Schwarzwald per Pedelec (Bericht)

Technobull
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Schwarzwald per Pedelec (Bericht)

Beitragvon Technobull » 29.03.2012, 11:23

Ich komme gerade aus dem Schwarzwald bei Freudenstadt zurück, wo ich mein Neuraltherapie-Zertifikat erworben habe :) :)

http://www.neuraltherapie-online.de/

und anschließend mit Frau zwei Tage mit E-bikes unterwegs war, in idealem Wetter kreuz und quer durch Wälder und Höhen, z. B. rund um den Kinzigsee - Loßbach, traumhaft tolle Touren fast ohne Straßenbenutzung. Hin und wieder lag noch Schnee auf den Wegen!

Es gibt dort ein Netzwerk von Gasthöfen und Hotels, wo man Batterien laden kann oder gar Austauschbatterien bekommen kann - Panasonic Tretlagerantrieb ist Standard, bis auf das Stevens, da bekam ich das Ladegerät mit.

http://www.reb-fds.de/

Gemietet für 24 €/Tag/Person: meine Frau hatte ein 26er Kalkhoff e-Tourenrad, was es ihr ermöglichte auch > 10 % Steigungen hochzukommen (sie verzweifelt sonst an der kleinsten Steigung), ich ein 28 " Stevens MTB (ich glaube Carpo) mit Bosch Antrieb, Scheibenbremsen, 60er Big Apple Reifen.

Der Bosch Antrieb ist klar besser, weil man den Antrieb feiner abstimmen oder auch schnell mal abschalten kann und so locker > 40 km Reichweite auch bei extremen Steigungen hat (na ja so bei ~ 15 % geht nix mehr).

Das Stevens läuft klar besser - bergab rollte ich an ihr vorbei während sie noch Treten mußte. Die Nuvinci Nabe ist zwar schwer, macht aber bei einem Mietrad mit Boschantrieb eine Menge Sinn, nur könnte die Abstufung insgesamt kleiner sein. Runter kommt man immer - ab 50 km/h bremste ich lieber.

Die Shimano Trommelbremsen im Kalkhoff sind etwas wabbelig, aber ausreichend, hin und wieder haben wir doch lieber eine Pause eingelegt. Die einfachen mechanischen Scheibenbremsen am Stevens reichen für alles was vorkommt, auch an langen Gefällen, es heult manchmal etwas.

Im Reisemagazin der DB sah ich die Flinkster Angebote und daß es demnächst Pedelecs für 13,50 €/Tag geben soll.

Damit fällt wieder ein Argument zum Autofahren weg. Ich hatte erst überlegt mit dem Auto und den Rädern hinzufahren, aber Kosten-Nutzen-Streß stehen dem bei einer Woche und Bahncard 50 klar entgegen.

Wenn die Bahn nun auch noch Fahrradtransport im ICE bringen würde, wäre das ein toller Zug!
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Re: Schwarzwald per Pedelec (Bericht)

Beitragvon Helmut » 30.03.2012, 00:21

Technobull hat geschrieben:Es gibt dort ein Netzwerk von Gasthöfen und Hotels, wo man Batterien laden kann oder gar Austauschbatterien bekommen kann
Das bieten jetzt immer mehr Urlaubsregionen an, was mich begeistert.

Die Leute, die dieses Angebot annehmen, verzichten dafür ja zumeist nicht auf Rad-, sondern auf's Autofahren. Und mit der Infrastruktur für die Pedelec-Fahrer verbessert sich auch die für die Radfahrer...

P.S. Ich nehme an, dass Ihr mit Pedelecs (Fahrräder mit E-Hilfsmotor) gefahren seid, nicht mit E-Bikes (Elektro-Mopeds mit Zusatz-Pedalantrieb). Habe die Überschrift entsprechend geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Re: Schwarzwald per Pedelec (Bericht)

Beitragvon Technobull » 30.03.2012, 09:00

Helmut hat geschrieben:Ich nehme an, dass Ihr mit Pedelecs (Fahrräder mit E-Hilfsmotor) gefahren seid, nicht mit E-Bikes (Elektro-Mopeds mit Zusatz-Pedalantrieb). Habe die Überschrift entsprechend geändert.
Richtig, es war ja auch der Link zum Vermieter dabei.

Hätte ich das mit dem DB Pedelec für 13,50 €/Tag ab Stuttgart Hbf gewußt, wäre vielleicht der Mietwagen ab Flughafen weggefallen , wenn die ein Ladegerät mitgegeben hätten und ein richtiger Gepäckträger passend für Ortlieb dabei wäre. Dann wäre ich mit Ortliebs angereist, weiter per S-Bahn.

Das Miet-Kalkhoff hatte einfache Packtaschem dran, es gab auf Nachfrage eine 2. kleine Batterie dazu, die auch gebraucht wurde. Beim Stevens fehlten Beleuchtung und Gepäckträger, vielleicht kommt das ja noch. Das Ein-und Ausladen aus der Bahn mit einem 25-30kg Rad ist allerdings nicht einfach, weil man immer diese hohen Stufen hat. Bei den IC's sind zudem die Türen zu eng, die paar Fahrradständer reichen nicht aus. Also wenn die Bahn wollte, könnte sie jede Menge mehr Kunden haben.

Ich glaube dem Boschantrieb gehört die Zukunft, weil man in drei Leistungsstufen jeweils noch dreifach Stufen anwählen kann. Man kann also immer genau so viel tun, wie man kann/will, auch lange Steigungen +/- 10 % sind kein Problem.

Wenn ich im Schwarzwald oder sonst bergig wohnen würde, käme so ein Pedelec ins Haus, gar erst für Gepäcktouren oder mit Hänger/Kind.
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Re: Schwarzwald per Pedelec (Bericht)

Beitragvon Technobull » 30.03.2012, 15:48

Wenn ich das vorher gewußt und recherchiert hätte - es stand ja auch noch ne Prüfung an..

http://www.radroutenplaner-bw.de/ar-rrp ... dt=cycling

Na ja wir sind nicht danach gefahren, es ist nur erstaunlich, daß es sowas gibt.

Leider fanden wir den Schwarzwaldradweg nicht ab Oberer Zwieselberg, oder die Karte stimmte nicht ganz, so fuhren wir erst auf einer kleinen Teerstraße die wir zunächst dafür hielten und die bald zu einem grob geschotterten Waldweg wurde sehr steill zum Kinzigstausee hinab, das war schon etwas haarig mit dem Kalkhoff. Dafür hatten wir atemberaubende Aussichten auf einen smaragdgrünen See für uns allein, später dann die rauschende Kinzig kreuzend, dann am Seeufer entlang und dann sehr flott bergab mit bis zu 50 km/h auf bester autofreier Straße.

Man sollte diese Schotterwege nur mit sehr dicken Reifen und sehr guten Bremsen machen, öfter mal Pause zum Abkühlen ! Mit Scheibenbremsen kein Problem, aber mit Felgenbremsen könnte man wegen Überhitzung schon mal einen Reifenplatzer haben !

Vom Kinzigstausee aus auf der Straße nach Loßburg, da geht es heftig bergauf, dann waren die Batterien fast platt mit 10 km Restanzeige. Von Loßburg wo etwas nachgeladen wurde dann ab Ortsausgang links wieder durch den Wald nach Freudenstadt wo das Kalkhoff gerade so mit blinkender Restanzeige ankam, beim Stevens war noch reichlich Saft drauf.

http://www.landkreis-freudenstadt.de/se ... index.html

http://www.landkreis-freudenstadt.de/se ... tionen.pdf

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