Welche Straßenreifen/-Laufräder für Cyclocrosser?

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Killse
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Welche Straßenreifen/-Laufräder für Cyclocrosser?

Beitragvon Killse » 26.08.2013, 14:07

Hallo Leute,

hab mal eine Frage zu meinem Cyclocrosser. Ich würde mir, da ich neuerdings auch gern auf der Strasse fahre, neue Laufräder zulegen. Ich denke ein ständiges Wechseln der Reifen macht keinen Sinn, oder?

Jetzt habe ich das Problem, dass ich so absolut keine Ahnung habe, was ich kaufen sollte/kann/muss, wie auch immer. Es soll kein Ultraleicht-999g-Carbon Teil werden. Wichtig ist nur zu erwähnen, dass ich Scheibenbremsen habe.

Und welche Felgen- und Reifenbreite macht da überhaupt Sinn?

Danke schonmal für eure Antworten.
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Bergfloh
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Beitragvon Bergfloh » 26.08.2013, 14:49

Hallo Killse,

ich besitze auch einen CycloCrosser mit Scheibenbremsen und stehe vor derselben Frage.

Zunächst ist zu klären, ob Du 29 MTB-Laufräder fahren kannst. Bei 29igern ist die Hinterradnabe 135 und bei Rennrädern 130 mm breit. 29iger Laufradsätze haben eine größere Felgenmaulweite (Innenmaß). Die ist Kriterium dafür, welche Reifenbreite Du fahren darfst.

Schwalbe gibt hier Empfehlungen zu harmonierenden Reifen- und Felgenmaßen: Danach kannst Du auf eine Felge mit 15 mm Maulweite 23 bis 32 mm breite Reifen aufziehen. Eine 17 mm Felge verträgt 25 bis 50 mm breite Reifen. 29iger Laufradsätze von Mavic haben 18,5 oder 19 mm Felgenmaulweite.

Laut Schwalbe müsste dann mindestens ein 28 mm-Reifen her. Das wäre mir zu breit. Ich möchte 25 mm Conti GP4000 fahren. Deshalb überlege ich, mir einen Laufradsatz bauen zu lassen. Vorher werde ich einen Versuch mit den 25er Reifen auf meiner 19 mm MTB-Felge starten. Wenn das funktioniert, kann ein Standard-29er-MTB-Satz her, z. B. Mavic CrossRide oder CrossMax oder so.
Viele Grüße
Ralf

siehe auch: www.rsc-harsefeld.de
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Killse
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Beitragvon Killse » 26.08.2013, 21:32

ok das hilft mir schonmal teilweise weiter.

Wie kriege ich raus, wie breit meine Hinterradnabe ist?

Und warum steht auf z.b. bike 24.de folgendes bei den Crossmax:
Ausschließlich an Cross Mountain- und Cross Country-Mountainbikes. Von jeglicher anderer Verwendung, etwa an einem Rennrad, einem Tandem oder Querfeldein-Rad, Freeride- oder Downhill-Mountainbike wird dringend abgeraten. Diese erfolgt auf alleinige Verantwortung des Benutzers und führt zu sofortigem Verlust der Mavic-Garantie.
Was kann passieren? bzw. dachte ich immer, wenn die den Einsatz am MTB überleben, dass n Rennrad kein Problem darstellt?
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Bergfloh
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Beitragvon Bergfloh » 27.08.2013, 12:22

Upps. Habe ich ein Problem mit meinen CrossMax ST 29-Laufrädern an meinem Crosser?

Ich habe bei bike24 mal nachgefragt und melde mich, sobald ich mehr weiß.

Mavic wirbt jedenfalls so: "Vielseitigkeit in Bestform. Das neue Crossmax ST 29 bietet perfekt ausgewogene Eigenschaften für schnelle Trail-Ausritte und längste Lebensdauer – bergauf wie bergab. Als „echtes“ MTB-Laufrad macht es jedes 29er-Abenteuer locker mit, ohne Kompromisse und unnötige Sorgen."

Deshalb habe ich die Dinger gekauft - und weil sie toll aussehen...

Wieso sollen die Räder kein Rennrad oder einen CycloCrosser vertragen???
Zuletzt geändert von Bergfloh am 28.08.2013, 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Ralf

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Beitragvon Schnuffi » 27.08.2013, 12:44

Ich denke mal, daß auf einer Felge mit der Größe 19c ein 23er Rennradreifen nicht gut sitzt.
Laut Tabelle von Mavic ist die minimale Reifenbreite für diese Felgen 28mm.
Also solltest Du am Crosser mit 32er Reifen kein Problem haben.

:wink:
Wenn Du schneller fährst brauchst Du Dich nicht so lange anzustrengen :mrgreen:
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 27.08.2013, 13:57

Killse hat geschrieben:Und warum steht auf z.b. bike 24.de folgendes bei den Crossmax:
Ausschließlich an Cross Mountain- und Cross Country-Mountainbikes. Von jeglicher anderer Verwendung, etwa an einem Rennrad, einem Tandem oder Querfeldein-Rad, Freeride- oder Downhill-Mountainbike wird dringend abgeraten. Diese erfolgt auf alleinige Verantwortung des Benutzers und führt zu sofortigem Verlust der Mavic-Garantie.
Was kann passieren? bzw. dachte ich immer, wenn die den Einsatz am MTB überleben, dass n Rennrad kein Problem darstellt?
Lasst euch von solchem Zeugs nicht ins Bockshorn jagen. Dabei geht es zum einen um Produkthaftungsfragen und zum anderen um pures Marketing. Ein Laufradhersteller möchte einem natürlich gern 3 Laufradsätze verkaufen und wird von sich aus nicht darauf hinweisen, dass du den einen Laufradsatz auf deinem RR, Cyclocrosser und Fitnessbike fahren kannst.

Bei Komponenten von Shimano sind auch immer alle möglichen Kompatibilitätsvorbehalte. Die möchten auch, dass du dir immer gleich ne komplett neue Gruppe anschaffst, wenn Du ein Teil austauschen möchtest.
Aber was hat z. B. eine Bremse mit nem Umwerfer zu schaffen bzw. was muss da kompatibel sein??

Das einzige Problem ist folgendes: Wenn du ein neu erworbenes Rad innerhalb einer Garantiezeit in Eigenregie umbaust und es geht dann doch einmal etwas zu Bruch, verweigert einem der Hersteller bzw. Händler die Reparatur auf deren Rechnung.

:gruss: dirk
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Beitragvon mad.mat » 27.08.2013, 21:01

Das gleiche Problen hatte ich auch, ich habe einen Crosser mit Scheibenbremsen und 29er MTB-Felgen. Auf denen fahr ich 32er Challenge Griffo. Zur Paris-Roubaix-Challenge habe ich 28er Conti Grand-Prix-4-Seasons aufgezogen, genial, keine einzige Panne auf den Paves in Nordfrankreich. So weit so gut.

Aber ich wollte auch 23er Reifen fahren. Nach langer Recherche fiel dann meine Entscheidung auf die Mavic CXP22 Felge. Ich hab mir dann einen LRS mit XT Narben für etwas mehr als 100,- € meine ich bauen lassen.

Hier stellt sich dann aber ästhetische Problem mit den abgedrehten Bremsflanken. Es gibt kaum günstige Felgen in komplett schwarz. Ich hab mir dann hiermit geholfen.

http://www.style4bike.de/Laufrad-Design ... ::179.html

Das war meine Lösung. Ich hoffe, es hilft ein wenig.
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Killse
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Beitragvon Killse » 28.08.2013, 08:19

Ja das sieht ja alles schon mal ganz gut aus.
Ist es ein großer Unterschied, ob ich nun 28er Reifen fahre oder einen 23er oder 25er? So rein vom Fahrgefühl/Rollwiderstand. Kann ich selbst schlecht einschätzen, da ich bisher immer nur Crossreifen in 33 und 35er Breite hatte.
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Beitragvon Helmut » 28.08.2013, 08:28

Killse hat geschrieben:Ist es ein großer Unterschied, ob ich nun 28er Reifen fahre oder einen 23er oder 25er?
Ich möchte nach meinem Umstieg von 23 auf 25 nicht zurück. Am Rollwiderstand ändert sich nichts. Die Reifen sind nur wenige Gramm schwerer, was aber nur für Kriteriumsfahrer ein Argument sein sollte. Dafür rollt man viel komfortabler über unsere teils schlechten Straßen.

28 mm sind die Steigerung. Für extrem schlechten Belag würde ich die aufziehen, passen aber i .d. R. bei einem RR-Rahmen nicht unter der hinteren Bremszange durch. An einem Straßen-RR wirken sie optisch deplatziert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 28.08.2013, 08:51

Killse hat geschrieben:Ja das sieht ja alles schon mal ganz gut aus.
Ist es ein großer Unterschied, ob ich nun 28er Reifen fahre oder einen 23er oder 25er? So rein vom Fahrgefühl/Rollwiderstand.
Der Unterschied zwischen 23 und 25 mm ist spürbar, aber nicht sehr groß. Einen gewaltigen Sprung in Richtung Komfort machst Du mit dem Wechsel auf 28er Breite. Mit 1,5-2 Bar weniger Druck hast du in Kombination mit dem fast doppelten Luftvolumen gegenüber 23mm einen spürbaren Komfortgewinn. Ich fahre die ganze Saison schon mit 28mm Conti 4-Seasons.
https://www.bike-components.de/products ... ifen-.html
Absolut genialer Reifen! Null Pannen auf >5000km, geringes Gewicht, geringer Rollwiederstand.
Bei dem einen oder anderen RR-Rahmen dürfte er passen. Du musst genau hinschauen, wieviel Platz ist, insbesondere auch oben an der Gabel. Es gibt einige Rahmen/Gabel Kombinationen, wo nicht einmal 25er Reifen passen, habe ich bei einem Simplon eines Vereinskameraden gesehen.

:gruss: dirk
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Beitragvon Bergfloh » 28.08.2013, 09:55

Helmut hat geschrieben:Ich möchte nach meinem Umstieg von 23 auf 25 nicht zurück.
Ich auch nicht. Auf meinem Rennrad fahre ich nur 25er.

Bei einem Rennradrahmenvergleichstest hinsichtlich Fahrkomfort und damit Langstreckentauglichkeit hieß es in einer renommierten Fachzeitschrift am Ende: Der unkomfortabelste Rahmen wird durch 25mm-Reifen genauso komfortabel wie der komfortabelste mit 23mm-Reifen.

Zum Rollwiderstand las ich in einem Reifenvergleichstest: "Der Rollwiderstand erhöht sich mit zunehmender Breite übrigens nicht. Im Gegenteil: Bei gleichem Luftdruck und gleicher Bauart rollen breitere Reifen leichter ab als ihre schmalen Pendants."

Im MTB-Bereich scheint der Trend in Richtung breitere Felge zu gehen. Bei Velotraum heißt es dazu: "Je breiter nun die Felge, desto formstabiler bleibt der Reifen". Das ist sicher ein Vorteil.

Ich habe gestern einen 25mm Conti GP4000 auf der 19mm-CrossMax-Felge getestet. Sieht nicht "verboten" aus und läuft einwandfrei.
Viele Grüße
Ralf

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Beitragvon Killse » 28.08.2013, 13:06

Bergfloh hat geschrieben:Ich habe gestern einen 25mm Conti GP4000 auf der 19mm-CrossMax-Felge getestet. Sieht nicht "verboten" aus und läuft einwandfrei.
Hast du davon zufällig mal ein Foto? Würde mir das gern mal anschauen.

Also kann man zusammenfassend sagen: Wenn bei mir eine 135er Nabe passt, Kann ich ein 29er MTB Laufrad + 25er oder 28er Reifen nehmen... Da sollten dann ja die passenden Teile zu finden sein.

Gruß
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Beitragvon Bergfloh » 28.08.2013, 13:50

So sieht der 25er Conti auf der 19mm CrossMax-Felge aus.

Bild

Übrigens: Shimano bietet mittlerweile 2 CycloCross-Laufradsätze für Scheibenbremsen an. Die heißen WH-RX05 und WH-RX31, haben anscheinend eine Maulweite von 17mm (622-17C) und sind für Reifen ab 25mm freigegeben.
Viele Grüße
Ralf

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Beitragvon Killse » 04.09.2013, 11:03

Danke für die Fotos.

Wie du schon sagtest, es sieht nicht verboten aus. Ich denke mal, dann wird meine Wahl auf so einen Satz hinauslaufen... Vermutlich aber erst nach dem Winter, jetzt behalte ich erstmal meine Stollenreifen ^^

Gruß aus Hamburg

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