Schnee MTB Mountainbike Reifen - Erfahrungsaustausch

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Wurzelwegtreter
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Schnee MTB Mountainbike Reifen - Erfahrungsaustausch

Beitragvon Wurzelwegtreter » 27.12.2010, 12:56

Moin @ all,

ich bin mit meinem MTB Simplon Mythos Pro und den original Schwalbe Nobby Nic 26x2,25" im Sachsenwald unterwegs.
Es ist kein Geheimnis:
Seit Anfang Dezember haben wir SCHNEE und Temperaturen unter NULL Grad.

Der NN von Schwalbe ist nicht wirklich der Bringer auf Schnee / Schneematsch und "Eis".
Jeder Anstieg wird von mir geschoben, weil der Hinterreifen sofort durchdreht.
Ich weiß nicht wie viele Landungen ich im Schnee gemacht habe.

Abgesehen davon, dass Spike´s nun fast überall ausverkauft und schweine teuer sind, hier meine Frage:

Gibt es bei Euch jemand der mir einen guten Winter / Schnee-Reifen bis max. 2,4er Dicke empfehlen kann?

Freue mich auf Eure Beiträgen und Erfahrungen

tschüss

Frank

(PS , gleich geht es zu GOSCHI in die Hahnheide!)
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 27.12.2010, 13:29

Moin

Spikes und dicke Reifen bringen bei Schnee nichts. Spikes machen nur Sinn wenn es über ebene Eis- und Reifflächen geht, also hauptsächlich wenn Strassenanteile gefahren werden.
Im Schnee nicht zu breite Reifen, grobes aber offenes Stollenprofil. Bei zu engen Profil verklebt das Profil mit Schnee. Möglichst niedriger Reifendruck, damit man bei Kanten und Schneeverdichtungen nicht gleich wegbricht.
Ich fahre den IRC Trailbear 2,25 mit etwa 1,5 bar. Profil könnte etwas offener sein geht aber bei diesem derzeit sehr kalten nicht haftenden Schnee recht gut.

Gruß
Armin
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Beitragvon Konkursus » 27.12.2010, 14:34

die Ausführungen von quasarmin zu den Spikes entsprechen meinen Erfahrungen, helfen auf Schnee nicht.

Gestern auf der Forums-Jahresabschlussfahrt bin ich mit racing ralph gefahren und hatte keine größeren Probleme als andere auch. Fühlte mich relativ sicher.

Konkursus
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Don Vito Campagnolo
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 29.12.2010, 11:23

Konkursus hat geschrieben:die Ausführungen von quasarmin zu den Spikes entsprechen meinen Erfahrungen, helfen auf Schnee nicht.
Logisch: Die brauchen eben einen feste Untergrund um sich darin festzukrallen.

Bin jetzt auch mit Spikes (Conti Spike Claw) unterwegs, der hilft eben auf gefrorenen oder festgefahrenen Passagen. Zuvor mit den Rocket Ron 2.1" ging es in Neuschnee erstaunlich gut: Obwohl dessen Stollen recht flacht sind hatte der guten Grip, dank weitem Profil gab es auch kein Probleme mit Zusetzen.

Für die aktuellen Verhältnisse mit recht hoch liegendem, seifigem Schnee mit vielen Fußspuren/Schneerillen gibt es praktisch keine Super-Reifen, da hat man eben mit jedem Material ordentlich zu kämpfen.
Bagdad-Biker

Re: Schee MTB Mountainbike Reifen - Erfahrungsaustausch

Beitragvon Bagdad-Biker » 29.12.2010, 14:16

Wurzelwegtreter hat geschrieben:Der NN von Schwalbe ist nicht wirklich der Bringer auf Schnee / Schneematsch und "Eis".
Kann durchaus an der Profiltiefe liegen. Die Reifen von der Vogelfirma haben ja ein ohnehin flaches und schnell abnutzendes Stollenwerk....
Wurzelwegtreter hat geschrieben: Jeder Anstieg wird von mir geschoben, weil der Hinterreifen sofort durchdreht.
....kann aber auch ebenso sein, dass Du die falsche Fahrtechnik anwendest.
Wurzelwegtreter hat geschrieben:Abgesehen davon, dass Spike´s nun fast überall ausverkauft und schweine teuer sind, hier meine Frage:
Gibt es bei Euch jemand der mir einen guten Winter / Schnee-Reifen bis max. 2,4er Dicke empfehlen kann?
Spikereifen braucht bei den derzeitigen Verhältnissen kaum ein Mensch. Wie die Vorredner schon schrieben, ist das was für feste, vereiste Flächen oder für die Rennstrecke, wo es um Sekunden geht und der Schnee so festgefahren ist, dass normale Stollen nicht greifen können. Vergiss also die Spikes!

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht der Typ bin, der sich erst den Wetterbericht und die Streckenverhältnisse anguckt, um dann zu entscheiden, welchen Laufradsatz er seinem Bike denn heute montiert. Im Hobbybereich kann man beruhigt pauschalisiert sagen: Einer für Alles!

Ich pers. fahr das ganze Jahr über den IRC Mythos 2,1. Aus meiner Sicht einer der besten Allroundreifen zu einem realistischen Preis.

Im Bezug auf die Breite ist eine treffende Aussage schwer zu tätigen. Einerseits "schwimmt" ein breiterer Reifen eher auf der Schneedecke, was den Rollwiederstand verringert und das Vorankommen erleichtert/ermöglicht, ihn allerdings auch weniger griffig macht. Ein schmaler Reifen taucht durch den losen Schnee ein und greift besser im festeren Untergrund. Dadurch dass er aber quasi den Schnee aufpflügen muss, erhöht sich der Rollwiederstand enorm.

Der Druck wurde bereits angesprochen. Er ist abhängig von Fahrergewicht, Reifenbreite, Reifenart und per. Vorliebe. Je breiter der Reifen, desto weniger Druck kann er ab. Nen 2,4´er kann man noch mit 1,2 Bar fahren, bei einem 1,8´er dürfte bei etwa 2,8 Bar nach unten bereits schluss sein. (Alles grobe Richtwerte. Abhängig von den ber. genannten Parametern) Ansonsten ruinierst man sich die Felgen mit Durchschlägen.

Zudem: Es ist zwar so, das ein niedriger Reifendruck den Rollwiederstand senkt und den Fahrkomfort erhöht (ein zu hoher verhält sich proportional andersrum. So paradox das klingen mag). Wenn ich allerdings schon auf der Felge fahre, dann hab ich da was falsch verstanden!

Grundsätzlich rate ich zu geringen Drücken am MTB. Ich fahre mit 2,5-2,25 Bar. Im Winter lass ich sie gern noch etwas weicher. So bei etwa 2 bar. Der Reifen kann sich dann vereisten Kanten etc. besser anpassen. Weniger geht bei mir nicht. Mit 80 Kilo bin ich wohl zu schwer

:(
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Helmut
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Re: Schee MTB Mountainbike Reifen - Erfahrungsaustausch

Beitragvon Helmut » 02.01.2011, 22:51

Bagdad-Biker hat geschrieben:Spikereifen braucht bei den derzeitigen Verhältnissen kaum ein Mensch. Wie die Vorredner schon schrieben, ist das was für feste, vereiste Flächen oder für die Rennstrecke, wo es um Sekunden geht und der Schnee so festgefahren ist, dass normale Stollen nicht greifen können. Vergiss also die Spikes!
Du hast ja Recht, aber nur in der Regel. Meine Fahrt heute durch die im Moment total vereiste Stormarnsche Feldmark hätte ich ohne Spikes nicht antreten wollen, hätte gern 240 und mehr statt nur (wie bei meinen Reifen) 120 Nägel in den Mänteln gehabt.

Was ich verstehe, ist, dass sich nicht jeder den "Luxus" teurer Spike-Reifen leisten mag, für die paar Tage im Jahr, wo die Sinn machen. Zumal ein weiterer Laufradsatz nur für diese Reifen nochmals ins Geld gehen würde, anderenfalls man bei nur einem Laufradsatz ständig die Mäntel wechseln müsste.

Es gibt allerdings auch Foris, die haben mehrere Räder im Stall stehen, eines mit Spike-Reifen für den Fall der Fälle.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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ich habe einen NEUEN

Beitragvon Wurzelwegtreter » 03.01.2011, 11:38

Habe mir hinten einen neuen 2,3er Conti Gravity

http://www.conti-online.com/generator/w ... ty_de.html

Bild

Ich habe mich zu dem Reifen entschlossen, weil der schönen eckige Noppen hat, die weit aus einander stehen.

Mein Nobby Nic von Schwalbe ist in der Lauffläche immer voll Schnee gewesen!

was soll ich sagen ...... super, jetzt wo ich mich im Schnee ein wenig austoben wollte, ist der weg getaut, bzw. die Reste total vereist!

Somit entfällt vorerst der objektive Fahr- und Erfahrungsbericht!

Ich melde mich wieder zum Thema, wenn der "nächste" Schnee fällt!

tschüss

Frank
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Beitragvon quasarmin » 03.01.2011, 12:51

Moin Frank

sieht gut aus der Reifen. Eingangs wurde ja nur das Thema Schnee behandelt, und das Spikes da nicht viel bringen. Da der Winter lang ist und die Bedingungen sich wie du ja schon schreibst täglich ändern sind Spikes grundsätzlich nicht verkehrt. Wenn du nun zu diesem Grip-Reifen vorne einen mit 240 Spikes montierst, dann bist du für die meisten Situationen bestens ausgerüstet. Selbst zwischen Schneefeldern gibt es immer wieder Eisflächen, und dann ist es wichtig wenn wenigsten der Vordereifen in der Spur bleibt.
Habe heute morgen erst problemlos eine 37km Tour über völlig vereiste Strassen mit meinem Winter-ATB hinter mich gebracht. Ich fahre 2 Conti Nordic Spike mit je 240 Spikes und das nun den 5. Winter. Die Reifen habe ich immer auf einem zweiten alten Laufradsatz montiert, wechsle am Vorabend oder auch noch schnell morgens auf den entsprechenden Laufradsatz. Das hat sich gut bewährt. Auf dem MTB fahre ich keine Spikes, bei Eis ist dann eben besondere Vorsicht geboten.

Mein MTB hat nun jedoch erstmal dienstfrei, am 31.12 hat die Dual Drive Nabe kurz vorm Ziel ausgehaucht :-(

Viele Grüße und viele rutschfreie Kilometer
Armin
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Beitragvon Dreckschleuder » 03.01.2011, 15:17

Nach meinen Beobachtungen bei den letzten Touren gibt es den perfekten Reifen nicht. Der gleiche Reifen lief bei unterschiedlichen Fahrern (unterschiedliches Gewicht, Luftdruck, Fahrstil) teils gut teils "gar nicht".

Allein die letzten 3 Tage waren von den Bedingungen so abwechslungsreich, daß ich 3 verschiedene Sätze Reifen für meinen Crosser gebrauchen könnte. Am Samstag im Wald bin ich tief in den verharschten Schnee eingesackt, mußte schieben, während meine Mitfahrerin auf ihrem MTB zwar nicht einsackte, aber mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen hatte. Heute bin ich an gleicher Stelle mit meinen Allerwelts-Racing-Ralf supergut über den gefrorenen Schnee gekommen. Dafür habe ich ein paar Beinahe-Stürze auf überfrorenem Tauwasser mit Schrecken überstanden. Da hätte ich Spikes brauchen können.

Die Lösung ist einfach: Man nehme 2-3 Laufradsätze im Rucksack mit auf die Tour und wechsele bei Bedarf.
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Re: Schee MTB Mountainbike Reifen - Erfahrungsaustausch

Beitragvon Bagdad-Biker » 03.01.2011, 19:24

Helmut hat geschrieben:Was ich verstehe, ist, dass sich nicht jeder den "Luxus" teurer Spike-Reifen leisten mag, für die paar Tage im Jahr, wo die Sinn machen.
Den Kostenfaktor kann man reduzieren
http://www.mtb-biking.de/eigenbau/spikes/spikes.htm
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 00:24

Na, ich weiß nicht, ob das bei Berücksichtigung der Preise für das Ausgangsmaterial (Mantel, Schrauben) und Zeit tatsächlich günstiger würde.

Ich gehe mal davon aus, daß die Fertigung: einschrauben, abfeilen ein paar Stunden in Anspruch nimmt. Die Preisdifferenz würde bei meiner Kaufentscheidung Racing Ralf / <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8& ... ">Marathon Extreme</a> vs. Marathon Winter nur wenige Euro betragen.
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Beitragvon Bagdad-Biker » 05.01.2011, 17:11

Dreckschleuder hat geschrieben:Na, ich weiß nicht, ob das bei Berücksichtigung der Preise für das Ausgangsmaterial (Mantel, Schrauben) und Zeit tatsächlich günstiger würde.
Ich weiß ja nicht, wo Du Schrauben kaufst??? Die gibt es doch kiloweise für wenige Euronen.

Zeit? [Ironiemodus an] Welchen Stundensatz legst Du denn für Deine Freizeit zugrunde? Wenn es danach geht, dürftest Du im Haushalt keinen Handschlag tun. Nichtmal das Klo putzen. Eine Putzfrau hat schließlich ´nen geringeren Verdienst als Du. Aber wir Foris wissen es zu schätzen, dass Du deine so wertvolle Freizeit opferst, um hier aktiv zu sein. [Ironiemodus aus]

Mal im Ernst. Klar, wer die Kohle hat sich die sündteuren Schwalbe Spikes zu kaufen, der soll das tun. Der zählt wohl auch nicht zur Zielgruppe der Anleitung.
Dreckschleuder hat geschrieben:Ich gehe mal davon aus, daß die Fertigung: einschrauben, abfeilen ein paar Stunden in Anspruch nimmt. Die Preisdifferenz würde bei meiner Kaufentscheidung Racing Ralf / Marathon Extreme vs. Marathon Winter nur wenige Euro betragen.
Offenbar hast Du die Anleitung nicht gelesen oder nicht verstanden. Du sollst gar nicht zwingend den teuersten Reifen nehmen. Und um mal im Hause Schwalbe zu bleiben - der Jimmy wäre ideal. Der kostet so um die 15 Tacken.

Nun kenne ich Deine Bezugsquelle für Reifen nicht. Auch hab ich mir jetzt nicht die Mühe gemacht, den günstigsten Onlindealer ausfindig zu machen.
Hatte Schwalbe Spikes (Set) zufällig in der Bucht zwischen 160 und 200 € weggehen sehen. Das find ich schon heftig! Allerdings würd ich auch im Leben keine rund 55 € für den von Dir so geliebten RR hinblättern. Die Gründe dafür will gerne noch aufzählen:

1. Sehe ich den Kosten/Nutzenfaktor, aber auch Preis/Leistung als nicht erfüllt an. Das Geld fahre ich einem Reifen einfach nicht ab. Soviel schneller macht mich auch ein RR nicht. Und die Entwicklung und der geringe Materialeinsatz rechtfertigen solche Preise nicht. Für das Geld bekommt man fast PKW Reifen, in denen ebenfalls Entwicklung und deutlich mehr Material steckt.

2. Andere Anbieter haben gleichwertiges Material für weniger Kohle im Programm.

3. Schwalbe lebt davon, in den Bikebravos lobgepriesen zu werden. Das diese Testsiege aber offenbar nicht immer ganz objektiv verteilt werden, wird in div. Foren diskutiert.

4. Rollwiederstand und Grip etc. mögen ausschlaggebende Kriterien sein. Profiltiefe und Verschleiß sind für jeden Fahrer mit einem nicht unbegrenzten Budget aber weitere. Und in den Punkten schneidet Schwalbe, meiner eigenen Erfahrung nach, ganz schlecht ab. Dass ich mit dieser Meinung nicht allein stehe, lässt sich ebenfalls in div. Foren feststellen.
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 17:37

Und ich habe mir für 35 Euronen Reifen mit Spikes gekauft und bin damit nach den 2 Probefahrten zufrieden. Daß es nun solche von der Vogel-Firma sind, interessiert mich dabei eigentlich nicht.

Ich weiß ja nicht, wie Du auf die Preisdifferenz kommst. Meine Freizeit ist mir jedenfalls so wertvoll, daß ich mich nicht für 4-5 Euro pro Stunde hinsetze und bei vagen Erfolgsaussichten (eine scharfe Kannte reicht, um einen Schlauch zu platten) eine solche Anleitung umsetze.
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Beitragvon Bagdad-Biker » 05.01.2011, 17:55

Glückwunsch zu dem Schnäppchen!
Guck mal hier:
http://cgi.ebay.de/NEU-Reifen-Schwalbe- ... 35acf6006b

und wenn Du mal die bereits 80 verkauften Sätze anguckst...
Der wird die Teile für den Preis echt los.
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Beitragvon Helmut » 05.01.2011, 22:11

Bagdad-Biker hat geschrieben:Glückwunsch zu dem Schnäppchen!
Guck mal hier:
http://cgi.ebay.de/NEU-Reifen-Schwalbe- ... 35acf6006b
Kaum zu glauben, wie viele auf dieses Angebot hereinfallen. ebay hat halt den Ruf, dass alles billig wäre.

Statt ca. 220 (UVP ist 180) nur ca. 140 Euro kostet das Set Schwalbe Ice Spiker Pro 2011 Faltreifen bei <a href="http://partners.webmasterplan.com/click ... 17109.html" target="_blank">bike24</a>, Versand ebenfalls kostenlos.
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Beitragvon Dreckschleuder » 05.01.2011, 23:39

@Bagdad-Biker: Vielleicht ist der andere Schwalbe-Reifen ja wirklich besser (abgesehen davon, daß ich ihn deutlich günstiger gesehen habe). Aber ich bin vielleicht 5x im Jahr mit Spikes unterwegs und nie in Rennsituationen. Insofern ist es mir das nicht wert.

Noch etwas günstiger soll der Kenda Klondike sein. Den wollte ich eigentlich kaufen, er war nur zum Kaufzeitpunkt nicht verfügbar.
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Beitragvon quasarmin » 06.01.2011, 09:33

Es muss ja nicht immer Schwalbe sein (ich gebe zu, ich bin alles andere als ein Schwalbe-Fan). Wenn man das MTB als Winterrad fährt, dann reicht auch ein Conti Spike Claw 240 für ca. 45 Euro. Auf ein altes Laufrad montiert, ist das Rad mit wenigen Handgriffen für eine Eisfahrt umgerüstet. Dieses Rad hat man viele Winter lang zur Verfügung. Für den Alltagsbetrieb in Kombination mit einem griffigen Hinterreifen ist man so bestens gewappnet.

Franks Frage am Anfang des Themas zielte ja mehr auf den sportlichen MTB Einsatz im Schnee ab. Man muss daher zwischen Gelände-Schnee-Einsatz und Alttagsfahrten auf Schnee/Matsch/Eis unterschieden. Ich denke, er hat mit dem bestellten Conti schon die richtige Wahl getroffen.

Zum Alltagsbetrieb: Vorsicht ist bei Eis immer geboten, aber so ein Spikerad wenigstens vorne montiert, erhöht die Sicherheit um einiges. Ich habe mir vor ein paar Jahren für mein 28" Winter-ATB zwei 240er Contis (baugleich mit Nokian) für damals zusammen ca. 70 Euro geleistet. Erst die letzten Tage haben mich diese Reifen ganz sicher gleich mehrmals vor einem Sturz bewahrt. Auf einer spiegelglatten kurvigen Landstraße bin ich damit einem VW-Bus weggefahren. An dem Auto waren Nebelscheinwerfer montiert, die haben locker 200-300 Euro gekostet. Kein Mensch fragt sich da nach Sinn und Kosten/Nutzen. Anders ist es, wenn es darum geht bei einem Fahrradreifen zu Gunsten der Sicherheit ein paar Euro mehr auszugeben, damit meine ich nicht die Schwalbe-Lösung für 140-220 Euro! Mit 40-50 Euro ist man bestens und dauerhaft für den Winter bedient.

Für jemand der auch im Winter auf das Rad angewiesen ist, sollte das eigentlich kein Thema sein. Meine Kinder fahren täglich mit dem Rad etwa 3 km zur Schule. Dieses Jahr sind ihnen die Vorderräder mehrmals weggerutscht, mein Sohn hat sich dabei ziemlich wehgetan, zum Glück nichts Schlimmeres. Da alle 3 Kids bei 28" Rädern angekommen sind, werde ich sie nun mit Spikes für die Vorderräder ausstatten.

Würde mich mal interessieren, wie die Schrauben des Bastelreifens nach einem Winter aussehen, zwischen Härtung und Werkstoffen soll es ja Unterschiede geben. 8)

Gruß
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Kabelbinder statt Spikes/Schrauben

Beitragvon sNIKE » 07.01.2011, 12:27

Vielleicht ist dies hier eine kostengünstig und einfach nachzubauende Alternative für einige Foris: Kabelbinder statt Spikes/Schrauben
http://www.dutchbikeco.com/_blog/Dutch_ ... pocalypse/
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Beitragvon Dreckschleuder » 07.01.2011, 15:28

Hi,
das wird für Leute mit Felgenbremsen nicht funktionieren.

Aber zumindest für die Freunde der Scheibenbremse und Rücktrittbremse kann das eine Option sein, wenn die Kabelbinder nicht an den Sattelstreben schleifen.
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