ABUS-Ruhrbike-Marathon 2013 (Bericht + Bilder)

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Ulrike
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ABUS-Ruhrbike-Marathon 2013 (Bericht + Bilder)

Beitragvon Ulrike » 27.06.2013, 00:48

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Ein Besuch der MUR an der Ruhr

Auf der Suche nach "sommerlichen" MTB-Veranstaltungen stieß Konkursus auf das Ruhrbike-Festival in Wetter (Ruhr), zu dem neben diversen XCO- und Sprintrennen auch der ABUS-Ruhrbike-Marathon gehörte. Nachdem wir zu unserer großen Freude festgestellt hatten, dass Wetter nur ca. 15 Min. von unserer Tochter entfernt ist, führte an der Anmeldung kein Weg vorbei.

Etwas Kopfzerbrechen bereitete die Wahl der passenden Distanz. Angeboten wurden ca. 36 oder 55 km, wobei die NRW-typische Option, die endgültige Entscheidung erst unterwegs zu treffen, leider fehlte. Normalerweise tendieren wir eher zu den längeren Version. Aber in der Ausschreibung war von knackig-steilen Anstiegen und technischen Downhills die Rede. Und da unser Verhältnis zur MTB-Fahrtechnik noch immer etwas angespannt ist, wollten wir die Sache vorsichtig angehen. Immerhin hatte die kurze Strecke ca. 1.200 hm zu bieten und die lange ca. 2.000.

Angesichts der vielen unbekannten Faktoren und der nicht gerade üppigen Zielzeit entschieden wir uns dann nach einigem Hin und Her für die kurze Strecke und montierten zur Sicherheit noch die Flatpedals.

Am Samstag war es dann soweit. Der Start sollte auf dem Harkortberg stattfinden, ganz oben am Rande der Ruhrsteilhänge. Wegen der begrenzten Parkplätze auf dem Berg und zur Schonung der dringend benötigten Kräfte der Teilnehmer war unten auf dem ABUS-Betriebsgelände ein Shuttle-Bus-Service eingerichtet.

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Warm und trocken im Bus bekamen wir einen ersten Eindruck von der Steilheit der Anstiege, die noch auf uns zukommen sollten. Ab 12:30 war die Startaufstellung freigegeben.

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Der Startschuss fiel um 13:00 Uhr, sodass wir morgens ausschlafen und gemütlich frühstücken konnten, für so eine Veranstaltung genau die richtige Vorbereitung. Allerdings tat sich nach dem Start erst einmal so gut wie gar nichts. Mehrere 100 Teilnehmer auf einem Spazierweg kommen nicht wirklich zügig voran. Das änderte sich dann auf der ersten Asphalt-Strecke. Aber alles Treten nutzte nicht viel, weil sich bei der Rückkehr ins Gelände an einer Engstelle ein neuer Stau gebildet hatte.

Der sorgte dann aber für die nötige Entzerrung und es ging auf einer sehr abwechslungsreicher Strecke zügig voran. Forstwege und Wiesenpassagen wechselten mit den angekündigten steilen Single-Trails und einigen - gut abgesicherten - Asphaltstücken, die als "Erholungspause" ganz willkommen waren. An einer Stelle war sogar der Rasen einer Hochhaussiedlung in die Streckenführung integriert.

Ein Höhepunkt war die Hegestraße in Volmarstein, die vom örtlichen <a href="http://www.stadtmarketing-wetter.de/c111.html/" target="_blank">Stadtmarketing </a> als die MUR von Wetter Volmarstein angepriesen wird und mit ca. 25 % die steilste innerstädtische Straße Europas sein soll.

Bild
Bild: Stadtmarketing Wetter

Die Straße ist so steil, dass das Bergabfahren mit dem Rad untersagt ist. Mit dem Rennrad sind solche Anstiege eine Tortur, mit dem MTB auf Asphalt aber gut zu schaffen, zumal auch zahllose Zuschauer am Straßenrand den Flamen in nichts nachstanden und anfeuerten, was das Zeug hielt.

Wirklich gemein wurde der Marathon am Ende, als der Harkortberg - diesmal im Gelände und ohne Shuttlebus - wieder erklommen werden musste. Wer bis hier seine Kräfte nicht richtig eingeteilt hatte, kam schnell an die Grenzen und brauchte für das letzte Stück bis zum Ziel sehr, sehr lange.

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Bis kurz vor dem Ziel waren die Teilnehmer beider Distanzen die gleiche Strecke gefahren. Die "langen Fahrer" wurden erst kurz vor Ende auf eine Zusatzrunde geschickt. Wie wir am Rande mitbekamen, war dieses Stück fahrtechnisch derart anspruchsvoll, dass wir unsere Entscheidung für die Kurzstrecke nicht bereuten. Nach der Einschätzung von Konkursus war der P-Weg-Marathon im Vergleich zur Kurzstrecke von Wetter ein Kindergeburtstag. Und die Kurzstrecke im Vergleich zur Langstrecke mehr oder weniger ein Warmfahren?!? Also genau das Richtige für diejenigen, die ihr fahrtechnisches Können ausreizen wollen.

So, und nun bleibt zu hoffen, dass der Marathon in Zukunft regelmäßig stattfindet. Zuletzt musste er wegen Genehmigungsproblemen einige Male aussetzen. Es gibt vor Ort offenbar zahlreiche MTB-Feinde, die nicht davor zurückgeschreckt hatten, die Veranstaltung durch den Abbau der Beschilderung zu sabotieren. Auch unterwegs hatten Anwohner ein Schild "Ruhrbike - nein danke" aufgestellt. Wirklich traurig und nicht ganz zu verstehen!!

Wenn es sich einrichten lässt, werden wir gerne wiederkommen, zumal sich als kleines Extra unmittelbar beim Veranstaltungsgelände ein sehr schöner Hochseilgarten befindet, wo man sich bei Bedarf noch ausgleichssportlich betätigen kann.

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Ulrike :wink:
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Janibal
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Re: ABUS-Ruhr-Bike-Marathon 2013 (Bericht + Bilder)

Beitragvon Janibal » 02.07.2013, 14:27

Ulrike hat geschrieben:Wenn es sich einrichten lässt, werden wir gerne wiederkommen, zumal sich als kleines Extra unmittelbar beim Veranstaltungsgelände ein sehr schöner Hochseilgarten befindet, wo man sich bei Bedarf noch ausgleichssportlich betätigen kann.
und genau daran scheiter ich seit Jahren. Immer parallel zu Transalp, Brevets und Sommerferien.

Relef hat recht, P-Weg ist technisch anspruchslos gegenüber dem Ruhr-Bike. deshalb vorher etwas laufen :-)

Gut, dass ihr so viel Mut habt.
St. Jan

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