E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

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kocmonaut
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E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon kocmonaut » 16.09.2016, 21:46

UweK schrieb (im anderen Forum/im anderen Fred):
ich hasse die EBikes... jetzt auch noch im Gelände...

Wenn, dann muss man es wie Helmut seinerseit machen... E-Bike ohne geladenen Akku im Klingenberg-Bergzeitfahren
Wenn, dann muss man es wie Helmut machen: einen neuen Fred öffnen. Aber wohin? Nicht in RTF/CTF. Alltagsradfahren? Dort sieht man das E-Bike am häufigsten. Sonstiges? Für mich ist es eigentlich "Sonstiges". Aber ich entscheide mich für Technik. Denn das Besondere am E-Bike ist ja die Antriebs"Technik", egal ob sie mich nun interessiert oder nicht. Fakt ist/Fakten sind:

1. Menschen, die zuvor nicht (mehr) Rad gefahren sind, sitzen wieder auf dem Rad. Oder sie sitzen dort auf dem Rad, wo sie zuvor Auto gefahren sind. Und verpesten uns nicht mehr die frische Luft.

2. Paare, von denen einer mehr und der andere weniger sportlich ist, können wieder gemeinsam Rad fahren. Der eine mit, der andere ohne Zusatzantrieb.

3. Auch der BDR widmet sich diesem Thema. Einzelne Landesverbände bieten hierzu sogar E-Bike-Instruktor-Lehrgänge an. Auch das RTF-Anmeldeformular enthält bereits das Kreuz "E-Bike bzw. Pedelec". Zielgruppe sind hier m. E. Radwanderer und "echte" Radtouristen auf den kurzen Strecken.

4. Radsportzeitschriften ignorieren dieses Thema "zu Recht", denn in den Radsport gehört das E-Bike nicht. Weder offensichtlich noch versteckt im Sattelrohr. Radzeitschriften widmen sich diesem Thema hingegen zu Recht (s. o.). Und natürlich gibt es dann auch Sonderbares, u. a. das E-MTB für die rasante Bergauffahrt. Ich denke nicht, dass sich die im anderen Fred diskutierte "Bike Bild" hierbei im Mainstream bewegt oder dort ankommt, sondern einfach ein bißchen "crazy" sein will.

Ergo: muss ich das E-Bke deswegen hassen? Nee. Aber es ist nix für mich und nix für uns. In dreißig Jahren sprechen wir uns wieder und sehen es anders.

Lust zu diskutieren? Der Waffenschrank bleibt aber geschlossen.

Lars
sonja1
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Re: E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon sonja1 » 16.09.2016, 22:21

Gute Idee, das als neuen Fred zu eröffnen. Das wird bestimmt spannend. Ich bin jedenfalls gespannt. Privat hat sicherlich jeder schon mal Diskussionen darüber geführt.

Ich persönlich bin da sehr zwiegespalten, wobei für mich persönlich ein E-Bike nicht in Betracht kommt. Aber so allgemein sehe eben Vor- und Nachteile:

Einerseits ist es ja ganz schön, daß mit den E-Bikes möglicherweise einige Menschen dazu gebracht werden, sich (wieder) mehr mit dem Rad fortzubewegen. Das sehe ich grundsätzlich positiv. Andererseits sehe ich auch immer die große Gefahr, daß diese oft unerfahrenen Radfahrer mit technischer Hilfe Geschwindigkeiten erreichen, die sie 1. nicht gewohnt sind und dadurch 2. diese nicht sicher beherrschen können.
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axiom 1
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Re: E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon axiom 1 » 16.09.2016, 22:26

kocmonaut hat geschrieben: 1. ... :cool:
2. ... :cool:
3. ... :!:
4. .... :D
:D für den 4. Punkt? Jo!
Bin im Urlaub E-MTB in den Bergen gefahren. Es war der Hammer. Diese Strecken hätte ich sonst nicht bewältigen können, in der Gesamtstrecke ohnehin nicht. Und dann sind wir auch schon wieder bei Punkt 2.: wir konnten das als Familie fahren, dank Motor.

Auf einer Ausfahrt mit dem Rennrad hab ich eine Gruppe Senioren gesehen, die vergnügt auf ihren e-Bikes saßen. :Respekt:
Also Punkt 1. Was für ein großartiger Anblick. Ansonsten wären sie wohl zum nächsten Cafe mit Dieselwanne hingepestet.

Und nicht zu vergessen: die erhöhen die Zweiraddichte, das dürfte in unserem Sinne sein.
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Re: E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon Knud » 16.09.2016, 23:39

Nicht nur beim E-Bike sollte man sich fragen, was man will. wenn ich heute mit dem Rad in die Firma fahre, dann auch weil ich mich sportlich betätigen will. Und "nach Dienst" mit anderen die Vierlande unsicher mache. E-Bike kein Thema. Aber wenn ich da bin, kann ich auch nicht nahtlos in eine Sitzung, da ich mich erst mal wieder frisch machen muss.
Wenn der sportliche Aspekt in den Hintergrund tritt, wäre hier ein E-Bike eine echte Alternative zu Bus und Bahn. Frische Luft und etwas Bewegung sind bei mir gut für die Laune. Ich hoffe, dass viele so das Rad wieder für sich entdecken.
Bei RTF habe ich auch kein Problem mit Pedelecs. Es wird wohl kaum jemanden vom Rennrad treiben. Wenn immer Zeitnahme eine Rolle spielt, geht das natürliche nicht. Da wäre eine elektrische Unterstützung eine Wettbewerbsverzerrung.

Mehr Radfahrer im Stadtbild sind in der Tat von Vorteil. Aber hier fahren fast alle auf dem Bürgersteig...aber das ist ein anders Thema.
Knud
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Re: E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon kolo@post.cz » 20.09.2016, 17:04

also für "Transportmittel" b.z.w Moped Ersatz sehr zweckmäßig,

für Ausfahrten auf dem Radweg für die "älteren Herrschaften" auch gut geeignet

als Sportgerät eher ist :GrosseZustimmung:
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UweK
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Re: E-Bikes: Sinn oder Unsinn?

Beitragvon UweK » 08.11.2016, 22:07

kocmonaut hat geschrieben:UweK schrieb (im anderen Forum/im anderen Fred):
ich hasse die EBikes... jetzt auch noch im Gelände...

Wenn, dann muss man es wie Helmut seinerseit machen... E-Bike ohne geladenen Akku im Klingenberg-Bergzeitfahren
Wenn, dann muss man es wie Helmut machen: einen neuen Fred öffnen. Aber wohin? Nicht in RTF/CTF. Alltagsradfahren?
So, hoffentlich ist in diesem neuen Forum ein geeigneter Platz gefunden.

Zur Diskussion: Über die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Elektro-Power von (ehemaligen) Radsportlern möchte ich gar nicht streiten. Im Gegenteil, die Wissen was sie tun, und können auch Geschwindigkeiten einschätzen.

Sicher ist meine allgemeine Einschätzung bezügl. E-Bikes auch von der Erfahrung geprägt, dass ich auf der alten Nord-Schleife des Nürburgrings zur "Hohen Acht hinauf" beim 24h-Radrennen in 2012 am Sonntagmorgen von einhändig winkenden Freizeitfahrern überholt wurde :)

Mich stört an der ganzen E-Bike Geschichte, dass ich immer wieder sehe und höre... hab ich mir ein E-Bike geholt und bin fast in den Baum gefahren, und ähnlich.
Offensichtlich wird mit elektrisch unterstützten Fahrrädern (und ähnlichen Mobilitätsgeräten) einer Bevölkerungsschicht eine Möglichkeit zur (sinnvollen) Mobilität vermittelt, die sie selbst nicht im Griff haben und damit sich und vorallen auch Dritte im Straßenverkehr gefährden.
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