Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

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Ketsch
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Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

Beitragvon Ketsch » 11.06.2016, 10:26

Unter folgendem Link führt das Pinneberger Tageblatt/SHZ eine Umfrage zur obigen Frage durch.

http://www.shz.de/lokales/pinneberger-t ... 44857.html

Stand jetzt führen die Befürworter.
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OmaJantzen
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Re: Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

Beitragvon OmaJantzen » 11.06.2016, 11:28

Ketsch hat geschrieben:Unter folgendem Link führt das Pinneberger Tageblatt/SHZ eine Umfrage zur obigen Frage durch.

http://www.shz.de/lokales/pinneberger-t ... 44857.html

Stand jetzt führen die Befürworter.
Gut gemeint, technisch schlecht umgesetzt. Wenn ich 10mal nacheinander abstimme (in einer Browsersitzung), so werden 10 Stimmen gezählt.
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Beitragvon Ötzy » 11.06.2016, 13:08

Stimmungsmache....vollkommen blödsinnige Fragestellung.
Hilft keinem weiter.
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Ketsch
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Beitragvon Ketsch » 11.06.2016, 16:08

Ötzy hat geschrieben:Stimmungsmache....vollkommen blödsinnige Fragestellung.
Hilft keinem weiter.
Genau so ist es!

Dazu noch die mehrfache Abstimmungsmöglichkeit!
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Beitragvon Knud » 11.06.2016, 23:23

Zufall oder haben die schon reagiert?
Zunächst war die Seite nicht erreichbar, jetzt sehe ich das Ergebnis beim zweiten Laden.
Unabhängig davon sollte hier wohl Stimmung gemacht werden: Radfahrer gehören auf Radwege. Da gibt es im Kreis Pinneberg ein paar mehr als grenzwertige.

Ich sehe allerdings nicht, dass Rennradfahrer da Privilegien brauchen. Wir brauchen gute, sichere Wege für alle. Das aber passt kaum in eine Ja/Nein-Frage.

Knud
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Beitragvon kocmonaut » 11.06.2016, 23:43

Ötzy schrieb:
vollkommen blödsinnige Fragestellung...
Die Fragestellung ist eine Gute. Nur die redaktionelle Umsetzung eine schlechte. Eine argumentative Auseinandersetzung "was spricht dafür?, was dagegen?" wäre für den allgemeinen Verkehrsteilnehmer bewusstseins- bzw. verständniserweiterend gewesen. So ist es in der Tat Schall und Rauch.
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Reporterin im Selbstversuch im Kreis Pinneberg unterwegs

Beitragvon Tourini » 28.07.2016, 08:38

Zitat aus folgendem Artikel:

http://www.shz.de/lokales/pinneberger-t ... 67326.html

"Rennrad- und Autofahrer zoffen sich um die Straßenhoheit im Kreis Pinneberg. Doch wie ist es eigentlich, als Rennradfahrer unterwegs zu sein? shz.de wollte es selbst erleben und so schwang sich Reporterin Kira Oster auf einen Sattel. Mit Wilfried Weitz, Präsident des Radsportverbandes Schleswig-Holstein, und Kamera am Lenker war sie in der Region unterwegs."

Eine gute Idee von Wilfried Weitz die Reporterin zu dieser Feldstudie einzuladen. :)

Die Reporterin saß zum ersten Mal auf dem Rennrad und hat trotz anfangs schlechten Wetterbedingungen offensichtlich Spaß am Rannradradfahren gefunden. :GrosseZustimmung:

Neben immerhin nur einem hupenden Autofahrer fielen ihr der teilweise marode Zustand der Radwege auf:
Zitat "Die Radwege sind tatsächlich selbstmörderisch, Wurzeln ragen heraus, Schlaglöcher klaffen auf dem Asphalt".
Und auch die seit einigen Jahren in Haselau installierten "Rennradfallen" in Form von Kopfsteinpflasterabschnitten in der ursprünglich intakten Straße stießen auf Unverständnis. :mad:

Die Abstimmung unter

http://www.shz.de/lokales/pinneberger-t ... 44857.html

ist immer noch aktiv und es steht derzeit bei 58% pro.
Knud
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Beitragvon Knud » 28.07.2016, 22:14

Der Bericht gefällt mir. Vielelicht bewegt es dann ein bißchen mehr als nur eine Reporterin. Die imerhin hat was gelernt.

Knud
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Beitragvon Ledersattel » 29.07.2016, 06:40

Ich biete jedem interessiertem Berichterstatter, Ordnungshüter an, nur von meinem Wohnsitz bis zur Hauptstraße,
das sind ca. 1,2km, mitzufahren. Was der Radfahrer dabei mit den Autofahrern erlebt ist ausreichend.
Und das noch in einer 30km Zone!
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Re: Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

Beitragvon Albert Ulbricht » 22.08.2016, 12:27

Beitrag Kräftemessen Kraftfahrer - Radfahrer

Ich möchte mich zu diesem Thema einmal zu Wort melden. Es ist offensichtlich, dass dieses gegenseitige schlechte Verhalten immer mehr ausufert.Das ich seit geraumer Zeit immer öfter allein unterwegs bin fuehlen sich andere Alleinfahrer dazu angehalten mir Gesellschaft zu leisten.Ich habe nichts gegen einen kurzen Plausch aber der muss auch mal wieder zu Ende sein.Wenn jemand zu mir auffährt dann bedeutet das , er ist schneller.Ich stehe nicht unter Zeit- bzw Termindruck das ich mich von ihm zu irgentwelchen Höchstleistungen treiben lasse.Meistens wollen sie mir auch nur die Ohren abkauen von irgendwelchen Geschehnissen, die mich gar nicht interressieren.So weit so gut, schlimm wird es erst wenn sich dieser Radfahrer neben mir zur Zweierreihe einreiht.Zwei Mann in Zweierreihe auf einer Strasse mit dichtem Autoverkehr.Wenn ein Auto von hinten kommt lässt er sich hinter mich zurückfallen, um sich nach passieren des Autos gleich wieder neben mich zu platzieren.Meine Bemerkung, wir sollten doch hintereinander fahren ignoriert er vollkommen, bis ich mit Nachdruck von ihm fordere doch vorzufahren, da er schneller ist.Da endlich reagiert er und fährt mit Leichtigkeit davon bie zum nächsten Alleinfahrer, der sich in Sichtweite von mir befand.Passiert in Walsrode bei der RTF.Es ist leider kein Einzelfall, dass sich zwei Fahrer in Zweierreihe bewegen.Der Kampf Radfahrer gegen Autofahrer artet immer mehr aus, weil keiner bereit ist nachzugeben und mal zu überprüfen ob nicht beide Seiten Fehler machen.Es wid immer gefährlicher, da wird man z B als Linksabbieger ausgebremst obwohl man sich richtig eingeordnet hat und der Autofahrer gar nicht links abbiegen will.Bis es mal richtig kracht, schade um den den es dann trifft.
Wir sollten daran denken, dass wenn wir vom Rad steigen die Meisten zu Autofahrern werden . Natürlich werden wir uns keine Radfahrer aussuchen, die unseren Zorn zu spüren bekommen, , dafür gibt es andere "Idioten " , bei denen wir uns abreagieren.
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Re: Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

Beitragvon FS » 23.08.2016, 02:27

Ich sehe das Problem eher darin, dass die meisten Autofahrer, wenn sie aus dem Fahrzeug steigen, eben leider keine Radfahrer werden, höchstens Fußgänger. Das ist zumindest meine Einschätzung. Von daher fällt es denen wohl viel schwerer, sich mal in die Rolle des anderen hineinzuversetzen bzw. es besteht kaum die Intention, dies einmal zu tun. Als Autofahrer ist man eben auch verwöhnt: Fast die komplette Verkehrsinfrastruktur ist primär auf KFZ ausgelegt. Und alles, was dem allgemeinen Verkehrsfluss entgegen läuft (z.B. Radfahrer, die prinzipiell langsamer unterwegs sind) wird dann als störend empfunden. Wobei es schlimmer sein könnte, als es ist. Zu Zeiten des dritten Reiches z.B. gab es meines Wissens doch die Bestrebung, alles was nicht Auto war ausnahmslos von den Straßen zu verbannen.

Auch ich setze mich eigentlich nie unter Zeit- oder Termindruck, und beweisen in der Hinsicht, dass ich mich mit anderen messen müsste, muss ich mir auch nichts mehr. Was ich von der Gegenseite, den Autofahrern, oft nicht behaupten kann, denn da muss z.B. der Radfahrer noch überholt werden, obwohl der schon 35 in der 30er-Zone drauf hat. Ist aber wohl so eine Ego-Geschichte, es darf ja nicht sein das der 200-Watt-Radler genauso schnell voran kommt wie jemand in seinem 200-KW-Boliden.

Zurück zur eigentlichen Fragestellung: Ich würde ein Aufheben der Radwegebenutzungspflicht schon begrüßen. Mehr Radfahrer auf der Straße bedeutet auch eine größere Präsenz im allgemeinen Verkehrsbild, und die Autofahrer könnten sich langsam an die veränderte Situation anpassen, sodass am Ende vielleicht alle etwas besser miteinander auskommen. Der Radfahrer darf nicht das Alien auf den Straßen bleiben. Generell gilt: Wenn jeder allgemein ein bisschen rücksichtsvoller agierte, wäre das auch gar kein Problem. Aber das ist wohl Wunschdenken.
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Re: Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?

Beitragvon fräuleinp » 31.08.2016, 11:43

FS hat geschrieben:Generell gilt: Wenn jeder allgemein ein bisschen rücksichtsvoller agierte, wäre das auch gar kein Problem. Aber das ist wohl Wunschdenken.
Wahre Worte. Das zählt für alle Seiten!
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