10BICI - Rennrad-Klassiker mit Geschichte

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Helmut
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10BICI - Rennrad-Klassiker mit Geschichte

Beitragvon Helmut » 15.12.2013, 01:54

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<b>10BICI Italian Vintage Bicycletta
Rennradklassiker mit Geschichte - Zum nur Anschauen zu schade</b>


Im Herzen St. Paulis liegt der 10BICI Italian Vintage Bicycletta Showroom. Der Name ist Programm: Zehn handverlesene Rennräder italienischer Herkunft aus den 70/80/90er Jahren werden in der Seilerstrasse 40, unweit der Reeperbahn, ständig präsentiert. Keine Massenware, sondern ausgewählte Velos italienischer Rahmenbauer wie Olmo, Faggin, Bianchi, Colnago, Benotto, Faust Coppi, Coner, Francesco Moser, Vicini, Berma, Atala.

<IMG src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... -Laden.jpg" width="800">

Du kannst sie Dir als italienische Skulptur an die Wand hängen.

<IMG src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... _vitus.jpg" width="400"><IMG src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... -moser.jpg" width="400">

Ich finde sie allein dafür zu schade, denn diese Räder wollen noch immer bewegt werden. Wer also für seine Teilnahme bei der Eroica oder In Velo Veritas oder einfach nur für stilvolle Ausfahrten etwas Passendes sucht, sollte sich in dem Laden mal umschauen.

Alle Rennräder wurden von Händler Peer Hanslik persönlich von ihren Vorbesitzern in Italien abgeholt und in Hamburg gefinished. Zu jedem Velo gibt es eine persönliche History-Card des italienischen Vorbesitzers, die auch auf der 10bici-Websitevorgestellt werden - ein individuelles Stück Italo Lifestyle der 70/80/90er mit persönlicher Authentizität.

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<img src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... .jpg"><img src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... pietro.jpg">
Unten: Vorbesitzer Lorenzo Cesare mit seinem Colnago Vitus und Pietro Paragino mit seinem Francesco Moser. Oben: Weitere Vorbesitzer mit ihren Bianchi Bambino, Colner und Benotto.

Edle Wandhalterungen sowie Fotos mit dem Fokus Rennrad in der 10BICI Gallery ergänzen das Angebot. Und wer will, kann auch Vintage-Bike-Touren auf www.10bici.net buchen. Den 10BICI 10BICI Italian Vintage Bicycletta Showroom findest Du in der Seilerstrasse 40, 20359 Hamburg. Öffnungszeiten: Freitags 16-20, Samstags 12-15 Uhr. Gerne auch individuelle Termine unter 0173-6128501. Peer freut sich auf Dich.

http://www.10bici.net/

<IMG src="http://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/Ma ... I-Peer.jpg" width="800">
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Blueberry » 15.12.2013, 09:29

Sehr schöne Räder und eine gute Idee, auch die Historie der Räder mitzuliefern.
Ohne jetzt die Räder im Original gesehen zu haben, finde ich auch die Preise ziemlich OK.
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 15.12.2013, 19:33

:OK: Tolle Idee. In Berlin gibt es solche Läden ja in fast jedem Kiez. Nun kommt der Retro-Trend auch an die Elbe.

:D Dass die Räder direkt aus Italien samt Vorgeschichte kommen, ist eine schöne und clevere Sache.

:Anbeten: Die Räder großer italienischer Rahmenschmieden sind natürlich eine Augenweide. Nur meinen Favoriten Gios habe ich nicht im Sortiment entdecken können.

:roll: Die aufgerufenen Preise sind gepfeffert. Da bin ich gespannt, ob das Konzept aufgeht und wie viele Kunden bereits sind, die hohen Summen zwischen 700 und 1000 Euro auf den Tisch des Hauses zu legen. Klar, Angebot und Nachfrage werden das regeln. Wäre nur schade, wenn klassische Rennräder im Zuge des Retrotrends so teuer werden, dass sie mögliche Einsteiger in das Nostalgie-Hobby abschrecken.

Bei nächster Gelegenheit bin ich natürlich drin, in diesem neuen Szeneladen. Ehrensache!
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Beitragvon Blueberry » 16.12.2013, 08:54

Harterbrocken hat geschrieben::roll: Die aufgerufenen Preise sind gepfeffert. Da bin ich gespannt, ob das Konzept aufgeht und wie viele Kunden bereits sind, die hohen Summen zwischen 700 und 1000 Euro auf den Tisch des Hauses zu legen. Klar, Angebot und Nachfrage werden das regeln.
Als gepfeffert würde ich die Preise (so denn die Räder auch durchgängig in gutem Zustand sind) nicht bezeichnen. Gerade in diesem Sektor werden ja auf andere Plattformen schon teilweise Preise verlangt, die diese hier bei weitem in den Schatten stellen. Wie schon erwähnt, das alte Angebot/Nachfrage-Ding.

Du kannst ja mal berichten, nachdem du vor Ort warst, ob die Räder den Ansprüchen und dem Auftritt gerecht werden...
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 16.12.2013, 17:09

Blueberry hat geschrieben:Du kannst ja mal berichten, nachdem du vor Ort warst, ob die Räder den Ansprüchen und dem Auftritt gerecht werden...
Ja, das mache ich gerne. Du hast schon recht. Es gibt Angebote im Netz, die noch deutlich höher sind. Aber ob die wirklich erzielt werden, speziell bei Online-Auktionen, wage ich mal vorsichtig anzuzweifeln. Die bei 10Bici angebotenen Räder sind toll fotografiert und beschrieben. Auf den Bildern kann man aber schon hier und da die typischen Abnutzungsspuren wie Lackabblatzer usw. erkennen. Ich find das nicht schlimm. Im Gegenteil: Ehrliche Patina steht diesen Rädern gut, weil sie Geschichten erzählen. Genau dass ist ja das Konzept des Ladens.

Andererseit werden die Räder aber auch als Skulpturen für die Wohnzimmerwand angepriesen. Mir ist das zu aufgesetzt künstlich. Dafür müssten sie sich in perfektem Zustand präsentieren. Dann wären die Preise auch völlig okay. Klar, der Ladenbetreiber versucht erstmal den Markt zu testen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen.

Da ich die Szene für historsiche Rennräder ein bisschen beobachte, möchte ich zu Preisen auf dem Privatmarkt Folgendes sagen:
-Kaputte und eingestaubte Kellerfunde kosten 40 bis 100 Euro
-Fahrbereite Allerwelts-Rennräder mit gewarteter Technik 150 bis 200 Euro
-Überholte oder restaurierte Rennräder je nach Marke und Ausstattung 200 bis 350 Euro
-Ausnahmen sind natürlich Edelmarken wie Gios, Pinarello oder ein Peugeot PX 10 mit kompletten 531-Reynolds-Rohrsatz. Deren Preise gehen natürlich zum Teil bedeutend höher.

Noch ein Tipp für Einsteiger: In Hamburg handeln Superfiets (Eppendorf) und Drive (St Pauli) auch mit historischen Rennrädern. Hier liegen die Preise meist zwischen 200 und 500 Euro.

Am Ende ist wie alles, alles relativ. Bei Eisenherz in Düsseldorf (http://www.eisenherz-bikes.de/home) kosten ein Vintage-Renner auch schnell mal 3000 Euro.
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Beitragvon Hajobu » 16.12.2013, 18:21

Als ehemaliger Besitzer eines für mich 1972 handgemachten 531iger Reynolds Rahmen (Ahrens) mit Campa, Simplex und Stronglight-Ausstattung (hat jetzt mein Ältester) möchte ich Harterbrockens Argumente voll unterstützen: Habe 2012 ein Faggin mit Modolo Team und 600er Ausstattung für 150,- € gekauft und ein Jahr zuvor oder war es 2010 mein Italo Renner mit Campa Record und Columbus SL von Vallega ebenfalls für 150,- €. Die Preise steigen, aber nicht so wie in diesem Laden!!!

Davon abgesehen dürften nicht etwaige Kratzer patinamäßig - und das zählt - ein Problem sein, sondern z. B. Bremskabel modern am Lenker verlegt (Berma) oder fehlende Schrauben im Ausfallende (Faggin). Außerdem sagt der genannte Name (Maria) der Vorbesitzerin nichts darüber aus, wie lange sie die Maschine besaß. Sie wird das Rad (Baujahr angeblich 1980) wohl nicht zu ihrer Geburt erworben haben!
Gott kennen ist Leben! (Tolstoi)
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Stilvoll

Beitragvon Grotefend » 16.12.2013, 20:09

Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Gerade Liebhaber alter Dinge haben oft kleinere oder größere, meist liebenswerte Macken. Drum gibt es sie ja. Und über dies und jenes kann man mit ihnen schwer bis gar nicht diskutieren. So auch nicht über Preise. Natürlich wünscht sich jeder Schnäppchen. Den "richtigen" Preis zu ermitteln, ist unmöglich. Oder sind etwa Bilder von z. B. Gustav Klimt wirklich ...zig Millonen "wert"?

Ein angemessener Preis entsteht im Dialog zwischen "Ich biete an" und "Ich möchte haben". Was aber nach meiner Auffassung gar nicht geht: Shimano-Equipment an einem italienischen Edelrahmen. Als diese Rahmen gebaut wurden, war Shimano noch ein außerhalb Japans völlig unbekannter Hersteller von Angelrollen. An italienische Rahmen gehört einzig und allein Campagnolo. (Soviel zu meiner Macke).

Allen Fories
Frohe Weihnachten.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Re: Stilvoll

Beitragvon Hajobu » 16.12.2013, 21:31

Grotefend hat geschrieben: Als diese Rahmen gebaut wurden, war Shimano noch ein außerhalb Japans völlig unbekannter Hersteller von Angelrollen. An italienische Rahmen gehört einzig und allein Campagnolo. (Soviel zu meiner Macke).
Schön wärs... Als ich 84 mein Union Rad aufgebaut habe, gab es schon jahrelang 105er und 600er Teilchen, ganz normal z. b. bei Vaumax am Meienweg oder bei Gräber-Räder. Da habe ich diese Dinge her. Selbst 72 hat mir Ahrens in der Dorotheenstraße eine Japan Kurbel angeboten, habe mich aber für die französische Variante Stronglight entschieden!

Und zu den Preisen. Newcomer sollten nicht durch marktunübliche abgeschreckt werden, ist meine Devise. Na ja, denn....
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