Neues Buch GPS am Fahrrad: Mein Eindruck (Rezension)

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Halvtreds
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Neues Buch GPS am Fahrrad: Mein Eindruck (Rezension)

Beitragvon Halvtreds » 28.03.2010, 09:36

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Die Autoren Tom Bierl und Thomas Rögner machen in ihrem neuen Buch <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... sfahrra-21" target="_blank">GPS am Fahrrad: Technik und Tourenplanung einfach erklärt</a> auf gut 100 Seiten den Versuch, einen vollständigen Überblick über GPS-Handgeräte, digitale Karten und Software, den grundlegenden Umgang mit diesen Komponenten, die Nutzung von Internetportalen mit Tour-Daten und noch so einiges mehr zu erklären. Dieser Ansatz führt zwangsläufig zu Vereinfachungen und erklärt vor allem nicht, für welches Benutzerprofil und Zielsetzung eine bestimmte Kombination zu empfehlen ist. Immerhin ist zu jedem Produkt ein Steckbrief mit Stärken und Schwächen angegeben, nur wird sich der wenig erfahrene Leser kaum über die praktischen Auswirkungen für seinen persönlichen Bedarf klar werden können.

Lobenswert sind die diversen Hinweise auf den unterschiedlichen Gebrauch gleicher Bezeichnungen für verschieden Dinge je nach Hersteller bzw. Urheber.

Im Text wird teilweise ganz beiläufig auf typische Schwachstellen insbesondere von Karten und Software und deren Interpretation hingewiesen – der Anfänger wird die Problematik nicht verstehen, der erfahrene Nutzer wird diese Hinweise nicht unbedingt dort suchen und finden. Mit der Thematik der Routing-Artefakte könnte man allerdings auch leicht alleine ein Buch füllen.

Da stellt sich für mich dann die Frage nach der Zielgruppe des Buchs: Der Anfänger, der einen Einstieg in das Thema sucht, wird wohl von der Fülle der Alternativ-Komponenten eher erschlagen, als dass er sich wirklich ein Bild machen kann. Für den erfahrenen Nutzer, der schon eine gewisse Auswahl getroffen hat, sind die Alternativen zu seiner Ausstattung im Moment wohl weniger interessant und die Anzahl der informativen Seiten schränkt sich dadurch zwangsläufig recht stark ein.

Alles in Allem: <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... sfahrra-21" target="_blank">GPS am Fahrrad: Technik und Tourenplanung einfach erklärt</a> ist ein interessantes Thema, das viel Geld und Zeit kosten kann aber sich in der Praxis immer wieder als ausgesprochen nützlich erweist. Wenn die 14,90 Euro für das Buch auch nur einen Fehlkauf einer Komponente vermeiden helfen, hat sich der Kauf gelohnt. Die Vollständigkeit der Übersichten über das derzeitige Angebot ist recht gut, auch wenn manch nützliche Bindeglieder unerwähnt bleiben (müssen).

Ich weiß durch meine eigenen Info-Veranstaltungen, wie schwierig es ist, Anfänger so an das Thema heranzuführen, dass sie alleine „laufen“ können. Nach meiner Meinung ist das entscheidende Problem für jeden Einsteiger, den eigenen Bedarf bzw. Ziele des GPS-Einsatz im voraus festzulegen. Da hilft dann gerne das Marketing der Hersteller im Sinne von „to create a customer“ aus und suggeriert was man alles unbedingt haben muss. Wer seinen Bedarf oder sein Nutzungsszenario für sich selber grob festlegen kann, hat es wesentlich einfacher in den Verhau einzusteigen und sich so wenige Komponenten wie möglich auszuwählen – es sei denn man ist Computer-Freak, aber an die wendet sich das Buch definitiv nicht.

Wer das Thema mehr von den Konzepten und Grundlagen kennen lernen will (Geräte und Software verändern sich derzeit noch sehr schnell, die Grundlagen sind schon recht lange stabil) dem empfehle ich als Alternative zum gleichen Preis <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... sfahrra-21" target="_blank">Das Große GPS-Handbuch zum Navigieren im Gelände: Basiswissen und Insider-Tipps anschaulich und leicht verständlich erklärt</a> von Jörn Weber erschienen im Kompass Verlag. Ansonsten gibt es im Internet für jeden Bedarf und jeden Geschmack mehr als ausreichende Informationen – nur eben nicht als umfassende Übersicht.

Ach ja; und dann gibt es noch <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=2590" target="_blank">am 13.4. eine Veranstaltung der BSG NDR zum Thema GPS</a>.

Halvtreds
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Konkursus
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Auch ich habe das Buch als Testleser gelesen

Beitragvon Konkursus » 27.05.2010, 00:09

Die Glücksfee hat bei mir wieder einmal zugeschlagen. :D Nach zahlreichen Auslobungen diverser Startplätze etc. hier im Forum war ich der glückliche Gewinner des Buches <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... sfahrra-21" target="_blank">GPS am Fahrrad: Technik und Tourenplanung einfach erklärt</a> aus dem <a href="http://www.delius-klasing.de/" target="_blank">Delius Klasing Verlag</a>, siehe http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=2662

Hierüber habe ich mich sehr gefreut, denn wer Ulrike - meine bessere Hälfte und "zuständig" für alle technischen Geräte - und mich kennt, weiß, dass wir i. S. "Verfahren..." schon einiges erlebt haben. Ob in Veluwe in den Niederlanden oder auf der Bille-Tour des ADFC, irgendwie kommen wir immer vom rechten Weg ab. Was liegt es deshalb näher, als sich mit GPS am Fahrrad zu befassen, zumal wir über ein Garmin Oregon 400t verfügen, das wir bisher benutzt haben, um gefahrene Strecken aufzuzeichnen und notfalls wieder zurück nach Hause zu finden und darüber hinaus ein wenig Geocaching zu betreiben.

Zunächst danke ich noch einmal dem <a href="http://www.delius-klasing.de/" target="_blank">Delius Klasing Verlag</a> für das Buch und die prompte Übersendung, nachdem ich mich als Gewinner gemeldet hatte. Das ging wirklich blitzartig. Mein Artikel leider nicht, da ich in den letzten Wochen beruflich und sportlich etwas im Stress gewesen bin. Das Pfingstwochenende hat jedoch jetzt geholfen, meine Gewinnerpflichten zu erfüllen.

Im Gegensatz zu Halvtreds gehöre ich zu den Anfängern, die sich noch nicht richtig mit der Thematik "Technik und Tourenplanung" beschäftigt haben. Ich empfand es als hilfreich, dass bei jedem vorgestellten Gerät, die Plus- und Minuspunkte dargestellt waren und daraus auch klar wurde, dass der Garmin Edge anscheinend das einzige Gerät ist, dass die für RR- und Trekkingradfahrer wichtige Routingfunktion beinhaltet, die soweit sich das Fahren im Straßennetz abspielt, die Tourenplanung doch sehr erleichtert.

Abgesehen vom Vorwort, einem Verzeichnis von Internet-Adressen (sehr hilfreich!!!) und einem Lexikon/Register (nicht minder) verfügt das Buch über insgesamt 12 Kapitel, die einem die Materie näherbringen. Als Einleitung quasi werden dem Leser die Vorteile des GPS am Fahrrad dargestellt, um in den beiden Folgekapiteln 4 und 5 die die hard- und softwaremäßige Grundausstattung aufzuzeigen bzw. eine Kaufberatung zu erteilen.

Die Autoren sind hier sehr Garmin orientiert, ohne jedoch Konkurrenzprodukte zu vergessen. Die Pluspunkte der Garminprodukte werden hervorgehoben, ohne die Negativpunkte zu verschweigen. Ich würde dies als begründete Objektivität bezeichnen, zumal die Konkurrenzprodukte nicht schlecht gemacht werden.

Im Kapitel "Kaufberatung" wie auch in den Folgekapiteln sind immer wieder farblich abgesetzt sog. Praxis-Tipps enthalten, die kurz zusammengefasst noch einmal auf das Wesentliche hinweisen. Ich denke, das ist gut, um einen Überblick zu erhalten, ohne alles durchlesen zu müssen. Quasi Empfehlung der Autoren für Geräte: Garmin Oregon und Dakota (am besten mit SD-Möglichkeit) für den Tourenbereich und Edge 705 für RR bzw. Trekkingrad (siehe oben). Ansonsten: Satmap im Blick behalten.

Danach folgt ein kurzes Kapitel über die Einstellung der Geräte, immer wieder mit Praxistipps, sehr schön. Hier hätte ich mich am besten mit unserem Gerät befasst, aber leider keine Zeit.

Im Kapitel 6 dann werden die Grundbegriffe für das Benutzen der GPS-Geräte erläutert. wie Tracks, Wegpunkte, Routen usw. Jetzt weiß auch ich, was was ist. So langsam nehmen jetzt aber die Ausführungen der Autoren an Komplexität zu. Wenn auf den S. 38 ff. ausgeführt wird, wie ein Track aufgezeichnet wird bzw. wie man einen Track anlegt, so fand ich dies ohne praktische Begleitung doch etwas schwierig. Mein Tipp für Unbedarfte wie mich ist deshalb: wenn möglich, beim Lesen gleich experimentieren, um den Stoff besser zu verstehen.

Im Folgekapitel "Handhabung und Orientierung unterwegs" gibt es dann wieder jede Menge Praxistipps, insbesondere zur Fehlervermeidung (unbedingt beachten: Tripcomputer zurückgestellt? etc...).Sehr gut und nützlich.

Im Kapitel 8 werden dann sehr schön die Landkarten dargestellt, die es für die GPS-Geräte gibt und in Kapitel 9 die digitalen Karten für den PC. Und hier weiß man spätestens, wer sich mit Tourenplanung beschäftigen will, braucht zunächst jede Menge Zeit und auch der Geldbeutel sollte angemessen gefüllt sein. Die Autoren weisen zwar immer wieder auf kostengünstige Alternativen hin, aber im Regelfall sind die Bezahltprodukte halt die besseren. Hier wird jedoch im Buch selbst nicht pauschal auf die Bezahltvarianten verwiesen, alle Produkte werden objektiv dargestellt. Auch hier: Praxis-Tipps und jede Menge Internetadressen.

In Kapitel 10 folgen dann Ausführungen zur Tourenplanung am PC mit Darstellung der einzelnen Programme einschließlich der Vor- und Nachteile. Auch dieses Kapitel empfand ich als technischer Laie relativ komplex und schwierig, aber ich sollte nicht der Maßstab sein.

In Kapitel 11 wird es dann aus meiner Sicht als Nutzer und Internetuser sehr interessant, indem zu den einzelnen Internet-Tourenportalen und deren Anwendung Ausführungen gemacht werden. Hier ebenfalls jede Menge Praxistipps, insbesondere in Bezug auf die Prüfung der Qualität einer Tour. Ebenso wie bei den PC-Programmen oder dem Kartenmaterial beschränken sich die Autoren jedoch nicht nur auf die Darstellung der Bezahltsysteme, sondern verweisen auch hier auf kostenfreie oder -günstige Alternativen, was ich als sehr wohltuend empfand. Hervorgehoben wurde hierbei das ADFC-Tourenportal.

Kapitel 12 schließlich befasst sich mit dem eigenen Zeichnen einer Tour per GPSies bzw. OpenStreetMap Fahrrad, hier einfach der Hinweis, Versuch macht klug oder: nach Herzenslust experimentieren.

Zu guter Letzt gibt es dann durch die Autoren auch noch einige wichtige Details für Apple-Fans.

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass Tom Bierl und Thomas Rögner ihrem Anspruch, Technik und Tourenplanung einfach zu erklären, für mich im Großen und Ganzen gerecht werden. Dass es manchmal doch etwas komplex ist, liegt natürlich in der Natur der Sache. Dass Garmin favorisiert wird, denke ich ebenso.

14.90 Euro für das Buch <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... sfahrra-21" target="_blank">GPS am Fahrrad</a> sind sicherlich gut angelegt, im übrigen heißt es: learning by doing.

Inhaltlich noch einige Anmerkungen rein subjektiver Natur: Mir ist bei der Lektüre insbesondere klar geworden, dass wer planen will, erhebliche Zeit braucht (lohnt sich das?) und über die Kosten für die Hardware hinaus, u. U. Geld für Software und Kartenmaterial aufbringen muss sowie über solide PC-Kenntnisse verfügen muss, dies, obwohl - worauf die Autoren immer wieder hinweisen - alles im Fluss ist. Die Entwicklung auf allen Gebieten geht rasend voran. Ich denke, man fährt wahrscheinlich am besten, wenn sich gegen Entgelt oder umsonst Tourenvorschläge aus dem Internet runterlädt.

Wobei man auch daran denken muss, dass GPS am Fahrrad zwar schön und gut ist und bequem, aber das beste Gerät kann einmal ausfallen oder keinen Empfang haben. Dann muss man sich mit dem üblichen Kartenmatrial weiterhelfen oder anfangen mit den herkömmlichen Hilfsmitteln wie Kompass, besonderen Landmarken etc. zu navigieren. Wer das dann nicht kann....


Konkursus
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Halvtreds
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Re: Auch ich habe das Buch als Testleser gelesen

Beitragvon Halvtreds » 27.05.2010, 12:52

Konkursus hat geschrieben:Inhaltlich noch einige Anmerkungen rein subjektiver Natur: Mir ist bei der Lektüre insbesondere klar geworden, dass wer planen will, erhebliche Zeit braucht (lohnt sich das?) und über die Kosten für die Hardware hinaus, u. U. Geld für Software und Kartenmaterial aufbringen muss sowie über solide PC-Kenntnisse verfügen muss, dies, obwohl - worauf die Autoren immer wieder hinweisen - alles im Fluss ist. Die Entwicklung auf allen Gebieten geht rasend voran. Ich denke, man fährt wahrscheinlich am besten, wenn sich gegen Entgelt oder umsonst Tourenvorschläge aus dem Internet runterlädt.Konkursus
Klar, man muss ich mit der Materie beschäftigen, um für sich das Optimum zu erzielen. Nur - die individuellen Ansprüche sind sehr unterschiedlich. Es gibt unter den Radsportlern viele, denen es ausreicht das Gerät mit Kartendarstellung dabei zu haben, um sich unterwegs ein wenig besser orientieren zu können. Manche übertragen hinterher nicht einmal den Track zur Darstellung der Strecke auf den PC. Dafür ist es ausreichend sich eins der gängigen Geräte zu kaufen - am besten mit bereits vorinstallierten Karten. Einarbeitung ist dann fast Null.

Wer eigene Touren fahren will, wird um ein wenig PC-Arbeit nicht herumkommen. Aber auch hier haben sich Konzepte und Technik in den letzten jahren doch recht gut stabilisiert. Technisch kann sich selbst der ambitionierte Tourenplaner als Windows-Anwender auf die Arbeit mit max. 3 Programmen beschränken. Alternativ stehen Online Portale zur Verfügung, die sich in den Kernfunktionen auch nicht wirklich unterscheiden - man kann sich also getrost für eines entscheiden, was einem persönlich am besten gefällt.

Das Herunterladen von Touren ist eine zweischneidige Sache. Viele Strecken werden unbearbeitet eingestellt und jeder ungewollte Abstecher des Urhebers ist noch dabei. Und selbst bei kostenpflichtigen Angeboten weiß man im Grunde nicht, welche Abgrenzung der Anbieter vorgenommen hat. Ich habe zum Beispiel kein Problem, auch mit dem Rennrad mal ein Stück auf unbefestigten Wegen zu fahren - für viele ein NoGo. Wer meine Strecken unbesehen nimmt, wird fluchen. Ich ziehe daher eine eigene Planung vor. Das hat zunächst mal den Vorteil, dass ich Länge und sonstige Eckpunkte frei gestalten kann. Mit ein bisschen Übung geht das recht flott und je nach Zweck der Tour kann man das Überraschungsrisiko in Kauf nehmen oder eher gering halten.

Hier gilt dann allerdings, dass mit steigenden Qualitätsansprüchen an das Ergebnis mehr und bessere Karten benötigt werden, die erstmal Geld kosten (oder Zeit - es gibt auch neben OSM viele weitere Quellen für kostenfreie Karten, aber man muss suchen und eventuell ein wenig Integrationsarbeit in die eigenen Umgebung leisten). Was man dafür bekommt ist eine große Unabhängigkeit auch in Gebieten in denen man nicht ortskundig ist. Im Zweifel ärgere ich mich lieber über meine eigene Dusseligkeit bei der Plannung, als das ich mich einfach dem "Streckengeschmack" Unbekannter unterwerfe.

Im Fluss ist meiner Meinung nach der Gerätemarkt. Weniger weil die Geräte nicht ausgereift sind, sondern weil die Industrie neuen Geräte verkaufen will und daher ähnlich wie bei Handy und Digicams immer mehr zusätzliche Features einbaut und dem Verbraucher suggeriert, das man diese auch braucht. Für die Navigation reichen die inzwischen günstig zu bekommenden "alten" Geräte wie GPSMAP 60 oder die diversen Etrex Modelle völlig aus. Es gibt in Bezug auf Navigation nichts, was die neueren Geräte besser können. Ob die Ergonomie während der Fahrt durch die Touchscreen-Bedienung verbessert wird, kann jeder für sich entscheiden. Das ist aber Design und nicht Navigationsfunktion.
Konkursus hat geschrieben:Wobei man auch daran denken muss, dass GPS am Fahrrad zwar schön und gut ist und bequem, aber das beste Gerät kann einmal ausfallen oder keinen Empfang haben. Dann muss man sich mit dem üblichen Kartenmatrial weiterhelfen oder anfangen mit den herkömmlichen Hilfsmitteln wie Kompass, besonderen Landmarken etc. zu navigieren. Wer das dann nicht kann....Konkursus
... entspricht der bekannten Lebensweisheit "A fool with a tool still is a fool" - So ganz ohne Orientierungsvermögen geht es weder mit noch ohne GPS.

Die häufigste Ausfallursache sind in der Praxis leere Batterien bzw. Akkus. Daher bevorzuge ich Geräte mit wechselbarer Stromversorgung im AA-Format und habe auf langen Strecken Ersatzakkus dabei. Wenn ich mir das Geräte bei einem Sturz schrotte, habe ich meist größere Probleme als das Navi wieder zum Laufen zu bekömmen. Ansonsten sind die Outtdoor-Geräte wirklich sehr robust (Wasserdicht !) und die Gerätesoftware ist sehr stabil. Ausfälle kommen so gut wie nicht vor. Klar, Karte dabei ist nicht verkehrt. Nur bei einer 500 Km Tour ist das auch nur noch die Übersichtskarte um auf Hauptstraßen das (Zwischen-) Ziel zu erreichen. Da sollte man dann in der Vorbereitung auch ein wenig über "Plan B" nachgedacht haben, denn Tourenplanung ist mehr als Streckenplanung.

Wer Interesse hat, das Thema mal etwas vom Marketing befreit zu bearbeiten und in die Hintergründe als Grundlage für eigene Enscheidungen (lohnt sich das?) einzudringen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Entweder wir treffen uns mal zu einer Einzelsitzung oder - wenn das Interesse gross sein sollte - organisiere ich mal einen Infoabend oder Workshop.

Halvtreds
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bernie
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Beitragvon bernie » 30.05.2010, 16:18

moin,

ich bin letztes wochenende um den schaalsee gefahren. die westseite kenne ich als ex dauercamper fast bis auf den letzten strauch. bei everytrail.com habe ich mir eine komplette schaalsee umrundung runtergeladen. kontolliert habe ich diesen download nur soweit, dass ich auf dem navi eine kleine rote wurst im minimaßstab gesehen habe. kurz nach unserem start in dargow war mein download weg, keine rote wurst mehr, erst ab kurz vor zarrentin (dargow-zarrentin, auf dem landweg, rechts herum ca. 30 km) hatte ich meine rote führung wieder. alle die von mir gemachten streckenänderungen (in grün) waren auf dem navi zu sehen, diese waren um den ganzen see verteilt.

frage: wie kann es sein, dass nicht die ganz route aufgezeichnet wird? das die rote wurst teilweise fehlte, war kein wirkliches problem, aber es ärgerte mich schon. :mad:

gruß bernie
Lieber auf ner Waldautobahn, als Asphalt unterm Reifen

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