Fahrrad bei B.O.C. umtauschen?!

tm14984
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Fahrrad bei B.O.C. umtauschen?!

Beitragvon tm14984 » 06.07.2010, 17:37

So erstmal sag ich guten Tag. Ich hab mich hier angemeldet in der Hoffnung ein wenig Hilfe zu bekommen. Ich bin heute zu B.O.C. gegangen und hab mir ein Fahrrad gekauft. Preis lag bei 349,- Euro. Erwartet hab ich nicht viel, da ich maximal von A nach B möchte, nich mehr nich weniger.

Da der Laden ume ecke ist, bin ich mal etwas weiter gefahren, um zu testen, was so geht. Folgende Mängel sind aufgetreten:
- Schaltung nicht eingestellt
- Leichte 8 im Hinterrad (bzw. was heisst leicht, beim Anheben des Rades wackelt das Fahrrad brav mit hin und her)
- Tretwerk (Laufwerk?) knirscht erbärmlich, sobald man etwas fester rein tritt. Gibt halt so böse Geräusche von sich, dass ich wirklich Angst hab auch nur etwas schneller zu fahren.

Meine Frage ist nun, was ich zu tun habe. Ich habe gehört, ein "Umtausch" gegen das Geld oder anderes Fahrrad ist erst nach der 3 Reklamation auf das selbe Problem möglich? Da ich allerdings so dermaßen sauer bin, möchte ich es eigentlich umgehend gegen das Bargeld tauschen und mir ein "besseres" bei Stadler zu kaufen...

Hat da jemand nen Rat für mich?!

Mfg

tm
crumble
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Re: Fahrrad bei BoC umtauschen ?!

Beitragvon crumble » 06.07.2010, 18:29

Moin,

das ist nicht viel Geld fuer ein Rad, vor allem wenn es voll gefedert sein sollte. Schau mal in deinen Kaufvertrag, ob Du nur ein vormontiertes Rad gekauft hast. Dann ist es kein Wunder, dass da so einiges an dem Rad lose und nicht richtig eingestellt ist, denn Du bist dann dafuer verantwortlich.

Ansonsten setzt sich recht viel auf den ersten paar hundert Kilometern. Das ist normal und dafuer gibt es beim Fachhaendler die kostenlose Erstinspektion.

Eine verstellte Schaltung, knirschen bei Druck und eventuell das Eieren koennen ganz simpel von einem losen Hinterrad stammen. Sitzt das wirklich fest und liegt nicht schief? Gerade bei den guenstigen Raedern kann der Lack unter Last schnell nachgeben und Hinterrad muss neu ausgerichtet und festgezogen werden. Das kann man schnell selber machen.

Schnellspanner, 15er Schluessel oder ?? Inbus sind dein Freund, denn das kann noch eine Weile so gehen, bis der Lack aufhoert nachzugeben, also nie ohne passendes Werkzeug auf laengere Strecken gehen, bis sich alles gesetzt hat.

Tsch"u"s
Peter
tm14984
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Beitragvon tm14984 » 06.07.2010, 18:38

Stand fertig bei BoC. Nein, viel Geld ist es nicht, trotzdem denke ich sollte es beim Losfahren nicht gleich sone argen Probleme geben?

Es ist nicht vollgefedert, hat nur ne Federgabel vorne, mit der ich keine Probleme hab. ;)

Locker ist nichts soweit, Rad sitzt gerade, aber eiert in sich bei Drehung, alles mit Schnellspannern und hab ebenfalls alles überprüft. Sollte halt nurn Fahrrad für den Arbeitsweg sein, ergo nix weltbewegendes, aber zumindest heile...
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tierfreund23
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Beitragvon tierfreund23 » 06.07.2010, 21:46

Hallo tm 14984,

da hast du dir ja scheinbar eine ziemliche Gurke andrehen lassen. Was ich nicht verstehe, hast du nicht vor dem Kauf eine Probefahrt gemacht, da sollten eigentlich solch gravierende Mängel auffallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dir Bargeld wieder geben werden, weil das müssen Händler nicht machen, das machen sie höchstens aus Kulanz.

Wie crumble schon schrieb, würde ich noch mal alles nachziehen und das Tretlager eventuell mal ausbauen. Wegen dem Laufrad würde ich noch mal zu BOC gehen, dass sie es neu Zentrieren.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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Beitragvon tm14984 » 06.07.2010, 22:18

danke für die antwort. ;) leider lassen die ein nur da drinnen rumgurken und das sind maximal 200 m. da kannste nix wirklich testen.... ja hingehn tu ich sowieso nochma... das mit dem geld nich zurück weiss ich nu auch schon, aber wenns mehrmalige selbe probleme gibt, müssen sie nach der dritten gleichen reklamation ersatz oder das geld anbieten.
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Beitragvon Bagdad-Biker » 07.07.2010, 06:26

Finger weg vom Selber schrauben! Nicht das noch wer auf die Idee kommt die Garantie sei erloschen.
Ich würd das Rad sofort zurück zu BOC bringen und mir sofort den Filialleiter und den Werkstattmeister geben lassen. Die mögen das Rad probefahren und Dir erklären, ob ein solcher Zustand den Qualitätsansprüchen von BOC genügt. Der wird seinen Jungs in der Werkstatt schon die Füße aufpumpen.
Lass Dich nicht damit abspeisen, dass Du ja nun die erste Inspektion in Anspruch nehmen kannst. Denn das ist eine Reklamation und keine Inspektion. Lass Dich vorallem nicht von irgend so´nen ahnungslosen Verkäufer an der Kasse vollsappeln. Der ist Einzelhändler, kein Mechaniker.

Im Übrigen: Wo ich ein Rad nicht probefahren kann, da kauf ich auch keins!
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tierfreund23
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Beitragvon tierfreund23 » 07.07.2010, 19:51

Bagdad-Biker hat geschrieben:Im Übrigen: Wo ich ein Rad nicht probefahren kann, da kauf ich auch keins!
Hallo Olli,

da kann ich dir nur recht geben. So eine kleine Runde im Laden kann man nicht als Probefahrt bezeichnen.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
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Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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Wurzelwegtreter
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BOC Rider

Beitragvon Wurzelwegtreter » 08.07.2010, 17:57

Moinsen,

ich habe mir 2004 auch ein BOC Fahrrad gekauft. RR Giro komplett mit Ultregra mit SPD´s für 850 Euro als Herbst-Ausverkaufsmodell.

Ich fahre das Fahrrad immer noch (+ 7000 km) ohne irgendwelche Ausfälle. Die Erstinspektion habe ich in Harburg machen lassen, seit dem haben die mein Fahrrad nicht mehr gesehen.

Weil alles so toll geklappt hat, hat mein Sohnemann für 350 Euro ein MTB bekommen, was soll ich sagen = nur Schrott! (schwergängig, rostet überall, Schläuche porös, Licht fällt immer wieder aus, etc.

Meine Tochter hat fast zeitgleich für 399 ein neues Fahrrad bekommen, bis das da die 8-Gang Nexus nicht richtig schaltet und der Hinterradständer immer wieder abgeknickt ist, war das Fahrrad ganz okay. Aber auch das Fahrrad ist langsam gestorben und hat immer mehr defekte gehabt, so dass ich auch das Fahrrad für 65 Euro noch verkauft habe!

Mein Fazit:
Die Fahrräder die ich unter 1.000 Euro dort sehe, sind Massenware aus Fernost und seltenst für den Dauerbetrieb zu gebrauchen. Mit meinem RR habe ich Glück gehabt, normaler Preis wäre 1250 Euro

Darum gilt:
Ich bin zu arm um alles zweimal zu kaufen!!!!!!

In dem Sinne

es grüßt "Dagobert Duck" ;)

alias Frank
was ist Rückwind?
www.Teamhamfelderhof.de
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 09.07.2010, 21:06

Auch die Räder über 1.000 € sind Massenware aus Fernost!
Es gibt kaum noch Hersteller die in Europa oder USA fertigen.
Lediglich die Qualität der Räder ab 1.000 aufwärts ist etwas besser.
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Beitragvon Helmut » 09.07.2010, 21:44

Bagdad-Biker hat geschrieben:Auch die Räder über 1.000 € sind Massenware aus Fernost!
Es gibt kaum noch Hersteller die in Europa oder USA fertigen.
Lediglich die Qualität der Räder ab 1.000 aufwärts ist etwas besser.
Auch Räder für weit über 1.000 Euro kommen ebenfalls zumeist aus den gleichen Fabriken. Massenware sind sie insbesondere deshalb nicht, weil nur wenige sie sich leisten können bzw. wollen.

Ich meine, ein alltagstaugliches Tourenrad ist für deutlich unter 1.000 Euro zu bekommen. Wer mehr ausgibt wird besser funktionierende Teile, weniger Gewicht, aber nicht unbedingt mehr Lebensdauer bekommen. Teurere Räder leben nicht länger, "führen aber ein schöneres Leben".
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Bagdad-Biker » 09.07.2010, 22:35

Sorry, das sehe ich anders. Die meisten Hersteller bieten ein Modell in unterschiedlichen Preissegmenten an. Als Beispiel sei mal mein Bergamont Evolve genannt. Es stand 2002 als 4.0/5.0/7.0/8.0/9.0 und 10/0 in den Läden. Die Rahmen sind dabei vom Aufbau und Geometrie gleich. Lediglich die Austattung variierte. ( Am Rande: Wobei ich von Bergamont nicht weiß, wo sie produzieren.)
Diese breite Vielfalt innerhalb eines Modells findest Du aber bei neahezu jedem Hersteller. Der Rahmen ansich ist aber der gleiche.

Mit dem Begriff Fernost-Massenware wollte Wurzelwegtreter offenbar lediglich auf die dem günstigen Preis entsprechende Qualität der Räder hinweisen. Denn wie gesagt. Aus Fernost kommen (fast) alle.


Was die Lebensdauer etc. angeht:
Klar ist, dass z.B. eine SIS Schaltung nicht an die Performance einer XTR herankommt. Sie ist eben für günstige Räder mit entsprechender Austattung konzipiert.
Aber auch die XTR ist meiner Meinung nach nicht alltagstauglich. Sie ist zu empfindlich, bedarf zu intensiver Pflege und verschleißt recht schnell. Sie ist halt was für Racer, denen es auf präzise Gangwechsel und geringes Gewicht ankommt.
Den besten Kompromiss aus Preis/Leistung erhält man aus meiner Erfahrung, im mittleren Preissegment. Deore oder LX/SLX zum Beispiel.


Die Aussage, wer mehr ausgibt wird nicht unbedingt mehr Lebensdauer bekommen, trifft aus meiner Sicht nur bedingt zu.
An einer billigen und schlecht funktionierenden SIS hast Du ebensowenig Freude im Alltag, wie an der sündteuren, schnell abgenutzten XTR.
Bei einem Komplettrad kann man das auf die Summe der Teile multiplizieren.
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Beitragvon Flotter Otto » 15.07.2010, 22:23

Hallo,

erstmal ist es egal, ob das Rad nun billig oder teuer ist, es muß im Neuzustand einwandfrei funktionieren.

Das hat der Veräufer sicherzustellen, egal, in welcher Preisklasse Du dich bewegst. Es muß auch nichts 3 mal reklamiert werden für irgendwas, der Verkäufer hat für den tadellosen Neuzustand zu sorgen, ansonsten handelt es sich um einen Sachmangel, den er (und nicht du durch irgendwelche Schraubereien!) zu beheben hat.

Ich bin kein Jurist, wenn aber BOC nicht in der Lage ist, den Sachmangel zu beheben (also nachzubessern), kannst Du vom Kaufvertrag zurücktreten, und zwar nicht gegen Gutschein oder ähnliches, dann wird der Kauf rückabgewickelt, also Du kriegt deine Kohle wieder.

Laß duich nicht verarschen von denen, du bist der Kunde und die haben dir Sch... angedreht!

Laß mal hören, wie das ausgegangen ist...

Gutes Gelingen!!
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 16.07.2010, 06:08

In Bezug auf die einwandfreie Funktion gebe ich Dir recht.

Im Bezug auf die Sachmangelhaftung:
http://www.chip.de/artikel/Komplett-PCs ... 85986.html

Gem. 440 BGB gilt eine Nachbesserung nach dem zweiten erfolglosen Versuch als fehlgeschlagen!
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Beitragvon Blues81 » 16.07.2010, 10:07

Da Du bis Dienstag noch dein 2-wöchiges Rückgaberecht hast ohne Angabe von Gründen, wäre vielleicht zu überlegen, ob Du hinfährst und "androhst", dass Du das Rad wieder zurückgibst. Dann werden die sich schon Mühe geben, dass die das Rad wieder in Ordnung bringen. Ansonsten würden sie ja den Umsatz verlieren.
http://sport-blog-hamburg.blogspot.com/
Radsport, Eishockey, sonstiger Sport, Politik, Gesellschaft,...
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Beitragvon Hanseaticer » 16.07.2010, 11:30

Blues81 hat geschrieben:Da Du bis Dienstag noch dein 2-wöchiges Rückgaberecht hast ohne Angabe von Gründen, wäre vielleicht zu überlegen, ob Du hinfährst und "androhst", dass Du das Rad wieder zurückgibst. Dann werden die sich schon Mühe geben, dass die das Rad wieder in Ordnung bringen. Ansonsten würden sie ja den Umsatz verlieren.
Das gilt nur beim Fernabsatz, bspw. bei Bestellungen übers Netz.
Kaufst du etwas beim Händler, hast Du nur das Recht auf die sog. Nachbesserung. Diese ist irgendwann "erschöpft", meistens nach 2 oder 3 fehlgeschlagenen Versuchen. Erst dann hast Du das Recht, dich vom Kaufvertrag zu lösen.
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Beitragvon tm14984 » 20.07.2010, 09:31

Ich war ein tag später wieder hin und hab das selbe in der funktionierenden version bekommen ;) sprich 1:1 tausch. Die machen sich wohl nicht die mühe etwas zu reparieren....ergo das mit der massenware kann gut hinkommen.naja einmal und nie wieder halt ;)

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