Leistungsdiagnostik

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Huskyfreund
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Leistungsdiagnostik

Beitragvon Huskyfreund » 29.09.2016, 21:17

Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob ich eine professionele Leistungsdiagnostik bei mir durchführen lassen sollte.

Hat jemand von Euch schon einmal solch eine Diagnostik gemacht? Welche Erfahrung habt ihr gemacht und gibt es in und um Hamburg ein Empfehlung?

Ich hatte gelesen, dass Helmut im Februar Werbung für Armin Raible machte. War schon jemand von Euch dort gewesen?

Fragen über Fragen, ich bitte um Antwort!
Dirk
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Knud » 29.09.2016, 22:21

Ich habe das von Thali organisierte Angebot über den RV Altona mal genutzt. Das war zum einen interessant, zum anderen habe ich da schon einiges über mich gelernt. Im Grunde habe ich das aber halbherzig betrieben, weil eine Leistungsdiagnostik immer nur eine Momentaufnahme ist.
Ich konnte mich nicht dazu überwinden das in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, schließlich ist es auch nicht ganz billig.
Was im letzten Jahr sehr geholfen hat, ich hatte einen gemessenen Zusammenhang zwischen Puls und Trainingszonen.
Knud
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Ötzy » 29.09.2016, 23:17

Habe jetzt 3 hinter mir. Das erste Mal aus Neugier (über den RV Altona) , Nr. 2+3 (Radlabor) mit Trainingsplan.
Man kann da ruhig mal rein schnuppern. Für eine grobe Richtungsvorgabe würde ich das in Hamburg wohl bei Heiko mit einem Laktatstufentest machen lassen.
Ich probiere im Dezember mal das volle Programm bei STAPS in Hamburg aus. Die beleuchten das Thema noch ein wenig anders und umfassender, worauf ich gespannt bin.

Edit: Was die unterschiedlichen Preise angeht: die liegen alle im normalen Rahmen was Zeit/Manpower/Wirtschaftlichkeit angeht.
Die einen geben im Monat 160 Taler für Tabakwaren aus, oder eben andere "Genussmittel".
Da lächle ich dann und kann mir so jede sportlich motivierte Aktion gönnen ;o)
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon stolk » 30.09.2016, 10:32

Ganz ehrlich? Spar dir das Geld!

Die Leistungsdiagnostik gehört zur Trainingskontrolle - und sollte alle 1-2 Monate wiederholt werden um Trainingsfortschritte zu dokumentieren um das weitere Training zu koordinieren.
Trainierst du nach Plan? Nein? Dann lass es!

Es ist wie auf die Uhr schauen: Jetzt ist es 10:31 Uhr. Punkt. Mehr Aussagekraft hat der Test nicht.
Was im letzten Jahr sehr geholfen hat, ich hatte einen gemessenen Zusammenhang zwischen Puls und Trainingszonen.
Sicherlich wird der Ruhepuls geringfügig niedriger - einen Zusammenhang zwischen Puls und Trainingszonen widerpricht allerdings aktuellen Trainingslehren.
Der Puls bietet nur geringfügige Anhaltspunkte zu Kondition und Leistung.
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 30.09.2016, 10:58

stolk hat geschrieben:...
Trainierst du nach Plan? ...
Genau das ist die einzige wichtige Frage, nur dann macht es Sinn.
Exakter lässt es sich mit Leistungsmesser trainieren, aber auch nach Pulswerten kann man gut auf den Punkt kommen - aber man muss eben recht diszipliniert die richtigen Trainingsreize zur richtigen Zeit setzen.
Heiko Lehmann (hier im Forum"Pirat Heiko") kann ich empfehlen. Da er selbst viele Sachen macht/gemacht hat (Triathlon, Transalp, Cross, ...) weiß er auch aus eigener Erfahrung um das richtige Training und gibt nicht ausschließlich Lehrbuchempfehlungen weiter.
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon UweK » 01.10.2016, 00:45

Dirk, ich kann mich der Meinung von Stolk (mir persönlich bekannt) nur anschließen.
Eine Leistungsdiagnostik macht nur Sinn mit einem darauf angepassten (meist hartem) Trainingsprogramm (welches man auch wirklich durchführen muss) und ständiger Kontrolle.

Sicher ist auch die Aussage von Knud von Ötzy richtig, dass man etwas dabei über den Körper lernen kann, aber man sollte eine solche regelmäßig wiederholen, um eine genauere Aussage über den Trainingsstand bzw. deren Optimierung zu erhalten.

Ötzy hatte das aber auch (2. und 3. Mal) im Rahmen der Trainingsverbesserung, als er im Jedermann-Team von Alpezin war. Neben der Diagnostik hatte er auch da einen Trainingsplan.

Ich persönlich halte überhaupt nichts von solchen Tests am Ende der Radsaison (Asche über mein Haupt, wenn der Winter deine Trainingszeit ist). Mache das lieber am Anfang, und dann nach 1-3 Monaten nochmals (idealerweise regelmäßig). Daher war der Hinweis von Helmut im Februar ganz richtig von der üblichen Trainingszeit für Straßenradsportler.
1. Vorsitzender HFS - Helmuts-Fahrrad-Seiten e.V.
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Ötzy » 01.10.2016, 10:39

http://m.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/a-903773.html

Wer wann, wie und warum sein Training plant und ggf. auch startet, darf das zum Glück selber entscheiden.
Sein Hobby muss man nicht glorifizieren, aber die Motivation zur Bewegung ist ja oftmals unterschiedlich gelagert. Oder ?
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Huskyfreund » 03.10.2016, 22:24

Danke für die vielen Meinungen :GrosseZustimmung:
Ich sehe, es ist wie bei allem ein für und wider.

Ich trainiere auch im Winter draußen, auf der Rolle oder dem Spinningrad. Ich habe jedoch das Gefühl, dass ich mehr leisten kann, weiß aber nicht, wie ich es z.B.schaffe eine hohe Wattleistung über einen längeren Zeitraum zu treten. Ich benötige noch bessere Hinweise für ein effektiveres Training auf dem Rad sowie im Kraftraum :Weissnicht:
Die Trainer im Fitnessstudio können mir da auch nicht helfen. Die wissen wie man Kraft trainiert, jedoch von Kraftausdauer haben die leider nicht so die Ahnung und der Beste ist leider vor 6 Monaten gegangen :Heul:
Ein Traingsplan wäre da glaube ich nicht so schlecht. Danach trainiere ich jetzt auch schon, jedoch nur Kraft. Radtraining absolviere ich bislang ohne richtigen Plan.

Ich werd mir das ganze wohl nochmal überlegen müssen :Unentschlossen:
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Tourini » 04.10.2016, 10:05

Ich finde Leistungsdiagnostik fängt am eigenen Rad an.

Mit einem Leistungsmesser am Rad (ab 600 Euro für eine Kurbel - das reicht für den Anfang) ist die größte finanzielle Hürde genommen und die Voraussetzung für alle modernen Trainingslehren geschaffen.

Dazu noch für den Autodidakten die „Wattmessbibel“ Wattmessung von Allen und Coggan und der Spaß kann beginnen.
Die Formbestimmung kann dann jederzeit auf dem eigenen Rad ins normale Training eingebaut werden.

Die Watt-Daten ergeben im Laufe der Zeit einen guten Überblick, wenn man sie mit entsprechender Software aufbereitet.
Strava (Premium) beispielsweise erstellt automatisch eine Leistungskurve und ein Form-Diagramm.
Ausgefeiltere Software wie TrainingsPeaks ist für eine gezielte Trainingsüberwachung und -steuerung ausgelegt.

Eine einmalige oder regelmäßige Leistungsdiagnostik beim Spezialisten ist sicher auch sehr hilfreich um einen Einstieg in effektiveres Training zu bekommen.

Und eine sportmedizinische Untersuchung ist unbedingt für jeden Pflicht, bevor man anfängt und versucht auf eigene Faust Leistungstests durchzuführen.

Da ich nicht so leistungsorientiert trainiere ist mein Stages Leistungsmesser am Rad lediglich Spielzeug, gibt aber (wenn er nicht mal wieder kaputt ist) als Leistungsdiagnostik-Werkzeug mühelos und automatisch auf Strava (Premium) meinen Trainingszustand wieder.
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Re: Leistungsdiagnostik

Beitragvon Deichfahrer » 04.10.2016, 18:10

Gedanklich hatte ich mal vor Leistungsdiagonstik zu machen, allerdings scheiterte es jedesmal an meiner hervorragenden Fitness und Kraftausdauer. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich viel in den Bergen fahre und Kilometerfresser bin.

So wie Tourini schon erwähnt hat, fängt es auch bei mir beim Rad an, weiterhin fahre ich auf den Deichen viele Intervalle, insbesondere gegen den Wind fahren. Außerdem hilft mir der Garmin in welchem Zustand ich mich befinde, es gibt Tage mit guten Ergebnissen, aber auch schlechte Tage mit viel Scheiße. Was die Leistungsdiagonstik angeht, will ich gar wissen was zu verbessern gibt oder irgendwelche Anforderungen eines Trainingsplanes umzusetzen. Ich will einfach ohne Druck fahren und Spaß haben, somit bin ich auch öfters aufm Rad.

Wer es gerne wissen will und Geld ausgeben möchte für Leistungsdiagonstik, kann / soll es tun.

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