13. Sparkassen Münsterland Giro 2018, Münster 03.10.18 (Bericht und Fotos)

striker523
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13. Sparkassen Münsterland Giro 2018, Münster 03.10.18 (Bericht und Fotos)

Beitragvon striker523 » 04.10.2018, 14:22

Hallo,
Am 3.10.18 starteten um 9.25 Uhr bei moderaten 10 Grad, aber böigem Westwind knapp 1.100 Jedermänner über die 125 km Distanz durch das Münsterland.
Auf den letzten 50 km erlebten die Fahrer dann den Rückenwind, so dass die erste Gruppe schon nach unter 3 Stunden mit einem Schnitt
von 42 km/h die Ziellinie am Schlossplatz in Münster überquerte (s. Foto).

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Weitere Berichte und neue Fotos von den Jedermann-Rennen über 125 km und dem Profirennen aus Münster siehe unter

http://www.windsurf-schmidt.de/muenster ... 18-125.htm

Diese und weitere Fotos des 125 km - Rennen entstanden auf der Ziellinie zwischen 12.20 und 12.55 Uhr

striker523
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Re: 13. Sparkassen Münsterland Giro 2018, Münster 03.10.18 (Bericht und Fotos)

Beitragvon Besenwagenflüchtling » 04.10.2018, 22:24

Moin

nur eines vorweg es war ein mega event.

Da meine Tochter und Ihr Freund auf dem Stand von Champion Systems und BKOOL beim Münsterland Giro gearbeitet haben, habe ich mich kurz entschlossen dort an den Start zu gehenn.

Am Dienstag ging es um 13 Uhr Richtung Münster, ich dachte mir dann haste noch genug Zeit zum Quatschen mit meiner Tochter Sophia und Ihrem Freund Andre. Leider war die Autobahn voll mit Baustellen und Staus :sad: um 17:30 Uhr kam ich endlich in Münster an. Jetzt nur noch schnell die Starunterlagen abholen, nur schnell hahahah ab Münster habe ich 1 ¾ Stunden bis zur Startunterlagenausgabe gebraucht, normal dauert es 15 Minuten bis dahin.

Die Startunterlagenausgabe hat aber keine 5 Minuten gedauert, alles war dort perfekt organisiert. :Respekt: .

Nun aber ab zum Hotel, und wieder ne knappe Stunde unterwegs, Münster war proppenvoll.

Ich war nun gänzlich total genervt :mad:

Am Hotel erst einmal eingecheckt und dann ab an die Bar :D Frust runterspülen.
Da die Stände von Herwig bereits aufgebaut waren bin ich im Hotel geblieben und habe in Ruhe mein Auto entladen.
Astra.jpg
Astra.jpg (361.59 KiB) 323 mal betrachtet
Am Abend beim Italiener (mit Herwig und allen seinen Helfern) hat sich Agnes ( vom BKOOL Stand) entschieden das sie doch mit auf die 65 KM Runde gehen möchte, wir entschieden uns zusammen zu starten und anzukommen.

Zur Info: Herwig, ist unser Ansprechpartner für unsere HFS Trikots von Champion Systems der u.a. auch noch BKOOL und Gazprom vertritt.

Am Morgen haben wir uns um 6:30 Uhr getroffen um noch schnell Ihre Unterlagen zu holen. Auch am Morgen ging es Startunterlagenausgabe sehr sehr schnell, so waren wir viel zu früh am Start und mussten noch eine Stunde warten.
Der Morgen war sau kalt und ich Trottel habe meine Handschuhe vergessen, das dachte ich zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Lach

Sehr pünktlich wurden wir aus Block B auf die Reise geschickt, der Start verlief ohne Hektik. Im guten Tempo ging es raus aus der Stadt.
Nach 20 KM kam der erste Highlight für mich, es ging 300 Meter mit 15% bergauf.
Ich war sehr überrascht, dass ich dort ohne Probleme raufgekommen bin und was mich noch mehr überrascht hat, ich hatte noch 2 Rettungsringe freu.
Auch bergab ging es besser als sonst, nun ging es langsam weiter da ich auf Agnes gewartet habe. Als sie wieder aufgeschlossen hatte ging es erst mal alleine im Wind weiter.

Immer wieder fanden sich schöne Gruppen die ruhig und mit guter Geschwindigkeit fuhren. Zeitweise hatten wir sogar einen 32er Schnitt. So ab KM 45 schwanden bei Agnes langsam die Kräfte und wir haben rausgenommen.
Ich gab Ihr ein Gel und weiter ging es mit der nächsten Gruppe.
Nach dem nächsten Anstieg hieß es noch einmal warten damit Agnes aufschließen konnte.
Die letzten 10 KM sind wird dann zu zweit Richtung Ziel gerollt.
Wir sind gemeinsam gestartet und sind gleichzeitig über die Ziellinie gefahren so wie es besprochen war.


Anschließend ging es kurz zu den Ständen von Herwig um Hallo zu sagen.
Zurück am Hotel erst mal Duschen und Frühstücken.
Als ich mein Trikot auszog sind mir meine Handschuhe vor die Füße gefallen, geil Bendixen grrrr da biste die ganze Zeit mit Deinen Handschuhen unter dem Trikot gefahren.

Wie verabredet waren wir gegen 12 Uhr zurück an den Messeständen.
Auf der Messe traf ich noch Foris Olaf und VeloC und wir haben noch ein wenig geschnackt.

Ein langer schöner Tag ging um 23 Uhr in Hamburg zu Ende.

In 2:14 Stunden mit einem 29,2 Schnitt waren wir sehr zufrieden, Agnes hat das Rennen übrigens auf einen (für sie) etwas zu großem Gravelbike gerockt.
@Agnes: Nächstes mal mit Deinem eigenen Rennrad und dann wie bereits besprochen unter 2 Stunden.
Ich war leider offiziell nicht dabei ☹ mein Transponder funktionierte trotz Test nicht, egal.


Fazit: Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen, so dass ich nächstes Jahr dort wieder an den Start gehen werde. Die Messe war der absolute Hammer.
Wir haben kein Blaulicht gehört, keinen verunfallten an der Strecke gesehen, auf Gefahrenstellen wurde rechtzeitig super hingewiesen. Daumen Hoch.


Gruß der Besenwagenflüchtling
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Re: 13. Sparkassen Münsterland Giro 2018, Münster 03.10.18 (Bericht und Fotos)

Beitragvon VeloC » 06.10.2018, 21:22

Bei Olaf und mir schienen die Voraussetzungen für ein gelungenes Rennen optimal zu sein: Wir hatten gerade eine schöne Urlaubswoche im Schwarzwald hinter uns und waren rundum erholt und fit. Die Mittelstrecke über 95 km sollte von daher kein Problem darstellen. Am frühen Dienstagnachmittag reisten wir über die staufreie Autobahn an, checkten im Hotel ein und holten unsere Startunterlagen ab. Anschließend warfen wir noch einen Blick auf den Schlossplatz, wo ganze Horden freiwilliger Helfer gerade mit dem Aufbau der Eventfläche beschäftigt waren.

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Nach einem üppigen Abendessen bei Pinkus Müller und je zwei großen Gläsern Pinkus Spezial bummelten wir an den fleißigen Aufbauhelfern vorbei zum Hotel zurück und gingen pünktlich zu Bett.

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Auch morgens lief alles perfekt ab: Frühstück, auschecken, Räder zusammenbauen, ab zum Start, wo wir nicht mehr allzu lange warten mussten. Wir hatten uns vorgenommen, die Strecke einfach zu genießen, ohne allzu großen Ehrgeiz. Als sich unser Block in Bewegung setzte, stellten wir erfreut fest, dass wir damit nicht allein waren. Eine sehr große Gruppe schien das Ganze ebenfalls als flotte RTF fahren zu wollen. Das Tempo war nicht zu langsam, nicht zu schnell, keiner machte Hektik, wir rollten einfach entspannt im Pulk dahin.

Doch dann, so bei Kilometer 7, knackte es plötzlich in meiner linken Hüfte – warum und woher auch immer. Ab dem Moment fühlte es sich bei jedem Tritt links an, als würde mir jemand ein Messer ins Hüftgelenk rammen. Das war es dann mit dem schönen Rennen. Ich versuchte erst noch, möglichst alles mit rechts zu machen, stellte aber schnell fest, dass das nicht klappte. Der gemütliche Pulk fuhr jetzt ein für mich unhaltbares Tempo und verschwand in der Ferne. Aussteigen? Ja – nein – ja – nein… Nach den knackigen Anstiegen, die ich irgendwie überlebt habe, schien mir ein Ausstieg keine Option mehr, jetzt nur noch irgendwie ins Ziel wurschteln. Olaf blieb lange treu an meiner Seite, bis ich ihn dann irgendwann voraus schickte. Nach 3:15 h trudelte ich dann tatsächlich im Ziel ein, ohne vom Besenwagen eingesammelt worden zu sein. Der Rest des Tages sollte gefälligst besser werden!

Wir packten die Räder ins Auto, ich schluckte zwei fette Ibuprofen und nach einer Weile ließen die Schmerzen endlich nach. Wir sahen uns die Fette-Reifen-Rennen der Kinder an und waren baff über die riesigen Teilnehmerzahlen in beiden Startfeldern. Da hatte unsere Tochter bei ihrem triumphalen dritten Platz vor Jahren noch deutlich weniger Konkurrenz gehabt!

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Anschließend fuhren die ganz Kleinen ihren Girolino mit Laufrädern aus. Auch hier alle mit voller Hingabe dabei, und die Zuschauer feuerten sie begeistert an.

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Am Stand von Champion Systems trafen wir auf Stephan, der extra fürs Foto mit dem neuen HFS-Einteiler posierte.

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Nach einem ausgedehnten Messebummel wurde es Zeit, sich fotogünstig am Streckenrand aufzustellen, denn das Profifeld näherte sich Münster. Wir wählten die Kurve hinter der Zieldurchfahrt. Als erstes flog ein Holländer an uns vorbei: Elmar Reinders vom Team Roompot – Nederlandse Loterij war kurz zuvor ausgerissen und hatte bereits einen deutlichen Vorsprung herausgefahren. Ob er den auf dem Altstadtkurs halten könnte?

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Zunächst sah es hoffnungsvoll aus, und er konnte sogar noch weitere Sekunden herausschlagen. "Elmar gegen den Rest der Welt!" rief der Moderator und das Publikum jubelte ihm lautstark zu. Doch dann zog das Verfolgerfeld das Tempo an und sammelte den tapferen Einzelkämpfer schließlich wieder ein.

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Jetzt wurde es richtig spannend, wer würde das Rennen machen? An der Spitze versammelte sich die gesamte Sprinterprominenz, doch dann: "Maximilian Walscheid macht das Rennen!", vor John Degenkolb und Nils Politt. Andre Greipel auf Platz 4 und Pascal Ackermann auf 5, diese vier hatte man ja auf der Rechnung gehabt. Aber der Sieger war eine echte Überraschung und seine Freude war riesig. Direkt vor unserer Nase kam er zum Stehen und wurde unter seinen begeisterten Teamkollegen und den Pressefotografen fast begraben. Was für eine Stimmung!

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Zum Abschluss guckten wir noch ein bisschen beim Radball zu und machten uns dann auf den Heimweg.

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Fazit: Es war ein ziemliches Wechselbad, ein schöner Vortag in Münster, dann ein echtes Horrorrennen, gefolgt von einem wieder schönen Resttag. Nächstes Jahr sind wir wieder am Start, und dann halten die alten Knochen hoffentlich besser durch!
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