Welche Reifenbreite sollte das Universalrad haben?

Technobull
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Beitragvon Technobull » 10.03.2012, 22:09

Helmut hat geschrieben:Hatte ganz vergessen zu berichten, dass ich erstmals mit Reifen in 42 mm Breite fahre. .... Der geringe Unterschied resultiert auch daraus, dass Schwalbe bei diesem Reifen für 38 und 42 mm den gleichen Luftdruck empfiehlt. ... Für die Stadt halten sich m. E. die Vor- und Nachteile von 38 und 42 mm die Waage.
Na das deckt sich ja mit meinen Erfahrungen, seitdem ich diesen Tourer habe, zum ersten Mal seit Jahrzehnten fahre ich sowas mit 42 mm (43 mm ?) Reifen, sonst immer 28-32 mm, gelobt sei was hart macht.

Ich war ganz überrascht, was für einen Unterschied die 42 mm bei Nässe/Matsch/Schnee machen, bin sonst mit Slicks eben vorsichtiger gewesen bzw. habe dann Spikes aufgezogen.

Von dem, was ich jetzt hier von Schwalbe vorgestellt sehe, würde ich wohl am ehesten den leichtesten Marathon +/- 42 mm für den Stadtverkehr nehmen, das Profil ist wohl von zweitrangiger Bedeutung, wenn man nicht gerade durch den Schlamm pflügt und Schönwetterfahrer ist. Leser dieses Forums können sicher eine Panne selbst beheben, sonst eben Marathon Plus mit der dicken Gummisohle.

Im 26" Böttcher Grecos meiner Liebsten waren so 47 mm Taktorreifen von 1 kg aus der Tschechei drin, (NP < 10 €) auf Schnee gar nicht schlecht, die habe ich gegen Slicks ich glaube Conti 38 mm ausgetauscht, ein gewaltiger Unterschied und - 500 g pro Rad. Jetzt fährt sie 20" E-Rad, da kamen die 50 mm Big Apple Schwalbe raus weil die bei Nässe einfach nur glitschen, stattdessen Marathon Plus mit Autoventilschläuchen, damit man den Luftdruck genau einstellen kann, was bei den albernen serienmäßigen Blitzventilen nicht geht.

--
Seitdem ich vor Jahren täglich von Kingston nach London Euston unterwegs sein mußte mit 2 x 14 Meilen mit dem Reiserad habe ich statt der Cantis Magura Hydraulik, mit anderen Bremsen kommt man wohl auch zurecht, ich will es aber nicht mehr.
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Beitragvon mischakugelrund » 11.03.2012, 08:24

Danke für die ausführlichen Antworten und Hinweise. Leider bin ich von der Breite durch Rahmen, Felgen, Schutzbleche und Bremsen etwas limitiert. Das Rad stammt aus der Mitte der 90er des letzten Jahrtausends, als schmal noch als das Mittel der Wahl bei zügigen Reiseradlern galt... (meine ich mich zumindest zu entsinnen).

Ich schau mal ob ich wenigstens 38er aufziehen kann.
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Beitragvon Technobull » 11.03.2012, 09:47

mischakugelrund hat geschrieben:Danke für die ausführlichen Antworten und Hinweise. Leider bin ich von der Breite durch Rahmen, Felgen, Schutzbleche und Bremsen etwas limitiert. Das Rad stammt aus der Mitte der 90er des letzten Jahrtausends, als schmal noch als das Mittel der Wahl bei zügigen Reiseradlern galt... (meine ich mich zumindest zu entsinnen).

Ich schau mal ob ich wenigstens 38er aufziehen kann.
35 mm sind wohl das Limit, jedenfalls in meinem Giant Trooper wo vorn noch die innen abgestützte Magura Bremse Breite wegnimmt. Dann hat der Weihnachtsmann das Böttcher Safari gebracht mit 43 mm Reifen und Maguras und 8 Gangnabenschaltung. Es gibt sicher Besseres, Leichteres für mehr Geld.

Eigentlich hatte ich schon länger vor einen Cycle Cross Stahlrenner als Unversalrad aufzubauen aber mal fehlte die Zeit, mal das Geld, Rahmen aus dem Internet sind nicht mein Fall, in den üblichen Läden sieht man sowas gar nicht..

Für den Stadtverkehr und schlechte Wege ist man klar besser dran mit dickeren Reifen, effektiv eher schneller und sicherer weil man bei den oft schlechten Radwegen nicht mehr unbedingt auf die Straße muß und auch weil man bei 0 Federung eher mal Speichenbrüche im Hinterrad hat.

http://www.sjscycles.co.uk/thorn-ripio- ... prod21747/

Nur mal so als Beispiel, Federgabel ist Unsinn finde ich, dicke Blockprofilreifen auch.
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Beitragvon mad.mat » 11.03.2012, 15:17

Sorry Technobull, aber ich verstehe nicht mehr was Du uns hier sagen willst :oops:
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon Helmut » 11.03.2012, 15:36

Technobull hat geschrieben:http://www.sjscycles.co.uk/thorn-ripio- ... prod21747/

Nur mal so als Beispiel, Federgabel ist Unsinn finde ich, dicke Blockprofilreifen auch.
Das mag ja an Deinem Stadt- und Tourenrad Unsinn sein, aber das von Dir verlinkte Rad macht auf mich einen stimmigen Eindruck. Federgabel und grobstollige, breite Reifen an einem artgerecht gefahrenen MTB sollten einen nicht irritieren.

Und der Gepäckträger macht Sinn, wenn damit längere MTB-Touren mit Gepäck fahren will.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Technobull » 11.03.2012, 17:05

Helmut hat geschrieben:
Und der Gepäckträger macht Sinn, wenn damit längere MTB-Touren mit Gepäck fahren will.
Klar kann eine Federgabel für extremeren Geländeeinsatz Sinn machen, es ging mir ja nur darum, zu zeigen, daß es Stahlrahmen mit Ösen, ob als MTB oder Crosser gibt, die man alltagstauglich/STVZO ausstatten kann, um also bei Dunkelheit, Schnee, Matsch durch Stadt und Land zur Arbeit zu fahren, nur sieht man sowas praktisch nie in den Läden, außer eben z.B. bei SJS.

Hat man genügend Reifenbreite im Rahmen, kann man je nach Zweck und Wetter/Jahreszeit den optimalen Reifen aufziehen, anstatt für jeden Zweck ein anderes Rad zu nutzen, vom Platz im Mietshauskeller mal ganz abgesehen.

http://stahlrahmen-bikes.de/
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Beitragvon mad.mat » 11.03.2012, 17:33

Technobull hat geschrieben:Hat man genügend Reifenbreite im Rahmen kann man je nach Zweck und Wetter/Jahreszeit den optimalen Reifen aufziehen anstatt für jeden Zweck ein anderes Rad zu nutzen, vom Platz im Mietshauskeller mal ganz abgesehen.
Das stimmt. Wenn ich morgens Brötchen hole und die Sonne scheint, zieh ich die Slicks auf. Für die Crossrunde nach dem Frühstück montiere ich dann die schweren Fat Albert. Nachmittags fahr ich dann zu meinem Kumpel. Und da dann grad Wolken aufziehen, werde ich schnell nochmal auf den Alltagsreifen wechseln.......
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Beitragvon Technobull » 11.03.2012, 21:45

mad.mat hat geschrieben:Das stimmt. Wenn ich morgens Brötchen hole und die Sonne scheint, zieh ich die Slicks auf. Für die Crossrunde nach dem Frühstück montiere ich dann die schweren Fat Albert. Nachmittags fahr ich dann zu meinem Kumpel. Und da dann grad Wolken aufziehen, werde ich schnell nochmal auf den Alltagsreifen wechseln.......
Für einen echten Sportler kommt es nicht in Frage, einfach mal die Reifen (< 30 Min bei mir H/R) oder die Laufräder zu wechseln (ruckzuck), der hat eine Trainingsmaschine, ein Kriteriumsrad mit den speziellen Pedalen und kurzem Radstand, mindestens einen Straßenrenner für die Langstrecken-Klassiker, die werden ja bei allfälligen Massenstürzen immer mal zersägt, eine Zeitfahrmaschine für schlappe 4-5000 € und einen Crosser, oder daneben vielleicht noch ein MTB oder eben mehrere, vielleicht hardtail, dann noch ein full suspension für die downhill-Rennen. Tja das Wintertraining auf der Bahn nicht vergessen !

Arbeiten darf der natürlich nicht, wofür gibt es Sponsoren und Mechaniker :HaHa:
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Beitragvon Helmut » 11.03.2012, 21:58

Technobull hat geschrieben:Für einen echten Sportler kommt es nicht in Frage, einfach mal die Reifen (< 30 Min bei mir H/R) oder die Laufräder zu wechseln (ruckzuck), der hat eine Trainingsmaschine, ein Kriteriumsrad mit den speziellen Pedalen und kurzem Radstand, mindestens einen Straßenrenner für die Langstrecken-Klassiker, ...
Arbeiten darf der natürlich nicht, wofür gibt es Sponsoren und Mechaniker :HaHa:
Ja, so ist es vielfach. Ich habe drei Räder, werde mir in den nächsten Monaten/Jahren sicherlich ein viertes zulegen. Das ist nicht ungewöhnlich in der Radsportszene. Viele haben mindestens ein RR, dazu ein MTB und/oder Cyclocrosser, evtl. ein Alltagsrad. Es gibt Leute, die haben zudem ein Tandem oder Cruiser. madmat hat so um die zehn Räder. Was also soll denn bitte diese Ironie?

Sorry, aber dieses Geschreibe von Dingen, von denen man kaum eine Ahnung hat, geht auch mir auf den Keks.

Und weil das alles mit dem Ursprungs-Thema dieses Freds "Schwalbe Marathon Extreme" rein gar nichts zu tun hat, werde ich alles nicht mehr dazu gehörende in einen separaten Fred abtrennen.
Zuletzt geändert von Helmut am 11.03.2012, 23:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Helmut » 11.03.2012, 22:07

So, nun habe ich diese "Diskussion" über Reifenbreiten und Anzahl der nötigen Fahrräder in einen eigenen Fred verschoben.

Wer sich an diesem Fred beteiligen möchte, nur zu. So wie die hier bisher gelaufen ist, habe ich keine Lust, mich hier zu diesen Themen weiter zu äußern.
Zuletzt geändert von Helmut am 11.03.2012, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Tribelix » 11.03.2012, 22:30

Technobull hat geschrieben:Für einen echten Sportler kommt es nicht in Frage, einfach mal die Reifen (< 30 Min bei mir H/R) oder die Laufräder zu wechseln (ruckzuck), der hat eine Trainingsmaschine, ein Kriteriumsrad mit den speziellen Pedalen und kurzem Radstand, mindestens einen Straßenrenner für die Langstrecken-Klassiker, die werden ja bei allfälligen Massenstürzen immer mal zersägt, eine Zeitfahrmaschine für schlappe 4-5000 € und einen Crosser, oder daneben vielleicht noch ein MTB oder eben mehrere, vielleicht hardtail, dann noch ein full suspension für die downhill-Rennen. Tja das Wintertraining auf der Bahn nicht vergessen !

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Hast du bei mad.mat und mir in den Keller gekuckt? :oops:
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 12.03.2012, 10:02

Tribelix hat geschrieben:Hast du bei mad.mat und mir in den Keller gekuckt? :oops:
Um mad.mat`s gesamten Fuhrpark zu besichtigen, muss man schon 2 Kellerräume und sein Fahrradzimmer im OG besuchen. Mein RR wurde von Mathias nach HH-B für ein paar Wochen eingelagert. Als ich es abgeholt habe mussten wir ne Weile suchen, bis wir es fanden. :Zwinkern:
:gruss: Dirk
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Beitragvon Technobull » 12.03.2012, 18:02

Tribelix hat geschrieben:Hast du bei mad.mat und mir in den Keller gekuckt? :oops:
Gar zu gern, vielleicht steht da ja ein Stahlrahmen von Velo Deroy oder Technobull oder Olmo vielleicht, ein 58 cm Crosser gar mit Holzfelgen womöglich, sowas richtig altmodisches was keiner mehr will, da mache ich dann ein Angebot ;-) Demnächst habe ich eine Garage.... War auch nur einmal auf ner Bahn, am Ende der RTF Hildesheimer Berge..

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