Helmpflicht für Alltagsfahrten (Pro & Contra)

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Helmut
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Helmpflicht für Alltagsfahrten (Pro & Contra)

Beitragvon Helmut » 29.04.2010, 00:43

Jetzt haben auch der Tagesspiegel und der Spiegel das Thema "Fahrradhelm" entdeckt. Siehe

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 82664.html

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 28,00.html

Achtung: Hier geht es nicht um das Tragen eines Helmes beim Radsport - da ist er in obligatorisch geworden und sollte es auch bleiben -, sondern bei Alltagsfahrten. Ich z. B. halte es grundsätzlich so: Meine flotten Fahrten von und zur Arbeit fahre ich mit, gemächliche Touren in der Gegend ohne Helm.

Und Du?
Zuletzt geändert von Helmut am 19.10.2011, 09:23, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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thomas-hh
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Beitragvon thomas-hh » 29.04.2010, 07:28

Tja, ich sage immer: wenn du mit der Birne auf den Kantstein knallst, ist deine Frisur das geringere Problem.
Und das kannst Du auch bei langsamer Fahrt.

Ich habe jetzt nur den SPIEGEL-Artikel gelesen und finde die Argumentation in Teilen bescheuert. Wenn sich der ADFC beklagt, dass sich Leute beschweren, wenn sie ein Foto eines Helmträgers abdrucken und deshalb auf die Veröffentlichung verzichten .... so what? Wenn das ein Argument sein soll, dann muss man sich nicht wundern, wenn unsere einzige Lobby sich nicht durchsetzen kann. In der TOUR werden nur Radfahrer MIT Helm abgedruckt und das ist ein kommerzielles Produkt, das von Verkaufszahlen lebt. Was mich mal wieder darin bestätigt, dass man BDR und ADFC auch den Hasen geben könnte.

Ich kenne das Für und Wider und die regelmäßig in Streit ausartenden Diskussionen pro und contra Helm aus dem Skisport. Da ich aber vor zwei Jahren mit dem Rad ziemlich abgeflogen bin und am Kopf wegen des Helms nur einen leichten Bluterguss hatte, während mein Giro einen Totalschaden hatte (das soll ja auch so sein, denn die Energie gehört in den Helm, nicht auf den Kopf :) ) , weiß ich diesen Schutz zu schätzen. Das Argument, Helmträger seien unvorsichtiger und würden sich risikoreicher verhalten, halte ich für aus der Luft gegriffen. Das wäre bestenfalls mangelnder Intelligenz und weniger dem Helm zuzuschreiben.

Und dass Autofahrer näher an Helmträgern vorbeifahren halte ich für ein Märchen. Sie fahren sowieso immer näher an uns vorbei, aber nicht wegen des Helms, sondern weil immer rücksichtsloser gefahren wird.
An Engstellen warten Autofahrer grundsätzlich nicht, obwohl sich das Hindernis auf ihrer Seite befindet. Sie sind die Stärkeren und betrachten es als ihr Recht, den Schwächeren notfalls abzudrängen (gestern dreimal erlebt und zwar, sorry, jedes Mal von Frauen in ihren SUVs). Allerdings habe ich auch erlebt, dass Radfahrer, fröhlich mit einander quatschend und neben einander fahrend (zu zweit!) völlig ignorant eine Autoschlange hinter sich herziehend, auf einer zweispurigen Straße fahren. Muss nicht sein und provoziert nur riskante Überholmanöver.

Kurz und schmerzfrei: ich verzichte weder beim Ski- noch beim Radfahren auf den Helm. Und das aus eigener Erfahrung aus gutem Grund. Es gibt noch genügend Körperteile, die ich mir bei einem Sturz verletzen kann, aber das will ich wenigstens noch bewusst wahrnehmen können.

Gruß
Thomas
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Hanseaticer
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Beitragvon Hanseaticer » 29.04.2010, 08:09

Wer Bionade trinkt, ist auch empfänglich für den Helm
Da musste ich lachen ! Der Artikel vom Tagesspiegel enthält weder viel neues, noch viel informatives. Nur die beiden Äusserungen des ADFC sind, wenn denn so geschehen, bedenklich, weil ich weder denke, dass die Risikobereitschaft mit Helm steigt, noch denke ich, dass sich das Tragen eines Helmes irgendwie auf die Autofahrer auswirkt. Einzig, die verbesserte optische Wahrnehmung mag hier einen Aspekt darstellen.

Der Spiegelartikel versucht wenigstens ansatzweise, die einzelnen Thesen zu untermauern.

Ich frage mich,wie man ernsthaft an der Wirkung eines Helmes zweifeln kann. Natürlich mag es Unfälle geben, bei denen der Helm nicht wirkt, weil der Aufprall unglücklich ist. Aber jeder Mensch kann sich vorstellen, dass es besser ist, wenn die Aufprallenergie eines Sturzes zuerst in den Helm und dann erst in den Kopf geht.
Zudem gibt es nicht nur den typischen Sturz "Vom Fahrrad und mitm Kopp aufs Pflaster". Es gibt diverse Un- bzf. Zwischenfälle, bei denen ein Helm schützen kann. Ich bin beim Versuch, aus den Clicks zu kommen, auch schon mitm Kopf gegen den Ampelmast gerauscht. Ohne Helm wärs mindestens 'n Horn geworden. Oder man fährt im Wald und übersieht einen Ast, der gegen den Helm schlägt. Oder man fällt im Wald vom Rad und landet auf einer Wurzel. Niemand kann allen Ernstes den Schutz eines Helmes wegdiskutieren.
Die Wahrscheinlichkeit, wie oft so ein Unfall passiert und ob sich dafür das Tragen eines Helmes lohnt, muss jeder für sich persönlich eruieren.

Bei Alltagsfahrten mit meinem MTB (zum Fahrradhändler, zum Bäcker etc.) lasse ich meinen Helm zu Hause, fühle mich aber schon ein wenig "nackt". Bei allen Fahrt mit meinem Rennrad, egal wohin und wie schnell, ist der Helm mein ständiger Begleiter.
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Grotefend
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Beitragvon Grotefend » 29.04.2010, 12:38

"Argumente" werden nicht besser, wenn sie immer wieder neu kolportiert werden.
Natürlich sind Helme nicht gerade so chic, daß insbesondere unsere Damenwelt sie gern trägt
(nicht wahr, Helmut?).
Aber jedem, der -aus welchen 'Gründen auch immer- auf einen Helm verzichtet, sei es bei einer Alltagsfahrt oder gar beim sportlichen Trip, wünsche ich, daß ihm niemals passiert, war mir vor einigen Jahren widerfahren ist: Eine flotte BMW-Fahrerin fuhr von ihrem Grundstück in einem Schwung über den kombinierten Geh- und Radweg gleich bis an den Bordstein durch. Ich konnte weder bremsen noch ausweichen, machte einen Flug über ihre Motorhaube und landete mit dem Kopf voran auf dem Asphalt. Dank Helm ohne schwerwiegende Verletzung.
Für eine Helmtragepflicht bin ich dennoch nicht (bzw. nur bei Radsportveranstaltungen).
Wer dann allerdings nach einen Crash aussieht wie die zerplatze Melone aus den Tests, soll sich bitte auch nicht beklagen.
Und für die finanziellen Folgen müsste er (wie beim Anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto) auch selbst aufkommen.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
sNIKE
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Beitragvon sNIKE » 29.04.2010, 13:24

Mir war garnicht bewußt, das die Wirkung von Fahrradhelmen von manchen Kreisen so sehr in Frage gestellt wird. Sehr intersant ...
Ich hatte mich auch gewundert, warum bei der Reformierung der StVO letzten Herbst keine Helmpflicht für Radfahrer eingeführt wurde. Ich dachte zunächst nur an solche Sachen wie das Stadtrad. Um das zu nutzen müsste an dann immer einen Helm dabei haben oder diesen mitmieten :sad:

Wenn man aber weiter darüber nachdenkt, es gibt immer wieder (Un)Fälle in denen ein Helm nicht oder sehr wenig hilft. Erwähnt seinen hier nur Jens Vogt der der Tour oder Stefan Raab mit seiner "Gesichtslandung" bei "Schlag den Raab" vor ein paar Wochen.
Ist ja auch logisch: Der Helm bedeckt nur ca. 5% des Körpers. Vergleicht das mal mit der Schutzkleidung die Motorradfahrer teilweise anziehen: Vollvisierhelm, Rückenprotektor, Leberkombi (mit Protektoren an Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie), Stiefel, Handschuhe, ... Da ist quasi der gesamte Körper geschützt. Trotzdem gilt Motorrad fahren in der breiten Öffentlichkeit als weit gefährlicher als Fahrrad fahren!

Wenn ich meine eigene Unfälle betrachte, bin ich nur einmal mit dem Helm gegen ein Brückengeländer geschlagen. Mehr mußte da die Hüfte, die Schulter und der Ellenbogen getragen.
ABER: Ein gebrochener Arm ist weit weniger schlimm als eine gebrochene Schädeldecke! :mad:

Um der Eingangsfrage von Helmut zurück zu kommen:
Auf den Rennrad trage ich fast immer einen Helm. Dieses Jahr habe ich den zweimal zuhause (unabsichtlich) vergessen und es unterwegs gemerkt. Umgedreht bin ich deswegen aber nicht ...
Das ist aber auch allgemein Anerkannt und man wird eher angesprochen wenn man mal "ohne" fährt. Die Profis machens ja schliesslich auch "mit"!
Mit dem Alltagsrad hatte ich nur bei sportlichen Ausfahrten im Herbst/Winter den Helm auf. Jetzt bin ich umgezogen und mein Arbeitsweg hat sich ca. verdreifacht (15km), sodas ich jetzt auch dazu über gegangen bin diese Strecke mit Helm zu fahren.
Kurzstrecken, "Familienausflüge" und dergleichen werden ich aber weiter ohne Helm fahren. Das ist einfach praktischer und dort schützt mich meine defensive, langsame Fahrweise genug, denke ich!

Häng doch mal eine Umfage an, Helmut! das Ergebnis würde mich sehr interesieren ...
Radeltommes
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Beitragvon Radeltommes » 29.04.2010, 18:09

Die 2 Zitate habe ich mal aus einem Interview mit Marcel Wüst rauskopiert bzw. geschrieben. Gerade wer die Verantwortung für eine Familie trägt sollte mit Helm fahren. Eine 100 prozentige Sicherheit wird es logischerweise nie geben. Wenn man schwerste Verletzungen (durch ein wirklich nicht störendes Teil) verhindern kann sollte man dies aber tun.

Hier die Zitate welche ich rausgeschrieben habe:

„Moderne Helme sind extrem leicht, aerodynamisch geformt, sehen cool aus und es gibt sie in poppigen Farben. Und wenn Frauen jammern, sie haben Angst um ihre Frisur, kann ich nur sagen: Nach einer Schädelhirnverletzung hat man auf der Intensivstation erst einmal gar keine Frisur mehr!“

Es war kein Auto weit und breit. Matthias beherrschte sein Rad in- und auswendig. Trotzdem sind auch Profis vor Überraschungen nicht gefeit“, sagt Marcel Wüst. Nach einer schweren Schädelhirnverletzung sitzt Kessler nun im Rollstuhl und ist ein Pflegefall. „Ich hoffe, das ist das letzte Beispiel, das wir brauchen, damit wirklich jeder einen Helm aufsetzt. Man hat nur einen Kopf, und den sollte man schützen!“
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Beitragvon quasarmin » 29.04.2010, 19:21

Moin

Ich hatte bisher zwei ziemlich schwere Stürze, beides mal ging der Helm dabei kaputt, aber der Kopf blieb heile. Seit dem fahre ich grundsätzlich mit Helm, auch zum Brötchen holen.
Auf mich persönlich wirken Radsportler ohne Helm übrigens irgendwie dilettantisch. Meine 3 Kinder sind alle im Pupertätsalter und auch schon drüber (13-17), das geht ganz schön ab bei uns. Auf eine Sache bin ich aber stolz, sie ziehen alle freiwillig ihren Radhelm auf :-)

Gruß
Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am 30.04.2010, 08:32, insgesamt 1-mal geändert.
"Bei langen Missionen sind Läuse störend." -- Aus dem Samurai-Handbuch
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Nie oben ohne

Beitragvon Schnuffi » 30.04.2010, 08:24

Nach 2 Unfällen mit dem Kopf voraus (und einem Helm darauf) kann ich nur jedem empfehlen, nie ohne Helm zu fahren. Auch wenn man glaubt, alles im Griff zu haben: da sind immer noch die anderen...

:wink:
Wenn Du schneller fährst brauchst Du Dich nicht so lange anzustrengen :mrgreen:
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Beitragvon Konkursus » 30.04.2010, 08:37

ich weiß, etwas provokative Frage: fährt eigentlich jemand Kurzstrecken mit dem Auto auch ohne Sicherheitsgurt?

Habe ebenfalls zwei Stürze ohne wesentliche Kopfverletzungen überstanden ( abgesehen davon, dass ich mich fragen lassen musste, warum ich wieder mit der Wange gebremst habe ), davon ein Sturz mit meinem Trekkingrad. War bis zum Tag davor ohne gefahren (fahre ich doch sowieso nicht so schnell) bis mein Bruder mit gefragt hat, ob ich sie noch alle hätte.


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thomas-hh
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Beitragvon thomas-hh » 30.04.2010, 09:00

Als ich jung war und stolz meinen Führerschein in der Hand hatte, wurde kurz danach der Sicherheitsgurt eingeführt. Damals noch statisch, also keiner, der sich selbst aufrollte. Seitdem ist für mich das Anlegen des Gurtes normal und hierfür brauchte es keine Gurtpflicht (ich halte auch eine Helmpflicht für überflüssig, weil man in diesem Land nicht alles zur Pflicht erheben sollte und ich außerdem langfristig auf die Denkfähigkeit der Leute setze). Ganz abgesehen davon, dass ich kurze Strecken in der Regel nicht mit dem Kfz zurücklege, würde ich auch dann den Gurt anlegen, denn, wie Schnuffi schon schrieb: ich kann ja alles im Griff haben, aber da gibt es dann ja noch die Anderen .....

Thomas
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Natürlich mit Helm

Beitragvon pelu2064 » 30.04.2010, 10:48

Moin,

alle die gegen das Tragen von Fahradhelmen sind, sollen mir mal ernsthaft sagen, was dagegen spicht. Dabei zählen für mich nicht die Argumente zu warm oder zu häßlich. Es ist bestimmt auch nicht ästhetisch nach einen Sturz hilflos sabbernd im Bett vor sich hin zu vegetieren.

Alle Knochen sind zu ersetzen, bloß wenn der Kopf Matsch ist, dann bleibt er Matsch.

Grüße aus Bremerhaven

Tippfehler dürft Ihr behalten
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Beitragvon wappenmacher » 09.05.2010, 05:58

thomas-hh hat geschrieben: Ich habe jetzt nur den SPIEGEL-Artikel gelesen und finde die Argumentation in Teilen bescheuert. Wenn sich der ADFC beklagt, dass sich Leute beschweren, wenn sie ein Foto eines Helmträgers abdrucken und deshalb auf die Veröffentlichung verzichten .... so what? Wenn das ein Argument sein soll, dann muss man sich nicht wundern, wenn unsere einzige Lobby sich nicht durchsetzen kann.

Gruß
Thomas
So wie ich das verstanden hab, wollte der ADFC mit der Aussage nur darauf hinweisen, dass es mehr Helmgegner gibt als Helmfreunde.
Sie verzichten ja nicht auf die Veröffentlichung von Helm tragenden Radfahrern (siehe Titelbild letzte? Ausgabe).
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Beitragvon thomas-hh » 09.05.2010, 12:47

Zitat: "Im ADFC, der Lobbyorganisation der Radfahrer, gibt es viele Helmgegner. Wenn wir ein Foto von einem Radler mit Helm in unserer Zeitschrift 'Radwelt' drucken, dann gibt es Beschwerden", sagt ADFC-Sprecherin Bettina Cibulski. Das Thema Helm sei unter den Mitgliedern sehr umstritten." Zitat Ende

Da kann man eigentlich kaum den falschen Schluss ziehen. Ich schließe es aber nicht aus.

Thomas
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Beitragvon wappenmacher » 09.05.2010, 19:48

thomas-hh hat geschrieben:...und deshalb auf die Veröffentlichung verzichten .... so what? Wenn das ein Argument sein soll, dann muss man sich nicht wundern, wenn unsere einzige Lobby sich nicht durchsetzen kann.
Keine Frage, man kann das tatsächlich so wie Du interpretieren. Aber sie schreiben nicht, dass sie auf Grund der Beschwerden auf Fotos mit Helmen verzichten UND verzichten auch nicht darauf. Deine weitere Schlussfolgerung, dass man sich dann nicht wundern müsse, dass sich unsere einzige Lobby nicht durchsetzen kann, stimmt einfach nicht, wie ich finde...

Geh einfach mal auf: http://www.adfc.de/ oder blätter in deren Zeitschrift. Das hält sich geschickt die Waage - mit Helm und ohne Helm (also es scheint, als spiegeln sich die Mehrheitsverhältnisse ab). Aber wollte daraus kein Diskussionspunkt machen, so sensationell gut, finde ich den ADFC selbst als Mitglied nicht. :-)

Ich selbst habe noch keinen Helm, werde mir aber sicher bald einen zulegen, weil ich doch sehr viel durch HH und immer öfter lange Strecken fahre.

Grüße Martin
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ottoerich
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Beitragvon ottoerich » 30.05.2010, 16:08

ich trage bei Alltagsfahrten keinen Helm wider besseres Wissen - und ich bin viel und schnell mit dem Rad in der Stadt unterwegs.

Vielleicht bringt mich dieser Thread zur Vernunft und besiegt meine Eitelkeit
Hendricks
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Beitragvon Hendricks » 17.06.2010, 07:43

zum bäcker nehme ich auch keinen helm, mit dem drei-gang-damenfahrrad. eigentlich schwachsinn keinen zu nehmen, ist aber irgendwie drin..


was ich aber gar nicht verstehen kann, sind diese deppen auf dem rennrad, die keinen helm tragen....
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 17.06.2010, 10:58

Einer meiner Freunde ist Lehrer. Bei einer Fahrt zum Wochenmarkt kam er zum Sturz, ohne Helm gefahren.
Kopfverletzungen, seitdem kann er seinen Beruf nicht mehr ausüben.
Gedächtnislücken usw., 42 Jahre.
Also, .........
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ottoerich
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Beitragvon ottoerich » 17.06.2010, 11:09

Ich war vorgestern in Berlin und da habe ich beobachten können, dass überdurchschnittlich viele Radfahrer "Unter den Linden" behelmt waren. Vielleicht ein Trend, der sich verbreitet.

Aber: heute Nachmittag muss ich von Altona nach Harvestehude und bei der Gretchenfrage werde ich dann doch wieder aus Bequemlichkeit passen.
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Beitragvon asdfgqw » 30.06.2010, 18:29

Hendricks hat geschrieben:zum bäcker nehme ich auch keinen helm, mit dem drei-gang-damenfahrrad. eigentlich schwachsinn keinen zu nehmen, ist aber irgendwie drin..


was ich aber gar nicht verstehen kann, sind diese deppen auf dem rennrad, die keinen helm tragen....
Dieser Depp war bestimmt ich! :mad: Äh, dieser Schwachsinnige! :D

Ja, es ist mir selber ein Rätsel, wie ich viele viele Jahrzehnte ohne Helm überleben konnte. Ich trage nur dort einen Helm wo ich es muss, weil ich sonst dort nicht starten darf. ;-)
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Beitragvon Helmut » 19.10.2011, 00:20

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Nun droht uns Alltags-Radfahrer der Verkehrsminister mit einer Helmpflicht, wenn wir die Quote der freilwilligen Helmträger nicht drastisch steigen würden. Siehe

http://www.focus.de/panorama/welt/verke ... 75802.html

Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt. Ich schließ mich deshalb der Forderung Fülles an, der pocht angesichts der drohenden Drangsalierung der Radfahrer schon lange zunächst auf die Verhängung der "Helmpflicht im Haushalt". Jeder sollte wissen, wie gefährlich Treppensteigen ist. Man könnte ja diese Helmpflicht im ersten Schritt nur für Ältere und Betrunkene verhängen...
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Statistiken zu Unfällen bezogen auf eine Helmpflicht

Beitragvon tailwind » 19.10.2011, 10:56

Hier ein Link auf einen Artikel in dem Zahlen genannt werden: Welche Verkehrsteilnehmer (Auto, Rad, Fußgänger) verletzten sich wo (Innerorts, Ausserorts, Autobahn) und wie oft.

Diese Zahlen werden in dem Artikel auch kommentiert.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/150659

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