2008, 12:50

Helmut hat geschrieben:So, nun ist aus meinen 175 Bildern eine auf 155 Bilder reduzierte, kommentierte Diaschau geworden.
Super Dia Show zu einer insges. Super-Veranstaltung! Wie machst Du das? Hast Du drei Hände? War mir am Sonntag an Dir gar nicht aufgefallen!

In einem Punkt tust Du dem Veranstalter aber etwas unrecht. Mit " hochwertig" war die Klingel ganz klar unterbewertet :wink:
Benutzeravatar
Grotefend
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 519
Registriert: 29.05.2007, 19:17
Wohnort: Hamburg-Bahrenfeld

Beitragvon Grotefend » 28.05.2008, 14:05

Danke für Deinen Beitrag, [u]papavonbikerfriendniels[/u]. Ging mir runter wie Öl.
Und zu der tollen [color=darkred]Fahrradklingel[/color] hab' ich auch was zu sagen: Sie hatte gegenüber der Trinkflasche den Vorzug, daß man sie gleich im Starterbeutel fand und nicht erst zum Alexanderplatz oder nach Potsdam reisen mußte, um sie abzuholen.
Benutzeravatar
QuickNic
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 73
Registriert: 06.08.2007, 12:20

Beitragvon QuickNic » 28.05.2008, 16:29

@Helmut

Vielen Dank für die DIA-Show, einige Deiner Motive habe ich während des Rennens gar nicht wahrnehmen können! Das macht die Veranstaltung für mich in der Nachbetrachtung allerdings rund!

Freue mich schon auf Deinen Bericht!


PS: Zu Beginn hatte ich mich hinter einen HASPA - Zug gehängt, der sich allerdings durch die von Dir erwähnte Panne Eures Spartenleiters auflöste!
Tom
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 131
Registriert: 14.01.2008, 16:54
Wohnort: Schmalfeld

Re: Skoda-Velothon Berlin - Diaschau

Beitragvon Tom » 28.05.2008, 18:53

Helmut hat geschrieben:So, nun ist aus meinen 175 Bildern eine auf 155 Bilder reduzierte, kommentierte Diaschau geworden. Siehe

http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... erung.html
Hallo Helmut,
hast mal wieder tolle Bilder gemacht, wie schaffst Du das nur immer vom Rad aus. Wäre so gerne durchgekommen, will jetzt nicht jammern sonst gehöre ich nicht zu den „harten Kerlen".
Ein Lob für die Leute von upsolut. Mit einem Transport wurde mein verbeultes Rad nach Hamburg gebracht. Nach telefonischer Absprache konnte meine Frau es im Friesenweg abholen.
Vielen Dank für die problemlose Abwicklung.

Hoffe ich hab bald mal wieder Rückenwind.

Viele Grüße,
Tom
Benutzeravatar
Heide-Biker
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 391
Registriert: 10.04.2007, 13:31
Wohnort: 21244 Buchholz i.d.N.
Kontaktdaten:

Re: Skoda-Velothon Berlin - Diaschau

Beitragvon Heide-Biker » 28.05.2008, 22:25

Helmut hat geschrieben:So, nun ist aus meinen 175 Bildern eine auf 155 Bilder reduzierte, kommentierte Diaschau geworden. Siehe

http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... erung.html
Hallo Helmut,

wie machst Du das? Ich hab nur Bilder vor dem Start und nach der Zieleinfahrt geschossen. Ich bin im Startblock A gestartet und das war richtig voll und schnell. In den Kurven war das so eng, dass man ganz bestimmt nicht fotografieren konnte. Auch die Bilder kurz vor dem Ziel zeigen eine ganz anderes Bild als ich es gesehen habe. Es wurde Lenker an Lenker gefahren. Du hattest ja richtig Platz.

Aber trotzdem soviele schöne Bilder zu machen ist schon gekonnt! Respekt.
siehe auch: www.Radsportler-helfen-Nils.de
siehe auch: www.Heide-Biker.blogspot.com
siehe auch: www.Team-Mainplan.de

Viele Grüße aus der Nordheide

Karsten Niemann
Heide-Biker
Benutzeravatar
Helmut
Admin
Beiträge: 12394
Registriert: 03.04.2006, 22:15
Wohnort: Hamburg-Tonndorf
Kontaktdaten:

Skoda-Velothon Berlin - Wie erstellt man eine Diaschau?

Beitragvon Helmut » 06.07.2008, 23:53

Heide-Biker hat geschrieben:...wie machst Du das? Ich hab nur Bilder vor dem Start und nach der Zieleinfahrt geschossen. Ich bin im Startblock A gestartet und das war richtig voll und schnell. In den Kurven war das so eng, dass man ganz bestimmt nicht fotografieren konnte. Auch die Bilder kurz vor dem Ziel zeigen eine ganz anderes Bild als ich es gesehen habe. Es wurde Lenker an Lenker gefahren. Du hattest ja richtig Platz.

Aber trotzdem so viele schöne Bilder zu machen ist schon gekonnt! Respekt.
Danke für die Blumen. Das geht ganz einfach. Ich fahre nicht so schnell und ambitioniert wie die anderen. Mir sind die Bilder wichtiger als mein Durchschnittstempo.

Nach den hier bereits erschienen 20 Berichten gibt es nun auch einen von mit über das Skoda Velothon Berlin. Der steht hier: http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ve ... erlin.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
ramona73
Hobby-Schreiber
Beiträge: 15
Registriert: 08.07.2008, 15:36
Wohnort: Hamburg

Skoda-Velothon-Berlin

Beitragvon ramona73 » 08.07.2008, 22:32

Auch wenn das Rennen nun schon fast 2 Monate her ist, geb ich dann auch noch mal meine Renngeschichte zum Besten - ich sollte eher sagen: Sturzgeschichte... Denn ich habe mich sage und schreibe 2x lang gemacht bei dem Rennen. Glücklicherweise hatte ich einen riesen Schutzengel bei mir, denn ich habe mir trotz der beiden Stürze nur diverse Schürfwunden am rechten Arm, rechten Knie und an der Hand (da keine Handschuhe getragen) sowie Prellungen am rechten Oberschenkel zugezogen.

Aber mal ganz von vorn: voller Tatendrang und Vorfreude ging's mit dem Axa-Team aus Hamburg an den Start - 105km standen nach der tollen Trainingswoche auf Mallorca auf dem Programm.

Auch wenn die ersten Kilometer mit den diversen Kurven und dem schlechten Straßenbelag ein wenig nervten, machte es dennoch Spaß im "Axa-Zug" mit 34er-Schnitt durch Berlin zu düsen. Tja, bis dann die Kurve bei ca km 27 kam - da fuhr ich schon ganz außen links, nur leider schoss plötzlich kurz hinter der Kurve ein Teilnehmer von rechts nach links und legte sich direkt vor mir auf die Seite. Tja, da konnte ich dann keinen Sturz mehr verhindern. Ich sah ihn vor mir stürzen, das Bike lag direkt quer vor mir und ich konnte nur noch direkt in das quergelegte Bike fahren. Hinter mir fuhr dann noch einer in mich rein. Der Rest des Axa-Zuges konnte zum Glück noch rechtzeitig ausweichen. Nachdem wir den ersten Schock über den Sturz überwunden haben, ich die ersten Wunden begutachtet habe, meinen sturzbedingten Krampf in der rechten Wade überstanden habe, wollte ich nicht schon bei km 27 aussteigen. Also haben wir (meine Axa-Jungs haben freundlicherweise gewartet) kurz das mein Bike gecheckt - keine Acht in den Laufrädern-> ich war begeistert!

Es wurde der Lenker schnell noch festgezogen und weiter ging's mit dem Axa-Team....bis km 50. Da erwischte es mich ein 2.Mal! Dieses Mal war ich zum Glück allein auf weiter Flur als ich stürzte, so dass keiner vom Feld beeinträchtigt wurde. Tja, nur 2 Rentner, die direkt am Bordstein standen, hatten leider Pech... sie waren mein Glück, denn ohne sie wäre ich wohl gegen eine Ampel geknallt. Wie es zu dem Sturz kam? Die Feststellschraube (oder wie auch immer die heißt) hat sich offenbar beim 1. Sturz etwas gelöst und auf der Weiterfahrt immer weiter. Bei km 50 machte der Lenker dann ne Biegung nach rechts und der Rest wollte geradeaus. Das ging alles so schnell - ich konnte nicht mehr groß reagieren, steuerte auf den Bordstein zu, an dem das Rentnerpaar stand (er war auch noch blind) und habe es im Flug leider mit meinem Arm umgehauen und kam dann nur wenige Zentimeter neben einer Ampel auf dem Bürgersteig zum Stehen / Liegen. Puh, das war dann ein richtiger Schock, der Sturz war wesentlich heftiger als der 1. und auch hier habe ich mir nur noch weitere Schürfwunden an der Hand und Arm und Knie zugezogen, die wie hulle bluteten. Das Rennen war dann tatsächlich zu Ende für mich. Naja, immerhin hab ich die Hälfte geschafft. Den Helm konnte ich nach dem 2.Sturz dann auch entsorgen - der war leider eingerissen an der Seite... Gut das ich den hatte - wer weiß, was alles hätte passieren können.

Aber wie sagte mein Chirurg in HH: "Na, wenigstens haben Sie keine Gesichtsbremse gemacht"... Man muss doch immer das Positive sehen!

Die Zuschauer waren aber super hilfsbereit. Haben sofort nen Saniwagen gerufen, Wasser besorgt und mich auf eine Bank verfrachtet sowie auf mein Rad aufgepasst, während ich im Sani-Wagen verarztet wurde. Denn es gab bereits nach dem Sturz eine Anfrage, mir mein Rad abzukaufen... (Der Sturz passierte in Höhe eines Flohmarktes) Das fand ich schon krass. Die Reparatur des Rades hat glücklicherweise auch nur 88 EUR gekostet - es war also eine gute Entscheidung, mein Bike wieder mit nach HH zu nehmen.

Die Rückfahrt zum Ziel mit der Bahn war etwas deprimierend - ich schob humpelnd und mit fiesen Schmerzen mit meinem kaputten Rad durch die Stadt, bekam in der Bahn diverse mitleidsvolle Blicke und dann durfte ich auch noch 3km zu Fuß am Tiergarten entlang zum Brandenburger Tor und war ganz neidisch auf alle, die da an mir in Richtung Ziel fuhren...

Die Verletzungen sind nun auskuriert, habe nur noch die Narben am Knie als Erinnerung an die beiden Stürze und ich denke, ich werde auch nächstes Jahr wieder in Berlin an den Start gehen. Denn ich muss ja zumindest 1x ankommen!

Aber vorher stehen die Cyclassics auf dem Programm, die ich hoffentlich ohne Sturz überstehen werde...

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste