Problem mit neuer Kette - Kompatibilität

EinarN

Problem mit neuer Kette - Kompatibilität

Beitragvon EinarN » 25.10.2015, 11:10

Hallo Leute!

Mein erstes Posting und schon gleich eine technische Frage:

Ich habe mein MTB etwas umgebaut, quasi neu aufgebaut. Dabei handelt es sich im ein 26“ Phoenix aus dem Jahr 1994. Nun hat das Teil 7 Gänge hinten (14-16-18-20-22-24-28 z ) - neue Shimano Kassette und bei der Kurbel, anstatt diesen drei kleinen Kettenblättern, womit man Strampeln muss wie ein Hamster auf extasy, ein einziges Kettenblatt mit 52 Zähne. (Größer fand ich nicht). Eine Kette bekam ich geschenkt und genau das ist nun mein Problem.

Die Kette ist eine MARWI UNION 900, 116 links, ½“ x 3/32“. Die Kette ist für den Betrieb im ersten Gang (28 Z) einfach zu kurz und müsste verlängert werden mit etwa 6 Links. Mein Dilemma, mit was?

Auf der MARWI Internetseite im PDF Katalog ist diese Kette nicht mehr aufgelistet und eine Kompatibilitätsliste mit andere Hersteller finde ich auch nirgendwo, so dass ich eine Kette kaufen kann, was zur Verlängerung passen könnte.

Könnt ihr mir da weiter helfen?

Danke in voraus!
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Helmut
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Re: Problem mit Neue Kette - Kompatibilität

Beitragvon Helmut » 25.10.2015, 15:09

EinarN hat geschrieben:Auf der MARWI Internetseite im PDF Katalog ist diese Kette nicht mehr aufgelistet und eine Kompatibilitätsliste mit andere Hersteller finde ich auch nirgendwo, so dass ich eine Kette kaufen kann, was zur Verlängerung passen könnte.
Wenn Du eh eine neue, passende Kette kaufen musst, warum montierst Du die nicht komplett? Du kannst die Alte zwar als Reserveglieder aufbewahren, wenn beide zueinander passen, aber warum so geizig? Wenn die Neue aufgebraucht ist, würde ich wieder eine neue kaufen. Einen Kettenriss unterwegs, würde ich wegen ein paar Euro nicht riskieren.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Jacfm » 25.10.2015, 17:18

Ich glaube, da wirst du nicht viel Glück haben, 52er vorne für ein MTB ist schon arg groß, und wenn man davon ausgeht, dass du wohl ein Schaltwerk mit langem Käfig hast, dann wirst du kaum eine Kette finden, die lang genug ist (und je mehr eine Kette genietet wird, desto "anfälliger" ist sie).

Entweder suchst du dir also ein vernüftig großes Kettenblatt, z. B. ein 46er oder 48er (das waren damals so die gängigen Größen, wenn ich mich recht entsinne, müsste also mit dem Schaltwerk hinhauen) oder du nimmst ein Schaltwerk mit mittlerem oder kurzem Käfig (wenn es denn sowas für 7-fach noch gibt).
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Beitragvon EinarN » 25.10.2015, 17:48

@ Helmut

Die alte Kette ist schon bereits Entsorgt. Die Marwi Union Kette ist ja brandneu. Das ist keine alte Kette. Ist aber bei meiner Konfiguration mit den 52’er Kettenblatt zu kurz. Für meine Konfiguration brauche ich eine Kette mit 122 liks (Glieder). Das würde dann perfekt passen. Aber wo gibt es Ketten mit 122 Glieder zu kaufen?

@ Jacfm

Ja! Das Original war mit 48 Zähnen. Habe es aber runter genommen, weil es mir zu klein ist. Auf langen Strecken strampelt man sich damit dumm und dämlich. So lange ich mit den 48’er fuhr, hatte ich permanent Knieschmerzen. Seit das Teil ab ist, sind meine Knieschmerzen weg. Eigentlich wollte ich anstatt den 52’er eine 68’er, so wie ich in Rumänien bei meine ehemalige russische Sputnik hatte, aber wie ich feststellen könnte, hier gibt es so was nicht.

Die Kassette hinten ist auch brandneu. Es ist nicht mehr das alte Original. Habe momentan die Typen-Bezeichnung nicht im Kopf. Muss runter im Keller Nachsehen. Deswegen, hab ich hier auch die neue Kette.

Ich versuchte zu Fahren mit der alten Kette, aber die sprang wie Sau, weil die ist 21 Jahre alt und ausgeleiert. Das ist wie wenn man bei ein Auto neuen Motor + neues Getriebe verbaut, aber eine alte Kupplung. Totaler No Go.
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Beitragvon Speedmanager » 25.10.2015, 18:47

EinarN hat geschrieben:Aber wo gibt es Ketten mit 122 Glieder zu kaufen?
Bei Gingko gibts Ketten in Wunschlänge von der Rolle.
Ansonsten könntest du deine Kette ja mit ein paar Gliedern von irgendeiner anderen 8-fach Kette verlängern.
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Indorain
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Beitragvon Indorain » 25.10.2015, 18:48

Ich würde einfach 2 baugleiche Shimano 7/8 Fach kompatible Ketten zusammennieten, machen die Liegeradfahrer auch so. Ggf. gibt es beim Fahrradhändler auch Meterware?
Bei einem Lochkreis von 130mm 5 Loch bekommst Du problemlos ein 54 bis 56 Kettenblatt.
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Beitragvon Jacfm » 25.10.2015, 19:16

mal so aus neugierde, wieviele umdrehungen pro minute tritts du denn?
EinarN

Beitragvon EinarN » 25.10.2015, 19:22

Speedmanager hat geschrieben:Bei Gingko gibts Ketten in Wunschlänge von der Rolle.
Danke ! Das ist es ! Bevor ich da noch weiter suche nach Marwi und sonstige Kompatibilitäten, da lieber von hier Meterware und Thema erledigt.
EinarN

Beitragvon EinarN » 25.10.2015, 19:36

Jacfm hat geschrieben:mal so aus neugierde, wieviele umdrehungen pro minute tritts du denn?
Keine Ahnung. Hab nie nachgezählt oder darüber nachgedacht. Ich fahre gelassen in mein Laufrhythmus, etwa wie beim lässigen Joggen. Bin trotzdem recht schnell unterwegs im Vergleich mit andere was wesentlich heftiger Strampeln. Dabei ist mir sehr wichtig, dass meine Knie nicht mehr schmerzen (brennen) und es mehr Spaß macht lange Strecken zu Fahren. Letztendlich mit 53 bin ich auch nicht mehr der Jüngste.

OK. Im Gelände wurde ich damit mit Sicherheit Probleme bekommen, aber ich fahre nur in der Stadt oder Bundesstrassen. Im Gelände war ich damit noch nie. Hab es in 1994 von Karstadt für 499 DM gekauft, weil damals eben diese MTB’s in Mode kamen und jeder müsste es haben, auch wenn er es nicht brauchte. Nun, nach all die Jahre, bevor ich es entsorge und was Neues kaufe, dachte ich mir, ich baue es um, nur für Stadt und ist gut für die nächsten…. 20 Jahre.

Was ich noch brauche, sind nun ordentliche Stadtreifen mit einem laufruhigeren Profil und nicht diese MTB-Reifen mit Off Road Grip, was auf Asphalt rascheln wie Panzerketten.

P.S. Bei Gelegenheit mach ich ein paar Bilder und uppe diese, dass ihr siehet, was ich da "Gebastelt" habe.
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Beitragvon Jacfm » 25.10.2015, 19:56

auf jeden Fall komisch, du dürftest sehr langsam treten, noch langsamer als jan ullrich am berg, und normalerweise kommen knieschmerzen von zu starker belastung durch hohen krafteinsatz wegen der niedrigen Trittfrequenz. 52er ist ja auch noch im rahmen, Rennradheldenkurbel quasi, aber damit werden auch auf der Strasse viele Steigungen zur Herausforderung (vom 68er mal ganz zu schweigen, das grenzt ja schon an Masochismus ^^)

Erinnert mich ein bisschen als ich im Fahrradladen gejobbt hab in den 90ern, wo die Kunden mit den damals neuen MTBs (mit 48 zu 12) eine Proberunde drehten und danach fragten, ob man den größten Gang noch "größer" (also schwerer zu treten) machen könnte, (sie konnten ja noch treten in der Ebene....)
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Beitragvon EinarN » 25.10.2015, 21:11

Du, ich weiß nicht. Ich habe auch mit einige Orthopäden gesprochen, was meine Einstellung auch bestätigten. Bei eine geringerer Trittrhythmus mit größerem Kettenblatt werden eher die Muskel des Oberschenkels beansprucht und nicht die Kniegelenke. Da macht der Knochen des Kniegelenks weniger Bewegungen = Geringerer Knochenverschleiß, was die Knieschmerzen verursacht.

Die normalen Steigungen in der Stadt wie z. B. Brücken, bewältige ich im 5ten oder 6ten Gang ohne Probleme. Auf gerade Ebene nehme ich den 7ten.

Was 68’er betrifft, mit so was bin ich in Rumänien in eine Bergstadt (RESITA, wo ich wohnte) täglich 21 km zur Arbeit und 21 km zurück gefahren, von Frühjahr wie der Schnee auftaute bis in November beim ersten Schneefall. Es war eine russische Sputnik, 28“, Kettenblatt wie gesagt 68 mit 3 Punkt Befestigung und am Hinterrad eine 4 Gang Kassette mit 24, 22, 18 u. 14 z. Wenn man ein Viertelleben mit so was fahrt, ist eine 52….. Pipifax.

Hier ein Beispielbild aus dem Netz mit eine Russische Sputnik wie ich in Rumänien hatte.

Bild

Später, ab 1983, danach mein Sohn zur Welt kam, hatte ich auf den Teil sogar ein Kindersitz am Rahmen (zwischen Sattel und Lenker – so eine Art Zweitsattel für Kinder) wo ich den Kleinen mitbeförderte.

P.S. Ich glaube, ich werde mal meine Bekannten in Rumänien ansprechen, weil anscheint gib es drüben noch reichlich E-Teile für diese Sputnik, das die mir eins oder zwei 68’er Kettenblätter besorgen, was ich dann an meine Phoenix anpasse und eins behalte ich als E-Teil.
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Beitragvon Speedmanager » 26.10.2015, 05:57

EinarN hat geschrieben:Ich glaube, ich werde mal meine Bekannten in Rumänien ansprechen, weil anscheint gib es drüben noch reichlich E-Teile für diese Sputnik, das die mir eins oder zwei 68’er Kettenblätter besorgen, was ich dann an meine Phoenix anpasse und eins behalte ich als E-Teil.
Kettenblätter bis 80 Zähne gibt es für 130er Lochkreis bei Dutch Bike Bits, für 110er LK direkt bei Alligt:

Prijzen aluminium kettingwielen met vaste beschermrand:
130 BCC en vanaf 52 T ook 110 BCC en 60 mm (Bafang). Zwart of zilver.
T BCC €
39 130 65,-
43 130 68,-
46 130 72,-
49 130 76,-
52 60/110/130 80,-
57 60/110/130 84,-
60 60/110/130 90,-
65 60/110/130 95,-
70 60/110/130 100,-
75 60/110/130 104,-
80 60/110/130 116,-
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Beitragvon EinarN » 26.10.2015, 15:22

Ein MEGA DANKE für die Links !
Das ist der Hammer! :GrosseZustimmung:

Hätte ich mich früher hier angemeldet, hätte ich mir einiges an sinnlosem Ebaykauf ersparen können. :mad:
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Re: Problem mit Neue Kette - Kompatibilität

Beitragvon Grotefend » 27.10.2015, 13:29

EinarN hat geschrieben: ... und bei der Kurbel, anstatt diesen drei kleinen Kettenblättern, womit man Strampeln muss wie ein Hamster auf extasy, ein einziges Kettenblatt mit 52 Zähne.
Mich würde interessieren, welches Tempo du denn anstrebst. Bei einem Kettenblatt mit 48 Z. und dem 14er Ritzel erreichst du eine Entfaltung von ungefähr 6,85 m (abhängig von der aufgezogenen Bereifung). Dies ergibt bei Trittfrequenz 80 ca. 550 m/Min. und 3.2914 m oder 32,9 Km/h. Mit dem 52er Blatt steigt die Geschwindigkeit unter gleichen Bedingungen auf 35,6 Km/h.

Wenn dir diese knapp drei Kilometer mehr wichtig sind: Du erreichst das gleiche Tempo mit dem 48er Blatt auch bei Trittfreuenz 86. Und dazu brauchst du doch noch kein Hamster zu sein oder Extasy zu schlucken.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon EinarN » 27.10.2015, 16:10

Mir geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern grundsätzlich um der Trittfrequenz/Rhythmus, so dass ich bei gleich bleibender Geschwindigkeit weniger Kniebewegungen mache und somit meine Kniegelenke weniger belaste. Ein 68’er Kettenblatt wie bei der ehemaligen russischen, hätte mir willkommener gewesen, um den Tritt Rhythmus noch geringerer zu halten.

Beim MTB Dreier Kettenblattset ist eigentlich 48, 39 u. 28 oder 30, wenn ich mich richtig erinnere. Diese kleinen Kettenblättern was da in den Paket zusammen genietet sind, habe ich in 21 Jahre nie benutzt, aber mit mir herum geschleppt, Kettenblätterset aus Stahl.

Nun, nach den Umbau wo u. a. auch die Stahlfelgen mit Alu ersetzt wurden, Stahl-Radabdeckungen entsorgt u. mit Plaste ersetzt, dreier Stahlkettenblätter mit eine aus Alu, Kurbeln aus Stahl mit Alu usw. Ist auch jede Menge Gewicht verschwunden und das Fahrrad in Allgemein wesentlich leichter u. bequemer zu Fahren.

Bei einem MTB ist Geschwindigkeit irrelevant. Wenn ich so richtig Brettern möchte, dann wurde ich mir eher ein 28" Rennrad aufbauen, wo nur das Nötigste dran ist mit ein 80'er Kettenblatt, aber ist nicht mein Ding. Die Zeiten sind vorbei. Dieses MTB ist mein alltägliches „Packesel“ u. kein Sportgerät.
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Beitragvon Indorain » 27.10.2015, 17:35

Du kannst auch einfach die Kassette austauschen gegen eine Abstufung: 11 - 28 (11-13-15-18-21-24-28]

http://www.rosebikes.de/artikel/shimano ... aid:520901

Der 11er bringt eine ganze Menge mehr als ein 14er Ritzel!
EinarN

Beitragvon EinarN » 27.10.2015, 17:58

Daran hab ich auch schon gedacht, wobei ich auf den 28er verzichten würde, weil in der Stadt ist der sinnlos.

Den brauche ich nicht mal, wenn ich den Berg hochfahre zur „Turtle & Tiger" Aussicht-Plattform:

http://www.ausflug-am-sonntag.de/nordrh ... rtle_2.jpg

Auch das bewältige ich mit den 24/52, weil so heftig ist es auch nicht. 28/52 würde ich eventuell gebrauchen im Gelände oder irgendwo in den Karpaten, aber mit Sicherheit nicht in der Stadt.
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Grotefend
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Beitragvon Grotefend » 27.10.2015, 19:12

EinarN hat geschrieben: Mir geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern grundsätzlich um der Trittfrequenz /Rhythmus so das ich bei gleich bleibende Geschwindigkeit weniger Kniebewegungen mache und somit meine kniegelenke weniger Belaste.
Jetzt halte mich bloß nicht für einen Besserwisser. Aber soviel darf ich doch sagen: Wenn du deine Knie entlasten bzw. schonen willst, bist du mit großem Blatt und geringer Trittfrequenz genau auf dem falschen Weg. Umgekehrt ist richtig: Wenig Last und hohe Frequenz. Frag mal deinen Arzt (Apotheker hilft da nicht.)
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EinarN

Beitragvon EinarN » 27.10.2015, 22:23

Ja ! Das Thema hatte ich bereits mit mein Orthopäde ausdiskutiert, weil mir ist aufgefallen, so lange ich in Rumänien mit 68 unterwegs war, hatte ich nichts. In Deutschland, nur mit 39 / 48 und die Knieschmerzen machten sich bemerkbar. Nun beim Umbau auf 52, sind die Knieschmerzen wieder weg. Warum?

Aussage des Orthopäden:

Bei weniger Muskulatur-Beanspruchung u. höhere Drehtaktfrequenz = Knieschmerzen.
Bei geringerer Drehtaktfrequenz und höherer Muskulatur-Beanspruchung u. weniger Knochenlast = Weniger Schmerzen, weil Knochen von Muskulatur unterstützt werden und somit entlastet.


Da muss ich ihm recht geben, sonst wurde ich auch jetzt noch „Heulen“ nach jeder 50 km Fahrt.

Bei meiner Frage, warum wird dann die Information verbreitet, dass bei größerer Drehtaktfrequenz die Knie weniger belastet werden, sagte er mir:

Dies sei ein Gerücht, um die technische Änderung zu motivieren.

Man will eigentlich, dass der Radler LANGSAMER FAHRT, da in den 80ern, wie die großen Kettenblätter in Mode waren, wesentlich mehr Umfälle zu verbuchen waren. Seit mit den kleinen Kettenblätter und geringere Geschwindigkeit, ist die Zahl der Unfälle gesunken, da der Radler auf Dauer nicht so große Drehtaktfrequenz um schnell zu fahren beibehalten kann.


Ob das nun so stimmt, weis ich nicht. Man kann nur darüber Spekulieren. Vorstellen, dass dies der Grund sei, kann ich mir sehr gut, ganz besonders wenn ich berücksichtige ähnliche Fehlinformationen bei anderen Produkten was z. Z. stattfindet, wo die Kundschaft bewusst und gewollt irregeführt wird.
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Beitragvon Jacfm » 27.10.2015, 23:28

Also, das hört sich nach großem Mumpitz deines Orthopäden an, denn weder stimmt es, dass durch mehr Bewegung höhere Knochenlast auftritt (eher höherer Verschleiß der Gelenkpfanne, weil mehr Bewegung, aber auch das bezweifel ich, denn ein bewegtes Gelenk mit moderater Belastung ist eben der Normalfall), denn durch die höhere Frequenz nimmt die Last des einzelnen Trittes ab.

Bei langsamen Treten wie dir, ist der Druck auf dem Knochen/Kniegelenk höher, weil du länger pro Tritt brauchst und mehr Kraft aufwenden musst die Kurbel überhaupt zu bewegen. Die Muskulatur (Oberschenkel, die zum treten) unterstützt die Knochen nicht, sie ist es, die den Druck überhaupt ausübt. Dass du Schmerzen mit kleiner Übersetzung hast, kann auch daher kommen, weil du von früher deine stampfende Art gewöhnt bist und daher erst ein Umlernprozess deines Bewegungsapparates stattfinden muss (welcher dann mit Schmerzen verbunden ist).

Und das mit dem langsamer Fahren wegen kleiner Kettenblätter ist ja so ein Unsinn, denn selbst mit 42/12 kommst du noch auf hohe Geschwindigkeiten, und der langsame kraftvolle Tritt ermüdet den Muskel mehr als der lockere Schnelle, höhere Frequenz heißt geringere Wattleistung pro Tritt, heißt geringe Ermüdung des Muskels, da weiter von der Laktatschwelle entfernt.
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Indorain
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Beitragvon Indorain » 27.10.2015, 23:39

Grotefend hat geschrieben:Wenn du deine Knie entlasten bzw. schonen willst, bist du mit großem Blatt und geringer Trittfrequenz genau auf dem falschen Weg. Umgekehrt ist richtig: Wenig Last und hohe Frequenz.
Stimmt so nur bedingt. Wenn Fahrer A mit 100 U/min 30 Km/h fährt und Fahrer B auch 30 Km/h aber bei 50 U/min, dann leisten beide die gleiche Arbeit und da Arbeit = Kraft x Weg und der Weg konstant ist, ist die Kraft im Mittel gleich! Solange er nicht mit dem riesigen Gang unter Volllast Bergpässe fährt, sondern nur im Flachen rollt, dürfte das kaum schaden. Tourenfahrer treten ja häufig recht langsam...
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Beitragvon EinarN » 28.10.2015, 05:25

Ihr habt ja irgendwie beide recht u. mein Orthopäde auch, wobei der Orthopäde hatte wohl im Hintergedanke die Standardfahrräder ohne Schaltung.

Bei dem Schalter mit x Gängen ist das eher nicht der Fall. Letztendlich, wie beim Auto, man fahrt ja nicht los im 6ten gang (Außer man besitzt eine Corvette Stingray wo so was möglich ist) sondern im ersten und auf Bergstraßen, schaltet man ja runter.
In der Stadt wo man jede 500 Meter eine Ampel hat, fahrt man so wie so nicht im 6ten oder 7ten gang, weder mit den Fahrrad, weder noch mit den Auto weil man es nicht schafft in ein so kurze strecke die notwendige Geschwindigkeit zu erreichen für den entsprechenden Gang.
EinarN

Beitragvon EinarN » 28.10.2015, 06:54

Lassen wir mal das persönliche Empfinden bei Seite und kommen zurück zum Thema Kette:

In der Zwischenzeit kam auch die Antwort von MARWI betreffend meiner Anfrage. Die Antwort haute mich echt vom Hocker! Die Kette was ich habe bzw. geschenkt bekommen habe, wird seit 2003 nicht mehr angeboten, so dass können die mir auch keine weiteren Informationen geben.

Klasse! Jetzt weiß ich, warum diese auch verschenkt wurde. :roll:
EinarN

Beitragvon EinarN » 29.10.2015, 13:05

Da Ich heute Zeit hatte, etwas zutun an der hinteren Bremse hab ich die Phoenix in der Wohnung Gebracht, anschließend auf der Terrasse ein paar Bildern damit Gemacht das Ihr Sieht was ich gemacht habe.

Was noch Fehlt ist ein Ordentlicher Gepäckträger aber Momentan hab ich noch nichts gefunden was mir zusagt.

Bild

Hier kann man sehen wie angespannt die kette ist und das im 2ten Gang:

Bild

Hier im 7ten Gang.

Bild

Bild

Die 7 Gang Kassette ist eine Shimano MF-TZ21

Eine Neulackierung könnte die Alte Phoenix auch gut gebrauchen.
Mal Sehen. Eventuell im Frühjahr.

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