CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

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Uli Kampffmeyer
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CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Uli Kampffmeyer » 16.08.2016, 15:36

In Hamburg hat sich die Polizei an die CM Critical Mass "gewöhnt". Sie begleitet und schützt sehr fair das monatlich am Freitag Abend stattfindende ... , ja, was eigentlich, was für eine Art treffen ist das? Man trifft sich unorganisiert, fährt dann aber organisiert als Verband. Hmm, sagen wir es mal so - es ist irgendwie doch (noch) eine Grauzone zwischen "Freunde treffen" und "Demonstration". Und was einem in einer solchen Grauzone passieren kann, zeigt die letzte Critical Mass mit zwischen 50 und 200 Teilnehmern in Essen. Damit man etwas Gefühl für den Einsatz der dortigen Polizei bekommt - hier die offizielle Pressemitteilung der Essener Polizei: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11562/3403341 Nein, kein Scherz! Aber in der "Fahrradstadt Hamburg" wird das wohl nicht passieren, obwohl auch hier immer wieder nach "Veranstaltern" gefragt wird.
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon sonja1 » 16.08.2016, 15:58

Die Mitteilung der Polizei liest sich so, als hätten die den Begriff CM noch nie gehört :Kuehlen:
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Stockumer Junge » 17.08.2016, 12:53

Das pro und contra in der Lokalpresse:

http://www.derwesten.de/staedte/essen/p ... 06944.html
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olaf
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon olaf » 17.08.2016, 15:19

Wir waren bei der CM am Freitag dabei, haben aber nachdem Team Blau anfing einzukesseln und Verkehrskontrollen durchzusetzen den Abflug gemacht!

Da muss die Polizei und auch der Autofahrer in NRW noch einiges lernen! Obwohl, lest euch mal die Kommentare dazu durch! Das sind schon teilweise Androhungen von Gewalt die eigentlich als Straftat verfolgt werden sollten!

Von Radfahrerseite war das übrigens sehr entspannt und locker 8)

Frage ist natürlich ob die Polizei sich so einen Medienrummel gewünscht hat? Inzwischen haben sie schon etwas zurück gerudert und Gesprächsbereitschaft angeboten!

Fakt ist, zur September CM werden wohl wesentlich mehr wie die 155 vom letzten Freitag dabei sein wollen!
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FS
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon FS » 23.08.2016, 01:50

Die Tour mit der Suche nach einem Veranstalter bzw. der Versuch, die CM als unangemeldete Demo einzustufen gab's hier unten in Stuttgart (mit grünem OB übrigens auch auf dem Weg zur "Fahrradstadt", aber durch Daimler & Co. wohl eher Möchtegern) auch schon. In Lyon (dort habe ich von Ende 2010 bis Mitte 2011 bei der Organisation der CM mitgeholfen) war die Sache deutlich entspannter, sofern es nicht allzu groß wurde hat sich die Polizei dort sogar komplett rausgehalten bzw. war nur im Hintergrund, also nichts mit Flankierung usw. Eine feste Route gab es auch nie, nur eine grobe Richtung. Es gab auch kaum Autofahrer, die wirklich genervt davon waren und aggressiv wurden, was allerdings auch der besonderen Mentalität der Franzosen bzgl. Streiks, Protesten & Co. geschuldet sein kann. Der Deutsche ist da eben anders. :D
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon VeloC » 28.08.2016, 14:01

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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Uli Kampffmeyer » 08.09.2016, 19:08

Nachklapp zu CM Critical Mass in Essen :) Dann fahrt mal schön in Zweier-Reihe

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olaf
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon olaf » 09.09.2016, 12:09

Denke mal wenn die Schlange sich einmal um die Essener Innenstadt zieht ist es mit der 2er Reihe vorbei :Aetsch:

Wir sind heute Abend leider nicht dabei, also kein Exklusivbericht :Wein:

Aktuelle Wetterlage und die Stimmung in den Städten um Essen dürfte heute Abend aber zu einer Rekordbeteiligung führen :Zwinkern:
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Ötzy » 09.09.2016, 14:47

Spannend!
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Knud » 09.09.2016, 22:14

Man wird hoffentlich hören, wie die Praxis am Ende ist. Aber wenn die Polizei schon verstanden hat, wer die Richtung vorgibt, ist ein großer Schritt getan.
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon VeloC » 10.09.2016, 10:05

Mit all dem guten Willen von beiden Seiten hat es scheinbar hervorragend geklappt. Schade, dass wir nicht dabei sein konnten!

Bericht auf VCR

Andere Teilnehmer äußern sich ähnlich begeistert. Nur die Essener FDP kocht vor Wut über die "schwache" Polizei. Aber bei rund 3% Zustimmung aus der Essener Wählerschaft können wir das ganz gut verkraften. :Aetsch:

Also vorsichtiger Optimismus für die nächsten Veranstaltungen!
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Grotefend » 10.09.2016, 15:50

Was ist gegen den auf der StVO basierenden Hinweiszettel der Polizei einzuwenden? Die CM-Aktivisten berufen sich doch permanent darauf, sie würden nach den Regeln der StVO fahren. Dann kann es doch nicht schaden, denen, die diese Regeln nicht kennen, ein klein wenig Nachhilfe zu geben.
Und: gleiches Recht für alle. Ich stelle mir einmal vor, etwa drei bis sieben Fußgänger treffen sich "zufällig" an einem Zebrastreifen und kommen überein, diesen permanent von der einen zur anderen
Seite und wieder zurück überqueren, um damit für mehr Sicherheit an eben diesem zu demonstrieren. Oder ein Horde Motorradfahrer beschließt, unendlich oft im Kreisverkehr herumzufahren. Ob die Kommentare hier im Forum auch dann noch so verständnisinnig wären? Formal wären die Fußgänger wie auch die Biker im Recht: Sie hätten immer Vorrang/Vorfahrt! Dennoch wäre dies Rechtsmissbrauch.

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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Knud » 10.09.2016, 23:29

Ich freue mich, dass es auch in Essen nun wohlauf dem weg ist. Wenn man bei der Polizei diese Begleitung für übertrieben hält, wird man das wieder zurück fahren. Aber so ist es ein Erfolg.

Grotefend hat geschrieben: Und: gleiches Recht für alle. Ich stelle mir einmal vor, etwa drei bis sieben Fußgänger treffen sich "zufällig" an einem Zebrastreifen und kommen überein, diesen permanent von der einen zur anderen
Seite und wieder zurück überqueren, um damit für mehr Sicherheit an eben diesem zu demonstrieren. Oder ein Horde Motorradfahrer beschließt, unendlich oft im Kreisverkehr herumzufahren.
So etwas ähnliches gab es schon mal, hier sogar mit Video-Hinweis. Da haben ein paar Radfahrer einen Kreisverkehr vollständig befahren. Und nach ein paar Runden hat sich das dann wieder aufgelöst. Alles gut.
Die Idee mit den Zebrastreifen hat echt was.
Grotefend hat geschrieben: Ob die Kommentare hier im Forum auch dann noch so verständnisinnig wären? Formal wären die Fußgänger wie auch die Biker im Recht:
Es gibt zumindest Leute, die § 30, Absatz 1 StVo anders interpretieren. Einen bestimmten Verkehrsteilnehmer dauerhaft zu blockieren, ist immer kritisch. Aber genau das passiert bei einer CM ja nicht.
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Critical in Hamburg ... Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Uli Kampffmeyer » 12.09.2016, 13:51

Ein sehr schöner Artikel zur Kritik an der Critical Mass in Hamburg ist von Malte Hübner (der auch immer viele schöne Fotos von der CM macht) verfasst worden: https://fahrradterroristen.de/mobilitae ... hrsinfarkt . Er antwortet ausführlich im Blog "Fahrradterroristen" auf einen unverschämten Artikel gegen Fahrradfahrer von STERN-Autor Wolfgang Röhl http://www.achgut.com/artikel/critical_ ... assenspass. Als unregelmäßiger CM-Mitfahrer sage ich mal DANKE an Malte!
Ach übrigens ... lest auch bitte mal unter dem Beitrag von Röhl und unter dem Artikel von Malte Hübner die Kommentare. Letztere im Blog von Malte würde ich schon als justiziable Drohungen auffassen ... so mit "Blut unter dem Wagen", "unter abbiegende Autos kommen", "leider kein Bullenfänger mehr zulässig".
Vielleicht wären solche Hass-Tiraden auch mal ein Thema für Harterbrockens BIKE BILD ;)
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon VeloC » 12.09.2016, 20:09

Wow, hätte nicht gedacht, dass jemand zu einem solchen Haufen kunstvoll drapierter hohler Worthülsen ein so umfangreiches und unterhaltsam zu lesendes Statement verfassen kann. Alles, was mir zu Röhls Artikel einfiel, war *gähn*. Kann damit zusammenhängen, dass ich in den Anfangszeiten der selbsternannten Achse des Guten dort häufiger mal rumgeschmökert und tatsächlich ernsthaft versucht habe, die selbstgezimmerte kleine Welt der Autoren zu verstehen. Erfolglos, irgendwann nahm die Langeweile überhand. Die Hass-Kommentare zu Hübner sind wirklich nicht von dieser Welt!
Uli Kampffmeyer hat geschrieben:Vielleicht wären solche Hass-Tiraden auch mal ein Thema für Harterbrockens BIKE BILD ;)
Die Idee gefällt mir. So am Rande hatte er das Thema doch sogar in der AUTO BILD schon angeschnitten. Das Online-Portal der Funke Medien Gruppe liefert da auch regelmäßig nettes Recherche-Material. Bei den Berichten zur letzten Essener CM haben sich allerdings selbst die Hardliner unter den Kommentatoren bislang recht zivilisiert geäußert:

Critical Mass in Essen: Massenradeln unter Polizeischutz (NRZ)

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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Grotefend » 13.09.2016, 13:16

VeloC hat geschrieben:
Bei den Berichten zur letzten Essener CM haben sich allerdings selbst die Hardliner unter den Kommentatoren bislang recht zivilisiert geäußert:

Critical Mass in Essen: Massenradeln unter Polizeischutz (NRZ)
So wie dem Bericht in der NRZ nach (dort insbesondere das Video) die Essener CM abgelaufen ist, kann man auch kaum Kritikwürdiges finden. Ein so gesetzeskonformes und diszipiniertes Verhalten wünsch ich mir auch für die HH CM. Bislang läuft es hier doch sehr viel anders: Inanspruchnahme mehrerer Fahrstreifen, gelegentlich sogar der Gegenrichtung, große Lücken -wohl um die Kolonne in die Länge zu ziehen u.a.m.

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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Schattenfell » 13.09.2016, 23:10

Grotefend hat geschrieben:Inanspruchnahme mehrerer Fahrstreifen, gelegentlich sogar der Gegenrichtung, große Lücken -wohl um die Kolonne in die Länge zu ziehen u.a.m.
Wie oft haben Helmut und ich dir die Sache mit den Lücken eigentlich in den letzten Jahren versucht zu erklären?
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Grotefend
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Grotefend » 15.09.2016, 14:50

Schattenfell hat geschrieben:
Wie oft haben Helmut und ich dir die Sache mit den Lücken eigentlich in den letzten Jahren versucht zu erklären?
Hat aber leider alles nicht genützt. Bin eben rechthaberisch und ohne durchgreifende Argumente nicht zu überzeugen.

Nix für ungut.
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon Schattenfell » 16.09.2016, 12:18

Grotefend hat geschrieben:Hat aber leider alles nicht genützt. Bin eben rechthaberisch und ohne durchgreifende Argumente nicht zu überzeugen.
Bezüglich der Lücken gibt es jedenfalls nach jeder Tour in den einschlägigen Communitys ellenlange Diskussionen darüber, wie man sie verhindert und warum sie aufgetreten sind, weil Lücken, die „einfach so“ aufgrund der Fahrdynamik entstehen, brandgefährlich sind. Da fahren dann an der nächsten Kreuzung Kraftfahrer wieder los, weil ja kein Radfahrer mehr kommt und plötzlich geht alles drunter und drüber. Das ist kein Spaß und ich kann dir versichern, dass niemand absichtlich das Auftreten solcher Lücken provoziert, um das Teilnehmerfeld in die Länge zu ziehen (zumal sich ein solches Vorhaben gar nicht über mehrere tausend Teilnehmer kommunizieren ließe).

Was die Nutzung mehrerer Fahrstreifen angeht: Ja, das ist ein Verstoß gegen § 27 Abs. 1 StVO, gar keine Frage. Jetzt kommt aber das große „aber“: Freu dich doch mal — wenn alle artig zu zweit nebeneinander führen, wäre das Teilnehmerfeld gleich zwei oder drei oder vier Mal so lang. Wenn man das mal ganz pragmatisch betrachtet, sind da nunmal mehrere tausend Radfahrer unterwegs, ganz egal, ob es dir gefällt oder ob es mir gefällt oder nicht. Ich halte es da tatsächlich auch aus Gründen der Sicherheit und insbesondere hinsichtlich der Rücksicht auf die übrigen Verkehrsteilnehmer (sofern man denn den Begriff „Rücksicht“ in diesem Zusammenhang bemühen möchte) für sinnvoller, lieber die komplette Breite der Richtungsfahrbahn in Anspruch zu nehmen als brav auf dem rechten Fahrstreifen zu rollen — dann sonst fahren auf dem linken Fahrstreifen wieder Kraftfahrzeuge und wollen irgendwo rechts abbiegen und werden ungeduldig und so weiter und so fort. Selbst die Polizei befürwortet es ja mehr oder weniger direkt, die Teilnehmer einigermaßen kompakt und schnell durch die Stadt zu lotsen, anstatt eine deutlich längere Schlange im Sinne von § 27 Abs. 1 StVO zu bilden, die im Endeffekt für viel größere Probleme sorgt.
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon olaf » 16.09.2016, 12:52

Das mit dem "möglichst kompakt" sehe ich auch als die bessere Variante! Regelkonform überholen ist eh nicht drin!

Bin aber auch der Meinung das versucht wird in zu kurzer Zeit zu viele Kilometer zu machen. In Hamburg wird teilweise recht schnell gefahren und es sind sehr viele Radfahrer dabei die genau das nicht schaffen!

In Duisburg fahren wir deshalb sehr gemütlich und dafür kürzere Strecken und teilweise auch mit einer kleinen Pause! Das geht aber nur bei wenigen Teilnehmern!
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon crumble » 19.09.2016, 02:51

Schattenfell hat geschrieben: Was die Nutzung mehrerer Fahrstreifen angeht: Ja, das ist ein Verstoß gegen § 27 Abs. 1 StVO, gar keine Frage. Jetzt kommt aber das große „aber“: Freu dich doch mal
Wollt ihr CM-Teilnehmer nicht ganz normaler Strassenverkehr sein, um sich um die Arbeit und Auflagen einer Demonstration zu drücken? Dann solltet Ihr euch auch wie normaler Strassenverkehr verhalten. (OK. Auch da sind Regelverstösse auf der Tagesordnung ;) )

Bie der größe der CM in Hamburg ist es eindeutig kein normaler Strassenverkehr mehr. Und genau das ist ein Teil der Kritik an der CM. Dort wo die CM herkommt ist das kein Problem. Ausserhalb von wenigen Radhochburgen bekommt man in den USA nur eine handvoll Teilnehmer zusammen. Dort sind die dann in der Tat normaler Strassenverkehr und bekommen nicht die Strassen von der Polizei gesperrt.

Da kann eine CM dann auch positive Effekte im Strassenverkehr haben. Leute, die sonst nur selten Farräder sehen, wissen auf einmal das dort Fahrräder unterwegens sein können und fangen vielleicht an darauf zu achten, ob dort beim Abbiegen nicht welche sind.

In Norddeutschland gehört das Fahrrad aber zum Alltagsleben. Hier weiss man, dass wir existieren. Es kommen auch nicht nur 20-50 Leute zusammen, die nur extrem kurz behindern. Man hat auf ein paar Hundert bis paar tausend Teilnehmern, die wild herum gurken teilweise recht aggresive Forderungen stellen und auf alle Fälle die Leute ein paar Minuten lang nerven. Das fördert ehern das Feindbild Radfahrer, als das es zu einem besseren Miteinander beiträgt. Erst recht wenn dann auch noch unter Polizeischutz StVO verstösse begangen werden. Wenn ein Autofahrer dann mal tatsächlich bereit ist, danach zu suchen, was ihm da eigentlich begegnet ist, wird er im Netz auf Autofahrerbashing und militante Logos treffen. Nicht gerade dazu anregend über unsere Probleme nachzudenken. Das ganze wirkt eheren abstossend, bestätigt Vorurteile und stellt schnell alle Rafahrer in die Ecke der "Erlebsnisorientierten".

Die Probleme in unseren Straßen liegen nicht daran, Auto-, Radfahrer und Fussgänger nichts über ihre existenz wissen. In den meisten Fällen ist die gewachsene Verkehrsführung das Problem. Die wird aber nur selten einfach so von Politikern und der Verwaltung geändert. Dazu brauchen sie Druck und direkte Ansprechpartner mit konkreten Forderungen. Nichts davon bietet eine CM. Sie wird ehern dazu führen, dass Autofahrerverbände fordern werden endlich etwas gegen diese Radfahrer zu unternehmen. Das einzige was wird dann davon haben werden, sind erhöhte Bussgelder und ein- zweimal mal im Jahr ein Kontrollmarathon.
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Re: CM Criticial Mass - Krise in Essen ...

Beitragvon krmueller » 25.09.2016, 12:45

crumble hat geschrieben:Kontrollmarathon
Dufte! - Mein Rücklicht ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr kontrolliert worden! :D

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