RTF Durch das reizvolle Sauerland '13, Hagen (Bericht)

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michel66
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RTF Durch das reizvolle Sauerland '13, Hagen (Bericht)

Beitragvon michel66 » 22.08.2013, 17:37

Durch das reizvolle Sauerland
RTF des SSV Hagen Radsport e.V. am 17.08.2013

Mit dem RTF des SSV Hagen hatte ich noch eine Rechnung offen. Als ich mit Vereinsmitglied Thomas vor drei Jahren diese „reizvolle“ Tour fuhr, jagten wir in der Abfahrt nach Altena am Abzweig der 113 km Strecke vorbei :? und mussten improvisieren. Thomas entschied sich für die gemütliche Variante bei Bratwurst und Bier und ich fuhr damals einen großen Teil der 71 km Strecke einfach zweimal. Trotzdem war schon damals klar: Das Vorhaben schreit nach Wiederholung. Nach dem in den vergangenen Jahren diese RTF immer auf das Cylassics Wochenende fiel, war mit Blick in den RTF Kalender 2013 die Sache fest in Planung.

Als um 6:45 Uhr in der Nähe des Möhnesees der Wecker klingelte, enttäuschte zunächst der regnerische Himmel. Je näher ich jedoch Hagen kam, desto besser wurde das Wetter. Glück gehabt! So starteten an diesem Morgen aufgrund der abklingenden Nässe später als geplant rund 480 gut gelaunte Radler auf die Strecken. Das Startzeitfenster wurde vom Veranstalter flexibel verlängert. Der Start und Zielbereich an der Ischeland Sporthalle ist außen und innen sehr großzügig ausgelegt. Es fehlt wirklich nichts, Platz schon gar nicht. Vom Brötchen bis zum Kaffee oder einem Verkaufsstand für Radzubehör steht alles zur Verfügung. Die Helfer und Helferinnen versprühen beste Laune. Alles wirkt sehr professionell.

Ich mache mich, wie viele andere, alleine auf den Weg. Der erste Teil der Strecke ist mir bereits bekannt. So haushalte ich bei den ersten Wellen und dem ersten, längeren ca. dreiprozentigen Anstieg zur K1 mit meinen Kräften. Dort gibt es wie immer Bananen und Waffeln. In weiser Voraussicht habe ich auch heute wieder eigene Riegel und ein Tütchen Isogetränk dabei. Das nächste Stück fahre ich wieder erst alleine, bis ich in der Nähe von Neuenrade zu zwei anderen Radlern aufschließe, mit denen ich die folgenden Anstiege bis zu 2. Kontrolle in Affeln bewältige. Den Abzweig in Altena verpasse ich diesmal nicht. :D

Das erste Mal richtig anstrengend wird es (glaube ich) in Dahlen. Eine steile Rampe zwingt mich aus dem Sattel. „Der Kettentest kommt aber noch“, freut sich mein Mitradler schon. An der K3 in Affeln treffe ich zwei sympathische Pärchen aus Hessen mit Günter (? - ich und mein Namensgedächtnis… 8) ) vom RSC Schwalbe Asslar und beschließe den Rest der Tour mit denen zu verbringen. Die beiden weiblichen Bergziegen zeigen uns am folgenden Berg, was eine Harke ist. Wir warten aber immer aufeinander. Wir befinden uns irgendwo in Richtung Plettenberg/ Werdohl. Dann kam, was kommen musste: „Der Kettentest“ bei Kilometer 74 in Brunscheid. Dank Günters (?) Navi waren wir vorbereitet. Scharf rechts gab die Hecke den Blick frei auf eine steile Rampe Marke Waseberg (13 bis 14 % waren es bestimmt). Nur etwas länger und im oberen Teil dann nicht mehr ganz so steil. Hier war quälen angesagt. Aber alle kamen hoch, wenn auch teilweise mit Schrittgeschwindigkeit.

Damit waren die meisten der 1.515 Höhenmeter schon eingefahren. Es folgte also der gemütliche Teil. Nicht ganz, denn ein unglaublich schlechter Straßenbelag (wenn man den überhaupt so nennen konnte) verlangte auf einer Abfahrt hinter der K3 (hier und an K4 war die Verpflegung wieder richtig gut) unsere ganze Aufmerksamkeit. Auch diese Gefahrenstelle, wie überhaupt die ganze Strecke, war aber bestens ausgeschildert. Über welliges Terrain ging es die letzten, rund 40 Kilometer durch das wunderschöne Altena (mit herrlichem Blick auf die Burg) zurück nach Hagen. Dort genoss ich mit meinen Mitradlern und anderen die Sonnenstrahlen bei Bratwurst, Bier und gute Laune. Empfohlen wurde mir dabei nicht nur von den Asslarern, sondern zufällig auch von zwei weiteren Radlern, eine Marathon/ Doppel- RTF Veranstaltung in Bimbach (Hessen), die immer an Pfingsten stattfindet. Den Spruch des Tages liefert ein Mitglied der RSG Herne, der sich auf den Ötztaler Radmarathon vorbereitet: Ich erzähle ihm, dass ich jemanden aus seinem Verein beim Hamburger RTF „Alma Mater“ getroffen habe. Auf meine Beschreibung „er war recht korpulent und hatte …“ unterbrach er mich westfälisch trocken mit einem „ja, davon haben wir mehrere“. Westfälischer Humor halt :HaHa: Es macht immer wieder Spaß im Sauerland zu fahren.

// Christoph
FC ST. PAULI RADSPORT

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