Roll & Skate Ostseebad Damp 2011 (Bericht+Bilder)

auch Rollschuh und Skateboard
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Ulrike
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Roll & Skate Ostseebad Damp 2011 (Bericht+Bilder)

Beitragvon Ulrike » 30.05.2011, 22:57

<b>Roll & Skate Ostseebad Damp 2011
Erfolgreicher Probelauf für den Megathlon</b>


Am 15.05. war es soweit. Start für den Inline-Halbmarathon des Wochenendes Roll & Skate. Wegen des immer näher rückenden Bodensee-Megathlons mussten Konkursus und ich unbedingt Erfahrungen beim Inlinern unter Wettkampf-Bedingungen sammeln. Da am nächsten Tag der Marathon der European Masters anstand, waren wir auf eine professionell ausgerichtete Veranstaltung eingestellt, die für uns anfangs leider unter einem schlechten Stern stand.

Die als Vorbereitung eingeplante erste Bremer Skate Night Anfang Mai fand wegen Autobahnvollsperrung durch Doppelunfall ohne uns statt. Eine Teilnahme an der Montagsrunde der Hollenstedter Inliner-Initiative scheiterte an unseren mangelhaften Bremskünsten und zu allem Überfluss war für den "Race-Day" Regenwetter angesagt. Was nun? Was tun? Einerseits heißt es, Inlinern bei Regen geht nicht, andererseits finden die Großveranstaltungen auch bei nassem Wetter statt.

Also baute ich erst einmal die wasserfesten Lager ein und wir machten uns bei strömendem Regen auf den Weg an die Ostsee, wo wir versuchten, anhand des Plans aus dem Internet die Strecke abzufahren. Oh, oh, oh! Die war - wie Schleswig-Holstein halt so ist - ganz schön wellig, was schon auf dem Rad anstrengend werden kann. Aber nun das ganze ohne richtige Bremse und Gangschaltung??? Was soll das werden? Und das alles bei einem Zielschluss nach 1:15 Std. :Unentschlossen:

Aber wenigstens das Wetter hatte ein Einsehen. Die schwarze Wolkenfront verzog sich über das Meer, die Sonne kam hervor und trocknete den Asphalt. Der Nachteil: Wir hatten leider keine Ausrede mehr für einen Abbruch und die Nervösität stieg sekündlich, besonders beim Anblick der vielen Speed-Skater, die sich nach und nach auf der Strandpromenade warmfuhren. Ein Wettkampf mit internationaler Beteiligung ist doch etwas anderes als regenerativer Ausgleichssport.

Eine mitfühlende Teilnehmerin in der Umkleide beruhigte mich. Die Strecke ist gut für Anfänger, Bremsen braucht man nicht, ganz anders als im gemeingefährlichen Berlin. Was für eine Erleichterung!

Der Start fand auf einer Landstraße außerhalb des Ortes statt und nur kurz nach dem Startschuss war der größte Teil des Feldes auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Mit uns zurück blieben nur die Alten und Schwachen, d. h. Teilnehmer der Jahrgänge MW 60/70 und vereinzelte Anfänger der so gen. Fitness-Klasse, wie wir.

Da die Straßen voll gesperrt und bis auf wenige Stellen in einem sehr guten Zustand waren, konnten wir uns ungehindert mit der Erzeugung von Vortrieb beschäftigen, was angesichts des starken Windes teilweise sehr anstrengend war. Besonders tückisch war ein Anstieg bei einer Straßenbrücke, wo uns die frontalen Windböen fast in den ungewollten Rückwärtsgang zwingen wollten. Dank des anfeuernden "Zieh, zieh" der Streckenposten konnte das gerade noch verhindert werden.

Da die Strecke ein Rundkurs war, kam der Wind zum Ausgleich auch mal von hinten und sorgte für entspanntes schnelles Gleiten an endlosen blühenden Rapsfeldern vorbei. Einfach herrlich, wo Inliner im Straßenverkehr sonst grds. zu den Fußgängern gehören und eigentlich nicht einmal Radwege benutzen dürfen. Allein schon dafür hatte sich die Teilnahme gelohnt. Aber am schönsten war der Augenblick, als wir - sturzfrei - einige Minuten vor Zielschluss durch die Zeitmessung Richtung Verpflegungsstand rollten. banana Das Unglaubliche war geschafft. Radolfzell kann kommen.

Am nächsten Tag gab's gratis dazu einen ausgewachsenen Muskelkater im Hintern, der beim Radeln offenbar nicht richtig gefordert wird. Wer muskuläre Dysbalancen ausgleichen will oder schlicht und einfach nur Ambitionen auf den vielgerühmten "Knackarsch" hat, sollte ab und zu mal die 2 Räder gegen 8 Rollen tauschen.

Die Siegerzeit bei den Männern war übrigens 36:45,98 (=34,29 km/h), bei den Frauen 39:16,23 (=32,14 km/h). Schneller als so mancher Radler. :Respekt:

Bildergalerien von dieser schönen Veranstaltung gibt es unter http://www.roll-and-skate.de/galerie/ro ... -2011.html.

Ulrike :wink:
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tommy98x
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Beitragvon tommy98x » 01.06.2011, 15:26

Hallo Ulrike,

schöner Bericht von einem schönen Rennen.

Ich finde es immer gut, wenn Leute mal über den Tellerrand schauen und andere Sportarten ausprobieren. Dann relativieren sich auch viele Vorurteile und der Respekt voreinander wächst.

Viel Spass und viel Erfolg beim Megathlon!
Tommy

PS: Beim Berlin Inline Marathon liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit der Spitzenskater übrigens bei knapp 42 km/h! Und so schnell sind nur noch gaaanz weniger Radler unterwegs :cool:

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