Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

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radfreunde
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Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon radfreunde » 21.03.2017, 11:20

Man könnte fast sagen "Und täglich grüßt das Murmeltier". Hier scheinen ja auch alle nicht daran zu glauben, dass im Bezirk Altona überhaupt etwas zum Fahrradverkehr bewegt wird. Aber Hauptsache es wird diskutiert.

http://www.mopo.de/hamburg/politik/init ... g-26224594

Ich hätte einen da einen neuen Vorschlag, der schon mal Realität war, nachzulesen bei Wikipedia und anderen:

".....Bereits 1904 wurde die Elbchaussee an Sonn- und Feiertagen im Sommer für den Autoverkehr rund um Teufelsbrück, genauer zwischen Holztwiete und Sieberlingstraße, gesperrt.....

Ab dem 15. März 1923 wurde die Elbchaussee auch werktags ab 15 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. ..... Nach Prozessen mit den Anwohnern und den entsprechenden Entschädigungsleistungen an diese wurde die Elbchaussee Anfang der 1950er-Jahre von einer Privatstraße zu einer normalen öffentlichen Straße. ....."

Also damit könnte ich mich anfreunden = Elbchaussee wird Fahrradstraße.

Ich fürchte es wird wie immer nichts gemacht. Aber ich vergass in Rissen bekommen wir eine Fahrradstraße - die Alte Sülldorfer Landstraße - die eh kaum ein Auto befährt, aber macht sich toll in der Statistik wie Falkensteiner Ufer (zur Rettung der Kröten) und der Rheingoldweg (250 m vor der Landesgrenze zu SH braucht als Fahrradstraße keiner).
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Re: Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon axiom 1 » 21.03.2017, 13:28

ich bin natürlich für den Ausbau des Fahrradverkehrs, ist ja quasi die Triebfeder für unseren Sport und dieses Forum.

Mit einem Radweg an der Strandperle vorbei, wie dicht und wo genau auch immer, kann ich mich gar nicht anfreunden. Da ist der Stress doch vorprogrammiert.

Da scheint mir der Vorschlag mit der Elbchaussee wesentlich sinnvoller und realistischer.
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olaf
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Re: Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon olaf » 22.03.2017, 15:06

Den Stress an der Strandperle wird es auf jeden Fall geben :Schimpfen: Gerade die Besucher dieser Lokalität werden sich natürlich freuen das sie jetzt einen befestigten Weg bekommen und das wird dann auch zu den Konflikten mit den Radfahrern führen :Wein:

Das man auf der Elbchaussee keine Einschränkungen haben will liegt auf der Hand! Würden doch durch einen Radstreifen die begehrten Parkplätze für die Besucher der Strandperle und des Strandabschnitts wegfallen :mad:

Hamburg ist noch weit entfernt von neuen Verkehrskonzepten und trotz aller Bekenntnisse zur Fahrradstadt nach wie vor eine Stadt die den Fokus auf den Autoverkehr legt!

Wie der Senat das realisieren will wenn noch mehr Flächen mit Wohnungen verbaut werden, das wissen die wahrscheinlich auch nicht :Unentschlossen:
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radfreunde
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Re: Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon radfreunde » 23.03.2017, 14:06

Es geht los:

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... ollen.html

http://www.elbstrand.hamburg/buergerbegehren/

Vielleicht hilft ihnen jemand bei den Argumentationshilfen? Ich finde diese drei Ideenpunkte etwas dürftig:

Verbesserung der gesamten Infrastruktur für Radfahrer
Statt den schönsten Sandstrand Hamburgs zu verschandeln, sollte über ein Gesamtkonzept für die Verbesserung
der Radinfrastruktur in ganz Hamburg nachgedacht werden.

Bessere Alternative: Elbchaussee und Bernadottestraße
Statt Millionen Euro in 900 Meter Sandstrand zu stecken, ist die Ost-West-Verbindung durch einen Radweg auf
der Elbchaussee oder über die Bernadottestrasse eine sinnvollere Lösung. Dies wurde seit Jahren nicht in Angriff
genommen.

Zu kurz gedacht
Selbst wenn man sich entscheiden sollte, einen Radweg über den Elbstrand zu bauen, bleibt das Radfahren
andernorts an der Elbe schwierig und teilweise gefährlich. Es gibt am Ufer keine durchgehende Fahrradstrecke bis
in die Innenstadt. Warum dann ausgerechnet am Elbstrand beginnen?


Klingt irgendwie wie "Ihr sollt radfahren, aber weit weg von hier."
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Re: Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon olaf » 27.03.2017, 08:48

radfreunde hat geschrieben:
23.03.2017, 14:06

Klingt irgendwie wie "Ihr sollt radfahren, aber weit weg von hier."
Das wird immer eindeutiger :mad:

Man will sich zwar damit brüsten das man etwas für den Radverkehr macht, aber es soll den Autoverkehr möglichst nicht stören! Oder man legt Projekte auf die sofort die AutoISTEN auf den Plan rufen die das dann sofort aufgreifen um Stimmung gegen den Radverkehr zu machen.

Hier beschleicht einen immer mehr das Gefühl das es mit Vorsatz gemacht wird um hinterher dann sagen zu können: "Wir wollten ja aber das war alles nicht umzusetzen weil die Bürgerproteste zu laut waren!".

Der Weg unten am Elbufer mag ja schön sein, aber im Sommer ist der der absolute Horror und faktisch unfahrbar da viel zu viele Touris und Spaziergänger (Auto- und Hundehalter) den Weg völlig verstopfen. Warum man da keine Varianten überdenkt die dem Radverkehr nützen erschliesst sich mir auch nicht?
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Re: Bürgerbegehren gegen den Elbe-Radweg

Beitragvon radfreunde » 27.03.2017, 16:52

hier meine Vorschläge, wobei die Nummer 3 vielleicht ein neuer Aspekt wäre:

1. Ständerkonstruktion nicht über die Strandperle sondern die gesamten 900 Meter. Wäre mein Favorit :o

2. Eine alte Realität, nachzulesen bei Wikipedia und anderen:

".....Bereits 1904 wurde die Elbchaussee an Sonn- und Feiertagen im Sommer für den Autoverkehr rund um Teufelsbrück, genauer zwischen Holztwiete und Sieberlingstraße, gesperrt.....

Ab dem 15. März 1923 wurde die Elbchaussee auch werktags ab 15 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. ..... Nach Prozessen mit den Anwohnern und den entsprechenden Entschädigungsleistungen an diese wurde die Elbchaussee Anfang der 1950er-Jahre von einer Privatstraße zu einer normalen öffentlichen Straße. ....."

Also damit könnte ich mich anfreunden = Elbchaussee wird Fahrradstraße.

3. Vielleicht ein neuer Vorschlag, der meinem Lieblingsweg in die Innenstadt nahekommt:
• Den Övelgönner Hohlweg abflachen bzw. durch Schröders Elbpark verlängern. Er ist für Radtouristen mit Gepäck und Alltagsradler definitiv zu steil.
• Die Elbchaussee ab Schlagbaumtwiete beidseitig bis Lüdemanns Weg mit absolutem Halteverbot belegen und Fahrradstreifen auf der Straße anlegen.
• Die Abfahrt gegenüber des Hohenzollernrings zum Schopenhauerweg auch verlegen/abflachen. Ebenfalls für Radtouristiker und Alltagsradler zu steil.
• Danach kann man den Schopenhauerweg, Altonaer Balkon, Olbers Weg bis Fischmarkt befahren. Einzig der Übergang Altonaer Balkon zum Obersweg = Kurze Treppe sollte ersetzt werden. Allerdings gibt es von dort auch zur Palmaille ein gut befahrbarer Verbindungsweg.

Der Vorschlag 3 wäre leicht und preiswert zur realisieren und hat nicht nur für Radfahrer sondern auch für den Autoverkehr einige Vorteile:
  • Die Engstelle / Auffahrt Teufelsbrück ist für Radfahrer mit Gepäck auf der Straße nicht empfehlenswert, der Fußweg zu schmal, um dort einen Radweg abzuzweigen.
  • Die Verkehrsinseln zwischen Halbmondsweg und Liebermannstraße könnten entfernt werden, für 2 Fahrradstreifen und 2 Fahrbahnen ist ausreichend Platz.
  • Die derzeitige Parksituation zwischen Liebermannstraße und Elbchaussee 161 ist für viele Autofahrer durch die Parkplatzsuchenden und unfähig Parkenden ein unzumutbares Hindernis, das entschärft und der Verkehrsfluss beschleunigt würde. Auch der ÖPNV (Anfahrt Airbus) würde profitieren. Natürlich nur bei absolutem Halteverbot und Durchsetzung.
  • Für Radtouristen wäre die Strecke auch eine Bereicherung, da man einige Villen der Elbchaussee (z.B. Landhaus Brandt /Säulenhaus) sehen kann, einen wunderbaren Blick auf den Hafen vom Altonaer Balkon und Ruhe auf dem Weg ohne Autos hat.
Wir hätten die Pendler und die Radfahrer auf unserer Seite. Es könnte nur sein, dass diejenigen, die jetzt gegen den Weg auf dem Strand sind, eine neue Beschwerde vorbringen, da ihre bequemen und kostenlosen Parkplätze wegfallen.
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Beitragvon radfreunde » 10.04.2017, 10:57


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