Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

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Helmut
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Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

Beitragvon Helmut » 06.12.2014, 01:11

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Grober Umgang der Radfahrer mit den Fussgängern ist im Radfahrerparadies Kopenhagen an der Tagesordnung.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 77acb.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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VeloC
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Re: Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

Beitragvon VeloC » 06.12.2014, 22:00

stuttgarter-nachrichten.de hat geschrieben:"Die Fahrradfahrer Kopenhagens müssen das Rücksichtnehmen noch erlernen, so wie es die Autofahrer einst mussten. Wenn so viele Rad fahren, können sie sich einfach nicht mehr die Freiheiten herausnehmen, die sie noch hatten, als sie weniger waren", so die Meinung von immer mehr Bürgern, die härtere Regeln fordern.
Da ist ein gewaltiger Knick in der Logik. Die Massen an Radfahrern in Kopenhagen sind ja nicht durch Zellteilung aus den vorher schon regelmäßigen Radfahrern entstanden, sondern zum größten Teil ehemalige Autofahrer, die jetzt auf zwei Rädern so fahren, wie sie es vorher auf vieren getan haben. Demnach scheint es "einst" doch nicht so funktioniert zu haben, mit der gelernten Rücksichtnahme.

Aber an rüpelhaftes Verhalten von Autofahrern ist der brave Bürger gewöhnt und hat es längst als normal akzeptiert. Dass es z. B. immer wieder zu gefährlichen Situationen oder vollendeten Unfällen kommt, weil wartepflichtige Autofahrer einfach rechts an der haltenden Straßenbahn vorbei preschen – geschenkt, c’est la vie. Doch wehe, diese Vollpfosten tauschen Lenkrad gegen Lenker, dann wird ihr Gefahrenpotential erst wirklich wahrgenommen. Obwohl dieses durch den verringerten Impuls gegenüber vorher bereits drastisch abgenommen hat. Vielleicht auch, weil jetzt keine geschlossenen Fenster das begleitende Gepöbel mehr dämpfen können.

Und wie auch in Deutschland werden Radfahrer von den befragten Autofahrern und Fußgängern als eine homogene Masse aus rücksichtslosen Rasern und Dränglern erlebt. Es scheint immer noch zu viele Menschen zu geben, die ausschließlich eine einzige Rolle im Straßenverkehr einnehmen und nicht gewillt sind, sich in andere Perspektiven auch nur nährerungsweise reinzudenken. Geschweige denn zu differenzieren. Und gerade diese Leute drängen zwanghaft zu den Mikrofonen bzw. werden von Reportern auch ganz gezielt gesucht. Polemik bringt Klicks und Aboverkäufe und damit steigende Werbeeinnahmen.

Wird jedenfalls Zeit, endlich mal nach Kopenhagen zu fahren und sich vor Ort eine eigene Meinung zu bilden!
Lieber wachsam bei Rot als vertrauensselig bei Grün!
krmueller
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Re: Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

Beitragvon krmueller » 09.12.2014, 19:05

VeloC hat geschrieben:Wird jedenfalls Zeit, endlich mal nach Kopenhagen zu fahren und sich vor Ort eine eigene Meinung zu bilden!
Wir können ja mal einen Betriebsausflug machen ...

Bis dahin gucken wir uns das mal in Fernsehen an. Da wird auf Arte gerade die Serie "Heimathafen" wiederholt, also die Hafenstädte von der Wasserseite aus gesehen. - Bei Kopenhagen ging es jedoch hauptsächlich ums Radfahren!

https://www.youtube.com/watch?v=sqdrCAggoDE

Besonders gut hat mir gefallen: "In Kopenhagen werden im Winter zuerst die Radwege geräumt und dann die Autofahrbahnen". In Hamburg ist es anders herum: da werden erst die Autofahrbahnen geräumt und die Radwege gar nicht. :mad:
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Re: Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

Beitragvon Grotefend » 10.12.2014, 13:42

Wer hat denn eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, Radfahrer seien bessere Verkehrsteilnehmer, bessere Menschen gar?
Vielmehr ist es doch so, dass es in allen Kohorten so'ne und solche und auch noch ganz andere gibt. Unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Re: Kopenhagen: Viele rücksichtslose Radfahrer

Beitragvon Schnuffi » 10.12.2014, 14:39

VeloC hat geschrieben:Wird jedenfalls Zeit, endlich mal nach Kopenhagen zu fahren und sich vor Ort eine eigene Meinung zu bilden!
Habe ich dies Jahr gemacht. An 3 Tagen bei schönstem Radfahrwetter ist mir kein einziger bösartiger Radfahrer begegnet.

Die hatten wohl ausserhalb Hauptversammlung oder so. :oops:
Wenn Du schneller fährst brauchst Du Dich nicht so lange anzustrengen :mrgreen:
Stockumer Junge
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Beitragvon Stockumer Junge » 10.12.2014, 17:25

Bei radikalen Radaktivisten ist das kein Gerücht, sondern Fakt. Da zählt nicht mehr das Handeln eines Individium, sondern die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, um diese entweder zu glorifizieren oder zu stigmatisieren. Radfahrer (Gutmensch) vs. Autofahrer (Schlechtmensch). Pures Freund-Feind Denken. Ich halte das für gefährlich.
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Beitragvon Harterbrocken » 12.12.2014, 13:35

Kopenhagen ist immer eine Reise wert. Darf ich Euch meinen Reisbericht in Erinnerung rufen. Bei unserem Besuch konnten wir keine Radrüpel beobachten:

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=7239

Kürzlich wurde in Kopenhagen eine sehr innovative Verkehrsführung für Fahrradfahrer mittels LED-Technik eingeweiht. Ein weiterer Schritt, der Kopenhagen nicht nur radverkehrstechnisch weit voran bringt und Musterwirkung haben dürfte. Außerdem wird Lkw-Fahrern auf ihrem Handy angezeigt, mit welchem Tempo sie die grüne Welle erwischen. LED-Straßenlampen werden erst bei Annäherung von Fahrzeugen heller, dimmen sic danach automatisch wieder ab. All das soll Kopenhagen helfen, bis 2025 die erste Co2-neutrale Stadt der Welt zu werden.

http://www.nytimes.com/2014/12/09/busin ... ities.html

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