MTB in Dänemark - singletrack.dk (Infos, Berichte + Bilder)

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quasarmin
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MTB in Dänemark - singletrack.dk (Infos, Berichte + Bilder)

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:36

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Moin

Seit einigen Jahren fahre ich mit meiner Familie im Herbst nach Dänemark, um dort in angemieteten Ferienhäusern etwas Urlaub zu machen. Mein Sohn Marius und ich fahren in der Freizeit gerne mal zusammen mit den Mountainbikes, daher wurde in den vergangenen drei Jahren die Wahl des Urlaubortes sehr stark von einer ganz bestimmten dänischen Homepage abhängig gemacht -> www.singletrack.dk Es handelt sich hierbei um eine zur Zeit noch rein dänischsprachige Seite, zum Glück sind wir eine deutsch-dänische Familie und dieser Sprache mächtig. :-)

In Dänemark gibt es relativ viele offizielle Mountainbikestrecken. Teils sind es reine Freizeitstrecken, aber viele werden saisonweise auch für Rennen genutzte. Die Trails werden überwiegend von den ansässigen Vereinen angelegt und gepflegt, unterstützt werden sie dabei von den Kommunen (Landkreise) sowie der Umweltbehörde des dänischen Umweltministeriums (www.Naturstyrelsen.dk) teilweise auch von Privatpersonen.
Man muss sich das mal für Deutschland vorstellen! Ein Naturschutzverband (dazu gehören auch der Jagdverband) organisiert und unterstützt Mountainbiker! Die Dänen denken einfach etwas anders als wir, für die sind Wanderer, Reiter, Jäger, Pilzesammler und Mountainbiker in erster Linie Menschen, und zwar Menschen mit unterschiedlichen Interessen und keine Terroristen. Nicht ohne Grund gelten die Dänen als das glücklichste Volk der Welt :-)

Auf der http://www.singletrack.dk sind unten drei Karten zu sehen. Eine davon, die links mit den roten Fähnchen, markiert alle gelisteten Trails.

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Wenn man in die Karte zoomt, kann man die Fähnchen anwählen und es öffnet sich eine Seite mit in der Regel einem GPS-Link (User “singletrack.dk” bei GPSies), sowie eine Beschreibung und auch Bewertungen. Meist ist auch noch ein Link enthalten, der zu einer Trail-spezifischen Homepage führt (Verein) oder zu sehr gut gemachten PDF-Dokumenten, die von der www.Naturstyrelsen.dk herausgegeben werden.

Ich möchte hier in diesem Thema in der nächsten Zeit ein paar Trails vorstellen, die Marius und ich getestet haben. Es können hier auch gerne Fragen zu Singletrack.dk gestellt werden, falls etwas aufgrund der Sprache unverständlich sein sollte. Wer seinerseits auch schon Tipps zu den dänischen Trails hat, ist gerne eingeladen, hier auch seine Erfahrungen zu teilen.

Direktlink zur den bereits beschriebenen Strecken:

Ebeltoft - Sønder Plantage

Grenaa - Kommune Plantage

Henne Strand - Blåbjerg

Oksbøl/Vejers - Bordrup Plantage

Apenrade - Aabenraa Skoven / RKCC

Dieses Thema wird um weitere Strecken ergänzt

mange hilsen
Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am 29.03.2015, 17:13, insgesamt 12-mal geändert.
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MTB Sønder Plantage - Ebeltoft

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:37

Ganz frisch (11.-17.10.14) sind die Erfahrungen mit der MTB-Strecke “Sønder Plantage” (südlicher Wald) bei Ebeltoft. Es handelt sich hier um einen 12 km langen Rundkurs, der nahezu komplett als Singletrail verläuft.
Der Trail ist in Zuammenarbeit der Syddjurs Kommune, mit lokalen MTB-Clubs und einem Feriencenter (Kronborg Tracks), das MTB-Schulungen anbietet, entstanden und öffentlich benutzbar.

Es gibt zwei bevorzugte Start/Ziel-Einstiegspunkte mit Parkplätzen. Einmal im Norden in der Nähe von Ebeltoft am Søhusvej, dort ist neben dem Parkplatz auch eine neue Schutzhütte sowie ein Biwak-Dach. Der andere Parkplatz liegt süd-östlich am Øervej und ist von der südlich gelegenen Ferienhaus-Kolonie gut zu erreichen.

Der Link zum offiziellen Flyer der Syddjurs-Kommune:
http://www.syddjurs.dk/Portaler/Borger/ ... e+2012.pdf

Der Link zum Track: http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid ... ydedznhlez

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrac ... ttrack.JPG">

Wir sind den Trail insgesamt dreimal gefahren, leider war das Wetter ziemlich durchwachsen, für einen Tag unseres Aufenthalts war der Trail bei Grenaa geplant. Zwischen unseren Touren fiel teilweise sehr starker und anhaltender Regen, dennoch war der Trail überraschend gut zu fahren. Es gab nur kleine und kurze Schlammlöcher, nur wenige feuchte verwurzelte, sehr steile Anstiege zwangen zum Absteigen, ansonsten ist der Trail ziemlich wetterfest.

Beim Start am Søhusvej geht es erst einmal durch eine kleine Dünen-/Heidelandschaft mit schmalen, aber festen Trail. Schon nach kurzem geht es plötzlich steil auf eine kleine Düne und auf der anderen Seite über einen kantigen Drop wieder hinab. Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was nun auf 12 km folgt. Beim Start am Øervej geht es ähnlich zur Sache, sofort steil hoch in den Wald hinein, dann über einen verwurzelten abschüssigen Weg mit kleinen Drops gleich wieder runter.

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel1.JPG" width="800">
Startinformation am Øervej

Der Trail spricht vor allem fortgeschrittene Mountainbiker an, kurze steile Anstiege, mal auch etwas länger gezogen folgt stets eine nette Abfahrt, die oft in Schwierigkeitsstufen eingeteilt ist. Weniger sichere Biker kommen auch auf ihre Kosten, wenn sie bei Wegtrennung den grünen Pfeilen folgen. Der Grundkurs für alle wird mit roten Pfeilen ausgewiesen und die etwas kniffligeren Pfade mit schwarzen Pfeilen.

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel2.JPG" width="800">
Mehrere künstliche Anlieger sorgen für Speed und Spaß

Das ständige Auf und Ab fordert Kraft, Ausdauer und Konzentration, es ist ratsam, etwas ruhiger zu beginnen, 12 km können so ganz schön lang werden. Sollte es doch zu anstrengend sein, gibt es in der Mitte der Strecke einen sogenannten “short cut”, der für beide Startorte etwa die Strecke halbiert. Man kann so an zwei Tagen auch beide Abschnitte abwechselnd fahren.

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel3.JPG" width="800">
Typische Schleifen im Wald

Die Streckenführung ist sehr abwechslungsreich. Mal fährt man in einer Dünenlandschaft, mal über hügelige Heide, dann wieder dunkler verwurzelter Nadelwald und auch helle Mischwaldpassagen sind dabei, nur eines gibt es nicht, es ist nicht flach!

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel4.JPG" width="800">
Wurzeltrail, meist auch sehr verwinkelt

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel5.JPG" width="800">
“Hyggeliger” Wiesentrail

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel6.JPG" width="800">
Anliegerabfahrt durch eine Waldkuhle

Die meisten der “schwarzen” Abschnitte sind von fortgeschrittenen Bikern gut zu meistern, es handelt sich hierbei um keine Sprünge (Drops) oder stufige und verwinkelte Wurzelabfahrten, aber auch sehr steile Anstiege. Es gibt auch ein paar schnelle Drops, bei denen der ungeübte auch seine 3-4 Meter weit springt, insgesamt eine tolle Sandbox, in der man sein Können gut trainieren und steigern kann.

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel9.JPG" width="800">
Schneller (Doppel)Drop mit Auslauf

Eine der schwierigen “Schwarzen”...

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel7.JPG" width="800">

...denn gleich dahinter wartet eine sehr enge Kehre

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel8.JPG" width="800">

Wer es mit Sprüngen und steilen Passagen nicht so hat, der kommt auf den 12 km auch bei zahlreichen verwundenen Trailschleifen auf seine Kosten, in viele engen Kurven haben sich natürliche Anlieger gebildet.

<IMG src="http://www.quasarmin.de/pics/singletrackdk/ebel10.JPG" width="800">

Unser Fazit: Sehr hoher Spassfaktor! Kraft und Kondition und etwas Fahrtechnik sollten allerdings vorhanden sein. Die Strecke ist sehr gut ausgewiesen, der Trail ist immer gut erkennbar, kann bei starkem Laubbelag etwas beeinträchtigt sein, die Strecke macht jedoch einen sehr gepflegten und gut frequentierten Eindruck, gute Wetterfestigkeit, optimale Länge mit short-cut Option.
Zuletzt geändert von quasarmin am 24.10.2014, 23:54, insgesamt 3-mal geändert.
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MTB Grenaa Plantage

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:37

Beim Grenaa Idrætcenter (Sportcentrum) an der Ecke Ringvejen/Ydesvej steht am Waldrand ein unscheinbares Holztor mit der Aufschrift “MTB Start”. Dahinter verschwindet ein schmaler Trail nach wenigen Metern hinter einer Kurve im Dickicht. Nur wenige Meter rechts daneben kommt dieser Trail zwischen den Büschen wieder heraus...

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…und dazwischen liegen 23km Singletrail!

Dieser Singletrail wurde vom Grenaa Cycle Club und einer Privatperson erarbeitet. Es gibt zu dieser Strecke auch eine recht gut gestaltete Homepage:

http://www.singletrack-grenaa.dk (es gibt hier auch viele Bilder)

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(Verlinkte Karte von www.singletrack-grenaa.dk)
Auch wenn es so wirken mag, die Karte zeigt lange nicht alle kleinen Windungen, sondern nur den groben Verlauf...

Marius und ich haben uns diese Strecke am 16.10.2014 vorgenommen. Das Auto wurde in der Stadt beim Posthaven abgestellt, die Mädels wurden zum Shoppen ausgesetzt und es wurde sich auf grob 2,5-3 Stunden verabredet. Gleich in der Nähe des Start/Ziel sind beim Sportcenter allerdings auch jede Menge Parkmöglichkeiten. Die Fahrt aus der Stadtmitte dauert jedoch nur 10 Minunten.

Die Strecke ist größtenteils sehr flach, gleich von Anfang an geht es kurvig zur Sache, eine Windung nach der anderen, dabei sind bei Möglichkeit kleine Wellen eingebaut. Anhänger von engen kniffeligen Trails kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Die Windungen ziehen sich endlos durch den Wald. Wenn man glaubt das man gleich den Drehwurm bekommt hat man nur etwa 3 Kilometer hinter sich, das Ding zieht sich verdammt in die Länge. Die Kurven sind zum großen Teil so eng, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich unter 10km/h bleibt. Hin und wieder ist eine kleine mehr oder weniger vertrauenserweckende Brücke über einen Graben zu überqueren. Mangels Höhenmeter haben sich die Macher der Strecke verschiedene Schikanen einfallen lassen, die je nach Schwierigkeitsgrad mit kleinen weissen Schildern und schwarzen Pfeilen gekennzeichnet sind. 3 Pfeile bedeutet schwer, 2 Pfeile mittel, 1 Pfeil leicht, manchmal auch als “Chicken run” textlich gekennzeichnet.

Diese Schikanen sind überwiegend brückenartige Überfahrten auf glitschigen Bohlen, teilweise mit einem Kunststoffgeflecht gegen Abrutschen der Reifen gesichert. Einige Brücken sind nicht ganz ungefährlich, man sollte sie zumindest beim ersten Befahren nicht unbedingt alle testen wollen, oder sich die Schikane vorher genau ansehen.

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Der kurvige Trail windet sich scheinbar endlos durch den Kommuenwald. Nach etwa 9 Kilometern ist es immer noch flach, hier haben sich die Erbauer des Trail einen kleinen Gag einfallen lassen, die “Borgen” oder zu deutsch “die Burg”. Die Burg ist eine gefahrene Acht (natürlich 3 Pfeile) die zunächst durch einen Graben unter einer Brücke hindurch führt, dann rechts in einer Schleife herum über diese Brücke hinweg. Die Auffahrt ist mit etwas Schwung relativ unspektakulär, die Abfahrt auf der andern Seite eher ein freier Fall aus 1,5m Höhe, Reifenhöhe wohlgemerkt, vom Kopf aus wirkt das höher.
Die Burg kann jedoch über einen Chicken Run links umfahren werden. Wem ein sauberer Drop-Absprung sicher gelingt sollte die Burg mitnehmen.

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Es geht die meiste Zeit durch den Wald. Erst Mischwald, dann wieder Tannenwald, auch enge und finstere Abschnitte sowie helle und freundliche Birkenwaldabschnitte säumen den Weg, bzw. die Schlangenlinien die man fährt.

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Alle paar hundert Meter steht ein Wegweiserpfahl, insgesamt 94 an der Zahl. Bei Pfahl 27 verlässt man den Wald und es geht über ein offenes Dünenstück, teilweise als Weidegebiet eingezäunt. Wahlweise kann man durch Weidefalltüren die Zäune passieren, an einer Stelle lädt grosszügig eine breite Birkenholzrampe zum überfahren des Weidezauns ein, allerdings ist die Abfahrt auf der anderen Seite nur noch halb so breit. Das sollte man wissen bevor man es versucht! Marius wusste es nicht und stürzte ab. Der ziemlich lädierte Zaun deutete, dass er nicht der erste war dem dieses Missgeschick passierte.

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Weiter geht es durch durch die sandige Fuglsang hede (Vogelsangheide), der Trail ist hier an vielen Stellen durch breite Holzbohlen befestigt. Bei Pfahl 34 geht es wieder in ein Waldgebiet, die sogenannten Sommerhusbakkerne (Sommerhaushügel). Es handelt sich hier um einen flachen verwachsenen und hügeligen Kiefernwald. Der Trail bleibt weiterhin sehr eng verschnörkelt, nur das es jetzt ebenso auf und ab geht. Man hat das Gefühl Achterbahn zu fahren. Wären da nicht schon fast 15km Kurventrail in den Beinen und im Kopf, könnte man diesen Abschnitt durchauch als schön bezeichnen. Marius und ich waren allerdings langsam vom ständigen Gekurve überdrüssig, vor allem weil kein richtiges Tempo gemacht werden konnte.

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Nach Verlassen der Sommerhusbakkerne wird es wieder etwas flacher, und der Trail geht weiter verschnörkelt durch Waldgebiet. Hin und wieder ein paar Hügel, auch eine 3 Pfeile Passage die “Freier Fall” genannt wird bei Pfahl 65. Hier geht es mehrere Meter fast senkrecht hinab bevor der Untergrund ausläuft, eigentlich nicht schwer, erfordert jedoch etwas Mut.
Nachdem sich die Strecke nicht mehr grossartig änderte, verliessen wir den Trail bei Pfahl 73 und fuhren über einen Waldweg nach Norden um noch mal bei Pfahl 90 in den Trail einzusteigen und bis zu Schluss durchzukurven.
Einmal hatten wir von dem kurvigen Trail langsam genug, und vor allem lief uns die Zeit weg, als uns am Ziel der Trail wieder ausspuckte, waren fast 3 Stunden seit dem Losfahren in der Stadt vergangen, wir mussten zurück.

Hier ein Link zu einem Youtube Video, der den Trail aus der Heckperspektive zeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=Eh9svjExQFQ

Unser Fazit:
Liebhaber verschlungener und kniffeliger Trails kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Gebiete durch die es dabei geht bieten eine nette Abwechslung, es gibt keine langen oder schweren Anstiege. Wer allerdings einen schnellen Trail mit viel Flow mag, der ist hier falsch. Bei hohem Tempo macht es zwar gleich viel mehr Spass, aber das lässt sich bei einem so langem Trail einfach nicht durchhalten. Der Trail ist gut und mit viel Arbeit gemacht, aber etwas zu viel des guten - einfach zu lang. Man sollte 3 Stunden einplanen, oder Tipp, ab Pfahl 60 abkürzen.
Zuletzt geändert von quasarmin am 22.10.2014, 13:50, insgesamt 3-mal geändert.
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MTB Blåbjerg - Henne Strand

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:38

Diese Strecke dürfte für deutsche Urlauber die bekannteste sein, sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem sehr deutschlastigen Ferienhaus- und Campingplatzgebiet.
Auf der Fahrt nach Henne Strand führt wenige km vor dem Ort der Blåbjergvej nach Norden in den Wald. Dort ist der Parkplatz am Himmelvejen ausgeschildert.
Hier einige Informationen zum Blaabjerg und zur Anfahrt:
http://www.dantravel.de/blaabjerg-daene ... hste-dune/

Bei Blåbjerg MTB handelt es sich um von der Umweltbehörde Naturstyrelsen unterstützte öffentliche Singletrails. Der Varde Cycle Club führt dort jeden Herbst MTB-Rennen durch, ich gehe davon aus das die Strecken von diesem Club betreut werden Dieser Club unterhält auch bei Varde zwei Strecken, daher ist die Wartung hier spürbar ein wenig vernachlässigt (Stand 2012)

Es gibt 3 Routen, einmal die “Marathonrute” Weiß mit 13 km Länge, dann “Die Schwere” Schwarz mit mit 7,4km und “Die Leichte” Grün mit 4,3km. Die Tour Grün ist allerdings größtenteils ein Teilstück der Tour Schwarz. Daher wird auf diesen Abschnitt hier nicht weiter eingegangen. Die Tour Grün bietet sich an, diese noch mal nach der Tour Schwarz zu fahren, falls man noch nicht genug hat.

Übersichtskarte Blåbjerg MTB (naturstyrelsen.dk):
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Hier ein Link zu einem Flyer (mit der Karte) von Naturstyrelsen.dk:
http://naturstyrelsen.dk/media/nst/6757 ... ergMTB.pdf

GPS schwarz:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=jslfndpdtpjlxiuz

GPS weiß:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=zulbfgfkphkcbkpp

Der Start für alle Strecken ist direkt am Parkplatz, er ist durch einen Hinweispfahl zu erkennen, meist steht noch ein Werbeschild mit Hinweis auf das nächste Rennen dort.

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Schon nach wenigen hundert Metern trennen sich die Touren Weiß/Grün von der Tour Schwarz. Die Tour Grün schliesst sich etwas weiter wieder der Tour Schwarz an. Grün und Schwarz verlaufen dann zentral um den Blåbjerg und den etwas hügeligeren Gebieten Rævebjerget und Feilbergs Banke.

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Die Tour Weiß verläuft hingegen in einem ausgeweiteten Rundkurs und ist nicht ganz so hügelig. Mal führt sie über Wurzeltrails, dann wieder über Kieswege, auch durch weiche Waldböden die nach Regen etwas matschiger sind. Grundsätzlich stellt diese Tour jedoch keine sehr hohen Anforderungen an die Fahrtechnik.
Im weiteren beziehen sich die Hinweise und Bilder auf die Tour Schwarz.

Anfangs geht es über breite Singletrails durch welliges Gebiet, fester Waldboden, bei Feuchigkeit auch hier und da mal etwas weich.

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Es geht die ersten Kilometer überwiegend auf mal mehr oder weniger breiten Singletrack durch geschlossenen Wald. Abwechselnd ist es mal etwas hügelig, oder auch kurvig.

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Manchmal kreuz man kurz einen größeren Waldweg, fährt darauf wenige Meter um gleich wieder in einem Singletrail im Dickicht zu verschwinden.

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Immer wieder sind kleine Steigungen zu überwinden, dann wieder kurvige Abfahrt, seltener sehr engkurvige Abschnitte. Das Tempo hält sich meist im Spassbereich. Der Trail verlauft überwiegend über erdigen Waldboden der an einigen Stellen nach Regenfällen auch etwas matschig gefahren ist. An den zahlreichen auch frischen Spuren erkennt man, dass der Trail sehr oft und regelmässig benutzt wird.

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Wir sind auf allen Touren dort einheimischen Bikern begegnet, die es recht schnell und sportlich angehen liessen. Wie ich beobachten konnte geht es hier offenbar mehr um Zeit als um Technik. Schliesslich finden hier Rennen statt und darauf wird vor allem im frühen Herbst hart trainiert.

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Das Waldbild ändern sich auch schnell mal, plötzlich geht es auch mal durch eine gerodete Einöde die auch ihren Reiz hat..

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…oder der Track führt durch kleine mit Heidekraut überwucherten Lichtungen, hier ist der Trail meist sandig und fest.

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Im nordwestlichen Teil des Schwarzen Trails geht es etwas rauher zu. Man steht plötzlich vor einer tiefen Abfahrt. An einigen Stellen ist der Trail so steil das er gegen Abbremsen mit alten Teppichen geschützt ist. Aber auch einige Anstiege sind so gesichert.

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Der südlichen Trail führt durch einen niedrigen und hügeligen Plantagenwald mit schmalem und kurvigen Trails die überwiegend auf festgefahrenen sandigen Untergrund verlaufen. Besonders weiche Stellen sind oft mit Holzspänen oder Kies verfestigt.
Kurz vor Erreichen des Ziels am Parkplatz führt der Trail noch mal rechts hoch durch ein verwinkeltes und verwurzeltes Waldstück das man unbedingt noch mitnehmen muss.

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Dann spuckt einen der Trail plötzlich aus einer kleinen Abfahrt wieder aus, direkt auf den Zufahrtsweg des Parkplatzes (etwas unglücklich den dort fahren Autos).

Weitere Bilder gibt es bei MTB-news:
http://fotos.mtb-news.de/s/32569?sort=l ... ction=desc

Ausserdem hat der Varde Cycle Club eine Seite im Netz stehen auf der man die einzelnen Sektionen des schwarzen Trails anklicken kann (RUTEKORT MED FOTO-SEKTIONER) und dazu ein paar Bilder erhält. Der Erklärungstext dazu ist leider in dänsich.
http://www.vardecykelklub.dk/10%5Fmtb%5 ... blaabjerg/

Unser Fazit:
Tour Schwarz/Grün: Sehr gute und abwechslungsreiche Strecke die hin und wieder ein paar mehr oder weniger große Herausforderungen bietet. Einige Abschnitte erfordern schon etwas Fahrtechnik, auch auf der “leichten” Grünen Strecke könnten MTB Anfänger an einigen Stellen etwas überfordert sein. Die Wegweiserpfähle sind an einigen Stelle weggefault und umgekippt (2012). Der Trail ist dennoch gut zu erkennen, lediglich im nördlichen Teil bei Rævebjerget wo der Trail sich fast kreuzt kann es zu Verwirrungen kommen da ausgerechnet da die Pfähle umgekippt waren (vielleicht ja schon behoben).
Einge besonders weiche oder rutschige Stellen sind mit Holzgrätings oder Teppichen gesichert. Die Wartung scheint aber etwas vernachlässigt zu sein. Dennoch ist die Strecke recht gut zu fahren, ist ja eine Geländeradstrecke :-)
Landschaftlich handelt es sich um einen normalen Wald, keine besonderen Highlight bietet ausser dem flowigen Trail selbst.

Tour Weiß: Längere Tour ohne die ganz schweren Steigungen und Abfahrten, teilweise auf kleinen kniffeligen aber auch weichen matschigen Pfaden, dann auch mal ein Stück Kiesweg.

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Zuletzt geändert von quasarmin am 23.10.2014, 20:49, insgesamt 7-mal geändert.
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MTB Bordrup Plantage - Oksbøl / Vejers

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:38

Die Bordrup Plantage ist ein Waldstück zwischen Oksbøl, Vejers und Blåvand. Bestbekanntes Urlaubsgebiet bei den Deutschen.
In diesem eigentlich ziemlich unspektakulären Dünenwäldchen hat der dänsche Radclub “Oskbøl Cyklel Team” mit Unterstützung von Natursyrelsen.dk eine sehr empfehlenswerte MTB Strecke angelegt.

->Link zum Flyer von Natursyrelsen

->GPS-Track der Strecke Schwarz

Es gibt dort drei Streckenführungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die leichte Tour “Grün” mit knapp 7km, die mittelschwere Tour “Blau” mit 8km, sowie die schwere Tour “schwarz” mit 9 km Länge.

Übersichtskarte Bordup Plantage (Bildlink zu www.bvoksbold.dk)
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Der Schwierigkeitsgrad setzt dabei ziemlich weit unten an, die Tour Grün verläuft größtenteils auf Wegen und leichteren flachen Abschnitten. Die Tour blau und schwarz kreuzen die Spur grün immer wieder und führen durch flotten Schleifen durch einen welligen Rundkurs.

-> Unser Stimmungsvideo vom Oktober 2013 (3min)

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Der Start befindet sich an einem Parkplatz nahe der Straße zwischen Oskbøl und Blåvand, kurz hinter der Abzweigung nach Vejers.
Vom Parkplatz rollt man mit dem Bike zum Warmfahren erstmal einen knappen Kilometer auf dem Kiesweg zum eigentlichen Startpunkt A des Singletrails (siehe Karte). Dieser Weg hat die Bezeichnung “Tyskervej” was soviel wie Deutschenweg bedeutet. Sicher wurde der Name nicht erfunden weil dort gelegentlich geländegängige deutsche Bikes langrollen, hat wohl eher etwas mit geländegängigen Militärfahrzeugen zu tun die hier früher schon rege unterwegs waren. Militär ist hier heute immer noch unterwegs, denn gleich im Westen grenzt ein großes Militärübungs- und Schiessgebiet an. Also wenn es knallt sind es nicht unbedingt die Reifen.
Aber da sind wir wir schon bei einem kleinem Problem das es bei dieser Strecke gibt. Wenn Schiessübungen stattfinden dann darf dieser Wald nicht betreten/befahren werden. Signaleinrichtungen entlang der Strassen signalisieren das Betreteverbot. Dabei handelt es sind entweder um große rote Signalkugeln die an Masten hochgezogen werden (an der Strasse nach Vejers) oder Blinksignalmasten (an der Strasse zwischen Oksbøl und Blåvand).
Es ist ratsam sind vor der Anreise zu vergewissern das der Wald befahrbar ist. Information zu Übungen und Sperrungen gibt es hier: http://forsvaret.dk/OKSBL/Skydninger/Pages/default.aspx
Auf dieser Seite des dänischen Militärs links oben den Monat anklicken, und dann in der Spalte Bordrup Plantage nachschauen an welchem Tagen und welche Uhrzeit geperrt ist. Dies ist durch einen roten Ball kenntlich gemacht.

Mit etwas Glück ist die Strecke befahrbar und es kann losgehen. Ab Startpunkt A geht es erst einmal zum Aufwärmen über einen flache und kurvige Trail der zum schnellem Fahren einlädt. Nach und nach wird das Terrain dann hügeliger, bleibt aber meist recht zügig befahrbar.

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Der größte Teil des Trails verläuft auf einem sandigem aber festen Untergrund, der sehr wetterfest ist. Morastige Stellen gibt es zwar auch, es sind jedoch so wenige das es nicht erwähnenswert ist. Die Strecke wird auf den dänischen Seiten auch als ausgezeichnete Winterstrecke bezeichnet.

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Je länger man fährt umso mehr Spass macht der Trail, wobei es schon zu Beginn mit Spass losgeht. Geübten Mountainbikern verlangt selbst die Tour schwarz nicht sehr viel Fahrtechnik ab, es geht zwischen den bewaldeten Dünen rauf uns runter. Die Abfahren sind allerdings nett angelegt, die Auffahrten meist kurz und knackig, man kommt aus dem Schalten gar nicht mehr heraus und hat aber das Gefühl des ständigen Flows.

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Wenn man beim wieder beim Punkt A angelangt ist hat man das Flowgrinsen und die Runde wird gleich nochmal gedreht, allenfalls die Tour blau. Bei der Tour Schwarz gibt es auch die Möglichkeit bei der zweiten (oder dritten..) Runde in der Nähe des Parkplatz auszusteigen, dann braucht man nicht den langweiligen Tyskerweg zurückfahren.

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Unser Fazit:
Spass pur! Ein “must ride” wenn man mal in der Nähe ist. Der Trail lässt sich sehr sportlich fahren, die Wellen fordern Kraft und Kondition. Der Trail ist gut gepflegt und an vielen Stellen mit Holzspänen abgestreut. An einigen steilen Anstiegen sind Gummimatten verlegt. Es gibt ein paar sandige Downhills, einer etwas verwurzelt und steil, ansonsten eher wenig Wurzeln, geht gut mit Hardtails.
Zuletzt geändert von quasarmin am 25.10.2014, 00:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:39

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MTB Aabenraa-RKCC

Beitragvon quasarmin » 18.10.2014, 21:39

In etwa 20 Autominuten vom deutsch/dänischen Autobahn-Grenzübergang aus ist die MTB-Strecke bei Apenrade oder zu dänisch Aabenraa erreichbar.

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Der etwa 8,5km lange Rundkurs liegt etwas westlich vom Aabenraa und wird vom Rødekro Cykle Club (RKCC) betreut.
Homepage des RKCC: http://www.rkcc.dk
Aktuelle Homepage des RKCC zum 8-Stunden Rennen am 9.Mai 2015:
http://www.rkcc-mtb.dk/deutsch

Hier der Link zur etwas veralteten Streckenbeschreibung bei Singletrack.dk: http://www.singletrack.dk/component/con ... b-aabenraa
Die Kommentare dort kann man allerdings immer noch als aktuell bezeichnen, “fed spor” heisst soviel wie “tolle Strecke”.

Etwa 80 % der Strecke sind als Singlettrail ausgelegt, es handelt sich bei diesen Singletrails überwiegend aus Abfahrten oder ebene bzw. wellige Passagen. Die wenigen breiteren Abschnitte sind so gewählt das es sich meist um Anstiege handelt. Das zwischen Aabenraa und Autobahn liegendene Waldstück ist ziemlich hügelig, so kommt man auf einem Rundkurs auf ungefähr 200hm.

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Wir haben diese Strecke im Frühjahr 2014 bereits einmal getestet, damals war sie noch stellenweise von den beiden vorangegangenen Stürmen Christian und Xaver ziemlich beeinträchtigt. Die Gegend hat nicht den von den nördlichen Strecken bekannten sandigen Boden, sondern wird bei Nässe etwas matschiger, also vergleichbar mit unseren norddeutschen Wäldern.
Mitte März 2015 statteten wir der Strecke mit 8 Fahrern aus Eckernförde erneut einen Besuch ab. Hintergrund war die Strecke für ein 8h-MTB Rennen kennenzulernen, welches am 9.Mai 15 vom RKCC durchgeführt wird. Der RKCC hat dafür die Strecke umfangreich ausgebessert und teilweise neue Abschnitte erstellt. Lehmige Stellen wurden mit Kies verfestigt, Anlieger geschaufelt, mehrere Drops und Bypassstrecken gebaut. Auch einige Brücken über Gräben wurden ausgebessert oder neu errichtet. Wir haben die Leute vor Ort getroffen und etwas mit ihnen unterhalten, dabei erfahren wie viel Arbeit und Enthusiasmus in dieser Strecke steckt. Herausgekommen ist eine flowige und abwechslungsreiche Strecke die unsere einstündige Anfahrt mit den Autos vollends entlohnt hat. Kurze aber viele und teils giftige Anstiege fordern Kraft, die welligen Trails sind kurvig und verspielt, die Abfahrten schnell und vom Schwierigkeitsgrad leicht bis mittel. Es gibt ein paar Drops die man gut schafft wenn man sie erst einmal getestet hat, ansonsten kann auch auf einem leichteren Trail (Chickenrun) daran vorbei gefahren werden - natürlich als kleiner Umweg.

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Der offizielle Start erfolgt an ein einem kleinen Parkplatz bei einem Abzweiger des “Enemarksvej”. Es gibt noch einen etwas größeren Parkplatz etwas südwestlicher am “Gamle Tøndervej”. Dieser Parkplatz ist auch empfehlenswert, man steigt dann zwar in der Mitte der Strecke ein, was aber aufgrund des Rundkurses egal ist.

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Bei Start geht es erstmal ein paar Meter hoch, dann erfolgt eine kurvige Abfahrt auf einem komplett neu angelegten Abschnitt. Dieser Waldabschnitt war durch die schweren Stürme 2013 vollkommen zerstört und wurde komplett gerodet. Es sieht ein wenig wild aus, hier verlaufen die ersten paar hundert Meter des Trails auf spassigen Turns. Schon nach diesen ersten Schleifen waren einige von unseren Mitfahrern völlig begeistert. Warum gibt es so etwas bei uns in Lobbyland nicht?

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Nach diesem gerodeten Teilstück kommt man über eine kleine Doppelbrücke, wobei man die Wahl zwischen der etwa 30cm hohen oder der etwa 80cm hohen Variante hat, oder eben durch den Matsch. Die Brücken bestehen aus geschichteten Kanthölzern, sehen etwas locker aus halten aber gut. Es empfiehlt sich erstmal die flachere Brücke zu nehmen, denn 80cm höher hat man auf einem Bike sitzend schon einen etwas andere Sicht, zumal die Bohlen nicht viel breiter als 50cm sind

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Nun folgt eine kurviger Abschnitt mit viel Flow durch teils schmale Stellen, es ist leicht wellig aber das Tempo bleibt hoch weil keine steileren Anstiege kommen. Der Flow endet mit einem neu angelegten Doppeldrop.

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Nun wird es hügliger und man darf sich einige verschnörkelte Anstiege durch den Wald hochschrauben.

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Immer wieder gefolgt von etwas langgezogenen Abfahrten, die oft mit Kies verfestig worden sind. Im Frühjahr 2014 waren das bei Feuchtigkeit zum Teil etwas glitschige Abschnitte. Hier haben die Leute vom RKCC ganze Arbeit geleistet. Einige Abschnitte waren noch frisch mit Kies verfüllt und daher etwas lose, das sollte sich aber schnell einfahren, dann rollt es so wie hier.

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Im Süden des Waldes nahe am ”Tøndervej” entlang verläuft dann ein langgezogener Trail mit ganz leichtem Gefälle, hier kann noch mal richtig Tempo gemacht werden, aber auch dieser Abschnitt wird genau auf der Hälfte von einem sehr pulslastigen Anstieg unterbrochen, um dann gleich wieder entsprechend runterzurocken. Wer die Luft dazu nicht hat, kann hier einfach gerade aus fahren.

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Im südlichen Waldteil wurden auch vieles neu angelegt, Drops und Kiesbefestigungen und viel Erde bewegt, so zum Beispiel ein Anlieger der hier gerade geschaufelt wurde als wir auf unserer ersten Runde vorbei kamen. Bei unserer zweiten Runde war er fertig und wurde von uns eingeweiht.

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Das letzte Stück des Rundkurses führt noch mal durch einen leicht welligen und kurvigen Abschnitt im östlichen Teil, bevor einen der Wald nach Passage dieser letzten Brücke auf dem Parkplatz wieder ausspuckt.

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Fazit: Prima Strecke für die es sich lohnt mal für einen Samstag nachmittag hinzufahren.
Es spielt zeitlich übrigens keine Rolle ob man vom Süden her kommend die Autobahnabfahrt 72 oder 70 nimmt. Auch wenn das Navi vorgibt das die Abfahrt 70 die schnellere Verbindung sei, so sei angemerkt das es sich bei der Verbindung vom Norden her um einen streckenweise sehr schmalen Weg handelt bei dem es bei Gegenverkehr Problem geben kann. Daher ist es immer problemloser die Ausfahrt 70 im Süden zu nehmen. Die Ausfahrt 71 wäre ideal, hat aber leider nur Auf- und Abfahrt vom Norden her.

-> Hier noch ein Video mit Eindrücken von der Strecke vom März 2015 (3min)

Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am 29.03.2015, 23:59, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 19.10.2014, 06:55

"Ebeltoft Sønder Plantage"

Sehr interessant. An der Südspitze der Insel habe ich bei meiner letzten Dänemarktour auf irgendeinem Campingplatz übernachtet. Das ist allerdings 20 Jahre her.
Vielleicht sollte ich auch mal wieder in DK ein paar Tage Ferien machen :Unentschlossen:
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Beitragvon JanC » 19.10.2014, 16:53

Hi Armin,
danke für Deine Engagement, das sind sehr spannende Infos!
Allerdings führt der Link
http://www.singletrack.de
irgendwie ins Nirwana, oder?

Gruß
Jan
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Beitragvon quasarmin » 19.10.2014, 16:55

JanC hat geschrieben:danke für Deine Engagement, das sind sehr spannende Infos!
Allerdings führt der Link http://www.singletrack.de irgendwie ins Nirwana, oder?
Moin Jan

bald gibts mehr, ich bin gerade dabei die Beschreibung für Grenaa fertig zu machen.
".de" führt nicht ins Nirwana, sondern nach Deutschland. Hier gehts aber um Dänemark und daher mit ".dk" hinten. ;-) Edit! Habs bemerkt, der eine Link im Text war falsch, danke für den Tipp.

Viele Grüße
Armin
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Beitragvon Spezies8472 » 19.10.2014, 18:01

Sehr cooool, danke für den Tip :D
Mir scheint, der hohe Norden ist mehr als eine Reise Wert.
Das werde ich mir mal in Ruhe anschauen ...
Ride on
Martin
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Beitragvon Tomcat » 19.10.2014, 19:10

Oh, super gemacht. Diesen Thread werde ich weiterhin mit viel Interesse verfolgen.

Vielen Dank dafür.

Gruß

Thomas
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Beitragvon Ausreisser » 22.10.2014, 09:37

Moin Moin!

Da ich seit vier Jahren immer im Nivenber in Dänemark meinen Urlaub verbringe, war ich sehr erfreut, dass das Thema MTB in Dänemark publik gemacht wurde.

Die schon erwähnten Seiten habe ich schon besucht. Dänisch kann ich aber leider nicht. Durch Herrn Google und Frau you tube bin ich jedoch auf interessante Runden an der Nordsee gestossen. Die Dänen sind so gut zu den Mountainbikern, dass sie sogar extra Strecken erstellen. Ich bin dieses Jahr in der Nähe von Løkken und werde mich entweder bei Bløkhus oder am Slettestrand austoben können. Einfach mal Slettestrand bei YouTube eingeben und staunen, was dort wie Strecken gefahren werden können. Da ist für jeden was dabei!

Ich freu mich schon riesig drauf, dort durch die Wälder zu fahren.

Gruss Ausreisser
Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist!
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Beitragvon quasarmin » 23.10.2014, 20:37

Moin

habe jetzt nach dem Grenaa Trail auch noch Blåbjerg bei Henne Strand ergänzt. Als nächstes folgt die Bordrup Plantage bei Veijers/Blåvand. Zum Glück habe ich von diesem Trail den wir 2013 ausgiebig getestet haben noch ein paar Aufnahmen gefunden, vielleicht schneide ich noch einem kleinen Video zusammen.

@Ausreiser, Slettestrand steht bei uns wahrscheinlich nächstes Jahr auf der Liste. Wir fahren am liebsten Strecken kleinen Downwhills und Drops, und die gibts da :-)

Gruß
Armin
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Beitragvon quasarmin » 24.10.2014, 23:59

Moin

habe gerade die Beschreibung für Bordrup nachgereicht.
Es gibt dazu auch einen Video von mir, muss ich jedoch nochmal hochladen, hat bei ersten Mal nicht geklappt (lädt schon).
Solange eine kleines dänisches Fastfoot :-)

Bild

edit/ Video ist hochgeladen: https://vimeo.com/109972092



mange hilsen
Armin
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Beitragvon wolfsburger » 27.03.2015, 15:01

Moin zusammen,

ich bin beim Surfen auf dieses tolle Unterforum gestoßen und habe die Berichte über die verschiedenen Strecken in Dänemark gleich verschlungen! :-)

Da ich selber großer Dänemark-Fan bin, kenne ich die beschriebenen Strecken aus diversen Oster-, Sommer-, Herbst- und Winterurlauben auch sehr gut. Auch ich habe unsere Familienurlaubsplanung schon des öfteren nach der Seite singletrack.dk ausgerichtet! :P

Neben den beschriebenen Strecken kann ich insbesondere die Runde in der Svinklöv / Slettestarnd Plantage empfehlen! Wir hatten dort im Sommer 2013 ein Ferienhaus, welches nur 300 m von der Strecke entfernt lag - optimale Bedingungen also. Die Strecke dort ist sehr gepflegt, bietet alle Facetten von leicht kurvig / flowig bis wirklich steil und technisch anspruchsvoll - insbesondere dann, wenn es wie im Sommer 2013 wochenlang kaum geregnet hat! Sie ist sowohl für den Genuss-Biker, als auch für Wettkampffahrer wie mich geeignet - das Tempo bestimmt oft den Schwierigkeitsgrad!

Wer das typische Dänemark sucht und die Ruhe dem Touristentrubel vorzieht, ist hier oben goldrichtig. Kleiner Tipp: Unbedingt einen Kaffee auf der Terrasse des Svinklöv Badehotels genießen und dabei die herrliche Landschaft auf sich wirken lassen!

Mein zweiter Tipp ist die Strecke Grusgraven bei Varde, die wie die Strecke am Henne Strand vom Varde Cykelklub betreut wird. Wer es gerne schnell liebt, ist hier goldrichtig! Nicht umsonst gastiert die dänische SRAM-Liga (http://mtbliga.dk) hier von Jahr zu Jahr. Bin dort selber in 2013 mitgefahren - top organisiert, tolle Strecke, viele nette Leute von denen man sehr nett aufgenommen wird! Da kann sich mancher unserer MTB Bundesliga-Veranstalter eine Scheibe von abschneiden!

Wer Urlaub in Henne Strand oder Blavand macht, sollte unbedingt mal einen Tag nach Grusgraven fahren. Einfach die Familie in Varde zum Shopping oder Besichtigung der Miniby (Miniaturstadt Varde) rauslassen und 2 Stunden biken! :D

Wunderschön sind übrigens auch viele Teile des dänischen Nordsöstien, des Nordseeküstenradweges. Wenn wir am Henne Strand sind, fahre ich eigentlich jedes Jahr die Strecke von Henne Strand bis Hvide Sande - ja diese Runde hat für einen Radweg durch das viele Auf und Ab durch die Dünen regelrechten Flow-Charakter! :-) Die Familie fährt einfach mit dem Auto vor und man trifft sich zum Fischbrötchen im Hafen!

Noch ein kleiner Tipp zum Abschluss: In der Gegend von Varde gibt es jedes Jahr den "Club La Santa MTB Cup" (http://www.mountainbikecup.dk/), eine kleine Trainingsrennserie, die aber sehr professionell mit Timing etc. ausgetragen wird. Und auch hier gibt es viele nette Leute, die übrigens zum Großteil alle deutsch sprechen!

Also, auf nach Dänemark zum Biken, ihr werdet sehen, es lohnt sich!

Viele Grüße,

Volker
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Beitragvon Konkursus » 13.06.2016, 16:34

ich hole das Thema mal wieder hoch, weil wir am Wochenende gerade an der XTerra Aarhus Classic teilgenommen haben.

Bisher kannten wir nur die Strecken in Aabenraa, die ja geprägt sind von 3 Steilanstiegen und technischen Passagen mit Stufen, Wurzeln, Treppen etc.. Lange single-Trail-Passagen folgen zwischen Bäumen mit einer Fahrspurbreite von 50 cm, teilweise geschottert und schön geschlängelt.

In Aarhus erwartet einen Ähnliches, allerdings ohne die ganz steilen Anstiege. Wir sind am Sonnabend einen Teil der Strecke abgefahren, die insgesamt mit 30 Km ausgeschrieben war und lt. meiner Aufzeichnung eine Länge von 28 Km hatte.

Sofort fühlte ich mich an Aabenraa erinnert, die gleiche Machart, aber auch die gleiche gute Betreuung offenbar. Ich hab´s nicht gezählt, aber die Gesamtstrecke war sicherlich in 10 Sektoren eingeteilt, die alle einen besonderen Namen hatten und vor denen - ich denke mal durch die Forstverwaltung - Holzschilder aufgestellt waren. Dann wusste man gleich: Achtung, jetzt kommt etwas.

Wirklich alles sehr schön und empfehlenswert. Wenn man einmal in der Nähe von Aarhus ist, sollte man die Möglichkeiten des MTB-Einsatzes mitnehmen. Und eins stimmt auch: wie Armin so schön schrieb, stellen die Dänen Tempo vor Technik. Die sind offenbar da immer auf ihrer Heimstrecke unterwegs und knallen, was das Zeug hält. Am Sonntag wehte dann auf der Gesamtstrecke ein ganz schön rauher Wind.

Man müsste Zeit haben, dort öfter zu fahren. Na ja, kommt vielleicht noch.

Gruß


Konkursus

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