Dresden Velorace 2017 (Bericht und Bilder)

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Huskyfreund
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Dresden Velorace 2017 (Bericht und Bilder)

Beitragvon Huskyfreund » 21.08.2017, 00:10

Hier nun mein erster Bericht :wink:

Ich hatte mich mit 2 Freunden beim Dresdner Velorace 2017 angemeldet. Ich fuhr mit Matthias die 63 Km Runde, die ich im letzten Jahr mit überragendem Schnitt (40,6Km/H) gefahren war.
Hendrik hatte sich für den Rundkurs über 105 Km angemeldet. : Kreisel :
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Da ich leider die letzten 14 Wochen nicht trainieren durfte :Heul:, fuhr ich mit gemischten Gefühlen am Samstag mit meiner Frau und meinem Maskottchen Aaron (Golden Retriever) nach Dresden. 3 Tage vorher hatte sich auch noch meine Hinterrad Felge verabschiedet :Aetsch: . Mir ist mein anderes Rad auf die Felge gefallen. Ersatz war jedoch schnell gefunden. Nochmals DANKE an Matthias und Norbert. :GrosseZustimmung:
Dort angekommen bezogen wir erstmal unsere Ferienwohnung, die wieder sehr gepflegt und sauber war. Es gab nicht nur Leckerlies für die Menschen, auch für den Hund, der sich auch gleich darüber hermachte.

Am Samstag gegen 16 Uhr trafen wir uns mit Hendrik und Matthias bei der Akkreditierung, die wir nach Suchen und fragen schließlich auch gefunden hatten. Sie war direkt im Verkehrsmuseum, leider war von außen kein Schild dran, dies wurde am Sonntag gleich geändert.
Bei der Anmeldung gab es ein kleines Problem, bei meinen Unterlagen, die ich per Mail erhielt, war ich mit der Nummer 10002 geführt. Bei der Akkreditierung fand keiner meine Startunterlagen unter dieser Nummer. Schnell war der Fehler gefunden. Ich wurde dort unter der 10010 geführt.
Nach der Anmeldung schlenderten wir noch über den Neumarkt Platz bei der Frauenkirche, wo der Start dieses Jahr am Sonntag erfolgen sollte. Dort waren wie üblich die Messe mit ihren Ständen aufgebaut.
Als der Hunger rief, ging es ins Alex appetithaben . Dort stärkten wir uns für den nächsten Tag.
Wir gingen danach noch ans Elbufer, da auf der anderen Seite, wie traditionell, Roland Kaiser eine Open Air Konzert direkt an der Elbe gab. Wie wir erfuhren, hat dieses Konzert jahrelange Tradition an mehreren Abende im Sommer und das Wetter war sehr schön an diesem Abend.

Nun aber ab in die Ferienwohnung und ab ins Bett morgen ist ein harter Tag :schlafen: .
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Um 6.15 Uhr ging der Wecker, es war leicht bewölkt, aber trocken und warm.
Noch schnell eine kleine Runde mit dem Hund und losging es mit der Tram zum Start. Gegen 7.50 Uhr erreichten wir den Startbereich am Neumarkt und ich stellte mein Rad gleich in den A-Block. Dann kamen auch schon Hendrik und Matthias, der sich in den B-Block gesellte. Hendrik hatte noch Zeit. Sein Start war erst um 10.40 Uhr. Da auch wir noch Zeit bis zum Start hatten, der erfolgte um 8.40 Uhr, holten wir uns noch etwas zu essen.
Pünktlich wurde das Rennen freigegeben und wir folgten erst einem Motorrad, bis der fliegende Start am Ufer der Elbe erfolgte. Es ging auch gleich los. Wie die Feuerwehr rasten alle los. Schnell merkte ich, dass ich 14 Wochen nicht trainiert hatte und versuchte mein Tempo zu finden. Ich erkannte Olaf Ludwig und ging an sein Hinterrad. Die Gruppe harmonierte sehr gut und ich fuhr mit dieser 2 Runden mit. Auf der 3. und letzten Runde machten sich so langsam meine Oberschenkel bemerkbar. Ich ließ abreißen und dachte an aufgeben. Meine Zeit vom letzten Jahr war schon durch und ich war ziemlich geschafft. Ich entschloss mich jedoch, als eine Gruppe an mir vorbeifuhr mich dort reinzuhängen und mit dieser die Letzten ca. 10 Km ins Ziel zu fahren. Jedoch als es ein letztes Mal über die Waldschlösschenbrücke ging und ich aus dem Sattel wollte, schoss die Milchsäure in meine Oberschenkel und ich musste erneut abreißen lassen, bevor ich mit Krämpfen nicht hätte weiter fahren können. Dann noch hinein in den Tunnel und den kurzen Anstieg nehmen, Wende und wieder über die Brücke. Immer schön aufpassen, dass der Muskel nicht zu macht.
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Ich merkte, dass ich mich wieder etwas bei der Abfahrt erholt hatte, sodass ich mich entschloss, wieder auf die Gruppe auf zufahren. Dies gelang mir und ich fuhr mit dieser Gruppe bis ca. 1 Km vor dem Ziel mit. Dort erfolgte ein Antritt, dem ich nicht mehr folgen konnte und wollte. Mit letzten Kräften und total erschöpft kam ich im Ziel an. Dort wurde Ich von meiner Frau und meinem Hund Aaron in Empfang genommen.
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Hendrik war auch noch da. Ihn begleiteten wir zum Start, der auch pünktlich erfolgte. Kurz vor dem Start der 105 Km kam auch Matthias dazu und war zwar sehr kaputt, aber überglücklich, hatte er doch nach Jahren wieder den 30er Schnitt geknackt :Respekt: . Nochmal großes Lob an ihn.

Wir, also meine Frau, Mathitas, Aaron und ich begaben uns zum Elbufer, von dort feuerten wir die Starter der 105 Km Renndistanz an und natürliche besonders unseren Hendrik, der seine Sache auf den ersten beiden Runden sehr gut. Wir befürchteten schon, er würde einbrechen, da er ein Tempo vorlegte, was er noch nie erreicht hatte (40 Km/H). Doch er konnte das Tempo fast halten, sodass er in 2:47 Min im Ziel war. Er hatte seine Bestzeit aus dem Vorjahr nochmals um fast 10 Min drücken können. :Respekt: Pokalhoch Wahnsinn, was könnte der Kerl erreichen, wenn er beruflich nicht so eingespannt wäre?!
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Nachdem wir nun alle im Ziel waren, holten wir erstmal unser alkoholfreies ab und begossen unser Rennen prrosit . Danach noch auf ins Alex essen und gegen 18.30 Uhr mussten die Beiden dann auch gen Heimat, da Hendrik wieder um 6 Uhr arbeiten musste.
Meine Frau, Aaron und ich fuhren nach einer dusche, nochmals mit der Tram in die Stadt, wo wir den Abend bei Italiener an der Frauenkirche ausklingen ließen.
Am Montag ging es dann auch für uns nach Hause.
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Es war wieder eine sehr schöne Veranstaltung :GrosseZustimmung: . Der Rundkurs über 21 Km, der in 4 verschiedenen Rennen gefahren wird (21,42,63 und 105Km) ist ein flacher und schneller Kurs, der außer die Schienen keine besonderen Gefahren in sich birgt. Auch das Rahmenprogramm ist gut, von dem ich jedoch meist wenig in Anspruch nehme. Uns gefällt die Stadt sehr gut, da die Wege kurz sind und alles mit Bus und Tram sehr gut zu erreichen ist.
Leider gab es auf der 42 und 105 Km Strecke 2 Unfälle bei Schienenkreuzung, da man die Schienen falsch angefahren hatte.
Und auch trotz Absperrung und Polizei an jeder Ecke und Kreuzung, so wie vorweg fahrende Motorräder kam es leider zu einem schweren Unfall, da ein älterer Herr trotz Warnung die Rennstrecke betrat :meckern: , als ein Teilnehmer ihn frontal erwischt. Ich wünsche allen Teilnehmern auf diesem Wege gute Besserung!
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Ich bitte meine Fehler zu übersehen und hoffe, der Bericht ist nicht zu lang :lies: .
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Euer Huskyfreund
Dirk
Zuletzt geändert von Huskyfreund am 23.08.2017, 20:22, insgesamt 2-mal geändert.
NobbiD
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Re: Dresden Velorace 2017 (Bericht)

Beitragvon NobbiD » 21.08.2017, 10:13

Moin Dirk
sehr schöner Bericht , schön das ich Dir Helfen konnte.

Nobbi
Knud
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Re: Dresden Velorace 2017 (Bericht)

Beitragvon Knud » 21.08.2017, 21:44

Spannender Bericht. Und er zeigt mal wieder, dass es lohne kann über den Tellerrand zu schauen.
Dazu muss man noch nicht mal außer Sichtweite der Elbe...

Knud
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Huskyfreund
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Re: Dresden Velorace 2017 (Bericht)

Beitragvon Huskyfreund » 21.08.2017, 22:45

:D Danke
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UweK
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Re: Dresden Velorace 2017 (Bericht und Bilder)

Beitragvon UweK » 23.08.2017, 21:19

Dresden ist immer eine Reise wert.

Sehr schöner Bericht - Danke dafür.
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